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DE354939C - Einrichtung zur Nutzbarmachung der Auspuffenergie bei Kolbenkraftmaschinen - Google Patents

Einrichtung zur Nutzbarmachung der Auspuffenergie bei Kolbenkraftmaschinen

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Publication number
DE354939C
DE354939C DEST30007D DEST030007D DE354939C DE 354939 C DE354939 C DE 354939C DE ST30007 D DEST30007 D DE ST30007D DE ST030007 D DEST030007 D DE ST030007D DE 354939 C DE354939 C DE 354939C
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DE
Germany
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outlet
outlets
steam
exhaust
cylinder
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Expired
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DEST30007D
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English (en)
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Individual
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K7/00Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating
    • F01K7/10Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating characterised by the engine exhaust pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Nutzbarmachung der Auspuffenergie bei Kolbenkraftmaschinen. Bei Kolbenkraftmaschinen hat man, um die in dem aaspuffenden Gas oder Dampf noch enthaltene restliche Pressungsenergie nutzbar zu machen, versucht, einerseits durch besonders lange Ausgestaltung des Auslaßrohres und anderseits durch Anbringung von Expansionsdüsen im Auslaßrohre eine Expansion des Dampfes oder Gases herbeizuführen und dadurch einen wirksamen. Dampfstrom oder Gasstrom zu erzeugen, der im Zylinder eine Nachsaugwirkung ergeben soll. Ein Erfolg war jedoch nicht erreichbar.
  • Gemäß der Erfindung sind zur Nutzbarmachung der Auspuffenergie bei Kolbenkraftmaschinen unmittelbar am Zylinder eine oder mehrere Auspuffdüsen vorgesehen, die in ihrem Gesamtquerschnitt und ihrem Erweiterungsverhältnis so ausgebildet sind, daß sie eine regelrechte Expansion von einem mittleren Auslaßdruck auf das rechnerisch erreichbare Vakuum ergeben, indem diese Düsen unmittelbar mit dem weitesten Düsenquerschnitt ohne scharfe Querschnittsänderungen oder Ecken in eine Auslaßleitung übergehen. Die Errechnung des Vakuums kann beispielsweise durch Ausplanimetrieren des Auspuffzipfels im Arheitsdiagramm erfolgen, indem dessen Fläche nach Abzug der Verluste die durch das Vakuum sich ergebende Gewinnfläche decken muß. Hierdurch ist eine hochwertig vollkommene Expansion erreicht, und durch die völlige Eckenfreiheit der Auslaßwege wird die durch die Expansion erzeugte hohe Dampfgeschwindigkeit oder Gasgeschwindigkeit vollwertig aufrechterhalten und zur Erzeugung kräftiger Nachsaugwirkung im Zylinder nutzbar gemacht.
  • Gemäß der durch die weitgehende Expansion in den Auslaßrohren erzeugten tiefgehenden Saugspannung ergibt sich eine weitere wichtige Ausgestaltung der Erfindung, indem am Ende der Auslaßleitung oder Auslaßleitungen Diffusoren angeschlossen sind, d. h. Verdichtungsdüsen, die je nach dem zu überwindenden Druckgefälle eingeschnürt oder nur erweitert sind und eine regelrechte Verdichtung von dem Vakuum auf die Außenatmosphäre oder den Druck des sonstigen Auslaßbehälters, beispielsweise eines Heizsystems, Vorwärmers oder eines Kondensators ergeben. Hierdurch ist auch firn dieseln Punkte eine hochwertige Aufrechterhaltung der Auslaßenergie und entsprechend starke Saugwirkung auf den Zylinder erreicht.
  • Eine weitere wichtige Einzelheit ergibt sich, indem die Auslaßleitungen mit Kühlvorrichtungen versehen sind. Dadurch kann besonders bei merklicher Länge dieser Leitungen und entsprechend großer Oberfläche geradezu ein Kondensator entbehrlich gemacht werden, da die schnelle Strömung des Dampfes den Wärmeaustausch begünstigt und ohnehin durch die Saugwirkung schon eire dem Kondensationsdiagramm ähnliches Diagramm sich ergibt.
  • Zur stetigen Anpassung der Auslaßquerschnitte an den Betriebszustand der Maschine, beispielsweise für größere oder kleinere Dampffüllung, ist eine Absperreinrichtung der einzelnen. Auslässe wichtig, damit ohne Störung der Expansionsverhältnisse doch der gesamte Auslaßquerschnitt jeweils auf die zur Innehaltung wirksamer Auslaßströmung erforderliche Größe eingeregelt werden kann. Diese Absperrung der einzelnen Auslässe wirrl mit besonderem Vorteil selbsttätig oder jedenfalls in Verbindung mit der Füllungsregelung durch einen Handregler oder Fliehkraftregler bewirkt, so daß ohne weiteres immer der richtige Zusammenhang zwischen den auszulassenden Dampf- oder Gasmengen einerseits und den Auslaßzeiten und Auslaßquerschnitten anderseits gegeben ist. Mit Vorteil kann auch zur Regelung der Auslässe ein Regelungsglied vorgesehen sein, dessen Stellung von dem Druck des an einer bestimmten Stelle des Zy-Stelle des Z vlinders abzapfbaren Gases oder Dampfes abhängig ist, da auch hierdurch sich in einfacher Weise der richtige Zusammenhang ergibt.
  • Bei Maschinen, bei denen die Auslässe die geeignetste Form von Schlitzauslässen aufweisen, d@e vom Arbeitskolben gesteuert sind, ergibt sich eine unter Umständen wichtige weitere Ausgestaltung durch Anbringung weiterer Auslaßglieder in größerer Entfernung von den Schlitzauslässen am Zylinder derart, daß diese Auslässe mit den Ausströmleitungen der Schlitzauslässe verbunden sind. Hierdurch ist dann die Möglichkeit gegeben, die im Auslaßrohr herrschende Saugspannung während einer verlängerten Zeit auf den Zylinderinhalt einwirken zu lassen und dadurch einen Zuwachs an Diagrammfläche zu erreichen.
  • Für Viertaktverbrennungskraftinaschinen ergibt sich endlich eine wertvolle Einzelausgestaltung, indem die Auslaßrohre mehrerer mit gegeneinander versetzten Auspuffzeiten arbeitenden Zvlinder oder Maschinen derart zusammengeschlossen sind, daß der Auspuff der einen Maschine immer während der Auslaßeröffnung im Ansauge- und Verdichtungshub der anderen Maschine das Vakuum zerstört oder es für diesen anderen Zylinder unwirksam macht. Dadurch ist ohne die Notwendigkeit, an den Auslässen besondere gesteuerte Absperrglieder vorzusehen, doch während dieser Zeiten das Absaugen von frisch eingeführtem Ladungsgemisch in den Auslaß verhütet.
  • Die Zeichnung erläutert die neue Einrichtung in vereinfachter Darstellung, und zwar ist Abb. 1 ein Schnitt eines Dampfmaschinenzylinders mit Auspuffleitung, Abb. 2 und 3 Querschnitt und Längsschnitt des Dampfmaschinenzylinders mit eingebauter Regelvorrichtung in der Auspuffleitung, Abb. .I ein Längsschnitt des Dampfzylinders i ill *t sel bsttätigern Hilfsauslaß, Abh. 5 eine Reihe von Dampfdiagrammen, die nach dem neuen Verfahren zu erreichen sind, Abb. 6 ein Viertaktverbrennungsniaschinendiagrainni nach .dein neuen Verfahren, Abb. 7 ein ähnliches Viertaktmaschin.endiagramm nach dein neuen Verfahren, Abb. 8 ein Zweitaktverbrennunbsmaschinendiagramm nach dem neuen: Verfahren.
  • Bei nach dem neuen Verfahren ar' eitenden Dampfmaschinen besitzt der Dampfzylinder 1 (Abb. 1) einen langen, für Schlitzsteuerung geeigneten Arbeitskolben 2, und in seiner Mitte münden Auslaßöffnungen 3, die vom Arbeitskolben 2 kurz vor Hubende freigelegt werden und das Treibmittel nach Abgabe seiner Kraft entweichen lassen.
  • Die Auslässe 3 sind im inneren Teile als abgerundete Düseneinläufe ausgebildet, und auch die Kolbenkanten sind abgerundet, so daß ein möglichst vollkommener Zulauf zur Düse entsteht. Die Auslässe 3 setzen sich nach außen weiter in erweiterten Düsen 4 fort, in denen die weitere Expansion des ausströmenden Treibmittels vor sich geht, soweit das kritische Druckgefälle überschritten ist, das für eine bloße urierweiterte Düse zulässig ist. An die Düsen 4 sind Rohre 5 angeschlossen, die ohne scharfe Biegungen einzeln oder zu einem Bündel vereinigt im Keller des Maschinenhauses oder außen an ihm entlang oder zu seinem Dache hinaufgeführt sind. Diese Rohre 5 besitzen j e nach der Drehzahl der Maschine und nach der Zahl der an ein Rohr angeschlossenen Zylinder eine solche Länge, daß in jedem Augenblicke eine genügende Anzahl von Gas- oder Dampfwellen, die durch jedes einzelne Auspuffen entstehen, in ihnen vorhanden sind; durch diese Gas- oder Dampfschichten wird der Inhalt des Rohres ständig in ausströmender Bewegung erhalten und das Rückwärtsströmen und Eindringen von Luft oder Gegendampf verhütet.
  • Am Ende jedes Rohres 5 ist in Form einer Erweiterung ein Diffusor 6 angebracht, in dem sich die Geschwindigkeit des ausströmenden Treibmittels vermindert und sein Druck auf den Außendruck erhöht.
  • Bei der Anwendung auf Dampfmaschinen und Lagerung der Rohre 5 in kalten Räumen tritt unter Umständen in diesen Rohren schon eine völlige Kondensation des Dampfes ein, und als Absperrungseinrichtung kann ein einfaches, zur Wasserableitung dienendes Rückschlagventil dienen, gegebenenfalls auch eine Maßluftpumpe von der für Kondensationen üblichen Art.
  • Zur Erzielung hoher Wirkungsgrade in der Auspuffverwertung ist bei verschieden großen im Augenblick der Auslaßeröffnung herrschenden Treibmitteldrücken eine Einrichtung zum Anpassen des Auslaßquerschnitts (Abb. 2 und 3) empfehlenswert. Diese Vorrichtung besteht z. B. darin, daß zwischen den Einläufen 3 und den erweiterten Teilen 4 der Auslaßdüsen Schieber 7 eingebaut sind, die in einer ihrer zwei Stellungen die einzelne Düse ganz schließen oder ganz öffnen. Jeder dieser Schieber 7 steht mit einem Dampfkolben, 8 in Verbindung, und jeder dieser Kolben 8 läuft in einem Steuerzylinder g, dem sein Treibmittel durch eia Ruhr 1o von einem Hilfsbehälter 11 zugeführt wird. Dieser Hilfsbehälter 1 1 wird durch ein in, den Dampfzylinder 1 inder Nähe der Auspufföffnungen 3 mündendes Rückschlagventil 12 mit Treumittel von etwa Expansionsendspannun,g gespeist. Dieser Druck wirkt auf den Steuerkolben 8 und öffnet bei bestimmter Höhe gegen die Belastungsfeder 13 die entsprechende Düse 3, 4. Derartige Einrichtungen sind an mehreren Düsen angebracht, und ihre Federn 13 sind derart verschieden bemessen, daß nacheinander mit zunehmender Füllung und demgemäß zunehmendem Drucke im Hilfsbehälter 1 1 immer mehr Düsen 3, 4 geöffnet werden. Dadurch wird der größeren Dampfmenge ein größerer Auslaßquerschnitt geboten, und demgemäß bleiben die Verhältnisse in den Auslaßrohren 5 stets angenähert so, daß sich die Ausschiebewirkung möglichst in der in den einzelnen Diagrammen dargestellten Art ergibt.
  • Statt der Regelung der Auslässe durch die Steuerkolben 8 und den Hilfsbehälter 1 1 kann. auch eine Beeinflussung von dem üblichen Fl@ehkraftregler vorgesehen sein und bei Maschinen mit von Hand veränderlicher Füllung eine Verbindung mit dieser Handregelung. Dieser letzte Fall tritt insbesondere bei Lokomotiven und Schiffsmaschinen ein, und bei diesen werden die einzelnen Düsenabschlüsse zweckmäßig an die Schwingwelle angeschaltet, die die Vermittlung zwischen dem Steuerhe@el und den zur Füllungsänderung dienenden Kulissen oder sonstigen Einrichtungen der Zylinder bildet.
  • Eine weitere Hilfseinrichtung (Abb. 4.), die insbesondere auch für Zweitakt- und Viertaktverbrennungsmaschinen wertvoll ist, besteht in der Anordnung eines Hilfsauslaßventils 14. nahe jedem Zylinderende. Dieser Hilfsauslaß 14. ist so an der vom Arbeitskolben 2 durchlaufenen Zylinderlaufbahn anges.chloss.eit, daß nach seinem, Abdecken. durch deru Arbeitskolben gerade die gewünschte Verdichtung des Treibmittels im schädlichen Raume stattfindet. Dieses Auslaßventil 1.1 trägt einen Steuerkolben 15, und dessen Steuerzylinder 16 steht durch ein Rohr 17 mit dem Boden des Arbeitszylinder s i in. '\'erbirndting ;eine Feder j8 drückt den Kolben, 15 in seine EnIlage, hei der er den Hilfsauslaß 1.4 geöffnet erhält. Während der nach dem, Vorbeilaufen des Arbeitskoll`ens 2 am Ventil 14. erfolgenden Verdichtung wird durch den Verdichtungsdruck, der sich durch: das Verbindungsrohr 17 in den Steuerzylinder 16 fortpflanzt, das Ventil 1.4_ geschlossen, und es wird weiterhin durch den Druck des Treibmittels während der Füllungs-und Expansionszeit geschlossen gehalten, bis der Arbeitskolben 2 .die Auslässe 3 freilegt und der dadurch verminderte Treibmitteldruck von der Belastungsfeder 18 des Kolbens 15 überwunden wird, so daß das Ventil 14 sich öffnet; dann bleibt es während der ganzen A usschiebezeit offen.
  • Der Ausströmraum des Ventils 14 ist durch einen Verbindungsraum z9 an einen die Auslaßdüsen 3, 4. umgebenden Ejektorraum angeschlossen, und in diesen Raum münden die Düsen 3, 4 mit scharfen, zur Ejektorwirkung brauchbaren Kanten 21 und die Einlaßrohre 5 mit in einigem Abstand .gegenüberstehenden Kanten 22. Beim Freilegen der Auslässe 3 durch den Arbeitskolben 2 reißt infolgedessen das durch die Düsen 3, 4 abströmende Treibmittel durch das gleichzeitig sich öffnende Hilfsventil 14 weitere Treibmfttelreste aus dem Arbeitszylinder 1 in das Auslaßrohr 5 mit, so daß der Gegendruck im Arbeitszylinder in weitgehendem Maße erniedrigt wird, und zwar dauert dieses Absaugen durch die im Auslaßrohre 5 noch in Bewegung befindliche Treibmittelmenge noch während des ganzen Ausschiebehubes bis zum V erdichtungsbeginne weiter fort.
  • Die Diagramme (Abb. 5) veranschaulichen, wie bei verschiedenen Füllungen in einem gegebenen Zylinder die Expansionslinien verlaufen und welche Teile der Diagrammfläche durch gewöhnliche Dampfmaschinen unausgenutzt bleiben; diese verlorengehenden Flächen F1, die für Maschinen mit atmosphärischem Auspuff zwischen der Expansionslinie und der atmosphärischen Linie, Punkte A und B, liegen, werden durch die neue Auslaßanordnung ausgenutzt, indem die Druckenergie der ihnen entsprechenden Gas-oder Dampfmenge in Geschwindigkeitsenergie umgesetzt, zum Erzeugen eines Unterdruckes, bis Punkt C, im Zylinder benutzt und dann durch Diffusordüsen zum Hinausschaffen der Gase oder Dämpfe an die Außenluft benutzt wird. Die durch den entstehenden Unterdruck gewonnenen Diagrammflächen (doppelt gestrichelt) sind bei den ersten Diagrammen zu 7o Prozent der ausgenutzten Flächen F1 angegeben und bei den für höhere Füllungen geltenden Diagrammen wegen der dort vorhandenen größeren Stoßverluste zu je 5o Prozent.
  • Bei der Anwendung des neuen Verfahrens auf Verbrennungsmaschinen ergibt sich zunächst für Viertaktmaschinen bei passender Ausbildung der gesamten Auslaßanordnung die Mögliichkeit, während des Ausschiebehubes, der sonst mit einem geringen kraftverzehrenden Überdrucke arbeitet, mit einem arbeitleistenden Unterdruck zu arbeiten; hierdurch entsteht ein Diagramm nach Abb. 6 oder nach Abb. 7, und zwar entsteht das Diagramm nach Abb. 6, w@nn eine Maschine mit Hilfsauslaß gemäß Abb. 4 zur Verwendung kommt, während bei den Diagrammen nach Abb. 7 eine Maschine ohne Hilfsauslaß nach Abb. 1 zugrundeliegt, bei der sofort nach Schlitzschluß eine ansteigende Verdichtungslinie entsteht.
  • In beiden Fällen ist im Gegensatz zu allen normalen Maschinen die gesamte Diagrammfläcbe positive Arbeitsfläche.
  • Für die Schlitzauslässe und ebenso für die etwa vorhandenen Hilfsauslässe brauchen bei Dieselmaschinen keinerlei Abschlußeinrichtungen vorhanden zu sein, weil bei Dieselmaschinen stets nur Luft angesaugt wird und daher am Ende des Saughubes während der Schlitzeröffnung nur Luft zum Auslaß entweichen kann. Bei anderen Verbrennungsmaschinen,, wo Gemisch angesaugt wird, würde bei der gesamten Schlitzeröffnung Gemisch in den Auslaß gesaugt werden, und hiergegen erweisen sich zwei Hilfseinrichtungen als besonders vorteilhaft.
  • Die eine Hilfseinrichtung besteht darin, daß eine für sämtliche Anlässe gemeinsame Absperreinrichtung vorhanden ist, die einerseits zur Auslaßregelung von Hand dienen kann und in weiterer Ausgestaltung durch Steuerung von der Maschine her :die Auslässe während ihrer Eröffnung -im . Ansauge- und Verdichtungshube absperrt. Diese Einrichtung I,#:ann ein. einz=ger, über sämtliche Auslässe sich erstreckender Schieber sein, sie kann aber auch unter Benutzung der vorhandenen; Abschlußglieder, beispielsweise nach Abb. 3 und 4, in einer Einrichtung zur Preßmittelzufuhr bestehen, die während der in Frage kommenden Zeiten die Kolben 8 -und 15 der Auslaßabschlüsse als Servomotoren benutzt, indem Preßmittel irgendwelcher Art zu ihren Zylindern zugeleitet wird.
  • Bei diesen Einrichtungen ist es mit Vorteil möglich, ein und :denselben, Schieber bzw. ein und dies.elhe Servomotorsteuerung für beide Zylinderseiten eines doppeltwirkenden Zylinders gemeinsam anzuordnen und dadurch mit einer einzigen Anordnung die für beide Zylinderseiten gemeinsamen Schlitzauslässe sowie .die auf jeder Seite etwa vorhandenen Hilfsauslässe gemeinsam zu steuern,.
  • Die zweite Hilfseinrichtung besteht darin, ,daß an Stelle einer mechanischen Absperrung eine Vorrichtung vorgesehen ist, die während dier Zeit. unerwünschter Auslaßeröffnung die Saugwirkung zerstört, und zwar kann hierzu in besonders einfacher Weise bei Anordnung mehrerer Zyfinder oder mehrerer Maschinen eine :derartige Versetzung der Auspuffzeiten gegeneinander dienen, daß die miteinander in Verbindung stehenden Auslässe .gegenseitig gerade im rechten Augenblick die Saugwirkung zerstören.
  • Bei der Anwendung des neuen Verfahrens auf Zweitaktladeverfahren endlich ergibt sich durch passende Ausbilidung der Auslaßanordnung die Möglichkeit, den ganzen Auslaß-und Ladevorgang so durchzuführen, daß beim Schlitzabschluß der Zylinder mit etwa unter Atmosphärendruck stehender Ladung gefüllt ist, oder daß bei etwa später als die Schlitze schließendem Auslaßventil sogar ein gewisser Überdruck im Zylinder vorhanden ist. Im Diagramm der Abb. 8 ist dies veranschaulicht.
  • Dieses Zweitaktladeverfahren ermöglicht in seiner Vollkommenheit bei der Anwendung in Viertaktmaschinen an Stelle des sonst zum Ausschieben dienenden Hubes eine erstmalige Vorverdichtung des Gemisches, und dadurch wird eine besonders innige Mischung und Vergasung erreicht. -Zu besonders genauer Grundeinstellung des Auslaßquerschnittes ist bei Maschinen, die mit dem neuen Zweitaktladeverfahren arbeiten, an den Auslässen ein Abschlußglied vorzusehen, das ein etwa gleichmäßiges Drosseln sämtlicher Auslässe ermöglicht. Hierdurch ist ein erstmaliges genaues Anpassen der Maschinen an die im Einzelfalle vorliegenden Betriebsverhältnisse möglich, so daß dann die durch selbsttätige Regelung der Maschinen (etwa nach Abb.3) gegebene Auslaßregelung stets einen Höchstwirkungsgrad ergibt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur Nutzbarmachung der Auspuffenergie bei Kolbenkraftmaschinen durch düsenartige Ausbildung des Auslasses, insbesondere eines Schlitzauslasses, und gegebenenfalls durch Weiterleitung des auspuffenden Gases oder Dampfes in langen Ausgleichsrohren, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßdüse oder -düsen (3, 4) in ihrem Gesamtquerschnitt und ihrem Erweiterungsverhältnis für eine während der Auspuffzeit erfolgende Expansion von einem mittleren Auslaßdruck auf das rechnerisch (beispielsweise durch Diagrammplanimetrierung nach Abb.5) erreichbare Vakuum ausgeführt sind und an alle Düsen einzelne Weiterleitungen (5) unmittelbar mit dem weitesten Düsenquerschnitt ohne irgendwelche scharfen Querschnittsänderungen oder Ecken angeschlossen sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der Rohrleitung oder Rohrleitungen (5) zur Verdichtung des auf Vakuum expandierten Dampfes oder Gases auf den Gegendruck des Auspuffbehälters (Atmosphäre, Kondensator, Vorwärmer, Heizsystem, Aufnehmer) ein Diffusor (6) g@ att angeschlossen ist, der als Verdichtungsdüse je nach dem zu überwindenden Druckgefälle und der vorhandenen mittleren Dampfgeschwindigkeit nur eine Erweiterung oder eine Verengung mit anschließender Erweiterung aufweist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, für Dampfmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßrohrleitungen (5) zur Erzielung eines Kondensationsmaschinendiagramms mit Kühlvorrichtungen versehen sind, so daß der in diesen glatten und eckenfreien Rohren heftig strömende Dampf ohne Zuhilfenahme eines gesonderten Kondensators niedergeschlagen wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Auslässe für sich absperrbar eingerichtet sind (Abb. 2 und 3).
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Zu- und Abschalten der einzelnen A-iislässe bei wechselnder Leistung in ähnlichem, Sinne wie die Füllungsregelung, durch einen Regler bewirkt wird, und zwar vorzugsweise gemeinsam mit der Füllungsregelung (Abb. 3).
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 4, da-.durch gekennzeichnet, @daß das Zu- und Abschalten der einzelnen Auslässe durch ein Reglungsglied (8) bewirkt wird, dessen Stellung von dem .Druck des an einer bestimmten Stelle des Zylinders abzapfbaren Gases oder Dampfes abhängig ist (Abb.3).
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß neben den nur vom Kolben gesteuerten Auslässen (3) noch besondere Auslaßglieder (14) im Zylinder angebracht und :mit den Ausströmleitungen der Schlitzauslässe verbunden sind zu dem Zweck, :die "Zeit für die Absaugung der restlichen. Dämpfe oder Gase zu vergrößern. B. Einrichtung nach Anspruch i für Viertaktverbrennungsmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Zylinder oder mehrere Maschinen mit gegeneinander passend versetzten Auspuffzeiten zusammengeschlossen sind, so daß das Absaugen von Gemisch in den Zeiten während: der Eröffnung der Auslässe im: Ansauge- und Verdichtungsbube verhütet wird.
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