DE3543440A1 - Verfahren zum aufkohlen beim einsatzhaerten - Google Patents
Verfahren zum aufkohlen beim einsatzhaertenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
- C23C8/00—Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
- C23C8/40—Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using liquids, e.g. salt baths, liquid suspensions
- C23C8/42—Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using liquids, e.g. salt baths, liquid suspensions only one element being applied
- C23C8/44—Carburising
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Description
Zur Herstellung von Maschinenteilen, die eine hohe Festigkeit
und Härte bei gutem Formänderungsvermögen besitzen müssen, kann
ein Stahl mit niedrigem Kohlenstoffgehalt (0,08 bis 0,25 C) be
nutzt werden. Bei diesem Stahl wird durch Glühen in kohlenstoff
abgebenden Mitteln und anschließender Härtung nur eine harte
Randschicht hoher Festigkeit erreicht unter Beibehaltung des
ursprünglichen hohen Formänderungsvermögens des niedrig kohlen
stoffhaltigen Stahles im Kern. Die Aufkohlung erfolgt bei Tem
peraturen um 900 bis 980°C. Angestrebt wird ein Rand
kohlenstoffgehalt von 0,6 bis 0,85%C bei legierten Stählen.
Nach dem Aufkohlen erfolgt als zweiter Behandlungsschritt das
Härten, worunter ein Austenitisieren und anschließendes Abkühlen
mit solcher Geschwindigkeit verstanden wird, daß Martensitbil
dung eintritt.
Da zunehmende Restaustenitanteile die Umlaufbiegedauerfestigkeit
sowie die Biegespannung der Einsatzstähle stark herabsetzen,
ist man bemüht, den Restaustenitgehalt nicht wesentlich über
20% ansteigen zu lassen. Da aber der Gehalt an Restaustenit
u.a. stark beeinflußt wird durch den Kohlenstoffgehalt in ein
satzgehärteten Schichten, sollte der Randkohlenstoffgehalt z.B.
beim legierten Einsatzstahl 16 MnCr 5 etwa 0,7 bis 0,8 Gew% nicht
überschreiten.
Neben den festen Aufkohlungsmitteln gibt es flüssige Aufkohlungs
mittel, für die Cyanide mit Chloriden Verwendung finden. In
Gegenwart von Eisen zerfallen die Cyanide, wobei sich atomarer
Kohlenstoff und Stickstoff bilden, die in den Stahl diffundieren.
Die Einhaltung der obengenannten Grenzwerte ist bei den herkömm
lichen Verfahren in Salzbädern bei legierten Stählen nur möglich,
wenn während des gesamten Aufkohlungsprozesses mit Kohlenstoff-
Pegeln gearbeitet wird, die zumindest bei Aufkohlungstiefen von
über etwa 0,5 mm dem gewünschten Randkohlenstoffgehalt ent
sprechen. Dies entspricht einem sogenannten Einstufenprozeß, bei
dem sich jedoch gegenüber dem in Gasatmosphären durchführbaren
Zweistufenprozeß erheblich längere Behandlungszeiten ergeben.
Der bei Gasatmosphären übliche Zweistufenprozeß ließ sich aber
bisher bei Verwendung eines Salzbades nicht durchführen, da eine
schnelle Umstellung vom hohen zum niedrigen Kohlenstoff-Pegel
des einen Salzbades nicht durchführbar war.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs erläuter
te Verfahren zu beschleunigen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch einen in
einem einzigen Salzbad durchgeführten Zweistufenprozeß, in dessen
erster Stufe durch Erzeugung und Aufrechterhaltung einer bestimm
ten Atmosphäre über der Salzbadoberfläche ein bis auf einen Wert
über den gewünschten Randkohlenstoffgehalt ansteigender Kohlen
stoff-Pegel eingestellt wird, während in der zweiten Stufe durch
Entfernen der genannten Atmosphäre und durch Zutritt der freien
Atmosphäre der Kohlenstoff-Pegel soweit abgesenkt wird, daß
sich der gewünschte Randkohlenstoffgehalt einstellt.
Ausgehend von dem eingangs erläuterten Verfahren wird die vor
stehend genannte Aufgabe erfindungsgemäß aber auch gelöst durch
einen in einem einzigen Salzbad durchgeführten Zweistufenprozeß,
in dessen erster Stufe ein angenähert konstanter Kohlenstoff-
Pegel oberhalb des Wertes des gewünschten Randkohlenstoffgehal
tes eingestellt wird, während in der zweiten Stufe durch Er
zeugung und Aufrechterhaltung einer bestimmten Atmosphäre über
der Salzbadoberfläche die Aufkohlungsreaktion stark verlangsamt
bzw. zum Stillstand gebracht wird.
Die Erfindung beruht auf der aufgefundenen Erkenntnis, wonach
sich durch Änderung der Atmosphäre über der Badoberfläche für
einen Zweistufenprozeß schnell genug die Gleichgewichte in Salz
bädern verändern bzw. die Aufkohlungsreaktion verlangsamen bzw.
unterbinden lassen.
Bei Einsatz eines bestimmten Stahles ist es vorteilhaft, wenn
der Kohlenstoff-Pegel in der ersten Stufe von etwa 0,6-0,85 Gew%
bis etwa 0,85-1,1 Gew% hochgefahren und in der zweiten Stufe
wieder auf den Ausgangswert von etwa 0,6-0,85 Gew% herunterge
fahren wird. Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Salzbad während
der ersten Stufe durch eine Kohlendecke oder eine entsprechende
Gasatmosphäre abgedeckt, in der zweiten Stufe aber der freien
Atmosphäre ausgesetzt wird.
Ausgehend von dem zweiten erfindungsgemäßen Löschungsvorschlag
ist es vorteilhaft, wenn der Kohlenstoff-Pegel während der
ersten Stufe auf etwa 1,1 bis 1,3 Gew% gehalten wird. Dabei ist
es zweckmäßig, wenn das Salzbad während der zweiten Stufe abge
deckt und der Raum zwischen Salzbadoberfläche und Abdeckung mit
der genannten Atmosphäre geflutet wird.
Fig. 1 zeigt ein Diagramm zum Stand der Technik, während der
Kurvenverlauf gemäß Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Verfahren er
läutert.
Fig. 1 zeigt für den Werkstoff 20 MnCr 5 den bekannten Einstufen
prozeß beim Aufkohlen im Salzbad sowie den vorbekannten Zwei
stufenprozeß beim Aufkohlen in Gasatmosphären. Der jeweilige
Kohlenstoffgehalt in Gew% bzw. die jeweiligen Aufkohlungs
tiefen in mm sind aufgetragen über der Zeit in min. Während die
vorbekannten Verfahren im Zweistufenprozeß in Gasatmosphären
für die Aufkohlung etwa 160 min benötigen, erfordert das ein
stufige Verfahren im Salzbad einen Zeitaufwand von ca. 255 min.
Fig. 2 zeigt für ein erfindungsgemäßes Verfahren den Kurvenver
lauf des Kohlenstoff-Pegels in Gew% über der Zeit in min. In die
sem Beispiel wird der Kohlenstoff-Pegel in der ersten Stufe von
etwa 0,7 Gew% bis etwa 0,93 Gew% hochgefahren und in der zweiten
Stufe wieder auf den Ausgangswert von etwa 0,7 Gew% herunterge
fahren. Das Salzbad ist dabei während der ersten Stufe durch ei
ne Kohledecke abgedeckt, in der zweiten Stufe aber der freien
Atmosphäre ausgesetzt.
Die Behandlungszeit beträgt in diesem Beispiel mehr als 150 min,
da der C-Pegel von 0,93 Gew% für eine derart geringe Zeit nicht
hoch genug war. Jedoch läßt sich bei einer Temperatur von 930°C
und einer angestrebten Einsatzhärtungstiefe von 0,8 mm mit den
obengenannten C-Pegeln eine Zeiteinsparung von 25% gegenüber
einem Einstufenprozeß mit einem C-Pegel von 0,75 Gew% erzielen.
Es wird ein Randkohlenstoffgehalt von 0,75 Gew% angestrebt.
Claims (6)
1. Verfahren zum Aufkohlen beim Einsatzhärten in flüssigen
Aufkohlungsmitteln, deren Kohlenstoff-Pegel während des ge
samten Aufkohlungsprozesses auf bestimmte Werte eingestellt
wird, gekennzeichnet durch einen in einem
einzigen Salzbad durchgeführten Zweistufenprozeß, in dessen
erster Stufe durch Erzeugung und Aufrechterhaltung einer
bestimmten Atmosphäre über der Salzbadoberfläche ein bis
auf einen Wert über den gewünschten Randkohlenstoffgehalt
ansteigender Kohlenstoff-Pegel eingestellt wird, während
in der zweiten Stufe durch Entfernen der genannten Atmosphäre
und durch Zutritt der freien Atmosphäre der Kohlenstoff-
Pegel soweit abgesenkt wird, daß sich der gewünschte Rand
kohlenstoffgehalt einstellt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kohlenstoff-Pegel in der ersten Stufe von etwa 0,6-0,85 Gew%
bis etwa 0,85-1,1 Gew% hochgefahren und in der zweiten
Stufe wieder auf den Ausgangswert von etwa 0,6-0,85 Gew%
heruntergefahren wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Salzbad während der ersten Stufe durch eine Kohledecke
oder eine der Wirkung der Kohledecke entsprechenden Gas
atmosphäre abgedeckt, in der zweiten Stufe aber der freien
Atmosphäre ausgesetzt wird.
4. Verfahren zum Aufkohlen beim Einsatzhärten in flüssigen Auf
kohlungsmitteln, deren Kohlenstoff-Pegel während des gesamten
Aufkohlungsprozesses auf bestimmte Werte eingestellt wird,
gekennzeichnet durch einen in einem einzigen
Salzbad durchgeführten Zweistufenprozeß, in dessen erster
Stufe ein angenähert konstanter Kohlenstoff-Pegel oberhalb
des Wertes des gewünschten Randkohlenstoffgehaltes einge
stellt wird, während in der zweiten Stufe durch Erzeugung
und Aufrechterhaltung einer bestimmten Atmosphäre über der
Salzbadoberfläche die Aufkohlungsreaktion stark verlangsamt
bzw. zum Stillstand gebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kohlenstoff-Pegel während der ersten Stufe auf etwa 1,1 bis
1,3 Gew% gehalten wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Salzbad während der zweiten Stufe abgedeckt und der Raum
zwischen Salzbadoberfläche und Abdeckung mit der genannten
Atmosphäre geflutet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853543440 DE3543440A1 (de) | 1985-12-09 | 1985-12-09 | Verfahren zum aufkohlen beim einsatzhaerten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853543440 DE3543440A1 (de) | 1985-12-09 | 1985-12-09 | Verfahren zum aufkohlen beim einsatzhaerten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3543440A1 true DE3543440A1 (de) | 1987-06-11 |
Family
ID=6288000
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853543440 Withdrawn DE3543440A1 (de) | 1985-12-09 | 1985-12-09 | Verfahren zum aufkohlen beim einsatzhaerten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3543440A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10140444A1 (de) * | 2001-08-17 | 2003-02-27 | Zahnradfabrik Friedrichshafen | Verfahren zum Erhöhen der dynamischen Belastbarkeit eines verzahnten Bauteils |
-
1985
- 1985-12-09 DE DE19853543440 patent/DE3543440A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10140444A1 (de) * | 2001-08-17 | 2003-02-27 | Zahnradfabrik Friedrichshafen | Verfahren zum Erhöhen der dynamischen Belastbarkeit eines verzahnten Bauteils |
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|---|---|---|---|
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