DE3508131C3 - - Google Patents
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Description
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
Die DE-AS 27 03 469 zeigt eine Vorrichtung, mit der ein solches Verfahren ausgeführt werden kann. Dabei
ist parallel zu einer Vorwärmstation eine Prozeßstation mit mehreren Einzelstationen vorgesehen. Die Nockenwelle
wird von der Vorwärmstation in die erste Einzelstation befordert wo durch einen feststehenden Brenner
der erste Nocken im Umschmelz-Härte-Verfahren gehärtet wird. Anschließend wird die Nockenwelle in
die zweite Einzelstation gebracht und so weiter. Dabei weist jede Einzelstation einen eigenen in Längsrichtung
feststehenden Brenner auf, der auf einen bestimmten Nocken eingestellt ist Es wird ferner eine Meisternockenwelle
abgetastet, um davon abhängig den Brenner zu steuern. Diese Vorrichtung 1st erheblich aufwendig.
Die DE-PS 32 24 745 zeigt eine Vorrichtung zum Härten von Nockenwellen mit mehreren parallelen Einspannungen.
Für jede Nockenwelle sind für jeden Nocken derselben je ein in Längsrichtung feststehender
Brenner erforderlich. Eine Vorwärmung ist dabei nicht vorgesehen. Auch diese bekannte Vorrichtung ist sehr
kompliziert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung für ein leistungsfähiges
und wirksames Härten zu verwirklichen eine kompakte Anordnung hierfür zu schaffen, die Zeitspanne für das
Härten zu verringern und bei erhöhter Leistungsfähigkeit die Kosten zu reduzieren.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs.
Dadurch wird es möglich, in einfacher Weise unter geringen Kosten eine wirksame Härtung zu sichern.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht eines ersien Ausführungsbeispiels für die erfindungsgemäße Vorrichtung.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht der in Fig. 1 gezeigten
Vorrichtung.
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten
Vorrichtung.
Fig. 4 zeigt eine Teilansicht einer Bewegungsschnecke und einer Basis, welche sich gegenseitig
durch eine Schraubverbindung halten.
Fig. S zeigt eine Querschnittsansicht längs einer Linie
V-V in Fig. 4.
Fig. 6 zeigt eine vergrößerte Vertikalschnittansicht einer Plasmabrennerdüse.
Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung eines Steuersystems für die erfindungsgemäße Vorrichtung
zum Umschmelzen und Härten.
Fig. 8 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Pfades der Prozeßbewegung eines Brenners über die Nockencberfläche
einer Nocke.
Fig. 9 zeigt eine schematische Darstellung, die die Art und Weise verdeutlicht, in welcher ein einziger vorhandener
Brenner bewegt wird.
Fig. 10 zeiRt eine Ansicht einer Umschmelz- und Härtungsvorrichtung
gemäß einem zweiten Ausfuhrungsbeispiel für die vorliegende Erfindung.
Fig. II zeigt eine Teilschnittansicht der in Fig. 10
gezeigten Vorrichtung.
Wie in den Fig. 1 bis 3 gezeigt, weist eine Umschmelz-
und Härtungsvorrichtung 1 eine Maschinenbasis 2 auf, die einen oberen Tisch 3 enthält, auf dem ein Vorwärmmechanismus
an einer von dessen Vorderseiten montiert ist Der Vorwärmmechanismus 4 ist in der Darstellung
der Fig. 1 aus Gründen der Vereinfachung fortgelassen.
Der Vorwärmmechanismus 4 hat eine Werkstückeinspannvorrichtung
5 und einen Dorn 6 zum Halten der Enden eines Werkstücks oder einer Nockenwelle 50, die
horizontal liegt Die Werkstückeinspannvorrichtung 5 ist mit einem Werkstückdrehmotor 7 gekoppelt, und der
Dorn 6 ist mit einem Axialverschiebungs-Flüssigkeitszylinder8 gekoppelt Zwischen der Werkstückeinspannvorrichtung
5 und dem Dorn 6 ist eine Hochfrequenzheizspule 9 angeordnet, die eine sich nach oben öffnende
Form eines halbkreisförmigen Querschnitts hat und sich in axialer Richtung erstreckt Die Hochfrequenzheizspule
9 stellt eine Vorwärmstation in einer vorderen Position auf dem Tisch 3 dar. Die Nockenwelle
50, die zu behandeln ist, erstreckt sich durch die Hochfrequenzheizspule 9 des Vörwärmmechanismus4,
und deren sich in axialer Richtung gegenüberliegende Enden werden jeweils durch die Werkstückeinspannvorrichtung
5 bzw. den Dorn 6 gehalten.
Wie in Fig. 3 gezeigt, kann die Nockenwelle 50 durch
eine obere Aussparung oder Öffnung 901, die sich über eine voile Länge der Hochfrequenzheizspule 9
erstreckt, in vertikaler Richtung eingeführt oder entnommen werden. Die Nockenwelle 50 kann daher
durch die Öffnung 901 in die Hochfrequenzheizspule 9 eingeführt werden. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
kann die Hochfrequenzheizspule 9 mittels einer Zylindereinheit 902, die mit der Hochfrequenzheizspule
9 gekoppelt ist und auf der Maschinenbasis 2 unterhalb der Hochfrequenzheizspule 9 montiert ist, zu
der Nockenwelle 50, die zwischen der Werkstückeinspannvorrichtung 5 und dem Dorn 6 gehalten wird, hin
oder von dieser fort bewegt werden. Im Betrieb wird der Werkstückdrehmotor 7 erregt, um die Nockenwelle 50
um ihre eigene Achse zu drehen, und die Hochfrequenzheizspule 9 wird ebenfalls erregt, um die Nockenwelle
50 durch Ströme vorzuwärmen, die durch einen hochfrequenten magnetischen Fluß induziert werden,
der durch die Hochfrequenzheizspule 9 erzeugt wird. Die vorgwärmte Nockenwelle50 wird dann durch einen
Greifarm 10 (Fig. 3) gegriffen und nach unten in die Hochfrequenzheizspule 9 durch die Öffnung 902 eingeführt.
Der Greifarm 10 wird dann angehoben, um die vorgewärmte Nockenwelle 50 aus der Hochfrequenzheizspule
9 zu entnehmen, und wird dann zurückbewegt, um die vorgewärmte Nockenwelle 50 zu einer
Prozeßstation 11 hinter dem Vorwärmmechanismus4 zu bewegen.
Wie zuvor beschrieben, wird die Nockenwelle 50 in Vorbereitung auf einen Umschmelzprozeß durch den
Vorwärmmechanismus 4 vorgewärmt, der vor der Prozeßstation 11 positioniert ist. Nachdem die Nockenwelle
50 vorgewärmt worden ist, wird sie durch den Greifarm 10 angehoben und schnell zurück zu der Prozeßstation
11 bewegt, in der die Nockenwelle 50 in derselben Richtung wie der Richtung, in der sie in dem Vorwärmmechanismus
4 vorgewärmt wurde, orientiert liegt. Demzufolge kann die Nockenwelle leicht und
schnell von dem Vorwärmmechanismus 4 zu der Prozeßstation 11 bewegt werden. Da die Nockenwelle 50
von dem Vorwärmmechanismus 4 zu der Prozeßstation 11 ohne Veränderung ihrer Lage transportiert wird, können
der Vorwärmmechanismus 4 und die Prozeßstation 11 in einem geringstmöglichen Abstand voneinander
angeordnet sein. Daher kann die Nockenwelle 50 in
derselben Vorrichtung vorgewärmt und umgeschmolzen werden, was einen nur minimalen Raumbedarf für
den Aufbau und geringe Abmessungen gestattet und e rlaubt, daß Nockenwellen aufeinanderfolgend gleichzeitig
schnell vorgewärmt und umgeschniolzen werden
können, was zu effizienten und schnellen Umschmelzzyklen führt
Während in dem gerade beschriebenen Ausfuhrungsbeispiel der Vorwärmmechanismus 4 eine Hochfrequenzheizeinrichtung
enthält, kann er auch eine elektrische Heizeinrichtung unter der Voraussetzung enthalten,
daß der Vorwärmmechanismus 4 genügend nahe bei der Prozeßstation 11 angeordnet ist, wie dies gezeigt
ist, damit die vorgewärmte Nockenwelle 50 zu der Prozeßstation U transportiert werden kann, bevor die
Nockenwelle 50 einer wesentlichen Temperaturabsenkung ausgesetzt wird. In Fällen, in denen die elektrische
Heizeinrichtung verwendet wird, kann der jeweils nächste Umschmelzprozeß in einem konstanten Zeitzyklus
ausgeführt werden, und eine jeweils nächste Nockenwelle kann in einer festen zeitlichen Beziehung
zu dem Umschmelzprozeß vorgewärmt werden. Auf diese Weise können der Vorwärmmechanismus 4 und
die Prozeßstation 11 in Zusammenwirkung miteinander hocheffizient betrieben werden.
Die Prozeßstation 11 dient als eine Umschmelz- und Härtungsstation. Die Prozeßstation 11 besteht im übrigen
aus einer Werkstückeinspannvorrichtung 12 zum Halten eines Endes der Nockenwelle 50, einem Motor
14, der wirksam mit der Werkstückeinspannvorrichtung 12 über einen Drehzahlminderer 35 gekoppelt ist. einem
Dorn 13 zum Halten des anderen Endes der Nockenwelle 50 und einem Axialverschiebungs-Flüssigkeitszylinder
15 zum axialen Bewegen des Doms 13. Der Axialverschiebungs-Flüssigkeitszylinder 15 wird
durch Führungschienen 55a, 55a geführt, die von einem Halterahmen 55 gehalten werden, der auf dem Tisch 3
montiert ist, um so nach links (Flg. 1 und Fig. 2) bewegt werden zu können.
Ein im wesentlichen U-förmiger Halterahmen 16 ist auf dem Tisch 3 in einem hinteren Abschnitt davon und
mit einem schräg nach oben weisenden Abstand von der Nockenwelle 50, die von der Werkstückeinspannvorrichtung
12 und dem Dorn 13 gehalten wird, montiert. Wie in Fig. 1 gezeigt, ist der Halterahmen 16 aus
einem Paar von vertikalen Rahmenteilen 17^ 17 zusammengesetzt,
zwischen denen sich einen Abstand in vertikaler Richtung voneinander aufweisende Führungsstangen 19,20 durch obere und untere Abschnitte einer
Basis 21 eines Plasmabrenners 22 zum Umschmelzen und Härten der Nockenwelle 50 erstrecken. Der Plasmabrenner
22 kann horizontal und längs der Führungsstangen 19,20 bewegt werden. Eine Bewegungsschnecke 31
ist drehbar horizontal zwischen den Führungsstangen 19,20 angeordnet und in einer Schraubverbindung mit
der Basis 21 gehalten. Sie ist über einen Übertragungsmechanismus34
mit einem Brennermotor33 gekoppelt, der außerhalb von dem linken vertikalen Rahmenteil 17
angeordnet ist, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist. Die Bewegungsschnecke 31 kann durch de;i Brennermotor
33 selektiv in entgegengesetzten Richtungen um ihre eigene Achse gedreht werden.
Fig. 4 und Fig. 5 zeigen die gegenseitigen Eingriffsbeziehungen zwischen der Basis 21, den Führungsstangen
19, 20 und der Bewegungsschnecke 31. Die Führungsstangen 19,20 erstrecken sich durch Lager 21a, 21a, die
auf der Basis 21 montiert sind. Die Bewegungsschnecke 31 ist in eine Mutter 25 eingeschraubt, die fest auf der
Basis 21 durch einen Kugeimutttrmechanismus (nicht
gezeigt) montiert ist
Auf der Basis 21 ist ein Motor 21b zum vertikalen
Bewegen eines Halters 26 montiert, durch den der Plasmabrenner22
gehalten wird. Der Plasmabrenner22, der von dem Halter 26 gehalten wird, hat ein Düsenende,
das nach unten gerichtet ist, wobei seine vertikale Achse nach oben orientiert und auf die Nockenwelle 50
gerichtet ist, die zwischen der Werkstückeinspannvorrichtung 12 und dem Dorn 13 gehalten wird.
Wie in Fig. 6 gezeigt, enthält der Plasmabrenner 22 eine Düse 23 an seinem Düsenende, die einen Kopf 25
aufweist, der in einer Abschirmkappe 24 angeordnet ist,
wobei ein Durchfluß 26, der zwischen dem Kopf 25 und is der Abschirmkappe 24 zum Durchtretenlassen eines
Edelgases durch diesen definiert ist, vorgesehen ist Der Kopf 25 hat einen zentralen Kanal 27 zum Durchtretenlassen
eines Arbeitsgases, beispieslweise Argongas, und einen Kühlkanal 28, der um den zentralen Kanal 27
herum definiert ist. Durch die Abschirmkappe24 ist ein
Paar von Metallpulverzuflihrungsrohren 30,30 geführt,
wobei deren Achsen die Achse des zentralen Kanals 27 kreuzen. Eine elektrische Entladung, die durch eine
Elektrode 29 der Düse 23 erzeugt wird, um ein Plasma, das durch das Arbeitsgas gebildet wird, erzeugen eine
Schmelzzone in einer äußeren Fläche jedes Nockens 53 der Nockenwelle 50, und der Schmelzzone wird Metallpulver
aus den Metallpulverzufuhrungsrohren 30, 30 zugeführt, um den Prozeß des Umschmelzen und Härtens
der Nockenoberfläche durchzuführen.
Wie in Fig. 7 gezeigt, wird die Elektrode 29 des Plasmabrenners
22 mit einer vorbestimmten Menge elektrischer Energie aus einer Plasmastromversorgungseinrichtung
40 versorgt. Eine Metallpulverzuführungseinrichtung 36 liefert, während sie durch einen Vibrator37
in Schwingungen versetzt wird, Metallpulver durch Rohre 38,38 an die Metallpulverzuführungsrohre30,30.
Die Rohre 38 verlaufen durch einen Detektor 39 zum Prüfen, ob durch die Rohre Metallpulver gefördert wird
oder nicht.
Eine elektronische Steuereinheit 41 enthält einen Computer, der so programmiert ist, daß er Betriebssteversignale
an einen Motor 14 zum Drehen der Nockenwelle, den Brennermotor 33 zum Bewegen des
Brenners in horizontaler Richtung und den Motor 21 b auf der Basis 21 zum Bewegen des Brenners 22 in vertikaler
Richtung abgibt. Die Betriebsssteuersignale haben die Form von Impulssignalen, und demzufolge
bestehen die Motoren 14,33, 21b aus Schrittmotoren.
Alternativ dazu können diese Motoren auch Servomotoren sein, die in Regelschleifen durch Positionsdetektoren bzw. Codierer gesteuert werden. Die elektronische
Steuereinheit 41 gibt außerdem Treibersignale an die Plasmastromversorgungseinrichtung 40,
die Metallpulverzuführungseinrichtung 36 und den Vibrator 34 aus.
Wie in Fig. 7 gezeigt, hat die Basis 21 eine in einem Stück mit ihr ausgebildete Befestigungsanordnung 42,
die sich nach unten erstreckt und einen Positionssensor 43 zum Erfassen der Position jeder der Nocken 53 trägt.
Während der Positionssensor 43 zu demonstrativen Zwecken so gezeigt ist, daß er unterhalb der Nockenwelle
50 positioniert ist, ist er tatsächlich auf der rechten Seit·; (Fig. 3) der Nockenwelle 50 angeordnet. Der Positionsdetektor
43 kann eine Ausgabeeinheit oder einen Sender 43a zum Aussenden beispielsweise von Licht,
eines magnetischen Flusses oder Ultraschallenergie und eine Eingabeeinheit oder einen Empfänger 43 b
zum Aufnehmen der ausgesendeten Energie, die von der Nockenwelle 50 reflektiert wird, und zum Ausgeben
von Information - bezogen auf die erfaßte Nockenwelle 50 - an die Steuereinheit 41 enthalten. Vorzugsweise
besteht der Positionssensor 43 aus einem Laserstrahl- s Positionssensor.
Im folgenden wird ein Prozeß zum Umschmelzen und Härten von Nocken der Nockenwelle 50 beschrieben.
Die Nockenwelle 50, die durch den Vorwärmmechanismus 4 vorgewärmt worden ist, wird transportiert und
wird dabei fest zwischen der Werkstückeinspannvorrichtung 12 und dem Dorn 13 gehalten. Dann wird der
Motor 33 erregt, um die Bewegungsschnecke 31 zu drehen, um dadurch die Basis 21 in horizontaler Richtung
längs der Bewegungsschnecke 31 zu bewegen, deich- is
zeitig wird der Motor 21 b erregt, um den Halter 26 nach unten zu bewegen. Der Brenner 22 wird nun aus
einer Bereitschaftsstellung in eine Position gebracht, in der die Düse 23 einen bestimmten Abstand von der
Nockenoberfläche einer ersten Nocke 53a an dem linken Ende (Fig. 7) der Nockenwelle 50 hat.
Wenn die Basis 21 beginnt, sich nach rechts zu bewegen,
wird der Positionssensor 43, der auf dieser montiert ist, ebenfalls nach rechts bewegt. Der Positionssensor
43, der der Nockenwelle 50 gegenübersteht, sendet beispielsweise einen Laserstrahl aus der Ausgabeeinheit
oder dem Sender 43a, der aus einer Laserstrahlquelle bestehen soll, in Richtung auf die Nockenwelle 50 aus
und empfängt einen von der Nockenwelle 50 reflektierten Laserstrahl mit dem Empfänger 43b, der beispielsweise
aus einer Kamera besteht. Wenn eine Kante oder eine Endfläche der Nockenoberfläche der Nocke 53a
durch den Positionsdetektor 43 erfaßt wird, gibt der Positionssensor 43 ein Signal an die Steuereinheit 41
aus, die die Bewegung der Basis 21 enthält. Der Positionssensor 43 und der Brenner 22 sind versetzt zueinander
positioniert, so daß der Brenner in einer Referenzposition befestigt sein kann, in der der Umschmelz- und
Härtungsprozeß beginnen kann.
Der Brenner 22 kann in der Referenzposition durch Erfassung einer gegenüberliegenden Kante oder Endfläche
der Nockenoberfläche der Nocke 53 positioniert werden. Außerdem kann die Position und die Breite der
Nocke auf der Nockenwelle 50 genau durch Abtasten beider Endflächen der Nocke erfaßt werden.
Des weiteren kann die Position, in der der Umschmelz-
und Härtungsprozeß zu beginnen hat, durch Abtasten jeder der Endflächen der Nocke und darauffolgendes
Bewegen der Basis 21 aus der erfaßten Position, die als eine Referenzposition dient, eingestellt
werden.
Wenn der Brenner 22 auf diese Weise positioniert ist,
wird die Nockenoberfläche der ersten Nocke 53a der Nockenwelle50 durch die Düse 23 in derr Weise, wie sie
zuvor anhand von Flg. 6 beschrieben wurde, umgeschmolzen und gehärtet Während dieses Umschmelz-
und Härtungsprozesses wird die Nockenwelle 50 bei einer niedrigen Drehzahl durch den Motor 14 über den
Drehzahlminderer 35 um ihre eigene Achse gedreht, während sie in vertikaler Richtung durch den Motor
21 b, welcher durch die Steuereinheit 41 gesteuert wird, bewegt wird, um zu ermöglichen, daß das Düsenende
den Änderungen in der Höhe der Nocke 53a mit einem konstanten Abstand, der zwischen dem Düsenende des
Brenners 22 und der Nockenoberfläche gehalten wird, folgen kann. Gleichzeitig wird der Brenner in horizontaler
Richtung innerhalb des Breitenbereiches der Nockenoberfläche durch den Motor 33 unter Steuerung
durch die Steuereinheit 41 hin- und herbewegt. Der Motor 33 wird wiederholt durch Impulssignale, die in
Übereinstimmung mit dem Programm der Steuereinheit 41 erzeugt werden, in einer Richtung gedreht und
dann umgekehrt gedreht. Die Zeit, in der der Brennermotor 33 in einer Richtung gedreht wird, und die Zeit,
in der Brennermotor 33 umgekehrt gedreht wird, sind als eine Zeit wählbar, in der das Kopfende des Brenners
22 die Breite der Nocke 53a überstreicht. Die Drehung des Brennermotors 33 in entgegengesetzten Richtungen
wird über den Kugelmuttermechanismus zwischen der Bewegungsschnecke 31 und der Mutter 25
auf die Basis 21 des Brenners 22 übertragen, was die Basis 21 veranlaßt, sich gleichförmig in horizontaler
Richtung hin und her zu bewegen, während sie durch die Führungsstangen 19,20 geführt wird. Die Hin- und
Herbewegung des Brenners 22 in Kombination mit der Drehung der Nockenwelle 50 versetzt den Brenner 22
in die Lage, die Nockenoberfläche umzuschmelzen und zu härten, während er gleichzeitig einem mäanderformigen
Pfad A auf der Nockenoberfläche der Nocke 53a folgt.
Wenn die Nocke 53a umgeschmolzen und gehärtet worden ist, beginnt sich die Basis 21 aufgrund der Steuerung
durch die Steuereinheit 41 zu bewegen, bis eine nächste Nocke erreicht ist. Dann wird die nächste
Nocke in gleicher Weise wie zuvor beschrieben, umgeschmolzen und gehärtet. Wie in Fig. 9 gezeigt, werden
alle Nocken 53a bis 53 h aufeinanderfolgend mit dem Brenner 22 umgeschmolzen und gehärtet, worauf ein
Bewegen des Brenners 22 zurück in dessen Bereitschaftsstellung in Vorbereitung auf einen nächsten
Umschmelz- und Härtungsvorgang erfolgt. Die umgeschmolzene und gehärtete Nockenwelle 50 wird durch
eine neue unbehandelte Nockenwelle ersetzt, die dann in gleicher Weise wie zuvor beschrieben umgeschmolzen
und gehärtet wird. Durch Wiederholen des zuvor beschriebenen Arbeitszyklus kann eine Anzahl von
Nockenwellen aufeinanderfolgend behandelt werden.
In dem Umschmelz- und Härtungsprozeß kann der Brenner 2.7 durch den Brennermotor 33, der durch
Impulssignale erregt wird, die diesem durch die Steuereinheit 41 zugeführt werden, horizontal bewegt werden.
Mit der Umschmelz- und Härtungsvorrichtung 1 der zuvor beschriebenen Konstruktion kann eine Vielzahl
von Nocken durch einen einzigen Brenner 22 umgeschmolzen und gehärtet werden, und demzufolge ist
die Umschmelz- und Härtungsvorrichtung 1 verhältnismäßig einfach und weist kleine Abmessungen auf.
Selbst dann, wenn die Nocken nur einen kleinen Abstand voneinander aufweisen, können sie gleichförmig
aufeinanderfolgend durch Bewegen des Brenners durch Erhöhungsraten der axialen Richtung behandelt
werden. Da die Nocken aufeinanderfolgend durch Drehen der Nockenwelle um ihre eigene Achse und durch
Bewegen des Brenners in aufeinanderfolgende Positionen gegenüberliegend den Nocken behandelt werden,
kann die Nockenwelle auf der gleichen Vorrichtung ohne Entfernung derselben oder Unterbrechung behandelt
werden, bis der Prozeß beendet ist
In dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel wird der Brenner22 hin- und herbewegt, um dem mäanderformigen
Pfad A über jeder der Nocken zu folgen, wenn diese gedreht wird. Stattdessen kann der Brenner
lediglich vertikal bewegt werden, während er unbeweglich in axialer Richtung gehalten wird, und die Nockenwelle
kann in axialer Richtung für ein Intervall gleich dem der axialen Länge jeder der Nocken hin- und
herbewegt werden. Mit einer derartigen Modifikation ist jedoch ein mehr komplexer und größerer Hin- und
Herbewegungsmechanismus erforderlich, um die Hin- und Herbewegung auf den Motor 14 und den Flüssigkeitszylinder
15 zu übertragen. Daher ist die gezeigte Anordnung, in der der Brenner durch Drehung der
Bewegungsschnecke in entgegengesetzten Richtungen hin- und herbewegt wird, viel besser geeignet als die
zuvor genannten alternativen Lösungen.
Fig. 10 und Fig. 11 zeigen eine Vorrichtung gemäß io
einem zweiten Ausführungsbeispiel für die vorliegende Erfindung. Es ist ein Vorwärtnmechanismus 104, der vor
einem Behandlungsmechanismus 111 angeordnet ist, vorgesehen, der eine rohrförmige Spule 109 enthält.
Eine Nockenwelle 150 hat ein Ende 152, das durch einen 15 tungsvorgang. Dorn 106 gehalten wird, und ein gegenüberliegendes
Ende, das durch eine Spannvorrichtung 105 gehalten wird. Die Spannvorrichtung 105 hat einen Schaft 105a,
der im wesentlichen von gleicher axialer Länge wie die der Spule 109 ist, während die axiale Länge der Spule 20
109 geringfügig länger als die der Nockenwelle 150 ist. Die Spule 109 ist zu der Spannvorrichtung hin und von
dieser fort durch einen Halter 109a, der unterhalb der Spule 109 angeordnet ist, bewegbar. Die Spule 109 umgibt
die Nockenwelle 150, die zwischen der Spannvor- 25 richtung 105 und dem Dorn 106 gehalten wird, über die
gesamte Länge der Nockenwelle 150 zum Erhitzen der Nockenwelle 150 mit Strömen, die durch einen magnetischen
Fluß induziert werden, der durch die Spule 109 erzeugt wird. Nachdem die Nockenwelle 150 vor- 30
gewärmt worden ist, wird die Spule 109 in Richtung auf die Spannvorrichtung 105, wie dies durch die strichpunktierten
Linien in Fig. 10 angedeutet ist, und fort von der Nockenwelle 150 bewegt, wonach sie den Schaft
105a umgibt. Dann wird die vorgewärmte Nockenwelle 35 150 durch einen Greifarm 110 zu dem Behandlungsmechanismus 111 transportiert. Eine nächste Nockenwelle
wird dann zwischen die Spannvorrichtung 105 und den Dorn 106 eingespannt, und die Spule 109 wird in
axialer Richtung auf die neue Nockenwelle 150 zu 40 bewegt, wonach sie die Nockenwelle umgibt, um dieselbe
vorwärmen zu können. Der zuvor beschriebene Betriebszyklus wird wiederholt, um eine Anzahl von
Nockenwellen aufeinanderfolgend zu behandeln.
Die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung kann nicht nur Nockenwellen, sondern auch andere
Wellen oder längliche Werkstücke allgemein behandeln.
Mit der Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung kann ein Werkstück, wie beispielsweise eine
Nockenwelle, die eine Vielzahl von Oberflächen oder Abschnitten hat, die umzuschmelzen und zu härten
sind, mit hoher Effizienz und wirksam durch eine einzige Vorrichtung, die einen Brenner hat, behandelt werden,
und demzufolge kann die Vorrichtung an sich relativ einfach in ihrer Konstruktion ausgeführt werden.
Da die Vorrichtung einen Vorwärmmechanismus enthält,
der so nahe an einem Behandlungsmechanismus angeordnet ist, daß das Werkstück von dem Vorwärmmechanismus
unmittelbar zu dem Behandlungsmechanismus bewegt werden kann, weist die Vorrichtung über
alles geringe Abmessungen auf, nimmt demzufolge einen geringen Raum für deren Installation ein und
kann kostengünstig gefertigt werden. Das zu behandelnde Werkstück kann leicht und schnell von dem Vor-Wärmmechanismus
zu dem Behandlungsmechanismus transportiert werden. Als Folge davon wird verhindert,
daß das vorgewärmte Werkstück abkühlt, bevor es den Behandlungsmechanismus erreicht, und es wird bei
einer stabilen Vorwärmtemperatur gehalten, wenn das Werkstück umgeschmolzen und gehärtet wird, was zu
dem Ergebnis führt, daß das umgeschmolzene und gehärtete Werkstück eine gleichförmige Qualität aufweist.
Als weiterer Vorteil ergibt sich, daß das Werkstück in einer verringerten Zeitperiode mit einem
hohen Grad an Effizienz behandelt werden kann. Eine Temperatur, auf die das Werkstück vorgewärmt werden
soll, kann frei ohne Rücksicht auf irgendeine Temperaturabsenkung vor dem Umschmelz- und Härtungsvorgang
ausgewählt werden. Die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung schafft daher eine verbesserte
thermische Effizienz in dem Umschmelz- und Här-
Claims (12)
1. Verfahren zum Härten eines länglichen Werkstücks mit mehreren in axialer Richtung in Abständen
angeordneten Werkstückabschnitten, z. B. einer Nockenwelle mit mehreren in Längsrichtung
verteilten Nocken,
bei dem das Werkstück zunächst in einer Vorwärmstation vorgewärmt wird,
das Werkstück anschließend in eine zur Vorwärmstation parallele Prozeßstation gebracht wird,
das Werkstück in dieser gedreht und zumindest ein Teil der Außenfläche der Werkstückabschnitte mittels eines Brenners zum Zweck der Härtung im Umschmelz-Härteverfahren behandelt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der Brenner (22) in der Prozeßstation (11) längs des Werkstücks bewegt wird und daß für jeden der Werkstückabschnitte (53) das Umschmelzen und Härten beginnt, wenn zumindest ein axiales Ende des Werkstückabschnitts (53a-53h) durch einen Sensor (43) erfaßt wird, der mit dem Brenner (22) in axialer Richtung längs des Werkstücks (50) bewegt wird.
das Werkstück anschließend in eine zur Vorwärmstation parallele Prozeßstation gebracht wird,
das Werkstück in dieser gedreht und zumindest ein Teil der Außenfläche der Werkstückabschnitte mittels eines Brenners zum Zweck der Härtung im Umschmelz-Härteverfahren behandelt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der Brenner (22) in der Prozeßstation (11) längs des Werkstücks bewegt wird und daß für jeden der Werkstückabschnitte (53) das Umschmelzen und Härten beginnt, wenn zumindest ein axiales Ende des Werkstückabschnitts (53a-53h) durch einen Sensor (43) erfaßt wird, der mit dem Brenner (22) in axialer Richtung längs des Werkstücks (50) bewegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Brenner (22) einen mäanderförmigen
Pfad (A) über die äußere Fläche jedes der Werkstückabschnitte verfolgt.
3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
a) Haltemittel (12,13) zum Halten des Werkstücks (50) in der Prozeßstation (11),
b) einen Motor (14) zum Drehen des Werkstücks (50) in der Prozeßstation (11),
c) einen Brenner (22) zum Umschmelzen und Härten zumindest eines Teils jeder der
äußeren Flächen der Werkstückabschnitte (53a- 53h),
d) einen Motor (33) zum aufeinanderfolgenden Bewegen des Brenners (22) in axialer
Richtung und den äußeren Flächen der Werkstückabschnitte (53a-53h) gegenüberstehend.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektronisches Steuermittel (41)
zum Senden von Steuersignalen an den Motor (33) zu dessen Steuerung vorgesehen ist
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (33) Mittel zum Hin- und
Herbewegen des Brenners (22) längs des Werkstücks (50) innerhalb des Breitenbereiches der
äußeren Fläche des jeweils betreffenden Werkstückabschnitts (S3), während der Brenner (22) die
äußere Fläche eines der Werkstückabschnitte (53a-53h) umschmilzt und härtet, enthält.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Hin- und Herbewegen
einen Schrittmotor (33) enthalten, der in der einen Richtung und der anderen Richtung in
Abhängigkeit von Impulssignalen, die diesem zugeführt werden, drehbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektronisches Steuermittel (41)
zum Erzeugen der Impulssignale zur Steuerung des Schrittmotors (33) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sensor (43) vorgesehen ist, der
mit dem Brenner (22) in axialer Richtung längs des Werkstücks (50) zum Erfassen jedes der Werk- *»
stückabschnitte (53a-53h) zusammenwirkt, daß der Motor (33) Mittel zum Anhalten der Bewegung
des Brenners (22) in axialer Richtung längs des Werkstücks (50) in einer Position enthält, die der
äußeren Fläche des Werkstückabschnitts (53) gegenüberliegt und in welcher das Umschmelzen
und Härten der äußeren Fläche zu beginnen hat, wenn zumindest ein axiales Ende des Werkstückabschnitts
(53) durch den Sensor (43) erfaßt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4, des weiteren gekennzeichnet durch:
e) Haltemittel (5, 6) zum Halten des Werkstücks (50) in der Vorwärmstation (4), die nahe
und parallel zu der Prozeßstation (11) liegt,
0 Vorwärmmittel (4) zum Vorwärmen des Werkstücks (50), das von den Haltemitteln (5, 6) gehalten wird.
0 Vorwärmmittel (4) zum Vorwärmen des Werkstücks (50), das von den Haltemitteln (5, 6) gehalten wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorwärmmittel (4) eine Hochfrequenzheizeinrichtung aufweisen, die eine Heizspule
(9) enthält, welche eine nach oben offene Form eines kreisförmigen Querschnitts hat, und
daß die Heizspule (9) im wesentlichen die gleiche Länge wie das Werkstück (50) hat.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorwärmmittel (4) eine Hochfrequenzheizeinrichtung aufweisen, die eine rohrförmige
Heizspule (109) enthält, und daß die Heizspule (109) im wesentlichen die gleiche Länge wie
das Werkstück (150) hat und in axialer Richtung längs des Werkstücks (150) bewegbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorwärmmittel (4) eine elektrische
Heizeinrichtung aufweisen.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen S5
60
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