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DE3502591A1 - Verfahren und einrichtung zum herstellen mehrschichtiger sohlen aus viskosen, vorzugsweise plastischen materialien - Google Patents

Verfahren und einrichtung zum herstellen mehrschichtiger sohlen aus viskosen, vorzugsweise plastischen materialien

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Publication number
DE3502591A1
DE3502591A1 DE19853502591 DE3502591A DE3502591A1 DE 3502591 A1 DE3502591 A1 DE 3502591A1 DE 19853502591 DE19853502591 DE 19853502591 DE 3502591 A DE3502591 A DE 3502591A DE 3502591 A1 DE3502591 A1 DE 3502591A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
outsole
tool
intermediate layer
shoe
contour
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19853502591
Other languages
English (en)
Inventor
Erhard Dipl.-Ing. DDR 9044 Karl-Marx-Stadt Hummel
Peter Dipl.-Ing. DDR 6600 Greiz Nitsche
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VEB PLASTTECHNIK GREIZ
Original Assignee
VEB PLASTTECHNIK GREIZ
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by VEB PLASTTECHNIK GREIZ filed Critical VEB PLASTTECHNIK GREIZ
Publication of DE3502591A1 publication Critical patent/DE3502591A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D35/00Producing footwear
    • B29D35/06Producing footwear having soles or heels formed and joined on to preformed uppers using a moulding technique, e.g. by injection moulding, pressing and vulcanising
    • B29D35/08Producing footwear having soles or heels formed and joined on to preformed uppers using a moulding technique, e.g. by injection moulding, pressing and vulcanising having multilayered parts
    • B29D35/081Producing footwear having soles or heels formed and joined on to preformed uppers using a moulding technique, e.g. by injection moulding, pressing and vulcanising having multilayered parts by injection moulding
    • B29D35/082Producing footwear having soles or heels formed and joined on to preformed uppers using a moulding technique, e.g. by injection moulding, pressing and vulcanising having multilayered parts by injection moulding injecting first the outer sole part

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
  • Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)

Description

  • Titel der Erfindung
  • Verfahren und Einrichtung zum Herstelle.n mehrschichtiger Sohlen aus viskosen, vorzugsweise plastischen Materialien Anwendungsgebiet der Erfindung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Herstellen von mehrschichtigen Sohlen, gegebenenfalls mit Schuhschaft, aus viskosen, vorzugsweise plastischen Materialien, z. B. Gummi, Thermoplaste, vernetzenden und aufschäumbaren Plaste, und zum Verbinden derselben miteinander und gegebenenfalls mit einem Schuhschaft soweit dieser nicht als Bestandteil der Zwischenschicht mit geformt wird, wobei die Laufsohle zuerst hergestellt wird, und die Zwischenschicht nach Verfestigung dieser Laufsohle durch Abkühlung oder eine chemische Reaktion in einer Form mit einem die Laufsohle enthaltenden Bodenteil und vorzugsweise durch eine translatorische Bewegung mit diesem Bodenteil und einem gegebenenfalls einen Schuhschaft enthaltenden einfahrbaren Leisten eine geschlossene Werkzeugkontur bildenden schließbaren Forinseitenteilen hergestellt wird.
  • Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Bekannt ist nach DL-PS 64 822 ein Verfahren und eine zugehörige Einrichtung zur Herstellung mehrteiliger, insbesondere mehrschichtiger Sohlen durch Spritzgießen aus Kunststoff oder Gummi, wobei zuerst die Laufsohlenschicht und anschließend die Zwischenschicht hergestellt werden. Dabei nimmt der vorgesehene Bodenstempel eine Stellung ein, in der seine Oberseite der endgültigen Stellung der Unterseite der fertigen Laufaohlenschicht entspricht. Von oben her wird dem Bodenstempel unter Belassung eines Abstandes von diesem ein Gegenstempel in der Form eines Kernstückes zugeführt, wobei zwischen den beiden Stempeln die Laufsohle gespritzt wird.
  • Nach der Verfestigung der Laufsohle wird der Gegenstempel entfernt und der bereits gebildeten Laufsohlenschicht von oben her ein auf einen Leiste aufgezogener Schuhschaft unter Belassung eines Zwischenraumes zugestellt. In diesen Zvwischenraum wird die Sohlenzwischenschicht, die gleichzeitig die Verbindung zwischen dem Schuhschaft und der Sohle darstellt, gespritzt. Dieses Verfahren und die dazugehörige Einrichtung wurde durch die DE-AS 2241493 erweitert und konstruktiv verbessert, indem für gering viskose dessen ein größerer Raum als das Volumen sowohl der Laufsohle als auch der Zwischenschicht eingestellt wird und eine Verkleinerung dieses Raumes nach dem Einspritzen erfolgt.
  • In beiden Lösungen werden sowohl die Laufsohle als auch die Zwischenschicht in ihrer endgültigen von der Sinfahrrichtung des Leistens bestimmten Lage hergestellt. Dabei ist nachteilig, daß in einem Werkzeugträger nur jeweils eine Sohle gespritzt werden kann, womit auf Grund der relativ langen Abkühlzeiten bzw. Reaktionszeiten zur Erreichung einer großen Stückzahl an Schuhen eine große Zahl Werkzeugträger vorhanden sein muß. In einem Werkzeugträger kann nur jeweils ein Sohlenprofil hergestellt werden. Die relativ grobe Anzahl der Werkzeugträger bedingt einen hohen materiellen Aufwand u;nd einen hohen Platzbedarf.
  • Ziel der Erfindung Ziel der Erfi.ndung ist es, ein Verfahren und eine Einrichtung zu schaffen, womit bei der Herstellung mehrschichtiger Schuhsohlen durch Gießen bzw. Spritzgießen, wobei die Laufsohle zuerst hergestellt wird und anschließe.nd mit einem Schuhschaft mittels einer Zwischenschicht verbunden wird, der technische und ökonomische Aufwand und der Platzbedarf für die gleiche Ausstoßmenge gegenüber de.n bekannten Lösungen geringer ist, und die Möglichkeit des Herstellens von verschiedenen Laufsohlenprofilen ohne Werkzeugumrüstung in einem Werkzeugträger möglich wird.
  • Darstellung des Wesens der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Einrichtung zur Herstellung mehrschichtiger Schuhsohlen zu schaffen, womit es möglich ist, gleichzeitig bzw. mit nur geringem zeitlichen Versatz sowohl eine Laufsohle als auch eine die Laufsohle mit dem Schuhschaft verbindende Zwischenschicht in einem Werkzeugträger herzustellen und damit die werkstoffbedingten Abkühl- bzw. Reaktionszeiten parallel ablaufen zu lassen.
  • Brfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Laufsohle nach ihrer Herstellung innerhalb eines Werkzeugträgers ohne Veränderung ihrer Lage zum Bodenteil um einen Winkel, vorzugsweise 180 °, gedreht wird und in dieser neuen Lage die Zwischenschicht hergestellt wird, während gleichzeitig oder mit zeitlichem Versatz, jedoch vor Entformung des hergestellten Schuhes die Laufsohle des folgenden Schuhes dieses Werkzeugträgers hergestellt wird.
  • Diese Aufgabe wird in einer Einrichtung dadurch gelöst, daß innerhalb eines Werkzeugträgers ein ei:ne untere und eine seitliche Kontur der Schuhsohle formendes.Werkzeug vorhanden ist, und daß um einen Winkel, vorzugsweise 180 °, versetzt ein zweites, eine untere und eine seitliche Kontur der Schuhsohle forne.ndes Werkzeug vorhanden ist, und daß in das erste Werkzeug vorzugsweise von oben ein gegebenenfalls einen Schuhschaft tragender Leisten translatorisch einfahrbar ist, und daß im vorgenannten Winkel dazu ein mit dem zweiten Werkzeug eine Dichtkante bildender Gegenstempel einfahrbar ist und daß beide werkzeuge oder die Bodenteile beider Werkzeuge um den vorgenannten Winkel schwenkbar sind, und daß damit der Platz der Werkzeuge und/oder der Bodenteile beider Werkzeuge gegeneinander austauschbar ist.
  • In einer weiteren Ausführung der Erfindung besitzt die '.'Jerkzeugträgereinheit ein Wendeteil, auf dem im Schwenkwi.nkel je ein die Laufsohlenunterkontur formendes Bodenteil angeordnet ist.
  • Eine andere Ausführung der Erfindung beinhaltet eine Einrichtung, bei der die gesamte die Kontur der Schuhsohle formende Werkzeugeinheit schwenkbar ist.
  • In weiteren Merkmalen der Erfindung wird die erfindungagemäße Einrichtung ausgestattet und weiterentwickelt. Dabei sind die Pormseitenteile gegenüber den Bodenteilen in Sinfahrrichtung des Leistens bzw. des Bodenstempels unter Beibehaltung einer Dichtkante zum jeweiligen Bodenteil verschie,-bar angeordnet. Sie stehen mit am Verfahrmechanismus des Leistens bzw, am Gegenstempel befestigten Anschlägen zeitweise in Wirkverbindung. Dabei sind entgegen der Verschieberichtung Federglieder angeordnet.
  • Mit der Erfindung wird erreicht, daß in einer Werkzeugträgereinheit gleichzeitig eine Laufsohle und eine Zv.rischenschicht abkühlen bzw. reagieren können. Damit wird eine -dition der Abkühl- bzw. der Reaktionszeiten verhindert und die Anzahl der erforderlichen Werkzeugträger verringert, bzw.
  • bei Beibehaltung der dem Stand der Technik entsprechenden Zahl der Werkzeugträger ist bei Verdoppelung der Spritz-bzw. Gießaggregate eine Verdoppelung der jusstoßmenge möglich. Der erforderliche Platzbedarf für die herstellung einer gleichen Anzahl Schuhe sowie der technische und ökonomische Aufwand werden erheblich reduziert. In einem Werkzeugträger ist es möglich, zwei unterschiedliche Laufsohlenprofile herzustellen.
  • Durch die Möglichkeit, die Abkühlzeiten bzw. Reaktionszeiten der innerhalb eines Werkzeugträgers hergestellten Laufsohle und der Verbindung der vorher hergestellten Laufsohle mit einer Zwischenschicht und dem Schaft parallel ablaufen zu lassen, geht das erfindungsgemäße Verfahren von den, dem Stand der Technik entsprechenden, grundsätzlich nacheinander in einem Werkzeug ablaufenden Abkühl- bzw. Reaktionszeiten, wobei in einem Werkzeugträger nur jeweils eine Sohle hergestellt wird, ab.
  • Auch die erfindungsgemliße Einrichtung zeigt gegenüber den dem Stand der Technik entsprechenden Einrichtungen einen grundsätzlich unterschiedlichen Aufbau. Besondere Merkmale dabei sind, daß der Leisten und der Gegenstempel sn unterschiedlichen Richtungen in das Werkzeug eingefahren werden und daß grundsätzlich eine Einrichtung zum Wenden der Schuhsohle und zugehöriger Werkzeugteile (Bodenteil bzw. Bodeteile und Formseitenteile) vorhanden ist, und daß grundsätzlich zwei Werkzeuge in einem Werkzeugträger in Arbeitsstellung bringbar sind.
  • Ausführungsbeispiel Die Erfindung soll nachfolgend an Ausführungsbeispielen erläutert werden.
  • In den zugehbrigen Zeichnungen zeigen: Fig. 1 eine Vorrichtung gemäß der Erfindung mit Leisten, werkzeug und Gegenstempel Fig. 2 eine Draufsicht auf das Werkzeug mit einseitig geöffnetem Formseitenteil Fig. 3 Werkzeug mit Wende teil und unterschiedlichen Formseitenteilen mit ausgefahrenem Gegenstempel und Leiste.n Fig. 4 schwenkbare, die Kontur der Schuhsohle formende .'erkzeugeinheit mit ausgefahrenem Gegenstempel und Leisten Fig. 5 Drehtisch mit Einspritzaggregaten Fig. 6 Werkzeugteilansicht mit zwei übereinander angeordneten Einspritzaggregaten Fig. 7 Werkzeug mit verschiebbaren Formseitenteilen.
  • In Fig. 1 ist ein Werkzeugträger 1 zur Herstellung von zweischichtigen Schuhsohlen bestehend aus einer Laufsohle 14 und einer Zwischenschicht 13, die gegebenenfalls die Lauf sohle 14 mit dem Schuhschaft 6 verbindet, der erfindungsgemäßen Lösung entsprechend dargestellt. Die Laufsohle 15 für den im näch- sten Umlauf des Drebtisches 47 durch Einspritzen einer Zwischenschicht 13 herzustellenden Schuh wurde bereits iiber den Anguß 16 in den aus dem Bodenteil 23, den Formseitenteilen 9; 11 und dem Gegenstempel 24 gebildeten Werkzeugraum gespritzt. Auch die Zwischenschicht 13 wurde bereits in den Raum zwischen der Laufsohle 14, die auf dem Bodenteil 22 liegt, den Pormseitenteilen 8; 10 und dem Leisten 5 mit dem darauf befindlichen Schuhschaft 6 gespritzt. In der in Fi;.
  • 1 dargestellten Phase befinden sich die Schuhsohle 15 und die Zwischenschicht 13 aufgrund Abkühlung oder Reaktion in der Verfestigung. Der Verfahrensablauf soll nun anhand Fig.
  • 1 - 7 erläutert werden. Durch den Drehtisch 47 wird der Werkzeugträger 34 in die der Werkzeugfüllung entsprechende Lage zum Einspritzaggregat 48 gebracht. Vie in Fig. 2 st Formseitenteil 10 gezeigt ist, ist dasselbe mittels eines Schließzylinders 27 aus der wie am Formseitenteil 8 gez eigten geöffneten Stellung in die Werkzeugschlie;Jstellung gebracht worden. Dabei entspricht die Seitenkontur 23 der eitenteile 8; 10 der Sohlenkontur 29 des Bodenteiles 22.
  • Der Gegenstempel 24 wurde mittels des Bodenzylinders 25 ereits in eine durch eine geeignete Einrichtung, z. B. Werk zeugmeßsystem, Endschalter oder Anschläge, fes-tgelegte Ctelung gefahren und bildet mit den Formseitenteilen 9; 11 und dem Bodenteil 23 einen Hohlraum. Das Einspritzaggregat 4t, wird an den Werkzeugträger 34 herangefahren und füllt über den Anguß 16 den verbliebenen Hohlraum zwischen den Formseitenteilen 9; 11, dem Gegenstempel 24 und dem Bodenteil 23 mit Sohlenmaterial zur Laufsohle 15. Nach diesem Vorgang wird das Einspritzaggregat 48 wieder zurückgezogen und der D@ehtisch 47 bewegt den Werkzeugträger 34 in die nachfolgende Station, so daß das Einspritzaggregat 49 den der bwischenschicht 13 entsprechenden Hohlraum über den Anguß 17 füllen kann. Das vom Einspritzaggregat 49 ei.ngefüllte Zwischenschichtmaterial verbindet die bereits im vorhergehenden Umlauf des Drehtisches 47 analog der vorbeschriebenen Herstellung der Laufsohle 15 hergestellte Laufsohle 14 mit dem am Leisten 5 befindlichen Schuhschaft 6. Bei Verwendung entsprechender den Leisten 4; 5 umschließender und tnit diesem elno Dichtkante bildender Formseitenteile 8; 10 ist auch die gleichzeitige Herstellung des Schuhschaftes 6 aus dem Zwischenschichtmaterial möglich. Vor der Füllung des Raumes der Zwischenschicht 13 über den Anguß 17 mit dem Zwischenschichtmaterial wurde der Leiste 5 mit dem Schuhschaft 6 mittels eines Verschiebezylinders 7 in die entsprechende, durch eine geeignete Einrichtung vorbestimmte Lage gefahren und die Formseitenteile 8; 10 wurden geschlossen, so daß ein Hohlraum zwischen der auf dem Bodenteil 22 ruhenden Laufsohle 14, den Formseitenteilen 8; 10 und dem Schuhschaft 6, welcher auf dem Leisten 5 ruht, vorhanden ist.
  • Während die Laufsohle 15 des Werkzeugträgers 34 gespritzt wird, wird gleichzeitig eine Zwischenschicht analog der Zwischenschicht 13 im Werkzeugträger 46 hergestellt und während die Zwischenschicht 13 mittels Einspritzaggregat 49 im eerkzeugträger 34 gespritzt wird, wird bereits die Laufsohle analog der Laufsohle 15 innerhalb des Werkzeugträgers 35 gespritzt. Ein analoger Ablauf ergibt sich bei den Werkzeugträgern 36 bis 45. Die ordnung der Einspritzaggregate 48; 49 kann auch anders gestaltet werden, so daß auch die Einspritzung der Zwischenschicht 13 vor dem Spritzen der Laufsohle 15 erfolgen kann. Eine sehr günstige Anordnung der Einspritzaggregate 48; 49 liegt dann vor, wenn diese gleichzeitig die Laufsohle 15 und Zwischenschicht 13 an die Laufsohle 14 des vorherigen Umlaufes in einem Werkzeugträger spritzen, d. h. wenn beide Einspritzaggregate 48; 49 miteinander gekoppelt sind, wie in Fig. 6 dargestellt. Beim weitere Umlaufen des Drehtisches 47 können sich sowohl die Laufsohle 15 als auch die Zwischenschicht 13 durch Abkühlung oder reaktion verfestigen. Entsprechend dem erfi.ndungsgemäßen Verfahren wird die Laufsohle 15 nach ihrer Herstellung (Verfestigunt) um einen Winkel, vorzugsweise 180 °, gedreht, so da ihre neue Lage der Lage der Laufsohle 14 entspricht.
  • In dieser neuen Lage wird die Zwischenschicht entsprechend der Zwischenschicht 13 hergestellt. Diese Drehung der Laufsohle 15 erfolgt, nachdem der aus dem Schuhschaft 6, der Zliii,-Jchenschicht 13 und der Laufsohle 14 bestehende, auf dem Leisten 5 sitzende Schuh mittels eines Verschiebezylinuers 7 in Richtung des Verschiebe zylinders 7 bei geöffneten Formseitenteilen 8; 10 aus dem Werkzeugbereich herausgefahren wurde und der Gegenstempel 24 mittels des Bodenzylinders 25 abgesenkt wurde. Das enden der Laufsohle 15 geschieht entweder durch eine Drehung des Wendeteils 18 i.,it den darauf befestigten Bodenteilen 22; 23, die dabei ihre Lage vertauschen, und der auf dem Bodenteil 23 hatenden Laufsohle 15 bei geöffneten Formseitenteilen 8; 9; 10; 11, die durch die Schließzylinder 26; 31; 27; 32 betätigt werden, oder durch Drehung der in Fig. 4 dargestellten gesamten, die Kontur der Schuhsohle formenden Werkzeugeinheit 60. Zur Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist eine Einrichtung erforderlich, die auf einem Werkzeugwendeteil 33 je ein Bodenteil 22; 23 mit einer entsprechenden Laufsohlenunterkontur 61; 62 und die zweckmäßigerweise translatorisch verschiebbare Formseitenteile 8; 9; 1C; 11 besitzt und vorzugsweise von oben einen Leisten 4; 5 zuvestell4 oekommt und in einem Winkel dazu, vorzugsweise 180 °, ein Gegenstempel 24 und bei der entweder das Wendeteil 18 mit den darauf befindlichen Bodenteilen 22; 23 ud der an einem Bodenteil 23 haftenden Laufsohle 15 um einen Winkel, vorzugsweise 180 °, gedreht wird oder die gesamte, die Kontur der Schuhsohle formende Werkzeugeinheit 60 urn einen Winkel, vorzugsweise 180 °, gedreht wird.
  • Die Formseitenteile können in Detaillierung der erfindungsgemäßen Lösung auch aus miteinander gekoppelten gemeinsarn1cn Formseitenteilen 12 bestehen, so daß mit einen derartigen gemeinsame Formseitenteil 12 sowohl die Laufsohle 15 als auch die Zwischenschicht 13 seitlich begrenzt werden kann.
  • Derartige gemeinsame Formseitenteile 12 können zweckmäßigerweise bei Drehung des Wendeteils 18 verwendet werden. ei ist vorteilhaft, daß der Schließmechanismus je Seite nur ei.nmal erforderlich ist. In Fig. 3 ist ein derartiges gemeinsames Formseitenteil 12 dargestellt und weiterhin zwei getrennte Pormseitenteile 3; 9, die durch Schließzylinder 26; 31 betätigt werden. Diese Darstellung erfolgte zur Erläuterung. Im allgemeinen werden beidseitig gleich aufgebau- @@ und betätigte Formseitenteile 8; 9 oder 12 vorhanden sein.
  • EIn allgemein übliches Verfahren des Spritzgießens zur Ausbildung scharfer Formteilkonturen ist das Prägen durch einen dem Einspritzvorgang nachfolgenden Hub, bei dem eine Werkzeughälfte in Richtung der Verkleinerung des Pormteilvolume verschoben wird. Um dieses Verfahren auch unter Nutzung der erfindungsgemäßen Lösung anwenden zu können, wurde aiese dadurch erweitert, daß die Yormseitenteile 8; 9; 10; 11 gegenüber dem jeweiligen Bodenteil 22; 23 in Ei;nfahrrichtung des Leistens 5 bzw. des Gegenstempels 24 verschiebbar angeordnet sind, wobei zwischen den Bodenteilen 22 oder 23 und den Formseitenteilen 8; 9; 10; 11 eine Dichtkante, die für die Tierstellung der Zwischenschicht 13 auch die Laufsohle 14 einbeziehen kann, erhalten bleibt. Die Verschiebung dieser Formseitenteile 3; 9; 10; 11 kann, wie in Fig. 7 dargestellt, über Anschläge 52; 53 am Gegenstempel 24 bzw. am Leisten 4, 5, Kopf 3, Kopfträger 2 oder einem anderen mit der Leistenbewegung mitbewegten Bauteil erfolgen. Bei diesem Spritzprägeverfahren kann mit niedrigem Druck ein größerer als dem fertigen Sohlenvolumen entsprechender Hohlraum 56; 57 mit Sohlenmaterial 54; 55 gefüllt werden. Nach der Füllung wird der Gegenstempel 24 bzw. der Leisten 5 in Richtung der Beseitigung des Hohlraumes 56; 57 um einen vorgewählten Betrag zur Erzielung einer Prägewirkung verschoben.
  • Dabei bleibt die Lage des Leistens 5 zu den Formseitenteilen 8; 10 und des Gegenstempeis 24 zu den Formseitenteilen 9; 11 im allgemeinen unverändert, d. h. die Formseitenteile 8; 10 bzw. 9; 11 verschieben sich über die Bodenteile 22 bzw. 23. Die Rückstellung der Formseitenteile 8; 9; 10; 11 nach dem Zurückführen des Leistens 5 und des Gegenstempels 24, was zweckmäßigerweise nach Öffnung der Formseitenteile 8; 9; 10; 11 erfolgt, kann durch ein oder mehrere Federglieder 58 erfolgen. Dabei können die Federglieder 58 u. a. an den gegenüberliegenden Formseitenteilen 8; 10 bzw. 9; 11 abgestützt werden aber auch am Wendeteil 18, das in Lagern 19; 20 drehbar aufgenommen und durch die Wendeeinrichtung 21 betätigt wird.
  • Für den Fall, daß die gesamte, die Kontur der Schuhsohle formende Werkzeugeinheit 60 schwenkbar ist, sind in den Formseitenteilen 8; 9; 10; 11 zwei übereinander angeordnet te Angüsse 16; 50 bzw. 17; 51 für jede Werkzeugseite günstig.
  • Weiterhin ist es für den Fall, daß die gesamte, die Kontur der Schuhsohle formende Werkzeugeinheit 60 geschwenkt wird, günstig, wenn das Schwenken mit einem eine untere und eine seitliche Kontur der Schuhsohle formenden Werkzeug 30; 59 in geschlossenem Zustand auf der die Laufsohle 15 enthaltenden Seite erfolgt.
  • Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen 1 Werkzeugträger 2 Kopfträger 3 Kopf 4; 5 Leisten 6 Schuhschaft 7 Verschiebezylinder 8 bis 11 Formseitenteile 12 gemeinsames Formseitenteil 13 Zwischenschicht 14; 15 Laufsohle 16; 17 Anguß 1o Wendeteil 1@; 20 Lager 21 Wendeeinrichtung 22; 23 Bodenteil 24 Gegenstempel 25 Bodenzylinder 26; 27 Schließzylinder 23 Seitenkontur 29 Sohlenkontur 30 eine untere und eine seitliche Kontur der Schuhsohle formendes Werkzeug 31; 32 Schließzylinder 33 Werkzeugwendeteil 34 bis 46 Werkzeugträger 47 Drehtisch 46; 49 Einspritzaggregat 50; 51 Anguß 52; 53 Anschlag 54; 55 Sohlenmaterial 56; 57 Hohlraum 58 Federglied 59 eine untere und eine seitliche Kontur der Schuhsohle formendes Werkzeug 60 die Kontur der Schuhsohle formende Werkzeugeinheit 61; 62 Laufsohlenunterkontur - L e e r s e i t e -

Claims (9)

  1. Erfindungs anspruch 1. Verfahren zum Herstellen von mehrschichtigen Sohlen, gegebenenfalls mit SchuhschaSt, aus viskosen, vorzugsweise plastischen Materialien, z. B. Gummi, Thermoplaste, vernetzenden und aufschäumbaren Plaste, und zwl Verbinden derselben miteinander und gegebenenfalls mit einem Schubschaft, soweit dieser nicht als Bestandteil der Zwischenschicht mitgeformt wird, wobei die Laufsohle zuerst hergestellt wird, und die Zwischenschicht nach Verfestigung dieser Laufsohle durch Abkühlung oder eine chemische Reaktion in einer Form mit einem die Laufsohle enthaltenden Bodenteil und vorzugsweise durch eine translatorische Bewegung mit diesem Bodenteil und einem gegebenenfalls einen Schuhschaft enthaltenden einfahrbaren Leisten eine geschlossene Werkzeugkontur bildenden schließbaren Formseitenteilen hergestellt wird, gekennzeichnet dadurch, daß die Laufsohle nach ihrer Herstellung innerhalb eines Werkzeugträgers ohne Veränderung ihrer Lage zum Bodenteil um einen Winkel, vorzugsweise 180 °, gedreht wird und in dieser neuen Lage die Zwischenschicht hergestellt wird, während gleichzeitig oder mit zeitlichem Versatz, jedoch vor der Entformung des hergestellten Schuhes, die Laufsohle des folgenden Schuhes dieses Werkzeugträgers hergestellt wird, 2. Einrichtung zur Verwirklichung des Verfahrens nach Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß innerhalb eines Werkzeugträgers (1) ein eine untere und eine seitliche Kontur der Schuhsohle formendes Werkzeug (59) vorhanden ist, und daß um einen Winkel, vorzugsweise 180 °, versetzt ein zweites, eine untere und eine seitliche Kontur der Schuhsohle formendes Werkzeug (30) vorhanden ist, und daß in das erste Werkzeug (59) vorzugsweise von oben ein gegebenenfalls einen Schuhschaft (6) tragender Leisten (4; 5) translatorisch einfahrbar ist, und daß im vorgenannten Winkel dazu ein mit dem zweiten Werkzeug (30) eine Dichtkante bildender Gegenstempel (24) einfahrbar ist und daß beide Werkzeuge (59; 30) oder die Bodenteile (22; 23) beider Werkzeuge (59; 30) um den vorgenannten Winkel schwenkbar sind, und daß damit der Platz der Werkzeuge (59; 30) und/oder der Bodenteile (22; 23) beider Werkzeuge (59; 30) gegeneinander austauschbar ist.
  2. 3. Einrichtung nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Werkzeugträger (1) ein Wendeteil (18) besitzt, auf dem im Schwenkwtnkel je ein die Laufsohlenunterkontur (61; zu 1 ; 62) formendes Bodenteil (22; 23) angeordnet ist.
  3. 4, Einrichtung nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Werkzeuge (59; 30) eine die Kontur der Schuhsohle formende Werkzeugeinheit (60) bilden und diese schwenkbar ist.
  4. 5. Einrichtung nach einem der Punkte 2 bis 4 gekennzeichnet dadurch, daß die Formseitenteile (8; 9; 10; 11) gegenüber dem Bodenteil (22; 23) in Einfahrrichtung der Leisten (4; 5) bzw.
  5. des Gegenstempels (24) unter Beibehaltung einer Dichtkante zu dem jeweiligen Bodenteil (22 oder 23) verschiebbar angeordnet sind, 6. Einrichtung nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß der Gegenstempel (24) und/oder ein Kopfträger (2) bzw. eines der am Kopfträger (2) angeordneten und mit ihm translatorisch verschiebbaren Bauteile, wie z. B. die Leisten (4; 5) einen Anschlag (52; 53) bzw. mehrere Anschläge besitzen, der/die ab einem bestimmbaren Abstand der Leisten (4; 5) bzw. des Gegenstempels (24) zum jeweiligen Bodenteil (22; 23) mit dem Formseitenteil bzw. Forinseitenteilen (8; 9; 10; 11) in Wirkverbindung steht/stehen.
  6. 7. Einrichtung nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß sowohl für die Formgebung der Seitenkontur der Laufsohle (14; 15) als auch für die Formgebung der Zwischenschicht (13) miteinander fest verbundene gemeinsame Forinseitenteile (12) vorhanden sind.
  7. 8. Einrichtung nach Punkt 5 oder 6, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen den Formseitenteilen (8; 9; 10; 11) bzw. zwischen den Formseitenteilen (8; 9; 10; 11) und dem Wendeteil (18) je ein oder mehrere Federglieder (58) angeordnet sind.
  8. 9. Einrichtung nach einem der Punkte 2 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß die die rechte Seite der Laufsohle (15) und die linke Seite der Zwischenschicht (13) bzw. die die linke Seite der Laufsohle (15) und die rechte Seite der Zwischenschicht (13) formenden Forinseitenteile (8; 9; bzw. 10; 11) je einen gemeinsamen Schließmechanismus, z. B. einen Schließzylinder (26; 27) besitzen.
DE19853502591 1984-04-05 1985-01-26 Verfahren und einrichtung zum herstellen mehrschichtiger sohlen aus viskosen, vorzugsweise plastischen materialien Withdrawn DE3502591A1 (de)

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DD84261673A DD235774A3 (de) 1984-04-05 1984-04-05 Einrichtung zum herstellen mehrschichtiger sohlen aus viskosen vorzugsweise plast. materialien

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