DE354051C - Lenkvorrichtung fuer Anhaenger von Motorzugwagen fuer Vor- und Rueckwaertslauf - Google Patents
Lenkvorrichtung fuer Anhaenger von Motorzugwagen fuer Vor- und RueckwaertslaufInfo
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Description
Die zweirädrigen Anhänger, deren besondere Vorteile in dem geringen Fahrtwiderstand,
der Leichtigkeit und der besonderen Wirtschaftlichkeit liegen, weisen bedeutende
Mißstände mit Bezug auf ihre Lenkbarkeit auf. Man hat diese Übelstände bisher zu beheben
versucht, indem man die Anhänger mit Lenkachsen ausrüstete, deren Räder entsprechend
gelenkt wurden durch die Wirkung
ίο einer starren Verbindungsstange, die einerseits
an dem Steuergelenk des Anhängers und andererseits an der Achse des Zugwagens angelenkt
war.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung liegt darin, die Richtungsfehler der Anhänger
zu beheben, und zwar nicht allein beim Vorwärtslauf, sondern auch beim Rückwärtslauf,
was bisher durch die bekannt gewordene Anordnung nicht erzielt werden konnte. Die Wirkung der Lenkvorrichtung
des Anhängers muß so rasch eintreten, daß der Anhänger nicht in eine falsche Fahrbahn
geraten kann. Die Verbindung zwischen dem Gestell des Zugwagens und dem Lenkhebel
der Anhängerachse muß ganz bestimmte Lagen einnehmen, je nachdem ein Vor- oder Rückwärtslauf erfolgen soll.
Die Erfindung" ist in d'en Zeichnungen beispielsweise
dargestellt, und zwar zeigen
Abb. i, 2, 3, 4 Draufsichten bzw. Seitenansichten
von zwei Ausführungsformen der Lenkvorrichtung eines einachsigen Anhängers;
Abb. 5, 6 sind solche einer weiteren Ausführungsform;
Abb. 7 und 8 zeigen Einzelheiten einer Ausführungsform, bei welcher ein selbsttätiger
Laufwechsel vorgesehen ist;
Abb. 9 und 10 veranschaulichen dieselbe Ausführungsform mit einigen Abänderungen;
Abb. π zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Abänderung dieser Ausführungsform;
Abb. 12 und 13 zeigen die Ausführungsform
gemäß Abb. 7, 8, 9 und 10 auf dem Anhänger angeordnet;
Abb. 14 ist die Draufsicht einer Anordnung auf einem vierrädrigen Anhänger.
Ein an dem einachsigen Anhänger befindlicher Kupplungsarm ist bei Abb. 11 mit dem
Zugwagen gelenkig verbunden.
Mit α ist ein Arm des Laufwediselhebels
bezeichnet, welcher vor der Fahrtrichtungsänderung vom Führersitz aus eingestellt
wird. Derselbe könnte auch selbsttätig urn i8o° mit seiner Achse 1, die sich in einem
oder mehreren Lagern 2 am Wagengestell 3 dreht und parallel zur Längsmittelebene des
Zugwagens liegt, geschwenkt werden. Eine Richtungsstange 4 verbindet das Ende ai des
Hebelarmes α mit dem Arm b eines Doppelhebels. Die Verstellung der Stange 4 erfolgt
durch Drehung des Armesa um i8o°. Der Doppelhebel, dessen Arm b an der Richtungsstange
4 angelenkt ist, ist auf der Schwingachse 5 angeordnet, die durch die Lager 6 und 7 getragen wird. Eine Leitstange d verbindet
den zweiten Arm c des Doppelhebels mit dem Lenkhebel e der Anhängerachse. In
Abb. 3 und 4 sind die gleichen Organe angeordnet, nur liegt die Achse S des Doppelhebels
lotrecht anstatt wagerecht. In beiden Fällen können die Lager 6, 7 entweder durch
die Anhängerachse oder durch einen mit dieser in Verbindung stehenden Teil getragen
werden. Die Anordnung des Doppelhebels hat folgende Vorteile:
1. die Möglichkeit, die Welle 1 des Hebelarmes
α parallel zur Längsmittelebene des Zugwagens anzuordnen, wodurch sich der
Aufbau äußerst einfach gestaltet;
2. die Richtungsstange 4 kann verhältnismäßig kurz gewählt werden;
3. die Leitstange d, welche den Doppelhebel
mit dem Lenkhebel e verbindet, steht senkrecht zu den Radebenen, wenn die Anordung
gemäß Abb. 3 und 4 erfolgt.
Die Veränderung der Stichhöhe der Wagenfedern unter der Einwirkung der Ladung
oder der infolge der Unebenheiten der Fahrbahn auf den Wagen erfolgenden Stöße sind
ohne Wirkung auf die Richtung des Anhängers, besonders dann, wenn der feste Punkt
dieser Federn möglichst weit nach vorn liegt.
Diese beiden Ausführungsformen können als einfach! wirkender Richtungsweiser ausgeführt
werden; sie können auch Anwendung finden in Verbindung mit den Mitteln, welche bei derartigen Anordnungen bereits bekannt
geworden sind, indem z. B. die Lager der Welle ι nicht unmittelbar am Gestell des
Zugwagens befestigt sind, sondern auf einem Schwingarm liegen, welcher unter der Wirkung
der Steuerung des Zugwagens steht und in einer Ebene schwingen kann, welche durch
die Punkte A, A1 und B bestimmt wird, und
zwar um eine in der Nähe der Stelle A1 gelegene Achse. Die Richtungsstange oder die
Verbindungsstange oder beide können mit Dämpfungsfedern versehen sein.
Aus der Anordnung geht hervor, daß die dem Vorwärtslauf entsprechende Stelle^ von
der Längsmittellinie des Zugwagens bedeutend weniger entfernt liegen wird, als die dem
Rückwärtslauf entsprechende Stellet, so daß sich die Verschwenkung der Richtungsstange 4 in ersterem Falle geringer und im
zweiten Falle wesentlich größer gestalten wird. Infolgedessen werden auch die Räder
beim Nachfolgen des Anhängers um einen geringeren Betrag, und zwar in entgegengesetztem
Sinne wie die des Zugwagens, und beim Rückwärtsfahren des Anhängers um einen größeren Betrag, und zwar in gleichem Sinne
wie die des Zugwagens, geschwenkt werden.
Eine andere Ausführungsform der Anordnung des Richtungsweisers ist in den Abb. 5
und 6 dargestellt. Bei dieser Anordnung liegt das ganze Getriebe, welches zur Lenkung
dient, auf dem Anhänger selbst oder auf der Achse desselben, so daß in diesem Falle der
Anhänger mit derj Lenkvorrichtung als gemeinsames Ganzes für sich hergestellt werden
kann und mit Bezug auf die Fabrikation unabhängig vom Zugwagen ist. Die Stangen,
welche den Anhänger mit dem Zugwagen verbinden, sind in diesem Falle an dem Zugwagen
durch Gelenke befestigt. Bei dieser Anordnung besteht der Richtungsweiser aus einer Richtungsstange 8, deren vorderer
Teil 9 an dem Zugwagen angelenkt, während das zweite Ende gelenkig mit dem Anhänger
verbunden ist. Diel Verbindung erfolgt so, daß möglichst wenig Spiel in den Verbindungsstellen
vorhanden ist. Das zweite Ende der Stange 8 ist mit dem Arm b des Doppelhebels
verbunden. Die Achse 5 des letzteren ist drehbar in den an der Anhängerwagenachse
angebrachten Lagern 6 und 7 gelagert.
Der Arm c trägt ein wagerechtes Lager 10. In diesem Lager 10 ist die Welle 1 einer
Kurbel α drehbar angeordnet, an welcher die Stange 4 gelenkig angeschlossen ist. Die
Stellung beim Vorwärtslauf ist mit Ax und die beim Rückwärtslauf mit A bezeichnet
und das Gelenk Ci1 wird dementsprechend eine
dieser beiden äußersten Lagen einnehmen. Die Welle 1 ist nach dem Gelenk des Lenkhebels
e zu gerichtet. Die Stange 4 verbindet das äußere Ende Ct1 der Kurbel α mit dem
Lenkhebel e der Anhängerachse. Bei dieser Ausführungsform werden die gleichen Teile
verwendet, wie in den Abb. r, 2, 3 und 4, nur liegt die Einrichtung a, Os1^1, welche den Luftwechsel
zu steuern hat, hinter dem Doppelhebel, statt vor demselben, und der Arm a
bildet einen Teil des am Anhänger und nicht am Zugwagen angeordneten Gestänges. Je
größer die Entfernung zwischen dem Punkt 11 und dem Punkt 9 am Zugwagen ist, desto
schneller tritt die Lenkung des Anhängers
to ein.
Die oben beschriebenen Anordnungen können auch Anwendung finden in Verbindung
mit einem selbsttätig wirkenden Getriebe zur Änderung der Fahrtrichtung, und zwar so,
daß die Übertragung, welche durch Kabel oder Wellen erfolgen1 kann, außerdem ein
biegsames und elastisches Organ zuläßt, welches den weiter unten angeführten Bedingungen
genügt.
In den Abb. 7 und 8 ist ein Lagerbügel 12 vorgesehen, der um den Lenkzapfen 13 der
Anhängerachse schwingt. Dieser Bügel trägt die Spindel 14, um welche sich ein Lenkrad
15 des Anhängers dreht. Die Trommel 16 ist
fest mit dem Rad verbunden. Der Trommelmantel ist mit Spalten oder Aussparungen 17
versehen, deren Anzahl und Anordnung so gewählt sind, daß die Kammstücke 18 nacheinander
ohne Klemmung in die jeweiligen Aussparungen eingreifen. Die Kammstücke 18
sind radial an einer Nabe ΐ8α befestigt,
welche durch Keilverbindung auf der Wendewelle 20 angebracht ist. Die Wendewelle 20
ist in einem Lager 21 drehbar gelagert, das an dem Bügel 12 sitzt. Die Welle 20 bleibt
demnach stets senkrecht zur Radebene, welches auch die Lenkung sei, die vom Rad ausgeführt
wird. Der Eingriff der Kammstücke tritt im Augenblick des Wechsels der Lauf-'
richtung ein, sei es durch ein biegsames und elastisches Kraftübertragungsorgan oder
durch ein Friktionsorgan, sei es mit Hilfe dieser beiden Organe, welche weiter unten
beschrieben werden. Die Drehbewegung der Welle 20 wird z. B. auf die Drehachse 1 des
Armes α durch ein elastisches Organ in Gestalt einer Torsions- oder Schraubenfeder 22
oder mehrerer ineinandergesteckter Torsiönsf edern übertragen, die gegeneinander gewickelt
sind, um Deformationen durch die Drehwirkung zu vermeiden.
Diese Art der Kraftübertragung ist einfach und billig und genügt vollkommen folgenden
Bedingungen: Der treibende Teil der Übertragung kann die neue, der entgegengesetzten'
Fahrtrichtung entsprechende Lage einnehmen, ohne daß der getriebene Teil gleichzeitig dieselbe Lage einzunehmen
braucht. Der treibende Teil, das ist im vorliegenden Falle die Welle 20 mit den Kammstücken,
kann so schnell in die neue Lage gebracht werden, ohne daß dadurch Stöße bei der Lenkung der Räder auftreten, welch letztere
in dem Maße erfolgt, wie es die Widerstände bei der Lenkung gestatten.
Man unterscheidet zwei Arten von solchen Widerständen. Die einen treten auf bei zu
kleiner Fahrgeschwindigkeit des Wagens infolge des Beharrungsvermögens der Getriebeteile,
und die anderen, wenn der Zugwagen und sein Anhänger während einer Krümmung angehalten werden, um im entgegengesetzten
Sinne wieder anzufahren. In diesem letzteren Falle würde es vorkommen können, daß die
Kurbel α nicht um denjenigen Betrag geschwenkt wird, der erforderlich ist, um der
Kurbel und der Stange die neue, der umgekehrten Fahrtrichtung entsprechende Lage zu
geben.
Die Drehwirkung der Welle 20 auf die Welle ι des Armes α erfolgt in jedem Falle,
welches auch die Lenkung des Rades sei. Dieser Vorteil wird gleichzeitig ausgenutzt, wenn
das selbsttätig arbeitende Getriebe auf dem Zugwagen angeordnet ist, und in all den
Fällen, wo die treibende Welle und die getriebene Welle nicht so angeordnet sind, daß
die eine in die Verlängerung der anderen fällt.
Diese Art der Übertragung gewährleistet, ohne irgendwelche Hilfsmittel anzuwenden,
den Eingriff des Kammstückes 18, welches zuletzt eine Aussparung 17 verläßt, die dem
letzten Richtungswechsel entsprach. Bei der Anordnung der Trommel 16, der Welle 20
und der Nabe ΐ8α wird derartig, verfahren,
daß letztere sich gerade um mehr als i8o° drehen kann, und zwar findet diese Drehung
bei jeder Richtungsänderung statt. Gleichzeitig wird durch entsprechende Anschläge
verhindert, daß die Drehung der Kurbel a i8o° überschreitet. Wird daher der Antrieb
von der Wendewelle 20 als dem treibenden Teil mittels der Drehwelle 22 auf die Achse 1
übertragen, so wird der Drehwelle 22 eine überschüssige Torsion erteilt, infolge deren,
nach dem Austritt des letzten Kammstückes 18 aus der Aussparung oder Spalte, dieses
letztere durch die Reaktion der Welle 22 an die Trommel 16 gedrückt werden wird. Infolgedessen
kann bei dem nächsten Laufwechsel dieses Kammstück in die erste vorbeigehende'
Spalte eintreten und in umgekehrter Richtung mitgenommen werden.
Bei der beschriebenen Anordnung wird das selbsttätig umsteuernde Lauf wechselgetriebe
durch ein Laufrad des Anhängers angetrieben. In dem Falle, wo das Laufwechselgetriebe
(Kulisse oder Kurbel) sich an dem Gestell des Zugwagens befindet, wird das Getriebe
durch eines der Laufräder des Zugwagens oder durch Übertragung angetrieben,
jedoch stets hinter dem Differential, da die
4 ■ ""
Trommel sich entsprechend der jeweiligen Fahrtrichtung drehen muß. Am vorteilhaftesten
erfolgt das Anbringen der Trommel 16 gemeinsam mit der Bremstrommel am Ausgang
des Differentials.
Bei den oben beschriebenen Anordnungen gleiten die Kammstücke auf dem Umfang der
Trommel 16, so daß bei jedem Durchgang
einer Aussparung ein Stoß entsteht. Um dieses zu vermeiden, ist folgende Anordnung getroffen:
In den Abb. 9 und 10 ist an der Trommel 16 eine Bremsscheibe 23 angebracht,
auf welcher mit Reibung ein Bremsring 24 anliegt. Dieser Ring ist mit einem geeigneten
Adhäsionsbelag, wie Holz, Leder o. dgl., versehen. Mit den beiden ösen 26 des
Bremsringes sind die beiden Enden 27 eines N Seiles 2ja verbunden, welches geteilt und an
der Welle 20 bei 28 befestigt und um diese so herumgelegt ist, daß die Drehung der
Trommel 16 bestrebt ist, die Welle 20 in gegenläufigem Sinne mitzunehmen. Die Feder
29 zieht die beiden Enden des Bremsringes zusammen und regelt dadurch das Maß der
Reibung. Nach' dem Austritt des letzten Kammstückes aus der Spalte wird daher die
Welle 20 noch weiter bis zum Anschlag 31 verschwenkt, bis das Kammstück außer Berührung
mit der Trommel 16 gelangt ist, während beim nächsten Laufwechsel dieses
Kammstück gegen die Trommel/ angepreßt und in die Spalte eingezwängt wird.
Ein Nocken 30 ist an dem Kammgetriebe angebracht und kann sich gegen einen Anschlag
31 am Bügel 21 anlegen.
Eine ' andere Ausführungsform besteht darin, den Bremsring durch einen Lederriemen
zu ersetzen, dessen Enden durch kleine Spannfedern an das Seil angeschlossen sind.
Man kann gleichzeitig eine Anordnung treffen, um die Stöße des Kammgetriebes bei
gewissen Geschwindigkeiten, und zwar nur beim Vorwärtslauf, zu verhindern. Die Anordnung
ist nur da anwendbar, wo das Laufwechselgetriebe auf dem Zugwagen angebracht ist. Die Anordnung gestattet, das
Kammstück von der Trommel abzuheben, wenn der Schalthebel in der Lage entsprechend
der dritten oder vierten Geschwindigkeitsstufe eingestellt ist. Das Getriebe besteht
aus einer verschiebbaren Stange 32, welche sich unter Vermittlung des Winkelhebels
32a gegen einen Anschlag 33 legt, der
an dem Kammgetriebe befestigt ist. Bei der Verstellung des Schalthebels 34 in die der
dritten bzw. vierten Geschwindigkeit entsprechende Lage 35 erfolgt so das Anheben
des Kammstückes 18, während bei der Lage 36 des Hebels 34 entsprechend der ersten |
und zweiten! Geschwindigkeit oder beim Rückwärtslauf (Stellung 37) die Feder 38
; in Tätigkeit tritt, welche bestrebt ist, die Stange 32 von dem Anschlag 33 hinwegzuziehen.
Auf diese Weise wird das Kammstück 18 freigegeben und durch die Torsionskraft
der Drehwelle 22 wieder an die Trommel 16 angedrückt. In dieser Lage -kommt
es beim Wechsel der Laufrichtung mit der ersten gerade vorbeilaufenden Aussparung
der Trommel in Eingriff. Der Schalthebel 34 : betätigt den Winkelhebel 32O mittels eines
Daumens 34a, der gegen die verschiebbare
; Scheibe 39 stößt, die mit dem Winkelhebel 32a
in gelenkiger Verbindung steht.
Die oben beschriebene Anordnung des Richtungsweisers, welche mit der Lenkachse,
auf der sie befestigt ist, und mit dem Laufwechselgetriebe, welches mit dem Laufrad
zusammenarbeitet, eine Einheit für sich bil- ; det, gestattet ihre Anbringung an einem vierj
rädrigen Anhänger; diese Ausführungsform j ist in der Abb. 14.veranschaulicht. Der Anhänger
hat die bekannte Bauart, und die beiden Achsen sind mit je einem Doppelhebelgetriebe
und einer selbsttätigen Laufwechseleinrichtung versehen. Die Vorderachse sitzt auf einer Drehscheibe oder einem Lenkzapfen.
Eine V-förmige Stange 40 bildet die Verbindung des am Zugwagen befindlichen Gelenkes 11 mit der Vorderachse des Anhangers.
Die Stange 8 ist einerseits mit dem Wagengestell des Zugwagens, andererseits mit dem vorderen Hebel b des Doppelhebelgetriebes
gelenkig verbunden. Die Stange 8 regelt somit die Lenkung der Räder in bezug auf die Räderachse. Das Wagengestell des
Anhängers spielt in bezug auf die beiden Achsen die Rolle der bei 11 angehängten
Stange. Eine Stange 41 ist einerseits an dem Ende des Hebels b, andererseits an dem Ende
des Hebels b1 der hinteren Anhängerachse angelenkt.
Alle auf den Hebel b übertragenen Winkelverstellungen übertragen sich in erhöhtem
Maße auf den Hebel &1 der Hinterradachse,
indem der letztere Hebelarm kürzer als der Hebel b gewählt ist. Daraus ergibt
sich, daß beim Durchfahren von Krümmungen die Lenkung des Anhängers beim Vor- und
Rückwärtslauf vollkommen einwandfrei vor sich geht.
Claims (8)
- Patent-Ansprüche:i. Lenkvorrichtung für Anhänger von Motorzugwagen für Vor- und Rückwärtslauf, dadurch gekennzeichnet, daß das Lenkgestänge der Anhängerachse einen Doppelhebel aufweist, welcher einerseits mit dem Lenkhebel der Anhängerachse durch eine Leitstange und anderer- iao seits mit dem Gestell des Zugwagens durch eine an diesem in gewissem Ab-Stande von der senkrechten Längsmittelebene angreifende Richtungsstangej gelenkig verbunden ist, so daß diese letztere beim Wenden des Zugwagens den Doppelhebel einstellt, wobei am Zugwagen eine Laufwechseleinrichtung vorgesehen ist, um die Richtungsstange zu verstellen und den Ausschlag des Lenkhebels bzw. des oder der Räder des Anhängers, unabhängig von dem Wendewinkel des Zugwagens, beim Vorwärtsgang geringer und beim Rückwärtslauf größer zu machen.
- 2. Lenkvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtungsstange an einem Hebelarm angreift, der am Zugwagen um eine in dessen Längsrichtung liegende Achse s'chwenkbar angeordnet ist, so daß die Entfernung der Angriffsstelle der Richtungsstange von der Längsmittelebene und dadurch der Hub der Richtungsstange geändert werden kann.
- 3. Lenkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Doppelhebel einerseits mit der Richtungsstange verbundene Doppelhebel mit dem Lenkhebel der Anhängerachse durch eine Kurbel und eine daran angelenkte Stange verbunden ist, die entsprechend dem Voroder Rückwärtslauf dadurch eingestellt werden kann, daß das Ende des betreffenden Armes des Doppelhebels für die Kurbel als Drehlager dient, während die Stange an dem Lenkhebel angelenkt ist, zum Zweck, die Laufwechseleinrichtung auf dem Anhänger anordnen und den letzteren an beliebige Zugwagen anhängen zu können.
- 4. Lenkvorrichtung nach den Ansprüchen ι und 3 für selbsttätigen Laufwechsel, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufwechseleinrichtung durch eine biegsame Welle mit einer mit radialen Kammstücken versehenen Wendewelle verbunden ist, deren Kammstücke zum Eingriff in Ausnehmungen einer mit einem Laufrad des Anhängers oder des Zugwagens oder mit dem Getriebe des letzteren verbundenen Trommel bestimmt sind und die beim Laufwechsel von! dieser Trommel teilweise gedreht wird und diese Drehung mittels-der biegsamen Welle auf die Kurbel überträgt, welche bei ihrer Drehung das Schwenken der mit ihr und dem Lenkhebel verbundenen Gelenkstange bewirkt.
- 5. Lenkvorrichtung nach den Ansprüchen i, 3 und 4-, dadurch gekennzeichnet, daß die biegsame Welle als eine aus einer oder mehreren gleichachsigen Schraubenfedern bestehende Torsionswelle ausgebildet ist und mit ihrem an die Wendewelle angeschlossenen Ende um einen größeren Winkel gedreht wird als mit dem an die Kurbel angeschlossenen Ende, so daß das zuletzt in eine der Ausnehmungen der Trommel eingreifende Kammstück nach seinem Austritt aus dieser Ausnehmung infolge der Torsion der biegsamen Welle an die Trommel angepreßt wird und beim nächsten Laufwechsel selbsttätig in eine Ausnehmung der Trommel eintritt.
- 6. Lenkvorrichtung nach den Ansprüchen ι und 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Trommelnabe ein Bremsring sitzt und an dessen Enden und an der Wendewelle ein Zugseil befestigt ist, das in der Weise um die Wendewelle herumgelegt ist, daß diese bestrebt ist, sich in gegenläufigem Sinne zu der Trommel zu drehen. Nach dem Austritt des wirksamen Kammstückes aus der betreffenden Ausnehmung wird die Wendewelle noch weitergedreht, bis sie durch einen Anschlag gehemmt wird, nachdem das Kammstück außer Berührung mit der Trommel gelangt ist, während beim nächsten Laufwechsel dieses Kammstück ebenfalls durch Vermittlung des Zugseiles gegen die Trommel gepreßt! und in die Ausnehmung eingezwängt wird.
- 7. Lenkvorrichtung nach den Ansprüchen ι und 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendewelle einen Anschlag trägt, auf welchen eine durch den Schalthebel beim Einrücken gewisser Geschwindigkeiten einstellbare Stange einwirken kann, durch welche die Wendewelle derart geschwenkt wird, daß das durch die Torsionswirkung der biegsamen Welle an die Trommel angepreßte Kamm- ■ stück von dieser abgehoben wird.
- 8. Lenkvorrichtung nach den Ansprüchen" ι und 3 bis 7, für vierrädrige Anhänger mit schwenkbarer Vorderachse, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Räderachsen mit einer selbsttätigen Laufwechseleinrichtung versehen sind und daß die vorderen Arme der beiden Doppelnebel untereinander durch eine Lenkstange derart in Verbindung stehen, daß einer bestimmten Winkelverstellung des von der Vorderachse getragenen Doppelhebels eine größere Winkelverstellung des von der Hinterachse getragenen Doppelhebels entspricht.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR141313X | 1919-04-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE354051C true DE354051C (de) | 1922-05-29 |
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ID=8874683
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919354051D Expired DE354051C (de) | 1919-04-05 | 1919-10-08 | Lenkvorrichtung fuer Anhaenger von Motorzugwagen fuer Vor- und Rueckwaertslauf |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE354051C (de) |
| FR (1) | FR497855A (de) |
| GB (1) | GB141313A (de) |
-
1919
- 1919-04-05 FR FR497855A patent/FR497855A/fr not_active Expired
- 1919-05-20 GB GB12715/19A patent/GB141313A/en not_active Expired
- 1919-10-08 DE DE1919354051D patent/DE354051C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB141313A (en) | 1920-07-22 |
| FR497855A (fr) | 1919-12-19 |
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