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Die Erfindung betrifft eine digitale IC-Vorrichtung.
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Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung wurde aus der parallel anhängigen Anmeldung
85 903 480.3 ausgeschieden, in welcher eine Mehrzweck-Kommunikationsvorrichtung
beschrieben und beansprucht ist, die versehen ist mit einer Kornmunikationsnetzwerkleitung
zum Empfangen von digitalen Mehrbitsignalnachrichten von einem zentralen Steuergerät und
zum Senden von digitalen Mehrbitsignalnachrichten an das zentrale Steuergerät, welches
ebenfalls mit der Netzwerkleitung verbunden ist, wobei die Vorrichtung einen einzelnen fest
verdrahteten digitallogischen integrierten Schaltkreis aufweist, der ein digitales IC aufweist,
das für unterschiedliche Betriebsmodi ausgelegt ist, welche von unterschiedlichen
Verbindungen zu zwei externen Anschlüssen für vorbestimmte Signale gebildet werden,
wobei die Vorrichtung in einem ersten Modus betätigbar ist, in welchem die Vorrichtung eine
Anordnung zum Empfangen und Dekodieren einer digitalen Signalnachricht von dem
zentralen Steuergerät sowie eine Anordnung aufweist, welche auf die dekodierte Nachricht
anspricht, um eine Steuerfunktion gemäß einer in der dekodierten Nachricht enthaltenen
Anweisung auszuführen, wobei die Vorrichtung auch in einem zweiten erweiterten
Servicemodus betätigbar ist, in welchem die Vorrichtung eine Anordnung aufweist, die auf
eine andere dekodierte Nachricht anspricht, um eine Schnittstelle zu einem Mikrocomputer
einzurichten, wobei die Vorrichtung in dem zweiten Modus eine Anordnung zum Speichern
einer empfangenen Nachricht bis zu dem Zeitpunkt, wenn der Mikrocomputer das Auslesen
der gespeicherten Nachricht über die eingerichtete Schnittstelle beschließt, eine von dem
Netzwerk empfangene digitale Signalnachricht, die mehrere Anweisungsbits und ein Steuerbit
aufweist, eine Anordnung zum Speichern der Bits einer empfangenen Nachricht in der
Vorrichtung, eine Anordnung, die in dem ersten Modus und in Abhängigkeit von einem
gespeicherten Steuerbit eines vorbestimmten Werts betätigbar ist, um eine Steuerfunktion
gemäß einer ersten Kombination von gespeicherten Anweisungsbits auszuführen, sowie eine
Anordnung aufweist, die in dem erweiterten Modus und in Abhängigkeit von einem Steuerbit
des vorbestimmten Werts betätigbar ist, um die Schniffstelle gemäß einer zweiten
Kombination von gespeicherten Anweisungsbits einzurichten.
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Verschiedene Kommunikations- und Steuersysteme wurden bisher vorgeschlagen, um eine
Gruppe von außerhalb angeordneten Vorrichtungen von einem zentralen Steuergerät über eine
gemeinsame Netzwerkleitung zu steuern. Steuersysteme zum Steuern von verteilten
elektrischen Lasten sind beispielsweise in den Patenten US-A-4 167 786, US-A-4 367 414 und
US-A-4 396 844 von Miller et al. sowie in den früheren Patenten, auf welche dort Bezug
genommen wird, gezeigt. Bei solchen Systemen ist eine große Anzahl von relativ komplexen
und kostspieligen Sendeempfänger-Dekoder-Stationen, die jeweils einen Mikroprozessor
aufweisen, über eine gemeinsame Sammelleitung, die aus einer festgeschalteten verdrillten
Doppelleitung für eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem zentralen Steuergerät
und allen Sendeempfängern besteht, mit einem zentralen Steuergerät verbunden. Jede der
Sendeempfänger-Dekoder-Stationen weist aufgrund der Tatsache, daß eine erhebliche Menge
an Hardware zusätzlich zu dem Mikroprozessor erforderlich ist, um Signale zu empfangen
und zu senden, eine relativ große physikalische Abmessung auf. Ferner verbrauchen sowohl
die Hardware als auch der Mikroprozessor erhebliche Energiemengen. In der Tat ist es bei der
US-A-4 167 786 von Miller et al. erforderlich, einen Stromsparmodus vorzusehen, in
welchem der größte Teil der Verschaltung an jeder Außenstation abgeschaltet wird, um den
Energieverbrauch während Intervallen zu verringern, während denen keine Laständerungen
vorgenommen werden.
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Jede der Sendeempfänger-Dekoder-Stationen steuert eine Anzahl von Lasten, welche einzeln
mit einem bestimmten Sendeempfänger mittels Drähten verbunden werden müssen, wobei
diese Verbindungen in manchen Fällen ziemlich lang sein können. In einem solchen System
können alle Sendeempfänger Nachrichten zu jedem beliebigen Zeitpunkt in Abhängigkeit von
einem Steuereingangssignal von den zugeordneten Schaltern initiieren. Folglich ist es für zwei
oder mehr Sendeempfänger nicht ungewöhnlich, daß sie gleichzeitig eine freie gemeinsame
Sammelleitung erfassen und eine gleichzeitige Übertragung beginnen. Dies erfordert ein
spezielles Bus-Auswahlschema, um zu bewirken, daß alle sich störenden Sendeempfänger außer
einem ihre Tätigkeit einstellen, während es einem ausgewählten Sendeempfänger erlaubt ist,
seine Datenübertragung fortzusetzen. Ferner ist bei solch einem System die Übertragung von
dem Sendeempfänger zu dem zentralen Steuergerät sehr begrenzt und besteht nur aus einer
Anzeige eines handbetätigten oder zustandsabhängigen Schalters oder Analogsensoren, wie
beispielsweise einem Thermistor oder einer anderen analogerfassenden Vorrichtung. Bei dem
Lastverteilungssteuersystem, das in den oben erwähnten Patenten gezeigt ist, hängt die
Auswahltechnik von den Impedanzpegeln des aktiven und des inaktiven Zustands der
Datenleitung ab. Falls die Datenleitung aufgrund des Ausfalls eines der angeschlossenen
Sendeempfänger-Dekoder in einem Zustand mit geringer Impedanz hängenbleibt, wird eine weitere
Kommunikation über die Netzwerkleitung verhindert, bis der ausgefallene Sendeempfänger
physikalisch von der Datenleitung abgehängt wird.
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Bei dem in den oben erwähnten Patenten von Miller et al. beschriebenen
Kommunikationsund Steuersystem weist eine über das Netz übertragene Nachricht einen Präambelabschnitt
mit mindestens vier Bit auf Diese Präambel-Bits weisen 50 % Rechteckwellen auf, welche
von Sendeempfänger-Dekodem verwendet werden, um es einer phasenverriegelten
Schleifenschaltung in jedem Sendeempfänger zu erlauben, sich auf die empfangenen Präambel-Bits
aufzuschalten. Die Verwendung eines Minimums von 4 Bit sorgt für eine
Phasenschleifenverriegelung, wobei der Gesamtdurchsatz eines solchen Systems verringert wird. Um die
Präambel-Bits einzufangen, ist es nötig, die Phasenverriegelungsschleifenschaltung anfänglich
mit einer relativ großen Bandbreite von etwa 5 kHz zu versehen und dann die Bandbreite
kleiner zu machen, nachdem sich die Phasenverriegelungsschleifenschaltung auf die
Präambel-Bits aufgeschaltet hat. Solch eine Anordnung erfordert zusätzlichen Schaltungsaufwand,
um die erforderliche Anderung der Bandbreite zu erzielen. Ferner läßt die zum Einfangen der
Präambel-Bits erforderliche relativ große Bandbreite mehr Rauschen zu, so daß die Sicherheit
und Verläßlichkeit des Systems in rauschstarken Umgebungen verringert ist.
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Es wird Bezug genommen auf "Electronic Design", Band 27, Nr. 25, Dezember 1, Seiten 68
- 73, wo eine integrierte Sende-Empfänger-Schaltung mit adressierbarem BUS offenbart ist, die
eine Schaltungsanordnung zum Empfangen eines Befehlssatzes und zum Errechnen und
Prüfen eines Fehlercodes sowie eine Sender-Schaltungsanordnung zum Senden einer
Nachricht sowie zum Errechnen und Zufügen eines Fehlercodes zu der Nachricht aufweist.
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Die Erfindung besteht in einer digitalen IC-Vorrichtungsanordnung mit einer Mehrzahl von
digitalen IC-Vorrichtungen, die mit einer Leitung eines Kommunikationsnetzwerks zum
Empfangen einer Nachricht von einem zentralen Steuergerät verbunden ist, welches ebenfalls
mit der Netzwerkleitung verbunden ist, wobei die empfangene Nachricht eine Mehrzahl von
Adressbits und Anweisungsbits sowie einen Satz Prüfbits enthält, deren logischer Wert von
den vorhergehenden Bits der empfangenen Nachricht bestimmt ist und jede digitale IC-
Vorrichtung ein serielles Schieberegister zum Abspeichern der den Prüfbits vorangehenden
empfangenen Nachrichtenbits, eine Fehlercodeberechnungsanordnung zum Berechnen eines
neuen Satzes von Prüfbits basierend auf den logischen Werten der empfangenen
Nachrichtenbits, welche den Prüfbit vorangehen, wenn die vorangehenden Nachrichtenbits in
dem seriellen Schieberegister gespeichert werden, eine Anordnung zum Vergleichen des
neuen Prüfbit-Satzes mit einem Prüfbit-Satz der empfangenen Nachricht auf einer Bit-zu-Bit-
Basis und zum Entwickeln eines Ausgangssignals, wenn alle Bits der beiden Sätze gleich
sind, eine Anordnung zum Herausschieben mindestens mancher der in dem Register
gespeicherten Bits in die Netzwerkleitung, um einen Teil einer übertragenen Nachricht zu
bilden, eine Anordnung zum Zuführen dieser Bits an die Fehlercodeberechnungsanordnung,
wenn diese Bits aus dem Register herausgeschoben werden, so daß ein Satz
Übertragungsfehler-Prüfbits von der Fehlercodeberechnungsanordnung auf der Basis der
logischen Werte dieser Bits berechnet wird, und eine Anordnung zum Einspeisen des Satzes
der Übertragungsfehler-Prüfbits in die Netzwerkleitung als weiteren Teil der übertragenen
Nachricht aufweist, wobei die digitalen IC-Vorrichtungen, die jeweils mit der gemeinsamen
Netzwerkleitung verbunden sind, jeweils eine erste, von dem zentralen Steuergerät über die
Leitung übertragene Nachricht speichern können und jeder digitalen IC-Vorrichtung eine
unterschiedliche Adresse zugewiesen ist, wobei die erste Nachricht eine Mehrzahl von
Anweisungsbits und ein Steuerbit mit einem ersten logischen Wert aufweist, eine jede IC-
Vorrichtung aus einer ersten aus den IC-Vorrichtungen gebildeten Gruppe eine Anordnung
aufweist, die auf den Empfang der ersten Nachricht reagiert, welche Adressbits entsprechend
der der Vorrichtung zugeordneten Adresse sowie Anweisungsbits enthält, die einer
Schnittstellen-Entsperr-Anweisung zum Einrichten einer Schnittstelle zu einem verbundenen
Mikrocomputer entsprechen, so daß der Mikrocomputer die in dieser Vorrichtung
gespeicherte erste Nachricht lesen kann, jede Vorrichtung aus der ersten Vorrichtungsgruppe
eine von dem zentralen Steuergerät über die Leitung übertragene zweite Nachricht speichern
kann, die zweite Nachricht ein Steuerbit mit dem entgegengesetzten logischen Wert und für
den Mikrocomputer bestimmte Datenbits aufweist, welche Nachrichtenbit-Positionen
einnehmen, welche vorher von den Adressbits der ersten Nachricht eingenommen wurden,
und eine Anordnung in jeder der Vorrichtungen vorgesehen ist, die auf das Steuerbit mit
entgegengesetzten logischem Wert reagiert, um zu verhindern, daß die Datenbits der zweiten
Nachricht fälschlicherweise als den den Vorrichtungen zugewiesenen Adressen entsprechende
Adressbits interpretiert werden
Zusammenfassung der Erfindung
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Bei dem vorliegend beschriebenen Kommunikationsnetzwerk wird ein kleines
kostengünstiges digitales IC verwendet, welches ohne weiteres angepaßt werden kann, indem einfach
verschiedene Eingangsanschlüsse des ICs auf Masse gelegt werden, um alle unterschiedlichen
Funktionen auszuführen, die für die Komponententeile des vollständigen
Kommunikationsnetzwerks erforderlich sind. Somit kann in einer Anschlußkonfiguration des digitalen ICs das
digitale IC als ein adressierbares Laststeuergerät funktionieren, welches auf Lastabschalt- oder
Lasteinschaltkommandos von dem zentralen Steuergerät antwortet und das zentrale
Steuergerät mit Statusinformation hinsichtlich des Zustands des gesteuerten Verbrauchers versorgt.
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Dieser Funktionsmodus des digitalen ICs wird als isolierter Slave-Betriebsmodus bezeichnet.
In dem isolierten Slave-Modus ist das digitale IC direkt jedem Steuergerät zugeordnet, d.h.
dem Schutzschalter, dem Motorsteuergerät, der Lichtsteuerung etc., und kann, falls
erwünscht, mit dem Mastersteuergerät über die gleichen Drähte kommunizieren, welche für die
Stromversorgung der gesteuerten Vorrichtung verwendet werden. Dies verringert den
Verkabelungsaulwand erheblich, der zum Verbinden einer Zahl von gesteuerten Geräten mit dem
gemeinsamen Kommunikationsnetzwerk erforderlich ist. Das zentrale Steuergerät kann auch
Blockabschalt- und Blockeinschalt-Kommandos an eine Gruppe von isolierten
Slavevorrichtung versenden, auf welches Kommando diese alle gleichzeitig ansprechen. Das zentrale
Steuergerät kann auch ein "Schnellabschalt"-Kommando zum Abhängen der Last ausgeben,
welches bewirkt, daß alle isolierten Slave-Vorrichtungen (deren Anzahl bis zu 4095 betragen
kann) gleichzeitig ihre entsprechenden Lasten abschalten.
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In einer anderen Anschlußkonfiguration des digitalen ICs kann dieses als eine adressierbare
Mikrocomputer-Schniffstelle wirken. In diesem sogenannten erweiterten Slave-Betriebsmodus
sorgt das digitale IC für eine Schnittstelle zwischen der Kommunikationsnetzwerkleitung und
einem außerhalb liegenden Mikrocomputer, welcher beispielsweise Daten über das
Kommunikationsnetzwerk an das zentrale Steuergerät übermitteln will. In dem erweiterten Slave-
Modus des digitalen ICs ist die Mikrocomputer-Schnittstelle gesperrt, bis das zentrale
Steuergerät sie mittels eines an die Vorrichtung im erweiterten Slave-Modus adressierten
Schnittstellenfreigabekommandos freigibt. Nachdem die Mikrocomputer-Schnittstelle freigegeben
ist, können das zentrale Steuergerät und der außerhalb liegende Mikrocomputer durch das
digitale IC im erweiterten Slave-Modus in beide Richtungen kommunizieren.
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Das digitale IC kann auch so anschlußkonfiguriert werden, daß es als eine nicht adressierbare
Mikrocomputer-Schnittstelle wirkt, wobei eine solche Funktion als der erweiterte
Masterfunktionsmodus des digitalen ICs bezeichnet wird. In dem erweiterten Mastermodus ist die
Schnittstelle mit einem zugeordneten Mikrocomputer immer freigegeben, und alle
Netzwerkübertragungen, welche das digitale IC empfängt, können durch den mit der Schnittstelle
verbundenen Mikrocomputer gelesen werden. Der mit der Schnittstelle verbundene
Mikrocomputer kann auch Daten zu jedem Zeitpunkt durch den erweiterten Mastertyp des digitalen ICs
an das Netzwerk senden. Wenn das digitale IC in diesem Modus betrieben wird, kann der mit
der Schnittstelle verbundene Mikrocomputer das zentrale Steuergerät des
Kommunikationsnetzwerks sein.
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Das digitale IC, welches zur Ausführung aller oben beschriebenen Funktionen angepaßt
werden kann, ist auch so ausgebildet, daß es mit unterschiedlichen Typen von Datenleitungen
verwendet werden kann. In einer Anschlußkonfiguration des digitalen ICs ist dieses ausgelegt,
um Nachrichten an eine Netzwerkleitung zu senden und von dieser zu empfangen, die aus der
herkömmlichen Wechselstromleitung einer Fabrik, eines Bürogebäudes oder Privathauses
besteht. Wegen der signifikanten Phasenstörungen, die mit solchen Stromleitungen verbunden
sind, werden die Daten mittels des Ein-Aus-Abtastens eines Hochfrequenzträgers übertragen.
Vorzugsweise weist dieser Hochfrequenzträger eine Frequenz von 115,2 kHz auf, und das
digitale IC ist ausgelegt, um Daten mit der Rate von 300 Bit pro Sekunde (300 Baud) über
herkömmliche Stromversorgungsleitungen zu übertragen. Die Wahl eines 115,2 kHz-Trägers
basiert auf empirischen Ergebnissen von Spektralanalysen von typischen
Stromversorgungsleitungen, und die 300 Baud-Bitrate basiert auf der gewünschten Systemleistungsfähigkeit
und akzeptablen Fehlerraten.
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Bei dem vorliegend beschriebenen Kommunikationssystem weist das digitale IC einen
kristallgesteuerten Oszillator auf, der bei einer Frequenz arbeitet, die um ein Vielfaches höher als
die Trägerfrequenz ist. Das Trägersignal wird von diesem Kristalloszillator abgeleitet. Der
Kristalloszillator wird auch als Quelle für Zeitgebersignale innerhalb jedes digitalen ICs
verwendet, um vorbestimmte Baud-Raten für die Übertragung von Daten über das Netzwerk
einzurichten. Folglich kann die Frequenz des Trägersignals, das verwendet wird, um Nachrichten
über das Netzwerk zu übertragen, ohne weiteres geändert werden, um eine unerwünschte
Interferenzfrequenz einfach durch Ändern des Kristalls in dem Kristalloszillator, der mit
jedem digitalen IC verbunden ist, zu vermeiden. Solch ein Wechsel der Trägerfrequenz
verändert auch die Baud-Raten, bei welchen das Kommunikationssystem arbeitet, wie dies
nachfolgend detaillierter beschrieben ist.
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Die Frequenz des Kristalloszillators in jedem digitalen IC ist hoch stabilisiert, so daß die von
den digitalen ICs entwickelten Trägerfrequenzen an dem zentralen Steuergerät und den
Außenstationen sehr nahe bei der gleichen Frequenz liegen, obschon ein empfangenes
Trägersignal eine Phasendrift bezüglich des in dem digitalen IC, welches eine Nachricht empfängt,
erzeugten Zeitgebersignals aufweist. Folglich ist es nicht erforderlich, eine Anzahl von
Präambel-Bits zu übertragen und eine Phasenverriegelungsschleifenschaltung vorzusehen, welche
sich auf die empfangene Nachricht während der Präambel-Bits aufschaltet, wie dies bei den
oben erwähnten Patenten von Miller et al. beschrieben ist. Bei dem vorliegend beschriebenen
Kommunikations- und Steuersystem arbeiten die einzelnen digitalen ICs asynchron, jedoch
im wesentlichen bei der gleichen Frequenz, so daß jede Phasendrift das Erfassen des
empfangenen Trägersignals selbst bei relativ niedrigen Baud-Raten und rauschstarken Umgebungen
nicht beeinträchtigt.
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Um für eine weitere Rauschunempfindlichkeit bei Verwendung von verrauschten
Stromversorgungsleitungen als die gemeinsame Netzwerkdatenleitung zu sorgen, ist das digitale IC
ausgelegt, um einen 5-Bit-BCH-Fehlercode zu berechnen und diesen mit jeder Nachricht zu
übertragen, die auf das Netzwerk gesendet wird. Ferner enthält jede von dem Netzwerk
mittels des digitalen ICs empfangene Nachricht einen 5-Bit-BCH-Fehlercode-Abschnitt, und das
digitale IC berechnet einen BCH-Fehlercode basierend auf den anderen Bits der empfangenen
Nachricht und vergleicht ihn mit dem BCH-Fehlercodeabschnitt der empfangenen Nachricht.
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Um für eine noch stärkere Rauschunempfindlichkeit beim Betrieb über herkömmliche
Stromversorgungsleitungen zu sorgen, weist das digitale IC einen digitalen Demodulator auf,
welche eine hohe Rauschunterdrückung hat, so daß er eine An-Aus-Trägermodulation auf
Stromversorgungsleitungen erfassen kann, welche einen relativ hohen Rauschpegel aufweisen.
Empirische Resultate zeigen, daß der digitale Demodulatorabschnitt des digitalen ICs
Nachrichten mit einer Bit-Fehlerrate von weniger als 1 pro 100000 für Stromversorgungsleitungs-
Signal/Rausch-Verhältnisse von näherungsweise 6 dB bei einer Bandbreite von 300 Hz
empfangen kann. Ferner kann ein solcher digitaler Demodulator fehlerfrei 33-Bit-Nachrichten
mit einer Erfolgsrate von 90 % in einer Stromversorgungsleitungsrauschumgebung von einem
Signal/Rausch-Verhältnis von nur 4 dB empfangen.
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Wenn es erwünscht ist, eine festgeschaltete verdrillte Doppelleitung als die gemeinsame
Datenleitung für das Kommunikationsnetzwerk zu verwenden, welche gewöhnlich einen
geringeren Rauschpegel als Stromversorgungsleitungen aufweist, ist das digitale IC ausgelegt,
um Daten zu und von einer solchen verdrillten Doppelleitung beim Vierfachen der oben
erwähnten Datenrate zu übertragen, d.h. bei 1200 Bit pro Sekunde (1200 Baud). Solch eine
Auslegung des digitalen ICs kann ohne weiteres erreicht werden, indem einfach ein anderer
der Eingangsanschlüsse des digitalen ICs auf Masse gelegt wird.
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Die Anschlüsse des digitalen ICs können auch so konfiguriert werden, daß alle der oben
beschriebenen Funktionen in einem Hochgeschwindigkeits-Kommunikationsnetzwerk erreicht
werden, in welchem die gemeinsame Datenleitung eine optische Faserleitung ist. In diesem
Betriebsmodus des digitalen ICs ist der digitale Demodulatorabschnitt überbrückt, und die
verbleibende Logik ist ausgelegt, um Datennachrichten bei der extrem hohen Rate von
38400 Bit pro Sekunde (38,4 kBaud) zu empfangen und zu senden. In einem solchen
Kommunikationssystem mit faseroptischer Leitung werden die Daten als Basisbanddaten
ohne Modulation auf einem Träger mit höherer Frequenz übertragen.
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Das digitale IC ist ausgelegt, um Nachrichten über das gemeinsame Netzwerk in einem
speziellen Nachrichtenformat oder Protokoll zu senden und zu empfangen, welches die
Einrichtung der oben beschriebenen Mikrocomputerschnittstelle erlaubt, so daß verschiedene
Mikrocomputer über das gemeinsame Netzwerk kommunizieren können, während für eine
maximale Sicherheit gegen Rauschen und falsche Adressierung von individuellen digitalen ICs
mittels des Mastersteuergeräts gesorgt wird. Das Nachrichtenformat besteht aus einer Reihe
von 33 Bits, wobei die ersten beiden Bits Startbits mit einem logischen Wert von "1" sind.
Auf die Startbits folgt ein Steuerbit, welches einen logischen Wert von "1" aufweist, wenn die
nachfolgenden 24 Nachrichtenbits die Adresse des digitalen ICs und von dem digitalen IC
auszuführende Anweisungen bedeuten. Wenn das Steuerbit einen logischen Wert von "0" hat,
enthalten die nächsten 24 Nachrichtenbits Daten, welche für den mit der Schnittstelle
verbundenen Mikrocomputer bestimmt sind, wenn das digitale IC in einem erweiterten Modus
betrieben wird. Die nächsten 5 Nachrichtenbits enthalten einen BCH-Fehlerprüfcode, und das
letzte Nachrichtenbit ist ein Stopp-Bit, welches immer einen logischen Wert von "0" hat.
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Wenn eine 33-Bit-Nachricht von dem digitalen IC empfangen wird, werden die ersten 27 Bits
davon einem BCH-Code-Berechnungsabschnitt des digitalen ICs zugeführt, welcher einen 5-
Bit-BCH-Fehlercode basierend auf den ersten 27 Bits der empfangenen Nachricht berechnet.
Der berechnete BCH-Code wird dann mit dem folgenden 5-Bit-BCH-Fehlerprüfcode der
empfangenen Nachricht Bit für Bit verglichen, um sicherzustellen, daß die empfangene
Nachricht ordnungsgemäß empfangen und dekodiert wurde.
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Wenn Daten entweder als Antwortnachricht in dem isolierten Slave-Modus über das
Netzwerk zu senden sind oder von dem mit der Schnittstelle verbundenen Mikrocomputer über das
digitale IC an das Netzwerk zu senden sind, berechnet der BCH-Berechnungsabschnitt des
digitalen ICs einen 5-Bit-Fehlerprüfcode basierend auf den zu sendenden Daten und fügt den
berechneten BCH-Fehlerprüfcode an das Ende der gespeicherten Datenbits an, wenn die 33-
Bit-Nachricht formatiert wird und von dem digitalen IC an das Kommunikationsnetzwerk
gesendet wird. Indem auf diese Weise die BCH-Fehlercode-Berechnungslogik in dem digitalen
IC sowohl für die empfangenen als auch die abgesendeten Nachrichten verwendet wird, wird
die Sicherheit des Übertragens von gültigen fehlerfreien 33-Bit-Nachrichten in beiden
Richtungen in dem Netzwerk stark erhöht.
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Das digitale IC, welches alle diese Funktionen erfüllt, ist relativ klein, kann ohne weiteres mit
geringen Kosten auf einer Massenproduktionsbasis hergestellt werden und verbraucht sehr
wenig Energie. Folglich sind die Gesamtkosten des Kommunikations- und Steuersystems viel
geringer als diejenigen bei den oben erwähnten Patenten des Stands der Technik, während für
alle oben diskutierten zusätzlichen Merkmale gesorgt wird. Von besonderer Bedeutung ist das
Merkmal des Schaffens einer kostengünstigen Schnittstelle mit Mikroprozessoren, die den zu
steuemden Vorrichtungen, wie beispielsweise Schutzschaltern, Motoranlassem, Schutzrelais
und Femverbrauchersteuergeräte, zugeordnet sind, so daß diese Mikroprozessoren, welche mit
anderen Aufgaben beschäftigt sind, selektiv unterbrochen werden können und eine
Zweiwegkommunikation
zwischen dem zentralen Steuergerät und dem ausgewählten Mikroprozessor
an einer Außenstation aufgebaut werden kann.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die Erfindung wird sowohl hinsichtlich ihrer Betriebsorganisation als auch ihrem
Betriebsverfahren zusammen mit ihren weiteren Aufgaben und Vorteilen am besten unter Bezugnahme
auf die folgende Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen verstanden,
wobei:
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FIG. 1 ein Gesamtblockdiagramm des beschriebenen Kommunikationssystems ist;
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FIG. 2 ein Diagramm des Bit-Formats der Nachrichten ist, das in dem System von FIG. 1 für
eine von dem zentralen Steuergerat an eine Außenstation gesendete Nachricht
verwendet wird;
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FIG. 3 die Codierung der Anweisungsbits in der Nachricht von FIG. 2 zeigt;
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FIG. 4 ein Nachrichtenbitformat für eine Antwortnachricht ist, die von einer Außenstation
zu dem zentralen Steuergerät zurückgesendet wird;
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FIG. 5 ein Nachrichtenbitformat einer Nachricht ist, die von dem zentralen Steuergerät an
einen mit der Schnittstelle verbundenen Mikrocomputer gesendet wird;
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FIG. 6 ein Diagramm der Anschlußkonfiguration des in dem offenbarten System
verwendeten digitalen ICs ist;
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FIG. 7 ein Blockdiagramm ist, welches die Verwendung des digitalen ICs mit einer
Stromversorgungsleitung bei einer Datenübertragungsrate von 300 Baud veranschaulicht;
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FIG. 8 ein Blockdiagramm ist, welches die Verwendung des digitalen ICs mit einer
verdrillten Doppelleitung bei einer Datenübertragungsrate von 1200 Baud zeigt;
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FIG. 9 ein Blockdiagramm ist, welches das digitale IC in Verwendung mit einem
faseroptischen Kabelübertragungssystems bei einer Datenrate von 38,4 kBaud zeigt;
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FIG. 10 ein Blockdiagramm ist, welches die Verwendung des digitalen ICs in einem
isolierten Slave-Modus zeigt;
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FIG. 11 ein Blockdiagramm ist, welches eine Modifikation des Systems von FIG. 10 zeigt,
wobei eine variable Zeitsperre vorgesehen ist;
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FIG. 12 ein Blockdiagramm des digitalen ICs in dem isolierten Slave-Modus ist, und den
Betrieb in Antwort auf eine Lastabschalt-Anweisung veranschaulicht;
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FIG. 13 ein Blockdiagrannn des digitalen ICs in dem isolierten Slave-Modus beim
Zurücksenden einer Antwortnachricht an das zentrale Steuergerät ist;
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FIG. 14 ein Blockdiagramm des digitalen ICs in einem erweiterten Slave-Modus bei der
Antwort auf eine Schnittstellenfreigabeanweisung ist;
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FIG. 15 ein Flußdiagramm für den Mikrocomputer ist, der dem digitalen IC in dem
offenbarten System zugeordnet ist;
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FIG. 16 eine detaillierte Schemadarstellung des Kopplungsnetzwerks ist, welches mit dem
digitalen IC in dem offenbarten Kommunikationssystem verwendet wird;
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FIG. 16a eine diagrammartige Veranschaulichung des in dem Kopplungsnetzwerk von FIG. 16
verwendeten Kopplungswandlers ist;
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FIG. 17 ein detailliertes schematisches Diagramm einer alternativen Ausführungsform eines
Kopplungsnetzwerks ist;
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FIG. 18 bis 33 ein detailliertes schematisches Diagramm des in dem offenbarten
Kommunikationssystem verwendeten digitalen ICs darstellen, wenn sie in der in FIG. 34
gezeigten Art angeordnet werden;
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FIG. 35 ein Blockdiagramm des in dem digitalen IC des offenbarten
Kommunikationssystems verwendeten digitalen Demodulators ist;
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FIG. 36 ein Zeitablaufdiagramm des Betriebs des Trägerbestätigungsabschnitts des digitalen
Demodulators von FIG. 35 ist;
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FIG. 37 eine Reihe von Zeitgeberwellenformen und Abtastsignalen ist, die bei der
Startbiterfassung und Zeitgeberlogik des digitalen ICs des offenbarten
Kommunikationssystems verwendet werden;
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FIG. 38 eine grafische Darstellung ist, welche die Bit-Fehlerrate des digitalen Demodulators
von FIG. 35 in verschiedenen Rauschumgebungen zeigt;
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FIG. 39 ein schematisches Diagramm einer lokalen Übersteuerschaltung ist, welche das
digitale IC des offenbarten Kommunikationssystems verwendet;
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FIG. 40 eine Reihe von Zeitablaufdiagrammen ist, welche den Betrieb des digitalen ICs in
dem isolierten Slave-Modus veranschaulichen;
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FIG. 41 eine Tabelle der Antwortzeiten bei unterschiedlichen Baud-Raten der in FIG. 40
gezeigten Signale ist;
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FIG. 42 eine Serie von Zeitablaufdiagrammen des digitalen ICs in einem Schnittstellenmodus
mit dem Mikrocomputer ist; und
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FIG. 43 eine Tabelle ist, welche die Betriebszeiten der in FIG. 42 gezeigten Wellenformen bei
unterschiedlichen Baud-Raten zeigt.
Allgemeine Beschreibung des Kommunikationssystems
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Unter Bezugnahme auf FIG. 1 ist ein allgemeines Blockdiagramm des
Kommunikationsnetzwerks gezeigt, wobei ein allgemein mit 76 bezeichnetes zentrales Steuergerät über eine
herkömmliche, allgemein mit 78 bezeichnete Stromversorgungsleitung Nachrichten an eine
große Anzahl von Außenstationen senden und von diesen empfangen kann. Der zugrunde
liegende Aufbaublock des Kommunikationsnetzwerks ist ein kleines kostengünstiges digitales
IC, das allgemein mit 80 bezeichnet ist, welches angeordnet ist, um mit der
Stromversorgungsleitung 78 verbunden zu sein, so daß es über diese Leitung Nachrichten von dem
zentralen Steuergerät 76 empfangen und an dieses senden kann.
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Das digitale IC 80 ist extrem vielseitig und kann ohne weiteres an unterschiedliche
Betriebsmodi angepaßt werden, indem einfach verschiedene Verbindungen zu zwei der
Außenanschlüsse dieser Vorrichtung eingerichtet werden. Insbesondere kann, wie dies bei den
Außenstationen # 1 und # 2 in FIG. 1 gezeigt ist, das digitale IC 80 anschlußkonfiguriert werden, um
in einem isolierten Slave-Modus zu arbeiten, in welchem es ausgelegt ist, um ein
zugeordnetes Relais, ein zugeordnetes Motorsteuergerät oder eine andere Fernsteuereinrichtung, was
allgemein mit 82 bezeichnet ist, mittels Sendens eines Steuerausgangssignals (COUT) an die
gesteuerte Einrichtung 82 zu steuern. In dem isolierten Slave-Modus kann das digitale IC 80
auch auf ein geeignetes Kommando von dem zentralen Steuergerät 76 ansprechen, indem es
über die Stromversorgungsleitung 78 eine Nachricht zurück an das Steuergerät 76 sendet, in
welcher der Status von zwei der gesteuerten Einrichtung 82 zugeordneten Anschlüssen, die als
STAT 1 und STAT 2 bezeichnet sind, angegeben wird. Jedes der digitalen ICs 80 ist mit
einem 12-Bit-Adressfeld versehen, so daß 4095 Vorrichtungen 80 individuell
unterschiedlichen Relais, Motorsteuergeräten, Laststeueranschlüssen oder anderen gesteuerten
Einrichtungen an von dem zentralen Steuergerät 76 entfernt gelegenen Stellen zugeordnet werden
können und auf über die Stromversorgungsleitung 78 übertragene Lastabschalt- oder
Lasteinschalt-Kommandos ansprechen können, indem das Potential auf ihrer COUT-Leitung zu der
gesteuerten Einrichtung 82 in geeigneter Weise geändert wird.
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Das digitale IC 80 ist auch so ausgelegt, daß es anschlußkonfiguriert werden kann, um in
einem erweiterten Slave-Modus zu arbeiten, wie dies bei der Station # 3 in FIG. 1 gezeigt ist.
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In dem erweiterten Slave-Modus ist das digitale IC ausgelegt, um auf ein bestimmtes
Kommando von dem zentralen Steuergerät 76 anzusprechen, indem es eine Schnittstelle zu einem
zugeordneten, allgemein mit 84 bezeichneten Mikrocomputer einrichtet. Insbesondere spricht
die Vorrichtung 80 im erweiterten Slave-Modus auf eine Schniffstellenfreigabeanweisung in
einer von dem zentralen Steuergerät 76 empfangenen Nachricht an, indem sie ein
Unterbrechungssignal auf der INT-Leitung zu dem Mikrocomputer 84 erzeugt und es dem
Mikrocomputer 84 erlaubt, serielle Daten aus einem Puffer-Schieberegister in dem digitalen IC 80
über die bidirektionale DATA-Leitung in Abhängigkeit von seriellen Taktgeberimpulsen zu
lesen, die über die SCK-Leitung von dem Mikrocomputer 84 an das digitale IC 80 gesendet
werden. Das digitale IC 80 kann auch auf ein Signal auf der Schreibe-Lese-Leitung (RW) von
dem Mikrocomputer 84 ansprechen, indem es serielle Daten in das Pufferschieberegister in
der Vorrichtung 80 von der DATA-Leitung in Koordination mit seriellen Taktgeberimpulsen
lädt, welche über die SCK-Leitung von dem Mikrocomputer 84 zugeführt werden. Das
digitale IC 80 ist dann ausgelegt, um auf eine Änderung des Potentials auf der RW-Leitung durch
den Mikrocomputer 84 anzusprechen, indem es die ihm von dem Mikrocomputer 84 in einer
33-Bit-Nachricht zugeführten Daten aufnimmt, wobei die Nachricht so formatiert ist, daß sie
das ganze Protokoll einer von dem zentralen Steuergerät 76 gesendeten Standardnachricht
umfaßt. Diese 33-Bit-Nachricht in dem korrekten Format wird dann von dem IC 80 über die
Stromversorgungsleitung 78 zu dem zentralen Steuergerät gesendet. Als Ergebnis erlaubt die
Vorrichtung 80 im erweiterten Slave-Modus eine bidirektionale Kommunikation und eine
bidirektionale Datenübertragung zwischen dem zentralen Steuergerät 76 und dem
Mikrocomputer 84 über die Stromversorgungsleitung 78 als Antwort auf eine spezielle
Schnittstellenfreigabeanweisung, die von dem zentralen Steuergerät 76 anfangs zu der Vorrichtung 80 im
erweiterten Slave-Modus gesendet wird. Wenn die Schnittstelle zwischen den Vorrichtungen
80 und 84 einmal eingerichtet wurde, wird diese Schnittstelle so lange aufrecht erhalten, bis
das digitale IC eine von dem zentralen Steuergerät 76 gesendete Nachricht empfängt, welche
eine Schnittstellensperranweisung beinhaltet, oder die Vorrichtung 80 im erweiterten Slave-
Modus eine Nachricht von dem zentralen Steuergerät empfängt, welche ein Kommando
beinhaltet, welches an eine andere Außenstation adressiert ist. In beiden Fällen wird dann die
Schnittstelle zwischen dem Netzwerk und dem Mikrocomputer 84 gesperrt, bis eine weitere
Nachricht von dem zentralen Steuergerät an die Vorrichtung 80 im erweiterten Slave-Modus
gesendet wird, welche eine Schnittstellenfreigabeanweisung beinhaltet. Die Vorrichtung 80
im erweiterten Slave-Modus sendet auch jedesmal ein Besetzt-Signal über die
BUSYN-Leitung an den Mikrocomputer 84, wenn die Vorrichtung 80 eine Nachricht von dem Netzwerk
78 empfängt oder eine Nachricht an das Netzwerk 78 sendet. Das BUSYN-Signal teilt dem
Mikrocomputer 84 mit, daß von dem zentralen Steuergerät 76 eine Nachricht in dem
Netzwerk
78 plaziert wird, obschon die Steuerung des Pufferschieberegisters in der Vorrichtung 80
im erweiterten Slave-Modus auf den Mikrocomputer 84 verlagert wurde.
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Das digitale IC 80 kann auch anschlußkonfiguriert sein, um in einem erweiterten
Mastermodus zu arbeiten, wie dies bei der Station # 4 in Fig. 1 angedeutet ist. In dem erweiterten
Mastermodus ist die Vorrichtung 80 permanent über eine Schnittstelle mit einem
Mikrocomputer 86 verbunden, so daß der Mikrocomputer 86 als ein alternatives Steuergerät arbeiten
kann und Lastabschalt- und Lasteinschalt-Nachrichten zu jeder Vorrichtung 80 im isolierten
Slave-Modus des Kommunikationsnetzwerks senden kann. Der Mikrocomputer 86 kann auch
eine Kommunikation über die Stromversorgungsleitung 78 mit dem Mikrocomputer 84 durch
die IC-Vorrichtung 80 im erweiterten Slave-Modus an der Station # 3 einrichten. Um eine
solche Zweiwegkommunikation einzurichten, sendet der Mikrocomputer 86 Daten über die
bidirektionale DATA-Leitung zu der Vorrichtung 80 im erweiterten Mastermodus, wobei
diese Daten die Adresse der Vorrichtung 80 im erweiterten Slave-Modus an der Station # 3
sowie eine Schnittstellenfreigabeanweisung beinhalten. Die Vorrichtung 80 im erweiterten
Mastermodus beinhaltet diese Daten in einer 33-Bit-Nachricht, die gemäß dem von dem
Kommunikationsnetzwerk geforderten Protokoll formatiert ist, und sendet diese Nachricht
über die Stromversorgungsleitung 78 an die Vorrichtung 80 im erweiterten Slave-Modus an
der Station # 3. Die Vorrichtung 80 im erweiterten Slave-Modus an dieser Station spricht auf
diese Schnittstellenfreigabeanweisung an, indem sie die oben beschriebene Schnittstelle zu
dem Mikrocomputer 84 einrichtet, wonach der bidirektionale Datenaustausch zwischen den
Mikrocomputern 84 und 86 in der oben im Detail beschriebenen Art und Weise möglich
gemacht wird.
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Ein digitales IC 80, welches anschlußkonfiguriert ist, um in dem erweiterten Mastermodus zu
arbeiten, kann auch als eine Schnittstelle zu einem zentralen Steuercomputer 88 verwendet
werden, welcher jeder Mikrocomputer oder Mainframe-Computer sein kann, der verwendet
wird, um die mit dem zentralen Steuergerät 76 über die Stromversorgungsleitung 78
verbundenen Außenstationen zu steuern. Da jedes der digitalen ICs 80 ein BUSYN-Signal an den
zugeordneten Computer ausgibt, wenn es entweder eine Nachricht empfängt oder sendet,
erlaubt das vorliegende Kommunikations- und Steuersystem die Verwendung von mehreren
Mastereinheiten in dem gleichen Netz. Bei Betrachtung des zentralen Steuergeräts 76 und des
alternativen Steuergeräts an der Station # 4, welche in dem erweiterten Mastermodus arbeitet,
wird somit jede der Mastereinheiten wissen, wann die andere eine Nachricht sendet, indem
deren BUSYN-Leitung überwacht wird.
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Es ist somit ersichtlich, daß das digitale IC 80 eine extrem vielseitige Vorrichtung ist, die
entweder als adressierbares Laststeuergerät mit Statusantwortvermögen in dem isolierten
Slave-Modus oder als eine adressierbare oder nicht adressierbare Schnittstelle zwischen dem
Netzwerk und einem Mikrocomputer verwendet werden kann, um die bidirektionale
Übertragung von Daten zwischen zwei Mikrocomputer-Steuereinheiten, wie beispielsweise dem
zentralen Steuergerät 76 und den Außenstationen # 3 und # 4 zu ermöglichen.
Netzwerkkommunikationsformat
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Die gesamte Kommunikation in dem Netzwerk 78 ist asynchroner Natur. Die
33-Bit-Nachricht, für deren Senden an das Netzwerk 78 oder deren Empfang von dem Netzwerk 78 das
digitale IC 80 ausgelegt ist, ist speziell gestaltet, um für eine maximale Sicherheit und einen
maximalen Schutz gegen hohe Rauschpegel auf der Stromversorgungsleitung 78 zu sorgen,
während gleichzeitig das Einrichten von Schnittstellen zwischen unterschiedlichen
Mikrocomputern, wie dies vorstehend in Verbindung mit FIG. 1 beschrieben wurde, ermöglicht
wird. Die 33-Bit-Nachricht hat das in FIG. 2 gezeigte Format, wobei die 33 Bits B0 bis B32 in
der Weise gezeigt sind, in welcher sie in dem Schieberegister in dem digitalen IC 80
gespeichert sind, d.h. von links nach rechts, wobei das niedrigstwertige Bit ganz rechts angeordnet
ist. Jede 33-Bit-Nachricht beginnt mit zwei Startbits B0 und B1 und endet mit einem Stoppbit
B32. Die Startbits sind als logische "1" definiert und das Stoppbit ist als logische "0"
definiert. Bei dem offenbarten Kommunikations- und Steuersystem ist eine logische 1 als
vorhandener Träger definiert, und eine logische 0 ist als fehlender Träger definiert, wobei dies für
alle Baud-Raten des modulierten Trägers gilt.
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Das nächste Bit B2 in der 33-Bit-Nachricht ist ein Steuerbit, welches die Bedeutung der
folgenden Nachrichtenbits B3 bis B26 festlegt, welche als Pufferbits bezeichnet werden. Eine
logische "1" als Steuerbit bedeutet, daß die Pufferbits eine Adresse und eine Anweisung für
das digitale IC 80 beinhalten, wenn dieses konfiguriert ist, um entweder in einem isolierten
Slave-Modus oder einem erweiterten Slave-Modus zu arbeiten. Eine logische "0" als Steuerbit
B2 bedeutet, daß die Pufferbits B3 bis B26 Daten beinhalten, die für einen mit einer
Schnittstelle verbundenen Mikrocomputer, wie beispielsweise den Mikrocomputer 84 in FIG. 1,
gedacht sind.
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Die nächsten vier Bits B3 bis B6 nach dem Steuerbit B2 sind Anweisungsbits, wenn und nur
wenn das vorhergehende Steuerbit eine "1" ist. Die Anweisungsbits B3 bis B6 können
dekodiert werden, um eine Anzahl unterschiedlicher Anweisungen an das digitale IC 80
darzustellen, wenn dieses in einem Slave-Modus, entweder in einem isolierten Slave-Modus oder
einem erweiterten Slave-Modus, arbeitet. Die Beziehung zwischen den Anweisungsbits B3
bis B6 und der entsprechenden Anweisung ist in FIG. 3 gezeigt. Wenn alle Anweisungsbits
B3, B4 und B5 "0" sind, wird unter Bezugnahme auf diese Figur eine Lastabschaltanweisung
angezeigt, bei welcher das digitale IC 80 seinen COUT-Anschluß rücksetzt, d.h. im
herkömmlichen Sinn auf logisch 0 geht, so daß die gesteuerte Einrichtung 82 abgeschaltet wird.
Ein X an der Bitposition B6 bedeutet, daß die Lastabschaltanweisung unabhängig von dem
Wert des B6-Bits ausgeführt wird. Falls jedoch das B6-Bit eine "1" ist, antwortet das digitale
IC 80 dem zentralen Steuergerät 76 mit Informationen hinsichtlich des Status der Leitungen
STAT 1 und STAT 2, welchen es von der gesteuerten Einrichtung 82 empfängt. Das Format
der Antwortnachricht ist in Fig. 4 gezeigt und wird nachstehend detaillierter beschrieben.
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Wenn die Anweisungsbits B3 bis B5 100 sind, wird eine Lasteinschaltanweisung dekodiert,
worauf das digitale IC 80 seinen COUT-Anschluß setzt und eine logische 1 auf der COUT-
Leitung an die gesteuerte Einrichtung 82 sendet. Hier veranlaßt eine "1" in dem B6-Bit die
Vorrichtung 80, eine Antwort mit Statusinformation von der gesteuerten Einrichtung 82
zurückzusenden, um anzuzeigen, daß das Kommando ausgeführt wurde.
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Wenn die Anweisungsbits B3 bis B5 110 sind, wird eine Schniffstellenfreigabeanweisung
dekodiert, welche eine Vorrichtung im erweiterten Slave-Modus, wie beispielsweise die
Vorrichtung 80 an der Station # 3, veranlaßt, eine Schnittstelle zu einem zugeordneten
Mikrocomputer, wie beispielsweise dem Mikrocomputer 84, einzurichten. Das digitale IC 80 spricht
auf die Schnittstellenfreigabeanweisung an, indem es ein Unterbrechungssignal an der INT-
Leitung erzeugt, nachdem es eine Nachricht von dem zentralen Steuergerät 76 empfangen hat,
welche die Schnittstellenfreigabeanweisung enthält. Die weitere Funktion des digitalen IC 80
beim Einrichten dieser Schnittstelle wird nachstehend detaillierter beschrieben. Auf ähnliche
Weise veränlaßt die Anweisung 010 das digitale IC 80, die Schniffstelle zu dem
Mikrocomputer 84 zu sperren, so daß dieser Mikrocomputer danach nicht mehr über das Netzwerk 78
kommunizieren kann, bis das digitale IC 80 erneut eine Schnittstellenfreigabeanweisung von
dem zentralen Steuergerät 76 empfängt. In der Schnittstellensperranweisung bedeutet eine "1"
an der B6-Bitstelle, daß die Vorrichtung 80 im erweiterten Slave-Modus eine Antwort an das
zentrale Steuergerät 76 zurücksenden sollte, welche dem zentralen Steuergerät bestätigt, daß
die Mikrocomputerschnittstelle von der Außenvorrichtung 80 gesperrt wurde. Das B6-Bit für
eine Schnittstellenfreigabeanweisung ist immer 0, so daß das digitale IC 80 keine für den
Mikrocomputer 84 bestimmte Daten an das zentrale Steuergerät zurücksendet.
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Falls die Bits B3 bis B5 001 sind, wird eine Blockabschaltanweisung dekodiert. Die
Blockabschaltanweisung ist für Vorrichtungen im isolierten Slave-Modus gedacht, und wenn sie
empfangen wird, ignoriert die Vorrichtung im isolierten Slave-Modus die vier
niedrigstwertigen Bits seiner Adresse und führt einen Blockabschaltvorgang aus. Folglich ermöglicht es die
Blockabschaltanweisung dem zentralen Steuergerät, gleichzeitig 16 Vorrichtungen im
isolierten
Slave-Modus mit einer einzigen abgesendeten Nachricht so zu steuern, daß diese
Slave-Vorrichtungen gleichzeitig ihre zugeordneten gesteuerten Einrichtungen sperren. Falls
die Anweisungsbits B3 bis B5 101 sind, wird in ähnlicher Weise eine
Blockeinschaltanweisung dekodiert, welche gleichzeitig von 16 Vorrichtungen im isolierten Slave-Modus
interpretiert wird, ihre entsprechenden gesteuerten Einrichtungen erneut mit einer Last zu
beaufschlagen. Es sei angemerkt, daß bei den Blockabschalt- und Blockeinschaltanweisungen das
B6-Bit für die Ausführung der Anweisung "0" sein muß. Dies ist vorgesehen, um zu
verhindem, daß alle 16 der angewiesenen Vorrichtungen im isolierten Slave-Modus versuchen, zur
gleichen Zeit zu antworten.
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Falls die Bits B3 bis B5 011 sind, wird eine Schnellabschaltanweisung dekodiert. Als Antwort
auf die Schnellabschaltanweisung führen alle mit dem Netzwerk 78 verbundenen
Vorrichtungen im isolierten Slave-Modus unabhängig von ihrer Gesamtadresse einen
Lastabschaltvorgang aus. Folglich kann das zentrale Steuergerät 76 mittels Senden einer
Schnellabschaltanweisung alle 4096 Vorrichtungen im isolierten Slave-Modus dazu veranlassen, ihre Lasten
im Falle eines Notfalls abzuschalten. Es sei angemerkt, daß die Schnellabschaltanweisung nur
ausgeführt werden kann, wenn das B6-Bit "0" ist.
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Falls die Bits B3 bis B5 alle "1" sind, wird eine Statusanweisung dekodiert, in welcher die
adressierte Vorrichtung im isolierten Slave-Modus keinen Vorgang hinsichtlich seiner
gesteuerten Einrichtung ausführt, sondern nur eine Statusinformation hinsichtlich der zugeordneten
gesteuerten Einrichtung 82 zu dem zentralen Steuergerät 76 zurücksendet.
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Unter Bezugnahme auf das in FIG. 2 gezeigte Nachrichtenbitformat stellen die Bits B10 bis
B21 Adressbits der der Vorrichtung im isolierten Slave-Modus zugewiesenen Adresse dar,
wenn die empfangene Nachricht für eine Vorrichtung im isolierten Slave-Modus gedacht ist,
d.h. wenn das Steuerbit "1" ist. In diesem Modus werden die Bits B7 bis B9 und die Bits B22
bis B26 nicht verwendet. Wenn jedoch in dem erweiterten Modus eine
Schnittstellenfreigabeanweisung abgegeben wird, können die Bits B7 bis B9 und B22 bis B26 für den zugeordneten
Mikrocomputer 84 gedachte Daten enthalten, wie dies nachfolgend detaillierter beschrieben
wird.
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Die Bits B27 bis B31 der empfangenen Nachricht enthalten einen 5bit-BCH-Fehlerprüfcode.
Dieser BCH-Code wird von den ersten 27 Bits der empfangenen 33-Bit-Nachricht entwickelt,
wenn diese ersten 27 Bits in dem seriellen Schieberegister gespeichert werden. Die
Vorrichtung im isolierten Slave-Modus 80 vergleicht dann ihren berechneten BCH-Fehlercode mit
dem in den Bits B27 bis B31 enthaltenen Fehlercode der empfangenen Nachricht. Falls
irgendwelche Bits des innerhalb der Vorrichtung 80 entwickelten BCH-Fehlercodes nicht mit
den entsprechenden Bits in dem in den Bits B27 bis B31 der empfangenen Nachricht
enthaltenen
Fehlercode übereinstimmen, wird ein Übertragungsfehler angezeigt, und die
Vorrichtung 80 ignoriert die Nachricht.
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FIG. 4 zeigt das Nachrichtenformat der 33-Bit-nachricht, welche von der Vorrichtung 80 im
isolierten Slave-Modus als Antwort auf eine Antwortanforderung in der empfangenen
Nachricht, d.h. mittels einer "1" in der B6-Bit-Position, gesendet wird. Die Antwortnachricht der
Vorrichtung im isolierten Slave-Modus weist ein Format auf, das identisch zu dem in FIG. 2
gezeigten Format der empfangenen Nachricht ist, außer daß die Bits B25 und B26 der
Statusanzeige auf der STAT 1- und STAT 2-Leitung entsprechen, die von der gesteuerten
Einrichtung 82 empfangen wird. Da jedoch die Bits B25 und B26 in der empfangenen Nachricht
nicht verwendet wurden, wohingegen sie verwendet werden, um Information in der
Antwortnachricht zu übertragen, kann der alte BCH-Fehlerprüfcode der empfangenen Nachricht beim
Senden einer Rückantwort an das zentrale Steuergerät nicht verwendet werden. Die
Vorrichtung 80 im isolierten Slave-Modus rückerrechnet einen 5-Bit-BCH-Fehlercode basierend auf
den ersten 27 Bits der in FIG. 4 gezeigten Antwortnachricht, wenn diese Bits an das Netzwerk
78 ausgesendet werden. An dem Ende des siebenundzwanzigsten Bits der Antwortnachricht
wird der neue BCH-Fehlercode, welcher in der Vorrichtung 80 basierend auf dem Zustand der
Statusbits B25 und B26 berechnet wurde, zu der gesendeten Nachricht hinzugefügt, worauf
ein Stoppbit mit dem Wert 0 angehängt wird, um die an das zentrale Steuergerät
zurückgehende Antwortnachricht zu vervollständigen.
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FIG. 5 zeigt das Format einer zweiten Nachricht, die an ein digitales IC 80 gesendet wurde,
welches in einem erweiterten Modus arbeitet, wobei angenommen wird, daß die erste
Nachricht eine Schnittstellenfreigabeanweisung, wie oben diskutiert, enthielt. In dem Format von
FIG. 5 ist das Steuerbit "0", was alle Vorrichtungen 80 auf der Stromversorgungsleitung 78
informiert, daß die Nachricht weder eine Adresse noch eine Anweisung enthält. Die nächsten
24 Bit nach dem Steuerbit beinhalten Daten, welche von dem Pufferschieberegister in der
Vorrichtung 80 mittels des zugeordneten Mikrocomputers 84 auszulesen sind.
Allgemeine Beschreibung der Vorrichtung 80
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Bei der veranschaulichten Ausführungsform ist das digitale IC 80 in einem Gehäuse mit 28
gegenüberliegend angeordneten Anschlüssen aufgenommen. Vorzugsweise ist es aus einem
5 µm Siliziumgaffer-CMOS-Gatterfeld aufgebaut. Eine detaillierte Signal- und
Anschlußzuweisung der Vorrichtung 80 ist in FIG. 6 gezeigt. Es sei erwähnt, daß einige Anschlüsse
eine doppelte Funktion haben. Beispielsweise kann ein Anschluß eine Funktion in der
isolierten Slave-Konfiguration und eine andere Funktion in einer Konfiguration im erweiterten
Modus haben. Das folgende ist eine kurze Beschreibung der Terminologie, welche jedem der
Anschlüsse der Vorrichtung 80 in FIG. 6 zugeordnet ist.
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TX: Sendeausgang der Vorrichtung 80. Sendet eine 33-Bit-Nachricht durch ein geeignetes
Kopplungsnetzwerk zu der gemeinsamen Datenleitung 78.
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RX: Der Empfangseingang der Vorrichtung 80. Alle 33-Bit-Netzwerksendungen gelangen
über diesen Anschluß in die Vorrichtung.
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RESTN: aktiver Eingang für Einstellung des Grundzustands bei Wiedereinschalten des
Stromes. Setzt die internen Register in der Vorrichtung 80 rück.
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Vdd: Der Stromversorgungseingang von + 5 V.
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Vss: Die Massereferenz.
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XTAL1 und XTAL2: Die Kristalleingänge. Ein Kristalloszillator mit 3,6864 MHz ± 0,015 %
ist erforderlich.
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BAUD0 und BAUD1: Die Eingänge für die Band-Raten-Auswahl.
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A0 bis A8: Die Anschlüsse für die niederwertigen Adressbits.
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A9/CLK: Doppelfunktionsanschluß. In allen Modi außer dem Testmodus ist dieser Anschluß
der A9-Adreßeingangsanschluß. In dem Testmodus ist dieser Anschluß der Taktgeberabtast
ausgang des digitalen Demodulators in der Vorrichtung 80.
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A10/DEMOD: Ein Doppelfunktionsanschluß. In allen Modi außer dem Testmodus ist dieser
Anschluß der A10-Adreßeingangsanschluß. In dem Testmodus ist dieser Anschluß der
demodulierte Ausgang (DEMOD) des digitalen Demodulators in der Vorrichtung 80.
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A11/CD: Ein Doppelfunktionsanschluß. In allen Modi außer dem Testmodus ist dieser
Anschluß der A11-Adreßeingangsanschluß. In dem Testmodus ist dieser Anschluß der
Wortempfangs-Erfassungsausgang (CD) des digitalen Demodulators in der Vorrichtung 80.
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BUSYN/COUT: Ein Doppelfunktionsausgangsanschluß. In dem erweiterten Slave- oder
erweiterten Master-Modus ist dieser Anschluß der BUSYN-Ausgang der Mikrocomputer-
Schnittstelle. In dem isolierten Slave-Modus ist dieser Anschluß der
Schaltersteuerungsausgang (COUT).
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INT/TOUT: Ein Doppelfunktionsausgangsanschluß. In dem erweiterten Master- oder
erweiterten Slave-Modus ist dieser Anschluß der Unterbrechungsausgang (INT) der
Mikrocomputer-Schnittstelle. In dem isolierten Slave-Modus ist dieser Anschluß ein
Zeitgeber-Steueranschluß (TOUT).
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SCK/STATI: Ein Doppelfunktionseingangsanschluß. In dem erweiterten Master- und
erweiterten Slave-Modus ist dieser Anschluß der serielle Taktgeber (SCK) der
Mikrocomputerschnittstelle. In dem isolierten Slave-Modus ist er einer der beiden Statuseingänge (STAT1).
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RW/STAT2: Ein Doppelfunktionseingangsanschluß. In dem erweiterten Master- oder
erweiterten Slave-Modus ist dieser Anschluß Lese-Schreib-Steuerleitung der
Mikrocomputerschnittstelle (RW). In dem isolierten Slave-Modus ist er einer der beiden Statuseingänge
(STAT2).
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DATA/TIMR: Ein Doppelfunktionsanschluß. In dem erweiterten Master- oder erweiterten
Slave-Modus ist dieser Anschluß der bidirektionale Datenanschluß (DATA) der
Mikrocomputerschnittstelle. In dem isolierten Slave-Modus ist dieser Anschluß eine
Zeitgebersteuerleitung (TIMR).
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Alle Eingangsanschlüsse der Vorrichtung 80 werden mittels interner 10
kΩ-Pull-up-Widerstände auf die +5 V-Versorgungsspannung Vdd gezogen. Vorzugsweise sind diese internen
Pull-up-Widerstände durch geeignet vorgespannte Transistoren innerhalb der Vorrichtung 80
vorgesehen, wie es sich für den Fachmann ohne weiteres versteht.
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Wie obenstehend allgemein diskutiert wurde, ist das digitale IC 80 in verschiedenen
unterschiedlichen Betriebsmodi betriebsfähig, indem einfach externe Verbindungen zu der
Vorrichtung geändert werden. Die Anschlüsse, welche die Betriebsmodi der Vorrichtung 80
steuern, sind die Anschlüsse 1 und 27, die mit MODE1 und MODE0 bezeichnet sind. Die
Beziehung zwischen diesen Anschlüssen und dem ausgewählten Modus ist wie folgt:
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Wenn nur der MODE 1-Anschluß auf Masse gelegt ist, verrnutet der MODE 0-Anschluß eine
logische "1" aufgrund seines internen Pull-up-Widerstands, und das digitale IC 80 arbeitet in
dem isolierten Slave-Modus. In dieser Anschlußkonfiguration wirkt das digitale IC 80 als eine
Schaltersteuerung mit Statusrückkopplung. Die Vorrichtung 80 enthält eine 12-Bit-Adresse,
einen Schaltersteuerausgang (COUT) und zwei Statuseingänge (STAT1) und (STAT2). Die
adressierte Vorrichtung 80 kann angewiesen werden, den Schaltersteuerausgang COUT zu
setzen oder rückzusetzen, mit Statusinformation von seinen beiden Statusanschlüssen zu
antworten
oder beides. Die Vorrichtungen 80 können in 16er-Blocks für
Einwegschaltersteuerkommandos adressiert sein.
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Wenn sowohl der Anschluß MODE 1 als auch MODE 0 auf Masse liegen, arbeitet die
Vorrichtung 80 in einem erweiterten Slave-Modus. In dieser Anschlußkonfiguration enthält die
Vorrichtung 80 eine 12-Bit-Adresse und eine Mikrocomputerschnittstelle. Diese Schnittstelle
erlaubt es dem zentralen Steuergerät 76 und einem Mikrocomputer 84, welcher mit der
Vorrichtung 80 verbunden ist, miteinander zu kommunizieren. Die Schnittstelle ist gesperrt, bis
das zentrale Steuergerät 76 sie freigibt, indem es ein Schnittstellenfreigabekommando an das
adressierte digitale IC 80 sendet. Das zentrale Steuergerät und ein Mikrocomputer
kommunizieren, indem ein serielles Schieberegister in der digitalen Vorrichtung 80 geladen wird. Das
zentrale Steuergerät nimmt dies vor, indem es eine 33-Bit-Nachricht an die Vorrichtung 80
sendet. Dies veranlaßt die Mikrocomputerschnittstelle, den Mikrocomputer 84 zu
unterbrechen, um ihm das Auslesen des Schieberegisters zu erlauben. Der Mikrocomputer 84
kommuniziert mit dem zentralen Steuergerät 76, indem das gleiche Schieberegister geladen wird und
die Vorrichtung 80 angewiesen wird, den Inhalt an das Netzwerk zu senden.
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Wenn nur der Anschluß MODE 0 auf Masse liegt, nimmt der Anschluß MODE 1 eine
logische "1" aufgrund seines internen Pull-up-Widerstands an, und die Vorrichtung 80 arbeitet in
dem erweiterten Mastermodus. In diesem Modus arbeitet die Vorrichtung 80 genauso wie im
erweiterten Slave-Modus, außer daß die Mikrocomputerschnittstelle immer freigegeben ist.
Alle Netzwerksendungen, welche die digitale Vorrichtung 80 erhält, erzeugen
Unterbrechungen an dem zugeordneten Mikrocomputer 84, wodurch es diesem ermöglicht wird, das serielle
Schieberegister der Vorrichtung 80 auszulesen. Ferner kann der Mikrocomputer auch Daten in
das Schieberegister plazieren, um die Vorrichtung 80 zu veranlassen, zu jedem Zeitpunkt an
das Netzwerk zu senden.
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Wenn weder der Anschluß MODE 1 noch der Anschluß MODE 0 auf Masse liegen, nehmen
sie "logische" Werte von "1" an, und die Vorrichtung 80 ist in einem Testmodus konfiguriert,
in welchem einige der externen Signale in dem digitalen Demodulatorabschnitt der
Vorrichtung 80 an Anschlüsse zu Testzwecken ausgegeben werden, wie dies detaillierter beschrieben
wird.
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Wie bisher allgemein diskutiert wurde, ist das digitale IC 80 ausgelegt, um Nachrichten an
unterschiedliche Typen von Netzwerkleitungen zu senden bzw. von diesen zu empfangen, wie
beispielsweise einer herkömmlichen Stromversorgungsleitung, einer festgeschalteten
verdrillten Doppelleitung oder faseroptischen Leitungen. Wenn das digitale IC 80 mit einer
herkömmlichen Wechselstromleitung 78 arbeiten soll, ist die Vorrichtung so
anschlußkonfiguriert, daß sie Daten mit einer Baud-Rate von 300 Bit pro Sekunde empfängt bzw. sendet.
Somit
bestehen für Stromversorgungsleitungsanwendungen die binären Bits aus einem Träger
mit einer Frequenz von 115,2 kHz, welcher mittels Ein-Aus-Abtastens mit einer 300 Baud-
Bitrate moduliert wird. Diese Bitrate wird gewählt, um Bitfehlerraten in der relativ
verrauschten Umgebung der Stromversorgungsleitung 78 zu minimieren. Für
Stromversorgungsleitungsanwendungen ist das digitale IC 80 somit wie in FIG. 7 konfiguriert, wobei die
Anschlüsse BAUD 0 und BAUD 1 der Vorrichtung 80 nicht auf Masse liegen und aufgrund
ihrer internen Pull-up-Widerstände logische Werte von "1" annehmen. Die RX- und
TX-Anschlüsse der Vorrichtung 80 sind durch ein Kopplungsnetzwerk und einen Verstärkungs
begrenzer 90 mit den Stromversorgungsleitungen 78 gekoppelt, wobei dieses
Kopplungsnetzwerk für die erwünschte Isolation zwischen gesendeten und empfangenen Nachrichten
sorgt, so daß eine Zweiwegkommunikation zwischen dem digitalen IC 80 und der
Stromversorgungsleitung 78 ermöglicht wird, wie dies nachfolgend detaillierter beschrieben wird.
Wenn die Vorrichtung 80 wie in FIG. 7 gezeigt anschlußkonfiguriert ist, ist sie intern so
eingestellt, daß sie modulierte Trägernachrichten bei einer Rate von 300 Baud empfängt. Sie ist
auch intern so gesteuert, daß sie Nachrichten bei dieser gleichen Rate von 300 Baud sendet.
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In FIG. 8 ist das digitale IC 80 in Verbindung mit einem Kommunikationsnetzwerk
veranschaulicht, in welchem die gemeinsame Datenleitung eine festgeschaltete verdrillte
Doppelleitung 92 ist. Unter diesen Bedingungen liegt der BAUD 0-Anschluß der Vorrichtung 80 auf
Masse, wohingegen der BAUD 1-Anschluß aufgrund seines internen Pull-up-Widerstands
einen logischen Wert von "1" annimmt. Wenn die Vorrichtung 80 wie in FIG. 8
anschlußkonfiguriert ist, ist sie ausgelegt, um modulierte Trägernachrichten bei einer Rate von 1200 Baud
zu senden und zu empfangen. Die 1200 Baud-Bitrate wird durch die weniger stark verrauschte
Umgebung in der verdrillten Doppelleitung 92 ermöglicht. In der Konfiguration von FIG. 8 ist
das Kopplungsnetzwerk 90 ebenfalls erforderlich, um die Vorrichtung 80 mit der verdrillten
Doppelleitung 92 zu verkoppeln.
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Für eine Hochgeschwindigkeits-Datenkommunikation kann das digitale IC 80 auch
anschlußkonfiguriert werden, um unmodulierte Daten bei einer relativ hohen Bitrate von 38,4 kBaud
zu senden und zu empfangen. Wenn es so konfiguriert ist, ist die Vorrichtung 80 besonders
geeignet, um in einem Kommunikationssystem betrieben zu werden, welches die
faseroptischen Leitungen 94 (FIG. 9) als das Kommunikationsnetzwerkmedium verwendet. Wenn die
Vorrichtung 80 mit den faseroptischen Leitungen 94 finktionieren soll, liegt der BAUD 1 -
Anschluß auf Masse und der BAUD 0-Anschluß nimmt einen logischen Wert von "1"
aufgrund seines internen Pull-up-Widerstands ein, wie dies in FIG. 9 gezeigt ist. In dem
faseroptischen Leitungssystem von FIG. 9 wird das Kopplungsnetzwerk 90 nicht verwendet. Statt
dessen ist der Empfangsanschluß RX der Vorrichtung 80 direkt mit dem Ausgang eines
faseroptischen
Empfängers 96 verbunden, und der Sendeanschluß TX ist mit einem faseroptischen
Sender 98 verbunden. Ein digitales IC 80 in dem zentralen Steuergerät 76 ist ebenfalls mittels
eines geeigneten Sender-Emplänger-Paars 100 mit den faseroptischen Leitungen 94
verbunden. Der faseroptische Empfänger 96 bzw. der faseroptische Sender 98 können jede geeignete
Anordnung sein, in welcher der RX-Anschluß mit einer geeigneten Photodetektor- und
Verstärkeranordnung verbunden ist und der RX-Anschluß mit einer geeigneten modulierten
Lichtquelle, wie beispielsweise einer Photodiode, verbunden ist. Beispielsweise kann das
Sender-Empfänger-Paar vom Typ Hewlett Packard HFBR-1501/2502 verwendet werden, um
das digitale IC 80 mit den faseroptischen Leitungen 94 zu verbinden. Ein solches Sender-
Empfänger-Paar arbeitet bei TTL-kompatiblen Logikpegeln, welche für ein direktes Anlegen
an die RX- bzw. TX-Anschlüsse der Vorrichtung 80 zufriedenstellend sind.
Isolierter Slave-Modus
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In Fig. 10 ist eine typische Konfiguration für die Vorrichtung 80 gezeigt, wenn diese in dem
isolierten Slave-Modus betrieben wird. Unter Bezugnahme auf diese Figur werden +5 V
Gleichspannung an den Vdd-Anschluß angelegt, und der Vss-Anschluß liegt auf Masse. Ein
Kristall 102, der bei 3,6864 ± 0,0015 % MHz arbeitet, ist mit dem OSC1- und dem OSC2-
Anschluß der Vorrichtung 80 verbunden. Jede Seite des Kristalls ist durch einen Kondensator
104 bzw. 106 mit Masse verbunden, und ein Widerstand 108 ist über den Kristall 102
angeschlossen. Vorzugsweise haben die Kondensatoren 104, 106 einen Wert von 33 pF, und der
Widerstand 108 hat einen Wert von 10 MΩ. Die Baud-Rate, bei welcher die Vorrichtung 80
betrieben werden soll, kann mittels der Baudratenschalter 110 ausgewählt werden. In der
Ausführungsform von Fig. 10 sind diese Schalter offen, was bedeutet, daß die Vorrichtung 80 bei
einer Baud-Rate von 300 Baud arbeitet, was für eine Netzwerkkommunikation über
Stromversorgungsleitungen geeignet ist. Der MODE 1-Anschluß liegt auf Masse, und der MODE0-
Anschluß ist nicht angeschlossen, so daß die Vorrichtung 80 in einem isolierten Slave-Modus
arbeitet. Ein Kondensator 112 mit einem Wert von 0,1 µF ist mit dem RESETN-Anschluß der
Vorrichtung 80 verbunden. Wenn der Vdd-Anschluß der Vorrichtung 80 mit Strom versorgt
wird, kann sich der Kondensator 112 nicht sofort aufladen und erzeugt folglich ein
Rücksetzsignal von "0", welches verwendet wird, um verschiedene Logikkreise in dem digitalen IC 80
rückzusetzen. Ferner zwingt ein Power-on-reset-Signal (Signal zur Einstellung des
Grundzustands bei Wiedereinschalten des Stromes) den COUT-Ausgang der Vorrichtung 80 auf eine
logische "1". Als Ergebnis wird die gesteuerte Einrichtung, wie beispielsweise die Relaisspule
114, über den bezeichneten Transistor 116 mit Strom versorgt, wenn das digitale IC 80 mit
Strom versorgt wird. Der Zustand des Relais 114 wird durch die Statusinformationsschalter
118 angezeigt, welche gemäß dem dem gesteuerten Relais 114 zugeführten Signal geöffnet
oder geschlossen sind. Zwei Statusinformationsschalter sind für die beiden Leitungen STAT1
und STAT2 vorgesehen, obschon nur eine einzelne Einrichtung über die COUT-Steuerleitung
gesteuert wird. Folglich kann eine Statusleitung mit der COUT-Leitung verbunden werden,
um zu bestätigen, daß das COUT-Signal tatsächlich erzeugt wurde, und die andere
Statusleitung kann mit Hilfskontakten an dem Relais 114 verbunden werden, um zu bestätigen, daß
die Lastanweisung tatsächlich ausgeführt wurde.
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Eine Reihe von zwölf Adreß-Schaltern 120 kann selektiv mit den Adreßanschlüssen A0 bis
All verbunden werden, um für ein digitales Eingangssignal zu der Adreßvergleichsschaltung
in dem digitalen IC 80 zu sorgen. Jeder Adreßanschluß, welcher mittels der Schalter 120 nicht
auf Masse liegt, nimmt einen logischen "1"-Wert innerhalb der Vorrichtung 80 mittels der
Verwendung von internen Pull-up-Widerständen an jedem Adreßanschluß an. In diesem
Zusammenhang versteht es sich, daß die Vorrichtung 80, und die dazu zugeordneten externen
Komponenten, einschließlich des Kopplungsnetzwerks 90, alle auf einer kleinen PC-Platine
oder -Karte angeordnet sein können, welche direkt der gesteuerten Einrichtung, wie
beispielsweise dem Relais 114, zugeordnet werden kann. Ferner können das digitale IC 80 und
die ihm zugeordneten Komponenten extrem klein sein, so daß sie tatsächlich in dem Gehäuse
der Einrichtung angeordnet werden können, welche sie steuern. Falls die Vorrichtung 80
verwendet wird, um ein Relais für einen Heißwasserheizer oder einen Gefrierschrank in einer
Wohnung zu steuern, kann sie direkt einem solchen Relais zugeordnet werden und über die
Hausverkabelung der Wohnung Nachrichten zum Steuern des Relais empfangen. Falls die
gesteuerte Einrichtung keine 5 V-Quelle zur Stromversorgung des digitalen IC 80 aufweist, kann
das Kopplungsnetzwerk 90 für eine solche Stromversorgung direkt von der
Stromversorgungsleitung 78 sorgen, wie dies im folgenden detaillierter beschrieben wird.
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In einigen Situationen ist es wünschenswert, für ein Lastabschaltemerkmal mit variabler
Zeitgebung für besondere Anwendungen im isolierten Slave-Modus zu sorgen. Falls das digitale
IC 80 verwendet wird, um einen Heißwasserheizer oder einen Gefrierschrank zu steuern, kann
es von einem zentralen Steuergerät gesteuert werden, so daß der Gefrierschrank oder der
Heißwasserheizer während Spitzenlastzeiten gemäß einem vorbestimmten Zeitplan
ausgeschaltet werden können (Lastabschaltanweisung). Unter diesen Umständen wäre es
wünschenswert, für eine Einrichtung mit variabler Zeitgebung zum Wiedereinschalten der
Stromversorgung des gesteuerten Gefrierschrank oder des Wasserheizers in dem Fall zu sorgen,
wenn das zentrale Steuergerät keine Nachricht sendete, welche das digitale IC 80 anwies, die
Last wieder einzuschalten. Solch ein Lastabschaltungsmerkmal mit variabler Zeitgebung kann
mittels Verwendung der in FIG. 11 gezeigten Anordnung auf einfache Weise erzielt werden,
wobei ein variabler Zeitgeber 130 mit dem digitalen IC 80 verbunden ist. Der variable
Zeitgeber 130 kann eine kommerzielle Einrichtung vom Typ MC 14536 sein, der von Motorola Inc.
und anderen hergestellt wird.
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In der Anordnung von FIG. 11 ist die COUT-Leitung des digitalen IC 80 mit dem
Rücksetzanschluß des variablen Zeitgebers 130 und ferner mit einem internen NOR-Gatter U625 der
Vorrichtung 80 verbunden, dessen Ausgang invertiert ist. Die TOUT-Ausgangsleitung der
Vorrichtung 80 ist mit dem Takthemmanschluß des Zeitgebers 130 verbunden, und der
Dekodierausgangsanschluß dieses Zeitgebers ist mit dem TIMR-Eingangsanschluß der Vorrichtung
80 verbunden. Die Vorrichtung 80 ist in FIG. 11 auch in dem isolierten Slave-Modus von
FIG. 10 angeschlossen, in welchem die TOUT- und TIMR-Leitungen freigegeben sind. In der
Ausführungsform von FIG. 11 ist das gesteuerte Relais 114 mit der TOUT-Leitung anstatt mit
dem COUT-Anschluß der Vorrichtung 80 verbunden. Der Zeitgeber 130 weist einen internen
Taktgeber auf, dessen Frequenz mittels der externen Widerstände 132 und 134 und dem
Kondensator 136 bestimmt werden kann, wie es sich für den Fachmann ohne weiteres versteht.
Ferner weist der Zeitgeber 130 eine Anzahl von Zeitgebereingangsanschlüssen A, B, C und D
auf, mit welchen Wahlschalter 138 für die Abschaltzeit selektiv verbunden sein können, um
für ein gewünschtes variables Zeitgeberintervall zu sorgen.
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Wenn das digitale IC 80 in FIG. 11 mit Strom versorgt wird, erzeugt eine
Grundzustandseinstellung bei Wiedereinschalten des Stromes eine logische "1" (Lasteinschaltzustand) an dem
COUT-Anschluß. Dieses Signal wird an den Rücksetzanschluß des Zeitgebers 130 angelegt,
was den Zeitgeber zum Rücksetzen zwingt und seinen Dekodierausgangsanschluß auf "Low"
setzt. Dieser Dekodierausgangsanschluß ist mit der TIMR-Leitung der Vorrichtung 80
verbunden, welche intern mit dem NOR-Gatter U625 verbunden ist. Da der TOUT-Anschluß die
logische ODER-Verknüpfung von COUT und dem Dekodierausgang des Zeitgebers 130 ist,
ist der TOUT-Anschluß bei der Grundzustandseinstellung bei Wiedereinschalten des Stromes
eine logische "1", und das Relais 114 befindet sich in einem Lasteinschaltzustand. Wenn die
COUT-Leitung in Abhängigkeit von einer Lastabschaltanweisung an die Vorrichtung 80
rückgesetzt wird, wird es dem Zeitgeber 130 erlaubt, mit dem Zählen zu beginnen, und der
TOUT-Anschluß ist eine logische "0", was ein Abschalten der Last bewirkt. Wenn der
Zeitgeber 130 bis zu einer von den Wahlschaltern 138 für die Abschaltzeit bestimmten Zahl
hochzählt, wird sein Dekodierausgangsanschluß "High", was den TOUT-Anschluß auf "High"
bringt, d.h. zurück in den Lasteinschaltzustand, und den Zeitgeber-Taktgeber hemmt. Falls
das zentrale Steuergerät vergißt, das Relais 114 mittels einer zu der Vorrichtung 80
gesendeten Netzwerknachricht einzuschalten, nimmt der Zeitgeber 130 nach einem vorbestimmten
Zeitintervall automatisch ein Einschalten der Last vor.
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In FIG. 12 sind die Hauptkomponententeile des digitalen ICs 80 in Form eines
Blockdiagramms gezeigt, wenn die Vorrichtung 80 in dem isolierten Slave-Modus betrieben wird und
ausgelegt ist, um eine über das Netzwerk 78 gesendete Nachricht zu empfangen, welche eine
Lastabschaltanweisung beinhaltet. Die eingehende Nachricht wird in dem Kopplungsnetzwerk
90 verstärkt und begrenzt, wie dies nachfolgend detaillierter beschrieben wird, und sie wird an
den RX-Anschluß (Anschluß 6) des digitalen ICs 80 angelegt. Es versteht sich, daß die
eingehende Nachricht ein 33-Bit-Nachrichtensignal in dem vorstehend in Verbindung mit FIG. 2
beschriebenen Format ist. Diese eingehende Nachricht wird in einem digitalen Demodulator
150 demoduliert, der auch die Startbit-Erfassungs- und Rahmungs-(framing)-Logik enthält,
die zum Setzen der Bitintervalle der eingehenden asynchronen Nachricht erforderlich ist, die
über das Netzwerk 78 an die Vorrichtung 80 gesendet wird. Der digitale Demodulator und
seine begleitende Rahmungs-Logik werden im folgenden in Verbindung mit einer
Beschreibung des detaillierten schematischen Diagramms der Vorrichtung 80 beschrieben, das in den
Figuren 18 bis 33 gezeigt ist.
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Die Ausgabe des Demodulators 150 wird einem allgemein mit 152 bezeichneten seriellen
Schieberegister zugeführt. Das serielle Schieberegister 152 weist eine Serie von 26 seriell
verbundenen Stufen auf, wobei die ersten 24 Stufen ein Puffer sind und die Bits B3 bis B26
(FIG. 2) der empfangenen Nachricht speichern. Die nächste Stufe ist das Steuerbitregister
U528, welche das Steuerbit B2 (FIG. 2) der empfangenen Nachricht speichert. Die letzte Stufe
des seriellen Schieberegisters 152 ist ein Startbitregister U641, welches die Bits B0 und B1
(FIG. 2) der empfangenen Nachricht speichert. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert,
daß die beiden Startbits B0 und B1 jeder Nachricht beide einen logischen Wert von "1" haben
und folglich ein Trägersignal bilden, welches sich über zwei Bit-Intervalle erstreckt, so daß
beide Bits in dem einzelnen Register U641 gespeichert werden können. In diesem
Zusammenhang sei angemerkt, daß alle Logikkomponenten mit U-Nummern sich auf das
entsprechende Logikelement beziehen, das in dem Gesamtschema des digitalen ICs 80, das in den
Figuren 18 bis 33 gezeigt ist, im Detail gezeigt ist. Das serielle Schieberegister 152 wird von
links von der demodulierten Ausgabe des Demodulators 150 geladen, welche an den
Dateneingang des Registers 152 angelegt wird, wobei diese Daten mittels
Pufferverschiebetaktpulsen (BSHFCLK) in das Register 150 eingetaktet werden, welche von dem Demodulator 150
an dem Ende eines jeden Bit-Intervalls in einer nachfolgend detaillierter beschriebenen Weise
erzeugt werden. Folglich wird die eingehende Nachricht so lange durch das Register 152
geschoben, bis das Startbitregister U641 mittels der beiden Startbits B0 und B1 auf einen
logischen Wert von "1" gesetzt wird. In diesem Zusammenhang versteht es sich, daß die Bits der
eingehenden Nachricht in dem Pufferbereich des Registers 152 in der in Fig. 2 gezeigten
Weise gespeichert werden, wobei das niedrigstwertige Bit B3 in dem Register nächst dem
Steuerbitregister U528 gespeichert wird.
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Wenn die demodulierten Datenbits auf diese Weise in das serielle Schieberegister 152 geladen
werden, werden sie auch gleichzeitig einer BCH-Fehlercode-Berechnungseinheit zugeführt,
die allgemein mit 154 bezeichnet ist. Der DEMOD-Ausgang des Demodulators 150 wird über
einen Schalter 156 dem Eingang der BCH-Fehlercode-Berechnungseinheit 154 zugeführt, und
der Ausgang dieser Berechnungseinheit ist über den Schalter 158 mit einem Umlaufeingang
verbunden. Die BCH-Fehlercode-Berechnungseinheit 154 weist eine Serie von fünf seriell
verbundenen Schieberegisterstufen auf, und wenn die Schalter 156 und 158 in der in FIG. 12
gezeigten Stellung sind, berechnet die Berechnungseinheit 154 einen 5-Bit-Fehlercode
basierend auf den ersten 27 Nachrichtenbits, welche es von dem Demodulator 150 emplängt, wenn
diese Bits in dem seriellen Schieberegister 152 gespeichert werden.
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Die Taktgeberpulse auf der BSHFCLK-Leitung, welche verwendet werden, um das serielle
Schieberegister 152 weiterzuschalten, werden auch einem Nachrichtenbitzähler 160 zugeführt.
Der Zähler 160 ist ein sechsstelliger Zähler, welcher eine Ausgabe an seiner Wortende
(EOW)-Ausgangsleitung erzeugt, wenn er auf 32 hochgezählt hat. In diesem Zusammenhang
sei bemerkt, daß unter Verwendung von zwei logische-"1"-Startbits, die als eine Einheit
gezählt werden, die Gesamtnachrichtenlänge mittels einer Digitallogik gezählt werden kann,
während mittels des längeren Startbitintervalls für eine erhöhte Rauschunempfindlichkeit
gesorgt wird.
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Der Nachrichtenbitzähler 160 setzt auch ein Latch an dem Ende des sechsundzwanzigsten
Nachrichtenbits und erzeugt ein Freigabesignal auf seiner GT26-(größer als
26)-Ausgangsleitung. Das GT26-Signal steuert die Schalter 156 bzw. 158 so, daß nach dem
sechsundzwanzigsten Nachrichtenbit der DEMOD-Ausgang des Demodulators 150 einem BCH-Komparator
162 zugeführt wird, welchem die Ausgabe der BCH-Fehlercodeberechnungseinheit 154
ebenfalls zugeführt wird. Zur gleichen Zeit wird der Schalter 158 mittels des GT26-Signals
geöffnet, so daß der in der Berechnungseinheit 154 berechnete BCH-Fehlercode bei einem Wert
festgehalten wird, der den ersten 26 Bit der empfangenen Nachricht entspricht. Da der
Demodulator 150 weiter BSHFCLK-Pulse der Berechnungseinheit 154 zuführt, wird der in der
Berechnungseinheit 154 erzeugte BCH-Fehlercode dann herausgeschoben und Bit für Bit mit
den nächsten fünf Bits der empfangenen Nachricht, d.h. den Bits B27 bis B31 (FIG. 2),
verglichen, welche den BCH-Fehlercodeabschnitt der eingehenden empfangenen Nachricht
bilden und dem anderen Eingang des BCH-Komparators 162 zugeführt werden. Falls alle fünf
Bits des in der Berechnungseinheit 154 berechneten BCH-Fehlercodes den fünf Bits des in
den Bits B27 bis B31 der empfangenen Nachricht enthaltenen BCH-Fehlercode entsprechen,
erzeugt der Komparator 162 eine Ausgabe auf seiner BCHOK-Ausgangsleitung.
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Das digitale IC 80 weist auch einen Adress-Dekodierer auf der allgemein mit 164 bezeichnet
ist und eine Serie von 12 Exclusiv-ODER-Gattem und die damit verbundene Logik aufweist.
Es sei aus der vorstehenden Beschreibung von FIG. 2 in Erinnerung gerufen, daß die Bits B11
bis B22 einer empfangenen Nachricht eine Adresse entsprechend der bestimmten Vorrichtung
im isolierten Slave-Modus enthalten, mit welcher das zentrale Steuergerät kommunizieren
will. Ferner sei aus der vorstehenden Beschreibung von FIG. 10 in Erinnerung gerufen, daß die
Adresswahlschalter 120 gemäß der jeder bestimmten Vorrichtung im isolierten Slave-Modus
zugewiesenen Adresse mit den Adressanschlüssen A0 bis A11 des digitalen ICs 80 verbunden
sind. Der Adressdekodierer 164 vergleicht die Einstellung der Adresswahlschalter 120 mit der
in den Bits B11 bis B22 des Pufferabschnitts des seriellen Schieberegisters 152 gespeicherten
Adresse. Falls die beiden Adressen übereinstimmen, erzeugt der Dekodierer 164 eine Ausgabe
auf seiner Adresse-in-Ordnung (ADDOK)-Ausgangsleitung.
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Das digitale IC 80 weist auch einen Anweisungsdekodierer 166 auf, welcher die Ausgaben der
Pufferstufen entsprechend den Bits B3 bis B6 (FIG. 2) dekodiert, welche die Anweisung
enthalten, welche die adressierte Vorrichtung im isolierten Slave-Modus ausführen soll. Wenn
man annimmt, daß die Bits B3 bis B5 alle einen logischen Wert von "0" haben, wird eine
Lastabschaltanweisung dekodiert, wie dies in FIG. 3 gezeigt ist, und der
Anweisungsdekodierer 166 erzeugt eine Ausgabe auf seiner Lastabschaltungsleitung (SHEDN).
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Wie allgemein vorstehend diskutiert wurde, hat das Steuerbit B2 einer für eine Vorrichtung
im isolierten Slave-Modus gedachten Nachricht immer einen logischen Wert von "1", was
anzeigt, daß die Bits B3 bis B26 dieser Nachricht Adressbits und Anweisungsbits beinhalten,
welche in den Dekodierem 164, 166 des digitalen IC 80 verglichen und dekodiert werden
müssen. Wenn das Steuerbitregister U528 in dem seriellen Schieberegister 152 gesetzt ist,
wird ein Freigabesignal über die CONTROL-Ausgangsleitung des Registers U528 den
Ausführungslogikkreisen 170 zugeführt. Die BCHOK-Ausgangsleitung des Komparators 162, die
EOW-Ausgangsleitung des Nachrichtenbitzählers 160 und die ADDOK-Ausgangsleitung des
Adressdekodierers 164 werden ebenfalls den Ausführungslogikkreisen 170 zugeführt. Wenn
der Nachrichtenbitzähler 160 anzeigt, daß das Ende der Nachricht erreicht wurde, zeigt
folglich der Komparator 162 an, daß alle Bits des empfangenen BCH-Fehlercodes mit dem in der
Berechnungseinheit 154 berechneten Fehlercode übereinstimmten, der Adressdekodierer 164
zeigt an, daß die Nachricht für diese bestimmte Vorrichtung im isolierten Slave-Modus
gedacht ist, und das Steuerbitregister U558 ist gesetzt, die Logikschaltkreise 170 erzeugen ein
Ausgangssignal auf der EXECUTE-Leitung, welche mit dem SHEDN-Ausgang des
Anweisungsdekodierers
in dem NAND-Gatter U649 in einer UND-Verknüpfung steht, wobei der
Ausgang des NAND-Gatters U649 verwendet wird, um ein Lastabschalte-Latch U651 und
U692 rückzusetzen, so daß der COUT-Ausgangsanschluß des digitalen ICs 80 einen logischen
Wert von "0" annimmt, und die Stromversorgung der gesteuerten Einrichtung 82 (FIG. 1) wird
abgeschaltet. Die Vorrichtung im isolierten Slave-Modus führt somit die in der empfangenen
Nachricht enthaltene Anweisung aus, um die Last der gesteuerten Einrichtung 82
abzuschalten. Wie dies allgemein vorstehend diskutiert wurde, wird, wenn die Stromversorgung des
digitalen IC 80 eingeschaltet wird, das Lastabschalte-Latch anfänglich mittels des auf der
PONN-Leitung erscheinenden Signals rückgesetzt, so daß die COUT-Leitung "high" wird,
wenn eine Versorgungsspannung von +5 V an die Vorrichtung 80 angelegt wird.
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Wenn das Nachrichtenbit B6 (FIG. 3) einen logischen Wert von "1" aufweist, führt die
Vorrichtung im isolierten Slave-Modus nicht nür eine Lastabschaltanweisung in der in
Verbindung mit FIG. 12 beschriebenen Weise aus, sondern sie ist auch ausgelegt, um eine
Antwortnachricht an das zentrale Steuergerät wie in FIG. 4 gezeigt zurückzusenden. In dieser
Antwortnachricht enthalten die Bits B25 und B26 die beiden Statuseingaben STAT1 und STAT2,
welche auf den Anschlüssen 26 bzw. 25 des digitalen IC 80 erscheinen. Sehr allgemein
betrachtet wird diese Antwortnachricht erzeugt, indem die Daten herausgeschoben werden,
welche in dem seriellen Schieberegister 152 gespeichert wurden, und indem diese Daten
verwendet werden, um einen 115,2 kHz-Träger im Ein-Aus-Verfahren abzutasten, welcher dann dem
TX-Ausgangsanschluß der Vorrichtung 80 zugeführt wird. Gemäß einem wichtigen Aspekt
des offenbarten Systems werden die Statussignale, die an den STAT1- und
STAT2-Eingangsanschlüssen der Vorrichtung 80 erscheinen, welche den Zustand des gesteuerten Relais
darstellen, nicht verwendet, um die Statusbits B25 und B26 der Antwortnachricht zu setzen, ehe
15 Bits aus dem seriellen Schieberegister 152 ausgelesen sind. Dies gibt den Relaiskontakten
beträchtliche Zeit zur Ruhe zu kommen, bevor ihr Status zu der Antwortnachricht hinzugefügt
wird, welche an das zentrale Steuergerät zurückgesendet wird.
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In FIG. 13 ist die Funktionsweise der Vorrichtung im isolierten Slave-Modus beim
Formatieren und Absenden einer solchen Antwortnachricht zurück zu dem zentralen Steuergerät in
Blockdiagrammform gezeigt. Unter Bezugnahme auf diese Figur wird angenommen, daß eine
Nachricht von dem zentralen Steuergerät empfangen und in dem seriellen Schieberegister 152
in der in Verbindung mit FIG. 12 oben detailliert beschriebenen Weise gespeichert wurde. Es
wird ferner angenommen, daß das Steuerbit B2 der empfangenen Nachricht einen logischen
Wert von "1" hat und daß das in dem Pufferbereich des Registers 152 gespeicherte
Nachrichtenbit B6 einen logischen Wert von "1" hat, was die Vorrichtung im isolierten Slave-Modus
anweist, eine Antwortnachricht zu dem zentralen Steuergerät zurückzusenden. Wenn das B6-
Bit einen Wert von "1" hat, erzeugt der Anweisungsdekodierer 166 ein Ausgangssignal an
seiner COM3-Ausgangsleitung. Die Ausführungslogik-Schaltkreise 170 (siehe FIG. 12)
erzeugen ferner an dem Ende der empfangenen Nachricht ein EXECUTE-Signal, wenn die oben
in Verbindung mit FIG. 12 im Detail beschriebenen Bedingungen auftreten. Wenn ein
EXECUTE-Signal erzeugt wird, liefert ein Antwort-Latch 172 ein Ausgangssignal, welches
verwendet wird, um ein Status-Latch 174 zu setzen. Das Status- Latch 174 sorgt für ein
Steuersignal für die Status-Steuerlogik 176. Jedoch wird der Zustand der Statusanschlüsse STAT1
und STAT2 nicht verwendet, um die entsprechenden Stufen des Pufferbereichs des seriellen
Schieberegisters 152 zu setzen, ehe 15 Bits aus dem Register 152 herausgeschoben wurden.
Zu diesem Zeitpunkt liefert der Nachrichtenbitzähler 160 ein Ausgangssignal an seiner "15"-
Ausgangsleitung, welches in der Status-Steuerlogik 176 verwendet wird, um die
entsprechenden Stufen des Pufferbereichs des Registers 152 zu setzen, wobei diese Stufen der Anordnung
der Bits B25 und B26 in der Antwortnachricht entsprechen, nachdem 15 Bits aus dem
Register 152 herausgeschoben wurden. Beim Betrachten der Art und Weise, auf welche die
empfangene Nachricht, welche in dem seriellen Schieberegister 152 gespeichert wurde,
herausgeschoben wird, um eine Antwortnachricht zu bilden, sei daran erinnert, daß eine Nachricht,
welche über das Netzwerk 78 übertragen wird, zwei Startbits mit einem logischen Wert von
"1" erfordert. Falls jedoch die Nachricht empfangen wurde, wurde sie anfänglich mittels
Erfassen des Vorhandenseins des Trägers auf dem Netzwerk 78 für die Dauer von 2 Bits erfaßt,
und folglich sind die beiden Startbits der empfangenen Nachricht als ein einzelnes Bit in dem
Startbitregister U641 gespeichert. Wenn eine Antwortnachricht über das Netzwerk gesendet
werden soll, ist es erforderlich, für einen modulierten Träger von 2 Bit Dauer in Abhängigkeit
von dem einzelnen Startbit zu sorgen, welches in dem Register U641 gespeichert ist. Um dies
zu erreichen, wird ein Sende-Strobe-Signal (TXSTB) von dem Antwort-Latch 172 abgeleitet
und durch das NOR-Gatter U601 gekoppelt, um ein 1 Bit-Verzögerungs-Flipflop 178
rückzusetzen, dessen D-Eingang mit der 5 V-Versorgungsspannung Vdd verbunden ist. Als Ergebnis
ist der QN-Ausgang des Flipflops 178 invertiert, um für ein Sende-Strobe-A-(TXSTBA)-
Signal zu sorgen, welches ein Sende-Steuer-Latch 180 setzt. Wenn das Latch 180 gesetzt ist,
sorgt es für ein Sende-Ein-(TXONN)-Signal, welches verwendet wird, um die
Rahmungszähler in dem Demodulator 150 freizugeben, so daß sie beginnen, für BSHFCLK-Pulse in
1 Bit-Intervallen zu sorgen.
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Für die ersten 26 Bits der Antwortnachricht ist der Ausgang des Startbitregisters U641 über
einen Schalter 190 mit einem Sende-Flipflop 182 verbunden, welches ebenfalls mittels des
TXSTBA-Signals gesetzt und in einem gesetzten Zustand gehalten wird, so daß es nicht auf
den ersten BSHFCLK-Puls anspricht, welcher an seinen Takteingang angelegt wird. Zum
selben Zeitpunkt wird der QN-Ausgang des 1 Bit-Verzögerungs-Flipflops 178 mit dem ersten
BSHFCLK-Puls in dem NAND-Gatter U668 kombiniert, um für ein Signal zu sorgen,
welches ein Sendefreigabe-Latch 184 setzt. Wenn das Sendefreigabe-Latch 184 gesetzt ist, sorgt
es für ein Freigabesignal an den Modulator 186, welchem auch ein Trägersignal mit einer
Frequenz von 115,2 kHz von dem digitalen Demodulator 150 zugeführt wird. Wenn das
Sende-Flipflop 182 anfänglich durch das Wechseln der TXTSBA-Leitung auf "Low" gesetzt
wird, liefert es an seinem Q-Ausgang eine 1 an den Modulator 186. Wenn das Sendefreigabe-
Latch 184 ein Freigabesignal an den Modulator 186 liefert, wird folglich ein
Trägerausgangssignal dem TX-Ausgangsanschluß der Vorrichtung 80 und dem Netzwerk 78 zugeführt.
Während dieses anfänglichen Sendens des Trägers während des ersten Startbit-Intervalls
werden die Daten in dem seriellen Schieberegister 152 nicht herausgeschoben, da die BSHFCLK-
Pulse an den Takteingang des Registers 152 durch das NAND-Gatter U697 blockiert sind.
Das NAND-Gatter U697 hat als zweiten Eingang ein Signal von der GT26N-Ausgangsleitung
des Nachrichtenbitzählers 160, welches "High" ist, bis 26 Bits aus dem Register 152
herausgeschoben wurden. Jedoch ist ein dritter Eingang in das NAND-Gatter U697 die TXSTBA-
Leitung, welche den "Low"-Pegel einnahm, als das 1 Bit-Verzögerungs-Flipflop 178
rückgesetzt wurde. Folglich wird der erste BSHFCLK-Puls nicht an den Takteingang des Registers
152 angelegt, obschon dieser Puls das Sende-Freigabe-Latch 184 setzt und die Trägerausgabe
freigibt, um für das erste Bit-Intervall dem TX-Ausgangsanschluß zugeführt zu werden.
Jedoch wird ein kurzes Intervall nach dem ersten BSHFCLK-Puls ein verzögerter
Schiebetaktpuls (DSHFHCLK), der ebenfalls in der Rahmungslogik des Demodulators 150 erzeugt
wird, dem Takteingang des 1 Bit-Verzögerungs-Flipflops 178 zugeführt, so daß die
TXSTBA-Leitung "High" wird, kurz nachdem der erste BSHFCLK-Puls auftritt. Wenn die
TXSTBA-Leitung "High" wird, gelangen die BSHFCLK-Pulse durch das NAND-Gatter
U697 und schieben Daten aus dem Register 152 und dem seriell verbundenen Sende-Flipflop
182 zu dem Modulator 186 heraus, so daß das einzelne Startbit, das in dem Register U641
gespeichert ist und die verbleibenden Bits B2 bis B26 der empfangenen Nachricht die
Modulation des dem TX-Ausgangsanschluß zugeführten Trägers steuern. In diesem Zusammenhang
sei angemerkt, daß die BSHFCLK-Pulse auch dem Takteingang des Sende-Flipflops 182
zugeführt werden, um die serielle Datenverschiebung zu dem TX-Ausgangsanschluß zu
erlauben. Wenn die TXSTBA-Leitung jedoch "Low" ist, hält sie, wie oben diskutiert, das Flipflop
182 im gesetzten Zustand, so daß es nicht auf den ersten BSHFCLK-Puls anspricht.
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Beim Betrachten der Art und Weise, auf welche die STAT1- und STAT2-Statussignale von
der gesteuerten Einrichtung zu der Antwortnachricht hinzugefügt werden, sei daran erinnert,
daß die Pufferstufen so lange nicht gemäß den Signalen auf dem STAT1- und
STAT2-Anschluß gesetzt werden, bis 15 Bits aus dem Register 152 herausgeschoben wurden, um Zeit zu
gewähren, daß die Relaiskontakte der gesteuerten Einrichtung eine Endstellung einnehmen.
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Es sei auch daran erinnert, daß das B25- und B26-Bit der empfangenen Nachricht für zu einer
Antwortnachricht hinzuzufügende Statusbits reserviert sind, so daß das letzte aktive Bit in der
empfangenen Nachricht das Bit B24 ist. Wenn das B24-Bit 15mal geschoben wurde, erscheint
es in der B9-Stufe des Pufferbereichs des seriellen Schieberegisters 152. Folglich können die
Zustände der Statusanschlüsse STAT1 und STAT2 in die B10- und B11-Stufen des Puffers
nach der fünfzehnten Datenverschiebung in dem Register 152 gesetzt werden. Zu diesem
Zeitpunkt erzeugt der Nachrichtenbitzähler 160 ein Signal auf der "15"-Ausgangsleitung, welches
zu der Statussteuerlogik 176 gesendet wird. Diese Logik wurde freigegeben, als das Status-
Latch 174 als Antwort auf ein COM3-Signal gesetzt wurde, welches anzeigte, daß die
Antwort angefordert wurde. Folglich spricht die Statussteuerlogik dann auf das "15"-Signal an,
indem die Stufen B10 und B11 gemäß den Potentialen auf den Anschlüssen STAT1 und
STAT2 gesetzt werden. In diesem Zusammenhang versteht es sich, daß die Stufen B10 und
B11 des Puffers anfänglich einen Teil der Adresse in der empfangenen Nachricht enthielten.
Nachdem jedoch die empfangene Nachricht um 15 Bit während des Sendens der
Antwortnachricht verschoben wurde, sind die Stufen B10 und B11 frei, um gemäß den
Statusanschlüssen STAT1 und STAT2 gesetzt zu werden, und dieser Status wird als Teil der
Antwortnachricht an den B25- und B26-Bitstellen ausgesendet.
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Wie oben allgemein diskutiert wurde, ist es erforderlich, einen neuen BCH-Fehlercode für die
Antwortnachricht zu berechnen, welche an das zentrale Steuergerät zurückgesendet wird, da
die Statusbits B25 und B26 nun Statusinformation enthalten können, wo sie in der
empfangenen Nachricht nicht verwendet wurde. Sobald das Sende-Steuer-Latch 180 gesetzt ist, steuert
das TXONN-Signal einen Schalter U758 so, daß die DEMOD-Ausgabe des Demodulators
150 von dem Dateneingang der BCH-Fehlercodeberechnungseinheit 154 entfernt wird, und
der Ausgang des seriellen Schieberegisters 152 wird mit diesem Eingang über den Schalter
156 verbunden. Jedoch werden während der anfänglichen 1-Bit-Verzögerung des Flipflops
178 BSHFCLK-Pulse von dem Takteingang des Komparators 154 mittels des NAND-Gatters
U672 blockiert, dessen anderer Eingang die TXSTBA-Leitung ist, welche für das erste
Startbit "Low" ist. Nach dem ersten BSHFCLK-Puls wird die TXSTBA-Leitung "High" und
nachfolgende BSHFCLK-Pulse werden der Berechnungseinheit 154 zugeführt. Die zwei Startbits
der gesendeten Nachricht werden somit von der Berechnungseinheit 154 auf die gleiche
Weise behandelt, wie wenn die beiden Startbits einer empfangenen Nachricht für das Register
U641 als ein Bit dekodiert werden.
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Wenn die in dem Register 152 gespeicherten Daten an das Sende-Flipflop 182
herausgeschoben werden, werden diese Daten auch dem Dateneingang der
BCH-Fehlercode-Berechnungseinheit 154 über den Schalter 156 zugeführt. Der Umlaufeingang der Berechnungseinheit 154
ist ebenfalls über den Schalter 158 verbunden, wie dies oben in Verbindung mit FIG. 12
beschrieben wurde. Wenn die in dem Register 152 gespeicherten 26 Bits aus diesem Register
herausgeschoben werden, berechnet die Berechnungseinheit 154 einen neuen
BCH-Fehlercode, welcher die Statusinformation in den Bits B25 und B26 berücksichtigt. Nachdem das
sechsundzwanzigste Bit aus dem Register 152 herausgeschoben wurde, liegt ein neuer 5 Bit-
Fehlercode dann in der Berechnungseinheit 154 vor. Wenn der Nachrichtenbitzähler 160 eine
Ausgabe auf der GT26-Leitung erzeugt, werden die Schalter 156 und 158 geöffnet, während
zur gleichen Zeit der Ausgang der Berechnungseinheit 154 über den Schalter 190 mit dem
Eingang des Sende-Flipflops 182 anstelle des Ausgangs von dem seriellen Schieberegister
152 verbunden ist. Da immer noch BSHCLK-Pulse sowohl der
BCH-Fehlercodeberechnungseinheit 154 als auch dem Sende-Flipflop 182 zugeführt werden, wird der in der Berechnungs
einheit 154 erzeugte 5-Bit-Fehlercode sukzessive durch das Sende-Flipflop 182 zu dem
Modulator 186 durchgetaktet, um den BCH-Fehlercodeabschnitt der gesendeten
Antwortnachricht zu bilden.
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Wenn der Schalter 156 nach dem sechsundzwanzigsten Bit geöffnet wird, wird eine Null an
den Dateneingang der BCH-Fehlercodeberechnungseinheit 154 angelegt, so daß, wenn der 5-
Bit-Fehlercode aus der BCH-Fehlercodeberechnungseinheit 154 herausgeschoben wird, die
Schieberegisterstufen wieder mit Nullen aufgefüllt werden. Nachdem die fünf Fehlercode-Bits
herausgeschoben wurden, taktet der nächste BSHFCLK-Puls eine Null aus der
Berechnungseinheit 154 heraus und durch das Sende-Flipflop 182 zu dem Modulator 186, um das B 32-
Stopbit zu bilden, welches einen logischen Wert von "0" hat. Dies vervollständigt das Senden
der 33-Bit-Nachricht auf dem Netzwerk 78.
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Wenn der Nachrichtenzähler 160 auf 32 Bit gezählt hat, wird seine EOW-Leitung einem
Sendeende-Flipflop 192 zugeführt, so daß ein Sendeende-Signal (TXOFFN) von dem Flipflop
192 erzeugt wird. Das TXOFFN-Signal wird verwendet, um das Status-Latch 174 und das
Sende-Steuer-Latch 180 rückzusetzen. Wenn das Sende-Steuer-Latch 180 rückgesetzt wird,
setzt seine TXONN-Ausgangsleitung das Sendefreigabe-Latch 184 zurück. Das Antwort-
Latch 172 wird von Zeitgeberpulsen STBAD, die in der Rahmungslogik des Demodulators
150 erzeugt werden, rückgesetzt, wie dies nachfolgend detaillierter beschrieben wird.
Erweiterter Slave-Modus
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In FIG. 14 ist ein Blockdiagramm des digitalen IC 80 gezeigt, wenn es in einem erweiterten
Slave-Modus arbeitet, wobei der Betrieb der Vorrichtung 80 als Antwort auf eine
Schnittstellenfreigabe-Anweisung gezeigt ist. Es seit aus der vorstehenden Beschreibung daran erinnert,
daß in dem erweiterten Modus der Anschluß 24 (DATA) des digitalen ICs als eine
bidirektionale serielle Datenleitung verwendet wird, mittels derer in dem seriellen Schieberegister 152
gespeicherte Daten mittels eines zugeordneten Mikrocomputers, wie beispielsweise dem
Mikrocomputer 84 (FIG. 1), ausgelesen werden können oder Daten von dem Mikrocomputer
in das Register 152 geladen werden können. Ferner wirkt der Anschluß 26 der Vorrichtung 80
als ein serieller Takt-(SCK)-Eingang, mittels dem serielle Taktpulse, die von dem
zugeordneten Mikrocomputer 84 zugeführt werden, mit dem Takteingang des Registers 152 verbunden
werden können, um die Datenverschiebung von diesem Register an den
Datenausgangsanschluß 24 oder das Takten von Daten in das Schieberegister 152 zu steuern, die auf dem
DATA-Anschluß liegen. Ferner ist der Anschluß 25 (RW) der Vorrichtung 80 als eine
Schreib-Lese-Steuerleitung verbunden, welche von dem zugeordneten Mikrocomputer 84
gesteuert werden kann, um entweder das Lesen von Daten aus dem Register 152 oder das
Schreiben von Daten in dieses Register von dem Mikrocomputer 84 zu steuern. Die
RW-Leitung wird auch von dem Mikrocomputer 84 verwendet, um das digitale IC 80 zu zwingen, die
in seinem Register 152 vorhandenen Daten in dem 33-Bit-Nachrichtenformat dieses
Netzwerks auf das Netzwerk 78 zu senden. Anschluß 9 der Vorrichtung 80 wirkt in dem
erweiterten Modus als eine Unterbrechungsleitung (INT) zu dem Mikrocomputer 84 und liefert als
Antwort auf eine Schnittstellenfreigabeanweisung ein Unterbrechungssignal, welches den
Mikrocomputer 84 informiert, daß eine für ihn gedachte Nachricht in dem Register 152
gespeichert wurde. Auf der INT-Leitung wird auch ein Unterbrechungssignal erzeugt, nachdem
die Vorrichtung 80 Daten, die in das Register 152 geladen wurden, an das Netzwerk gesendet
hat. Anschluß 8 der Vorrichtung 80 liefert ein Besetzt-Signal (BUSYN) an den zugeordneten
Mikrocomputer 84, wenn eine Nachricht von der Vorrichtung 80 empfangen wird oder eine
Nachricht von dieser Vorrichtung an das Netzwerk 78 gesendet wird.
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Es versteht sich, daß das Blockdiagramm von FIG. 14 nur die Schaltkreiskomponenten und
Logikgatter umfaßt, welche beim Einrichten einer Schnittstelle mit dem zugeordneten
Mikrocomputer 84 und der bidirektionalen Übertragung von Daten- und Steuersignalen zwischen
dem Mikrocomputer 84 und der Vorrichtung 80 beteiligt sind. In FIG. 14 wird angenommen,
daß eine Nachricht von dem zentralen Steuergerät empfangen wurde, welche eine Anweisung
zum Einrichten einer Schnittstelle mit dem zugeordneten Mikrocomputer 84 in den Bits B3
bis B5 der Nachricht enthält, und daß der Anweisungsdekodierer 166 diese Anweisung
dekodiert hat, indem er eine Ausgabe auf seiner Schnittstellenfreigabeleitung (EINTN) erzeugt.
Wenn die Vorrichtung 80 in einem erweiterten Slave-Modus betrieben wird, liegen die
Anschlüsse 1 und 27 auf Masse, und die Erweiterter-Modus-Leitung EMN ist "high".
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In dem erweiterten Betriebsmodus der digitalen Vorrichtung 80 wird ein serielles
Statusregister 200 verwendet, welches ein BCH-Fehlerregister U642 und ein RX/TX-Register U644
umfaßt. Das BCH-Fehlerregister U642 ist seriell mit dem Ausgang des Steuerbit-Registers
U528 in dem seriellen Schieberegister 152 über die CONTROL-Leitung verbunden. Das
RX/TX-Register U644 ist seriell mit dem Ausgang des BCH-Fehlerregisters U642 verbunden
und die Ausgabe des Registers U644 wird über einen invertierenden Ausgangsschaltkreis
U762 mit drei Zuständen dem bidirektionalen seriellen DATA-Anschluß 24 zugeführt.
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Es sei aus der obigen Diskussion von FIG. 12 daran erinnert, daß, wenn die digitale
Vorrichtung 80 eine Nachricht von dem zentralen Steuergerät empfängt, welche eine Anweisung
enthält, sie diese Anweisung nicht ausführt, bis der BCH-Komparator 162 (FIG. 12) ein BCHOK-
Ausgangssignal erzeugt, welches anzeigt, daß jedes Bit des BCH-Fehlercodes in der
empfangenen Nachricht dem BCH-Fehlercode entspricht, welcher in der Vorrichtung 80 berechnet
wurde. Das BCH-Fehlerregister U642 wird in Abhängigkeit von dem
BCHOK-Ausgangssignal von dem BCH-Komparator 162 gesetzt oder rückgesetzt. Das BCH-Fehlerregister
U642 wird rückgesetzt, wenn die anfängliche Nachricht empfangen wird, die erfordert, daß
die Schnittstelle eingerichtet wird, da diese Anweisung nicht ausgeführt worden wäre, falls sie
nicht fehlerfrei wäre. Wenn jedoch diese Schnittstelle einmal eingerichtet worden ist, kann
das zentrale Steuergerät zus zusätzliche Nachrichten an den Mikrocomputer 84 senden. Während
des Empfangs jeder dieser zusätzlichen Nachrichten vergleicht der BCH-Komparator 162 den
in der empfangenen Nachricht enthaltenen BCH-Fehlercode mit dem von der
Berechnungseinheit 154 berechneten Fehlercode und zeigt einen Fehler an, indem er die BCHOK-Leitung
bei "low" hält, falls nicht alle Bits der beiden Codes übereinstimmen. Falls die
BCHOK-Leitung "low" ist, wird das BCH-Fehlerregister U642 gesetzt. Da die Schnittstelle jedoch bereits
eingerichtet wurde, kann diese zweite in dem Register 152 gespeicherte Nachricht, welche
einen Fehler enthält, durch sukzessives Takten der SCK-Leitung und Auslesen der DATA-
Leitung von dem Mikrocomputer 84 ausgelesen werden. Das Vorhandensein einer logischen
"1" an der BCH-Fehlerregisterstelle (zweites Bit) der von dem Mikrocomputer 84
ausgelesenen Daten zeigt dem Mikrocomputer 84 an, daß ein Übertragungsfehler auftrat und daß der
Mikrocomputer möglicherweise das zentrale Steuergerät bitten will, die Nachricht zu
wiederholen.
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Das RX/TX-Register U644 wird verwendet, um dem Mikrocomputer 84 anzuzeigen, ob das
serielle Schieberegister 152 geladen oder leer ist, wenn er ein Unterbrechungssignal auf der
INT-Leitung empfängt. Falls das Register 152 mit einer von dem zentralen Steuergerät
empfangenen Nachricht geladen wurde, wird das RX/TX-Register U644 gesetzt. Wenn der
Mikrocomputer die in dem Register 152 gespeicherten Daten ausliest, werden das serielle
Schieberegister
152 und das serielle Statusregister 200 wieder mit Nullen aufgefüllt, so daß eine Null
in dem RX/TX-Register U644 gespeichert ist, wenn das Auslesen abgeschlossen ist. Wenn
Daten dann in das Register 152 geladen und auf das Netzwerk gesendet werden, bleibt diese
Null in dem RX/TX-Register gespeichert, da es während dem Senden nicht verwendet wird.
Wenn ein Unterbrechungssignal auf der INT-Leitung nach dem Senden der Nachricht erzeugt
wird, bleibt das RX/TX-Register U644 folglich bei 0, um dem Mikrocomputer anzuzeigen,
daß die Nachricht abgesendet wurde und das Register 152 leer ist.
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Wenn das digitale IC 80 konfiguriert ist, um eine Nachricht von dem Netzwerk 78 zu
empfangen, haben die Schalter U759 und U760 die in Fie. 14 gezeigte Stellung, so daß die
Ausgabe des Demodulators 150 dem Dateneingang des seriellen Schieberegisters 152 zugeführt
wird, und die empfangene Nachricht kann mittels der an den Takteingang des Registers 152
angelegten BSHFCLK-Pulse in das Register 152 getaktet werden. Sobald jedoch in dem IC 80
ein Schnittstellenfreigabekommando ausgeführt wurde, schaltet die Steuerung des Registers
152 zu dem zugeordneten Mikrocomputer 84, indem die Schalter U759 und U760 in die
entgegengesetzte Stellung betätigt werden. Dies stellt sicher, daß Daten, welche in dem Register
152 während der empfangenen Nachricht gespeichert wurden, für das Senden an den
Mikrocomputer 84 erhalten werden. Es ist wichtig, die Steuerung des Registers 152 sofort auf den
Mikrocomputer zu schalten, da der Mikrocomputer möglicherweise nicht sofort auf seine
Unterbrechung auf der INT-Leitung antworten kann, und eine eingehende Nachricht die Daten
in dem Register 152 überschreiben könnte, bevor der Mikrocomputer diese Daten ausliest.
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Während die Schnittstelle zu dem Mikrocomputer 84 eingerichtet ist, werden so lange keine
weiteren Netzwerkübertragungen demoduliert und in das serielle Schieberegister 152 plaziert,
bis der Mikrocomputer 84 die Steuerung abtritt. Nachdem jedoch die Steuerung auf den
Mikrocomputer 84 übertragen wurde, fährt der digitale Demodulator 150 fort,
Netzwerknachrichten zu demodulieren, und wenn eine Netzwerknachricht empfangen wird, erzeugt er ein
Signal auf seiner RXWDETN-Ausgangsleitung. Dieses Signal wird durch das NAND-Gatter
U671 gesendet. Der Ausgang des NAND-Gatters U671 wird invertiert, um ein
BUSYN-Ausgangssignal an den zugeordneten Mikrocomputer 84 zu erzeugen. Der Mikrocomputer 84
wird auf diese Weise informiert, daß die Vorrichtung 80 eine Aktivität auf dem Netzwerk 78
erfaßt hat. Diese Aktivität kann darin bestehen, daß das zentrale Steuergerät versucht, mit dem
Mikrocomputer über das digitale IC 80 im freigegebenen Slave-Modus zu kommunizieren.
Wenn das digitale IC 80 eine Nachricht über das Netzwerk zurück an das zentrale Steuergerät
sendet, wie dies oben beschrieben wurde, führt das von dem Sende-Steuer-Latch 180 (FIG. 13)
erzeugte TXONN-Signal auch ein Low-aktiv-Signal dem BUSYN-Ausgangsanschluß zu, um
den Mikrocomputer 84 zu informieren, daß eine Nachricht über das digitale Netzwerk 78 von
dem digitalen IC 80 an das zentrale Steuergerät gesendet wird.
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Bei detaillierterer Betrachtung der Art und Weise, auf welche die Steuerung des Registers 152
von dem Netzwerk auf den Mikrocomputer 84 übertragen wird, wird, wenn das
Schnittstellenfreigabekommando von dem Anweisungsdekodierer 166 dekodiert wird, ein
EINTN-Ausgangssignal erzeugt, welches ein Schnittstellenfreigabe-Latch 202 setzt. Der "low"-Ausgang
des Latchs 202 wird in dem NAND-Gatter U749 mit dem Master-Slave-Signal EMN
kombiniert, welches in dem erweiterten Slave-Modus "high" ist, um für ein High-aktiv-Signal an
den ENABLE-Ausgang des NAND-Gatters U749 zu sorgen, welcher ein Eingang des NAND-
Gatters U686 ist. Unter der Annahme, daß der andere Eingang des NAND-Gaffers U686
ebenfalls eine list, wird der Ausgang des U686 zu "low", was in dem Invertierer U736 invertiert
wird, so daß die UPSLN-Leitung "high" wird. Die UPSLN-Leitung wird verwendet, um die
Schalter U759 und U760 zu steuern, und wenn sie "high" ist, schaltet sie den Dateneingang
des Registers 152 über den Invertierer U547 zu der bidirektionalen seriellen DATA-Leitung,
und den Takteingang des Registers 152 schaltet sie an die serielle Takt-SCK-Leitung.
Insbesondere steuert die UPSLN-Leitung direkt den Schalter U760, so daß die serielle Taktleitung
SCK mit dem Takteingang des Registers 152 verbunden wird. Ferner ist die UPSLN-Leitung
durch den Invertierer U547 ein Eingang des NOR-Gatters U597, dessen anderer Eingang die
RW-Leitung ist, welche normalerweise aufgrund eines internen Pull-up-Widerstands in dem
digitalen IC 80 "high" ist. Folglich bewirkt ein "high"-Pegel auf der UPSLN-Leitung, daß der
Schalter U759 den DEMOD-Ausgang des Modulators 150 von dem Dateneingang des
Registers 152 nur dann trennt, wenn die RW-Leitung "low" ist.
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Wenn der Mikrocomputer 84 es wünscht, die in dem seriellen Schieberegister 152
gespeicherten Daten zu lesen, tut er dies, indem er serielle Taktpulse der SCK-Leitung zuführt. Zur
selben Zeit ist die RW-Leitung "high", was den Drei-Zustands-Ausgangs-Schaltkreis U762
steuert, um den Ausgangs des RX/TX-Registers U644 mit der bidirektionalen DATA-Leitung
zu verbinden. Folglich enthält der DATA-Anschluß den Zustand des RX/TX-Registers U644,
welches von dem Mikrocomputer 84 gelesen werden kann. Wenn die UPSLN-Leitung "high"
ist und die RW-Leitung ebenfalls "high" ist, ist der Ausgang des NAND-Gatters U683 "low",
was durch den Invertierer U800 invertiert und als ein Eingang an das NAND-Gatter U801
angelegt wird, dessen anderer Eingang die SCK-Leitung ist. Der Ausgang des NAND-Gatters
U801 wird von dem Invertierer U802 invertiert und den Takt-Eingängen des
BCH-Fehlerregisters U642 und dem RX/TX-Register U644 zugeführt, so daß diese Register mittels von dem
Mikrocomputer auf der SCK-Leitung erzeugten Pulsen ebenfalls geschoben werden. Wenn
der Mikrocomputer den SCK-Anschluß einmal taktet, werden folglich alle Daten in dem
seriellen
Schieberegister 152 und dem seriell verbundenen seriellen Statusregister 200 nach rechts
verschoben, so daß der Zustand des BCH-Fehlerregisters U642 an dem DATA-Anschluß
anliegt. Der Mikrocomputer kann dann den DATA-Anschluß erneut auslesen, um den Zustand
dieses Registers zu erhalten. Dieser Takt- und Leseprozeß wird fortgesetzt, bis der
Mikrocomputer aus dem DATA-Anschluß alle Daten in dem seriellen Schieberegister 152 und dem
seriellen Statusregister 200 ausgelesen hat. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, daß das
Startbit-Register U641 während des Auslesevorgangs umgangen wird, da seine Information
nur beim Senden einer Nachricht an das Netzwerk verwendet wird. Wie oben erwähnt, sind
die Stufen des seriellen Statusregisters 200 in der Datenkeffe enthalten, welche aus dem
Mikrocomputer 84 herausgeschoben wird, da diese Stufen Informationen enthalten, welche
für den Mikrocomputer 84 nützlich sind.
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Es sei ferner angemerkt, daß, wenn ein Schniffstellenfreigabesignal erzeugt wird und die
UPSLN-Leitung "high" ist, die RW-Leitung ebenfalls "high" ist, was eine Null an dem
Ausgang von U683 erzeugt. Die Tatsache, daß sowohl die UPSLN-Leitung als auch die
RW-Leitung "high" sind, zwingt den Schalter U759 in die DEMOD-Stellung. Da jedoch der Ausgang
des U683 "low" ist, sind die Dateneingaben in das serielle Schieberegister 152 immer logische
Nullen. Wenn Daten aus dem Register U644 auf dem DATA-Anschluß 24 ausgelesen werden,
werden das Register 152 und das serielle Statusregister 200 mit Nullen wieder aufgefüllt.
Nachdem der gesamte Inhalt dieser Register ausgelesen wurde, enthält das RX/TX-Register
U644 eine Null, so daß eine Null danach auf dem DATA-Anschluß erscheint. Wie oben
erwähnt, kann der Mikrocomputer, wenn er ein zweites Unterbrechungssignal auf der INT-
Leitung empfängt, nachdem eine Nachricht übertragen wurde, den DATA-Anschluß lesen und
sicherstellen, daß die Nachricht abgesendet wurde.
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Wenn man nun die Art und Weise betrachtet, in welcher die Stufen des seriellen
Statusregisters 200 beim Ende entweder einer empfangenen Nachricht oder einer gesendeten Nachricht
gesetzt werden, um für die oben erwähnte Information an den Mikrocomputer zu sorgen,
erzeugt der Nachrichtenbitzähler 160 (FIG. 12) am Ende einer empfangenen Nachricht ein
EOW-Signal, welches mit BSHFCLK-Pulsen von dem digitalen Demodulator 150 in dem
NAND-Gatter U647 (FIG. 14) kombiniert wird, um für ein Status-Strobe-Signal STSTB zu
sorgen. Das STSTB-Signal wird in dem NAND-Gaffer U660 mit dem BCHOK-Siugnal
kombiniert, so daß das BCH-Fehlerregister U642 rückgesetzt wird, falls die empfangene Nachricht
fehlerfrei war. Das BCHOK-Signal wird in dem Invertierer U555 invertiert, dessen Ausgang
in dem NAND-Gatter U659 ebenfalls mit dem STSTB-Signal kombiniert wird, so daß das
BCH-Fehlerregister U642 gesetzt wird, falls ein Fehler in der empfangenen Nachricht
vorhanden war. Das STSTB-Signal wird in dem NAND-Gatter U658 auch mit dem ENABLE-
Signal kombiniert, wobei der Ausgang des NAND-Gatters einem Eingang eines NAND-
Gatters U756 zugeführt wird, dessen anderer Eingang die TXONN-Leitung ist, welche "high"
ist, wenn die Vorrichtung 80 keine Nachricht sendet. Folglich wird das RX/TX-Register U644
an dem Ende einer empfangenen Nachricht gesetzt.
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Wenn die Vorrichtung 80 eine Nachricht an das Netzwerk sendet, ist die TXONN-Leitung
"low", so daß an dem Ende eines solchen Sendevorgangs das STSTB-Signal das Register
U644 nicht setzt. Jedoch wird, wie oben erwähnt, das Register U644 mit einer Null wieder
gefüllt, wenn Daten aus dem Register 152 ausgelesen werden. Folglich kann der Mikrocomputer
den DATA-Anschluß lesen, mit welchem der Ausgang des Registers U644 verbunden ist, und
bestimmen, daß eine Nachricht an das Netzwerk gesendet wurde und das Register 152 leer ist.
Das Register U644 wird rückgesetzt, wenn die Versorgungsspannung an die Vorrichtung 80
angelegt wird und wenn die Schnittstelle gesperrt wird und das ENABLE-Signal
verschwindet. Dieses Rücksetzen wird durch das NAND-Gatter U657 und den Invertierer U725 erzielt,
welche als ein UND-Gatter zusammenwirken, dessen Eingänge das PONN-Signal und das
ENABLE-Signal sind.
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Nachdem der Mikrocomputer die in dem seriellen Schieberegister 152 und dem Statusregister
200 gespeicherten Daten ausgelesen hat, kann er entweder die Steuerung sofort an das
Netzwerk zurückschalten oder er kann Daten in das serielle Schieberegister 152 laden und dann die
Vorrichtung 80 anweisen, die in das Register 152 geladenen Daten in einer 33-Bit-Nachricht
mit dem oben beschriebenen Netzwerkformat an das Netzwerk zu senden. Der
Mikrocomputer schaltet die Steuerung sofort auf das Netzwerk zurück, indem die RW-Leitung zuerst auf
"low" und dann auf "high" gezogen wird. Der Übergang von "low" nach "high" auf der RW-
Leitung, welcher von dem Mikrocomputer 84 ausgeführt wird, tritt jedoch asynchron
bezüglich der Rahmungslogik in dem Demodulator 150 auf. Folglich ist es wichtig, sicherzustellen,
daß die Vorrichtung 80 den Übergang von 0 nach 1 sieht, welchen der Mikrocomputer 84 auf
der RW-Leitung bewirkt. Dieser Übergang wird mittels eines digitalen Monoflops 204 erfaßt,
dessen beide Stufen von den STBDD-Zeitgeberpulsen von der Rahmungslogik in dem
Demodulator 150 getaktet werden. Die Stufen des Monoflops 204 werden von der RW-Leitung
rückgesetzt, so daß während der Zeitdauer, wenn die RW-Leitung von dem Mikrocomputer
auf "low" gehalten wird, die Ausgangsleitung RWR des Monoflops 204 "high" bleibt. Durch
den Übergang von 0 nach 1 auf der RW-Leitung kann das digitale Monoflop 204 auf die
STBDD-Pulse ansprechen, und es erzeugt einen Ausgangspuls auf der RWR-Leitung mit
einer garantierten minimalen Pulsbreite aufgrund der Tatsache, daß dieser von den
Zeitgeberpulsen der Rahmungslogik in dem Demodulator 150 abgeleitet ist. Die RWR-Leitung wird als
Antwort auf einen Übergang von 0 nach 1 auf der RW-Leitung für ein festes Zeitintervall
"low".
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Wenn die RWR-Leitung "low" wird, setzt sie ein Puffersteuerungs-Latch 206, dessen
Ausgang mit einem Eingang des NAND-Gatters U753 verbunden ist. Der andere Eingang des
NAND-Gatters ist die RW-Leitung. Nach dem Übergang von 0 auf 1 auf der RW-Leitung ist
diese Leitung folglich "high", so daß der Ausgang des NAND-Gatters U753 nicht länger eine
"1" ist und die UPSLN-Leitung von "high" auf "low" wechselt. Wenn dies auftritt, werden die
Schalter U759 und U760 in die in FIG. 14 gezeigten Stellungen zurückgebracht, so daß die
Puffersteuerung von dem Mikrocomputer zurück auf das Netzwerk übertragen wird.
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Wenn man nun die Situation betrachtet, in welcher der Mikrocomputer Daten in das serielle
Schieberegister 152 zu laden wünscht und dann die Vorrichtung 80 anzuweisen wünscht, die
in dem Register 152 befindlichen Daten an das Netzwerk zu senden, zieht der Mikrocomputer
zuerst die RW-Leitung auf "low", was es ermöglicht, daß Daten von der DATA-Leitung durch
das NOR-Gatter U598, den Schalter U759, das NAND-Gatter U682 und den Invertierer U730
zu dem Dateneingang des Registers 152 gesendet werden. Wie vorher erwähnt, bewirkte ein
"high"-Pegel auf der UPSLN-Leitung, daß der Schalter U760 die serielle Taktleitung SCK mit
dem Takteingang des Registers 152 verband. Daten von dem Mikrocomputer können nun auf
den DATA-Anschluß gegeben und mittels der positiven Taktflanken der SCK-Taktpulse in
das Register 152 getaktet werden. Die in das Register 152 eintretenden Daten beginnen mit
einem Steuerbit, das einen logischen Wert von "0" aufweist, gefolgt von dem
niedrigstwertigen Bit der Pufferbits B3 bis B26, und sie enden mit dem höchstwertigen Bit der Pufferbits.
Es sei bemerkt, daß der Mikrocomputer das Startbitregister U641 nicht lädt.
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Nachdem diese Daten in das Register 152 geladen wurden, zieht der Mikrocomputer den RW-
Anschluß auf "high". Der Übergang von "low" nach "high" auf der RW-Leitung nach der
Zuführ der SCK-Pulse auf die SCK-Leitung wird von der Vorrichtung 80 so interpretiert wird,
daß Daten in das Register 152 geladen wurden und daß diese Daten nun in dem
33-Bit-Nachrichtenformat des Netzwerks an das Netzwerk gesendet werden sollen. Zur Erfassung dieses
Zustands wird ein Sendeerfassungs-Flipflop 208 verwendet. Insbesondere werden die von
dem Mikrocomputer 84 auf der SCK-Leitung erzeugten Taktpulse, die als BSERCK-Pulse
bezeichnet sind, an den Takteingang des Flipflops 208 angelegt, und die RW-Leitung wird
mit dessen D-Eingang verbunden. Wenn die RW-Leitung "low" ist und ein BSERCK-Puls
über die SCK-Leitung von dem Mikrocomputer 84 gesendet wird, wird die
Q-Ausgangsleitung des Flipflops 208 "low". Dieser Ausgang wird dem NOR-Gaffer U628 zugeführt, dessen
anderer Eingang die RWR-Leitung ist. Folglich wird, wenn die RW-Leitung an dem Ende des
Datensendens in das Register 152 wieder auf "high" gezogen wird, die RWR-Leitung zu
"low", so daß der Ausgang des NOR-Gatters U628 "high" wird. Dieser Ausgang wird als ein
Bingang einem NOR-Gatter U60 1 zugeführt und gelangt durch dieses Gatter hindurch, um für
einen "low"-Pegel auf der TXSTB-Leitung zu sorgen. Ein "low"-Pegel auf der
TXSTB-Leitung veranlaßt die Vorrichtung 80, die in dem seriellen Schieberegister 152 gespeicherten
Daten in dem 33-Bit-Netzwerkformat auf exakt die gleiche Weise, wie sie vorstehend
detailliert in Verbindung mit FIG. 13 beschrieben wurde, wobei die Vorrichtung 80 eine
Antwortnachricht an das zentrale Steuergerät zurücksendet, an das Netzwerk zu senden. Da der
Mikrocomputer keine Daten in das Startbit-Register U641 lädt, ist es jedoch erforderlich, dieses
Register zu setzen, bevor eine Nachricht gesendet wird. Dies wird mittels der
TXSTBA-Leitung erzielt, welche am Anfang der gesendeten Nachricht "low" wird und die Registerstufe
U641 wie in FIG. 13 gezeigt setzt. Wenn die TXSTBA-Leitung am Ende der
1-Bit-Verzögerung, welche von dem Flipflop 178 bewirkt wird, "high" wird, wird folglich das
Startbit-Register U641 gesetzt und dessen logische "1" kann herausgeschoben werden, um die zweite
Hälfte des 2-Bit-Startsignals der gesendeten Nachricht zu bilden, wie dies vorher beschrieben
wurde.
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Wenn das Sende-Freigabe-Latch 184 (FIG. 13) am Beginn des Sendens dieser Nachricht
gesetzt wird, wird der Ausgang des NAND-Gaffers U668 (FIG. 13) verwendet, um das Sende-
Erfassungs-Flipflop 208 durch das NAND-Gatter U664 zu setzen, dessen andere Eingänge das
Stromversorgungs-Ein-Signal PONN und das ENABLE-Signal sind. Wenn ein STSTB-Signal
an dem Ende dieser gesendeten Nachricht in Abhängigkeit von den verzögerten Taktpulsen
DSHFCLK erzeugt wird, ist die TXONN-Leitung "low", so daß der Ausgang eines NAND-
Gatters U687, in welches diese beiden Signale eingespeist werden, "high" bleibt, was das
Puffer-Steuer-Latch 206 in gesetztem Zustand läßt. Dies bedeutet, daß die Puffersteuerung,
welche am Beginn des Sendevorgangs auf das Netzwerk übertragen wurde, auf diese Weise
bestehen bleibt.
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Um dem zugeordneten Mikrocomputer 84 anzuzeigen, daß eine Schnittstelle zwischen der
Vorrichtung 80 im erweiterten Slave-Modus und dem Mikrocomputer eingerichtet wurde, so
daß eine Zweiweg-Datenübertragung über das Netzwerk möglich ist, erzeugt die Vorrichtung
80 einen "high"-Pegel auf dem INT-Anschluß 9, sobald eine Schnittstellenfreigabeanweisung
von dem Dekodierer 166 dekodiert wird. Insbesondere wird, wenn das RX/TX-Register U644
am Ende einer empfangenen Nachricht gesetzt wird, welche die
Schnittstellenfreigabeanweisung enthält, wie vorher beschrieben, der Ausgang des NAND-Gatters U756 als ein Eingang
dem NAND-Gatter U1000 zugeführt, dessen anderer Eingang die TXONN-Leitung ist. Da die
TXONN-Leitung außer während des Sendens "high" ist, wird ein Taktpuls dem
Unterbrechungs-Flipflop 210 zugeführt, das auch als U643 bezeichnet ist. Die D-Leitung des Flipflops
210 ist mit der 5V-Versorgungsspannung verbunden, so daß, wenn dieses Flipflop einen
Taktpuls empfängt, sein QN-Ausgang "low" wird, was invertiert und dem INT-Anschluß 9
der Vorrichtung 80 zugeführt wird. Dies signalisiert dem zugeordneten Mikrocomputer, daß
eine Schnittstelle zwischen ihm und der Vorrichtung 80 im erweiterten Slave-Modus
eingerichtet wurde, so daß der Mikrocomputer die in dem seriellen Schieberegister 152
gespeicherten Daten von dem DATA-Anschluß lesen und Daten auf die detailliert vorher
beschriebene Art und Weise in dieses Register laden kann. Sobald der Mikrocomputer den ersten Puls
auf der SCK-Leitung erzeugt, entweder beim Lesen von Daten von dem Register 152 oder
beim Einschreiben von Daten in das Register 152, setzt dieser SCK-Puls das Unterbrechungs-
Flipflop 210 zurück und entfernt das Unterbrechungssignal von der INT-Leitung.
Insbesondere wird dieser SCK-Puls einem Eingang eines NOR-Gatters U1002 zugeführt, dessen
anderer Eingang der Ausgang eines NAND-Gatters U657 ist. Der Ausgang des NAND-Gatters
U657 ist "high", wenn die Schnittstelle freigegeben ist und die Versorgungsspannung an der
Vorrichtung 80 anliegt, so daß der erste SCK-Puls das Unterbrechungs-Flipflop 210
zurücksetzt.
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Falls der Mikrocomputer das serielle Schieberegister 152 lädt und die Vorrichtung 80 im
erweiterten Slave-Modus anweist, diese Nachricht an das Netzwerk zurückzusenden, wird die
TXONN-Leitung während dieses Sendens "low", wie dies in Verbindung mit FIG. 13
vorstehend beschrieben wurde. Während eines solchen Sendevorgangs sind die NAND-Gatter U756
und U1000 blockiert, so daß das RX/TX-Register U644 am Ende der gesendeten Nachricht
nicht gesetzt ist. Wenn die TXONN-Leitung jedoch nach dem Senden der Nachricht wieder
"high" wird, wird das Unterbrechungs-Flipflop 210 erneut getaktet, so daß ein Signal auf dem
INT-Anschluß erzeugt wird, wodurch dem Mikrocomputer signalisiert wird, daß das
Zurücksenden einer Nachricht an das zentrale Steuergerät abgeschlossen wurde. Die Tatsache, daß
der Sendevorgang abgeschlossen wurde, kann von dem Mikrocomputer verifiziert werden,
indem er den DATA-Anschluß ausliest, welcher mit dem Ausgang des RX/TX-Registers U644
gebunden ist und eine "0" zeigt, die in diesem Register gespeichert ist. In diesem
Zusammenhang sei angemerkt, daß der Mikrocomputer den DATA-Anschluß zu jedem Zeitpunkt
auslesen kann, wenn die RW-Leitung "high" ist, um die Drei-Zustands-Ausgabe U762 freizugeben,
obwohl die Steuerung des Registers 152 auf das Netzwerk zurück übertragen wurde. Die
Zeitgebung des Taktens des Unterbrechungs-Flipflops 210 ist so gewählt, daß sie mit der hinteren
Flanke des BUS YN-Signals auf Anschluß 9 zusammenfällt, so daß die INT-Leitung zu dem
Zeitpunkt "high" wird, wenn die BUSYN-Leitung "high" wird.
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Während der Mikrocomputer 84 in jeglicher geeigneter Weise programmiert sein kann, um
Daten von dem digitalen IC 80 im erweiterten Slave-Modus zu empfangen und zu diesem zu
senden, ist in FIG. 15 ein allgemeines oder Hochpegel-Flußdiagramm für den Mikrocomputer
84 gezeigt, mittels welchem er auf die Schnittstelle ansprechen kann und eine bidirektionale
Kommunikation mit dem und eine Datenübertragung an das Netzwerk 78 durch das digitale
IC 80 einrichten kann. Unter Bezugnahme auf diese Figur sei angenommen, daß das
zugeordnete digitale IC 80 eine Nachricht empfangen hat, welche ein
Schnittstellenfreigabekommando beinhaltet, jedoch noch keine Unterbrechung auf der INT-Leitung erzeugt hat. Unter diesen
Bedingungen ist die RW-Leitung "high" und die SCK-Leitung ist "low", wie dies von dem
Mikrocomputer-Hauptprogrammblock 212 angezeigt wird. Sobald eine Unterbrechung auf der
INT-Leitung eintritt, liest der Mikrocomputer die DATA-Leitung, wie dies von dem Block
213 in dem Flußdiagramm von FIG. 15 angezeigt wird. Wie allgemein oben beschrieben
wurde, wird das RX/TX-Register U654 am Ende einer empfangenen Nachricht gesetzt,
welche ein Schniffstellenfreigabe-Kommando beinhaltet, so daß die DATA-Leitung unter diesen
Bedingungen "high" ist. Folglich ist die Ausgabe des Entscheidungsblocks 214 JA, und der
Mikrocomputer liest dann den Inhalt des Registers 152 in dem digitalen IC 80, wie dies von
dem Prozeßblock 215 angezeigt wird. Wie oben allgemein beschrieben wurde, bewirkt der
Mikrocomputer dieses Auslesen mittels 27maligem Takten der SCK-Leitung und Auslesen
der DATA-Leitung an der Vorderflanke eines jeden SCK-Pulses. Nach dem
siebenundzwanzigsten SCK-Puls wird eine 0 in dem RX/TX-Register U644 gespeichert, wie dies vorstehend
in Zusammenhang mit FIG. 14 beschrieben wurde.
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Nachdem der Mikrocomputer den Inhalt des Registers 152 ausgelesen hat, muß er
entscheiden, ob er eine Rückantwort an das zentrale Steuergerät oder eine Übergabe der Steuerung des
Registers 152 zurück an das Netzwerk ohne eine Antwort wünscht, wie dies in FIG. 15 durch
den Entscheidungsblock 216 dargestellt ist. Wenn man zuerst annimmt, daß der
Mikrocomputer eine Rückgabe der Steuerung an das Netzwerk ohne Antwort wünscht, wie dies durch
den Prozeßblock 217 gezeigt ist, erreicht der Mikrocomputer dies, indem er die SCK-Leitung
"low" hält und die RW-Leitung zuerst auf "low" und dann wieder auf "high" zieht. Wenn die
Steuerung dem Netzwerk rückübertragen wird, kehrt das Programm zu dem Mikrocomputer-
Hauptprogramm zurück, um das Auftreten eines weiteren Unterbrechungssignals auf der INT-
Leitung in Abhängigkeit von einer Nachricht von dem zentralen Steuergerät zu erwarten. In
diesem Zusammenhang sei daran erinnert, daß, sobald der Mikrocomputer einen Puls über die
SCK-Leitung sendet, um den Inhalt des Registers 152 auszulesen, das
Unterbrechungs-Flipflop U643 rückgesetzt wird und der INT-Anschluß wieder "low" wird.
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Nach dem Lesen des Inhalts des Registers 152 will der Mikrocomputer 84 möglicherweise
dem zentralen Steuergerät antworten, indem er Daten in das Register 152 lädt und das digitale
IC 80 anweist, ein 33-Bit-Nachrichtensignal einschließlich dieser Daten an das Netzwerk zu
senden. Unter solchen Bedingungen ist die Ausgabe des Entscheidungsblocks 216 JA, und der
Mikrocomputer 84 kann Daten in das Register 152 laden, wie dies durch den Prozeßblock 219
gezeigt ist. Wie oben beschrieben, lädt der Mikrocomputer Daten in das Register 152, indem
er die RW-Leitung auf "low" zieht und dann seriell Datenbits auf die DATA-Leitung gibt und
jedes Bit mittels der positiven Taktflanke der SCK-Pulse, welche er auf die SCK-Leitung gibt,
in das Register 152 taktet. Die in den Chip eintretenden Daten beginnen mit dem Steuerbit,
gefolgt von dem niedrigstwertigen Bit der Pufferbits, und sie enden mit dem höchstwertigen
Bit der Pufferbits. Die SCK-Leitung wird auf diese Weise 25mal getaktet, um das Register
152 zu laden. Nachdem das Register 152 geladen ist, liest der Mikrocomputer die BUSYN-
Leitung, um zu bestimmen, ob sie "high" oder "low" ist, wie dies durch den
Entscheidungsblock 220 dargestellt ist. Es sei daran erinnert, daß die BUSYN-Leitung "low" wird, falls eine
Nachricht auf dem Netzwerk mittels des digitalen Demodulatorabschnitts des digitalen IC 80
demoduliert wird, selbst wenn die Steuerung des Registers 152 an den Mikrocomputer 84
übergeben wurde. Auch ein Rauschsignal wird von dem Demodulator 150 möglicherweise als
ein eingehendes Signal interpretiert. Unter diesen Umständen sollte der Mikrocomputer 84
das IC 80 nicht anweisen, eine Nachricht an das Netzwerk zu senden. Falls die
BUSYN-Leitung "high" ist, gibt der Mikrocomputer dann ein Sendekommando an das digitale IC 80, wie
dies durch den Prozeßblock 221 dargestellt ist. Wie oben beschrieben, wird dieses Kommando
ausgeführt, indem die RW-Leitung auf "high" gezogen wird, nachdem sie während des
Ladens von Daten in das digitale IC 80 auf "low" gehalten wurde. Die Steuerung wird dann an
das Mikrocomputer-Hauptprogramm zurückgegeben, wie dies in FIG. 15 dargestellt ist.
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Nachdem das digitale IC 80 die Daten, die in das Register 152 geladen wurden, an das
Netzwerk 78 gesendet hat, erzeugt es ein Unterbrechungs-"high"-Signal auf der INT-Leitung am
Ende der gesendeten Nachricht. Als Antwort auf dieses Unterbrechungssignal wird die
DATA-Leitung erneut von dem Mikrocomputer ausgelesen, wie dies durch den Block 213
dargestellt ist. Am Ende einer gesendeten Nachricht ist die Datenleitung jedoch nicht länger
"high", da das RX/TX-Register U644 am Ende einer gesendeten Nachricht eine Null enthält,
wie dies oben beschrieben wurde. Folglich ist die Ausgabe des Entscheidungsblocks 214
negativ, und das Programm fährt mit dem Entscheidungsblock 222 fort, um zu bestimmen, ob
ein weiteres Senden von dem Mikrocomputer 84 an das zentrale Steuergerät erfordert wird.
Falls ein solcher Sendevorgang erforderlich ist, werden weitere Daten in das Register 152
geladen, wie dies durch den Block 219 gezeigt ist. Andererseits wird die INT-Leitung
rückgesetzt, wie dies durch den Prozeßblock 222 dargestellt ist, falls kein weiterer Sendevorgang
erforderlich ist. Wie oben allgemein beschrieben wurde, wird dies erzielt, indem die RW-
Leitung "high" gehalten wird, während ein SCK-Puls auf die SCK-Leitung gegeben wird.
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Dieser einzelne SCK-Puls setzt das Unterbrechungs-Flipflop 210 (FIG. 14) zurück und
entfemt das Unterbrechungssignal von der INT-Leitung.
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Es ergibt sich somit, daß das vorliegende Kommunikationssystem für eine extrem flexible
Anordnung für eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem zentralen Steuergerät und
dem Mikrocomputer 84 über das digitale IC 80 sorgt. Nachdem die Schnittstelle eingerichtet
wurde, liest der Mikrocomputer die von dem zentralen Steuergerät an das IC 80 gesendete
Nachricht und kann entweder die Steuerung wieder dem zentralen Steuergerät übergeben, um
eine weitere Nachricht zu empfangen, oder er kann eine eigene Nachricht an das zentrale
Steuergerät senden. Ferner kann der Mikrocomputer eine Serie von Nachrichten an das
zentrale Steuergerät senden, indem sukzessive Daten in das Register 152 geladen werden und er
das digitale IC 80 anweist, diese Daten an das zentrale Steuergerät zurückzusenden, wie dies
durch die Blöcke 219, 220 und 221 in FIG. 15 dargestellt ist. In diesem Zusammenhang
versteht es sich, daß, nachdem die Schnittstelle anfänglich in der ersten von dem zentralen
Steuergerät gesendeten Nachricht eingerichtet wurde, nachfolgende Nachrichten von diesem
zentralen Steuergerät an den Mikrocomputer alle 24 Pufferbits als Datenbits verwenden und daß
das Steuerbit eine "0" ist. Alle anderen Vorrichtungen 80 des gleichen Netzwerks, entweder in
dem isolierten Slave-Modus oder in dem erweiterten Modus, interpretieren eine solche
Nachricht aufgrund der Tatsache, daß das Steuerbit rückgesetzt ist, als nicht für sie gedacht,
obschon die gesendeten Daten ein Muster entsprechend der Adresse einer dieser anderen
Vorrichtungen 80 aufweisen kann. Das Hin- und Hersenden von Daten zwischen dem zentralen
Steuergerät und dem Mikrocomputer 84 dauert an, bis das zentrale Steuergerät die
Schnittstelle sperrt.
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Die Schnittstelle kann durch eine direkte Schnittstellensperranweisung an die mit dem
Mikrocomputer verbundene Vorrichtung 80 gesperrt werden, wobei in diesem Fall die von dem
zentralen Steuergerät gesendete Nachricht ein gesetztes Steuerbit (1) und Adressbits
entsprechend der Adresse dieser Vorrichtung 80 aufweist. Die Vorrichtung 80 spricht auf die
Schnittstellensperranweisung an, indem das Schnittstellenfreigabe-Latch 202 (FIG. 14) rückgesetzt
wird. Im alternativen Fall kann das zentrale Steuergerät die Schnittstelle implizit sperren,
indem es einfach eine Nachricht über das Netzwerk sendet, welche an ein anderes digitales IC
80 adressiert ist, in welcher das Steuerbit gesetzt ist. Das der Schnittstelle zugeordnete digitale
IC 80 wird diese Nachricht ebenfalls empfangen, jedoch das Auftreten eines Steuerbits mit
dem Wert "1" zusammen mit einer Adresse erkennen, welche nicht seine eigene ist, und es
wird die Schnittstelle in Abhängigkeit von diesem Umstand sperren, wie dies nachfolgend
detaillierter beschrieben wird. In dem erweiterten Slave-Modus ist jedoch dieser implizite
Schnittstellensperrmodus nicht wirksam, falls ein BCH-Fehler in der empfangenen Nachricht
erfaßt wird. Dies geschieht, da die empfangene Nachricht für den mit der Schnittstelle
verbundenen Mikrocomputer gedacht gewesen sein könnte, wobei ein Störimpuls eine
Demodulation des Steuerbits als "1" anstatt 0 bewirkte. Unter diesen Umständen wird die BCHOK-
Leitung am Ende der empfangenen Nachricht nicht "high", und dieser Umstand wird
verwendet, um die Schnittstelle aufrecht zu erhalten, wie dies nachstehend detaillierter beschrieben
wird.
Erweiterter Master-Modus
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Wie allgemein oben diskutiert wurde, kann das digitale IC 80 auch so anschlußkonfiguriert
werden, daß es in einem erweiterten Mastermodus arbeitet, wie dies an der Station # 4 in
FIG. 1 dargestellt ist. In dem erweiterten Mastermodus ist die Vorrichtung 80 permanent über
eine Schnittstelle mit einem Mikrocomputer 86 verbunden, so daß der Mikrocomputer 86 als
ein alternatives Steuergerät arbeiten und Lastabschalt- und Lasteinschalt-Signale an jegliche
Vorrichtung 80 im isolierten Slavemodus des Kommunikationsnetzwerks senden kann, falls
das zentrale Steuergerät 76 inaktiv ist und keine Nachrichten auf dem Netzwerk plaziert.
Diese Schnittstelle ist permanent eingerichtet, wenn der MODE 1-Anschluß 1 der Vorrichtung
80 an der Station # 4 nicht auf Masse liegt, wie in FIG. 1 gezeigt, so daß die EMN-Leitung in
FIG. 14 immer "low" ist und die ENABLE-Leitung durch das NAND-Gatter U749 immer auf
"high" gehalten wird. Die Vorrichtung 80 im erweiterten Mastermodus an der Station # 4
sollte eine Adresse haben, welche sich von der Adresse einer jeden anderen Vorrichtung 80
auf der Leitung 78 unterscheidet, um es dem zentralen Steuergerät zu erlauben, mit dem
Mikrocomputer 86 zu kommunizieren.
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Der Mikrocomputer 86 kann über die Stromversorgungsleitung 78 auch eine Kommunikation
mit dem Mikrocomputer 84 über die IC-Vorrichtung 80 im erweiterten Slavemodus an der
Station # 3 einrichten. Um eine solche Zweiweg-Kommunikation einzurichten, sendet der
Mikrocomputer 86 nur über die bidirektionale DATA-Leitung Daten an die Vorrichtung 80
im erweiterten Mastermodus, wobei die Daten die Adresse der Vorrichtung 80 im erweiterten
Slavemodus an der Station # 3 sowie eine Schnittstellenfreigabeanweisung enthalten. Die
Vorrichtung 80 im erweiterten Mastermodus beinhaltet diese Daten in einer 33-Bit-Nachricht,
die gemäß dem von dem Kommunikationsnetzwerk erforderten Protokoll formatiert ist, und
sie sendet diese Nachricht über die Stromversorgungsleitung 78 an die Vorrichtung 80 im
erweiterten Slavemodus an der Station # 3. Die Vorrichtung 80 im erweiterten Slavemodus an
dieser Station reagiert auf die Schnittstellenfreigabeanweisung, indem sie die oben
beschriebene Schnittstelle mit dem Mikrocomputer 84 einrichtet, wobei danach der bidirektionale
Datenaustausch zwischen den Mikrocomputern 84 und 86 in der oben detailliert
beschriebenen Art und Weise ermöglicht wird.
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Ein digitales IC 80, welches anschlußkonfiguriert ist, um in dem erweiterten Mastermodus zu
arbeiten, wird auch als Schnittstelle zu dem zentralen Steuercomputer 88 verwendet, welcher
jeder Mikrocomputer oder Mainframe-Computer sein kann und welcher verwendet wird, um
die mit dem zentralen Steuergerät 76 über die Stromversorgungsleitungen 78 verbundenen
Außenstationen zu steuern. Die Vorrichtung 80 im erweiterten Mastermodus, die dem
zentralen Steuergerät 76 zugeordnet ist, sollte ebenfalls eine ihr zugewiesene Adresse aufweisen, die
sich von den den anderen digitalen ICs auf der Leitung 78, einschließlich des digitalen IC 80
an der dem Mikrocomputer 86 zugeordneten Station # 4, unterscheidet. Dies trifft zu, selbst
wenn die Schnittstelle zu dem zentralen Steuercomputer 88 immer freigegeben ist, wie dies
oben in Verbindung mit der Vorrichtung 80 im erweiterten Mastermodus an der Station # 4
diskutiert wurde.
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Da die digitalen ICs 80 im erweiterten Mastermodus, die dem zentralen Computer 88 und
dem Mikrocomputer 86 zugeordnet sind, jeweils jedes Mal ein BUSYN-Signal erzeugen,
wenn sie eine Nachricht von dem Netzwerk empfangen, erlaubt das oben beschriebene
Kommunikations- und Steuersystem die Verwendung von mehreren Vorrichtungen im
Mastermodus auf der gleichen Netzwerkleitung. Falls beispielsweise der Mikrocomputer 86 eine
Nachricht an irgendeine andere Stelle in dem System, einschließlich dem zentralen
Steuergerät 76, senden will, kann der Mikrocomputer 86 seine BUSYN-Leitung überwachen, um
festzustellen, ob sich zu diesem Zeitpunkt irgendeine Nachricht auf dem Netzwerk befindet.
Auf die gleiche Weise kann das zentrale Steuergerät 76 seine BUSYN-Leitung überwachen,
bevor es eine Nachricht absendet, um sicher zu sein, daß der Mikrocomputer 86 zum selben
Zeitpunkt keine Nachricht sendet oder empfängt.
Kopplungsnetzwerk 90
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Wie sich aus der obigen allgemeinen Diskussion ergibt, sorgt das Kopplungsnetzwerk 90 für
eine bidirektionale Kopplung zwischen dem Netzwerk 78 und dem digitalen IC 80, welches
auf die Trägerfrequenz von 115,2 kHz eingestellt ist. Das Kopplungsnetzwerk 90 sorgt auch
für eine Verstärkung des empfangenen Signals und begrenzt dieses Signal sowohl in die
positive als auch in die negative Richtung auf 5 V Spitze-zu-Spitze, bevor es an den
RX-Eingangsanschluß der Vorrichtung 80 angelegt wird. Das Kopplungsnetzwerk 90 koppelt auch
den Sendeausgangsanschluß TX mit der Stromversorgungsleitung und treibt ihn mit
hinreichender Leistung an, um für ein Signal mit einer Laufamplitude von 1 V auf der
Stromversorgungsleitung 78 zu sorgen, wenn die Vorrichtung 80 eine Nachricht an das Netzwerk sendet.
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In FIG. 16 ist ein Kopplungsnetzwerk 90 gezeigt, welches besonders geeignet für
Anwendungen ist, bei welchen die Vorrichtung 30 einer gesteuerten Einheit, wie beispielsweise einem
Heißwasserheizer oder einem Gefrierschrank in einem Haushalt zugeordnet ist. Bei solchen
Anwendungen ist eine +5 V-Versorgung für die Vorrichtung 30 gewöhnlich nicht verfügbar,
und das Kopplungsnetzwerk 90 von FIG. 16 ist vorgesehen, um von der konventionellen
Stromversorgungsleitung her zu funktionieren und eine geeignete Stromversorgung für die
Vorrichtung 80 zu erzeugen. Unter Bezugnahme auf diese Figur führen die
Stromversorgungsleitungen 230 und 232, welche eine 240 V-Wechselspannungsleitung sein können,
einem Verbraucher 234, der ein Heißwasserheizer oder ein Gefrierschrank in einem Haushalt
sein kann, über ein Leistungsrelais, welches allgemein mit 236 bezeichnet ist und im
Normalzustand geschlossene Leistungsrelaiskontakte 238 und 240 aufweist, den Versorgungsstrom
zu. Eine Schutzvorrichtung 242 ist zwischen der Stromversorgungsleitung 232 und der
Neutralleitung angeschlossen, wobei die Spannung gewöhnlich 120 V Wechselspannung beträgt.
Ein Vollwellengleichrichter 244 richtet die Wechselspannung auf der Leitung 232 gleich, und
der Ausgang des Gleichrichters 244 ist über eine Diode 250, einen Widerstand 248 und einen
Filterkondensator 246 mit Masse verbunden, so daß eine Gleichspannung von etwa 150 V
über den Kondensator 246 erzeugt wird.
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Um für einen geeigneten Spannungspegel für die Versorgung der Vorrichtung 80 zu sorgen,
ist die Spannung über den Kondensator 246 über einen Widerstand 252 mit einer Zenerdiode
254 verbunden, über welche eine Spannung von +10 V erzeugt wird, wobei ein Kondensator
256 parallel zu der Zenerdiode 254 angeschlossen ist, um für eine zusätzliche Filterwirkung
zu sorgen. Ein allgemein mit 258 bezeichneter Spannungsregler ist parallel zu der Zenerdiode
254 geschaltet und vorgesehen, um eine geregelte Spannung von +5 V an seinem Ausgang zu
erzeugen, der mit dem Vdd-Anschluß 28 der Vorrichtung 80 verbunden ist. Der
Spannungsregler 258 kann beispielsweise ein von National Semiconductor Inc. hergestellter Regler des
Typs LM 309 sein.
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Ein Transformator 260 wird verwendet, um für eine bidirektionale Kopplung zwischen dem
Netzwerk 78 und der Vorrichtung 80 zu sorgen. Der Transformator 260 weist eine
Primärwicklung 262 und eine Sekundärwicklung 264 auf, wobei die Primärwicklung 262 in Serie
mit einem Kondensator 266 zwischen der Stromversorgungsleitung 232 und dem Null-Leiter
liegt. Die beiden Wicklungen 262 und 264 des Transformators 260 sind entkoppelt, um es der
Wicklung 262 zu erlauben, als ein Teil eines abgestirnmten Resonanzkreises zu wirken,
welcher den Kondensator 266 beinhaltet, dessen Resonanzfrequenz auf die Trägerfrequenz von
115,2 kHz eingestellt ist. Insbesondere wird, wie in FIG. 16A gezeigt, die Kernstruktur des
Transformators 260 von zwei Sätzen gegenüberliegender E-förmiger Ferritkernabschnitte 268
und 270 gebildet, deren gegenüberliegende Arme durch einen kleinen Luftspalt getrennt sind.
Vorzugsweise sind diese Kernabschnitte aus einem von der Ferrox Cube Corp. hergestelltem
Ferritmaterial des Typs 814E250/3E2A gefertigt. Die Wicklung 262 ist um die
gegenüberliegenden oberen Armabschnitte 272 der Abschnitte 268 und 270 gewickelt, und die Wicklung
264 ist um die unteren Armabschnitte 274 gewickelt. Die Wicklung 262 und 264 sind somit
durch einen von den gegenüberliegenden mittleren Armen der Kernabschnitte 268 und 270
gebildeten magnetischen Nebenschluß entkoppelt, um für eine wesentliche Entkopplung
zwischen diesen Wicklungen zu sorgen. Die Wicklung 262 weist eine Induktivität von 0,2 mH
auf und besteht aus 100 Windungen eines AWG# 36-Drahts. Die Wicklung 264 weist eine
Induktivität von 7,2 mH auf und besteht aus 600 Wicklungen eines AWG# 40-Drahts. Das
Windungsverbäknis zwischen der Primärwicklung 262 und der Sekundärwicklung 264 beträgt
somit 1:6. Die Lufispalte zwischen den gegenüberliegenden Armen der Kernabschnitte 268,
270 betragen vorzugsweise 63 mils.
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Das obere Ende der Wicklung 264 ist mit der über den Kondensator 246 ausgebildeten
Spannung von 150 V verbunden, und das untere Ende dieser Wicklung ist mit dem Kollektor eines
Hochspannungs-NPN-Transistors 280 verbunden, dessen Emitter über einen kleinen
Widerstand 282 mit Masse verbunden ist. Vorzugsweise ist der Transistor 280 von dem Typ MJE
13003, der von Motorola Inc. hergestellt wird. Alternativ kann ein Hochspannungs-FET des
Typs IR 720, wie er von International Rectifier Co. hergestellt wird, als der Transistor 280
verwendet werden. Das untere Ende der Wicklung 264 ist ebenfalls über einen Kondensator
284 und zwei entgegengesetzt gepolte Dioden 286, 288 mit Masse verbunden.
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Wenn eine modulierte Trägernachricht über die Stromversorgungsleitung 232 zu der
Außenstelle der Vorrichtung 80 gesendet wird, kann das Ein-Aus-abgetastete Trägersignal eine
Amplitude im Millivoltbereich haben, falls die Nachricht über eine wesentliche Entfernung
über die Stromversorgungsleitung gesendet wurde. Die Wicklung 262 und der Kondensator
266 des Kopplungsnetzwerks 90 wirken als ein erster Resonanzkreis, der auf die
Trägerfrequenz von 115,2 kHz abgestimmt ist und ein Q von etwa 40 aufweist. Die Wicklung 264 und
der Kondensator 284 wirken auch als ein Resonanzkreis, der auf die Trägerfrequenz
abgestimmt ist. Vorzugsweise ist der Kondensator 266 ein Polypropylen-400 V-Kondensator mit
einer Kapazität von 0,01 µF. Der Kondensator 284 hat vorzugsweise einen Wert von 270 pF.
Falls das Signal auf der Leitung 232 eine Amplitude von beispielsweise 10 mV hat, wird
näherungsweise eine Spannung von Q-mal der Eingangsspannung über die Wicklung 262
erzeugt, d.h. ein Signal mit einer Amplitude von 400 mV. Das über die Wicklung 264 erzeugte
Signal wird aufgrund des Windungsverhältnisses des Transformators 260 um einen Faktor 6
erhöht, und es wird über den Kondensator 284 zu einem Filternetzwerk gekoppelt, welches
die Serienwiderstände 290, 292 und 294 umfaßt. Ein Nebenschlußwiderstand 296 ist
zwischen den Widerständen 290 und 292 vorgesehen und mit Masse verbunden, und ein kleiner
Kondensator 298, der vorzugsweise einen Wert von 100 pF hat, ist zwischen der Verbindung
der Widerstände 292 und 294 und Masse vorgesehen.
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Der Ausgang dieses Filterkreises wird einem Eingang eines Komparators 300 zugeführt,
dessen anderer Eingang mit Masse verbunden ist. Der Komparator 300 kann beispielsweise ein
Bereich eines Viererkomparators des kommerziellen Typs LM 239, der von National
Semiconductor Inc. hergestellt wird, sein. Der Komparator wird aus der über die Zenerdiode 254
erzeugten Versorgungsspannung von +10 V gespeist, und sein Ausgang wird dem
RX-Anschluß 6 der Vorrichtung 80 zugeführt. Dieser Ausgang ist über den Widerstand 302 auch mit
dem 5 V-Ausgang des Reglers 258 verbunden. Ein geringer Grad an positiver Rückkopplung
ist für den Komparator 300 mittels des Widerstands 304 vorgesehen, welcher zwischen den
Ausgang des Komparators 300 und dessen Plus-Eingangsanschluß geschaltet ist, wobei der
Widerstand 304 vorzugsweise einen Wert von 10 MΩ aufweist. Die leichte positive
Rückkopplung mittels des Widerstands 304 erzeugt ein kleines Totband an dem Eingang des
Komparators 300, so daß ein Signal von näherungsweise 5 mV erforderlich ist, um ein Signal in
dem Ausgang zu erzeugen, und Rauschspannungen unterhalb dieses Pegels werden nicht in
dem Ausgang des Komparators 300 reproduziert. Wenn jedoch das Eingangssignal einen
5 mV-Pegel übersteigt, wird es aufgrund der extrem hohen Verstärkung des Komparators 300
stark verstärkt, so daß ein verstärktes Trägersignal mit einer Amplitude von 5 V über den
Widerstand 302 erzeugt wird und dem RX-Eingangsanschluß der Vorrichtung 80 zugeführt wird.
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Wenn man nun die Arbeitsweise des Kopplungsnetzwerks 90 während des Sendens einer
Nachricht von der Vorrichtung 80 an das Netzwerk betrachtet, wird das modulierte
Trägersignal, welches an dem TX-Anschluß 10 der Vorrichtung 80 erzeugt wird, über einen
Kondensator 306 an die Basis des Transistors 280 gekoppelt. Diese Basis ist über eine Diode 308
und einen Widerstand 310 mit Masse verbunden. Der Transistor 280 ist ein Hochspannungs-
NPN-Transistor, so daß der Kollektor dieses Transistors über die Transformatorwicklung 264
mit der über den Kondensator 246 erscheinenden Versorgungsspannung von 150 V verbunden
werden kann. Der Kondensator 306 ist vorgesehen, um den TX-Ausgang der Vorrichtung 80
mit der Basis des Transistors 280 zu koppeln, da, wenn die Versorgungsspannung an die
Vorrichtung 80 angelegt wird, der TX-Ausgangsanschluß 10 einen Spannungswert von 5 V
annimmt, welcher den Transistor 280 zerstören würde, falls der Kondensator 306 nicht
vorgesehen wäre.
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Der Transistor 280 wird durch das modulierte Trägersignal ein- und ausgeschaltet, welches
über den Kondensator 306 auf die Basis dieses Transistors gegeben wird, und erzeugt folglich
während den Träger-Ein-Abschnitten der gesendeten Nachricht eine Spannung von etwa
150 V über die Wicklung 264. Wenn der Transistor 280 ausgeschaltet wird, wird ein
erheblicher Strom durch die Wicklung 264 gezogen, welcher sich nicht augenblicklich ändern kann,
so daß ein großer EMF-Rückpuls ebenfalls über die Wicklung 264 erzeugt wird. Die
entgegengesetzt gepolten Dioden 286 und 288 schützen die Empfängereingangsschaltung in beiden
Polungen vor den Hochspannungspulsen, welche während des Sendemodus über die
Wicklung 264 erzeugt werden. Jedoch versteht es sich, daß die Dioden 286 und 288 für Signale mit
kleiner Amplitude nichtleitend sind, und folglich kann das empfangende Trägersignal über
den Kondensator 284 ohne störenden Einfluß von den Dioden 286 und 288 zu dem
Komparator 300 gekoppelt werden.
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Die große über die Wicklung 264 erzeugte Trägerspannung wird in dem Transformator 260
nach unten gestuft und treibt die Stromversorgungsleitung 232, so daß die von der
Vorrichtung 80 erzeugte 33-Bit-Nachricht über eine wesentliche Entfernung zu dem zentralen
Steuergerät gesendet werden kann. Bei der Trägerfrequenz weist die Stromversorgungsleitung 232
eine sehr niedrige Impedanz von etwa 10 Ω auf, wohingegen der Blindwiderstand des
Kondensators 266 bei der Trägerfrequenz etwa 300 Ω beträgt. Folglich wird die
Stromversorgungsleitung im wesentlichen in einem Strommodus betrieben.
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Wenn man nun die Art und Weise betrachtet, auf welche die Vorrichtung 80 das Relais 236
und die zugeordnete Last 234 in Abhängigkeit von einer Lastabschaltanweisung steuert, ist
das Relais 236 mit einer Hochstromspule 320 versehen, welche die Hochstromrelaiskontakte
238, 240 steuert, wobei die Spule 320 in Serie mit den im Normalzustand geschlossenen
Kontakten 322 und einem SCR 324 mit Masse verbunden ist. Die andere Seite der Relaisspule
320 ist mit dem ungefilterten vollwellen-gleichgerichteten Ausgang des Gleichrichters 244
verbunden. Eine einen relativ niedrigen Strom haltende Spule 326 ist von dieser Stelle aus mit
der Drain-Elektrode eines FET 328 verbunden, dessen Source über den Widerstand 330 mit
Masse verbunden ist. Der COUT-Anschluß 8 der Vorrichtung 80 ist mit der Gate-Elektrode
eines FET 332 verbunden, dessen Drain-Elektrode über den Widerstand 334 mit der
+5 V-Versorgungsspannung verbunden ist, wobei die Source-Elektrode mit Masse verbunden
ist. Die Drain-Elektrode der FET-Source-Elektrode ist mit der Gate-Elektrode des FET 328
verbunden.
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Wenn die Versorgungsspannung an die Vorrichtung 80 angelegt wird, wird der COUT-
Anschluß "high", was den FET 332 leitend macht, und die über den Widerstand 334 erzeugte
Spannung hält den FET 328 im nichtleitenden Zustand. Folglich besteht kein Stromfluß durch
den Widerstand 330, und der SCR 324 wird im ausgeschalteten Zustand gehalten. Wenn eine
Lastabschaltanweisung von der Vorrichtung 80 empfangen wird, wird die COUT-Leitung
"low", was den FET 332 ausschaltet und den FET 328 leitend macht. Die über den
Widerstand 330 erzeugte Spannung schaltet den SCR 324 ein, so daß die Relaisspule 320 von Strom
durchflossen wird und die Hauptrelaiskontakte 238 und 240 öffnet. Zur gleichen Zeit werden
die im Normalzustand geschlossenen Kontakte 322 in Serie mit der Spule 320 geöffnet. Da
jedoch der FET 328 leitend ist, wird die Relaisspule 326 von Strom durchflossen und hält die
Kontakte 238, 240 und 322 offen. Die Spule 326 hat jedoch eine Impedanz, die wesentlich
größer als diejenige der Spule 320 ist, so daß nur ein kleiner Strom erforderlich ist, um die
Kontakte des Relais 236 offenzuhalten. Wenn eine Lasteinschaltanweisung von der
Vorrichtung 80 empfangen wird, wird die COUT-Leitung wieder "high", und der FET wird
nichtleitend, so daß die Spule 326 nicht länger von Strom durchflossen wird und die im
Normalzustand geschlossenen Kontakte des Relais 236 wieder geschlossen werden. Da das Relais
236 keine Hilfskontakte hat, um für eine Statusrückkopplung zu sorgen, sind die STAT1- und
STAT2-Anschlüsse 26 und 25 mit dem COUT-Anschluß 8 der Vorrichtung 80 verbunden.
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Falls ein variables Sperrzeitmerkmal erwünscht ist, wie dies obenstehend in Verbindung mit
FIG. 11 diskutiert wurde, können der TOUT-Anschluß 9 und der TIMR-Anschluß 24 der
Vorrichtung 80 in FIG. 16 in der in FIG. 11 gezeigten Weise verbunden sein, um für ein variables
Sperrzeitmerkmal in Verbindung mit dem Relais 236 zu sorgen.
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Es versteht sich, daß das Kopplungsnetzwerk 90 aufgrund der Tatsache, daß der
Koppeltransformator 260 relativ klein ist, eine sehr kleine physikalische Größe aufweisen kann. Das
Kopplungsnetzwerk 90, die Vorrichtung 80 und die Steuervorrichtungen 332, 328 und 324
können alle auf einer kleinen Leiterplatte angeordnet sein, welche innerhalb des Gehäuses des
Relais 236 montiert sein kann, um auf eine einfache und ökonomische Weise für ein
adressierbares Relais zu sorgen. Ferner können vorhandene Relais in adressierbare Relais
umgewandelt werden, indem einfach solch eine Leiterplatte installiert wird und für geeignete
Verbindungen zu der Stromversorgungsleitung gesorgt wird.
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Es versteht sich, daß in vielen Fällen die dem digitalen IC 80 zugeordnete gesteuerte
Einrichtung eine Niederspannungsgleichstromversorgung aufweist, die für andere logische
Schaltkreise in der gesteuerten Einrichtung vorgesehen ist. In einem solchen Fall kann das
Kopplungsnetzwerk von FIG. 16 wie in FIG. 17 gezeigt modifiziert werden, um direkt von einer
Niederspannungsgleichstromquelle betrieben zu werden. Unter Bezugnahme auf diese Figur
sind nur die Teile des Netzwerks von FIG. 16 gezeigt, welche gegenüber der Anordnung von
FIG. 16 verändert sind. Speziell ist das obere Ende der Wicklung 264 mit einer +24
V-Stromversorgung (von der angenommen wird, daß sie von der gesteuerten Einrichtung zur
Verfügung gestellt wird) verbunden, und das untere Ende der Wicklung 264 ist über einen
Widerstand 340 mit der Drain-Elektrode eines FET 342 verbunden, dessen Source-Elektrode mit
Masse verbunden ist. Vorzugsweise ist der FET ein Leistungs-FET des kommerziellen Typs
2N6660. Die Gate-Elektrode des FET 342 ist über die Diode 308 mit Masse und über den
Kondensator 306 mit dem TX-Anschluß der Vorrichtung 80 verbunden. Die Drain-Elektrode
des FET 342 ist über eine Diode 344 und einen Widerstand 346 auch mit einer Leuchtdiode
348 gekoppelt. In der Schaltung von FIG. 17 sind der Spannungsregler 258 und der
Komparator 300 von einem geeigneten kommerziellen Typ, der direkt von der +24
V-Stromversorgung versorgt werden kann. Da eine niedrigere Gleichspannung in der Schaltung von FIG. 17
verfügbar ist, haben die beiden Wicklungen 262 und 264 des Transformators 260 von FIG. 17
die gleiche Windungszahl, d.h. 100 Windungen aus einem AWG# 36-Draht, und die
Kondensatoren 266 und 284 sind beide Kondensatoren mit einer Kapazität von 0,01 µF.
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Beim Betrieb empfängt die Schaltung von FIG. 17 ein Ein-Aus-moduliertes Trägersignal von
der Stromversorgungsleitung 78, welches über den Transformator 260 ohne
Hochtransformieren eingekoppelt wird, da beide Wicklungen 262 und 264 die gleiche Windungszahl haben.
Das über die Wicklung 264 erzeugte Signal wird über den Kondensator 284 und den
Eingangsfilter und Komparator 300, wie dies in Verbindung mit FIG. 16 beschrieben wurde, auf
den RX-Anschluß der Vorrichtung 80 gekoppelt. In dem Sendemodus wird das modulierte
Trägersignal auf dem TX-Anschluß über den Kondensator 306 der Gate-Elektrode des FET
342 zugeführt, um dieses Bauelement ein- und auszuschalten, was einen modulierten
Trägerstrom in der Transformatorwicklung 264 erzeugt, welcher auf die Stromversorgungsleitung 78
übertragen wird. Da die Wicklungen 262 und 264 in der Ausführungsform von FIG. 17 die
gleiche Windungszahl haben, wird das übertragene Signal beim Durchlaufen des
Transformators nicht heruntertransformiert, und folglich ist der Pegel der gesendeten Nachricht in der
Stromversorgungsleitung 78 etwa der gleiche wie in der Ausführungsform von FIG. 17,
obwohl die 24 V-Versorgungsspannung etwa ein Sechstel der +150 V-Versorgungsspannung in
der Ausführungsform von FIG. 16 ist. Die LED 348 zeigt die Zeiträume an, während welcher
die Vorrichtung 80 eine Nachricht an das Netzwerk 78 sendet.
Detaillierte Beschreibung der digitalen Vorrichtung 80
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Die Figuren 18 bis 33 bilden, wenn sie in der in FIG. 34 gezeigten Weise angeordnet werden,
ein detailliertes schematisches Diagramm des digitalen IC 80, welches oben allgemein
beschrieben wurde. Allgemein gesagt, sind in diesem schematischen Diagramm die
Logiksignale, welche an den Ausgängen von verschiedenen Abschnitten der Schemadarstellung
erzeugt werden, mit einer Buchstabenabkürzung wiedergegeben, welche mit "N" endet, wenn
das bestimmte Signal eine low-aktive Ausgabe ist. Ansonsten ist das Signal high-aktiv.
Digitaler Demodulator 150
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Wenn man nun den digitalen Empfänger-Demodulator 150 und die zugeordnete
Startbiterfassungs- und Rahmungslogik detaillierter betrachtet, sollte zuerst hervorgehoben werden, daß,
während dieser Demodulator besonders geeignet zum Demodulieren von Trägerinformation
auf Stromversorgungsleitungen in stark verrauschten Umgebungen ist und sich für eine
Implementierung in digitalen hochintegrierten Schaltungen, wie beispielsweise der Vorrichtung
80 eignet, dieser Demodulator eine breite allgemeine Anwendbarkeit aufweist und überall
verwendet werden kann, wo es erforderlich ist, ASK-modulierte binäre Daten zu
demodulieren. Der Demodulator kann alleine verwendet werden, da er ohne weiteres in einer digitalen
Logik implementiert ist oder als Teil eines größeren Systems, wie in dem digitalen IC 80,
verwendet werden. Wie oben allgemein diskutiert wurde, ist der Empfänger-Demodulator 150
ausgelegt, um über eine Stromversorgungsleitung gesendete Daten zu demodulieren.
Trägersignale auf Stromversorgungsleitungen werden von drei Arten von Rauschen beeinflußt:
Gaußsches Rauschen, kohärente Signale und Impulsstörungen. Das Trägersignal plus dem
Rauschen wird in den digitalen Demodulator 150 über das Kopplungsnetzwerk 90 eingespeist,
welches einen Eingangsfilter aufweist, welcher die Vorrichtung 80 mit der
Stromversorgungsleitung 78 koppelt, wie dies oben detailliert in Verbindung mit Fie. 16 beschrieben
wurde. Dieser Eingangsfilter erzeugt Oszillationen (gedämpfte Schwingungen) in
Abhängigkeit von den Impulsstörungs-Eingangssignalen. Andererseits ist es wünschenswert, die
Rauschleistungsbandbreite des Eingangsfilters zu verringern, d.h. ein hohes Q zu erzielen,
während gleichzeitig ein Bedürfnis nach einem Eingangsfilter mit einem relativ niedrigen Q
besteht, um die mit Impulsstörungen verbundene Abklingzeit zu verringern. Die Filterwirkung
des digitalen Demodulators 150 versucht diese beiden einander widersprechenden
Anforderungen miteinander auszugleichen.
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Wie oben allgemein diskutiert wurde, besteht das in dem digitalen IC 80 verwendete
Trägermodulationssystem in einem Ein-Aus-Tasten einer Trägerfrequenz von 115,2 kHz bei 300
Baud. Dieses Modulationssystem wurde gegenüber einer Phasenverschiebungsmodulation bei
den erforderlichen Datenraten wegen den mit der Stromversorgungsleitung 78 verbundenen
wesentlichen Phasenstörungen vorgezogen. Die Trägerfrequenz von 115,2 kHz wurde
basierend auf Spektralanalysen der typischen Stromversorgungsleitungssystemen gewählt, und die
300 Baud-Bitrate wurde gewählt, um für einen maximalen Durchsatz bei akzeptablen
Fehlerraten zu sorgen.
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Der allgemeine Ansatz in dem digitalen Demodulator 150 besteht darin, eine Phasenkohärenz
auf kurzer Zeitskala, d.h. über 1/2 Trägerzyklen, für die Frequenzerfassung zu erfordern, und
eine kontinuierliche Phasenkohärenz auf längerer Zeitskala, d.h. 1/6 Bit oder 64 Trägerzyklen
bei 300 Baud, zu erfassen, um für eine Diskriminierung gegenüber Impulsstörungen zu
sorgen. Impulsstörungen erzeugen auch Frequenzinformation, welche auf kurzer Zeitskala
kohärent ist, jedoch auf der längeren Zeitskala nicht perfekt kohärent ist. Der Grund dafür, daß die
längere Zeitskala nicht auf ein gesamtes Bit oder einen längeren Bruchteil eines Bits
ausgedehnt wird, besteht darin, daß die Stromversorgungsleitung Phasendiskontinuitäten erzeugt,
die über das verwendete Zeitintervall signifikant sind. Ein Beispiel für eine auf der
Stromversorgungsleitung erzeugte Phasendiskontinuität ist eine Leitungswiderstandsstörung, die von
Gleichrichtern verursacht wird, die zu leiten beginnen oder ihren leitfähigen Zustand beenden,
wobei dies in Verbindung mit einem kapazitiven Eingangsfilter geschieht. Diese
Phasendiskontinuitäten werden erfaßt und führen zu Bit-Fehlern. Indem die Integrationszeit zu einem
Sechstel eines Bits gewählt wird, kann jede Phasenstörung nur zu einer Verschlechterung von
einem Sechstel eines Bits führen.
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Der digitale Demodulator 150 erfaßt somit sowohl Frequenz als auch Phase eines
eingehenden Signais über ein Sechstel eines Bitintervalis (etwa 556 µsec bei 300 Baud). Falls die
Eingangsfrequenz korrekt ist und eine Phasenkohärenz für mindestens drei Viertel des 1/6-Bits-
Intervalls aufrecht erhält, wird ein Zähler inkrementiert. Nachdem sechs dieser
1/6-Bit-Intervalle verarbeitet sind, wird der Zählerinhalt untersucht. Falls der Zähler bis vier oder mehr
hochgezählt hat (unter der Annahme, daß bei 0 begonnen wurde), gibt der Demodulator eine
demodulierte logische 1 aus. Falls der Zählerinhalt weniger als 4 ist, gibt der Demodulator
eine demodulierte logische 0 aus.
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Unter anfänglicher Bezugnahme auf das Blockdiagramm des in Fig. 35 gezeigten digitalen
Demodulators wird ein Oszillator- und Zeitgeber-Untersystem 400 verwendet, um für alle
Zeitgebersignale und Strobesignale für die anderen Bereiche des Demodulators 150 zu sorgen.
Ein 3,6864 MHz ± 0,015 %-Oszillator wird verwendet, um diese Zeitgeberschaltkreise zu
treiben. Das Trägereingangssignal, welches in dem Kopplungsnetzwerk 90 verstärkt und
begrenzt wird und an den RX-Eingangsanschluß der Vorrichtung 80 angelegt wird, wird in ein
zwei Trägerbestätigungsschaltkreisen 402 und 404 eingespeist, wobei diese Schaltkreise mit
einem Phasenversatz von 900 zueinander arbeiten. Jeder der Trägerbestatigungsschaltkreise
402 und 404 untersucht das Eingangssignal und bestimmt, ob es innerhalb eines akzeptablen
Frequenzbands, dessen Mitte die Trägerfrequenz ist, liegt. Dies geschieht zyklusweise. Jeder
Trägerbestätigungsschaltkreis weist zwei Ausgänge auf. Ein Ausgang erzeugt einen Impuls,
falls ein Signal innerhalb des Durchlaßbands liegt und die abgetastete Phase des
Eingangssignals eine logische 1 ist. Der andere Ausgang erzeugt einen Impuls, falls das Signal
innerhalb des Durchlaßbandes liegt und die abgetastete Phase des Eingangssignals eine logische
ist. Die vier Ausgänge der Trägerbestätigungsschaltkreise 402 und 404 werden als
Takteingangssignale für eine Reihe von vier Phasenzählem 406, 408, 410, 412 verwendet, welche
nach jedem Sechstel eines Bits zurückgesetzt werden. Bei 300 Baud enthält jedes Bit 384
Zyklen des 115,2 kHz-Trägers. Deshalb enthält ein Sechstel eines Bits 64 Trägerzyklen. Falls
einer der Phasenzähler 406 bis 412 auf 48 oder mehr hochzählen sollte, wodurch eine
Phasenkohärenz über drei Viertel des 1/6-Bit-Intervalls angezeigt wird, wird eine logische 1 an dem
Ausgang eines ODER-Gatters U166 mit vier Eingängen erzeugt, welche die Ausgänge der
Phasenzähler 406 bis 412 sind.
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Der Ausgang des ODER-Gatters U166 ist mit der Startbit-Erfassungs- und Rahmungslogik,
die allgemein mit 414 bezeichnet ist, verbunden. Allgemein betrachtet triggert die erste
Eingabe einer logischen 1 in den Schaltkreis 414 den Startbit-Detektor. Der Startbit-Detektor löst
dann das Rücksetzen eines Zählers aus und inkrementiert ihn in Intervallen von einem
Sechstel eines Bits. Dieser Zähler zählt dann 11 weitere 1/6-Bit-Intervalle. Am Ende eines jeden
1/6-Bit-Intervalls wird die Ausgabe des ODER-Gaffers U166 abgetastet und dieser Zähler wird
inkrementiert, falls es sich um eine logische 1 handelt. Der Zähler wird am Ende eines jeden
zwölften 1/6-Bit-Intervalls untersucht. Falls der Zählerinhalt 8 oder mehr ist, werden zwei
gültige Startbits angenommen. Der Zähler wird dann zurückgesetzt und sechs 1/6-Bit-Intervalle
werden abgezählt. Am Ende jedes Intervalles wird der Ausgang des ODER-Gatter U166
erneut abgetastet und der Zähler inkrementiert, falls eine logische eins anliegt. Der Zähler wird
am Ende jedes sechsten 1/6-Bit-Intervalls untersucht. Falls der Zähler vier oder mehr anzeigt,
wird eine demodulierte logische 1 auf der DEMOD-Ausgangsleitung erzeugt. Falls der Zähler
weniger als 4 anzeigt, wird eine logische 0 demoduliert. Dieser Prozeß wird 30 weitere Male
wiederholt, um ein vollständiges Wort mit einer Länge von 32 Bit (einschließlich der beiden
Startbits) zu ergeben. Falls am Anfang der Zähler über ein Zwei-Bit-Intervall nicht auf 8
hochzählt, setzt sich die Startbitlogik 414 zurück und wartet auf die nächste logische 1 aus
dem ODER-Gatter U166.
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Wenn nun die Trägerbestätigungsschaltkreise 402 und 404 detaillierter betrachtet werden,
tastet jeder dieser Schaltkreise die Trägereingabe beim Doppelten der Trägerfrequenz von
115,2 kHz ab. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Schaltkreisen besteht in der
Abstastphase, wobei der Schaltkreis 402 mit einem Phasenversatz von 90º bezüglich des
Schaltkreises 404 abtastet. Unter Bezugnahme auf FIG. 36 sind die 0º-Tastimpulse des
Trägerbestätigungsschaltkreises 402 mittels nach unten gerichteter Pfeile relativ zu dem
eingehenden Trägersignal bezeichnet, und die 90º-Abtastimpulse des
Trägerbestätigungsschaltkreises 402 sind mit nach oben gerichteten Pfeilen bezeichnet. Es ist aus FIG. 36 ersichtlich,
daß aufgrund des Abtastens mit einer Phasenverschiebung von 90º durch die Schaltkreise 402
und 404 die Unbestimmtheit des Abtastens des Trägereingangssignals um seine Flanken
herum eliminiert wird, da, falls einer der Schaltkreise 402 oder 404 das Trägersignal in dem
Übergangsbereich von "high" nach "low" abtastet, der andere Schaltkreis das Trägersignal in
der Mitte des Rechteckwellen-Tragereingangssignals abtastet. Durch gleichzeitiges Zählen der
Ausgabesignale der beiden Trägerbestätigungsschaltkreise 402 und 404 kann somit
sichergestellt werden, daß einer der beiden das eingehende Träger-Rechteckwellensignal entfernt
von dessen Flanken abtastet.
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Jeder der Schaltkreise 402 und 404 speichert seine drei letzten Abtastproben, wobei jede
Abtastprobe ein Halbzyklus-Abtastsignal des eingehenden Tragersignals darstellt. Nach jeder
weiteren Tastprobe erzeugt der Schaltkreis einen Impuls auf einem seiner beiden Ausgänge,
vorausgesetzt, daß die drei gespeicherten Abtastproben ein 1-0-1- oder ein 0-1-0-Muster
bilden. Der Puls erscheint an einem Ausgang, falls die letzte Abtastprobe eine logische 1 ist, und
er erscheint an dem anderen Ausgang, falls die letzte Abtastprobe eine logische 0 ist. Es ist
somit ersichtlich, daß ein Ausgangspuls auf einem Ausgang eines jeden Schaltkreises 402
oder 404 alle 8,68 µsec erscheint, falls das altemierende Muster von Halbzyklus-Abtastproben
weiter auftritt. Indem er fordert, daß drei aufeinanderfolgende Abtastproben des Eingangs
einander in der Phase entgegengesetzt sind, fordert der Demodulator 150 ein strengeres
Akzeptanzkriterium eines Eingangssignals als gültiges Trägersignal, als dies bei einem Schaltkreis
der Fall wäre, der nur die beiden letzten Halbzyklusabtastproben berücksichtigt. Diese
Technik des Berücksichtigens von drei aufeinanderfolgenden Abtastproben des Eingangssignals,
die einander bezüglich der Phase entgegengesetzt sein müssen, stellte sich als sehr effektiv
beim Ausschließen von Rauschen in den Intervallen heraus, in denen kein Signal vorliegt, und
die Trägerbestatigungsschaltkreise 402 und 404 sind effektiv beim Ausschließen aller
Frequenzen außer den ungeraden harmonischen Vielfachen der Trägerfrequenz.
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Wenn man nun die Details der Trägerbestatigungsschaltkreise 402 und 404 betrachtet und
sich auf die Figuren 18 und 19 bezieht, in welchen diese Schaltkreise in dem detaillierten
schematischen Diagramm der Vorrichtung 80 gezeigt sind, wird das 3,6864
MHz-Oszillatorsignal, welches von dem mit den Anschlüssen 3 und 4 der Vorrichtung 80 verbundenen
Kristalloszillator erzeugt wird, in den Teilerstufen U102 und U103 heruntergeteilt, um für ein
921,6 kHz-Signal zu sorgen, welches verwendet wird, um einen zweistufigen Johnson-Zähler
zu takten, welcher die Stufen U104 und U105 umfaßt. Die Q- und QN-Ausgänge der Stufe
U105 beinhalten zwei gegenphasige Rechteckwellen mit der doppelten Frequenz der
Trägerfrequenz von 115,2 kHz. Diese Ausgänge werden über die Inverter U18 und U40 angelegt,
um als Taktsignale für die Trägerbestätigungsschaltkreise 402 und 404 zu wirken. Der
Schaltkreis 402 wird jedoch getaktet, wenn U18 positiv wird und U40 negativ wird, wohingegen der
Schaltkreis 404 getaktet wird, wenn U18 negativ und U40 positiv wird, so daß die
Schaltkreise 402 und 404 das eingehende Trägersignal um 90º versetzt auf der Trägerwelle abtasten.
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Um für einen Schaltkreis zu sorgen, welcher die drei letzten Abtastproben des eingehenden
Trägersignals speichert, wird ein zweistufiges Schieberegister bei der doppelten
Trägerfrequenz getaktet. Wenn man den Trägerbestätigungsschaltkreis 402 betrachtet, werden somit
die Schieberegisterstufen U113 und U114 beim Doppelten der Trägerfrequenz getaktet, wie
dies oben beschrieben wurde, wobei der Ausgang einer jeden Stufe mittels der exklusiven
ODER-Gatter U133 bzw. U134 mit dem Eingang einer jeden Stufe in einer exklusiven
ODER-Verknüpfung verschaltet. Die exklusiven ODER-Ausgänge der Gatter U133 und U134
werden in dem NAND-Gatter U137 UND-verknüpft, wobei dessen Ausgang in dem
Invertierer U35 invertiert und an den D-Eingang einer Registerstufe U115 angelegt wird. Das
eingehende Trägersignal an dem RX-Anschluß 6 wird über den Invertierer U25, das NAND-Gatter
U139 und die Invertierer U16 und U39 an den D-Eingang der ersten Registerstufe U113
angelegt. Der andere Eingang des NAND-Gaffers U139 wird von dem TXONN-Signal
gesteuert, so daß den Trägerbestätigungsschaltkreisen 402 und 404 während des Sendens der
Vorrichtung 80 kein Trägereingangssignal zugeführt wird.
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Wenn man annimmt, daß ein 1-0-1-Muster auf dem D-Eingang zu der Schieberegisterstufe
113, dem Q-Ausgang dieser Stufe und dem Q-Ausgang der Registerstufe U114 anliegt,
bedeutet dies, daß die letzte Abtastprobe, welche eine 0 ist, in U113 gespeichert ist, und die
davor liegende Abtastprobe, welche eine list, in U114 gespeichert ist. Jedoch wurde die an dem
D-Eingang von U113 anliegende Abtastprobe bisher nicht gespeichert. Unter diesen
Umständen sind die Ausgänge der exklusiven ODER-Gatter U133 und U134 1, und der Ausgang des
NAND-Gatters U137 ist eine 0, welche invertiert und an den D-Eingang der Registerstufe
U115 angelegt wird. Beim nächsten Taktpuls ist der Q-Ausgang von U115 eine 1. Falls zum
Zeitpunkt dieses Taktpulses der D-Eingang von U113 eine 1 bleibt, wird diese 1 in U113
getaktet, so daß dessen Q-Ausgang eine 1 ist, welche die gespeicherte, zum Zeitpunkt dieses
Taktpulses vorliegende Abtastprobe darstellt. Der Q-Ausgang der Stufe U115 wird als ein
Eingang den NAND-Gattem U158 undU159 zugeführt, und der Q-Ausgang der Stufe U113
wird direkt als weiterer Eingang dem NAND-Gatter U158 und über den Invertierer U36 als
weiterer Eingang dem NAND-Gaffer U159 zugeführt.
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Ein bei der Trägerfrequenz auftretendes Abtastsignal wird den NAND-Gattern U158 und
U159 als dritter Eingang zugeführt. Insbesondere werden die Stufen U104 und U105 des
Johnson-Zählers in den NOR-Gattem U66 und U65 kombiniert, um für Signale mit der
doppelten Trägerfrequenz zu sorgen, welche einem sequentiellen Zähler, der die Stufen U106 bis
U110 umfaßt, zugeführt werden. Der Eingang und der Ausgang der ersten Stufe U106 werden
in dem NOR-Gatter U130 kombiniert, um für ein Abtastsignal bei der Trägerfrequenz für die
NAND-Gatter U158 und U159 zu sorgen. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, daß der
Q-Ausgang der Stufe 115 unabhängig von den 1-0-1- oder 0-1-0-Mustern an den Eingängen
und Ausgängen der Stufen U113 und U114 immer eine list. Jedoch wird der Q-Ausgang der
Stufe U113 direkt dem NAND-Gatter U158 und über den Invertierer 136 dem NAND-Gatter
U159 zugeführt. Folglich wird nur eines dieser NAND-Gatter in Abhängigkeit von dem
Zustand des Q-Ausgangs der Stufe U113 freigegeben. Wenn dieser Ausgang 0 ist, erzeugt das
NAND-Gatter U159 einen Puls auf der ZEROA-Ausgangsleitung, wohingegen das NAND-
Gatter U158 einen Puls auf der ONEA-Ausgangsleitung erzeugt, wenn der Q-Ausgang der
Stufe 113 1 ist.
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Es ist somit ersichtlich, daß der Puls entweder auf dem ONBA-Ausgang oder dem ZBROA-
Ausgang des Trägerbestätigungsschaltkreises 402 bedeutet, daß über den relativ kurzen
Zeitraum von 1½ Trägerzyklen das Bingangsträgersignal allgemein in Phase mit den in der
Vorrichtung 80 mittels des Kristalloszillators 102 erzeugten Zeitgebersignalen ist. Der Begriff
"allgemein" wird verwendet, da ein vorgegebenes Muster fortgesetzt erzeugt werden kann,
selbst wenn sich das eingehende Trägersignal um einen wesentlichen Betrag in der Phase
verschiebt, wie dies durch die unterbrochene Linie in FIG. 36 gezeigt ist. Falls das selbe Muster
fortdauert, zeigt dies an, daß das eingehende Signal weiter in Phase mit den
Zeitgeberschaltkreisen der Vorrichtung 80 ist, wobei weiter ein Ausgabesignal entweder auf dem ONEA-
Ausgang oder dem ZEROA-Ausgang des Schaltkreises 402 in jedem Trägerzyklus erzeugt
wird.
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Der Trägerbetätigungsschaltkreis 404 arbeitet im wesentlichen identisch wie der Schaltkreis
402, außer daß er entgegengesetzt zu dem Schaltkreis 402 getaktet ist, so daß das eingehende
Trägersignal an einer Stelle abgetastet wird, die um 90º bezüglich des
Trägerbestätigungsschaltkreises 402 verschoben ist. Falls der Schaltkreis 402 das eingehende Trägersignal nahe
den Trägersignalflanken abtastet und folglich möglicherweise kein verläßliches 1-0-1- oder
0-1-0-Muster liefert, tastet der Trägerbestätigungsschaltkreis 404 das eingehende Trägersignal
in der Mitte zwischen seinen Flanken ab, so daß mittels des Schaltkreises 404 ein verläßliches
Muster erhalten wird.
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Wie oben allgemein beschrieben wurde, werden die Phasenzähler 406 bis 412 getrennt
verwendet, um die Zahl der während eines Zeitintervalls entsprechend einem Sechstel eines Bits
an den vier Ausgängen der Bestätigungsschaltkreise 402 und 404 erzeugten Pulse zu zählen.
Falls einer dieser Zähler während der 64 Trägerzyklen die während eines Intervalls von einem
1/6-Bit bei 300 Baud auftreten, einen Zählwert von 48 erreicht, oder 12 aus 16 bei 1200 Baud,
wird angenommen, daß ein gültiges Trägersignal über dieses 1/6-Bit-Intervall vorlag, und ein
Ausgangssignal wird dem ODER-Gatter U166 zugeführt. Unter Bezugnahme auf die FIGN. 19
und 20, in welchen die Zähler 406 bis 412 detailliert gezeigt sind und unter Betrachtung des
Phasenzählers 406 wird der ONEA-Ausgang des Trägerbestätigungsschaltkreises 402 über
das NAND-Gatter U140 einem die Stufen U71 bis U76 umfassenden sequentiellen Zähler als
der Takt- und Nicht-Takt-Eingang zugeführt. Wenn der Zähler 406 einen Zählwert von 48 bei
300 Baud erreicht, werden die Q-Ausgänge der "16"-Stufe U75 und der "32"-Stufe U76 in
dem NAND-Gatter U141 kombiniert, dessen 0-Ausgang dem NAND-Gatter U 166 zugeführt
wird, welches die von den Zählern 406 bis 412 ausgegebenen Nullen ODER-verknüpft und
dem ODER-Gatter U166 von Fig. 26 entspricht. Wenn der Zähler 406 einen Zählwert von 48
erreicht, wird der Ausgang des NAND-Gaffers U141 auf den anderen Eingang des NAND-
Gatters U140 gegeben, um den Eingang des Zählers 406 während des Rests des
1/6-Bit-Intervalls zu sperren. In ähnlicher Weise zählt der Phasenzähler 408 die an dem ZEROA-Ausgang
des Trägerbestätigungsschaltkreises 402 erzeugten Pulse, der Phasenzähler 410 zählt die an
dem ONEB-Ausgang des Trägerbestätigungsschaltkreises 404 erzeugten Pulse und der
Phasenzähler 412 zählt die an dem ZEROB-Ausgang des Schaltkreises 404 erzeugten Pulse.
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Der digitale Demodulator 150 ist somit in der Lage, eine gesendete Nachricht selbst dann zu
empfangen, wenn das empfangene Trägersignal über eine empfangene Nachricht, die bei 300
Baud gesendet wurde, um einen wesentlichen Betrag driftet. Dies wird erreicht, indem die
phasenzählenden Kanäle 406 bis 412 vorgesehen sind, die alle nur über ein Intervall von
einem Sechstel Bit zählen. Die empfangene Nachricht driftet möglicherweise während eines
Sechstel eines Bits relativ zu einem dieser Kanäle hinreichend, um das 1-0-1- oder 0-1-0-
Muster eines der Trägerbestätigungsschaltkreise 402 oder 404 zu verändern, jedoch wird sich
beim anderen das Muster über dieses Intervall nicht ändern. Falls das empfangene
Trägersignal um einen wesentlichen Betrag nach links driftet, wie dies in FIG. 36 mit der
unterbrochenen Linie angedeutet ist, wird sich folglich das 1-0-1-Muster der 0º-Abtastprobe nicht
ändem, während sich das 90º-Abtastprobenmuster aufgrund dieser Trägersignaldrift von 1-0-1
auf 0-1-0 ändert. Die 0º-Abtastprobe ergibt somit mit diesem Betrag der Trägersignaldrift eine
gültige 1/6-Bit-Zählung, während dies bei der 90º-Abtastprobe nicht der Fall ist. Indem die
Ausgänge aller Phasenverbinder 406 bis 412 ODER-verknüpft werden, werden
möglicherweise durch verschiedene Phasenzähler mehrere 1/6-Bit-Intervalle aufeinanderfolgend gezählt,
wodurch eine wesentliche Drift in beiden Richtungen zwischen dem Trägersignal und den in
dem Demodulator 150 erzeugten Abtastsignalen ausgeglichen wird. Als ein Ergebnis kann die
empfangene 33-Bit-Nachricht ohne die Verwendung einer Phasenverriegelungsschleife oder
eines anderen Synchronisationsschaltkreises und trotz der Tatsache demoduliert werden, daß
die Kristalloszillatoren in dem zentralen Steuergerät und der Außenstation asynchron und bei
leicht unterschiedlichen Frequenzen arbeiten.
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Wie oben allgemein diskutiert wurde, zählen die Phasenzähler 406 bis 412 auch die
Phasenkohärenzen der Trägerbestätigungsschaltkreise 402 und 404 nur über 1/6-Bit-Intervall, um jede
Phasenstörung zu vermeiden, die auf der Stromversorgungsleitung erzeugt werden könnte, die
als das Netzwerkübertragungsmedium verwendet wird. Folglich werden die Phasenzähler 406
bis 412 nach jedem 1/6-Bit-Intervall zurückgesetzt. Insbesondere wird der Ausgang des
sequentiellen Zählers U106 bis U110, dessen Eingang mit der doppelten Trägerfrequenz
getaktet wird, über den Schalter U122, die Invertierer U873 und U874, den Schalter U128 und
die Invertierer U867 und U17 einem zweistufigen Johnson-Zähler, der die Stufen U111 und
U112 umfaßt, zugeführt. Die Ausgabe dieses Zählers ist ein Signal mit 1/64 der
Trägerfrequenz, was bei einer Baud-Rate von 300 einem Sechstel eines Bit-Intervalls entspricht.
Folglich wird der Ausgang des Invertierers U15, der mit dem Q-Ausgang der Stufe U112
verbunden ist, verwendet, um die Phasenzähler 406 bis 412 rückzusetzen. Insbesondere wird die
Ausgabe des Invertierers U15 als ein Takteingang dem Flipflop U172 zugeführt, dessen
D-Eingang mit der +5 V-Versorgungsspannung verbunden ist. Der Q-Ausgang der Stufe
U172 wird über die Invertierer U20 und U50 der RSTPHAS-Leitung (Rücksetzen der
Phasenzähler) gekoppelt und setzt alle Phasenzähler 406 bis 412 zurück. Die Stufe U172 wird durch
den Ausgang des NOR-Gatters U65 zurückgesetzt, welches bezüglich der Ausgabe des NOR-
Gatters U66 verzögert ist, welches den sequentiellen Zähler U106 bis U110 steuert.
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Bei detaillierterer Betrachtung des Startbit-Erfassungs- und Rahmungslogikabschnitts des
Demodulators 150 wird der die Stufen U111 und U112 umfassende Johnson-Zähler verwendet,
um eine Anzahl Zeitgebersignale zu erzeugen, die in den Startbiterfassungs- und
Rahmungslogikschaltkreisen verwendet werden. Insbesondere werden die Eingänge und Ausgänge der
Stufen U111 und U112 in einer Reihe von NOR-Gattem U67 bis U70, U132 und U200
kombiniert, um für eine Anzahl von Abtastsignalen zu sorgen. Die Nomenklatur und Zeitabfolge
dieser Abtastsignale ist in FIG. 37 gezeigt, wobei die Wellenform 37(a) die Ausgabe des
Schalters U128 ist, welche beim Vierundzwanzigfachen der Bitrate von 300 Baud auftritt. Die
Ausgabe des NOR-Gatters U67 wird als STBAD bezeichnet und ist in FIG. 37(b) gezeigt. Die
Ausgabe des NOR-Gatters U132, die als STBB bezeichnet ist, ist in FIG. 37(c) gezeigt. Die
Ausgabe des NOR-Gatters U68, die als STBBD bezeichnet ist, ist in FIG. 37(d) gezeigt. Die
als STBCD bezeichnete Ausgabe des NOR-Gatters U69 ist in FIG. 37(e) gezeigt. Die als
STBD bezeichnete Ausgabe des NOR-Gatters U200 ist in FIG. 37(f) gezeigt, und die als
STBDD bezeichnete Ausgabe des NOR-Gatters U70 ist in FIG. 37(g) gezeigt.
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Falls einer der Phasenzähler 406 bis 412 während eines 1/6-Bit-Intervalls auf 48 hochzählt und
das ODER-Gatter U166 eine Ausgabe erzeugt, wird die Rücksetzung eines Bitrahmenzählers
420 (FIG. 22) aufgehoben, und er wird um eins inkrementiert. Der Bitrahmenzähler 420 wird
anfänglich gesetzt, um 12 1/6-Bit-Intervalle zu zählen, um für einen Bezugsrahmen zu sorgen,
um zu bestimmen, ob das eingehende Signal zwei Startbits aufweist, die beide einen Wert von
logisch "1" haben. Zur gleichen Zeit wird ein Demodulatorzähler 422 (FIG. 21) verwendet, um
die Anzahl der von dem ODER-Gatter U 166 erzeugten Ausgangssignale von jedem der
Phasenzähler 406 bis 412 während des 2-Bit-Intervalls zu zählen, welches durch den
Bitrahmenzähler 420 bestimmt wird. Falls der Demodulatorzähler 422 auf 8 oder mehr während dieses
2-Bit-Intervalls hochzählt, wird ein gültiges Startbit angenommen. Falls andererseits der
Zähler 422 einen Zählwert von weniger als 8 aufweist, wenn der Zähler 420 auf 12
hochgezählt hat, wird die Rahmungslogik zurückgesetzt und wartet auf die nächste logische 1 aus
dem ODER-Gatter U166. Wenn das ODER-Gaffer U166 eine Ausgabe erzeugt, wird diese
über den Schalter U129 dem D-Eingang des Flipflops U95 (Fle. 22) zugeführt, welches von
dem Ausgang der Stufe U112 des Johnson-Zählers nahe dem Ende eines jeden
1/6-Bit-Intervalls getaktet wird. Wenn das Flipflop U95 "high" wird, taktet es ein Flipflop U119, dessen
D-Eingang mit der +5 V-Versorgungsspannung verbunden ist, so daß der QN-Ausgang von
U119 "low" wird. Dieser Ausgang steuert über das NAND-Gatter U162, den Invertierer U53,
das NOR-Gatter U176 und den Invertierer U54 die Bitrücksetzleitung (BITRST), so daß die
Rücksetzung an beiden Zählern 420 und 422 aufgehoben wird. Ferner wird der
Bitrahmenzähler 420 mittels des STBAD-Pulses (Fig. 37(b)) um eins inkrementiert, welcher über den
Invertierer U865 angelegt wird, um die erste Stufe U98 des Zählers 420 zu takten. Wenn U95
"high" wird, wird es mit dem STBAD-Puls in dem NAND-Gatter U155 UND-verknüpft, was
den Demodulatorzähler 422 um eins inkrementiert.
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Wenn der Bitrahmenzähler 420 auf 12 hochgezählt hat, was zwei Bitintervalle später auftritt,
werden die "4"- und "8"-Ausgangsstufen U100 und U101 dem NOR-Gatter U131 zugeführt,
dessen Ausgabe ein Rahmenlatch setzt, welches die NOR-Gatter U169 und U170 umfaßt.
Dieses Latch erzeugt ein Ausgabesignal auf der FRAME-Leitung, welche mit den
STBB-Pulsen (Fle. 37(c)) in dem NAND-Gatter U153 UND-verknüpft wird, dessen Ausgang in dem
Invertierer U58 invertiert und als ein Eingang dem NAND-Gatter U152 zugeführt wird. Der
andere Eingang des NAND-Gaffers U152 ist der Q-Ausgang der letzten Stufe U121 des
Demodulatorzählers 422. Falls während des ersten 2-Bit-Intervalls der Demodulatorzähler
422 acht oder mehr Taktimpulse von dem Flipflop U95 empfangen hat, was anzeigt, daß die
Phasenzähler 406 bis 412 kollektiv ein Ausgangssignal für 8 der 12 1/6-Bit-Intervalle
entsprechend den beiden Startbits einer empfangenen Nachricht erzeugt haben, wird der Q-Ausgang
der letzten Stufe 121 folglich "high", und der Ausgang des NAND-Gatters U152 wird
verwendet, um ein Latch U151 und U165 zur Erfassung eines empfangenen Worts zu setzen.
Wenn dieses Latch gesetzt wird, wird die RXWDETN-Leitung, welche der invertierte
Ausgang dieses Latchs ist, für den Rest einer empfangenen Nachricht "low". Dieses RXWDETN-
Signal gelangt über das NAND-Gatter U171 zu einem Eingang eines NAND-Gatters U163
mit drei Eingängen, dessen andere beiden Eingänge der Rahmenausgang des Latchs 169, 170
und die STBBD-Abtastpulse sind (FIG. 37(d)). Wenn die RXWDETN-Leitung "low" wird,
nachdem das Rahmenlatch gesetzt wurde, erzeugt folglich das NAND-Gatter U163 eine
Ausgabe, welche in dem Invertierer U567 invertiert wird, um Schieberegister-Taktpulse auf der
BSHFCLK-Leitung zu erzeugen. Das Ausgangssignal des Demodulatorzählers 422 gelangt
über das NOR-Gatter U29 und den Invertierer U63 zu der DEMOD-Ausgangsleitung, sobald
der Zähler 422 acht 1/6-Bit-Intervalle gezählt hat. Jedoch werden demodulierte Daten nicht in
das serielle Schieberegister 152 getaktet, bis BSHFCLK-Pulse an dem Ende des 2-Startbit-
Rahmenintervalls erzeugt werden, wenn der Ausgang des NAND-Gatters U163 "low" wird.
Nachdem die BSHFCLK-Pulse erzeugt wurden, werden die STBDD-Pulse mit dem FRAME-
Signal in dem NAND-Gatter U164 kombiniert, um verzögerte Schieberegister-Taktpulse
(DSHFCLK) zu erzeugen, welche nach den BSHFCLK-Pulsen auftreten und an
verschiedenen Stellen in der Vorrichtung 80 verwendet werden, wie dies oben beschrieben wurde. Die
DEMOD-Ausgangsleitung des Demodulators 150 wird über den Schalter U758 (FIG. 31) dem
Eingang der BCH-Fehlercode-Berechnungseinheit 154 zugeführt, um es dieser
Berechnungseinheit zu erlauben, einen BCH-Fehlercode basierend auf den ersten 27 Bits der empfangenen
Nachricht zu berechnen. Der DEMOD-Ausgang wird über den Schalter U759 (FIG. 27) auch
dem Eingang des seriellen Schieberegisters 152 zugeführt, wie dies nachfolgend detaillierter
beschrieben wird. Der DEMOD-Ausgang wird auch dem Doppelfunktionsanschluß 22 der
Vorrichtung 80 zugeführt, wenn diese Vorrichtung in einem Testmodus arbeitet, wie dies
nachfolgend detaillierter beschrieben wird.
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Die RXWDETN-Leitung steuert auch das Rücksetzen der Zähler 420 und 422, da, wenn diese
Leitung "low" wird, dies anzeigt, daß ein gültiges Startbit mit einer Länge von zwei Bit
empfangen wurde. Insbesondere wird die RXWDETN-Leitung über das NAND-Gatter U162 und
den Invertierer U53 einem Eingang eines NOR-Gatters Ul 76 mit drei Eingängen zugeführt.
Die STBCD-Abtastpulse werden mit dem Rahmensignal in dem NAND-Gatter U150 UND-
verknüpft und in dem Invertierer USS invertiert, um einen weiteren Eingang des NOR-Gatters
U176 zu bilden. Der dritte Eingang dieses NOR-Gatters ist die interne Rücksetzleitung
INTRES, welche im Normalzustand "low" ist. Folglich wird in Abhängigkeit von dem "low"-
Ausgangssignal, welches von dem Element U150 erzeugt wird, von dem NOR-Gatter U176
ein Ausgangssignal zugeführt, welches in dem Invertierer U54 invertiert und der
Bitrücksetzleitung BITRST zugeführt wird, um den Bitrahmenzähler 420 und den Demodulatorzähler
422 rückzusetzen,.
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Nachdem ein gültiges Startbit empfangen wurde, welches über mindestens zwei Bitintervalle
andauerte, ist es erforderlich, den Bitrahmenzähler 420 einzustellen, so daß er nur bis 6
hochzählt, um das Rahmenlatch U169, U170 zu setzen. Dies wird erzielt, indem das RXWDETN-
Signal, welches durch das NAND-Gatter U201 und die Invertierer U202 und U861 gelangt,
mit den STBAD-Pulsen kombiniert wird, welche dem NAND-Gatter U862 über den
Invertierer U866 als weiterer Eingang zugeführt werden. Als Ergebnis liefert das NAND-Gatter U862
über das NAND-Gatter U864 ein Taktsignal an die zweite Stufe U99 des Bitrahmenzählers
420, während der Ausgang der ersten Stufe U98 mittels des NAND-Gaffers U860 blockiert
wird. Folglich werden die Stufen U100 und U101 des Zählers 420 in dem NOR-Gatter U131
kombiniert, um das Rahmenlatch U169, U170 bei einem Zählstand von 6 für die restlichen
Bits der empfangenen Nachricht zu setzen.
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Unter Bezug auf den Demodulatorzähler 422 sei daran erinnert, daß, falls dieser Zähler
während des nächsten Bitintervalls auf 4 zählt, d.h. die Phasenzähler 406 bis 412 haben kollektiv
für vier 1/6-Bit-Intervalle während des nächsten vollen Bitintervalls eine Ausgabe erzeugt,
angenommen wird, daß eine logische 1 empfangen wurde. Folglich wird der Q-Ausgang der
Stufe U120 über das NOR-Gatter U29 ebenfalls mit der DEMOD-Leitung verbunden. In
diesem Zusammenhang versteht es sich, daß, während die Stufe U120 ein Ausgangssignal
während des Startbit-Rahmenintervalls erzeugt, bevor in dem Zähler 422 ein Zählstand von 8
erreicht wird, dieses auf der DEMOD-Leitung erscheinende Ausgangssignal nicht verwendet
wird, um das Schieberegister 152 zu laden, da zu diesem Zeitpunkt keine BSHFCLK-Pulse
erzeugt wurden. Die STBDD-Abtastpulse (FIG. 37(g)), welche an dem Ende eines %-Bit-
Intervalls auftreten, werden verwendet, um das Rahmenlatch U169, U170 am Ende entweder
des anfänglichen 2-Startbit-Rahmenzyklusses oder am Ende eines jeden nachfolgenden
Bitintervalls rückzusetzen.
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Falls der Bitrahmenzähler 420 während des anlänglichen 2-Startbitintervalls auf 12 zählt und
der Demodulatorzähler 422 nicht bis auf 8 oder mehr während dieser Periode hochzählt, wird
angenommen, daß zwei gültige Startbits nicht empfangen wurden, und das Flipflop U119
wird rückgesetzt sowie die Zähler 420 und 422. Falls der Zähler 422 nicht auf 8 oder mehr
zählt, ist die RXWDETN-Leitung "high", was als ein Eingang zu dem NAND-Gatter U149
erscheint. Der andere Eingang dieses NAND-Gaffers ist eine Eins, wenn der
STBCD-Abtastpuls mit der FRAME-Leitung NAND-verknüpft wird, so daß der als RSTWORD bezeichnete
Ausgang des NAND-Gatters U164 "high" wird und die Flipflops U95 und U119 rücksetzt.
Wenn dies geschieht, wird der invertierte Q-Ausgang von U119 "high", und der Ausgang des
NAND-Gatters U162 wird "low", was durch das NOR-Gatter U176 gelangt und die BITRST-
Leitung "high" werden läßt, was die Zähler 420 und 422 zurücksetzt.
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Am Ende einer 33-Bit-Nachricht wird die EOW-Leitung von dem Nachrichtenbitzähler 160
"high" und setzt das Latch U167, U168, so daß der Ausgang dieses Latchs, der ein Eingang
des NAND-Gatters U148 ist, "high" wird. Beim Auftreten des STBD-Pulses an dem anderen
Eingang des NAND-Gaffes U148 wird das RXWDETN-Latch U151, U165 rückgesetzt, so
daß die RXWDETN-Leitung "high" wird, was das Ende einer Nachricht anzeigt. Ferner
erzeugt ein "low"-Pegel auf dem Ausgang des NAND-Gatters U148 einen "high"-Pegel auf
dem Ausgang des NAND-Gatters U164, was die Flipflops U95 und U119 zurücksetzt.
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Aus der obigen detaillierten Beschreibung des digitalen Demodulators 150 ist offensichtlich,
daß dieser Demodulator besonders geeignet zum Empfang und Demodulieren von
Ein-Ausabgetasteten Trägernachrichten ist, die über eine Stromversorgungsleitung übertragen werden,
bei der Phasenstörungen auftreten können, welche große Löcher in der empfangenen
Nachricht erzeugen. Dies ist deshalb der Fall, weil die Phasenzähler 406 bis 412 ein gültiges 1/6-Bit
erfassen können, wenn 16 der 64 Trägerzyklen in dem empfangenen Signal fehlen. Ferner
kann der Demodulatorzähler 422 eine gültige "logische 1" anzeigen, wenn zwei der sechs 1/6-
Bit-Intervalle in der empfangenen Nachricht fehlen. In FIG. 38 sind die Testergebnisse des
digitalen Demodulators 150 gezeigt, wenn er in unterschiedlichen Rauschumgebungen
verwendet wurde. Unter Bezugnahme auf diese Figur ist die Abszisse eine lineare Skala des
Signalirausch-Verhältnisses in dB, und die Ordinate ist eine lineare Skala der Bitfehlerrate.
Beispielsweise bedeutet eine Bitfehlerrate von 10&supmin;³ einen 1-Bitfehler bei der Erfassung von
1000 Bits. Die Kurve 424 in FIG. 38 zeigt die Bitfehlerrate des digitalen Demodulators 150,
wenn eine Eingangssignalamplitude mit einem Spitze-zu-Spitze-Wert von 100 mV mit
verschiedenen Amplituden von weißem Rauschen gemischt wird, um für unterschiedliche
Signal/Rausch-Verhältnisse zu sorgen. Dieses 100 mV-Eingangssignal plus Rauschen wurde
an den Eingang des Kopplungsnetzwerks 90 angelegt (an Stelle der Stromversorgungsleitung
232 (FIG. 16)), und das Signal/Rausch-Verhältnis wurde an der Verbindungsstelle des
Kondensators 284 und der Dioden 286 und 288 in dem Kopplungsnetzwerk von FIG. 16 mit einem
Spektralanalysator mit einer Bandbreite von 300 Hz gemessen. Die Kurve 424 zeigt, daß bei
einem Signal/Rausch-Verhältnis von 17 dB eine Bitfehlerrate von 1 pro 100000 erzielt wurde.
Bei einem Signal/Rausch-Verhältnis von 9 wurde eine Bitfehlerrate von 1 pro 1000 erzielt.
Zum Vergleich zeigt die Kurve 426 die theoretische Bitfehlerratenkurve für ein differentiell
abgetastetes Signal mit kohärenter Phasenverschiebung mit weißem Rauschen. Kurve 428 in
FIG. 38 zeigt die Bitfehlerrate des Demodulators 150 bei Verwendung auf einer
Stromversorgungsleitung anstatt mit einem Generator für weißes Rauschen. Da es nicht möglich war, die
Rauschpegel der Stromversorgungsleitung zu variieren, wurden verschiedene Werte der
Signaleingabe verwendet, wobei der Punkt A auf der Kurve 428 mit einem Signaleingabewert
von 30 mV Spitze-zu-Spitze und Punkt B auf der Kurve 428 mit einem Signaleingabewert
von 50 mV Spitze-zu-Spitze erhalten wurden.
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Aus dem Vergleich der Kurven 424 und 428 ist ersichtlich, daß der digitale Demodulator 150
für eine erheblich verbesserte Leistungsfähigkeit, d.h. niedrigere Bitfehlerraten, sorgt, wenn er
mit der Stromversorgungsleitung verwendet wird, als wenn das Eingangssignal mit weißem
Rauschen gemischt ist. Dies ist deshalb der Fall, weil das Rauschen der
Stromversorgungsleitung hauptsächlich Impulsrauschen ist, wohingegen das Signal mit weißem Rauschen eine
gleichförmige Verteilung über alle Frequenzen aufweist. Der digitale Demodulator 150 ist
speziell ausgelegt, um für eine fehlerfreie Biterfassung in der Gegenwart von Impulsstörungen
zu sorgen, wie dies vorstehend detailliert diskutiert wurde.
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Die Bandbreite des digitalen Demodulators 150 wurde auch mittels Anschließen eines
Wobblers an den RX-Eingangsanschluß der Vorrichtung 80 und Durchfahren eines um die
Trägerfrequenz von 115,2 kHz zentrierten Frequenzbands gemessen. Es stellte sich heraus, daß der
Demodulator 150 alle Frequenzen, die weiter als 1,2 kHz von der Trägerfrequenz (115,2 kHz)
entfernt lagen, vollständig ausschloß, außer die ungeraden Harmonischen des Trägersignals,
deren niedrigste das Dreifache die Trägerfrequenz ist.
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Wie oben allgemein diskutiert wurde, kann das digitale IC 80 anschlußkonfiguriert sein, um
bei einer Baud-Rate von 1200 zu arbeiten, wenn die Vorrichtung 80 in einer rauschärmeren
Umgebung, wie beispielsweise bei der festgeschalteten verdrillten Doppelleitung 92, die in
FIG. 8 gezeigt ist. Gemäß einem weiteren Aspekt des offenbarten Systems wird diese
Modifikation in dem digitalen Demodulator 150 einfach dadurch erreicht, daß die Phasenzähler 406
bis 412 alle 16 Trägerzyklen anstatt alle 64 Trägerzyklen zurückgesetzt werden. Ferner wird
das Eingangssignal des Johnson-Zählers U111, U112 um einen Faktor 4 hochgesetzt, so daß
alle an dem Ausgang dieses Zählers erzeugten Abtastsignale (FIG. 37), welche sich mit einer
Rate von 1/6 Bit wiederholen, um einen Faktor 4 erhöht sind. Wenn der BAUD-0-Anschluß 2
der Vorrichtung 80 auf Masse liegt, wird ein "low"-Signal über die Invertierer U24 und U49
eingekoppelt, um den Schalter U122 zu steuern, so daß der Ausgang der Stufe U108 in dem
sequentiellen Zähler U106 bis U110 dem Johnson-Zähler U111, U112 über den Schalter U128
zugeführt wird. Gleichzeitig steuert dieses Signal die Schalter U123, U124, U125 und U126
(FIG. 19), um die ersten beiden Stufen eines jeden Phasenzählers 406 bis 412 von ihren
entsprechenden Zähiketten zu löschen, so daß diese Zähler während eines
16-Trägerzyklus-Bitintervalls nur auf 12 hochzählen müssen, um einen gültigen 1/6-Bitpuls an deren
Ausgangsleitung anzuzeigen. Jedoch wirkt die gesamte digitale Verschaltung, wie sie in Verbindung
mit dem Betrieb des Demodulators 150 bei einer Baud-Rate von 300 beschrieben wurde, für
bei einer Baud-Rate von 1200 empfangene Eingangsdaten auf die gleiche Weise weiter, wenn
der BAUD0-Anschluß auf Masse liegt. Ferner arbeitet die gesamte weitere Verschaltung des
digitalen IC 80, wie sie oben allgemein beschrieben wurde, ordnungsgemäß, um bei der
erhöhten Baud-Rate von 1200 Baud Nachrichten von dem Netzwerk zu empfangen und
Nachrichten an das Netzwerk zu senden, indem einfach der BAUD0-Anschluß 2 der Vorrichtung
80 auf Masse gelegt wird.
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Wie allgemein oben diskutiert wurde, kann das digitale IC 80 auch anschlußkonfiguriert
werden, um Daten mit einem unmodulierten Basisband bei der extrem hohen Baud-Rate von
38,4 kBaud zu akzeptieren. Um dies zu erreichen, wird der BAUD 1-Anschluß 7 der
Vorrichtung 80 auf Masse gelegt, so daß der Ausgang des Invertierers U12 (FIG. 18) der in der
detaillierten Schemadarstellung als TEST bezeichnet ist, "high" wird. Wenn dies auftritt, wird der
Schalter U128 auf seinen A-Eingang geschaltet, so daß das 921,6 kHz-Signal von dem
Johnson-Zähler U102, U103 direkt an den Eingang des Johnson-Zählers U111, U112 angelegt
wird. Dieser letztere Johnson-Zähler arbeitet somit so, daß er die oben beschriebenen
Abtastpulse bei einer Frequenz von dem 6-fachen der Baud-Rate von 38,4 kHz erzeugt. Gleichzeitig
werden die Trägerbestätigungs-Schaltkreise 402, 404 und die Phasenzähler 406 bis 412
umgangen, indem das BAUD1-Signal an den Schalter U129 angelegt wird, so daß dieser Schalter
in die B-Stellung gebracht wird, in welcher der RX-Eingang direkt an den D-Eingang des
Flipflops U95 angelegt wird. Die gesamte oben in Verbindung mit der Arbeitsweise des
Demodulators 150 bei einer Baud-Rate von 300 Baud beschriebene Startbiterfassungs- und
-Rahmungslogik arbeitet nun bei der Rate von 38,4 kBaud.
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Wenn die Vorrichtung 80 bei einer Rate von 38,4 kBaud betrieben wird, wird die BAUD1-
Signalleitung auch verwendet, um den Schalter U761 zu steuern (FIG. 25), so daß der QN-
Ausgang des Sendeflipflops U640 über die Invertierer U733, U740 und U745 an den TX-
Ausgangsanschluß 10 der Vorrichtung 80 angelegt wird. Folglich ist die gesamte digitale
Verschaltung in der Vorrichtung 80 in der Lage, Nachrichten von einer rauscharmen Umgebung,
wie beispielsweise einer faseroptischen Leitung, zu empfangen, alle die oben beschriebenen
Anweisungen einschließlich der Schnittstelleneinrichtung zu einem zugeordneten
Mikrocomputer auszuführen und Nachrichten zurück an das Netzwerk zu senden, wobei dies alles bei
der erhöhten Baud-Rate von 38,4 kBaud erfolgt.
Serielles Schieberegister 152
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Wenn man nun das serielle Schieberegister detaillierter betrachtet, weist dieses Register die
seriell verbundenen Stufen U536, U537, U535, U515 bis 519, U533, U534, U529 bis 532,
U521, U500, U501, U538, U522, U523, U526, U524, U525, U527, U528 und U641 auf
(FIGN
26 bis 29). Wie oben allgemein diskutiert wurde, speichert die Stufe U528 das
Steuerbit der empfangenen Nachricht, und die Stufe U641 speichert eine logische "1" für die beiden
Startbits der empfangenen Nachricht. Die demodulierten Daten der empfangenen Nachricht
werden über den Schalter U759, das NAND-Gatter U682 und den Invertierer U730 an den
D-Eingang der ersten Stufe U536 des Registers 152 übertragen, wobei dieser Eingang als
BUFDATA bezeichnet ist. Die in dem Demodulator 150 erzeugten BSHFCLK-Pulse werden
als ein Eingang einem NAND-Gatter U697 (FIG. 29) zugeführt. Die anderen beiden Eingänge
des NAND-Gatters U697 sind die TXSTBA-Leitung und die GT26N-Leitung, die beide am
Anfang einer empfangenen Nachricht "high" sind. Folglich werden die BSHFCLK-Pulse in
dem Invertierer U727 invertiert und erscheinen auf der ENSHF-Leitung, welche über den
Schalter U760 (FIG. 26) und die Invertierer U540, U543, U544 und U545 der
BUFCK-Taktleitung des Registers 152 und über den Invertierer U546 der BUFCKN-Leitung zugeführt
werden, wobei diese Leitungen die Haupttaktleitungen des Registers 152 bilden. Das Register
152 wird von der internen Rücksetzleitung INTRES über die Invertierer 734 und 575 (FIG. 27)
zurückgesetzt. Die Art und Weise, auf welche Daten mittels eines zugeordneten
Mikrocomputers aus dem Register 152 ausgelesen werden können oder mittels eines Mikrocomputers in
dieses Register geladen werden können, wurde in Verbindung mit FIG. 14 oben beschrieben.
Adreß-Dekodierer 164
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Unter Bezugnahme auf die detaillierte Verschaltung des Adreß-Dekodierers 164 weist dieser
Dekodierer die exklusiven ODER-Gaffer U578 bisusBg (FIGN 27 und 28) auf, welche die
Ausgänge von 12 Stufen des Registers 152 mit den 12 Adreßanschlüssen A0 bis A11
vergleichen, wobei der A0-Anschluß mit dem Ausgang der 16. Stufe U500 und der Ausgang des
Adreßanschlusses A11 mit dem Ausgang der fünften Stufe U516 des Registers 152 verglichen
wird. Die Ausgänge der exklusiven ODER-Gaffer werden in den NOR-Gattem U596, U593,
U595 und U592 kombiniert, wobei deren Ausgänge weiter in dem NAND-Gatter U636 mit
vier Eingängen (FIG. 29) kombiniert werden. Falls die Bits B11 bis B22 der empfangenen
Nachricht, die in den bezeichneten Stufen des Registers 152 gespeichert sind, alle den
Einstellungen der Adreßwahlschalter 120 (FIG. 10) entsprechen, welche mit den
Adreßanschlüssen A0 bis A11 verbunden sind, wird der Ausgang des NAND-Gatters U636 "low", wie dies
durch die ADDECN-Ausgangsleitung dieses Gaffers angezeigt wird.
Anweisungs-Dekodierer 166
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Wenn man nun den Anweisungs-Dekodierer 166 detaillierter betrachtet, sind die Q- und QN-
Ausgänge der Registerstufen U527, U525 und U524 (FIG. 29) über Invertierer mit einer Serie
von NAND-Gattem U691, U690, U689, U688, U639, U638 und U637 (FIG. 30) gekoppelt,
deren Ausgänge die dekodierten Anweisungen liefern, die oben in Verbindung mit FIG. 3
detailliert beschrieben wurden.
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Die Art und Weise, in welcher eine Lastabschaltanweisung ausgeführt wird, wurde oben in
Verbindung mit FIG. 12 detailliert beschrieben. Jedoch sei hervorgehoben, daß der SHEDN-
Ausgang des Anweisungs-Dekodierers 166 als ein Eingang einem NAND-Gaffer U698 mit
drei Eingängen zugeführt wird. Die anderen beiden Eingänge dieses NAND-Gatters sind die
SCRAMN-Anweisung und die Blockabschaltanweisung BLSHEDN. Wenn eine dieser beiden
Anweisungen erzeugt wird, werden sie folglich mit der Ausführungsfunktion in dem NAND-
Gaffer U649 kombiniert und setzen das Lastabschalte-Latch U651 und U692.
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Wie oben allgemein diskutiert wurde, kann das zentrale Steuergerät Block-Lastabschalt- oder
Block-Lasteinschaltanweisungen ausgeben, wobei als Antwort darauf eine Gruppe von 16
Vorrichtungen im isolierten Slave-Modus gleichzeitig ihre Verbraucher ab- oder einschalten.
Wenn eine Block-Abschaltanweisung dekodiert wird, wird die BLSHEDN-Leitung "low",
und wenn eine Block-Einschaltanweisung dekodiert wird, wird die BLRESN-Leitung "low".
Diese Leitungen werden in ein NAND-Gaffer U752 eingespeist, dessen Ausgang "high" ist,
wenn eine dieser Anweisungen dekodiert wird. Der Ausgang des U752 wird als ein Eingang
dem NOR-Gatter U634 zugeführt, dessen anderer Eingang der Ausgang des U592
entsprechend der vier niedrigstwertigen Bits des Adreß-Dekodierers 164 ist. Das NOR-Gatter U634
erzeugt somit eine Null, obschon die vier niedrigstwertigen Bits der dekodierten Adresse nicht
der diesen Vorrichtungen im isolierten Slave-Modus zugewiesenen Adresse entsprechen. Der
Ausgang des U634 wird in U566 invertiert und liefert eine Eins an U636, so daß die ADDOK-
Leitung "high" wird und ein Lastabschalt- oder Lasteinschaltvorgang in allen sechzehn
Vorrichtungen im isolierten Slave-Modus ausgeführt wird.
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Hinsichtlich der Schnittstellen-Freigabeanweisung EINTN wird dieses Signal in dem
Invertierer U699 invertiert und mit der Ausführfunktion in dem NAND-Gatter U652 kombiniert, um
das Schnittstellen-Freigabe-Latch U654 und U693 zu setzen. Wie oben allgemein diskutiert
wurde, richtet diese Vorrichtung, wenn die Vorrichtung 80 sich in dem erweiterten Slave-
Modus befindet und eine Schnittstellen-Freigabeanweisung empfangen wird, die oben
beschriebene Schnittstelle zu dem Mikrocomputer 84 ein, welche aufrechterhalten wird, bis eine
Schnittstellen-Sperranweisung von der Vorrichtung im Master-Modus empfangen wird,
welche das Schnittstellen-Freigabe-Latch U654, U693 zurücksetzt Insbesondere wird eine
Schnittstellen-Sperranweisung DINTN in dem Invertierer U700 (FIG. 29) invertiert und über
die NAND-Gatter U633 und U680 zugeführt, um das Latch U654, U693 zurückzusetzen.
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Es ist für die Master-Vorrichtung auch möglich, die Schnittstelle indirekt und ohne das
Erfordernis des Sendens einer Schnittstellen-Sperranweisung an die Vorrichtung 80 zu sperren,
welche bereits eine Schnittstelle eingerichtet hat. Insbesondere kann die Master-Vorrichtung
das Sperren der Schnittstelle implizit dadurch erreichen, daß sie eine Nachricht auf das
Netzwerk sendet, welche an ein digitales IC an einer anderen Außenstation adressiert ist, wobei
diese Nachricht ein gesetztes Steuerbit beinhaltet. Wenn dies auftritt, empfangen beide
Vorrichtungen die von der Master-Vorrichtung gesendete Nachricht. Jedoch wird die Vorrichtung
80, welche bereits eine Schnittstelle eingerichtet hat, erkennen, daß die Adresse der
empfangenen Nachricht nicht ihre eigene ist, wobei in diesem Fall die ADDOK-Leitung (FIG. 29)
"low" ist. Dieses Signal wird in dem Invertierer U564 invertiert, um für einen "high"-Pegel
auf einem Eingang des NAND-Gatters U68 1 zu sorgen. Wenn das Ausführungsabtastsignal
EXSTB "high" wird, wird der andere Eingang des NAND-Gatters U681 "high", so daß an den
anderen Eingang des NAND-Gatters U680, welches das Latch U654, U693 auf die gleiche
Weise zurücksetzt, wie dies bei einer Schnittstellen-Sperranweisung der Fall wäre, ein "low"-
Pegel angelegt. Wenn die ADDOK-Leitung "low" ist, ist das NAND-Gatter U812 nicht
freigegeben, so daß keine EXECUTE-Anweisung als Antwort auf die an ein anderes digitales IC
80 adressierte Nachricht erzeugt wird. Das Schnittstellen-Freigabe-Latch wird ebenfalls
zurückgesetzt, wenn die Versorgungsspannung über die PONN-Leitung an die Vorrichtung 80
angelegt wird.
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Wenn man nun die Logikschaltkreise 170 (FIG. 12) betrachtet, die verwendet werden, um für
das EXECUTE-Signal zu sorgen, gelangt dieses Signal, wenn Die ADDECN-Leitung "low"
wird, über das NAND-Gatter U810 auf einen Eingang des NAND-Gaffers U812. Es sei aus
der obigen allgemeinen Beschreibung daran erinnert, daß, falls das Steuerbitregister 528
gesetzt ist, der BCH-Komparator keinen Übertragungsfehler anzeigt, indem er einen "high"-
Pegel auf der BCHOK-Leitung erzeugt, und falls das Ende eines Worts erreicht ist, alle drei
Leitungen EOW, CONTROL und BCHOK "high" sind. Diese drei Signale werden in ein
NAND-Gatter U748 (FIG. 32) eingespeist und gelangen durch das NOR-Gatter U604, um für
einen "high"-Pegel auf der Ausführungs-Abtastleitung EXSTB zu sorgen. Diese Leitung wird
über den Invertierer U1005 (FIG. 29) und das NOR-Gatter U1006 dem anderen Eingang des
NAND-Gatters U812 zugeführt, dessen Ausgang in dem Invertierer U735 invertiert wird, um
für einen "high"-Pegel auf der EXECUTE-Leitung zu sorgen.
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Wie oben allgemein diskutiert wurde, sperrt die Vorrichtung 80 im erweiterten Slave-Modus
die Schnittstelle zu dem zugeordneten Mikrocomputer 84 als Antwort auf eine empfangene
Nachricht mit einer anderen Adresse nicht, falls ein BCH-Fehler in der empfangenen
Nachricht angezeigt wird. Diese Beschränkung ist vorgesehen, weil die empfangene Nachricht für
die Vorrichtung im erweiterten Slave-Modus bestimmt gewesen sein könnte, wobei jedoch
das Steuerbit durch einen Störimpuls in eine "1" verstümmelt wurde. Falls ein BCH-Fehler in
der empfangenen Nachricht bemerkt wird, wird die BCHOK-Leitung nicht "high" und kein
"high"-Pegel wird auf der EXSTB-Leitung erzeugt. Folglich wird das NAND-Gatter U681,
obwohl die ADDOK-Leitung "low" ist, keine Ausgabe erzeugen, und das
Schnittstellen-Freigabe-Latch U654 und U693 bleibt gesetzt, so daß die Schnittstelle nicht gesperrt wird.
Nachrichtenbitzähler 160
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Wenn man nun den Nachrichtenbitzähler 160 detaillierter betrachtet, weist dieser Zähler die
sechs Stufen U503 und U510 bis U514 (FIG. 31) des sequentiellen Zählers auf, welche durch
die in dem Demodulator 150 erzeugten BSHFCLK-Pulse getaktet werden. Wie oben
allgemein beschrieben wurde, zählt der Nachrichtenbitzähler 160 diese Pulse von dem
Demodulator 150, und wenn ein Zählwert von 32 erreicht ist, sorgt er für ein Ausgangssignal auf der
EOW-Leitung, welche der Q-Ausgang der letzten Stufe US 14 ist. Der Zähler 160 sorgt auch
für einen Abtastpuls für das Status-Latch bei einem Zählwert von 15 und sorgt bei einem
Zählwert von 26 sowohl für positive als auch negative Signale GT26 bzw. GT26N.
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Wenn man zuerst die Art und Weise betrachtet, in welcher der "15"-Abtastpuls erzeugt wird,
werden die Q-Ausgänge der ersten und dritten Stufe 503 bzw. 511 in dem NAND-Gatter
U869 kombiniert, und die Q-Ausgänge der zweiten und vierten Stufe werden in dem NAND-
Gatter U870 kombiniert, wobei die Ausgänge dieser beiden Gatter in dem NOR-Gatter 871
UND-verknüpft werden, um für eine Ausgabe auf der FIFTEEN-Leitung zu sorgen, wenn die
bezeichneten Stufen des Zählers 160 alle "high" sind.
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Hinsichtlich der Erzeugung des GT26-Signale werden die Q-Ausgänge der zweiten Stufe
U510, der vierten Stufe US12 und der fünften Stufe US13 in dem NAND-Gatter U696
kombiniert, so daß bei einem Zählwert von 26 dieses Gatter eine Ausgabe erzeugt, welche an das
NOR-Gatter U747 geht. Der zweite Eingang des NOR-Gatters U747 ist eine Kombination der
Q-Ausgänge der Stufen U503 und U511, welche für einen gültigen Zählwert von 26 in dem
NOR-Gatter U630 beide Null sein müssen. Der dritte Eingang des NOR-Gatters U742 ist der
BSHFCLK-Puls, welcher, nach einem Zählwert von 26 in dem Zähler 660, ein die
NOR-Gatter U631 und U632 umfassendes Latch setzt. Wenn dieses Latch gesetzt ist, wird die GT26-
Leitung "high" und die GT26N-Leitung wird "low".
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Aus der obigen allgemeinen Beschreibung sei daran erinnert, daß der Nachrichtenbitzähler
160 sowohl während des Empfangs einer Nachricht als auch während des Sendens einer
Nachricht verwendet wird, um die Bitintervalle zu zählen, um das Ende eines Worts zu
erfassen. Wenn jedoch die Vorrichtung 80 weder eine Nachricht empfängt noch eine Nachricht
sendet, sollte dieser Zähler zurückgesetzt sein. Ferner sei aus der obigen allgemeinen
Beschreibung daran erinnert, daß der BUSYN-Ausgangsanschluß 8 der Vorrichtung 80 "low"
wird, wenn die Vorrichtung 80 entweder eine Nachricht empfängt oder eine Nachricht sendet,
um den mit der Schnittstelle verbundenen Mikrocomputer von diesem Umstand zu
unterrichten. Wenn man zuerst die Art und Weise betrachtet, auf welche die BUSYN-Ausgabe erzeugt
wird, ist die RXWDETN-Leitung "low", wenn die Vorrichtung 80 ein Wort empfängt, und die
TXONN-Leitung ist "low", wenn die Vorrichtung 80 eine Nachricht sendet. Diese Leitungen
werden in dem NAND-Gatter U671 ODER-verknüpft, dessen Ausgang über die BUSYN-
Leitung und über den B-Anschluß des Schalters U853 (FIG. 32) und die Invertierer U708,
U741 und U746 (FIG. 33) dem BUSYN-Anschluß 8 der Vorrichtung 80 zugeführt wird.
Folglich wird ein negatives Signal auf dem Anschluß 8 erzeugt, wenn die Vorrichtung 80 eine
Nachricht empfängt oder sendet.
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Bei Betrachtung der Art und Weise, auf welche der Nachrichtenbitzähler 160 zurückgesetzt
wird, sei aus der obigen Beschreibung von FIG. 13 daran erinnert, daß während des Sendens
einer Nachricht ein TXSTBA-Signal durch das 1-Bit-Verzögerungsflipflop U646 erzeugt
wird, um für einen zwei Bit-Intervall breiten Startpuls am Anfang einer Nachricht zu sorgen,
während nur ein Zählwert von 1 für beide Startbits geliefert wird. Folglich ist es erforderlich,
den Nachrichtenbitzähler 160 während des Zeitraums des ersten Startbits im zurückgesetzten
Zustand zu halten. Dies wird durch das TXSTBA-Signal erzielt, welches als ein Eingang
einem NAND-Gatter U695 zugeführt wird und während des ersten Startbits "low" ist. Die
anderen beiden Eingänge des NAND-Gatters U695 sind das Versorgungsspannungssignal
PONN, welches den Nachrichtenbitzähler 160 zurücksetzt, wenn die Versorgungsspannung an
die Vorrichtung 80 angelegt wird, ansonsten jedoch im Normalzustand "high" ist, sowie die
BUSYN-Leitung, welche jedesmal "high" ist, wenn eine Nachricht entweder empfangen oder
gesendet wird, d.h. während eines Zeitraums, wenn der Zähler 160 die Bits der Nachricht
zählen sollte. Folglich wird nach dem ersten gesendeten Startbit die TXSTBA-Leitung "high",
und die Rücksetzung des Zählers 160 wird aufgehoben.
BCH-Fehlercode-Berechnungseinheit 154
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Bei detaillierterer Betrachtung der BCH-Berechnungseinheit 154 ist diese Berechnungseinheit
auf der Basis des Polynoms x&sup5;+x²+1 programmiert und weist folglich das fünfstufige
Schieberegister U505 bis U509 (FIG. 32) auf, wie es sich für den Fachmann ohne weiteres versteht. In
diesem Zusammenhang sei auf das Buch "Error Correcting Codes" von Peterson und Weldon,
MIT Press, 2. Auflage 1992 verwiesen, wo sich eine detaillierte Beschreibung der
Funktionsweise und der Implementierung eines BCH-Fehlerberichtigungscodes findet. Die
Schieberegisterstufen U505 bis U509 werden von den von dem Demodulator 150 erzeugten BSHFCLK-
Pulsen getaktet, welche an einem Eingang des NAND-Gatters U672 angelegt werden, dessen
anderer Eingang das TXSTBA-Signal ist, welches außer während des ersten Startbits einer
gesendeten Nachricht "high" ist. Der Ausgang des NAND-Gatters U672 wird in dem
Invertierer U711 invertiert, um für Taktpulse für das BCH-Schieberegister U505 bis U509 zu sorgen.
Die demodulierten Daten der empfangenen Nachricht werden über den Schalter U758
(FIG. 31) und das NAND-Gatter U673 (FIG. 32) und den Invertierer U712 einem Eingang
eines exklusiven ODER-Gatters U577 zugeführt, dessen Ausgang mit dem D-Eingang der
ersten Stufe U505 verbunden ist. Der andere Eingang des exklusiven ODER-Gatters U577 ist
der Ausgang eines NOR-Gatters U603, dessen einer Eingang die GT26-Leitung und dessen
anderer Eingang der QN-Ausgang der letzten Stufe U509 ist. Während der ersten 26
Nachrichtenbits wirken das NOR-Gatter U603 und das exklusive ODER-Gatter U577 als ein
umlaufender Eingang von dem Ausgang zu dem Eingang der Berechnungseinheit 154. Ferner
bilden der D-Eingang der ersten Stufe U505 und der Q-Ausgang der zweiten Stufe U506
Eingänge eines exklusiven ODER-Gatters U590, dessen Ausgang mit dem D-Eingang der dritten
Stufe U507 verbunden ist. Während des Empfangs der ersten 26 Nachrichtenbits berechnet
folglich die Berechnungseinheit 154 einen 5-Bit-BCH-Fehlercode, welcher in den Stufen
U505 bis U509 gespeichert wird. Die Stufen U505 bis U509 der
BCH-Fehlercode-Berechnungseinheit werden von dem Ausgang des Invertierers U731 gleichlaufend mit dem
Nachrichtenbitzähler 160 zurückgesetzt.
BCH-Komparator 162
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Es sei aus der obigen allgemeinen Beschreibung daran erinnert, daß nach dem Empfang der
26 Nachrichtenbits der BCH-Fehlercode, der in der Berechnungseinheit 154 berechnet wurde,
mit dem als die Nachrichtenbits B27 bis B31 der empfangenen Nachricht in dem
BCH-Komparator 162 erscheinenden Fehlercode verglichen werden. Insbesondere ist der Q-Ausgang der
letzten Stufe U509 ein Eingang eines exklusiven ODER-Gaffers U591 (FIG. 32), dessen
anderer Eingang die DEMOD-Daten von dem Ausgang des Schalters U758 sind. Sobald die
GT26-Leitung an dem Ende der 26 Nachrichtenbits "high" wird, blockiert das NOR-Gatter
U603 die Umlaufverbindung von dem QN-Ausgang der Stufe U509 zu dem exklusiven
ODER-Gatter U577. Das Gatter U603 wirkt in FIG. 12 als der Schalter 158. Gleichzeitig wird
die GT26-Leitung in dem Invertierer U713 invertiert und dem NAND-Gatter U673 als zweiter
Eingang zugeführt, um die DEMOD-Daten von dem Eingang der Berechnungseinheit 154 zu
entfernen. Das Gatter U673 übt somit die Funktion des Schalters 156 in FIG. 12 aus. Folglich
bewirken nachfolgende BSHFCLK-Pulse ein Herausschieben des in dem Register U505 bis
509 gespeicherten BCH-Fehlercodes aus diesem Register heraus zum Zweck eines bitweisen
Vergleichs in dem exklusiven NOR-Gaffer U591. Der Ausgang dieses NOR-Gatters wird
einem NAND-Gatter U755 (FIG. 33) als ein Eingang zugeführt, dessen anderer Eingang der
QN-Ausgang eines BCHOK-Flipflops U520 ist. Das Flipflop U520 wird während des
Sendens von der TXONN-Leitung zurückgesetzt gehalten, welche einen Eingang eines NAND-
Gatters U750 darstellt, dessen Ausgang mit dem Rücksetzanschluß von U520 verbunden ist.
U520 wird über den anderen Eingang von U750 ebenfalls rückgesetzt, wenn die Zähler 160
und 154 zurückgesetzt sind. Das Flipflop U520 wird von BSHFCLK-Pulsen über das NAND-
Gatter U676 (FIG. 32) nur getaktet, nachdem die GT26-Leitung am Ende des 26.
Nachrichtenbits "high" wird. Wenn das Flipflop U520 rückgesetzt ist, ist sein QN-Ausgang eine Eins,
welche an das NAND-Gatter U755 angelegt wird. Wenn die beiden Eingänge des exklusiven
NOR-Gaffers U591 übereinstimmen, erzeugt dieses Gatter eine Eins, so daß der Ausgang von
U755 auf den D-Eingang von U520 eine Null ist, so daß dessen QN-Ausgang "high" bleibt.
Falls alle fünf Bits der beiden BCH-Fehlercodes übereinstimmen, bleibt der QN-Ausgang von
U520 "high", um für einen "high"-Pegel auf der BCHOK-Leitung zu sorgen.
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Falls die beiden Eingänge von U591 nicht übereinstimmen, beispielsweise beim Vergleich des
zweiten Bits in jedem Code, ist der Ausgang von U591 eine Null, und der Ausgang von U755
ist eine Eins, welche beim nächsten BSCHFCLK-Puls in das Flipflop U520 getaktet wird.
Dies bewirkt, daß der QN-Ausgang von U520 "low" wird, was auf U755 zurückgekoppelt
wird, um U755 zur Erzeugung einer Eins an seinem Ausgang unabhängig von dem anderen
Eingang von dem exklusiven NOR-Gatter U591 zu veranlassen. Folglich wird das Flipflop
U520, obschon das dritte, vierte und fünfte Bit jeweils übereinstimmen und das Gatter U591
eine Eins für diese Vergleiche erzeugt, eine Eins an seinem D-Eingang beibehalten, so daß der
QN-Eingang von U520 am Ende des 5-Bit-Vergleichs "low" ist und einen Fehler in der
empfangenen Nachricht anzeigt.
Status-Steuerung 176
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Bei detaillierter Betrachtung der Art und Weise, auf welche die Statussignale auf den
Anschlüssen 26 und 23 (STAT1 und STAT2) als Bits 25 und 26 zu einer an das zentrale
Steuergerät zurückgesendeten Antwortnachricht hinzugefügt werden, sei aus der obigen allgemeinen
Beschreibung daran erinnert, daß den gesteuerten Relaiskontakten zum Schließen ein 15 Bits
entsprechender Zeitraum gewährt wird, bevor der Status dieser Kontakte in das Register 152
gespeichert wird. Wenn 15 Datenbits aus dem Register 152 während einer gesendeten
Antwortnachricht
herausgeschoben wurden, wurden die vorher in der Stufe U535 gespeicherten
Daten über die Stufen U500 und U501 hinausgeschoben, und diese Stufen können folglich
gemäß den Signalen auf STAT1 und STAT2 gesetzt werden. Das STAT1-Signal wird an
einen Eingang eines NAND-Gatters U820 (FIG. 28), dessen Ausgang die Stufe U500 setzt,
und über den Inverter U825 an einen Eingang eines NAND-Gatters U821 angelegt, dessen
Ausgang die Stufe U500 zurücksetzt Falls das STAT2-Signal an einen Eingang eines NAND-
Gatters U822, dessen Ausgang die Stufe U501 setzt, und über den Invertierer U826 an einen
Eingang eines NAND-Gatters U823 angelegt wird, setzt dessen Ausgang die Stufe U501
zurück.
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Es sei aus der obigen Beschreibung des Nachrichtenbitzählers 160 daran erinnert, daß der
Ausgang des NOR-Gatters U871 "high" wird, nachdem dieser Zähler auf 15 hochgezählt hat.
Dieses Signal wird als ein Eingang an ein NAND-Gaffer U685 (FIG. 23) angelegt, dessen
anderer Eingang die BSHFCLK-Pulse sind, so daß der Ausgang des NAND-Gatter U685 nahe
dem Ende des Bitintervalls "low" wird, nachdem in dem Zähler 160 ein Zählwert von 15
erreicht wurde. Wenn man annimmt, daß das Statuslatch U662 und U663 als Antwort auf eine
Antwortanweisung gesetzt wurde, wie dies oben in Verbindung mit FIG. 13 beschrieben
wurde, sind die beiden Eingänge des NOR-Gaffers U599 Null, so daß eine 1 an dem Ausgang
dieses Gaffers erzeugt wird, welche als ein Eingang an das NOR-Gatter U678 (FIG. 29)
angelegt wird, dessen anderer Eingang die INTRES-Leitung ist. Der Ausgang des NOR-Gatters
U678 wird in dem Invertierer U570 invertiert, wobei dieses Signal dem anderen Eingang aller
vier NAND-Gatter U820 bis U823 zugeführt wird. Folglich werden die Stufen U500 und
U501 in Abhängigkeit von den Signalen auf den STAT1- und STAT2-Leitungen als Antwort
auf das FIFTEEN-Signal gesetzt oder zurückgesetzt.
Testmodus
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Wie oben allgemein diskutiert wurde, kann ein digitales IC 80 anschlußkonfiguriert sein, um
in einem Testmodus zu arbeiten, in welchem die Ausgänge des digitalen Demodulators 150
auf Doppelfunktionsanschlüsse der Vorrichtung 80 ausgegeben werden, so daß eine
Testausrüstung daran angeschlossen werden kann. Insbesondere ist das digitale IC 80
anschlußkonfiguriert, um in einem Testmodus zu arbeiten, in dem der MODE 1- und MODE0-Anschluß
nicht auf Masse liegt, so daß sie beide aufgrund der internen Pull-up-Widerstände innerhalb
der Vorrichtung 80 eine "1"-Eingabe empfangen. Die "1" auf der MODE1-Leitung wird dem
NAND-Gatter U838 (FIG. 18) als ein Eingang zugeführt, und die "1" auf dem
MODE0-Anschluß 27 wird in den Invertierem U827 und U828 invertiert und als der andere Eingang des
NAND-Gatters U838 angelegt, dessen Ausgang "low" wird und in dem Invertierer U846
invertiert wird, so daß die OIN-Leitung in dem Testmodus "high" ist. Die OIN-Leitung steuert
eine Serie von drei Ausgangsschaltkreisen mit drei Zuständen U855, U856 und U857
(FIG. 26), die mit den Adreßanschlüssen A11, A10 bzw. A9 verbunden sind. Die RXWDETN-
Ausgangsleitung des Demodulators 150 wird über den Invertierer U83 1 dem Eingang des
Dreizustands-Ausgangs-Schaltkreises U855 zugeführt. Der DEMOD-Ausgang des
Demodulators 150 wird über den Invertierer 830 an den Eingang des
Dreizustands-Ausgangs-Schaltkreises U856 angelegt, und die BSHFCLK-Pulsleitung von dem Demodulator 150 wird über
den Invertierer U829 an den Eingang des Dreizustands-Ausgangs-Schaltkreises U857
angelegt. Die OIN-Leitung steuert auch die A11-, A10- und A9-Adreßleitungen, so daß diese
Leitungen während des Testbetriebs auf "1" gesetzt werden, und folglich beeinträchtigen sich
die während des Tests den Doppelfunktions-Adreßanschlüssen P21, P22 und P23 zugeführten
Signale in dem Adreßdekodierabschnitt der Vorrichtung 80 nicht.
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Der Bereich des digitalen IC 80 jenseits des Demodulators 150 kann bei der 38,4 kBaud-Rate
getestet werden, indem eine Testnachricht an den RX-Anschluß 6 bei einer Rate von 38,4
kBaud angelegt wird. Diese Nachricht kann beispielsweise das Ansprechen der Vorrichtung
80 auf eine Nachricht mit einem Lastabschaltekommando testen, und die
COUT-Ausgangsleitung kann überprüft werden, um festzustellen, ob die ordnungsgemäße Antwort erfolgt.
Dieser Bereich des digitalen IC 80 kann somit aufgrund der Tatsache, daß eine 38,4 kBaud-
Rate verwendet wird, in weniger als 1 ms getestet werden. In diesem Zusammenhang sei
angemerkt, daß der BAUD 1-Anschluß 7 der Vorrichtung 80 im Testmodus auf Masse legt, so
daß der Schalter U129 (FIG. 20) für eine Umgehung des digitalen Demodulators 150 sorgt.
Ferner steuert dieses TEST-Signal den Schalter U761 (FIG. 25) so, daß der
TX-Ausgangsanschluß 10 direkt mit dem QN-Ausgang des Sendeflipflops U640 verbunden ist, wie dies in
dem Sende- und Empfangsmodus mit der 38,4 kBaud-Rate der Fall ist.
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Der digitale Demodulator 150 der Vorrichtung 80 kann getestet werden, indem der
BAUD0- und BAUD1-Anschluß für die gewünschte Baud-Rate von entweder 300 oder 1200
konfiguriert werden und eine Testnachricht bei dieser Baud-Rate an den RX-Eingangsanschluß 6 der
Vorrichtung 80 angelegt wird. Das DEMOD-, RXWDETN-Signal und die BSCHFCLK-
Pulse, welche von dem Demodulator 150 erzeugt werden, können überprüft werden, indem
die Doppelffinktionsanschlüsse 21, 22 und 23 der Vorrichtung 80 untersucht werden.
Lokale Übersteuerschaltung
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Wie oben allgemein diskutiert wurde, ist das digitale IC 80 so ausgelegt, daß jedesmal, wenn
+5 V an den Vdd-Anschluß 28 der Vorrichtung 80 angelegt werden, die COUT-Leitung auf
"high" gezogen wird, selbst wenn keine Nachricht an die Vorrichtung gesendet wird, um die
Last wieder einzuschalten. Dieses Merkmal kann verwendet werden, um für ein lokales
Übersteuervermögen zu sorgen, wie dies in FIG. 39 gezeigt ist. Unter Bezugnahme auf diese Figur
ist ein Wandschalter 440 in Serie mit einer Lampe 442 und einem Satz im Normalzustand
gedigitales IC 80, welches in dem isolierten Slave-Modus betrieben wird, ist ausgelegt, um die
zentralen Steuergerät empfangenen Nachrichten zu steuern. Insbesondere ist die
COUT-Leitung des digitalen IC 80 mit der Gate-Elektrode eines FET 448 verbunden, dessen Drain-
Elektrode mit Masse und dessen Source-Elektrode über einen Widerstand 450 mit dem +5 V-
Versorgungsausgang des Kopplungsnetzwerks 90 verbunden ist. Die Source-Elektrode des
FET 448 ist auch mit der Gate-Elektrode eines zweiten FET 452 verbunden, dessen Drain-
Elektrode mit Masse und dessen Source-Elektrode mit einer Relaisspule 454 verbunden ist,
falls mit der +5 V-Versorgungsspannung verbunden ist.
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Das in FIG. 39 gezeigte Kopplungsnetzwerk 90 ist im wesentlichen mit dem in FIG. 16 im
Detail gezeigten Kopplungsnetzwerk identisch, außer daß die Wechselstromversorgung für
das Kopplungsnetzwerk 90 und insbesondere dessen Gleichrichter 244 mit dem unteren
Kontakt des Wandschalters 440 verbunden ist, so daß, wenn der Wandschalter 440 offen ist, dem
Kopplungsnetzwerk 90 keine Wechselstromversorgung zugeführt wird und folglich keine
+5 V-Versorgungsspannung von der geregelten 5 V-Versorgung 258 (FIG. 16) in dem
Kopplungsnetzwerk 90 erzeugt wird. In diesem Zusammenhang versteht es sich, daß die nicht in
FIG. 39 gezeigten Abschnitte des Kopplungsnetzwerks 90 identisch mit den entsprechenden
Bereichen dieses Netzwerks in FIG. 16 sind.
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spule 454 nicht von Strom durchflossen wird, und der Wandschalter 440 steuert die Lampe
442 auf herkömmliche Weise. Während Zeiträumen, in denen der Wandschalter geschlossen
ist und die Lampe 442 von Strom durchflossen wird, wird das Kopplungsnetzwerk 90 mit
Wechselstrom versorgt, so daß es eine Nachricht über die Stromversorgungsleitung 446
empfangen und diese Nachricht dem RX-Eingangsanschluß des digitalen IC 80 zuführen kann.
Falls das zentrale Steuergerät die Lampe 442 gemäß einem vorbestimmten Lastzeitplan
abzuschalten wünscht, sendet es folglich eine Lastabschaltenachricht über die
Stromversorgungsleitung 446, welche von dem digitalen IC 80 empfangen wird, und diese Vorrichtung spricht
auf die Lastabschaltanweisung an, indem sie die COUT-Leitung auf "low" zieht. Der FET 448
ist somit abgetrennt, so daß die Gate-Elektrode des FET 452 "high" wird, und der FET 452
gemaß der Lastabschaltanweisung geöffnet werden. Es kann jedoch eine lokale
Übersteuerfunktion von einer Person in der Nähe des Wandschalters 440 ausgeführt werden, indem sie
einfach diesen Wandschalter öffnet und dann wieder schließt. Wenn der Wandschalter 440
geöffnet wird, wird die Wechselstromversorgung des Kopplungsnetzwerks 90 unterbrochen,
und die +5 V-Stromversorgung in diesem Netzwerk beendet das Anlegen der 5
V-Versorgungsspannung an das digitale IC 80. Ferner wird die Stromversorgung von den FETs 448
und 452 abgeschaltet, so daß die Relaisspule 454 nicht mehr von Strom durchflossen wird, so
daß die im Normalzustand geschlossen Relaisspule 444 geschlossen werden. Wenn der
Wandschalter 440 wieder geschlossen wird, wird die 5 V-Spannung von der Stromversorgung
in dem Kopplungsnetzwerk 90 erzeugt und auf den Anschluß 28 des digitalen IC 80 gegeben,
welches darauf anspricht, indem es die COUT-Leitung auf "high" zieht. Wenn dies geschieht,
wird der FET 448 leitend, und der Strom durch den Widerstand 450 hält den FET 452
gesperrt, so daß das Relais 454 ohne Strom verbleibt und die Kontakte 444 geschlossen bleiben.
Falls das digitale IC 80 mit auf "low"-Pegel liegender COUT-Leitung hochgefahren würde,
würde die Relaisspule 454 beim Einschalten des Stroms angeregt werden und die Kontakte
444 öffnen, wodurch das lokale Übersteuermerkmal verhindert würde. Es ist somit ersichtlich,
daß, wenn die Stromversorgung eines bestimmten Bereichs, welcher die Lampe 442
beinhaltet, gemäß einem vorprogrammierten Beleuchtungszeitplan abgeschaltet wird, die
Lastabschaltanweisung von dem zentralen Steuergerät durch eine Person in dem Raum, in welchem
sich die Lampe 442 befindet, übersteuert werden kann, indem sie einfach den Wandschalter
440 öffnet und dann wieder schließt. Diese lokale Übersteuerfunktion wird im wesentlichen
sofort und ohne das Erfordernis erzielt, daß das digitale IC 80 eine Nachricht an das zentrale
Steuergerät zurücksendet und das zentrale Steuergerät eine Nachricht an das digitale IC 80
wiederum zurücksendet, die Last abzuschalten. Bei bekannten Systemen, wie beispielsweise
bei den in den obigen Patenten mit den Nummern US 4 367 414 und US 4 396 844 wird die
lokale Übersteuerfunktion nur dadurch erzielt, daß die Außenvorrichtung eine
Lastanforderung an das zentrale Steuergerät sendet, die erfaßt wird, indem ein Sendeaufruf aller
Außenvorrichtungen ergeht, worauf das zentrale Steuergerät dann eine Lasteinschaltnachricht an die
spezielle Außenstation zurücksendet. Solch ein Prozeß erfordert viele Sekunden, während
deren das Personal in dem Raum, in welchem die Lampe 442 ausgeschaltet wurde, im Dunkeln
verbleibt. Das Kopplungsnetzwerk 90, das digitale IC 80, die FETs 448, 452 und das Relais
454 können alle auf einer kleinen Leiterplatte montiert sein, welche direkt mit dem
Wandschalter 440 verbunden werden kann, um für eine extrem einfache und kostengünstige
adressierbare Relaisstation mit lokalem Übersteuervermögen zu sorgen.
Durchsatz-Zeitdiagramme
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In den FIGN. 40 und 42 ist eine Serie von Zeitdiagrammen gezeigt, welche die zum Ausführen
verschiedener Funktionen innerhalb des digitalen IC 80 erforderliche Zeit veranschaulichen.
In den begleitenden FIGN. 41 und 43 sind auch die Zeitdauern angegeben, welche bei jeder der
Baud-Raten, bei welchen das digitale IC 80 betrieben wird, zum Ausführen dieser Funktionen
erforderlich sind. Alle in den FIGN. 41 und 43 angegebenen Zeitintervalle sind, wenn nicht
anders angegeben, Maximaiwerte. Unter Bezugnahme auf FIG. 40 betreffen die
Zeitdiagramme in dieser Figur den Betrieb des digitalen IC 80 in einem isolierten Slave-Modus.
Somit zeigt FIG. 40(a) die Länge einer empfangenen Netzwerknachricht (TM), und sie zeigt
ferner die Verzögerung zwischen dem Ende der empfangenen Nachricht und einer
Potentialänderung auf der COUT-Ausgangsleitung des digitalen IC 80 (FIG. 40(b)). FIG. 40(c)
veranschaulicht die zusätzliche Verzögerung TR, welche zwischen dem Zeitpunkt, zu welchem das
Potential der COUT-Leitung verändert wird, und dem Beginn einer gesendeten Nachricht
auftritt, wenn von dem zentralen Steuergerät eine Antwort angefordert wird. Diese Figur zeigt
auch die Länge der Zeit TST von dem Beginn der gesendeten Antwortnachricht bis zu dem
Zeitpunkt, zu welchem die Signale auf den STAT1- und STAT2-Leitungen in das serielle
Schieberegister des digitalen IC 80 getastet werden. FIG. 40(d) zeigt den Rücksetzpuls,
welcher entweder intern in der Vorrichtung 80 mittels des Schmidt-Triggers U180 (FIG. 18)
erzeugt wird, oder von einem externen Steuergerät zu der Vorrichtung 80 gesendet werden
kann, wobei dieser Puls eine minimale Breite von 50 ns für alle drei Baud-Raten hat. Ein
Vergleich der FIGN. 40(b) und 40(d) zeigt auch die Zeit (TCR), die zum Rücksetzen der COUT-
Ausgangsleitung als Antwort auf den in FIG. 40(d) gezeigten Rücksetzpuls erforderlich ist.
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Unter Bezugnahme auf FIG. 42 zeigt diese Figur die verschiedenen Zeitdiagramme in
Verbindung mit dem digitalen IC 80, wenn dies in einem erweiterten Modus beim Einrichten einer
Schnittstelle zu einem zugeordneten Mikrocomputer und beim Lesen von Daten von dem
seriellen Schieberegister der Vorrichtung 80 und dem Laden von Daten in dieses Register
betrieben wird. In FIG. 42(a) ist die Zeitverzögerung zwischen dem Empfang einer Nachricht
von dem zentralen Steuergerät und dem Zeitpunkt gezeigt, zu welchem die BUSYN-Leitung
"low" wird (FIG. 42(b)), wobei dies als die Verzögerung TBD bezeichnet ist. Die Zeit vom
Ende einer empfangenen Nachricht bis zu dem Zeitpunkt, zu welchem die BUSYN-Leitung
wieder auf "high" gebracht wird, ist durch das Intervall TIBD bezeichnet, wenn man die
FIGN. 42(a) und (b) vergleicht. Ferner wird die selbe Zeitverzögerung beim Erzeugen eines
Unterbrechungspulses auf der INT-Leitung erzeugt, wie dies in FIG. 42(c) gezeigt ist.
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Ein Vergleich der FIGN. 42(a) und 42(f) zeigt den Zeitraum TDM zwischen dem Ende einer
empfangenen Nachricht und dem Zeitpunkt, zu welchem Daten auf dem DATA-Anschluß des
digitalen IC 80 verfügbar sind. Ein Vergleich der FIGN. 42(c) und (e) zeigt, daß die
Zeitverzögerung TIRST zwischen der Vorderflanke des ersten seriellen Taktpulses, der von dem
Mikrocomputer auf der SCK-Leitung erzeugt wird, und dem Zeitpunkt, zu welchem die
Vorrichtung 80 die INT-Leitung auf "low" bringt.
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FIG. 42(e) zeigt die Breite TSCK der der SCK-Leitung von dem Mikrocomputer zugeführten
seriellen Taktpulse, wobei diese Pulse eine minimale Breite von 100 ns für alle Baud-Raten
aufweisen. Ein Vergleich der FIGN. 42(e) und 42(f) zeigt die für den Mikrocomputer maximal
verfügbare Zeit TSD, um einen SCK-Puls beim Auslesen von Daten aus dem seriellen
Schieberegister des digitalen IC 80 an die SCK-Leitung anzulegen. Ein Vergleich dieser Figuren
zeigt auch die Vorbereitungszeit TWSU, die zwischen dem Zeitpunkt, wenn der
Mikrocomputer Daten auf die DATA-Leitung gibt, und dem Zeitpunkt, wenn der Mikrocomputer
danach die SCK-Leitung verläßlich takten kann, erforderlich ist. Wie in FIG. 43 gezeigt,
beträgt diese Zeit für alle drei Baud-Raten minimal 50 ns. Ein Vergleich von FIG. 42(d) und (g)
zeigt die Zeitdauer TT, die für das digitale IC 80 erforderlich ist, um das Senden einer
Nachricht auf das Netzwerk zu beginnen, nachdem die RW-Leitung auf "high" gezogen wurde,
nachdem sie "low" war. Ein Vergleich von FIG. 42(b) und (d) zeigt die Zeitdauer TBT, die
zwischen dem Zeitpunkt, zu dem die RW-Leitung auf "high" gezogen wird, und dem
Zeitpunkt, zu dem das digitale IC 80 anspricht, indem es die BUSYN-Leitung auf "low" zieht,
erforderlich ist.
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Offensichtlich sind hinsichtlich der obigen Lehren viele Abänderungen und Variationen der
vorliegenden Erfindung möglich. Es sollte sich somit verstehen, daß die Erfindung im
Rahmen der anhängenden Ansprüche auf andere Weise ausgeführt werden kann, als dies oben
speziell beschrieben wurde.