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Diese Erfindung betrifft eine entladungsangeregte Kurzpuls-
Laservorrichtung gemäß dem ersten Teil des Anspruchs 1. Eine
Laservorrichtung dieser Art ist aus DE-A-2 113 334 bekannt,
welche eine geteilte Kathode in der Form von metallischen
Schichten offenbart, die auf einem isolierenden Träger
ausgebildet sind.
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Um die Laseroszillation zu erreichen, ist eine notwendige
Voraussetzung, daß eine räumlich gleichförmige Entladung in einem
Lasermedium erzeugt wird.
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Bei Kurzpuls-Lasern, wie einem Excimerlaser, einem
TEA-CO&sub2;-Laser und dergleichen, tendiert die Entladung dazu, einen
konvergierenden Lichtbogen zu bilden, da der Betriebsdruck
mehrere Atmosphären groß ist. Um dies zu verhindern, war es eine
übliche Praxis, eine Vorionisierung herbeizuführen, bei der
Keimelektronen vorab gleichförmig in dem
Hauptentladungsbereich vor einer solchen Hauptentladung verteilt werden.
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Im folgenden werden Erläuterungen zu den herkömmlichen
Methoden mit Bezug auf die Fig. 1 bis 4 der beigefügten Zeichnungen
gegeben.
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Fig. 1 ist eine Querschnittsansicht, die eine Ultraviolett
(UV)-Excimerlaservorrichtung mit Vorionisierung zeigt, wie sie
z. B. in Sato et al., Electronics 1983 (Augustausgäbe), S. 881
offenbart ist. In der Zeichnung bezeichnet die Bezugsziffer 1
eine Hochspannungs-Leistungsquelle, die Ziffer 2 bezieht sich
auf einen Kondensator, die Ziffer 3 bezieht sich auf einen
großen Widerstand, 4 bezeichnet eine Wicklung, 5 stellt einen
Kondensator dar, 6a und 6b beziehen sich auf
Vorionisierungsstifte, 7 auf eine Lücke, 8 auf eine Kathode, 9 auf eine
Anode, 10 auf einen Hauptentladungsraum und 11 auf einen
Schalter.
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Fig. 2 ist eine Querschnittsansicht einer
TEA-CO&sub2;-Laservorrichtung, wie sie z. B. in J. Lachambre et al., IEEE Journal of
Quantum Electronics, Bd. QE-9 Nr. 4 (1973), S. 459, M.
Blanchard et al., Journal of Applied Physics, Bd. 45 Nr. 3 (1974),
S. 1311 usw. offenbart ist, welche eine Verbesserung
hinsichtlich der Beseitigung verschiedener Nachteile der vorangehend
beschriebenen herkömmlichen Excimerlaservorrichtung ist, die
nachfolgend genauer erläutert werden. Es sollte jedoch
festgehalten werden, daß, da das Schaltungssystem der in Fig. 2
gezeigten Laservorrichtung identisch zu dem der Fig. 1 ist,
seine Konstruktion etwas von den Laservorrichtungen abweicht, die
in diesen technischen Literaturstellen offenbart sind. In der
Zeichnung bezeichnet die Bezugsziffer 12 ein dielektrisches
Element, die Ziffer 13 bezieht sich auf einen Kondensator, die
Ziffer 14 bezieht sich auf eine Hilfselektrode, die Ziffer 15
bezeichnet eine Netzkathode und 16 einen Vorentladungsbereich.
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Fig. 3 ist eine Querschnittsansicht, welche die Konstruktion
des Elektrodenabschnitts bei der TEA-CO&sub2;-Laservorrichtung
zeigt, die z. B. in Y. Pan et al., The Review of Scientific
Instruments, Bd. 43 Nr. 4, (1972), S. 662 gezeigt ist, welche
eine modifizierte Ausführungsform der in der vorangehend
genannten Fig. 2 gezeigten Vorrichtung ist. In der Zeichnung
bezeichnet die Bezugsziffer 17 eine Pyrex-Glasröhre, die
Ziffer 18 bezeichnet eine Leitung, die Ziffer 19 steht für einen
Vorentladungsraum, die Ziffer 20 für einen
Leistungszuführabschnitt aus Kupfer, die Ziffer 21 bezeichnet einen Trägertisch
aus einem Kunststoffmaterial und 22 ein isolierendes Element.
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Fig. 4 ist eine weitere modifizierte Ausführungsform der
Laservorrichtung in Fig. 2, bei der diejenigen Bestandteile,
welche dieselben wie in Fig. 2 und 3 sind, mit denselben
Bezugsziffern bezeichnet sind.
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Im folgenden wird die Arbeitsweise dieser herkömmlichen
Laservorrichtungen erläutert.
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In Fig. 1 wird elektrische Ladung, welche von der
Hochspannungs-Leistungsquelle geliefert wird, zunächst in dem
Kondensator 2 angesammelt. Als nächstes verschiebt sich die in dem
Kondensator 2 angesammelte Ladung, wenn der Schalter 11 in den
leitenden Zustand gebracht wird, zu dem Kondensator 5 über
eine Stromschleife, die bei dem Kondensator 2 beginnt, durch
den Schalter 11 läuft, dann durch die Anode 9 und die
Vorionisierungsstifte 6b über eine Erdleitung läuft und zu dem
Kondensator 2 über die Vorionisierungsstifte 6a, den Kondensator
5 und die Wicklung 4 zurückkehrt. Während der Verschiebung der
elektrischen Ladung findet eine Lichtbogenentladung in einer
sehr kleinen Lücke 7 zwischen den Vorionisierungsstiften 6a
und 6b statt, durch welche die Ultraviolettstrahlen erzeugt
werden. Mit diesen Ultraviolettstrahlen findet eine
Photoionisierung in dem Hauptentladungsraum 10 statt (diese
Photoionisierung wird nachfolgend "Ultraviolettstrahl-Vorionisierung"
genannt), wodurch mehr als 10&sup4;-10&sup6; Elektronen pro cm³
gleichförmig dem Raum des Hauptentladungsbereichs 10 zugeführt
werden, um das Wachstum von lokalen Streamern und die
Lichtbogenentladung zur Zeit der Hauptentladung zu unterdrücken.
Andererseits setzt sich auch während dieser Zeitdauer die
Verschiebung der elektrischen Ladung zu dem Kondensator 5 fort
und die Spannung zwischen der Kathode 8 und der Anode 9
wächst. Sobald diese Spannung die Durchschlagsspannung
erreicht, erhält man eine räumlich gleichförmige Pulsentladung
in dem Hauptentladungsbereich 10 durch die Auswirkungen der
vorangehend genannten Vorionisierung.
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Da die Arbeitsweise der in Fig. 2 gezeigten Laservorrichtung
dieselbe wie die der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung ist, wird
der Arbeitsmechanismus bei der Vorionisierung nachfolgend
erläutert. Bevor der Schalter 11 in den leitenden Zustand
gebracht wird, gibt es im wesentlichen keine Potentialdifferenz
zwischen der Netzkathode 15 und der Hilfselektrode 14. Sobald
jedoch der Schalter 11 in den leitenden Zustand gebracht wird
und elektrische Ladung beginnt, sich von dem Kondensator 2 zu
dem Kondensator 5 zu verlagern, wird ein hohes elektrisches
Feld zwischen der Netzkathode 15 und der Hilfselektrode 14
erzeugt, aufgrund dessen die Entladung in dem
Vorentladungsraum 16 über das dielektrische Element 12 stattfindet, wobei
dieser Entladungsprozeß im folgenden "Antennenvorentladung"
(aerial predischarge) genannt wird. Die durch diese Entladung
zu erzeugenden Ultraviolettstrahlen sind schwächer als die der
Lichtbogenentladung wie in der obengenannten Fig. 1 gezeigt
und der Effekt der Ultraviolettstrahl-Vorionisierung nimmt
dementsprechend ab. Bei dieser herkömmlichen Ausführungsform
läuft jedoch ein Teil der in dem Vorentladungsraum 16
erzeugten Elektronen eher durch die Netzkathode 15 und wird der
Umgebung der Netzkathode 15 in dem Raumbereich des
Hauptentladungsbereichs 10 zugeführt, bei denen man davon ausgeht, daß
sie zu Keimelektronen zum Herbeiführen einer räumlich
gleichförmigen Hauptentladung werden.
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Fig. 3 ist eine modifizierte Form der Fig. 2, bei der die
Hilfselektrode als Leitung 18 in der Pyrex-Glasröhre 17 als
dem dielektrischen Element angeordnet ist, das auf den
Kunststoff-Trägertisch 21 gehalten wird, und jede Leitung 18 ist
mit dem Versorgungsabschnitt 20 aus Kupfer verbunden, um sie
auf dem gleichen elektrischen Potential zu halten.
Darüberhinaus weist die Kathode 8 eine dahingehende Konstruktion auf,
daß sie eine Mehrzahl von Vorsprüngen aufweist, um es zu
ermöglichen, daß die Antennen-Vorionisierung in dem
Vorentladungsbereich 19 stattfindet. Der Arbeitsmechanismus ist
ähnlich
dem in der obengenannten Fig. 2 gezeigten.
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Fig. 4 ist ein schematisches Diagramm, welches das
dielektrische Element 12 und die Hilfselektrode 14 in Fig. 2 zeigt, die
durch die Glasröhre 14 und die Leitung 17 ersetzt worden sind.
Der zugehörige Wirkungsmechanismus ist ähnlich zu dem der in
Fig. 2 gezeigten Ausführungsform.
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Nebenbei bemerkt beeinflußt bei der in den Fig. 2 bis 4
dargestellten herkömmlichen Ausführungsform der Abstand zwischen
der Kathode 8 oder der Netzkathode 15 und der Glasröhre 17
oder dem dielektrischen Element 12 (dieser Abstand wird im
folgenden "Dicke des Vorentladungsbereichs" genannt) die dem
Vorentladungsbereich 19 oder 16 zuzuführende elektrische
Leistung und die Dicke als solche bestimmt das Volumen des
Vorentladungsbereichs 16 oder 19 mit der Folge, daß sie einen
wichtigen Faktor zum Bestimmen der Anzahl von Elektronen pro
Einheitsfläche, bezogen auf eine Ebene parallel zu der
obengenannten Kathode, bildet.
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Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist es übliche
Praxis, einen Vorentladungsbereich 16 mit einer ziemlich
kleinen Dicke, verglichen mit dem Abstand zwischen der Kathode 9
und der Netzkathode 15, vorzusehen. Obwohl bisher noch keine
Fälle berichtet wurden, in denen der Einfluß dieser Dicke des
Vorentladungsbereichs 16 quantitativ gemessen wurde, kann man
sehen, daß eine im folgenden genannte Tendenz vorhanden ist.
Das heißt, daß dann, wenn die Dicke des obengenannten
Vorentladungsbereichs 16 klein wird, die Anfangsspannung der
Antennenvorentladung mit der Folge gering wird, daß die
Einschaltleistung für den obengenannten Raumbereich 16 gering wird.
Dementsprechend ist es nötig, dem Vorentladungsbereich 16 ein
bestimmtes Maß an Dicke zu verleihen, wenn ein
zufriedenstellender Vorionisierungseffekt erreicht werden soll. Da jedoch
bevorzugtermaßen das Verhältnis der für die Vorentladung
verbrauchten
Leistung zu der für die Hauptentladung verbrauchten
Leistung unter dem Gesichtspunkt des Leistungsgrads des Lasers
auf dem minimal möglichen Wert gehalten werden sollte, sollte
die Dicke des obengenannten Vorentladungsbereichs vorzugsweise
ausreichend klein, verglichen mit dem Abstand zwischen der
Anode 9 und der Netzkathode 15 (dieser Abstand wird im
folgenden "Länge der Hauptentladungslücke" genannt) gehalten werden.
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Die in Fig. 3 und 4 gezeigte Ausführungsform weist
entsprechend eine dahingehende Konstruktion auf, daß der
Vorentladungsbereich 19 zwischen der Glasröhre 17 und der Kathode 8
oder der Netzkathode 15 vorgesehen ist.
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Im folgenden werden detailliertere Erläuterungen hinsichtlich
des Vorionisierungsmechanismus der herkömmlichen
Laservorrichtungen gegeben, die in den Fig. 2 bis 4 gezeigt sind.
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Anders als bei der in Fig. 1 gezeigten herkömmlichen
Ausführungsform führen diese bislang bekannten Laservorrichtungen
die Keimelektronen zum Herbeiführen der räumlich
gleichförmigen Hauptentladung nur in der Nähe der Kathode zu, während sie
sie nicht gleichförmig in dem gesamten Raumbereich für den
Hauptentladungsbereich 10 zuführen. Die Wirksamkeit dieses
Systems kann wie folgt erklärt werden. Das heißt, daß es zum
Unterdrücken der Lichtbogenentladung nur ausreicht, daß eine
lokale Entwicklung von Streamern durch die Auswirkung des
Raumladungsfeldes unterdrückt wird, wie dies bereits z. B. in
J.I. Levatter et al., Journal of Applied Physics, Bd. 51,
Nr. 1 (1980), S. 210 berichtet wurde. Daher werden die
Keimelektroden von der Kathode 9 angezogen, um eine
Elektronenlawine 23 zu bilden, wenn die Keimelektronen in der Nähe der
Kathode zugeführt werden. Ein Überlappen dieser
Elektronenlawinen 23 würde jedoch früher oder später die lokale Abstufung
des Raumladungsfelds beseitigen, um dadurch die Streamer an
einer Beschleunigung hindern zu können.
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Daraus folgt, daß man einen großen Vorionisierungseffekt mit
einer möglichst großen Anzahl von Keimelektronen pro
Einheitsfläche, bezogen auf eine Ebene parallel zu der versorgten
Kathode, erhält.
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Die herkömmliche entladungsangeregte Kurzpuls-Laservorrichtung
mit dem oben beschriebenen Aufbau weist mehrere problematische
Punkte auf, die im folgenden erwähnt werden sollen.
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Die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung ist so konstruiert, daß die
Vorionisierung durch die Ultraviolettstrahlen von beiden
Seiten der Hauptelektroden 8 und 9 herbeigeführt wird. Bei dieser
Konstruktion ist jedoch die Eindringtiefe der
Ultraviolettstrahlen begrenzt, was das Vergrößern der Breite des
Hauptentladungsbereichs 10 erschwert. Bei einem Excimerlaser könnte
z. B. nur ein Laserstrahl mit einem rechteckigen Querschnitt
von 6 mm bis 8 mm · 20 mm bis 25 mm entnommen werden.
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Die in Fig. 2 gezeigte herkömmliche Laservorrichtung bildet
eine verbesserte Konstruktion, die zum Lösen der oben
beschriebenen Problempunkte vorgesehen ist, wodurch es möglich
ist, die Breite des Hauptentladungsbereichs 10 aufgrund des
Herbeiführens der Vorentladung von der rückwärtigen Oberfläche
der Netzkathode 15 aus zu vergrößern. Wie vorangehend erwähnt
wurde, ist bei dieser Art einer herkömmlichen Vorrichtung im
Normalzustand die Netzkathode 15 in einem gewissen Abstand von
dem dielektrischen Element 12 vorgesehen, der 3 mm bei dem
Beispiel beträgt, das von M. Blanchard et al. in Journal of
Applied Physics, Bd. 45, Nr. 3 (1974), S. 1311 berichtet
wurde. Auch diese Art einer Laservorrichtung weist die folgenden
Problempunkte (a) und (b) auf.
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(a) Es ist offensichtlich unter dem Gesichtspunkt des
Vorionisierungseffekts vorteilhaft, daß möglichst viele der
Elektronen, die in dem Raum zwischen der Netzkathode 15 und dem
dielektrischen Element 12 erzeugt werden, dazu gebracht
werden, durch die Netzkathode 15 hindurchzulaufen und dem
Hauptentladungsbereich zugeführt zu werden. Daher wächst die
Eingangsdichte der Antennenvorentladung, wenn die Dicke des
Vorionisierungsbereichs 16 so klein wie möglich gemacht wird,
d. h. wenn das Volumen des Vorionisierungsbereichs 16 klein
gemacht wird, und die Anzahl der Elektronen, die pro
Einheitsfläche, bezogen auf eine Ebene parallel zu der Netzkathode 15,
erzeugt werden, wächst und weiterhin nimmt der Anteil der
erzeugten Elektronen, die durch eine Kollision mit Molekülen
gestreut werden, bis sie die Netzkathode 15 erreichen, oder
der Anteil der erzeugten Elektronen, die durch Rekombination
mit Ionen "gelöscht" werden, wünschenswerterweise ab. Wie
jedoch bereits mit Bezug auf die herkömmlichen
Laservorrichtungen erklärt wurde, ist es unmöglich, bei der
Antennenvorentladung die Dicke des Vorionisierungsbereichs 16 zu verringern
und dabei die Einschaltleistung unverändert zu lassen (oder zu
vergrößern).
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(b) Wenn die Pulsoszillation des Lasers mit einer hohen
Wiederholungsgeschwindigkeit erzeugt wird, wird die Kathode 15
durch Kollision von Ionen mit der Kathode aufgeheizt, weswegen
die Strahlung dieser erzeugten Wärme ein wichtiger Faktor
wird. Da der Raum zwischen der Netzkathode 15 und dem
dielektrischen Element 12 schmal ist und sich in einem Zustand
befindet, in dem dort im wesentlichen keine Konvektion vorliegt,
findet ein Wärmeaustausch nur auf der Grundlage des
Temperaturgradienten statt. Dementsprechend sollten die Netzkathode
15 und das dielektrische Element 12 vorteilhafterweise
einander so nahe wie möglich gebracht werden, was jedoch
unausweichlich zu dem Problem der Verringerung der
Einschaltleistung für die obengenannte Antennenvorentladung führt.
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Auch bei der in Fig. 4 gezeigten herkömmlichen Vorrichtung
gibt es ähnliche Probleme. Bei der in Fig. 3 gezeigten
beispielhaften Vorrichtung haben die Elektronen, welche durch die
Antennenvorentladung erzeugt werden, eine Form, die ohne
weiteres zugeführt werden kann. Es gab jedoch verschiedene
problematische Punkte wie den, daß Unregelmäßigkeiten in der
Längsrichtung der Kathode 8 auftreten, d. h. solche Stellen, an
denen die Antennenvorentladung leicht stattfindet und solche
Stellen, an denen eine solche Vorentladung schwer stattfindet,
da es praktisch schwierig ist, die Projektionen in der Kathode
8 und der Pyrex-Glasröhre 17 in einer genau parallelen
Anordnung entlang der gesamten Längsrichtung der Kathode 8 zu
halten und die Leitung 18 sich gerade durch das Zentrum der
Pyrex-Glasröhre 17 erstrecken zu lassen, oder daß der Aufbau der
Kathode als solcher kompliziert ist, so daß ihre Herstellung
schwierig ist.
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Die vorliegende Erfindung geschah auf der Grundlage des
Konzepts, daß bei einer entladungsangeregten
Kurzpuls-Laservorrichtung, bei der die Vorentladung mit Hilfe eines
dielektrischen Elements herbeigeführt wird, der eine Faktor, die Dicke
des Raumes für die Vorentladung, und der andere Faktor, die
Einschaltleistung für die Vorentladung, die bei der
herkömmlichen Antennenvorentladung nicht zu trennen waren, unabhängig
voneinander gemacht werden, wodurch die Vorentladung in einem
Raum mit sehr kleiner Dicke an der Oberfläche des
dielektrischen Elements erzeugt wird. Genauer besteht das Problem, das
der vorliegenden Erfindung zugrundeliegt, darin, eine
Kurzpuls-Laservorrichtung mit einer einfachen
Ionisierungskonstruktion zu schaffen, die zu einem Laserstrahl mit großem
Durchmesser bei hoher Sicherheit und hoher Zuverlässigkeit
aufgrund der Erzeugung einer Vorentladung mit einer
gleichförmigen, hohen Leistungsdichte an der Oberfläche des
dielektrischen Elements über dem Teil, der dem Hauptentladungsbereich
entspricht, fähig ist.
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Dieses Problem wird durch Anspruch 1 gelöst.
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Verschiedene Arten, die Erfindung auszuführen, werden im
einzelnen nachfolgend mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben, welche verschiedene konkrete Ausführungsformen
illustrieren und von denen
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Fig. 1
u. Fig. 2 jeweils Querschnittsansichten sind, welche die
herkömmlichen entladungsangeregten
Kurzpuls-Laservorrichtungen zeigen,
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Fig. 3
u. Fig. 4 jeweils Querschnittsansichten sind, welche die
Hauptelektrodenabschnitte der herkömmlichen
entladungsangeregten Kurzpuls-Laservorrichtungen
zeigen,
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Fig. 5 ein schematisches Diagramm ist, welches die
entladungsangeregte Kurzpuls-Laservorrichtung gemäß
der vorliegenden Erfindung zeigt,
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Fig. 6a
u. Fig. 6b eine Querschnittsansicht bzw. eine schematische
Draufsicht sind, welche den Kathodenabschnitt
gemäß einer ersten Ausführungsform zeigen, die
nicht durch die Ansprüche abgedeckt ist,
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Fig. 7a
u. Fig. 7b eine Querschnittsansicht bzw. eine schematische
Draufsicht sind, welche den Kathodenabschnitt
entsprechend einer zweiten Ausführungsform
zeigen, die nicht durch die Ansprüche abgedeckt
ist,
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Fig. 8 eine Querschnittsansicht ist, welche den
Hauptelektrodenabschnitt gemäß einer dritten
Ausführungsform
zeigt, die nicht durch die Ansprüche
abgedeckt ist,
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Fig. 9a
u. Fig. 9b eine Draufsicht bzw. eine Querschnittsansicht
sind, welche den Zustand einer Gleitentladung
zeigen,
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Fig. 10 eine Querschnittsansicht ist, welche den Zustand
der Hauptentladung in der entladungsangeregten
Kurzpuls-Laservorrichtung gemäß der ersten
Ausführungsform zeigt, deren Hauptteil in Fig. 6
gezeigt ist,
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Fig. 11 eine schematische Draufsicht ist, welche eine
mit Öffnungen versehene Elektrode gemäß einer
vierten Ausführungsform zeigt, welche alle
Merkmale der vorliegenden Erfindung wie beansprucht
aufweist,
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Fig. 12 eine schematische Draufsicht ist,,die eine
weitere mit Öffnungen versehene Elektrode gemäß
einer fünften Ausführungsform zeigt, welche alle
Merkmale der vorliegenden Erfindung wie
beansprucht aufweist,
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Fig. 13 eine perspektivische, teilweise geschnittene
Ansicht ist, welche den Elektrodenabschnitt
gemäß einer sechsten Ausführungsform zeigt,
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Fig. 14 eine der Erläuterung dienende Skizze für den
Zustand der Vorionisierung und der
Hauptentladung in dem Elektrodenabschnitt in Fig. 13 ist,
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Fig. 15a eine Draufsicht des zweiten
Hauptelektrodenabschnitts
gemäß einer siebten Ausführungsform,
von dem Hauptentladungsbereich aus gesehen, ist,
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Fig. 15b eine der Erläuterung dienende Skizze für den
Zustand der Vorionisierung und der
Hauptentladung bei dem Elektrodenabschnitt in Fig. 5a ist,
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Fig. 16 eine Querschnittsansicht der
entladungsangeregten Kurzpuls-Laservorrichtung gemäß einer achten
Ausführungsform ist,
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Fig. 17a eine Querschnittsansicht ist, die eine
abgewandelte Ausführungsform nach Fig. 16 zeigt,
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Fig. 17b eine Draufsicht ist, welche den Hauptteil der
abgewandelten Ausführungsform in Fig. 17a zeigt,
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Fig. 18 eine graphische Darstellung ist, welche in einem
Vergleich die Laserintensitätsverteilung bei der
herkömmlichen entladungsangeregten
Kurzpuls-Laservorrichtung und bei der achten
Ausführungsform zeigt,
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Fig. 19 eine Querschnittsansicht der
entladungsangeregten Kurzpuls-Laservorrichtung gemäß einer
neunten Ausführungsform ist,
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Fig. 20 eine graphische Darstellung ist, welche die
Feldstärkeverteilung in einem Vergleich zwischen
der herkömmlichen entladungsangeregten Kurzpuls-
Laservorrichtung und der neunten Ausführungsform
zeigt,
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Fig. 21 eine graphische Darstellung ist, welche die
Feldstärkeverteilung in einem Vergleich zwischen
der herkömmlichen entladungsangeregten
Kurzpuls-Laservorrichtung und der neunten
Ausführungsform zeigt,
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Fig. 22a eine Querschnittsansicht ist, welche eine zehnte
Ausführungsform zeigt,
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Fig. 22b eine Querschnittsansicht des Hauptteils der in
Fig. 22a gezeigten Laservorrichtung entlang der
Linie I-I ist,
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Fig. 23 eine Querschnittsansicht ist, welche eine elfte
Ausführungsform zeigt,
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Fig. 24 eine Querschnittsansicht ist, welche die
Wärmeabstrahlrippen gemäß der zwölften
Ausführungsform zeigt,
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Fig. 25 eine Querschnittsansicht ist, welche die
entladungsangeregte Kurzpuls-Laservorrichtung gemäß
einer dreizehnten Ausführungsform zeigt,
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Fig. 26 eine Querschnittsansicht ist, welche eine
vierzehnte Ausführungsform zeigt,
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Fig. 27 eine Querschnittsansicht ist, welche einen Teil
des Elektrodensystems einer fünfzehnten
Ausführungsform zeigt,
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Fig. 28 eine Querschnittsansicht ist, welche einen Teil
des Elektrodensystems einem abgewandelten
Ausführungsform zeigt und
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Fig. 29 eine Querschnittsansicht des
Elektrodenabschnitts gemäß einer sechzehnten
Ausführungsform
ist.
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Die vorliegende Erfindung wird nun im einzelnen mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen beschrieben, welche mehrere
bevorzugte Ausführungsformen darstellen.
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Fig. 5 ist ein schematisches Diagramm der entladungsangeregten
Kurzpuls-Laservorrichtung, auf welche die vorliegende
Erfindung angewendet wird. In der Zeichnung sind diejenigen
Bestandteile, welche identisch mit denen in Fig. 1 und 2 sind,
mit denselben Bezugsziffern bezeichnet. Weiterhin wird in den
folgenden Erläuterungen die erste Hauptelektrode als Anode
gewählt, während die zweite Elektrode als Kathode gewählt
wird, obwohl das Umgekehrte auch möglich ist.
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In Fig. 5 bezeichnet die Bezugsziffer 24 eine von zwei
Hauptelektroden (welche im folgenden "mit Öffnungen versehene
Elektrode" genannt wird). Die Ziffer 9 bezieht sich auf eine Anode
als Gegen-Hauptelektrode, welche gegenüber der obengenannten
mit Öffnungen versehenen Elektrode 24 des obengenannten Paars
von Elektroden angeordnet ist. Die Ziffer 14 bezieht sich auf
eine Hilfs- (oder Bezugs-) Elektrode. Die Bezugsziffer 12
bezeichnet ein dielektrisches Element, welches an die mit
Öffnungen versehene Elektrode 24 anstoßend angeordnet ist,
während die Hilfselektrode 14 auf der Oberfläche des
dielektrischen Elements gegenüber der mit Öffnungen versehenen
Elektrode 24 angeordnet ist, so daß sie der mit Öffnungen versehenen
Elektrode gegenübersteht. Die Ziffer 28 bezieht sich auf einen
Wärmetauscher, die Ziffer 29 bezieht sich auf eine
Fluidführung und 30 bezeichnet einen Ventilator. Die obengenannten
Elektroden 9, 14, 24, der Wärmetauscher 28, die Fluidführung
29, der Ventilator 30 usw. sind in einem Lasergehäuse 31
untergebracht. Die Ziffer 32 bezieht sich auf ein isolierendes
Element, 33 auf einen Hauptentladungsbereich und 34 auf einen
Gasstrom.
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Die Fig. 6a und 6b sind eine Querschnittsansicht bzw. eine
Draufsicht, welche im einzelnen die zweite Hauptelektrode
(oder die mit Öffnungen versehene Elektrode) gemäß der ersten
Ausführungsform zeigen. In der Zeichnung bezeichnet die Ziffer
24 ein elektrisch leitendes Material mit mehreren Öffnungen
25, d. h. die mit Öffnungen versehene Elektrode. Die mit
Öffnungen versehene Elektrode 24 und das dielektrische Element
sind in engem Kontakt miteinander angeordnet. Weiterhin ist
die Hilfselektrode 14 auf der Rückseite der mit Öffnungen
versehenen Elektrode 24 derart angeordnet, daß sie der mit
Öffnungen versehenen Elektrode 24 über das dielektrische Element
12 gegenüberliegt. Bei dieser dargestellten Ausführungsform
ist die Hilfselektrode 14 in dem Inneren des dielektrischen
Elements 12 eingebettet. In diesem Fall ist mit der Rückseite
oder der rückwärtigen Oberfläche der mit Öffnungen versehenen
Elektrode 24 die Oberfläche gemeint, welche auf der anderen
Seite bezüglich der Oberfläche liegt, welche der Anode
gegenübersteht. Nebenbei bemerkt wird bei dieser Ausführungsform
Aluminiumoxid für das dielektrische Element 12 verwendet und
die mit Öffnungen versehene Elektrode 24 hat die Form einer
elektrisch leitenden Schicht, die durch Metallisieren dieses
dielektrischen Elements 12 aus Aluminiumoxid mit Nickel bis zu
einer Dicke von 50 µm erzeugt wird. Die Öffnungen 25 werden
durch Ätzen gebildet.
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Für das Schaltungssystem wurde das
Kapazitätsverschiebungssystem verwendet, wie dies bei der in Fig. 2 gezeigten
herkömmlichen Laservorrichtung der Fall ist. Wie mit Bezug auf die
herkömmliche entladungsangeregte Kurzpuls-Laservorrichtung
erläutert wurde, wird eine Spannung zwischen der mit Öffnungen
versehenen Elektrode 24 und der Hilfselektrode 12 erzeugt,
während die Kapazität sich zwischen den zwei Kondensatoren
verschiebt und die Spannung zwischen den Hauptelektroden
anwächst, mit der Folge, daß eine Gleitentladung 26 an den
Öffnungen 25 der Kathode 24 und an der Oberfläche des
dielektrischen
Elements 12 stattfindet. Diese Gleitentladung 26 tritt
in der Richtung entlang der Oberfläche des dielektrischen
Elements 12 auf und die Größe ihrer Ausdehnung wird durch die an
die Entladungslücke angelegte Spannung bestimmt (die Spannung,
die vorangehend als "Haltespannung" (maintenance voltage)
definiert wurde, welche von der Spannung verschieden ist, die
zwischen der mit Öffnungen versehenen Elektrode 24 und der
Hilfselektrode 14 angelegt ist).
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Dementsprechend kann die Haltespannung auf ein solches Niveau
erhöht werden, daß die Gleitentladung 26 die Öffnungen 25
ausfüllt und sie hängt nicht von der Dicke der mit Öffnungen
versehenen Elektrode 24 ab (diese Dicke entspricht im
wesentlichen der Dicke der Gleitentladung 26). Infolgedessen kann die
mit Öffnungen versehene Elektrode 24 bei dieser
Ausführungsform 20 µm dünn ausgeführt werden und dennoch kann eine
ausreichende elektrische Leistung der Vorentladung (in diesem
Fall der Gleitentladung) zugeführt werden. Verschiedene
Bedingungen für die Arbeit mit der Gleitentladung sind in der
folgende Tabelle 1 dargestellt und eine Skizze des
Entladungszustands ist in Fig. 10 dargestellt.
Tabelle 1
Gaszusammensetzung Gasdruck Kapazität des Kondensators Ladespannung bei Kondensator Fläche der mit Öffnungen versehenen Kathode Länge der Lücke der Hauptentladung Durchmesser der Öffnung Dicke der mit Öffnungen versehenen Kathode
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In diesem Fall betrug der Spitzenstrom bei der Vorentladung
1,2 A/cm². Wie aus der Illustrationszeichnung hervorgeht,
konnte eine klare Glimmentladung ohne eine Beimischung einer
Fadenentladung erreicht werden.
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Bei den veröffentlichten Beispielen eines herkömmlichen
entladungsangeregten Excimerlasers wies die erzeugte Entladung eine
Breite des Hauptentladungsbereichs 10 auf, die kleiner als die
Länge der Lücke der Hauptentladung war. Im Gegensatz hierzu
konnte eine Breite des Hauptentladungsbereichs 10 von 22 mm,
welche ungefähr 1,5 mal größer als die Länge der Lücke (15 mm)
bei der Hauptentladung ist, gemäß dieser Ausführungsform in
dem Heliumpuffer erreicht werden. Die Effektivität des
Vorionisierungssytems gemäß der vorliegenden Erfindung ist damit
bewiesen.
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Weiterhin ist die Wärmeabstrahlung der mit Öffnungen
versehenen Elektrode 24 größer als diejenige bei der herkömmlichen
Vorrichtung, da die mit Öffnungen versehene Elektrode 24 und
das dielektrische Element 12 sich in einer eng
aneinanderhaftenden Beziehung befinden, was dazu beiträgt, das Problem bei
den herkömmlichen Vorrichtungen zu lösen, daß die
Lichtbogenentladung durch die unregelmäßige Länge der Lücke für die
Hauptentladung erzeugt wird, was durch das Durchhängen und die
Wellenbildung bei der herkömmlichen Netzelektrode durch
Erhitzen auf Rotglut herbeigeführt wird.
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Weiterhin ist die mit Öffnungen versehene Elektrode 24 nicht
nur einfach aufgebaut, sondern es ist auch aufgrund ihres
Aufbaus möglich, ihre Dicke und damit die Dicke der
Gleit-Vorentladung 26 mit hoher Präzision in Einheiten von Mikrometern
(µm) festzulegen. Weiterhin ist es nicht länger nötig, die
räumliche Anordnung der drei Elemente, des dielektrischen
Elements und des Paars von Hauptelektroden, zu berücksichtigen,
wie dies der Fall bei den herkömmlichen Laservorrichtungen
ist; vielmehr ist es ausreichend, daß lediglich die relative
Position entweder des dielektrischen Elements und der Anode
oder der mit Öffnungen versehenden Elektrode und der anderen
Hauptelektrode festgelegt wird, was ein Vorteil der
vorliegenden Erfindung beim Herstellen der Laservorrichtung ist.
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Die Fig. 7a und 7b sind eine Querschnittsansicht bzw. eine
Draufsicht, welche den Kathodenabschnitt gemäß der zweiten
Ausführungsform zeigen. Die Kathode ist bei dieser
Ausführungsform identisch mit der in Fig. 6a und 6b gezeigten und
weist denselben resultierenden Effekt auf, außer daß für die
mit Öffnungen versehene Elektrode 24 ein Metallgitter mit
einer Dicke von 1 µm bis 3 mm (bei dieser Ausführungsform
beträgt sie 100 µm) verwendet wurde und daß die Hilfselektrode
14 fest an der Oberfläche, an der die mit Öffnungen versehene
Elektrode 24 fest anhaftet, entgegengesetzten Oberfläche des
dielektrischen Elements 12 fest anhaftete.
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Fig. 8 ist eine Querschnittsansicht, welche den
Hauptelektrodenabschnitt der dritten Ausführungsform zeigt. Bei dieser
Ausführungsform sind die mit Öffnungen versehene Elektrode 24
und das dielektrische Element 12 in einer konvexen oder zu der
Anode 9 hin ausgebeulten Form ausgebildet, wofür
Repräsentanten z. B. die Rogowski-Elektrode oder die Chang-Elektrode sind,
so daß die Feldstärke in der Nähe der Oberfläche der mit
Öffnungen versehenen Elektrode 24 graduell mit der Entfernung von
dem Zentralteil der mit Öffnungen versehenen Elektrode 24
abgebaut wird, wodurch die Bildung eines Lichtbogens aufgrund
der Konzentration des elektrischen Felds an dem Ende der mit
Öffnungen versehenen Elektrode 24 verhindert werden kann.
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Im übrigen wird bei der in den Fig. 6a und 6b gezeigten
Ausführungsform ein Schaltkonzept von dem Typ mit einer
Kapazitätsverschiebung verwendet. Die vorliegende Erfindung ist
jedoch nicht auf diesen Typ allein beschränkt, sondern kann
jeden Typ verwenden, wie den Typ mit LC-Umpolung, dem
Blümlein-Typ, den PFN-Typ usw. Sie kann auch ohne weiteres einen
Typ verwenden, bei dem das Schaltsystem der Gleitentladung in
das Schaltsystem der Hauptentladung integriert ist, oder einen
Typ, bei dem beide Schaltsysteme voneinander unabhängig sind.
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Weiterhin illustriert Fig. 6 ein Beispiel, bei dem die mit
Öffnungen versehene Elektrode 24 durch Metallisieren von
Nickel auf eine Aluminiumoxidbasis hergestellt wird, wobei dann die
Öffnungen 25 durch Ätzen der mit Nickel metallisierten
Aluminiumoxidbasis gebildet werden. Es soll jedoch angemerkt
werden, daß die vorliegende Erfindung nicht auf dieses
Herstellungsverfahren beschränkt ist, sondern daß natürlich jedes
andere Verfahren ohne weiteres verwendet werden kann, z. B. das
Verbinden oder Druckverbinden eines gestanzten Metalls mit dem
dielektrischen Element 12.
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Weiterhin ist das Material des dielektrischen Elements 12
nicht auf Aluminiumoxid beschränkt; vielmehr können
verschiedene andere Materialien, wie z. B. Keramiken, Glas usw.,
verwendet werden. Es sollte jedoch angemerkt werden, daß die
Erhöhung der Einschaltleistung für die Gleitentladung umso
größer sein wird, je größer die dielektrische Konstante des
dielektrischen Elements 12 ist und je kleiner seine Dicke ist,
was unter dem Gesichtspunkt des Betriebs der Laservorrichtung
günstig ist.
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Weiterhin haftet bei den oben beschriebenen Ausführungsformen
die Hilfselektrode 14 an dem dielektrischen Element 12 fest
an, obwohl die Hilfselektrode 14 und das dielektrische Element
12 gegebenenfalls voneinander beabstandet angeordnet sein
können. Wenn sie voneinander beabstandet sind, besteht jedoch die
Möglichkeit, daß eine Verlustentladung zwischen der
Hilfselektrode 14 und dem dielektrischen Element 12 stattfindet, so daß
es vorzuziehen 10 ist, daß die Hilfselektrode bei ihrem
Gebrauch fest an dem dielektrischen Element 12 wie bei der oben
beschriebenen Ausführungsform anhaftet. In diesem Fall kann
die Hilfselektrode 14 auch so konstruiert sein, daß ein
dielektrischer Film an ihrer Oberfläche ausgebildet ist.
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Bei der oben beschriebenen Ausführungsform ist die Form der
Öffnung 25 kreisförmig oder rechtwinklig ausgebildet. Es
sollte jedoch angemerkt werden, daß gemäß dem Grundgedanken der
vorliegenden Erfindung die Form der Öffnung 25 in keiner Weise
auf diese Formen allein beschränkt ist.
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Weiterhin ist ein struktureller Faktor, der die Gleitentladung
26 beeinflußt, der Öffnungsdurchmesser der Öffnung 25 und eine
struktureller Faktor, welcher mit der Leistungsdichte der
Gleitentladung 26 in Beziehung steht, ist die Dicke der mit
Öffnungen versehenen Elektrode. Angesichts des Effektes der
vorliegenden Erfindung, daß der Durchmesser der Öffnung 25
(der Faktor zum Bestimmen der maximalen Haltespannung) und die
Dicke der mit Öffnungen versehenen Elektrode 24 (der Faktor
zum Bestimmen der Dicke des Vorentladungsbereichs) unabhängig
voneinander festgelegt werden können, so daß den Elektroden
ein optimaler Vorionisierungseffekt mit Hilfe der
Gleitentladung 26 als Vorentladung zugute kommt, beinhaltet die
vorliegende Erfindung in keiner Weise das Auferlegen einer
Beschränkung bezüglich dieser zwei strukturellen Faktoren. Was die mit
Öffnungen versehene Elektrode 24 jedoch angeht, kann es nötig
sein, über eine Dicke von 1 µm oder mehr zu verfügen, weil die
Elektrode dem Aufprall von Ionen während der Hauptentladung
ausgesetzt ist und ihre Lebensdauer verkürzt wurde, wenn sie
zu dünn ist. Andererseits sollte sie vorzugsweise 3 mm oder
weniger betragen, weil die Dichte der Einschaltleistung für
die Gleitentladung 26 gering wird, wenn die Elektrode zu dick
ist, und eine solche Dicke würde verhindern, daß die
Keimelektronen dem Hauptentladungsbereich zugeführt werden.
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Ein praktischer Dickenbereich der mit Öffnungen versehenen
Elektrode sollte vorzugsweise in einem Bereich von 10 µm bis
2 mm liegen.
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Wie vorangehend erwähnt wurde, besteht gemäß der ersten bis
dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung die zweite
Hauptelektrode (d. h. die mit Öffnungen versehene Elektrode)
aus einem elektrisch leitenden Material und besitzt eine
Mehrzahl von darin ausgebildeten Öffnungen. Weiterhin ist sie so
konstruiert, daß sie die Elektronen verteilt, welche den Keim
für die zwischen den Hauptelektroden zu erzeugende
Hauptentladung bilden sollen, indem die mit Öffnungen versehene,
Elektrode und das dielektrische Element in engem Kontakt miteinander
angeordnet werden und die Gleitentladung auf der Oberfläche
des dielektrischen Elements erzeugt wird, so daß die
Einschaltleistung der Vorentladung und die Dicke des
Vorentladungsbereichs als getrennte und unabhängige Faktoren behandelt
werden können, so daß es möglich wird, die Vorentladung auf
der Oberfläche des obengenannten dielektrischen Elements mit
einer Einschaltleistung hoher Dichte zu erzeugen, wodurch eine
gleichförmige Glimmentladung über den weiten Bereich der
Hauptentladung erzeugt werden kann. Infolgedessen können sich
verschiedene Auswirkungen hinsichtlich der Verbesserung der
Zuverlässigkeit der Laservorrichtung zeigen, z. B. daß der
Laserstrahldurchmesser und der Laserausgang erhöht werden
können, der Aufbau der Elektrode einfach wird, die
Wärmeabstrahlung von der obengenannten Kathode leicht vonstatten gehen
kann, die Laservorrichtung beständig gegen rasche und
wiederholte Laseroszillationen ist usw.
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Nachfolgend wird die vierte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung mit Bezug auf Fig. 11 erläutert. In der Zeichnung
ist die Position der Öffnungen 25, die in der gesamten
Oberfläche der mit Öffnungen versehenen Elektrode 24 ausgebildet
sind, so festgelegt, daß, wenn willkürliche gedachte Linien
parallel zu der Achse des Laserstrahls auf der Oberfläche der
mit Öffnungen versehenen Elektrode 24, die eine Mehrzahl von
Öffnungen aufweist, gelegt werden, die gedachten Linien durch
die Mehrzahl von Öffnungen 25 laufen. Zum Beispiel sind solche
Öffnungen 25 in einer versetzten Form angeordnet.
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Im Fall der mit Öffnungen versehenen Elektrode, bei der die
Öffnungen wie in Fig. 6a und 6b gezeigt angeordnet sind, würde
z. B. der nachfolgend erwähnte Nachteil auftreten. Das heißt,
daß ein dunkler Abschnitt an einer Stelle beobachtet werden
kann, durch die der Laserstrahl hindurchläuft, wenn der
Laserstrahl auf einen photographischen Film zum Untersuchen des
Musters des Laserstrahls zum Zweck des Beobachtens des
Zustands der Hauptentladung bei den beiden Hauptelektroden der
entladungsangeregten Kurzpuls-Laservorrichtung in der Richtung
der optischen Achse des Lasers eingestrahlt wird. Dies zeigt
an, daß der Laserstrahl selbst eine Unregelmäßigkeit der
Intensität aufweist, was die Qualität des Laserstrahls
beeinträchtigt. Weiterhin wird unter solchen Bedingungen, unter
denen die Gasströmungsrate klein ist oder das Lasermedium in
dem Hauptentladungsbereich 33 nicht in ausreichendem Maß
zwischen einer Pulsentladung und der nachfolgenden Pulsentladung
ersetzt werden kann, das Lasermedium in dem Bereich der
Hauptentladungssäule aufgeheizt; es wird jedoch nicht in dem
dunklen Abschnitt aufgeheizt, weshalb die Temperaturverteilung in
dem obengenannten Hauptentladungsbereich 33 extrem
ungleichförmig wird. Daher würden ungünstige Ergebnisse begünstigt,
z. B. unter anderem, daß der Divergenzwinkel des Laserstrahls
deutlich aufgrund der Änderung der Brechung wegen des
Unterschiedes in der Gasdichte wächst oder daß weiterhin die
nachfolgende Pulsentladung die Lichtbogenentladung wird.
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Daher können durch das Anordnen der Öffnungen 25 in einer
versetzten Form wie vorangehend erwähnt die Entladungssäulen
versagensfrei in einen überlappenden Zustand, in der Richtung der
Laserstrahlachse gesehen, kommen, weshalb keine
Unregelmäßigkeit der Intensität des Laserstrahls mehr beobachtet wird.
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Im folgenden wird die fünfte Ausführungsform der vorliegenden
Erindung mit Bezug auf Fig. 12 erläutert. In dieser
Ausführungsform sind die Öffnungen 25 so angeordnet, daß die
Entladungssäulen auch in der Richtung senkrecht zu der Richtung der
Laserstrahlachse überlappend sein können. Genauer ist die
Position der Öffnungen so festgelegt, daß dann, wenn
willkürliche gedachte Linien parallel zu der Laserstrahlachse und
willkürliche gedachte Linien, welche die Laserstrahlachse
orthogonal schneiden, auf der Oberfläche der mit Öffnungen
versehenen Elektrode 24, die eine Mehrzahl von Öffnungen 25 aufweist,
gelegt werden, beide gedachten Linien durch die Öffnungen 25
laufen.
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Wenn die obengenannten Öffnungen 25 wie in Fig. 11 gezeigt
angeordnet sind, kann ein Laserstrahl hoher Qualität in der
Richtung 35 des Laserstrahls erreicht werden, da die
Entladungssäulen sich in dieser Richtung überlappen. In der
Richtung, welche die Richtung 35 der Laserstrahlachse orthogonal
schneidet, findet jedoch keine Überlappung der
Entladungssäulen statt, was zur Folge hat, daß dunkle Abschnitte zwischen
benachbarten Reihen von Entladungssäulen gebildet werden.
Während diese dunklen Abschnitte nicht direkt die Qualität des
Laserstrahls beeinflussen, verkürzen sie die Länge des
Erregungsabschnitts (ein Abschnitt, welcher zu der Laserwirkung
beiträgt) erheblich, wodurch der Laserausgang sich verringert.
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Indem die Öffnungen 25 in einer Weise angeordnet werden, daß
die Entladungssäulen einander nicht nur in der Richtung 35 der
Laserstrahlachse, sondern auch in der Richtung, welche die
Richtung der Laserstrahlachse orthogonal schneidet,
überlappen, wie dies in Fig. 12 dargestellt ist, wird es möglich,
eine Verringerung des Laserausgangs zu verhindern und
ebenfalls einen Laserstrahl hoher Qualität zu erhalten.
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Bei der vorangehend beschriebenen vierten und fünften
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden die
Entladungssäulen dazu gebracht, einander zu überlappen, indem die Öffnungen
25 in versetzter Form angeordnet werden. Es ist auch möglich,
daß diese Entladungssäulen zur Überlappung gebracht werden,
indem diese Öffnungen 25 mit einem geringen Abstand zwischen
ihnen angeordnet werden. Da jedoch die Ausdehnung der
Entladungssäulen erheblich von den Entladungsbedingungen, dem
Gasdruck und der Gaszusammensetzung abhängt, kann es von Zeit zu
Zeit geschehen, daß die dunklen Abschnitte auftreten, wenn
diese Bedingungen sich ändern, auch wenn die Entladungssäulen
einander unter bestimmten Bedingungen überlappen. Daher ist es
durch das Anordnen der Öffnungen 25 in der versetzten Form wie
vorangehend erwähnt möglich, die Entladungssäulen höchst
einfach und genau zur Überlappung zu bringen.
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Da die mit Öffnungen versehene Elektrode 24 mehrere Öffnungen
25 aufweist, kann eine Metallplatte oder ein Metallnetz mit
einer Dicke von 1 µm bis 3 mm verwendet werden.
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Weiterhin ist die Form der Öffnungen 25 nicht auf einen Kreis
beschränkt, sondern jede Form kann verwendet werden,
vorausgesetzt, daß das Überlappen der Entladungssäulen mit einer guten
Effizienz erreicht werden kann.
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Fig. 13 illustriert die sechste Ausführungsform. Die
entladungsangeregte Kurzpuls-Laservorrichtung gemäß dieser
Ausführungsform ist so konstruiert, daß die Oberfläche der zweiten
Hauptelektrode (mit Öffnungen versehene Elektroden) 24
gegenüber der ersten Hauptelektrode 9 und die Seitenoberfläche 25a
der Öffnung 25 miteinander durch eine gekrümmte Oberfläche
verbunden sind. In der Zeichnung bezeichnet die Bezugsziffer
12 das dielektrische Element und die Bezugsziffer 14
bezeichnet die Hilfselektrode.
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Bei der sechsten Ausführungsform wird eine Lawinenentladung
wie in Fig. 14 gezeigt erzeugt, wenn eine Hochspannung
zwischen der ersten Hauptelektrode 9 und der zweiten
Hauptelektrode 24 angelegt wird, wobei Elektronen den Keim für die
Entladung bilden, um dadurch die Hauptentladung 33 zu bilden. Da
die Oberfläche 24a der zweiten Hauptelektrode 24 gegenüber der
ersten Hauptelektrode 9 und die Seitenoberfläche 25a der
Öffnung miteinander durch eine gekrümmte Oberfläche verbunden
sind (mit anderen Worten ist die eckige Kante der Öffnung 25
abgerundet, um die Feldstärke zu verringern), wird in diesem
Moment keine lineare starke Entladung wie bei der
herkömmlichen Laservorrichtung erzeugt und eine gleichförmige Entladung
kann leicht erreicht werden. Bei einer Anwendung der
vorliegende Erfindung auf einen TEA-CO&sub2;-Laser konnte man immer noch
die gleichförmige Entladung erreichen, auch wenn die Menge des
Helium-Puffergases auf 80% bis 50% dessen verringert wurde,
was bei herkömmlichen Laservorrichtungen verwendet wurde, und
die Menge an Energie, welche in die Gleitentladung 36 gesteckt
wurde, wurde zu 1% oder weniger der Energiemenge gemacht, die
in die Hauptentladung 33 gesteckt werden muß, wodurch die
Effektivität der vorliegenden Erfindung bewiesen werden konnte.
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Fig. 15a ist eine Draufsicht des Hauptelektrodenabschnitts
gemäß der siebten Ausführungsform, von dem
Hauptentladungsbereich aus gesehen, und Fig. 15b ist eine der Erläuterung
dienende Skizze, welche die Beziehung zwischen der Vorionisierung
und der Hauptentladung in der Elektrode wie in der Fig. 15a
gezeigt darstellt.
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In der Zeichnung bezeichnet die Bezugsziffer 37 die zweite
Hauptelektrode mit einer Stabform (im folgenden "stabförmige
Hauptelektrode" genannt), die einen kreisförmigen oder
elyptischen Querschnitt aufweist, wobei diese stabförmigen
Hauptelektroden 37 miteinander elektrisch verbunden sind. Die
Arbeitsweise dieses Hauptelektrodenbereichs ist dieselbe wie die
der in den Fig. 13 und 14 gezeigten Hauptelektrodenbereiche
und hat den weiteren Vorteil, daß diese stabförmige
Hauptelektrode 37 viel leichter herzustellen ist als die Elektroden in
irgendeiner anderen Form. Übrigens liegt ein geeigneter
Durchmesser dieser stabförmigen Hauptelektrode 37 in dem Bereich
von 0,1 mm bis 3 mm oder dergleichen. Bei der in Fig. 14
gezeigten Ausführungsform ist die Form der Öffnung 25
kreisförmig ausgebildet; die Öffnung ist jedoch nicht auf diese Form
allein begrenzt, sondern es können irgendwelche anderen
Formen, wie Ellipsen, Polygone usw., geeigneterweise verwendet
werden.
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Fig. 16 zeigt die achte Ausführungsform der
entladungsangeregten Kurzpuls-Laservorrichtung. Diese Ausführungsform soll die
Fläche der Verteilung der Öffnungen in der zweiten
Hauptelektrode (mit Öffnungen versehene Elektrode) begrenzen und die
Breite der zu erzeugenden Hauptentladung kontrollieren,
wodurch der flache Bereich der Intensitätsverteilung des
Laserstrahls vergrößert wird.
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In Fig. 16 sind die in der zweiten Hauptelektrode 24
auszubildenden Öffnungen in einem Bereich mit geringer Breite W,
verglichen mit der der ersten Hauptelektrode 9, verteilt. Die
Bezugsziffer 38 bezeichnet eine Hochspannungspulsquelle. Diese
Hochspannungspulsquelle 38 kann auch mit Hilfe eines Teils der
Hochspannungspulsquelle 1 wie bei der ersten bis siebten
Ausführungsform ausgebildet werden. In der Zeichnung bezeichnen
dieselben Bezugsziffern wie die in den vorangehenden
Ausführungsformen dieselben Bestandteile.
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Wenn eine Hochspannung zwischen der zweiten Hauptelektrode 24
und der Hilfselektrode 14 von der Pulsquelle 38 angelegt wird,
tritt eine Hilfsentladung (Gleitentladung) an der Oberfläche
des dielektrischen Elements 12 an dem Teil der Öffnungen 25
auf, die in der zweiten Hauptelektrode 24 ausgebildet sind.
Ein Teil der durch diese Hilfsentladung ausgebildeten
Elektronen und der Elektronen, die durch Photoionisierung mit durch
diese Hilfsentladung erzeugten Ultraviolettstrahlen gebildet
werden, wird zum Keim für das Erzeugen einer gleichförmigen
Glimmentladung. Da der Bereich, in dem die Öffnungen 25 in der
zweiten Hauptelektrode 24 vorhanden sind, die Ausdehnung der
Breite W hat, sind die Vorionisierungselektronen praktisch in
diesem Bereich der Breite W vorhanden. Dadurch, daß die
obengenannte Breite W hinreichend kleiner als die Breite der
ersten Hauptelektrode 9 gemacht wird, ist es möglich, den
Bereich, in dem die Vorionisierungselektronen vorhanden sind,
schmäler als den Bereich zu machen, in dem die Feldstärke an
der Oberfläche der ersten Hauptelektrode 9 um ungefähr 0,5%
bis 1% kleiner als der Maximalwert wird.
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In dem Zustand, in dem eine Pulsspannung zwischen den
Hauptelektroden
9 und 24 von der Hochspannungs-Pulsquelle 1
angelegt wird, wird die Haupt-Glimmentladung 33 mit den oben
genannten Vorionisierungselektronen als Keim erzeugt. Die Breite
dieser Haupt-Glimmentladung 33 ist im wesentlichen gleich der
Breite W der Öffnungen 25. Durch diese Hauptentladung 33 wird
das Lasermedium erregt, wodurch man einen Laserstrahl mit der
Breite W wie durch die gestrichelte Kurve in Fig. 18 gezeigt
erhält. Übrigens gibt die Kurve (a) in Fig. 18 die Feldstärke
an, wenn die Breite des Abschnitts der Öffnungen nicht
begrenzt ist.
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Bei der oben beschriebenen Ausführungsform ist der Durchmesser
der Öffnungen 25 in der zweiten Hauptelektrode 24 gleichförmig
und konstant ausgeführt. Es kann jedoch auch zweckmäßig sein,
daß der Durchmesser der Öffnung 25, wie in den Fig. 17a und
17b gezeigt, an der Außenseite größer als auf der Innenseite
innerhalb des Bereichs der Breite W ausgeführt wird.
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Allgemein gesagt wächst die Anzahl der
Vorionisierungselektronen mit der Energiemenge, da die der Hilfselektrode
zuzuführende Energie größer wird, wenn der Durchmesser der Öffnung
größer wird. Daher wächst im Fall der Fig. 17a und 17b die
Anzahl der Vorionisierungselektronen an der Außenseite der
Breite W mit der Folge, daß die Intensität der Entladung in
der Nähe des äußeren Randes des Bereiches wächst, wodurch die
Ausdehnung des flachen Bereichs in der Intensitätsverteilung
des Laserstrahls gefördert wird, wie dies durch die
gestrichelte Kurve (b) in Fig. 18 dargestellt ist.
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Bei der oben beschriebenen Ausführungsform wird der
Entladungsbereich auch durch das Begrenzen des Bereichs, in dem die
Öffnungen 2b vorhanden sind, kontrolliert. Derselbe Effekt wie
bei der oben beschriebenen Ausführungsform kann jedoch auch
durch Verkleinern der Breite der Hilfselektrode 14 per se
erreicht werden.
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Fig. 19 illustriert die neunte Ausführungsform, welche eine
Modifikation der in Fig. 16 gezeigten Ausführungsform ist. In
der Zeichnung bezeichnen dieselben Bezugsziffern wie
diejenigen in den vorherigen Ausführungsformen dieselben
Bestandteile. In dieser Ausführungsform ist ein Teil der zweiten
Hauptelektrode 24 mit einem isolierenden Element 39 bedeckt
und der Bereich, in dem die Vorionisierungselektronen
vorhanden sind, d. h. der Verteilungsbereich 40, ist auf diejenigen
Bereiche beschränkt, die nicht mit dem isolierenden Element 39
bedeckt sind.
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Fig. 20a und Fig. 20b illustrieren im Vergleich (a) die
Feldstärkesverteilung, welche durch die Elektroden bei der
herkömmlichen entladungsangeregten Kurzpuls-Laservorrichtung
erzeugt wird, und (b) die Feldstärkesverteilung, welche durch
die Elektroden bei der entladungsangeregten
Kurzpuls-Laservorrichtung gemäß dieser neunten Ausführungsform erzeugt wird. In
der Zeichnung bezeichnen die numerischen Ziffern die Werte
der Feldstärke an jedem Punkt, wobei die Feldstärke in dem
Zentralteil der Oberfläche der Hauptelektrode 24 auf eins
gesetzt ist. Wie aus der Darstellung hervorgeht, wird durch das
Bedecken eines Teils der zweiten Hauptelektrode mit dem bei
dieser Ausführungsform verwendeten isolierenden Element 39 ein
Abschnitt mit erhöhter Feldstärke am Ende der Elektrode
erzeugt, was zu Folge hat, daß das Gebiet der erhöhten
Feldstärke größer wird. Unter diesen Umständen wird die Hauptentladung
33 mit den obengenannten Vorionisierungselektronen als Keim
erzeugt, wenn eine Pulsspannung zwischen der ersten
Hauptelektrode 9 und der zweiten Hauptelektrode 24 von der
Hochspannungs-Pulsquelle 1 angelegt wird. Diese Hauptentladung wird
mit einer Breite erzeugt, welche im wesentlichen die Größe des
Abschnitts der zweiten Hauptelektrode 24 widerspiegelt, der
nicht mit dem isolierenden Element bedeckt ist, was auf die
Begrenzung des Bereichs, in dem die Vorionisierungselektronen
wie oben erwähnt vorhanden sind und die Vergrößerung des Teils
mit erhöhter Feldstärke zurückgeht. Durch diese Hauptentladung
33 wird das Lasermedium erregt, was zu einem Laserstrahl mit
einer größeren Breite führt, wie dies durch die gestrichelte
Kurve (b) in Fig. 21 gezeigt ist. Übrigens zeigt die
durchgezogene Kurve (a) in Fig. 21 die Laserstrahlintensität, wenn
hinsichtlich der Öffnungen keine Beschränkung auferlegt wird.
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Im folgenden wird die zehnte Ausführungsform gemäß den Fig.
22a und 22b erläutert.
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Diese zehnte Ausführungsform soll verschiedene Probleme lösen,
z. B. unter anderem, daß wenn die Wiederholungsgeschwindigkeit
zum Erhöhen des mittleren Laserausgangs erhöht wird, die mit
Öffnungen versehene Elektrode 24 und das dielektrische Element
12 sich erhitzen, was zu lokalen Unregelmäßigkeiten in der
Länge der Lücke zwischen den Hauptentladungselektroden führt,
oder dazu neigen, die Hauptentladung zu der
Lichtbogenentladung aufgrund einer Beschädigung des dielektrischen Elements
12 und des Verziehens der mit Öffnungen versehenen Elektrode
24 durch thermische Belastung zu machen.
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Fig. 22a ist eine Querschnittsansicht, welche den
Vorentladungsabschnitt gemäß der zehnten Ausführungsform zeigt und
Fig. 22b ist eine Querschnittsansicht des Hauptteils der
Vorentladungsabschnitts in Fig. 22a, gesehen entlang der
Richtung I-I. In der Zeichnung bezeichnet die Bezugsziffer 41
Kühlrippen, welche bei dieser Ausführungsform an der
Hilfselektrode 14 vorgesehen sind. Sie können jedoch auch an dem
dielektrischen Element 12 oder sowohl an der Hilfselektrode
als auch an dem dielektrischen Element vorgesehen sein. In der
Zeichnung sind diejenigen Teile, welche mit denen in Fig. 5
identisch sind, mit denselben Bezugsziffern bezeichnet.
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Im folgenden wird die Wirkungsweise dieses
Vorentladungsabschnitts im einzelnen beschrieben. In thermischer Hinsicht
bilden die mit Öffnungen versehene Elektrode 24, das
dielektrische Element 12 und die Hilfselektrode 14 eine
dreischichtige Platte. Wenn z. B. die mit Öffnungen versehene Elektrode
24 und die Hilfselektrode 14 aus Nickel und das dielektrische
Element 12 aus Aluminiumoxid bestehen, hat der allgemeine Wert
der Wärmeübertragungsrate eine Größenordnung von 10&sup4; kcal/
m² h ºC, was zwei Dezimalstellen mehr als die
Wärmeübertragungsrate von der mit Öffnungen versehenen Elektrode 24 zu dem
Heliumgas wie vorangehend erwähnt ist. Dementsprechend stellt
der die Rate bestimmende Kühlvorgang den Prozeß der
Wärmeübertragung zu dem Lasergas dar (bei dem Excimerlaser besteht z. B.
90% und mehr des Lasergases aus Helium). Daher wird durch
eine Beschleunigung dieses Wärmeübertragungsprozesses eine
effizientere Kühlung möglich. Um dies auf einfachere Weise zu
realisieren, ist es weiterhin wünschenswert, daß das Lasergas,
das mit einer hohen Geschwindigkeit zirkuliert und dessen
Temperatur durch einen Wärmetauscher 28 kontrolliert wird, zum
Kühlmedium für den Elektrodenabschnitt gemacht wird. Wenn die
Gasströmungsrate n-mal vervielfacht wird, wird vor allem die
Reynoldszahl das n-fache werden, was zur Folge hat, daß die
Wärmeübertragungsrate ungefähr das n-fache wird. Andererseits
würde jedoch der Druckabfall in dem Hauptentladungsbereich 33
das n²-fache (da er zu dem Quadrat der Strömungsrate
proportional ist), was zu einem großen Problem führt.
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Daher wird das Kühlen der Hilfselektrode 14 in Betracht
gezogen. Wie vorangehend erwähnt wurde, kann ein effizientes
Kühlen der mit Öffnungen versehenen Elektrode 24 und des
dielektrischen Elements 12 in zufriedenstellender Weise durch Kühlen
der Hilfselektrode 14 erreicht werden, da die
Wärmeübertragungsrate zwischen den geschichteten Platten aus der mit
Öffnungen versehenen Elektrode 24, dem dielektrischen Element 12
und der Hilfselektrode 14 groß ist.
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Zu diesem Zweck sind Kühlrippen 41 an der Hilfselektrode 14
vorgesehen, so daß das Lasergas durch diese Kühlrippen 41
strömt.
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Nimmt man nun an, daß die Fläche der Hilfselektrode 14 A ist,
der verbleibende Anteil der Elektrodenfläche A, in dem keine
Kühlrippen 41 vorgesehen sind, A&sub0; ist, die Gesamtfläche der
Kühlrippen Af ist und die Wärmeübertragungsrate an der
Oberfläche der Rippen h&sub0; ist, so ist der Wärmeübertragungskoeffizient
h durch die folgende Gleichung gegeben
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h = A&sub0; + η Af/A h&sub0; (1)
-
(wobei η der sogenannte Rippenwirkungsgrad ist, welcher ein
Wert ist, der aus der Wärmeübertragungsrate an der Oberfläche
der Rippen 41, der Wärmeleitfähigkeit des die Rippen 41
bildenden Materials, der Dicke der Rippen 41 und der Höhe der
Rippen 41 zu bestimmen ist). Wie aus der vorangehenden
Gleichung (1) hervorgeht, ist es möglich, den Wert h sehr groß zu
machen, indem man die Form der Rippe derart vergrößert, daß
der Wert ηAf groß wird. Ein Beispiel hiervon wird im folgenden
gegeben.
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Wie bei der oben genannten mit Öffnungen versehenen Elektrode
24 beträgt, wenn eine Breite der Hilfselektrode 14 von 0,06 m
und eine Länge in der Richtung Laserstrahlachse von 0,6 m
gewählt wird und auf diese Hilfselektrode zweihundert Kühlrippen
41, jeweils mit einer Höhe von 0,02 m und einer Dicke von 0,5
mm mit einem räumlichen Abstand von 2,5 mm in der Richtung
senkrecht zu der Laserstrahlachse vorgesehen werden, ,die
Fläche A&sub0;) 0,03 m² und die Gesamtfläche Af der Rippen beträgt
0,48 m². Wenn die Rippen aus Nickel bestehen und die
Strömungsrate des Gases, das durch die Rippen 41 strömt, auf 20 m/s
festgelegt wird, beträgt weiterhin der Rippenwirkungsgrad η
0,86 und die Wärmeübertragungsrate h&sub0; an der Oberfläche der
Rippen ist durch 2,6 · 10² kcal/m² h ºC gegeben (aus der
Literaturstelle mit dem Titel "Den-Netsu Gairon" von Yoshiro
Kofuji, veröffentlicht von Yoken-Do, Seite 27 (1982)). Daher
beträgt aufgrund der obigen Gleichung (1) die
Wärmeübertragungsrate 3,2 · 10³ kcal/m² h ºC, was um eine Dezimalstelle größer
als bei dem herkömmlichen Beispiel ist.
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Fig. 23 illustriert die elfte Ausführungsform. Bei dieser
Ausführungsform sind der Hauptentladungsbereich 33 und die
Kühlrippen 41 in dem Gasströmungsweg in Reihe angeordnet. Wenn
der Hauptentladungsbereich und die Kühlrippen parallel
angeordnet sind, wie dies in Fig. 22a und 22b gezeigt ist, sollte
die Gasströmungsrate des Ventilators 30 um einen Wert erhöht
werden, der dem durch die Kühlrippen 41 laufenden Gasstrom
entspricht. Im Gegensatz hierzu bleibt bei dieser
Ausführungsform die Gasströmungsrate unverändert, während der Abgabedruck
des Ventilators 30 erhöht werden sollte. Welche
Ausführungsform zu wählen ist, hängt im wesentlichen von der Leistung des
Ventilators 30 ab.
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Fig. 24 ist eine Querschnittsansicht, welche den
Kühlrippenabschnitt gemäß der zwölften Ausführungsform zeigt. Bei dieser
Ausführungsform sind die Kühlrippen 41 auf dem dielektrischen
Element 12 angeordnet, da die Hilfselektrode 14 in das Innere
dieses dielektrischen Elements 12 eingebettet ist. In diesem
Fall kann die Kühlrippe 41 aus einem dielektrischen Material
oder einem metallischen Material bestehen.
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Fig. 25 illustriert die dreizehnte Ausführungsform. Wie bei
dem in den Fig. 22a, 22b und 24 gezeigten Ausführungsformen
betrifft diese Ausführungsform die Konstruktion zum Kühlen des
Elektrodenabschnitts. In der Zeichnung bezeichnen dieselben
Bezugsziffern solche Bestandteile, die identisch oder ähnlich
zu denen bei den vorherigen Ausführungsformen sind.
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In Fig. 25 weist das dielektrische Element 12 einen
rohrförmigen Aufbau auf. In diesem rohrförmigen dielektrischen
Element ist die Hilfselektrode 14 angeordnet und es ist weiterhin
eine Strömung von entionisiertem Wasser 42 vorgesehen, mit
Hilfe dessen das Kühlen der Hilfselektrode 14 und des
dielektrischen Elements 12 bewirkt wird; über diese Hilfselektrode
und das dielektrische Element wird auch eine Kühlung der mit
Öffnungen versehenen Elektrode 24 bewirkt.
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Da die Wärmeübertragungsrate zwischen dem entionisiertem
Wasser und der Hilfselektrode 14 10³ kcal/m h ºC oder mehr
beträgt und die Wärmeübertragungsrate bei dem Teil mit einer
Dreischichtstruktur, die aus der Hilfselektrode 14, dem
dielektrischen Element 12 und der mit Öffnungen versehenen
Elektrode 24 besteht, 10 kcal/m² h ºC beträgt, wie dies
vorangehend erwähnt wurde, ist ersichtlich, daß die Temperatur des
Teils mit der Dreischichtstruktur im wesentlichen auf der
Temperatur des entionisierten Wassers gehalten werden kann, wenn
diese zwei Wärmeübertragungsraten mit der Größenordnung der
zugeführten Wärme wie vorangehend erwähnt verglichen werden.
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Fig. 26 ist die vierzehnte Ausführungsform, bei der die
Bezugsziffer 43 eine Zuführleitung bezeichnet und der Rest der
Bezugsziffern dieselben Teile wie in der vorangehenden Fig.
25 bezeichnet. Bei dieser Ausführungsform fällt die
Hilfselektrode 14 weg und statt dessen wird die Funktion der
Hilfselektrode dem entionsiertem Wasser 42 per se neben seiner Funktion
als Kühlmedium übertragen und die Leistungszuführung geschieht
über die Zuführleitung 43, wodurch der Aufbau des
Hilfselektrodenabschnitts äußerst einfach wird.
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Als Kühlmedium kann man neben entionisiertem Wasser 42 auch
Ammoniak, Halogenfluorkohlenwasserstoff usw. verwendet werden.
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Weiterhin ist es möglich, das Kühlmedium in dem rohrförmigen
dielektrischen Element 12 zu begrenzen, so daß ein
Wärmeübertragungsrohr zum Durchführen des Kühlvorgangs gebildet wird.
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Wie vorangehend erwähnt wurde, können gemäß diesen
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung die mit Öffnungen
versehene Elektrode und das dielektrische Element mit hoher
Effizienz gekühlt werden, da das dielektrische Element rohrförmig
konstruiert ist, in dem das Kühlmedium eingeschlossen ist oder
zum Strömen gebracht wird. Daher kann mit einem solchen
rohrförmigen dielektrischen Element eine entladungsangeregte
Kurzpuls-Laservorrichtung geschaffen werden, die stabil auch bei
einer hohen Wiederholungsgeschwindigkeit der Laseroszillation
arbeiten kann, das heißt auch zu Zeiten eines hohen mittleren
Ausgangs und einer sich mit hoher Geschwindigkeit
wiederholenden Laseroszillation.
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Fig. 27 illustriert die fünfzehnte Ausführungsform, welche
insbesondere eine Verbesserung bei dem dielektrischen Element
betrifft. Angesichts des Umstands, daß es bei der
herkömmlichen Laservorrichtung unter dem Gesichtspunkt der Reaktion des
Lasermediums nicht möglich ist, dielektrische Materialien mit
einer hohen spezifischen dielektrischen Konstante und
dielektrischen Materialien mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit zu
verwenden, es nicht möglich ist, die Einschaltleistung für die
Gleitentladung für die Vorionisierung zu erhöhen oder es nicht
möglich ist, eine effiziente Kühlung zum Verhindern des
Aufheizens des dielektrischen Elements in Verbindung mit einer
sich mit einer hohen Geschwindigkeit wiederhohlenden
Laseroszillation zu bewirken, ist die Laservorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung so konstruiert, daß sie beständig
gegenüber einer sich mit hoher Geschwindigkeit wiederholenden
Laseroszillation durch effizientes Kühlen des dielektrischen
Elements über eine Erhöhung der Einschaltleistung für die
Vorionisierung oder das Erzielen einer Glimmentladung mit höherer
Stabilität oder die Erhöhung der Wärmeleitfähigkeit des
dielektrischen
Elements ist.
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In Fig. 27 bezeichnet die Bezugsziffer 44 eine erste
dielektrische Schicht, welche auf der Seite der zweiten
Hauptelektrode 24 vorgesehen ist und aus einem gegenüber dem Lasergas
inaktiven Material besteht, die Ziffer 45 bezieht sich auf
eine zweite dielektrische Schicht, die eine größere Dicke als
die erste dielektrische Schicht 44 aufweist, und die Ziffer 46
bezieht sich auf ein zusammengesetztes dielektrisches Element,
welches aus der ersten dielektrischen Schicht 44 und der
zweiten dielektrischen Schicht 45 aufgebaut ist. Im übrigen
bezeichnet die Bezugsziffer 14 die Hilfselektrode.
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Im folgenden wird die Funktion des dielektrischen Elements im
Detail erklärt. Die Dicke der ersten dielektrischen Schicht 44
wird mit da und ihre spezifische dielektrische Konstante wird
mit εa bezeichnet, während die Dicke der zweiten dielektrischen
Schicht 45 mit db und ihre spezifische dielektrische Konstante
mit εa bezeichnet wird. Hierbei werden als Bedingungen, die zu
erfüllen sind, (1) εa « εb und (2) db » da gewählt. Weiterhin
besteht die erste dielektrische Schicht 44 aus einem Material,
welches gegenüber den chemischen Reaktionen in der
Laservorrichtung inaktiv ist und keine ungünstigen Auswirkungen auf
den Gaslaser hat. Bisher wurden die erste dielektrische
Schicht oder die zweite dielektrische Schicht alleine
verwendet, wobei deren Dicke auf d festgesetzt wurde. Das Problem,
das entsteht, wenn eine solche dielektrische Schicht alleine
verwendet wird, ist wie vorangehend erläutert. Nun wird die
spezifische dielektrische Konstante ε des dielektrischen
Elements (nachfolgend "zusammengesetztes dielektrisches Element"
genannt) gemäß der vorliegenden Erfindung durch die folgende
Gleichung ausgedrückt
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ε = εaεb(da + db)/(εaεb + εbda) (2).
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Wenn die Größe von ε und εa verglichen wird,
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nimmt die Gleichung (3) immer den positiven Wert an, da εa « εb
ist, und daher ist offensichtlich ε > εa. Wenn da + db ungefähr
gleich d ist, kann man folgern, daß das zusammengesetzte
dielektrische Element in der Lage ist, wesentlich mehr Leistung
für die Vorionisierung auf der Grundlage der folgenden
Gleichung (4) zu erbringen:
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Wd ∞ εs/d (4)
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(wobei Wd die Einschaltleistung bezeichnet, εs die spezifische
dielektrische Konstante des dielektrischen Elements darstellt
und d sich auf die Dicke des dielektrischen Elements bezieht).
Da die Oberfläche des dielektrischen Elements, welche in
Kontakt mit dem Lasergas kommt, diejenige der ersten
dielektrischen Schicht 44 ist, geht weiterhin die Eigenschaft, daß sie
gegenüber chemischen Reaktionen in dem Laser inaktiv ist, in
keiner Weise verloren. Genauer gesagt besteht die erste
dielektrische Schicht 44 z. B. aus Aluminiumoxidporzellan (mit
einer spezifischen dielektrischen Konstante von ungefähr 10),
welches mit einer geringeren Dicke als dann (einige wenige
Millimeter) eingesetzt wird, wenn es alleine verwendet wird.
Wenn es z. B. mit einer Dicke von 1/10 des Werts bei alleiniger
Verwendung verwendet wird, entspricht es einer zehnmal
größeren dielektrischen Konstante als bei alleinigem Gebrauch. Bei
einer solchen geringen Dicke bleibt jedoch die Frage der
mechanischen Festigkeit der ersten dielektrischen Schicht. Um
diese Schwäche der mechanischen Festigkeit der einzelnen
ersten dielektrischen Schicht auszugleichen, wird die zweite
dielektrische Schicht 45 mit einer hohen spezifischen
dielektrischen Konstante, wie z. B. Bariumtitanatporzellan (mit
einer spezifischen dielektrischen Konstante εs von ungefähr 3000)
und einer Dicke, die ausreicht, um mechanische Festigkeit zu
gewährleisten, auf diese erste dielektrische Schicht 44
geschichtet, um das gewünschte zusammengesetzte dielektrische
Element zu bilden. Auf diese Weise ist die gesamte spezifische
dielektrische Konstante des zusammengesetzten dielektrischen
Elements (das aus Aluminiumoxidporzellan und
Bariumtitanatporzellan besteht) ungefähr zehnmal größer als die von
Aluminiumoxidporzellan mit derselben Dicke bei dem zusammengesetzten
dielektrischen Element, wenn es alleine verwendet wird, und
dennoch gehen die Eigenschaften des Aluminiumoxidporzellans,
z. B. daß es inaktiv gegenüber chemischen Reaktionen in dem
Gehäuse der Laservorrichtung ist, in keiner Weise verloren.
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Die Kombination des zusammengesetzten Elements ist nicht auf
die Kombination von Aluminiumoxidporzellan und Bariumtitanat
beschränkt; vielmehr kann jede andere Kombination verwendet
werden.
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Für die zweite dielektrische Schicht 45 kann die Verwendung
von verschiedenen organischen Substanzen mit einer
spezifischen dielektrischen Konstante von 20 oder mehr in Betracht
gezogen werden, wie z. B. Thalliumbromid (TlBr),
Thalliumchlorid (TlCl), Vanadiumdioxid (VO&sub2;), Bleioxid (PbO),
Titanporzellan, Zirkontitanat und Strontiumtitanat.
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Für die erste dielektrische Schicht 44 kann die Verwendung von
Quarzglas, Natriumcarbonatglas, Borosilikatglas, Bleiglas,
Diamant oder Kohlenstoff mit denselben Eigenschaften wie
Diamant usw. in Betracht gezogen werden.
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Während es möglich ist, zwei dielektrische Elemente
geschichtet zu verwenden, sollte es vorzuziehen sein, daß die zwei
dielektrischen Elemente in einer fest aneinander haftenden
Struktur durch Schichten eines dielektrischen Elements auf dem
anderen dielektrischen Element hergestellt werden, da eine
Luftschicht, die sich zwischen den zwei dielektrischen
Elementen bildet, die dielektrische Festigkeit des zusammengesetzten
dielektrischen Elements herabsetzen kann.
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Wenn ein Borosilikatglas mit einer Dicke von 0,5 mm und
Bariumtitanat mit einer Dicke von 2 mm verwendet wurde, um das
zusammengesetzte dielektrische Element zu bilden, wurde
festgestellt, daß das zusammengesetzte dielektrische Element keine
Lichtbogenentladung am Ende einer zehntausendmaligen
Laseroszillation zeigte und die Zahl von Streamern, die der
Glimmentladung beigemischt waren, erheblich geringer war.
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Dieselbe Konstruktion kann verwendet werden, um die
Wärmeleitfähigkeit des dielektrischen Element zu erhöhen. Der bei
der konventionellen Laservorrichtung inhärente Problempunkt
betreffend der Wärmeleitfähigkeit wurde bereits vorangehend
beschrieben. Wenn ein dielektrisches Material mit einer
geringen Wärmeleitfähigkeit als erste dielektrische Schicht 44
verwendet wird und dann eine zweite dielektrische Schicht 45 mit
einer höheren Wärmeleitfähigkeit (1 W/cm º oder mehr) als der
der ersten dielektrischen Schicht und mit einer größeren Dicke
als der der ersten dielektrischen Schicht 44 auf diese erste
dielektrische Schicht 44 geschichtet wird, wird die
Gesamtwärmeleitfähigkeit dieses zusammengesetzten dielektrischen
Elements größer, wodurch die Wärme in dem dielektrischen Element
46 gleichmäßig diffundiert werden kann und das Problem von
Rissen aufgrund einer Warmverformung wird gelöst.
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Wenn das dielektrische Element aus einer Kombination von
Quarzglas mit einer Dicke von 0,5 mm und und Berylliumoxid mit
einer Dicke von 2 mm hergestellt wurde, stellte man fest, daß
auch dann, wenn die Wiederholungsgeschwindigkeit der
Laseroszillation auf 400 Hz erhöht wurde, kein Riß wie vorangehend
erwähnt wurde erzeugt wurde. Wenn die
Wiederholungsgeschwindigkeit auf 600 Hz erhöht wurde, traten Risse in dem
dielektrischen Element auf. Der Grund für diese Risse liegt darin,
daß das Quarzglas und das Berylliumoxid nicht fest aneinander
anhafteten. Wenn das dielektrische Element als Konstruktion
mit einer festeren Haftung hergestellt wird, kann es möglich
sein, daß die Wiederholungsgeschwindigkeit der
Laseroszillation weiter erhöht werden kann.
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Für das erste dielektrische Element (in diesem Fall eine
Substanz mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit, die jedoch
inaktiv gegenüber chemischen Reaktionen in dem Laser ist) kann die
Verwendung von Quarzglas und Borosilikatglas (mit einer
Wärmeleitfähigkeit von 0,014 W/cm º), Natriumcarbonatglas, Bleiglas
und Aluminiumoxidporzellan (mit einer Wärmeleifähigkeit von
0,3 W/cm º) in Betracht gezogen werden. Andererseits kann für
die zweite dielektrische Schicht (eine Substanz mit einer
hohen Wärmeleitfähigkeit) die Verwendung von Berylliumoxid (BeO)
mit einer Wärmeleitfähigkeit von 2,1 W/cm º, Diamant mit einer
Wärmeleitfähigkeit von 0,9 W/cm º oder Kohlenstoff, der
Eigenschaften ähnlich denen von Diamant aufweist, in Betracht
gezogen werden. Da Diamant oder Kohlenstoff mit Eigenschaften
ähnlich zu denen von Diamant eine Wärmeleitfähigkeit von
9,0 W/cm º aufweisen, was größer als diejenige von Metallen
ist (Kupfer hat z. B. eine Wärmeleitfähigkeit von ungefähr
4 W/cm º) inaktiv gegenüber chemischen Reaktionen in dem Laser
ist, kann man ein zusammengesetztes dielektrisches Element mit
den drei charakteristischen Merkmalen einer hohen spezifischen
dielektrischen Konstante, einer guten Wärmeleitfähigkeit und
Inaktivität gegenüber chemischen Reaktionen in dem Laser
erreichen, wenn eine Schicht aus Diamant oder Kohlenstoff mit
ähnlichen Eigenschaften wie denen von Diamant auf die
Oberfläche des dielektrischen Materials mit der hohen spezifischen
dielektrischen Konstante wie vorangehend erwähnt geschichtet
wird. Man kann hinzufügen, daß dies unter dem Gesichtspunkt
der Herstellungskosten erwünscht ist, da Diamant in der Form
einer dünnen Schicht verwendet wird.
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Weiterhin zeigt Fig. 27 eine Konstruktion, bei der zwei
Schichten direkt übereinander geschichtet sind. Man beachte
jedoch, daß eine Konstruktion wie in Fig. 28 gezeigt
verwendet werden kann, bei der die erste dielektrische Schicht 44
die äußere Randoberfläche der zweiten dielektrischen Schicht
45 umgibt.
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Es ist weiterhin möglich, daß sowohl die erste dielektrische
Schicht als auch die zweite dielektrische Schicht ein
zusammengesetztes dielektrisches Element ist, das aus einer
Mehrzahl von dielektrischen Materialien zusammengesetzt ist.
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Fig. 29 illustriert die sechzehnte Ausführungsform, welche
ein dielektrisches Element betrifft, das geeigneterweise für
eine entladungsangeregte Kurzpuls-Laservorrichtung zu
verwenden ist, bei der Halogengas als Lasergas verwendet wird.
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In Fig. 29 bezeichnet die Bezugsziffer 47 das dielektrische
Element aus Aluminiumoxidporzellan, das so ausgebildet worden
ist, daß es die Hilfselektrode 14 umgibt. In der Zeichnung
bezeichnen dieselben Bezugsziffern dieselben Bestandteile wie
bei der vorangehenden Ausführungsform und von Erläuterungen
hierzu wird abgesehen.
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Die Dicke des dielektrischen Elements 47, das zwischen der
Hilfselektrode 14 und der zweiten Hauptentladungselektrode 24
gehalten werden soll, beträgt im Fall der Verwendung von
Quarzglas 8 mm. Es wurde jedoch verifiziert, daß dann, wenn
Aluminiumoxidporzellan mit einer Reinheit von 99% verwendet
wird, positive Isolationseigenschaften bei dem dielektrischen
Element über eine lange Zeitdauer erreicht werden konnten,
selbst wenn seine Länge auf 2 mm verkürzt wurde. Weiterhin
wurde beobachtet, daß dann, wenn die zwischen den Elektroden
14 und 24 angelegte Spannung dieselbe ist, das
Aluminiumoxidporzellan mit einer geringen Dicke eine hohe Lichtintensität
der bei dem perforierten Abschnitt in der zweiten
Hauptentladungselektrode 24 zu erzeugenden Hilfsentladung herbeiführt.
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Gemäß dieser sechzehnten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird Aluminiumoxidporzellan mit einer extrem hohen
dielektrischen Festigkeit und einer hohen spezifischen
dielektrischen Konstante verwendet, das als Hauptbestandteil
Aluminiumoxid enthält, das gegenüber einem Halogengas inaktiv ist.
Daher weist das dielektrische Element gemäß dieser
Ausführungsform bemerkenswerte Effekte auf, z. B. daß damit eine
Hilfsentladung erzeugt werden kann, die für das Erzeugen einer
gleichförmigen Hauptentladung ausreicht, daß es mit hoher
Zuverlässigkeit arbeiten kann, ohne daß es zu einer
dielektrischen Verschlechterung über einer langen Zeitdauer kommt, und
es dennoch die Lebensdauer des Lasergases vergrößern kann.