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Mehrsystemige Rundstrickmaschine
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Die Erfindung betrifft eine mehrsystemige Rundstrickmaschine mit mindestens
einem Nadelbett, das mit zwei Nadelgruppen, insbesondere kurzen und langen Nadeln,
besetzt ist, und mit Systemschlössern, welche eine Arbeits- und eine Rundlaufbahn
für die Nadeln aufweisen und von denen einzelne Systemschlösser mit schaltbaren
Weichenschloßteilen zum Steuern von Nadeln aus einer Arbeitsbahn in eine Rundlaufbahn
und umgekehrt versehen sind.
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Es ist bekannt, die Schlösser von Rundstrickmaschinen mit Schloßteilen
zu verstehen, die entweder mechanisch mittels mit der Maschine umlaufender Schaltnocken
oder elektromagnetisch von einer Betriebsstellung in eine Außerbetriebsstellung
und umgekehrt umschaltbar sind, um dadurch Änderungen in der Musterung des erzeugten
Gestrickes zu erzielen, wobei diese Schaltungen unter dem Einfluß einer Mustereinrichtung
der Rundstrickmaschine erfolgen können. Besonders bei für Kleidungsstücke vorgesehenen
Strickwaren sind solche Strickmusterwechsel
und entsprechende Umschaltungen
in den Schlössern der Rundstrickmaschine häufig. Fast alle gestrickten Bekleidungsstücke
weisen in ihren öffnungsbereichen gerippte Ränder auf, zu deren Herstellung ein
anderer Nadeleinsatz als beim Stricken normaler Rechts/Rechts- oder Rechts/Links-Strickwaren
erforderlich ist. Im Zuge der Leistungssteigerung von Strickmaschinen durch Anordnung
einer möglichst großen Anzahl von Systemen über den Umfang einer Rundstrickmaschine
ergibt sich dabei das Problem, daß eine entsprechend große Anzahl von schaltbaren
Schloß teilen auftritt, welche die Herstellungskosten dieser Maschinen merklich
verteuern und einen erhöhten Steuerungsaufwand erforderlich machen.
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Durch das DE-GM 18 53 265 ist es bereits bekannt, zur schnellen Umstellung
von einem Rechts/Rechts-Gestrick auf eine gerippte Strickart ein zusätzliches Systemschloß
vorzusehen, mit welchem mittels schaltbarer Weichenschloßteile ein Teil der Nadeln
eines Nadelbettes aus einer Arbeitsbahn in eine Rundlaufbahn, also in eine Nichtarbeitsposition,
verstellt und durch ein weiteres zusätzliches Systemschloß wieder in die Arbeitsbahn
zurückgeführt werden. Es ist auch bekannte solche besonderen, mit Weichenschloßteilen
versehenen Systemschlösser in mehrsystemigen Rundstrickmaschinen an bestimmten Stellen
zwischen die anderen Systemschlössern einzufügen, um mit ihrer Hilfe eine Umstellung
der Gestrickart zu erreichen. Dabei wird der Vorteil erzielt, daß nicht alle Systemschlösser
der mehrsystemigen Rundstrickmaschine, sondern nur einige wenige, mit schaltbaren
WeichenschloRteilen versehen werden müssen. Dadurch vereinfacht sich auch
die
Steuerschaltung für die schaltbaren Schloßteile, weil in ihr nicht mehr sämtliche
Systeme der mehrsystemigen Rundstrickmaschine Berücksichtigung finden müssen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mehrsystemige Rundstrickmaschine
mit den eingangs genannten Merkmalen so auszubilden, daß die genannten Vorteile
noch durch den Vorteil einer Vergrößerung der Gestrickwahlmöglichkeiten ergänzt
werden.
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Die gestellte Aufgabe wird dabei erfindungsgemäß dadurch gelöst, daR
den Nadeln mindestens eines Nadelbettes in bekannter Weise mindestens teilweise
Nadelstößer zugeordnet sind und mindestens in einer der beiden Nadelgruppefljeder
Nadel zwei unabhängig voneinander steuerbare, in einem gemeinsamen Führungskanal
des Nadelbettes gelagerte Nadelstößer zugeordnet sind. Durch die beiden unabhängig
voneinander steuerbaren Nadelstößer ist man vor und hinter den mit schaltbaren Weichenschloßteilen
versehenen und beliebig am Umfang der Rundstrickmaschine verteilt anordenbaren Systemschlössern
in der Wahl der Gestrickbindung wesentlich freier und unabhängiger von der jeweils
vorher oder nachher ausgeführten Bindung.
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Eine erfindungsgemäß ausgebildete mehrsystemige Rundstrickmaschine
kann mit einem Nadelbett oder mit zwei Nadelbetten ausgebildet sein. In jedem Falle
kann vorteilhafterweise den Nadeln eines Nadelbettes zusätzlich in bekannter Weise
eine Einschließplatine zugeordnet sein, die unter dem Einfluß von fest anordenbaren
Druckschloßteilen kippbar gelagert ist und beim Stricken mit den Nadeln nur eines
Nadelbettes die übliche Rückhaltefunktion von Einschließplatinen erfüllen. Die volle
Ausschöpfung der Möglichkeiten der Erfindung ergibt
sich bei Rundstrickmaschinen
mit zwei Nadelbetten, insbesondere einem Nadelzylinder und einer Tellerscheibe,
wobei es im allgemeinen genügt, nur Nadeln des einen Nadelbettes, beispielsweise
des Nadelzylinders, mit zwei unabhängig voneinander steuerbaren Nadelstößern zu
koppeln. Wesentlich ist dabei, daß beide Nadelstößer die Steuerung einer Nadel unabhängig
vom anderen Nadelstößer und von dessen Stellung ausführen können. Hierbei ist es
vorteilhaft, den ersten der beiden Nadelstößer in einer zur Schloßseite hin und
am nadelseitigen Ende offenen Ausnehmung des zweiten der beiden Nadelstößer relativverschiebar
anzuordnen und jeden der beiden in der gleichen Ebene liegenden Nadelstößer mit
mindestens einem eigenen Stößerfuß auszubilden.
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Erfindungsgemäß ist für jeden der beiden Nadelstößer in den Systemschlössern
ein gesonderter Arbeitskanal und ein gesonderter Rundlaufkanal für die Nadelstößerfüße
ausgebildet und sind auch für die Nadelstößer nur einzelne Systemschlösser mit schaltbaren
Weichenschloßteilen zum Steuern der Nadelstößer von ihrer Arbeitsbahn in die zugehörige
Rundlaufbahn und umgekehrt vorgesehen. Durch die wahlweise Steuerung einer Nadelgruppe
mittels zweier unabhängiger Nadelstößer wirkt es sich für die Musterungsmöglichkeiten
nicht nachteilig aus, wenn nur für eine der beiden Nadelgruppen eine gesonderte,
über alle Systemschlösser führende Rundlaufbahn vorgesehen ist. Zusätzlich zu den
mit schaltbaren Weichenschloßteilen versehenen Systemschlössern können die in der
Mehrzahl vorliegenden, weichenschloßteilfreien Stricksystemschlösser an sich bekannte
aus schaltbare Austriebsschloßteile zur wahlweisen Steuerung von Nadeln in eine
Strickposition, eine Fangposition oder eine Rundlaufposition aufweisen und außerdem
in ebenfalls bekannter Weise mit verstellbaren Abzugsschloßteilen versehen sein.
Zweckmäßig begnügt
man sich dabei mit einer automatischen Verstellmöglichkeit
der Abzugsschloßteile zwischen zwei Stellungen, von denen die eine ein festeres
Gestrick und die andere ein lockereres Gestrick erbringt. Diese Ausbildung stellt
aber kein Hindernis dar, auch handeinstellbare Schloßteile in den einzelnen Systemschlössern
vorzusehen.
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Bei einer mehrsystemigen Rundstrickmaschine mit einem Zylinder und
einer Rippscheibe als Nadelbetten, die zur Herstellung von Rechts/Links-Strickwaren
mit geripptem Gestrickrand vorgesehen und hierzu mit zwei gleichzahligen Gruppen
von Zylindernadeln oder Rippnadeln und mit nur einer Gruppe von Rippnadeln bzw.
Zylindernadeln versehen ist und auch nur einzelne Umsteuersystemschlösser die Umsteuerung
von der Arbeitsbahn in die Rundlaufbahn und umgekehrt bewirken, können erfindungsgemäß
die Rippnadeln auf die Zylindernadeln der einen Zylindernadelgruppe oder umgekehrt
ausgerichtet sein, können die Systemschlösser in normale Stricksystemschlösser,
Umsteuersystemschlösser, Trennfadeneinlegesystemschlösser, Abwurfsystemschlösser
und Übertragungssystemschlösser unterteilt sein, die in beliebiger Verteilung am
Umfang der Rundstrickmaschine anordenbar sind, und können die Umsteuersystemschlösser,
die Trennfadeneinlegesystemschlösser, die Abwurf systems chlö sser und die Obertragungssystemschlösser
durch aus schaltbare Schloßteile alle in unwirksame Blindsystemschlösser verwandelbar
sein. Eine bevorzugte Ausführungsform einer solchen erfindungsgemäß ausgebildeten
Rundstrickmaschine und ein Arbeitsverfahren zum Herstellen von Rechts/Links-Gestricken
mit Rechts/Rechts-Ripprand oder einem
Schlauchrand und mit Sicherungs-
und Trennfaden-Maschenreihen auf einer solchen mehrsystemigen Rundstrickmaschine
werden nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
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Im einzelnen zeigen: Fig. 1 die im Nadelzylinder verwendeten verschiedenen
Nadeln, Nadelstößer und Einschließplatinen und eine Draufsicht auf ein diese Werkzeuge
steuerndes Stricksystemschloß des Nadelzylinders; Fig. 2 einen schematischen radialen
Teilquerschnitt durch den Nadelzylinder und die Rippscheibe mit zugehörigen Schloßträgern
im Gestrickbildungsbereich einer Rundstrickmaschine; Fig. 3 eine schematische Darstellung,
aus welcher die gegenseitige Anordnung von Zylindernadeln und Rippnadeln ersichtlich
ist, mit einer Darstellung des beim Stricken eines Ripprandes erfolgenden Fadenlaufes;
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung, in welche der bei der Herstellung
eines Rechts/Links-Gestrickes auftretende Fadenlauf eingezeichnet ist; Fig. 5 eine
Draufsicht auf die Zylinderschlösser und die Rippschlösser der ersten vier Systeme
einer
gewählten Schloßzusammenstellung einer 64-systemigen Rundstrickmaschine, mit einer
Darstellung der wichtigsten Schloßteile dieser Systemschlösser; Fig. 6 eine Ansicht
der Zylinderschlösser und Rippschlösser der Systeme 7-10 der Rundstrickmaschine;
Fig. 7 eine Darstellung der Zylinderschlösser und Rippschlösser der Systeme 11-14
der Rundstrickmaschine; Fig. 8 eine Darstellung der Zylinderschlösser und Rippschlösser
der Systeme 15-18 der Rundstrickmaschine; Fig. 9 einen Teilquerschnitt durch einen
Zylinderschloßträger im Bereich eines schaltbaren Weichenschloßteiles eines Zylindersystemschlosses
mit einer Darstellung des Schaltmechanismus.
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Die Zeichnung beschränkt sich auf die Darstellung der erz in dungswesentlichen
Werkzeuge zur Herstellung eines Gestrickes und der Systemschlösser zur Steuerung
dieser Werkzeuge. Die übrigen Teile einer Rundstrickmaschine sind nicht dargestellt.
Ihr Aufbau ist allgemein bekannt. Im vorliegenden Falle handelt es sich um eine
Rundstrickmaschine mit umlaufenden Nadelträgern, nämlich einem umlaufenden Nadelzylinder
und einer umlaufenden Rippscheibe, und mit feststehenden Systemschlössern. Aus Fig.
2 sind ein Teil des Nadelzylinders
28, der Rippscheibe 29, ein
Zylinderschloßträgersegment 30 und ein Rippschloßträgersegment 31 ersichtlich. Die
Rundstrickmaschine weist vierundsechzig über ihren Umfang gleichmäßig verteilte
Systeme auf, und die Schloßteile sind dementsprechend zu vierundsechzig Systemschlössern
geordnet.
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Wie ebenfalls bereits bekannt ist, sind die Schloßteile eines jeden
Systemschlosses auf auswechselbaren Schloßträgern angeordnet, die alle die gleiche
Breite haben. Genauer gesprochen bilden die Zylinderschloßträger und die Rippschloßträger
vierundsechzig gleiche Kreiszylindersektoren oder Kreisringsektoren, die zusammen
einen vollen Zylinder(Zylinderschloßmantel) bzw. einen vollen Kreisring(Rippschloßring)
ergeben. Die gleiche Größe dieser Schloßträgersektoren erlaubt es, die Schloßträger
einzeln oder paarweise an beliebigen Stellen des Umfanges der Maschine einzusetzen
und gegeneinander auszutauschen. In den Fig. 5 bis 8 sind die Zylindersystemschlösser
in eine Ebene abgewickelt dargestellt.
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In gleicher Abwicklung sind die den einzelnen Zylindersystemschlö
ssern zugeordneten Rippsystemschlösser dargestellt und von der eigentlichen Ringlage
in eine geradlinige Parallellage zu den Zylindersystemschlössern gebracht. Durch
diese Darstellung läßt sich die Relativstellung der Rippschloßteile zu den Zylinderschloßteilen
besser erkennen.
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Wie der Strickmaschinenfachmann weiß, könnten in kinematischer Umkehrung
auch die Zylindersystemschlösser und die Rippsystemschlösser bewegt und der Nadelzylinder
und die Rippscheibe feststehend sein. Dies würde am Wesen der Erfindung nichts ändern.
Auch könnte die beim dargestellten Ausführungsbeispiel getroffene Steueranordnung
der im Nadelzylinder
angeordneten Nadeln und die getroffene Steueranordnung
für die Rippnadeln vertauscht werden. Auch dadurch würde sich am Wesen der Erfindung
nichts ändern.
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Bei dem gewählten Ausführungsbeispiel ist der Nadelzylinder der Rundstrickmaschine
mit zwei gleichgroßen Gruppen von Nadeln besetzt, nämlich sogenannte lange Nadeln
und kurze Nadeln. In Fig. 1 sind eine kurze Nadel 10 und eine lange Nadel 11 dargestellt.
Es handelt sich um Zungennadeln mit jeweils einem Steuerfuß 12 bzw. 13. In üblicher
Weise sind in den bekannten Führungsnuten am Umfang des Nadelzylinders 28 abwechselnd
eine kurze Nadel 10 und eine lange Nadel 11 angeordnet. Den kurzen Nadeln 10 sind
jeweils zwei Nadelstößer zugeordnet, nämlich ein erster kurzer Nadelstößer 16 mit
einem Stößerfuß 17 und ein zweiter und langer Nadelstößer 18 mit einem Stößerfuß
19. Beide Nadelstößer können mit ihrem oberen Ende 16a, 18a auf das untere Schaftende
der zugeordneten Nadel 10 einwirken. Von den beiden Nadelstößern 16 und 18 ist der
kurze erste Nadelstößer 16 in einer von einer Stufe 20 des zweiten Nadelstößers
18 bis zu dessen Ende 18a reichenden Ausnehmung dieses zweiten Nadelstößers 18 angeordnet
und gleitet somit entlang des schmäleren Abschnittes dieses zweiten Nadelstößers
18. Beiden Nadelgruppen können zusätzlich mit strichpunktierten Linien angedeutete
Musterstößer 14a, 14b einer Mustereinrichtung zugeordnet sein, die hier nicht interessiert.
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Im Nadelzylinder sind außerdem für jede Nadel Einschließplatinen angeordnet,
die ebenfalls in Fig. 1 dargestellt sind.
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Jeder kurzen Nadel 10 ist eine Einschließplatine 21, die einen Einschließkopf
22 aufweist, und jeder langen Nadel 11 ist eine Einschließplatine 23 mit fehlendem
Einschließkopf zugeordnet. Bis auf den fehlenden Kopf sind die beiden Arten
von
Einschlie atinen 21 und 23 gleich ausgebildet. Sie weisen zylinderseitig eine am
Grund der Nadelführungsnut anliegende Kippnase 24 und auf ihrer den Systemschlössern
gegenüberliegenden Außenseite einen Rundlauffuß 25 und zu beiden Seiten davon Je
einen Auflauffuß 26 und 27 auf.
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In der Rippscheibe ist nur eine einzige Gruppe von Rippnadeln 32 mit
einem Steuerfuß 33 angeordnet. Der Zylinder trägt die doppelte Anzahl von Nadeln
wie die Rippscheibe 29, und die Rippnadeln 32 sind in der Rippscheibe 29 auf die
langen Nadeln 11 des Nadelzylinders 28 ausgerichtet angeordnet. Diese gegenseitige
Anordnung ist aus den beiden schematischen Fig. 3 und 4 ersichtlich, die auch eine
an den Rippnadeln 32 angebrachte Umhängefeder 34 und den Fadenlauf 7 oder 8 erkennen
lassen.
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In den Fig. 5 bis 8 sind die dort dargestellten Zylindersystemschlösser
mit Z1 bis Z64 und die dort dargestellten Rippschlösser mit R1 bis R64 bezeichnet.
Jedes dieser auf einem Schloßträgersegment 30 oder 31 angeordnete Zylindersystemschloß
Z oder Rippsystemschloß R ist austauschbar und kann an einer anderen Stelle am Umfang
der Rundstrickmaschine angeordnet werden. In Fig. 1 ist ein als Stricksystemschloß
ausgebildetes Zylindersystemschloß Z3 neben den Nadeln, Nadelstößern und Einschließplatinen
des Nadelzylinders dargestellt, um die den einzelnen Werkzeugen zugeordneten Schloßbereiche
leichter zu erkennen. In allen Zylindersystemschlössern sind zwischen nur teilweise
bezeichneten einzelnen Schloßteilen ein Führungskanal 1 für den Steuerfuß 12 der
kurzen Nadeln 10, ein Führungskanal 2 für den Steuerfuß 13 der langen Nadeln 11,
ein Rundlaufkanal 2a für die Steuerfüße 13 der langen Nadeln 11, ein Führungskanal
3 für die Stößerfüße 17 der ersten Stößer 16, ein Rundlaufkanal 3a
für
die Stößerfüße 17, ein Führungskanal 4 für die Stößerfüße 19 der zweiten Nadelstößer
18, ein Rundlaufkanal 4a für die Stößerfüße 19 und ein Rundlaufkanal 5 für den Rundlauffuß
25 der Einschließplatinen 21 und 23 ausgebildet. In allen Rippsystemschlössern R
sind eine Führungsbahn 6 und eine Rundlaufbahn 6a für den Steuerfuß 33 der Rippnadeln
32 ausgebildet. In den Systemschlössern Z und R sind auswechselbare Schloßteile
durch eine Befestigungsschraube gekennzeichnet. Ein Teil dieser Schloßteile ist
in eine Außerbetriebsstellung schaltbar. Diese schaltbaren Schloßteile sind alle
durch eine Schraffur gekennzeichnet.
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Die Systemschlösser sind entsprechend unterschiedlicher Steuerungsaufgaben
nicht alle gleich aufgebaut. Der überwiegende Teil der Systemschlösser sind Stricksystemschlösser,
wie die Systemschlösser Z2-Z6 und R2-R6, die Systemschlösser Z11-Z14 und R11-R14
sowie die Systemschlösser Z17-Z64 und R17-R64. Diese Schlösser weisen alle auswechselbare
Austriebsschloßteile 40 in der Führungsbahn 2 rr die langen Nadeln 11 und Austriebsschloßteile
41 und 42 in den Führungskanälen 3 und 4 für die ersten Nadelstößer 16 bzw.
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die zweiten Nadelstößer 18 auf. Dargestellt sind jeweils Austriebsschloßteile
für Stricken. Sie können durch Austriebsschloßteile für Fang ersetzt oder für Rundlauf
auch entfernt werden. Die Stricksystemschlösser für die Rippnadeln weisen Austriebsschloßteile
43 im Führungskanal 6 auf.
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Die Austriebsschloßteile sind in manchen Systemschlössern auch schaltbar
ausgebildet. Alle Stricksystemschloßteile sind außerdem in bekannter Weise mit im
Führungskanal 1 auf die kurzen Nadeln 10 einwirkenden Abzugsschloßteilen 44 und
im Führungskanal 2 auf die langen Nadeln 11 einwirkenden Abzugsschloßteilen 45 mit
Gegenschloßteil 46 versehen. Die Abzugsschloßteile sind in bekannter Weise zur Änderung
der
Abzugs strecke und dadurch der Länge der gebildeten Maschen
in Axialrichtung des Nadelzylinders, also in den Figuren in Vertikalrichtung, verstellbar
gelagert. Beim vorgesehenen Ausführungsbeispiel sind die Abzugsschloßteile 44 und
45 in nicht dargestellter Weise zwischen zwei Stellungen wahlweise verstellbar ausgebildet.
In Fig. 5 zeigt der Doppelpfeil 39 im Systemschloß Z3 die Verstellrichtung der beiden
Abzugsschloßteile 44 und 45. Mit einem dicken Pfeil 38 ist in den Fig. 5 bis 8 die
Durchlaufrichtung der Nadeln, Nadelstößer und Einschließplatinen durch die Systemschlösser
angegeben. Auch die Stricksystemschlösser für die Rippnadeln weisen in bekannter
Weise verstellbare, hier radialverstellbare Abzugsschloßteile 47 mit einem Gegenschloßteil
48 auf.
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Neben den Stricksystemschlössern sind noch Umsteuersystemschlösser,
hier die Systemschlösser Z1, R1; Z10; Z15, R16, Trennfadeneinlegesystemschlösser,
hier die Systemschlösser Z7, Z8, R7, R8, Abwurfsystemschlösser, hier die Systemschlösser
Z9, R9, und Obertragungssystemschlösser, hier die Systemschlösser Z15, Z16, R15,
R16, vorgesehen. In den Umsteuersystemschlössern sind schaltbare Weichenschloßteile
49, 50 oder 51, 52 für die ersten und zweiten Nadelstößer 16, 18 und/oder schaltbare
Weichenschloßteile 53 oder 54 für die langen Nadeln 11 sowie schaltbare Weichenschloßteile
55 oder 56 für die Rippnadeln 32 vorgesehen.
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Die charakteristischen Schloßteile der Umsteuersystemschlösser, der
Trennfadeneinlegesystemschlösser, der Abwurfsystemschlösser und der Übertragungssystemschlösser
werden nachfolgend im Zusammenhang mit der Beschreibung ihrer Wirkungsweise näher
bezeichnet. Alle die von den Stricksystemschlössern abweichendnen Systemschlösser
sind mit schaltbaren Schloßteilen versehen, dergestalt, daß sie durch Ausschalten
dieser
Schloßteile in unwirksame Blindsystemschlösser verwandelbar sind, deren Führungskanäle
alle wie Rundlaufkanäle wirken und an denen keine Nadelarbeit stattfindet.
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Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Verteilung der verschiedenen
Systemschlösser über den Umfang der 64-systemigen Rundstrickmaschine so gewählt
und sind die von den Stricksystemschlössern abweichenden Systemschlösser so ausgebildet,
daß auf der Maschine Gestricke mit einem Rechts/ Rechts-Randbereich und mit einem
anschließenden Rechts/Links-Gestrickbereich hergestellt werden können. Nur bei der
Herstellung des Randbereiches werden die Rippnadeln eingesetzt und arbeiten zusammen
mit den kurzen Zylindernadeln, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist. Den anschließenden
Rechts/Links-Gestrickbereich arbeiten dann die kurzen Nadeln 10 und die langen Nadeln
11 des Nadelzylinders allein, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, nachdem an der Übergangs
stelle vom Randbereich auf den Rechts/Links-Gestrickbereich die von den Rippnadeln
zuletzt gebildeten Maschen auf die langen Zylindernadeln 11 umgehängt worden sind.
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Die erwähnte Gestrickherstellung hat folgenden Ablauf: Bis zum sechsten
System der 64-systemigen Rundstrickmaschine, also bis zum Zylindersystemschloß Z6
und zum Rippsystemschloß R6, werden zu Beginn des Strickvorganges gemäß Fig. 5 zunächst
Sicherungsmaschenreihen hergestellt. Im ersten System der Maschine mit den Umsteuersystemschlössern
Z1 und fil wird kein Faden zugefhrt und werden mittels des Schaltschloßteiles 49
alle ersten Nadelstößer 16 aus der Rundlaufbahn 3a in die Führungsbahn 3 geleitet,
und durch das Schaltschloßteil 50 werden alle zweiten Nadelstößer 18 aus der Führungsbahn
4 in die Rundlaufbahn 4a gesteuert. Außerdem
werden durch das
Schaltschloßteil 55 im Systemschloß R1 alle Rippnadeln 32 aus der Rundlaufbahn 6a
in die Führungsbahn 6 geleitet und werden die geschlossenen Nadelzungen durch einen
nicht dargestellten Zungenöffner geöffnet. Die Führungsbahnen 1 und 2 verlaufen
im Umsteuersystemschloß Z1 horizontal, so daß die kurzen und langen Nadeln 10, 11
dieses Systemschloß ohne Austriebs- oder Abzugsbewegung durchlaufen.
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Die in den anschließenden Systemen zwei bis sechs hergestellten Sicherungsreihen
können wahlweise als Schlauchreihen oder Fangreihen aufgebaut sein. Bei der Herstellung
von Fangreihen werden Austriebsschloßteile 40 und 43 in bekannter Weise durch kürzere
Austriebsschloßteile ersetzt. Bei der Herstellung von Schlauchreihen arbeiten beispielsweise
die Zylindernadeln allein. In diesem Fall werden in den Rippsystemschlössern R3-R6
alle Austriebsschloßteile 43 ausgeschaltet, so daß die Rippnadeln nicht ausgetrieben
werden und im Nadelzylinder auch die langen Zylindernadeln 11 arbeiten und durch
die Austriebsschloßteile 40 beeinflußt werden können. Im Systemschloß Z2 und R2
arbeiten die kurzen Zylindernadeln 10 und die Rippnadeln 32 die erste Maschenreihe
zusammen. In der Regel werden dann auf einem der beiden Nadelbetten einige Schlauchreihen
gearbeitet, die dann von den Nadeln abgeworfen werden. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
arbeiten bei einer Schlauchreihenbildung die kurzen Zylindernadeln 10, gesteuert
durch die kurzen ersten Nadelstößer 16, die von den Austriebsschloßteilen 41 beeinflußt
sind, und die langen Nadeln 11 arbeiten gesteuert durch die Austriebsschloßteile
40.
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In den Systemen sieben und acht erfolgt das Einlegen eines Trennfadens.
Die an den einzelnen Systemen der Rundstrickmaschine zugeführten Fäden sind aus
Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt. Die Maschine ist in bekannter Weise
so ausgebildet, daß an jedem System ein Faden zugeführt werden kann. Dem Strickmaschinenfachmann
ist geläufig, daß an denjenigen Systemen, die als reine Umsteuersysteme, Abwurfsysteme
und als Übertragungssysteme ausgebildet sind, die Fadenführer leer bleiben, dort
also kein Faden zugeführt wird.
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Im Trennfadeneinlegesystemschloß Z7 werden die kurzen Nadeln 10 durch
ein Schaltschloßteil 57 um eine kurze Strecke ausgetrieben. Die durch den Führungskanal
3 gesteuerten ersten Nadelstößer 16 wie auch die langen Nadeln 11 werden in Ruhestellung
gehalten. Im zugehörigen Systemschloß R7 werden durch ein Schaltteil 58 alle Rippnadeln
32 in Richtung der Strickstellung geleitet. Im anschließenden System acht werden
im Zylindersystemschloß Z8 die kurzen Nadeln durch ein Weichenschloßteil 59 noch
weiter in die Strickstellung ausgetrieben, so daß sie den dort zugeführten Trennfaden
erfassen und, gesteuert durch die Abzugsschloßteile 44, 45, zu einer Zylindermasche
verstricken. Auch im zugeordneten Rippsystemschloß R8 werden die Rippnadeln 32 durch
ein festes Schloßteil 60 weiter bis zum Erfassen des Trennfadens ausgetrieben und
gelangen anschließend zum Abzugsschloßteil 47 mit seinem Gegenschloßteil 48 zur
Bildung einer Rippmasche.
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Die Systeme sieben und acht werden nur bei der ersten Maschinenumdrehung
für einen Gestrickbereich zum Einlegen eines Trennfadens eingesetzt. Anschließend
wird die Zufuhr des zweckmäßig über einen Ringelapparat geleiteten Trennfadens
unterbrochen
und werden die Schaltschloßteile 57 und 58 ausgeschaltet, so daß die Systeme sieben
und acht bei den weiteren Maschinenumläufen für den Gestrickbereich als Blindsysteme
wirken.
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Auch die nachfolgenden Systeme neun und zehn, die ein Abwurfsystemschloß
und ein Schaltsystemschloß bilden, können später zu Blindsystemen geschaltet werden.
Zunächst werden im System neun am Systemschloß Z9 die kurzen und die langen Zylindernadeln
10, 11 durch schaltbare Austriebsschloßteile 61 weit ausgetrieben, so daß die zuletzt
gebildete Masche über die Nadelzunge rutscht, und anschließend werden alle Zylindernadeln
10, 11 durch die Abzugsschloßteile 44, 45 abgezogen, so daß alle Zylindermaschen
abgeworfen werden.
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Es erfolgt also keine Fadenzufuhr am System neun. Im Rippsystemschloß
R9 und auch im anschließenden Rippsystemschloß R10 werden die Rippmaschen in den
Rippnadeln 32 gehalten und werden die Rippnadeln 32 nur im Bahnabschnitt 6.1 leicht
ausgetrieben, um die Zylindermaschen beim Austrieb der Zylindernadeln zu stützen.
Im Systemschloß Z10, das als Umsteuersystemschloß ausgebildet ist, werden durch
das schaltbare Weichenschloßteil 54 alle langen Nadeln 11 in den Leerlaufkanal 2a
gesteuert, da bei der nachfolgenden Gestrickrandbildung die langen Nadeln 11 ausgeschaltet
bleiben sollen. Im Systemschloß Z10 ist ein nicht dargestellter, an sich bekannter
Zungenöffner wirksam, der die Zungen der jetzt leeren kurzen Zylindernadeln 10 bis
in das nachfolgende System 11 offen hält.
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In den nachfolgenden Systemen elf bis vierzehn wird der Gestrickrand
gearbeitet. Er wird als Ripprand mit einem Fadenlauf 7 gemäß Fig. 3 gearbeitet.
Im Systemschloß Z11 und R11 arbeiten kurze Zylindernadeln 10 und die Rippnadeln
32 zusammen
eine Netzreihe. Dazu bleibt im Systemschloß Zil das
Austriebsschloßteil 41 für die ersten Nadelstößer 16 eingeschaltet. Im Systemschloß
R12 ist das Schloßteil 43 ausgeschaltet. Es wird nur mit den kurzen Nadeln 10 eine
Schlauchreihe gebildet. Im Systemschloß Z13 ist das Schloß teil 41 ausgeschaltet.
Hier wird im Systemschloß R13 mit den Rippnadeln eine Schlauchreihe gebildet. Die
erste 1 : 1-Randrethe wird im Systemschloß Z14 und R14 gebildet. An jedem der Systeme
elf bis vierzehn wird ein Faden zugeführt, und die Abzugsschloßteile 44, 45, 47
der Systemschlösser sind zweckmäßig alle in die Stellung für einen kurzen Abzug
zur Bildung eines festen Maschenverbandes geschaltet.
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Im Bereich der nachfolgenden Systeme fünfzehn und sechzehn wird vor
dem Beginn der Herstellung des Rechts/Links-Geder strickbereiches eine Übertragung
der im letzten/Randbereich bildenden System, hier im System vierzehn gebildeten
Rippmaschen auf die langen Zylindernadeln 11 vorgenommen. Das System fünfzehn ist
als Umsteuersystem ausgebildet. Im Umsteuersystemschloß Z15 werden durch das Weichenschloßteil
51 alle langen zweiten Nadelstößer 18, die bisher in der Rundlaufbahn 4a geführt
worden sind, in die Führungsbahn 4 geleitet. Gleichzeitig werden alle ersten Nadelstößer
16 aus ihrer Führungsbahn 3 durch das Weichenschloßteil 52 in die Rundlaufbahn 3a
geführt und außer Betrieb gesetzt. Außerdem werden im Systemschloß Z15 die langen
Nadeln 11, die über die Systeme elf bis vierzehn in der Rundlaufbahn 2a gehalten
worden sind, durch das Weichenschloßteil 53 in die Führungsbahn 2 zurückgestellt.
Im zugehörigen Rippsystemschloß R15 werden die maschenhaltenden Rippnadeln 32 ruhig
gehalten und erst zu Beginn des nachfolgenden Rippsystemschlosses R16 durch ein
schaltbares Schloßteil 62 in den Maschenübergabebereich
63 ausgetrieben.
Im Obertragungssystemsehloß Z16 werden die langen Zylindernadeln 11 durch ein Austriebsschloßteil
64 in der Führungsbahn 2 ebenfalls in den Maschenübernahmebereich 63 ausgetrieben.
Die kurzen Zylindernadeln 10 sind in den Systemschlössern Z15 und Z16 durch die
Führungsbahn 1 ruhig gehalten. Nach der Maschenübergabe werden die Rippnadeln 32
durch das Weichenschloßteil 56 im Systemschloß R16 alle in die Rundlaufbahn 6a zurückgezogen,
in der sie über die ganzen nachfolgenden Systeme und solange der Rechts/Links-Gestrickbereich
mit dem Fadenlauf 8 gemäß Fig. 4 gebildet wird, gehalten werden. Die Einschließplatinen
21 werden soweit abgesenkt, daß ihr Einschließkopf 22 nicht mit der Umhängefeder
34 der Rippnadeln 32 zusammenstößt.
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Die Systemschloßpaare Z15, 16 und Rl5, 16 können auch an anderen Umfangs
stellen der Rundstrickmaschine angeordnet werden. Je weiter sie von den Systemen
eins bis vierzehn entfernt angeordnet sind, um so länger wird der gestrickte Randbereich.
Der Randbereich kann auch über mehrere Maschinenumdrehungen ausgeführt werden. Dann
werden die Schloßsysteme Z2-Z6, R2-R6, Z7-Z11, R7-Rll mit ihren Schaltschloßteilen
entsprechend eingestellt und das Obertragungsschloßsystempaar Z15, 16, R15, 16 wird
in der ersten Umdrehung als Blindsystem geschaltet. Die Randart wird durch die Schaltstellung
oder Anordnung der Schloßteile 43 in den Rippsystemschlössern R und der Schloßteile
41 in den Zylindersystemschlössern Z bestimmt.
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In den nachfolgenden Stricksystemschlössern Z17, Z18 bis Z63, z64
werden Maschen von den durch die Austriebsschloßteile 40 im Führungskanal 2 gesteuerten
langen Nadeln 11 und von allen kurzen Nadeln 10 gebildet, die jetzt durch
die
zweiten und langen Nadelstößer 18 beeinflußt sind, die im Führungskanal 4 durch
die Austriebsschloßteile 42 beeinflußt werden. Das Rechts/Links-Gestrickteil kann
über eine beliebige Anzahl von Maschinenumdrehungen gearbeitet werden, wobei während
dieser Zeit alle Umsteuersystemschlösser, Trennfadeneinlegesystemschlösser, Abwurfsystemschlösser
und Obertragu t systemschlösser zu Blindschlössern geschaltet sind.
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Bei der Herstellung des Rechts/Links-Gestrickbereiches werden die
Einschließplatinen 21 wirksam, die in allen Zylindersystemschlössern in der Führungsbahn
5 im Rundlauf geführt und regelmäßig durch mit den Auflauffüßen 26 zusammenwirkende
Druckschloßteile 65 und auf die Auflauffüße 27 einwirkende Druckschloßteile 66 vor-
und zurückgekippt werden.
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Die in den Nadelzylinder-Führungsnuten für die langen Nadeln 11 angeordneten
kopflosen Platinen 23 können wegen des fehlenden Einschließkopfes nicht als Einschließplatinen
wirken.
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Sie sind nur zur Gleichstellung der langen Nadeln 11 mit den kurzen
Nadeln 10 eingesetzt. Ein Einschließkopf 22 würde bei diesen Platinen 23 die Rippnadeln
32 behindern.
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Fig. 9 zeigt einen schematischen Schnitt durch ein Zylinderschloßträgersegment
30, das mit einem schaltbaren Weichenschloßteil, beispielsweise dem Weichenschloßteil
50, versehen ist. Das Weichenschloßteil 50 ist mittels einer Schraube 67 an einem
Schieber 68 befestigt, der gegen die Kraft einer Druckfeder 69 in Richtung des eingetragenen
Doppelpfeiles 71 senkrecht zur Ebene des Systemschlosses verschiebbar ist.
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Der Schieber 68 ist mit einer Schaltstange 70 verbunden, deren Ende
mit einem um eine Achse 73 verschwenkbar gelagerten zweiarmigen Hebel 72 gekoppelt
ist. Auf das andere Ende des zweiarmigen Hebels 72 wirkt ein Schaltbolzen 74 ein,
der mit
seinem freien Ende 75 in die Bahn eines nicht dargestellten,
mit der Maschine umlaufenden Schaltnockens ragt. Der Schaltbolzen 74 wirkt mit einem
Riegelhebel 76 zusammen, der von einem zusätzlichen Schaltbolzen 77 beaufschlagt
ist, auf den ein zweiter, nicht dargestellter und mit der Maschine umlaufender Nocken
oder der erste Nocken in einer anderen Stellung einwirkt.
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Die automatische Nockensteuerung von mit der Maschine umlaufenden
Nocken ist bei Rundstrickmaschinen grundsätzlich bekannt, so daß auf die Darstellung
dieser für die Erfindung unwesentlichen Schaltungsteile der Rundstrickmaschine verzichtet
wird. Bei den umlaufenden Nocken kann es sich auch um elektromagnetisch in eine
Wirkungsbahn verstellbare und aus dieser Wirkungsbahn auch zurückziehbare Nocken
handeln.