DE357526C - Rechnungsordner derjenigen Art, bei welcher die Rechnungen tragende Organe dazu eingerichtet sind, entweder eine vertikale oder eine horizontale Stellung einzunehmen und gemeinschaftlich und untereinander mit dem vordersten Organ durch Scharniere verbunden sind und derart auf einer nachgiebigen Tischflaeche ruhen, dass das jeweilig zu oberst liegende Organ stets annaehernd in einer bestimmten Hoehenlage liegt - Google Patents
Rechnungsordner derjenigen Art, bei welcher die Rechnungen tragende Organe dazu eingerichtet sind, entweder eine vertikale oder eine horizontale Stellung einzunehmen und gemeinschaftlich und untereinander mit dem vordersten Organ durch Scharniere verbunden sind und derart auf einer nachgiebigen Tischflaeche ruhen, dass das jeweilig zu oberst liegende Organ stets annaehernd in einer bestimmten Hoehenlage liegtInfo
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- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47B—TABLES; DESKS; OFFICE FURNITURE; CABINETS; DRAWERS; GENERAL DETAILS OF FURNITURE
- A47B63/00—Cabinets, racks or shelf units, specially adapted for storing books, documents, forms, or the like
- A47B63/06—Cabinets, racks or shelf units, specially adapted for storing books, documents, forms, or the like with parts, e.g. trays, card containers, movable on pivots or on chains or belts
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Description
Es sind bereits Ordner zum Aufbewahren von Rechnungen und anderen Schriftstücken
bekannt, in denen die Schriftstücke zwischen steifen Deckelblättern aufgereiht und umklappbar
nach Art eines Buches gehalten werden. Auch ist es bekannt, einen solchen buchartigen
Ordner in einem Behälter oder Schränkchen derart anzuordnen, daß die Blätter des Buches aus einer Vertikaleinstellung
in eine Horizontaleinstellung umgelegt werden können, so daß man die eingeordneten
Rechnungen oder sonstigen Schriftstücke auf beiden Seiten gelegentlich lesen kann, ohne
die betreffenden Blätter herausnehmen zu müssen.
Bei Vorrichtungen dieser Art ist es ferner bekannt, die Vorderseite des Ordners auf
einem vertikal nachgiebigen Tisch aufruhen zu lassen, der entsprechend dem Gewicht der
auf ihn gelegten Blätter des Ordners nach Art einer Wiegeschale sich senkt, bis das
oberste von den umgelegten Blättern bündig stets in ein und derselben Horizontalebene
liegt, in welcher zuvor ein jedes der vorher aus der Vertikalstellung in die Horizontalstellung
umgelegten Blätter des Ordners gelegen hat. Diese Einrichtung· erweist sich besonders
in solchen Fällen als vorteilhaft, wenn der Ordner außerordentlich viele Blätter enthält,
weil anderenfalls diese Blätter sich nach dem Umlegen zu einem Stapel ansammeln könnten,
der eine für die Bearbeitung des Textes der Blätter unbequeme Höhe hätte.
Bei Ordnern der letztgenannten Art hat sich der Übelstand herausgestellt, daß es, um
große Mengen von Blättern bei mäßigen Abmessungen zu vereinigen, notwendig ist, die
Blätter äußerst dünn herzustellen, wodurch notwendigerweise die Verwendung kleiner
Scharniere bedingt wird, und daß aber die Scharniere die Aufgabe haben, den nachgiebigen
Tisch beim Niederbringen der Blätter herunterzudrücken. Derartige Scharniere lassen
sich ohne Verwendung eines besonders, ausgewählten Materials nur mit Schwierigkeit
stark und dauerhaft genug herstellen. Die Feinarbeit und genaue Beobachtung sowie
selbstverständlich auch die Schwierigkeiten wachsen hierbei im Verhältnis zur Anzahl der
zur Benutzung kommenden Blätter.
Gegenstand 'der Erfindung ist nun ein Rechnungsordner mit einer sehr großen Anzahl
von Tragblättern für Rechnungen, in welchem der Vorteil sich verkörpert, daß die Höhen-
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lage des obersten horizontalen Blattes sich nicht wesentlich ändert, während doch der
Nachteil vermieden worden ist, eine große Anzahl yon dünnen Scharnieren vorsehen zu
müssen, die stark genug wären, um für das Herabdrücken der nachgiebigen Auflagerfläche
zu sorgen.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Gesamtzahl der Blätter in
ίο Gruppen eingeteilt wird, von denen eine jede
Gruppe eine Art dünnen Buches bildet, und dadurch, daß von diesen verschiedenen dünnen
Büchern ein jedes in einer eigenen Mappe untergebracht ist. Die Mappen werden alsdann
durch Scharniere miteinander verbunden. Die erste Mappe ruht, wie bisher das
erste Blatt, auf der nachgiebigen Tischplatte, und in demselben Maße wie die Mappen nach
und nach aus der vertikalen in die horizontale Einstellung nach Bedarf umgelegt werden,
senkt sich die nachgiebige Tischfläche, so 'daß die Oberfläche des zu oberst liegenden horizontalen
Blattes niemals um mehr als die Stärke einer einzigen Mappe im Höchstfalle
as überstehen wird.
Im übrigen sind die Mappen so gestaltet, daß alle Blätter, gleichgültig, ob vertikal oder
horizontal stehend, entweder von der Mappe ihrer eigenen Gruppe oder von der Mappe der
benachbarten Blättergruppe getragen werden. Dank dieser Bauart ist es jetzt möglich, die
Blätter sogar noch dünner zu machen als bisher.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt,
und zwar ist:
Abb. ι eine teilweise abgebrochene geschnittene Seitenansicht eines Rechnungsordnersi
gemäß der Erfindung,
Abb. 2 eine teilweise gebrochene Vorderansicht einiger der in Abb. ι veranschaulichten
Teile, und
Abb. 3 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer abweichenden Ausführungsform
der Träger und der in diesen angeordneten Blätter.
Die in den Abb. ι und 2 veranschaulichten Mappen ι sind an ihren unteren Ecken durch
Scharniere 2 miteinander verbunden. Vorzugsweise haben die Mappen im wesentlichen
L-förmige Gestalt, und die die Mappen miteinander verbindenden Seharniere sind an den
Ecken des unteren Schenkels des L vorgesehen. Jede Mappe besteht beispielsweise aus
einem Boden 3, den Seitenwandungen 4 und der Rückwand 5, die alle fest miteinander
verbunden oder, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, aus einem Stück hergestellt sind.
Jede der Mappen kann mehrere die Papiere haltenden Blätter 6 aufnehmen, die an den
Mappen derart angeordnet sind, daß jedes Blatt in einer der horizontal liegenden Mappen
von einer senkrechten Stellung in eine annähernd horizontale Lage und umgekehrt gedreht werden kann. Nach der in den Abb. 1
und 2 veranschaulichten Ausführungsform sind die Blätter an ihren unteren Kanten durch
Scharniere 7 miteinander verbunden, während das vordere Blatt durch Bolzen 8 in offenen,
an der Mappe !befestigten Lagern 9 angeordnet ist. Die Blätter in jeder Mappe bilden
sonst ein Abteil, das leicht entfernt und gewünschtenfalls in einen feuersicheren Schrank
oder Geldschrank gebracht werden kann. Gemäß der Atisführungsform nach Abb. 1 und 2,
bei welcher die Rückwand 5, wenn sie in die horizontale Lage gebracht worden ist, unter
den von der Mappe gehaltenen Blättern liegt, sind die offenen Lager an der Rückwand in
einem gewissen Abstand von dem Boden 3 befestigt, so daß alle von diesem Träger gehaltenen
Blätter eine aufrechte Lage einnehmen können, obgleich die Rückwand etwa horizontal
liegt. Die Rückwand 5 kann jedoch auch so angeordnet werden (Abb. 3), daß sie eine
senkrechte Lage einnimmt, wenn die Blätter der betreffenden Mappe benutzt werden. In
diesem Falle werden die offenen Lager, wie Abb. 3 zeigt, an dem Boden 3 vorgesehen. Es
leuchtet ein, daß bei jeder Anordnung die Rückwände 5 als Auflager für die Blätter
dienen, wenn diese entweder ihre senkrechte oder ihre horizontale Lage einnehmen. In
einem Falle (Abb. 1) werden die Blätter, wenn sie die Horizontallage einnehmen, von der 9S
Rückwand ihrer eigenen Mappe unterstützt und in dem anderen Falle (Abb. 3) durch die
Rückwand der benachbarten Mappe. Dagegen, wenn die Blätter sich in der senkrechten
Lage befinden, liegen sie in dem ersten Falle gegen die Rückwand einer benachbarten
Mappe angelehnt und in dem zweiten Falle gegen die Rückwand ihrer eigenen Mappe.
Die Mappen sind so angeordnet, daß sie in genau der gleichen Weise gehandhabt werden
können, als wie dies mit Bezug auf die Blätter in den oben beschriebenen Rechnungsordnern der Fall ist.
Auf der Zeichnung sind die Mappen so dargestellt, daß das Scharnier einer jeden Mappe no
mit einem Ansatz 10, zweckmäßig einer Rolle, ausgerüstet ist, und diese Rollen stützen sich
in bekannter Weise von unten gegen die Haltesitangen 11, von denen je eine an jeder
Seite eines Gehäuses 12 vorgesehen ist. Hinter der letzten Mappe liegt eine Rückwand 13,
die scharnierartig mit der letzten Mappe verbunden und an ihrem oberen Ende mit Zapfen
20 ausgerüstet ist, die sich gegen die mit dem Gehäuse an jeder Seite verbundenen 1^o
Träger 14 stützen können. Wenn die Mappen in die Horizontallage gebracht worden
sind, legen sich die Zapfen io hinter vertikale Führungen 15, von denen je eine an jeder
Seite 'des Gehäuses vorgesehen ist. Die Mappen ruhen alsdann auf einem Tisch 16,
der durch Rollen 17 geführt wird, welche an jeder Seite mit der Führung 15 in Berührung
kommen. Dieser Tisch ist in geeigneter Weise nachgiebig gelagert, doch bilden diese
Vorrichtungen keinen Teil der Erfindung.
Um eine Rückwärtstverschiebung irgendeiner
Mappe innerhalb der Horizontallage zu vermeiden, ist in bekannter Weise an der vorderen
und unteren Ecke an jeder Seite ein Lenker 18 vorgesehen, der einen Zapfen 19
trägt. Letzterer liegt vor der Führung 15. Die Mappen können so aus der Horizontallage
in die Vertikallage im wesentlichen in der gleichen Weise wie die einzelnen Blätter
in bekannten Einrichtungen geschwenkt werden. Die Mappen können, wenn sie alle die
senkrechte Einstellung einnehmen, normal etwas nach vorn geneigt liegen, obgleich dies
nur wenig ausmacht. Wenn alle Mappen mit Ausnahme der letzten die Horizontallage ein-
nehmen, -liegt selbstverständlich diese letzte Mappe beträchtlich nach rückwärts geneigt.
Es kann daher zweckmäßig werden, die Tragstützen 14 geneigt anzuordnen, so daß, wenn
die letzte Mappe nach vorn kommt, sie abwärts über die Tragstützen 14 gleitet und mit
ihrer Vorderkante ein wenig nach vorn geschoben wird, um teilweise eine Ausgleichsbewegung für die Vorwärtsbewegung der Unterkante
zu schaffen. Bei dieser Anordnung
findet eine selbständige Änderung des Einstellungswinkels mit der Vertikalen für eine
jede hinzukommende Mappe statt, wenn sie nach vorn gebracht wird, doch ist diese Änderung,
wenn sie nicht übermäßig groß ist, nicht schädlich.
Es leuchtet ein, daß bei dieser Anordnung, da die gesamte Beanspruchung der Mappen
für die Blätter als Ganzes auf die Mappen und deren Teile einwirkt, die von genügender
Stärke gemacht werden können, die Blätter selbst und deren Scharniere bedeutend leichter
ausgeführt werden dürfen, als dies bisher möglich war, ohne dabei an Stärke und Dauerhaftigkeit
Einbuße -zu erleiden. Da weiter jedes Abteil von Blättern von mäßiger Größe
und unabhängig von den anderen herausnehmbar ist, können- alle die Rechnungen haltenden
Blätter eines sehr großen Ordners mit äußerst geringem Aufwand von Kraft und Zeit entfernt
und in einem Sicherheitsschrank untergebracht werden.
Claims (5)
1. Rechnungsordner derjenigen Art, bei welcher die Rechnungen tragende Organe
dazu eingerichtet sind, entweder eine vertikale oder eine horizontale Stellung einzunehmen und gemeinschaftlich und
untereinander mit dem vordersten Organ durch Scharniere: verbunden sind und der-'
art auf einer nachgiebigen Tischfläche ruhen, daß das jeweilig zu oberst liegende
Organ stets annähernd in einer bestimmten Höhenlage liegt, dadurch gekennzeichnet,
daß ein jedes derartige Organ mehrere die Rechnungen haltende Blätter (6)
besitzt, die umklappbar miteinander verbunden und gruppenweise in ihrem Behälter
(1) angeordnet sind, während ein jeder von diesen Behältern derart angeordnet ist,
daß er aus einer stehenden Lage in eine liegende Einstellung und umgekehrt umgelegt
werden kann, während die Blätter einer jeden Gruppe gleichfalls innerhalb
ihres Behälters so angeordnet sind, daß sie darin entweder aufrecht oder in liegender
Einstellung sich befinden.
2. Rechnungsordner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mappen
(1) an ihren unteren Kanten scharnierartig miteinander verbunden sind.
3. Rechnungsordner nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Endblatt
der Blätter in jeder Mappe umlegbar in seiner eigenen Mappe gehalten ist.
4. Rechnungsordner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mappen
L-förmig und die die Mappen miteinander verbindenden Scharniere (1) an den Ecken
der unteren Schenkel (3) des L befestigt sind, so daß die freien Schenkel (5) der
L-förmigen Mappen mit dem ersten eines jeden Abteils von Blättern und! den letzten
des benachbarten Abteils von Blättern " zum Anliegen kommen können, um den
Blättern, die sich entweder in ihrer senkrechten oder in ihrer horizontalen Lage
befinden, als Auflager zu dienen.
5. Rechnungsordner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mappen
(1) trogförmig ausgebildet sind und jede Mappe aus einem Boden (3), Seitenwandungen
(4) und einer Rückwand (5) besteht, die starr miteinander verbunden sind, und daß die vorderen und hinteren
Kanten benachbarter Mappenböden durch "» Scharniere (2) miteinander verbunden
sind.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US357526XA | 1920-03-29 | 1920-03-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE357526C true DE357526C (de) | 1922-10-03 |
Family
ID=21884581
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB98446D Expired DE357526C (de) | 1920-03-29 | 1921-02-25 | Rechnungsordner derjenigen Art, bei welcher die Rechnungen tragende Organe dazu eingerichtet sind, entweder eine vertikale oder eine horizontale Stellung einzunehmen und gemeinschaftlich und untereinander mit dem vordersten Organ durch Scharniere verbunden sind und derart auf einer nachgiebigen Tischflaeche ruhen, dass das jeweilig zu oberst liegende Organ stets annaehernd in einer bestimmten Hoehenlage liegt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE357526C (de) |
-
1921
- 1921-02-25 DE DEB98446D patent/DE357526C/de not_active Expired
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