DE3543261A1 - Drucksensor - Google Patents
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- G01L9/0041—Transmitting or indicating the displacement of flexible diaphragms
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Description
Die Erfindung betrifft einen Drucksensor aus einer durch
Halbleitermaterial hergestellten Druckmembran, aus vier
auf der Druckmembran integrierte, schwach dotierte und
gegenseitig sich nicht berührende Dehnungsmeßstreifen,
die in Brückenschaltung geschaltet sind und aus außer
halb der Brückenschaltung angebrachten Leitungszuführun
gen.
In der industriellen Meßtechnik werden heute zum Überwa
chen, Steuern und Regeln der technischen Prozesse sehr
häufig Halbleiterdrucksensoren verwendet. Sie formen die
nicht elektrische Größe Druck in ein analoges elektri
sches Signal um, welches anschließend weiterverarbeitet
wird.
Die bisher verwendeten Halbleiterdrucksensoren werden
häufig aus Siliziummaterial hergestellt und nutzen den
sogenannten Piezowiderstandseffekt aus. Beim Piezowider
standseffekt verändert sich der elektrische Widerstand
des Materials, wenn es einer Zug- oder Druckbeanspru
chung ausgesetzt wird (W. Heywang: Sensorik, ab Seite
114). Es existieren Ausführungsformen, bei denen die
vier Dehnungsmeßstreifen selbst die gesamte Brückenschal
tung bilden (Breimeiser, F.; Poppinger, M; Schwaier, A;
Piezoresistive pressure sensor with silicon diaphragm,
Siemens Forschungs- und Entwicklungs-Bericht 10 (1981))
oder Ausführungsformen, bei denen die Dehnungsmeßstrei
fen sich nicht gegenseitig berühren und die Verbindung
untereinander und an die Leitungszuführung über Metall
leiterbahnen hergestellt wird (Siemens Components,
23. Jahrgang Heft 2/85, Seite 64). Durch geringe Unge
nauigkeiten beim Herstellungsprozeß verhält sich der
Drucksensor nicht ideal. Dies bedeutet, daß auch ohne
Druckbelastung auf den Sensor die Brücke nicht abge
glichen ist und sich ein Nullpunktsfehler ergibt. Dieser
Fehler muß durch eine Offsetspannung kompensiert werden.
Aufgrund der Länge der einzelnen Dehnungsmeßstreifen in
der zuerst beschriebenen Ausführungsform resultiert ein
nicht optimales lineares Verhalten der Signalspannung als
Funktion des Druckes. Im Gegensatz dazu zeigt die zweite
Bauform, ein optimales lineares Verhalten der Signalspan
nung als Funktion des Druckes, jedoch bedingt die zwei
te Bauform Metallhalbleiterübergänge in der Brückenschal
tung, wodurch es zu Instabilitäten der Offsetspannung
kommt. Diese Übergänge haben eine Diodencharakteristik
also auch einen Übergangswiderstand der um so stärker aus
geprägt ist, je schwächer die Halbleiterdotierungsschicht
und je kleinflächiger der Übergang ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Druck
sensor mit verbesserter Linearität zwischen der nicht
elektrischen Größe Druck und dem daraus resultierenden
elektrischen Signal herzustellen, sowie die nachteiligen
Auswirkungen der Metallhalbleiterübergänge in der Brücke
zu reduzieren.
Diese Aufgabe bei einem Drucksensor der eingangs angege
benen Art wird durch kräfteunempfindliche Anschlußberei
che gelöst, die die Dehnungsmeßstreifen untereinander
und mit den äußeren Leitungszuführungen verbinden und
aus mindestens einer Halbleiterschicht bestehen.
Es gibt grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten diese
Anschlußbereiche herzustellen. Eine Möglichkeit besteht
darin, den Anschlußbereich aus einer Halbleiterschicht
und einer darüber angeordneten gleich breiten Metall
schicht auszubilden, durch die die Halbleiterschicht
kurzgeschlossen wird. Weitere Möglichkeiten bestehen in
einer höheren Dotierung oder einer breiteren Halbleiter
schicht in den Anschlußbereichen. Andere Weiterbildungen
sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbe
sondere darin, die Übergangswiderstände zwischen den
Dehnungsmeßstreifen untereinander und zu den äußeren Lei
tungszuführungen sowie der Metallhalbleiterübergänge zu
reduzieren, so daß eine stabile Offsetspannung für den
Betrieb des Drucksensors gewährleistet ist. Durch die
Einführung der kräfteunempfindlichen Anschlußbereiche
können die Dehnungsmeßstreifen kürzer gestaltet werden
und so ein lineares Verhalten zwischen Druck und resul
tierendem elektrischen Signal aufzuweisen.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen (Fig.
1 bis Fig. 15 weiter erläutert.
Fig. 1 zeigt die Brückenschaltung der Dehnungsmeßstrei
fen und der Anschlußbereiche.
Fig. 2 bis Fig. 15 zeigen je einen Querschnitt und
eine Draufsicht eines Teils der Brückenschaltung
mit dem neu eingeführten Anschlußbereich.
In Fig. 1 ist die Brückenschaltung der Dehnungsmeßstrei
fen D zu einem Drucksensor mit einer aus Halbleiterma
terial hergestellten Druckmembran P dargestellt. Die An
schlußbereiche A Φ verbinden die äußere Leitungszuführung
L über die Metallhalbleiterübergänge Ü mit den Dehnungs
meßstreifen.
Fig. 2 zeigt den Querschnitt und Fig. 3 zeigt die
Draufsicht eines Anschlußbereiches A 1 mit einer Verbrei
terung der Halbleiterschicht, sowie zwei angeschlossene
Dehnungsmeßstreifen D. Die Dotierungsrate R 1 (ca. 5 ×
1018 cm-3) im Anschlußbereich ist gleich hoch wie die
der Dehnungsmeßstreifen, so daß der Drucksensor in einem
einfachen Herstellungsprozeß hergestellt werden kann.
Der Metallhalbleiterübergang Ü zwischen der äußeren Lei
tungszuführung L und dem Anschlußbereich liegt außerhalb
der Brückenschaltung und hat somit keinen störenden Ein
fluß auf die Signalgröße. Die Verbreiterung der Halblei
terschicht bewirkt eine Reduzierung des Übergangswider
standes zwischen den Dehnungsmeßstreifen untereinander
und der Leitungszuführung, sowie eine Kräfteempfindlich
keitsverminderung in diesem Anschlußbereich.
Fig. 4 zeigt den Querschnitt und Fig. 5 zeigt die
Draufsicht eines Anschlußbereiches A 2 mit zwei ange
schlossenen Dehnungsmeßstreifen D. Die Dotierungsrate R 2
(ca. 5 × 1020 cm-3) im Anschlußbereich ist höher wie die
Dotierungsrate R 1 (ca. 5 × 1018 cm-3) in den Dehnungsmeß
streifen. Der Metallhalbleiterübergang Ü zwischen der
äußeren Leitungszuführung L und dem Anschlußbereich
liegt ebenfalls außerhalb der Brückenschaltung und hat
daher keinen störenden Einfluß auf die Signalgröße. Die
höhere Dotierungsrate in dem Anschlußbereich bewirkt
eine Reduzierung des Übergangswiderstandes zwischen den
Dehnungsmeßstreifen untereinander und der Leitungszufüh
rung, sowie eine Kräftempfindlichkeitsverminderung in
diesem Anschlußbereich.
Fig. 6 zeigt den Querschnitt und Fig. 7 zeigt die
Draufsicht eines Anschlußbereiches A 3 mit zwei ange
schlossenen Dehnungsmeßstreifen D, ausgebildet als Dop
pelschichtstruktur von Halbleitermaterial mit gleicher
Dotierungsrate R 1 (ca. 5 × 1018 cm-3), wie die der Deh
nungsmeßstreifen und mit einer Metallschicht M. Diese
Metallschicht verringert aufgrund der großen Übergangs
fläche die Nachteile von Metallhalbleiterübergängen, so
daß eine stabile Offsetspannung für den Drucksensor
existiert. Die Metallschicht bewirkt ferner ein Kurz
schließen dieser Halbleiterschicht und somit eine Ver
ringerung des Übergangswiderstandes zwischen den Deh
nungsmeßstreifen untereinander und zu der äußeren Lei
tungszuführung L, sowie eine Kräfteempfindlichkeitsver
minderung in diesem Anschlußbereich.
Fig. 8 zeigt den Querschnitt und Fig. 9 die Drauf
sicht eines Anschlußbereiches A 4 mit einer Verbreiterung
der Halbleiterschicht, sowie zwei angeschlossenen Deh
nungsmeßstreifen D. Die Dotierungsrate R 2 (ca. 5 × 1020
cm-3) im Anschlußbereich liegt höher als die Dotierungs
rate Rl (ca. 5 × 1018 cm-3) in den Dehnungsmeßstreifen.
Der Metallhalbleiterübergang Ü zwischen der äußeren
Leitungsführung L und dem Anschlußbereich liegt außer
halb der Brückenschaltung.
Fig. 10 zeigt den Querschnitt und Fig. 11 zeigt die
Draufsicht eines Anschlußbereiches A 5 mit zwei ange
schlossenen Dehnungsmeßstreifen D, ausgebildet als Dop
pelschichtstruktur von Halbleitermaterial mit gleicher
Dotierungsrate R 1 (ca. 5 × 1018 cm-3) wie die der Deh
nungsmeßstreifen und mit einer Metallschicht M. Der An
schlußbereich hat zusätzlich breitere Ausmaße wie die
Dehnungsmeßstreifen. Die äußere Leitungszuführung L ist
mit der Metallschicht M verbunden.
Fig. 12 zeigt den Querschnitt und Fig. 13 zeigt die
Draufsicht eines Anschlußbereiches A 6 mit zwei ange
schlossenen Dehnungsmeßstreifen D, ausgebildet als Dop
pelschichtstruktur von Halbleitermaterial mit höherer
Dotierungsrate R 2 (ca. 5 × 1020 cm-3) wie die Dotie
rungsrate R 1 (ca. 5 × 1018 cm-3) der Dehnungsmeßstreifen
und mit einer Metallschicht M. Die äußere Leitungszufüh
rung L ist mit der Metallschicht M verbunden.
Fig. 14 zeigt den Querschnitt und Fig. 15 zeigt die
Draufsicht eines Anschlußbereiches A 7 mit zwei ange
schlossenen Dehnungsmeßstreifen D, ausgebildet als Dop
pelschichtstruktur von Halbleitermaterial mit höherer
Dotierungsrate R 2 (ca. 5 × 1020 cm-3) wie die Dotie
rungsrate R 1 (ca. 5 × 1018 cm-3) der Dehnungsmeßstreifen
und mit einer Metallschicht M. Der Anschlußbereich hat
zusätzlich breitere Ausmaße wie die Dehnungsmeßstreifen.
Die äußere Leitungszuführung ist mit der Metallschicht M
verbunden.
Die Vorteile aus den Fig. 2 bis 6 gelten analog für
die Fig. 7 bis 15.
Claims (13)
1. Drucksensor bestehend
- - aus einer durch Halbleitermaterial hergestellten Druckmembran (P);
- - aus vier auf der Druckmembran integrierten, schwach dotierten und gegenseitig sich nicht berührenden Deh nungsmeßstreifen (D), die in Brückenschaltung geschaltet sind;
- - aus außerhalb der Brückenschaltung angebrachten Leitungszuführungen (L);
- - aus kräfteunempfindlichen Anschlußbereichen (A Φ), die die Dehnungsmeßstreifen (D) untereinander und mit den äußeren Leitungszuführungen (L) verbinden und aus minde stens einer Halbleiterschicht bestehen.
2. Drucksensor nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Anschlußbereiche
(A 3, A 5, A 6, A 7) aus einer Halbleiterschicht und einer
darüber angeordneten, die Halbleiterbereiche kurzschließen
den Metallschicht (M), bestehen.
3. Drucksensor nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Halbleiterbereiche in
den Anschlußbereichen (A 3, A 5) gleich hoch dotiert sind
wie die Dehnungsmeßstreifen (D).
4. Drucksensor nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Halbleiterbereiche
und die darüber angeordnete Metallschicht (M) gleich
breite Ausmaße haben wie die Dehnungsmeßstreifen (D).
5. Drucksensor nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Halbleiterbereiche
und die darüber angeordnete Metallschicht (M) breitere
Ausmaße haben als die Dehnungsmeßstreifen (D).
6. Drucksensor nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Halbleiterbereiche
der kräfteunempfindlichen Anschlußbereiche (A 6, A 7) hö
her dotiert sind als die Dehnungsmeßstreifen (D).
7. Drucksensor nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Halbleiterbereiche
und die darüber angeordnete Metallschicht (M) gleich
breite Ausmaße haben wie die Dehnungsmeßstreifen (D).
8. Drucksensor nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Halbleiterbereiche
und die darüber angeordnete Metallschicht (M) breitere
Ausmaße haben als die Dehnungsmeßstreifen (D).
9. Drucksensor nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die kräfteunempfindlichen
Anschlußbereiche (A 1, A 2, A 4) nur aus einer Halbleiter
schicht bestehen.
10. Drucksensor nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Halbleiterschicht in
den Anschlußbereichen (A 2, A 4) höher dotiert ist als die
Dehnungsmeßstreifen (D).
11. Drucksensor nach Anspruch 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Halbleiterschicht in
den Anschlußbereichen (A 2) gleich breite Ausmaße hat wie
die Dehnungsmeßstreifen (D).
12. Drucksensor nach Anspruch 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Halbleiterschicht in
den Anschlußbereichen (A 4) breitere Ausmaße hat als die
Dehnungsmeßstreifen (D).
13. Drucksensor nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Halbleiterschicht in
den Anschlußbereichen (A 1) gleich hoch dotiert ist und
breitere Ausmaße hat als die Dehnungsmeßstreifen (D).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853543261 DE3543261A1 (de) | 1985-12-06 | 1985-12-06 | Drucksensor |
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| DE19853543261 DE3543261A1 (de) | 1985-12-06 | 1985-12-06 | Drucksensor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3543261A1 true DE3543261A1 (de) | 1987-06-11 |
Family
ID=6287873
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19853543261 Ceased DE3543261A1 (de) | 1985-12-06 | 1985-12-06 | Drucksensor |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3543261A1 (de) |
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