DE357746C - Vorrichtung zum Justieren von Blechkapseln fuer Glastuben - Google Patents
Vorrichtung zum Justieren von Blechkapseln fuer GlastubenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D51/00—Making hollow objects
- B21D51/16—Making hollow objects characterised by the use of the objects
- B21D51/36—Making hollow objects characterised by the use of the objects collapsible or like thin-walled tubes, e.g. for toothpaste
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung zum Justieren von Blechkapseln
für Glastuben.
Die Glastuben können nur mit einer Toleranz S von ι mm geliefert werden, während die Blechkapseln
mit einer Toleranz von 1Z2 mm und weniger
ausgeführt werden. Damit nun die Blechkapseln auf den Glastuben genügend festsitzen,
müssen die Blechkapseln justiert werden, ίο d. h. an ihrem Rande so eingedrückt werden,
daß sie genügend genau auf die Glastuben passen. Dies wurde bisher in Formeisen so ausgeführt,
daß die Blechkapseln mit einem geeigneten und gegen Druck nachgiebigen HoIzblock
ausgefüllt und dann in das Formeisen eingedrückt wurden. Diese Arbeit ist aber nur handwerksmäßig grob, und man muß bei
diesem Verfahren das Aufpassen der Blechkapseln auf die Glastuben so oft wiederholen,
bis die entsprechende Einengung am Rande der Blechkapsel erzielt worden ist. Es kam auch
vor, daß die Blechkapsel durch Schlagen zu sehr eingetrieben wurde und dann wieder aufgeweitet
werden mußte, was ebenfalls um-"25 ständlich war. Jedenfalls wurde durch diese rohe Handarbeit ein großer Verlust an Metallkapseln
und an Glastuben herbeigeführt. Letzte zersprangen oft beim gewaltsamen Aufdrücken
einer nicht passenden Metallkapsel.
Diese Übelstände sind durch die vorliegende Vorrichtung behoben worden, bei welcher der äußere Durchmesser der Glastube gemessen und direkt durch mechanische Mittel auf das auf die Blechkapsel einwirkende Werkzeug so übertragen wird, daß dieses nur so weit auf die Metallkapsel einwirkt, als sie entsprechend dem Kaliber der Glastube eingedrückt werden muß. Dies kann dadurch geschehen, daß entweder der Stempel, der zum Eindrücken des Randes der Metallkapsel dient, in seiner Bewegung abhängig gemacht wird von der Kaliberweite der Glastube, welche durch Einsetzen der entsprechenden Glasrohre in eine Lehre bestimmt wird, oder aber die Auflage für die Metallkapsel wird in ihrer Höhenlage zu dem gegen sie einwirkenden Stempel so festgelegt, daß der Weg des Stempels je nach dem Kaliber der gemessenen Glastube ein verschiedener ist. Es kann auch durch geeignetes Verdrehen einer den Stempel führenden Büchse deren Abwärtsgang geregelt werden. Auch noch andere Wege können eingeschlagen werden, um das Maß des Eindrückens des Randes der Metallkapsel von dem Kaliber der zugehörigen Glastube abhängig zu machen. Auf diese Weise wird erzielt, daß der jeweiligen im Kaliber gemessenen Glastube entsprechend auch die Metallkapsel gut passend eingedrückt wird, so daß sie genau auf die Hülse paßt, also nicht klemmt und auch nicht abgleitet. Es wird dadurch das wieder- So holte Justieren bei der Handarbeit vermieden, also an Arbeitsleistung wesentlich gespart. Auch werden die Verluste vermieden, die durch Verdrücken der Metallkapseln und durch Zerspringen der Glastuben bei dem Handverfahren eintreten.
Diese Übelstände sind durch die vorliegende Vorrichtung behoben worden, bei welcher der äußere Durchmesser der Glastube gemessen und direkt durch mechanische Mittel auf das auf die Blechkapsel einwirkende Werkzeug so übertragen wird, daß dieses nur so weit auf die Metallkapsel einwirkt, als sie entsprechend dem Kaliber der Glastube eingedrückt werden muß. Dies kann dadurch geschehen, daß entweder der Stempel, der zum Eindrücken des Randes der Metallkapsel dient, in seiner Bewegung abhängig gemacht wird von der Kaliberweite der Glastube, welche durch Einsetzen der entsprechenden Glasrohre in eine Lehre bestimmt wird, oder aber die Auflage für die Metallkapsel wird in ihrer Höhenlage zu dem gegen sie einwirkenden Stempel so festgelegt, daß der Weg des Stempels je nach dem Kaliber der gemessenen Glastube ein verschiedener ist. Es kann auch durch geeignetes Verdrehen einer den Stempel führenden Büchse deren Abwärtsgang geregelt werden. Auch noch andere Wege können eingeschlagen werden, um das Maß des Eindrückens des Randes der Metallkapsel von dem Kaliber der zugehörigen Glastube abhängig zu machen. Auf diese Weise wird erzielt, daß der jeweiligen im Kaliber gemessenen Glastube entsprechend auch die Metallkapsel gut passend eingedrückt wird, so daß sie genau auf die Hülse paßt, also nicht klemmt und auch nicht abgleitet. Es wird dadurch das wieder- So holte Justieren bei der Handarbeit vermieden, also an Arbeitsleistung wesentlich gespart. Auch werden die Verluste vermieden, die durch Verdrücken der Metallkapseln und durch Zerspringen der Glastuben bei dem Handverfahren eintreten.
Auf der Zeichnung ist eine Ausfühiungsform einer Vorrichtung, bei welcher der Abwärtsgang
des die Metallkapsel tragenden Kolbens entsprechend dem Kaliber der zu messenden
Glastube bestimmt wird, veranschaulicht. Abb. ι zeigt die Vorrichtung in Seitenansicht,
Abb. 2 einen Längsschnitt nach Linie A-B der Abb. 1, in Richtung der Pfeile gesehen.
Die Abb. 3 und 4 stellen die mechanische Übertragung der Lehre auf die Kolbenstütze
in Aufsicht teilweise im Schnitt nach Linie C-D der Abb. 1, sowie eine Vorderansicht in zwei
Grenzlagen dar.
Die Vorrichtung ist mit einer kolbenartigen Auflage 1 versehen, die an ihrer Oberfläche 2
eine der Wölbung des Deckels der Metallkapsel entsprechende Vertiefung hat. Dieser Kolben 1
ist durch eine Feder 3 gestützt und in der Längs-
richtung beweglich. Ihm gegenüber wirkt der Stempel 4. Dieser Stempel 4 trägt auf seiner
unteren Seite das Formfutter 5, welches eine konische Höhlung 6 aufweist und den Rand
der Metallkapsel 7 zusammenpressen soll. Je mehr die Metallkapsel in die konische Höhlung 6
eingedrückt wird, um so mehr wird die Metallkapsel 7 an ihrem Rande 8 nach innen gedrückt.
Je höher nun der Kolben 1 zum Stempel 4 to steht, um so größer ist das Maß, um welches
die Kapsel eingedrückt wird. Je tiefer der Kolben 1 zum Stempel 4 steht, um so geringer
das Maß der Eindrückung.
Die Einstellung des Kolbens nach der Kaliberweite der Glastube geht in folgender Weise
vor sich:
Der zylindrische Zapfen 9 des Kolbens 1 findet beim Abwärtsgang auf einer ansteigenden
Keilfläche 10 Unterstützung, die auf einem gegebenenfalls verstellbaren Bockstempel 11
gleitet. Die ansteigende Keilfläche 10 ist als Kreissegment ausgeführt und um einen Zapfen
12 drehbar. Seitlich an dem Maschinengestell ist eine Lehre 13 mit der festen Backe 14 und
der beweglichen Backe 15 vorgesehen, die zum Messen des Kalibers der Glastube dient. Die
bewegliche Backe 15 greift mit ihrer Gabel 16 an das Ende eines um Zapfen 17 drehbaren
Hebels 18, der seine Drehung auf einen weiteren Hebel 19 überträgt, der bei 20 am Maschinengestell
gelagert ist und mit seinem Schlitzende 21 den Zapfen 22 einer mit der ansteigenden
Keilfläche verbundenen Zugstange aufnimmt. Das Hebelverhältnis 18, 19 ist derart
gewählt, daß eine geringe Bewegung der beweglichen Backe 15 in erheblich verstärktem
Maße auf die ansteigende Keilfläche übertragen wird. Hierdurch wird das Maß, um welches
der Kolben 1 abwärts gehen kann, bis er feste Widerlage an der Keilfläche 10 und diese auf
dem Bockstempel 11 findet, genau bestimmt. Eine Spiralfeder 23, die mittels Haken 24 an
dem Gestell der Vorrichtung und an der ansteigenden Keilfläche 10 angreift, dient dazu,
die bewegliche Backe 15 nach der festen Backe 14 der Lehre hinzudrücken, so daß die Glastube
25 mit entsprechendem Druck von den beiden Backen 14, 15 gehalten wird.
Ist nun die Vorrichtung entsprechend eingestellt, so wird die Glastube zwischen die
Backen 14,15 eingelegt. Die dadurch eintretende Verschiebung der beweglichen Backe 15 gegen
die feste Backe 14 bewegt die Hebel 18, 19 und
durch diese die ansteigende Keilfläche 10 so, daß die Höhlung 6 den Rand 8 der auf den
Kolben aufgelegten Metallkapsel passend eindrückt. Ist eine Glastube von etwas schwächerem
Kaliber vorhanden, so tritt die bewegliche Backe 15 näher heran. Dadurch wird die ansteigende
Keilfläche von dem Hebel 19 mehr herangezogen, so daß für die etwas schwächere
Glastube 25 auch der Rand 8 der Metallkapsel 7 mehr eingedrückt ist, also auch die
Kapsel auf diese im Kaliber schwächere Glastube paßt. Ist umgekehrt eine weitere Glastube,
d. h. eine Glastube mit stärkerem Kaliber, in die Lehre eingesetzt, so wird dadurch die
bewegliche Backe 15 mehr · von der festen Backe 14 entfernt. Durch die Hebel 18, 19
wird dann die ansteigende Keilfläche 10 so eingestellt, daß die Kapsel 7 von dem Formfutter
5 weniger gefaßt wird, also auch die konische Wand der Höhlung 6 des Formfutters
5 wenig auf die Kapsel einwirken kann.
In solcher Weise wird auf mechanischem Wege erzielt, daß das Kaliber der Glastube 25
maßgebend ist für die Größe der Eindrückung des Randes 8 der Metallkapsel 7, also die
Metallkapsel 7 zu dem durch die Lehre 13 gemessenen Kaliber der Glastube paßt. Eine
unter dem Kolben 1 liegende Feder 3 dient zum federnden Tragen des Kolbens 1. Sie wird
niedergedrückt durch den Stempel 4 und bewirkt eine leichtere Abnahme der justierten
Kapsel.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Justieren von Blechkapseln für Glastuben, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegung der das Kaliber der Glastube messenden Lehre auf eine Presse mit einem eine konische Höhlung (6)
besitzenden Formfutter (5) übertragen und der Rand (8) der auf die Glastube (25) aufzupressenden
Metallkapsel (7) durch das Formfutter nach der Kaliberweite der Glastube eingezogen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Maß des Eindrückens
des Randes (8) der Metallkapsel (7) durch Begrenzung des Abwärtsganges des
Auflagekolbens (1) für die Kapsel erfolgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abwärtsgang
des die Kapsel tragenden, entsprechend dem Boden der Metallkapsel ausgehöhlten Kolbens (1) durch eine ansteigende Keilfläche
(10) begrenzt wird, die durch Hebelübertragung (18, 19) von der beweglichen
Backe (15) der Lehre (13) dem jeweiligen
Kaliber der Glastube (25) entsprechend eingestellt wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche
Backe (15) durch Federzug (23) der festen Backe (14) der Lehre (13) genähert wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB100954D DE357746C (de) | Vorrichtung zum Justieren von Blechkapseln fuer Glastuben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB100954D DE357746C (de) | Vorrichtung zum Justieren von Blechkapseln fuer Glastuben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE357746C true DE357746C (de) | 1922-08-30 |
Family
ID=6990020
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB100954D Expired DE357746C (de) | Vorrichtung zum Justieren von Blechkapseln fuer Glastuben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE357746C (de) |
-
0
- DE DEB100954D patent/DE357746C/de not_active Expired
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