DE356381C - Verfahren zur photographischen Herstellung von Mustern auf Glas, Porzellan u. dgl. - Google Patents
Verfahren zur photographischen Herstellung von Mustern auf Glas, Porzellan u. dgl.Info
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
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- G03C5/22—Direct chromate processes, i.e. without preceding silver picture, or agents therefor
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Description
- Verfahren zur phatographischen Herstellung von Mustern auf Glas, Porzellan u. dgl. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren z#I zur Herstellung von Schildern, Radierungen k' und Goldbildern auf Glas, Porzellan u. dgl. auf photographischem Wege. Bei dem neuen Verfahren \vird zunächst von einem Original ein Negativ in bekannter Weise auf photographischem Wege hergestellt. Für die herzustellenden Schilder oder Bilder auf Glas oder Porzellan werden die Glas- oder Porzellanplatten mit einer lichtempfindlichen Schicht, welcher in bekannter Weise Eiweiß oder ein anderes geeignetes Klebni ittel beigegeben ist, versehen. Von den Negativen der Originale werden durch Belichtung auf den wie oben beschriebenen besonders präparierten Platten Positivkopien hergestellt. Diese Kopien werden nach der Entwicklung auf ihrer ganzen Fläche mit Ölfarbe bestrichen bzw. mit Blattgold belegt und alsdann gewässert. Auf den belichteten Stellen der Positive ist durch die Belichtung die Schicht mit dem Klebstoff erhärtet, während auf den nichtbelichteten Stellen der Diapositive beim Entwickeln die Schicht mit dem Klebstoff verschwunden ist. Werden nun die mit Ölfarbe bestrichenen oder mit Gold belegten Diapositive in Wasser ge- legt, so hebt sich die Farbe oder -das Gold von denjenigen Stellen der Platten ab, die keinen Klebstoff mehr enthalten, während die Farbe und das Gold an denjenigen Stellen der Platten, welche noch Klebstoff aufweisen, haften bleibt, so daß das Diapositiv nach, Herausnahme aus dem Wasserbad und nach dem Antrocknen der Farbe das fertige Schild bzw. Bild aufweist. Ein Beispiel zur Herstellung der Positivplatten ist folgendes: Man löst 5 g Ammonitundichromat: in l/., 1 Wasser und setzt dieser Lösung 2o - Eiweiß zu. Diese Lösung wird auf die Positivplatten aufgrestrichen und bei einer Temperatur von etwa 4o' C zum schnellen Trocknen gebracht. Wird als Diapositivplatte anstatt Porzellan Glas verwendet, so fetzt man der Lösung noch 5 Prozent Schlenimkreide zu. Nach dem Antrocknen der Schicht an die Platte sind die Platten gebrauchsfertig.
- Beispiel zur Herstellung von Namenschildern mit goldener Schrift auf dunklem Grunde: Von dem Namenschild wird ein Negativ derart hergestellt, daß die Buchstaben schwarz sind, während die übrige Fläche des Schildes durchsichtig bleibt. Dieses Negativ wird auf die, wie oben angegeben, präparierte Platte aufgelegt und dann die Platte durch das NLegativ hindurch belichtet. Bei der Belichtung erhärten die belichteten Stellen und werden im Wasser unlöslich, während die unbelichteten Stellen im Wasser löslich bleiben. Die so belichtete Platte wird in Wasser gelegt, wodurch die unbelichteten Teile der Schicht sich von der Platte ablösen. Auf diese Weise werden beliebig viel Abzüge von dem Negativ ggmacht. Die so belichteten und entwickelten Platten werden dann auf ihrer ganzen Fläche beispielsweise mit Ölfarbe überstrichen und ins Wasser gelegt. Hierbei hebt sich die Öl- farbe an denjenigen Stellen der Platte, die keine Schicht und daher auch keinen Klebstoff mehr enthalten, ab, während sie an denjenigen Stellen, an denen die Klebschicht noch vorhanden ist, haftenbleibt. Die aus dem Wasser herausgenommenen Platten sind jetzt schwarz und zeigen in Durchsicht die Aufschrift. Wird nunmehr die Platte mit Goldblatt hinterlegt, so erscheint die Schrift in Gold auf schwarzem Untergrund.
- . Ein Beispiel zur Herstellung von Radierungen auf Porzellanplatten ist folgendes: Die Porzellanplatten erhalten, wie oben beschrieben, die Schicht aus Ammoniumdichromat mit Eiweiß. Von der Originalradierung wird in bekannter Weise ein Negativ angefertigt. Dieses Negativ wird auf die präparierte Porzellanplatte aufgelegt und die Porzellanplatte durch das Negativ hindurch belichtet. Die Zersetzung der Schicht erfolgt in der oben beschriebenen Weise. Die Porzellanplatte wird auf ihrer ganzen Fläche alsdann mit der entsprechenden ölfarbe bestrichen und in Wasser gelegt. Auch hier hebt sich, sobald die Platte in das Wasser getaucht wird, die ölfarbe von den nichtbelichteten Stellen der Platte ab, während sie an den belichteten Stellen der Platte haftenbleibt, wodurch die Radierung in der Form des Originals auf der Porzellanplatte in Erscheinung tritt.
- Ein Beispiel zur Herstellung von Goldphotographien ist folgendes: -Das Original wird unter Zuhilfenahme des bekannten Rastersystenis photographisch auf-,genommen und das erhaltene Negativ auf eine in oben beschriebener Weise präparierte Glasplatte aufgelegt und die Glasplatte durch das #Negativ hindurch belichtet.
- Auf die entwickelte Glasplatte wird dann (Ias Blattgold in bekannter Weise auf die Schichtseite aufgetragen und die Platte alsdann abgestaubt. Bei diesem Verfahren tritt eine eigenartige Wirkung insofern auf, als in den weniger belichteten Kästchen des Rasternetzes der in der Schicht der Platte enthaltene Klebstoffzusammenmit derSchichtselbstnach der Belichtung und Entwicklung der Platte eine andere Körnung aufweist als in den mehr belichteten Stellen der Platte. Das auf den glätteren Teil der Schicht aufgetragene Gold wirkt dunkler als das auf den rauheren Stellen der Schicht liegende Gold, so daß durch dieses Verfahren dem Original entsprechend abgetönt wirkende Goldbilder entstehen, Auf diese Weise lassen sich also auf rein mechanischem Wege Schilder und Blider in Massen herstellen,
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCII: Verfahren zur photographischen Herstellung von Mustern auf Glas, Porzellan u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß eine SchichtausAminoniumdichromatundeinem Klebstoff unter einem Negativ belichtet und in Wasser entwickelt wird, worauf die ganze Fläche der Platten mit Fettfarbe bestrichen und in Wasser gelegt wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DES57010D DE356381C (de) | 1921-07-16 | 1921-07-16 | Verfahren zur photographischen Herstellung von Mustern auf Glas, Porzellan u. dgl. |
| FR543375D FR543375A (fr) | 1921-07-16 | 1921-10-25 | Procédé de fabrication de dessins sur verre, porcelaine et autres matières analogues, par la photographie |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES57010D DE356381C (de) | 1921-07-16 | 1921-07-16 | Verfahren zur photographischen Herstellung von Mustern auf Glas, Porzellan u. dgl. |
| FR543375T | 1921-10-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE356381C true DE356381C (de) | 1922-07-21 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (2)
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| FR (1) | FR543375A (de) |
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1921
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR543375A (fr) | 1922-09-01 |
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