DE3540623A1 - Montagesystem fuer plattenspeicherstapel - Google Patents
Montagesystem fuer plattenspeicherstapelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Montage von
Plattenstapeln für Plattenspeicher, vorzugsweise zur Ver
wendung in Reinräumen, mit einem Greifer an einem Hand
habungsgerät, zum Beispiel einem Industrieroboter. Bei
der Montage von Plattenstapeln für Plattenspeicher be
steht folgendes Problem:
Die auf beiden Plattenseiten aufgebrachte, magnetisier
bare Schicht muß nahezu völlig partikelfrei gehalten wer
den. Die beim Schreib-/Lesevorgang über den Platten schwe
benden Köpfe haben eine Flughöhe von zum Teil <0,5 µm.
Auf den schnell drehenden Platten (ca. 1500 U/min) befind
liche Partikel, die größer sind als die obengenannte Flug
höhe, können zur Kollision mit den Köpfen und damit zu
deren Zerstörung führen.
Die geforderte Partikelfreiheit ist deshalb besonders
schwer einzuhalten, weil Platten und Zwischenringe zu
der Plattenstapelspindel aus technologischen Gründen eng
toleriert sein müssen (min. Toleranz zum Beispiel 0,01
mm) und das Durchmesser-Höhenverhältnis der Platten und
Zwischenringe für die Montage ungünstig ist.
Beim Aufschieben der obengenannten Teile auf die Spindel
kommt es daher häufig zum Verkanten und damit zum Abschä
len von Partikeln von den zum Beispiel aus Aluminium ge
fertigten Platten und Zwischenringen.
Das Problem wurde bisher überwiegend durch Handmontage
im Reinraum unter Inkaufnahme der aufgeführten Nachteile
gelöst. In letzter Zeit sind auch Entwicklungen bekannt
geworden, bei denen die Montage des Plattenstapels durch
einen Montageroboter erfolgt. Nachdem Roboter die gefor
derte Montagegenauigkeit nicht erreichen, werden aufwen
dige elektronische Sensorsysteme eingesetzt, um ein
sicheres Aufschieben der Platten und Ringe auf die Spin
del zu erreichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich
tung und ein Verfahren für automatische Montagevorgänge
zu schaffen, die die Genauigkeit von Handhabungsgeräten,
zum Beispiel Robotern, überfordern. Das trifft insbeson
dere auf die Montage von Plattenstapeln für Plattenspei
cher in Reinräumen zu.
Diese Aufgabe wird mit der eingangs definierten Vorrich
tung dadurch gelöst, daß an der Stirnseite eines Greifers
kreisringförmige Saugflächen angebracht sind, daß an
einem in axialer Richtung beweglichen Element ein mit
Einlaufschrägen versehener Aufnahmedurchmesser angebracht
ist, daß ferner innerhalb dieser Anordnung ein Zentrier
durchmesser mit Einlaufschrägen angeordnet ist, dem eine
Vertiefung an der den Plattenstapel aufnehmenden Spindel
entspricht, die auf einem leicht beweglichen X-Y-Schlit
ten sitzt.
Mit einer derartigen Vorrichtung ist es möglich, daß die
zu fügenden Einzelteile des Stapels reibungsfrei und ohne
zu verkanten auf die Spindel geschoben werden können und
damit der Anfall von Partikeln sehr gering gehalten wer
den kann. Außerdem sind keine Sensoren erforderlich.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Schlitten
aus leicht gängigen Kugelführungen aufgebaut, den Federn
in einer einstellbaren Mittellage halten. Durch diesen
Aufbau ist gewährleistet, daß der Schlitten nach jedem
Montagevorgang selbsttätig in seine Ausgangsposition
zurückkehrt.
Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel weist das Zen
trum der Spindeldeckfläche eine Ausnehmung zur Aufnahme
eines kegeligen Dorns am Greifer auf. Auch mit dieser
Lösung ist es möglich, die zum Anspruch 1 genannten Vor
teile zu erreichen.
Ein Verfahren zur Montage von Plattenspeichern mit einer
Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 3 läuft folgender
maßen ab:
Ein an einem Industrieroboter montierter Greifer nimmt
einen Zwischenring oder eine Platte aus einer Horde über
den mit Einlaufschrägen ausgestatteten Durchmesser auf
und saugt das Teil über die kreisringförmige Saugfläche
an. Dann taucht die Einlaufschräge des Zentrierdurchmes
sers oder ein Zentrierkegel zunächst in die ringförmige
Vertiefung an der Spindel bzw. in die kegelförmige Ver
tiefung ein, wobei gegebenenfalls der X-Y-Schlitten in
eine genaue Zuordnung ausgelenkt wird. Dann wird der
Zwischenring oder die Platte über den Spindeldurchmesser
geschoben, wobei das in axialer Richtung bewegliche Ele
ment, das den Zentrierdurchmesser trägt, zurückweicht
und die richtige Zuordnung zwischen Spindel und Handha
bungsgerät während des gesamten Montagevorganges sicher
stellt. Danach erfolgt eine kurzzeitige Abschaltung der
Saugluft, wodurch das Teil freigegeben wird. Beim Zurück
fahren des Greifers von der Spindel wird die Saugluft
wieder eingeschaltet, um beim Montagevorgang entstehende
Partikel abzusaugen.
Die Erfindung wird anhand der Figuren erläutert. Es zei
gen:
Fig. 1 die Einzelteile des Stapels,
Fig. 2 Spindel anfahren,
Fig. 3 Spindel positionieren,
Fig. 4 Platte/Ring aufschieben,
Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel und
Fig. 6 eine vergrößerte Einzelheit bei X in der Fig. 2.
Die Platten 1 werden durch Zwischenringe 2 auf Abstand
gehalten. Eine Spindel 3 dient zur Aufnahme mehrerer
Platten und Zwischenringe. Der Durchmesser 4 an einem
axial beweglichen Element 11 des Greifers 10 weist Ein
laufschrägen auf und zentriert die von der Saugfläche 5
gehaltenen Platten 1 und Zwischenringe 2. An dem axial
beweglichen Element ist ein Zentrierdurchmesser 6 ange
ordnet, der in eine ringförmige Vertiefung 7 (Fig. 2)
der Spindel eintauchen kann. Nach einer weiteren Ausfüh
rungsform (Fig. 5) kann stattdessen ein kegeliger Dorn
14 in eine kegelförmige Vertiefung 12 an der Spindel 3
eingreifen. Die Spindel 3 steht auf einem X-Y-Schlitten
8, der durch Federn 9 in einer einstellbaren Mittellage
gehalten wird.
Beim Zusammenbau des Stapels wird abwechselnd eine Plat
te 1 und ein Zwischenring 2 über die Spindel 3 gescho
ben. Dazu nimmt ein an einem Handhabungsgerät montierter
Greifer diese Teile aus einer Horde über den mit Einlauf
schrägen ausgestatteten Durchmesser 4 auf und saugt das
jeweilige Teil über die kreisringförmige Saugfläche 5
an. Beim Montagevorgang taucht die Einlaufschräge des
Zentrierdurchmessers 6 zunächst in die ringförmige Ver
tiefung 7 an der Spindel. Die Spindel sitzt - wie bereits
ausgeführt - auf einem aus leicht gängigen Kugelführungen
aufgebauten X-Y-Schlitten 8, der durch schwache Federn 9
in einer einstellbaren Mittellage gehalten wird.
Wenn durch Toleranzen am Handhabungsgerät, am Greifer
und/oder an der Spindelaufnahme die Mittenachse vom Grei
fer 10 und Spindel 3 nicht übereinanderliegen, wird durch
das Eintauchen des Zentrierdurchmessers 6 in die ringför
mige Vertiefung der Spindel bzw. durch das Eintauchen
des kegeligen Dorns 14 in die kegelförmige Vertiefung 12
der Spindelachse 13 der X-Y-Schlitten aus seiner Mittel
lage ausgelenkt und die für eine reibungsfreie Montage
erforderliche genaue Zuordnung hergestellt.
Erst danach wird der Zwischenring 2 oder die Platte 1
über den Spindeldurchmesser 3 geschoben, wobei das in
Achsrichtung bewegliche Element, zum Beispiel ein Bol
zen 11, der den Zentrierdurchmesser 6 trägt, zurück
weicht und die richtige Zuordnung zwischen Spindel und
Greifer während des gesamten Montagevorganges sicher
stellt.
Nach abgeschlossener Montage wird die Saugluft zunächst
abgeschaltet und der Greifer geringfügig von der Platte/
Ringoberfläche zurückgefahren. Dann wird die Saugluft
wieder eingeschaltet. Der Greifer fährt an der Spindel
hoch und saugt dadurch beim Aufschieben eventuell ent
standene Partikel von der Platte/Ringoberfläche und von
der Spindel ab.
- Bezugszeichenliste
1 Platte
2 Zwischenring
3 Spindel
4 Aufnahmedurchmesser mit Einlaufschräge
5 Saugfläche
6 Zentrierdurchmesser
7 ringförmige Vertiefung
8 X-Y-Schlitten
9 Federn
10 Greifer
11 in axialer Richtung bewegliches Element, zum Beispiel Bolzen
12 kegelförmige Ausnehmung
13 Spindelachse
14 kegeliger Dorn
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Montage von Plattenstapeln für Plat
tenspeicher, vorzugsweise zur Verwendung in Reinräumen,
mit einem Greifer an einem Handhabungsgerät, zum Bei
spiel Industrieroboter, dadurch gekenn
zeichnet, daß an der Stirnseite eines Greifers
(10) kreisringförmige Saugflächen (5) angebracht sind,
daß an einem axial beweglichen Element (11) ein mit Ein
laufschrägen versehener Aufnahmedurchmesser (4) ange
bracht ist, daß ferner innerhalb dieser Anordnung ein
Zentrierdurchmesser (6) mit Einlaufschrägen angeordnet
ist, dem eine Vertiefung an der den Plattenstapel (1, 2)
aufnehmenden Spindel (3) entspricht, die auf einem
leicht beweglichen X-Y-Schlitten (8) sitzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Schlitten (8) aus
leicht gängigen Kugelführungen aufgebaut ist, den Fe
dern (9) in einer einstellbaren Mittellage halten.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß zur Zentrierung von Spin
del (3) und Greifer (10) das Zentrum der Spindeldeck
fläche eine Ausnehmung (12) zur Aufnahme eines kegeligen
Dorns (14) am Greifer (10) aufweist.
4. Verfahren zur Montage von Plattenstapeln mit einer
Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Greifer (10)
einen Zwischenring (2) oder eine Platte (1) aus einer
Horde aufnimmt und über den mit Einlaufschrägen (4) aus
gestatteten Durchmesser schiebt und dieses Teil über die
kreisringförmige Saugfläche (5) ansaugt, daß dann die
Einlaufschräge des Zentrierdurchmessers (6) zunächst in
die ringförmige Vertiefung (7) bzw. der Zentrierkegel
(14) in die Ausnehmung (12) eintaucht, wobei gegebenen
falls der X-Y-Schlitten (8) in eine genaue Zuordnung
ausgelenkt wird, und dann der Zwischenring (2) oder die
Platte (1) über den Spindeldurchmesser geschoben werden,
wobei das federnde, in axialer Richtung bewegliche Ele
ment (11) zurückweicht und die richtige Zuordnung zwi
schen Spindel und Greifer während des gesamten Montage
vorganges sicherstellt und schließlich die Saugluft
kurzzeitig abgeschaltet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4 zum Entfernen von Partikeln,
die beim Montagevorgang entstanden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß beim Zurückfahren
des Greifers (10) von der Spindel (3) eine konzentrisch
zum Spindeldurchmesser angeordnete Saugfläche (5) mit
Vakuum beaufschlagt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853540623 DE3540623A1 (de) | 1985-11-15 | 1985-11-15 | Montagesystem fuer plattenspeicherstapel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853540623 DE3540623A1 (de) | 1985-11-15 | 1985-11-15 | Montagesystem fuer plattenspeicherstapel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3540623A1 true DE3540623A1 (de) | 1987-05-21 |
Family
ID=6286122
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853540623 Withdrawn DE3540623A1 (de) | 1985-11-15 | 1985-11-15 | Montagesystem fuer plattenspeicherstapel |
Country Status (1)
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