DE3543479A1 - Bremsdruckgeber fuer eine hydraulische bremsanlage, insbesondere fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Bremsdruckgeber fuer eine hydraulische bremsanlage, insbesondere fuer kraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Bremsdruckgeber für eine hy
draulische Bremsanlage, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit
einem Hauptbremszylinder, dessen Arbeitskammer in der Brems
lösestellung über ein durch den Betätigungshub des Hauptzy
linderkolbens schließbares Ventil mit einem drucklosen Aus
gleichsbehälter in Verbindung steht, und mit einem dem Haupt
bremszylinder vorgeschalteten, hydraulischen Bremskraftver
stärker mit einem als Stufenkolben ausgebildeten Verstärker
kolben, der die Verstärkerkammer durchgreift und aus zwei
relativ zueinander bewegbaren Kolben von unterschiedlicher
Wirkfläche zusammengesetzt ist, die in entgegengesetzten
Richtungen vom Druck in der Verstärkerkammer beaufschlagbar
sind und Anschläge aufweisen, die ihre Relativbewegung auf
ein Maß begrenzen, das wenigstens etwa dem Schließweg des
Ventils im Hauptbremszylinder entspricht, wobei beide Kolben
in Bremslöserichtung durch federnde Mittel in Anlage anein
ander bewegbar sind, und der Kolben kleinerer Wirkfläche an
einen Gehäuseanschlag anlegbar ist, nach
Patentanmeldung P 35 23 372.9.
Derartige Bremsdruckgeber zeichnen sich dadurch aus, daß zur
Einleitung eines Bremsvorgangs nur eine kleine Ansteuerkraft
und ein geringer Druck in der Verstärkerkammer erforderlich
ist. Dies wird dadurch erreicht, daß in der Anbremsphase zum
Betätigen des Hauptbremszylinders zunächst der Kolben mit
größerer hydraulischer Wirkfläche allein wirksam ist, so daß
die gesamte größere Wirkfläche zur Verfügung steht, um die
erforderliche Verschiebekraft zur Überwindung der Dichtungs
reibung und der Rückstellfedern zu erzeugen. Der Kolben
kleinerer Wirkfläche bleibt in dieser Anbremsphase in Anlage
an dem Gehäuseanschlag und trägt dadurch ebenfalls zur Ver
ringerung des anfänglichen Verschiebewiderstands bei. Weiter
hin wird durch das Auseinanderfahren der beiden Kolben in der
Anbremsphase der Betätigungsweg am Steuerorgan des Brems
druckgebers verringert, und eine angenehme Betätigungscharak
teristik erzielt.
Bei dem Bremsdruckgeber nach dem Hauptpatent werden die
beiden Kolben des Verstärkerkolbens ausschließlich durch den
Druck in der Verstärkerkammer auseinandergehalten. Fällt der
Druck in der Verstärkerkammer ab oder wird der Bremsdruckge
ber über den Aussteuerpunkt hinaus betätigt, so bewegen sich
die Kolben wieder aufeinander zu und bewirken dadurch eine
Zunahme des Betätigungswegs am Steuerorgan des Bremsdruckge
bers.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bremsdruck
geber der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die
Kolben des Verstärkerkolbens während eines Betätigungsvor
gangs auch bei Abfall des Drucks in der Verstärkerkammer oder
bei Überschreiten des Aussteuerpunkts in ihrer auseinander
bewegten Stellung gehalten werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
beiden Kolben einen durch ihr Auseinanderbewegen erweiterba
ren Druckraum einschließen, der über einen Ventildurchgang an
die Verstärkerkammer angeschlossen ist und daß der Ventil
durchgang zumindest bei voller Aussteuerung des Bremskraft
verstärkers schließbar ist. Damit lassen sich bei voller
Aussteuerung des Bremskraftverstärkers die beiden Kolben
hydraulisch gegeneinander verriegeln, so daß der zu Beginn
eines Betätigungsvorgangs durch das Auseinanderbewegen der
Kolben gewonnene Betätigungsweg auch im Aussteuerpunkt erhal
ten bleibt. Bei einem Absinken des Drucks in der Verstärker
kammer wird der Aussteuerungspunkt bei entsprechend geringe
rer Betätigungskraft erreicht. Die erfindungsgemäße Verriege
lung der beiden Kolben ist daher dann bereits bei einem
niedrigeren Betätigungsdruck wirksam.
Das Schließen des Ventildurchgangs erfolgt bei dem erfin
dungsgemäßen Bremsdruckgeber vorzugsweise mit Hilfe des
Steuerorgans des Bremskraftverstärkers. Dies gewährleistet
einen einfachen Aufbau des Bremsdruckgebers.
Um zu verhindern, daß bei einem schnellen Betätigen des
Bremsdruckgebers der Ventildurchgang geschlossen wird, bevor
die beiden Kolben sich auseinanderbewegt haben, kann nach
einem weiteren Vorschlag der Erfindung der Druckraum parallel
zu dem Ventildurchgang durch einen Kanal mit der Verstärker
kammer verbunden sein, der ein zum Druckraum hin öffnendes
Rückschlagventil enthält. Wird der Ventildurchgang vorzeitig
geschlossen, so strömt über das Rückschlagventil so lange aus
der Verstärkerkammer Druckmittel nach, bis die beiden Kolben
ihre auseinandergefahrene Stellung erreicht haben.
Ein einfacher Aufbau des erfindungsgemäßen Bremskraftver
stärkers kann gemäß einer Ausgestaltung des Erfindungsgedan
kens dadurch erreicht werden, daß der Kolben kleinerer Wirk
fläche die Verstärkerkammer durchgreift und eine Längsbohrung
aufweist, die zum Hauptbremszylinder hin durch den Kolben
größerer Wirkfläche verschlossen ist. Dabei kann in Wei
terbildung dieses Erfindungsgedankens die Längsbohrung den
Kolben kleinerer Wirkfläche durchdringen und in ihrem Haupt
bremszylinder abgewandten Ende ein kolbenartiges Betätigungs
element enthalten, das ein Verschlußelement für den im
Inneren der Längsbohrung ausgebildeten Ventildurchgang
bildet.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbei
spiels näher erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist.
Die Zeichnung zeigt in einer einzigen Figur einen Längs
schnitt durch den Hauptbremszylinder und die Verstärkerkammer
eines erfindungsgemäßen Bremsdruckgebers, der zur Betätigung
einer Kraftfahrzeugbremsanlage vorgesehen ist.
Der in der Zeichnung dargestellte Bremsdruckgeber besteht aus
einem Bremskraftverstärker 1 und einem Hauptbremszylinder 2,
die in einem gemeinsamen Gehäuse 3 angeordnet sind. Zur
Betätigung des Bremskraftverstärkers 1 ist ein Bremspedal 4
vorgesehen, das über eine Druckstange 5 auf eine kolbenartige
Steuerstange 6 mit einer Querbohrung 7 einwirkt. Die Steuer
stange 6 ragt in eine Verstärkerkammer 8 und ist in einer
Längsbohrung 9 eines Stufenkolbens 10 geführt und abgedich
tet. Der Stufenkolben 10 ist mit seinem dem Bremspedal 4
zugewandten Ende in einer Bohrung 11 in der Wand des Gehäuses
3 abgedichtet und geführt und liegt mit einem Anschlagbund 12
an der Innenwand des Gehäuses 3 an. Im Bereich der Quer
bohrung 7 weist der Stufenkolben 10 einen Längsschlitz 13
auf, in den ein nicht dargestellter Scherenhebel radial
einsteckbar ist, der mit einem Hebelarm in den Längsschlitz
13 und mit einem zweiten Hebelarm in die Querbohrung 7
eingreift. Mit Hilfe des Scherenhebels ist eine Relativ
bewegung zwischen der Steuerstange 6 und dem Stufenkolben 10
an ein ebenfalls nicht dargestelltes Steuerventil übertrag
bar, das eine Steuerung des Verstärkerdrucks in der Verstär
kerkammer 8 bewirkt.
Auf der dem Bremspedal 4 abgewandten Seite ist der Stufen
kolben 10 mit einem Kolbenkopf 14 versehen, der in einer
Stufenbohrung 15 einen Kolben 16 enthält, dessen axiale
Bewegbarkeit durch eine Anschlagfläche 17 und einen Spreng
ring 18 begrenzt ist. Die Stufenbohrung 15 steht mit der
Längsbohrung 9 über einem Ventildurchgang 19 in Verbindung,
der durch die Steuerstange 6 verschließbar ist. Hierzu ist
auf der der Steuerstange 6 zugewandten Seite des Ventil
durchganges 19 ein Dichtelement 20 vorgesehen, an das die
Steuerstange 6 mit ihrer Stirnfläche 21 anlegbar ist. Unmit
telbar angrenzend an das Dichtelement 20 mündet in die
Längsbohrung 9 eine Verbindungsbohrung 22, die die Längsboh
rung 9 mit der Verstärkerkammer 8 verbindet.
Die Stufenbohrung 15 und der Kolben 16 schließen einen
Druckraum 23 ein, der parallel zum Ventildurchgang 19 über
eine Anschlußbohrung 24 und ein zum Druckraum 23 öffnendes
Rückschlagventil 25 mit der Verstärkerkammer 8 in Verbindung
steht. Das Druckmittel in der Verstärkerkammer kann daher
sowohl über die Verbindungsbohrung 22, die Längsbohrung 9 und
den Ventildurchgang 19 als auch über die Anschlußbohrung 24
und das Rückschlagventil 25 in den Druckraum 23 gelangen. Ein
Zurückströmen des Druckmittels aus dem Druckraum 23 in die
Verstärkerkammer 8 ist nur über den offenen Ventildurchgang
19 möglich.
Die hydraulischen Wirkflächen des die Verstärkerkammer 8
durchgreifenden Stufenkolbens 10 sind so bemessen, daß durch
einen Druck in der Verstärkerkammer 8 an dem Stufenkolben 10
eine kleine, in Bremslöserichtung wirkende, resultierende
Kraft hervorgerufen wird, durch die der Stufenkolben 10 mit
seinem Anschlagbund 12 gegen das Gehäuse 3 gedrückt wird. Die
erforderliche Betätigungskraft zur Betätigung des Hauptbrems
zylinders 2 wird somit ausschließlich durch die hydraulische
Wirkfläche des Kolbens 16 erzeugt.
Der Hauptbremszylinder 2 enthält einen Hauptzylinderkolben
31, der mit seinem einem Ende in einer Vertiefung 32 im
Kolben 16 gelagert und abgestützt ist und der mit seinem
anderen Ende eine Arbeitskammer 33 des Hauptbremszylinders 2
begrenzt. An die Arbeitskammer 33 sind Radbremsen 34 ange
schlossen. Der Hauptzylinderkolben 31 hat eine Zentralbohrung
35, in der ein Ventilsitz 36 angeordnet ist, der mit einem in
der Zentralbohrung 35 axial verschiebbar geführten Verschluß
element 37 ein Zentralventil bildet, über das in der in der
Zeichnung dargestellten Offenstellung die Arbeitskammer 33
mit einer Ausgleichskammer 26 verbunden ist, die an einen
Nachlaufbehälter 27 angeschlossen ist. Die Ausgleichskammer
26 befindet sich zwischen der Verstärkerkammer 8 und der
Arbeitskammer 33 und bildet einen Raum, in den der Kolbenkopf
14 bei einem Betätigungsvorgang eintauchen kann. Das Ver
schlußelement 37 des Zentralventils wird mit Hilfe eines
Teleskopgestänges 38, einer Hauptzylinder-Rückstellfeder 39
und einer Ventilfeder 40 in Offenstellung gehalten.
Im folgenden wird die Wirkungsweise des Bremsdruckgebers
näher erläutert, wobei vom Bremslösezustand ausgegangen wird,
in dem seine beweglichen Teile die in der Zeichnung dar
gestellte Position einnehmen. In dieser Stellung sind die
Arbeitskammer 33 des Hauptbremszylinders 2 und die Verstär
kerkammer 8 des Bremskraftverstärkers 1 drucklos. Das Zen
tralventil 36, 37 ist offen und die Hauptzylinder-Rückstell
feder 39 drückt über den Hauptzylinderkolben 31 und den
Kolben 16 den Stufenkolben 10 mit seinem Anschlagbund 12
gegen das Gehäuse 3.
Bei einer Betätigung des Bremspedals 4 wird zunächst die
Steuerstange 6 in der Zeichnung nach links verschoben und
über den nicht dargestellten Scherenhebel das ebenfalls nicht
dargestellte Steuerventil des Bremskraftverstärkers 1 ge
öffnet, wodurch der Druck in der Verstärkerkammer 8 anzu
steigen beginnt. Dieser Druck gelangt zugleich über den
offenen Ventildurchgang 19 und parallel dazu über das Rück
schlagventil 25 in den Druckraum 23 und beaufschlagt somit
die gesamte Querschnittsfläche des Kolbens 16, der dadurch
nach links in Betätigungsrichtung verschoben wird, während
der Stufenkolben 10 durch die in entgegengesetzter Richtung
wirksame, resultierende Kraft in Anlage am Gehäuse 3 gehalten
wird. Die Wirkfläche des Kolbens 16 ist so bemessen, daß be
reits ein verhältnismäßig geringer Druck von 3 bar ausreicht,
um die Dichtungsreibung und die Federkräfte zu überwinden und
den Hauptzylinderkolben 31 zu betätigen.
Entsprechend dem weiteren Anstieg des Drucks in der Verstär
kerkammer 8 verschieben sich der Kolben 16 und der Hauptzy
linderkolben 31 weiter in Betätigungsrichtung, bis der
Ventilsitz 36 am Verschlußelement 37 zur Anlage kommt und
dadurch das Zentralventil geschlossen wird. Etwa gleichzeitig
gelangt der Kolben 16 in Eingriff mit dem Sprengring 18 im
Kolbenkopf 14 und wird dadurch in Betätigungsrichtung mit dem
Stufenkolben 10 gekuppelt. Hierdurch bilden der Stufenkolben
10 und der Kolben 16 im weiteren Betätigungsverlauf eine
Bewegungseinheit, wobei die auf den Stufenkolben 10 in
Bremslöserichtung einwirkende, resultierende Druckkraft von
der Betätigungskraft des Kolbens 16 überwunden wird. Die
hydraulische Wirkfläche in der Verstärkerkammer 8, die für
die Erzeugung der auf den Hauptzylinderkolben 31 einwirkenden
Betätigungskraft maßgebend ist, ergibt sich dabei aus der
Differenz der wirksamen Querschnittsflächen des Stufenkolbens
10 und des Kolbens 16. Die Betätigungskraft am Bremspedal
entspricht jeweils der Kraft, die durch die Beaufschlagung
der Steuerstange 6 mit dem Verstärkerdruck erzeugt wird.
Durch das alleinige Vorlaufen des Kolbens 16 in der Anfangs
phase der Betätigung ist der Leerweg des Bremspedals 4 bei
der Einleitung eines Bremsvorgangs zunächst auf den Weg be
schränkt, der zum Öffnen des Steuerventils des Bremskraft
verstärkers 1 benötigt wird. In Verbindung mit dem geringen
Ansteuerdruck, der zur Verschiebung des Kolbens 16 erfor
derlich ist, wird eine für Fahrzeugbremsanlagen günstige
Betätigungscharakteristik erzielt.
Da bei einer schnellen und kräftigen Betätigung der Steuer
stange 6 der Ventildurchgang 19 geschlossen werden kann, be
vor der Kolben 16 den Sprengring 18 erreicht, ist ein Füllen
des Druckraums 23 parallel zum Ventildurchgang 19 über die
Anschlußbohrung 24 und das Rückschlagventil 25 möglich.
Dadurch ist sichergestellt, daß der Kolben 16 auch bei einer
schnellen Betätigung der Steuerstange 6 den Sprengring 18
erreicht und zu einer entsprechenden Herabsetzung des Be
tätigungswegs am Bremspedal 4 beiträgt.
Wird bei einer Bremsbetätigung der Aussteuerpunkt des Brems
kraftverstärkers erreicht, indem die Betätigungskraft am
Bremspedal 4 weiter gesteigert wird, während der in die
Verstärkerkammer 8 eingesteuerte Druck bereits seinen Maxi
malwert erreicht hat, so legt sich die Stirnfläche 21 der
Steuerstange 6 an dem Dichtelement 20 an und verschließt
dadurch den Ventildurchgang 19. Die über die Steuerstange 6
eingeleitete Betätigungskraft kann auf diese Weise über das
im Druckraum 23 eingeschlossene Druckmittel auf den Kolben 16
und den Hauptzylinderkolben 31 übertragen werden. Die Stei
gerung der Betätigungskraft über den Aussteuerpunkt des
Bremskraftverstärkers hinaus ist daher ohne Wegverlust
möglich. Die gleiche Wirkungsweise ergibt sich, wenn während
eines Betätigungsvorgangs der Druck in der Verstärkerkammer
teilweise oder vollständig abfällt. Auch dann legt sich die
Stirnfläche 21 der Steuerstange 6 an das Dichtelement 20 an
und ermöglicht dadurch eine Kraftübertragung über das im
Druckraum 23 eingeschlossene Druckmittel, bis der Betäti
gungsvorgang beendet wird. Der Fahrer wird dadurch nicht
durch ein plötzliches Nachgeben des Bremspedals 4 während
eines Bremsvorganges überrascht.
- Bezugszeichenliste
1 Bremskraftverstärker
2 Hauptbremszylinder
3 Gehäuse
4 Bremspedal
5 Druckstange
6 Steuerstange
7 Querbohrung
8 Verstärkerkammer
9 Längsbohrung
10 Stufenkolben
11 Bohrung
12 Anschlagbund
13 Längsschlitz
14 Kolbenkopf
15 Stufenbohrung
16 Kolben
17 Anschlagfläche
18 Sprengring
19 Ventildurchgang
20 Dichtelement
21 Stirnfläche
22 Verbindungsbohrung
23 Druckraum
24 Anschlußbohrung
25 Rückschlagventil
26 Ausgleichskammer
27 Nachlaufbehälter
28 -
29 -
30 -
31 Hauptzylinderkolben
32 Vertiefung
33 Arbeitskammer
34 Radbremse
35 Zentralbohrung
36 Ventilsitz
37 Verschlußelement
38 Teleskopgestänge
39 Rückstellfeder
40 Ventilfeder
Claims (5)
1. Bremsdruckgeber für eine hydraulische Bremsanlage, insbe
sondere für Kraftfahrzeuge, mit einem Hauptbremszylinder,
dessen Arbeitskammer in der Bremslösestellung über ein durch
den Betätigungshub des Hauptzylinderkolbens schließbares
Ventil mit einem drucklosen Ausgleichsbehälter in Verbindung
steht, und mit einem dem Hauptbremszylinder vorgeschalteten,
hydraulischen Bremskraftverstärker mit einem als Stufenkolben
ausgebildeten Verstärkerkolben, der die Verstärkerkammer
durchgreift und aus zwei relativ zueinander bewegbaren Kolben
von unterschiedlicher Wirkfläche zusammengesetzt ist, die in
entgegengesetzten Richtungen vom Druck in der Verstärkerkam
mer beaufschlagbar sind und Anschläge aufweisen, die ihre
Relativbewegung auf ein Maß begrenzen, das wenigstens etwa
dem Schließweg des Ventils im Hauptbremszylinder entspricht,
wobei beide Kolben in Bremslöserichtung durch federnde Mittel
in Anlage aneinander bewegbar sind und der Kolben kleinerer
Wirkfläche an einen Gehäuseanschlag anlegbar ist, nach
Patentanmeldung P 35 23 372.9, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Kolben (10, 16) einen durch ihr Auseinanderbewegen
erweiterbaren Druckraum (23) einschließen, der über einen
Ventildurchgang (19) an die Verstärkerkammer (8) angeschlos
sen ist und daß der Ventildurchgang (19) zumindest bei voller
Aussteuerung des Bremskraftverstärkers (1) schließbar ist.
2. Bremsdruckgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schließen des Ventildurchgangs (19) mit Hilfe des
Steuerorgans (6) des Bremskraftverstärkers (1) erfolgt.
3. Bremsdruckgeber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Druckraum (23) parallel zu dem Ventil
durchgang (19) durch einen Kanal (24) mit der Verstärker
kammer (8) verbunden ist, der ein zum Druckraum (23) hin
öffnendes Rückschlagventil (25) enthält.
4. Bremsdruckgeber nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (10) kleinerer Wirk
fläche die Verstärkerkammer (8) durchgreift und eine Längs
bohrung (15) aufweist, die zum Hauptbremszylinder (2) hin
durch den Kolben (16) größerer Wirkfläche verschlossen ist.
5. Bremsdruckgeber nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsbohrung (15, 9) den Kolben (10) kleinerer Wirk
fläche durchdringt und in ihrem dem Hauptbremszylinder (2)
abgewandten Ende ein kolbenförmiges Betätigungselement (6)
enthält, das ein Verschlußelement für den in der Längsbohrung
(15, 9) ausgebildeten Ventildurchgang (19, 20) bildet.
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| Publication Number | Publication Date |
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ID=6288018
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