DE3540363C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spindel nach dem
Oberbegriff des ersten Anspruchs.
Spindeln der aufgezeigten Art sind seit einiger Zeit
in Benutzung. Eine identische Ausführung dazu wird in
der DE-OS 32 21 865 gezeigt. Diese bestehen aus einer
Welle, mit der ein Aufnahmeteil z. B. für Magnet
platten mit Preßsitz verbunden ist. Diese drehbare
Welle wird über übliche Kugellager, die gegeneinander
axial über Federn vorgespannt sind, in einem Gehäuse
gelagert. Der Antriebsmotor wird üblicherweise auf
der dem Aufnahmeteil gegenüberliegenden Seite der
Welle befestigt. Diese Ausführung besitzt einige
wesentliche Nachteile. Aus Platzgründen in axialer
Richtung wurde die Lagerung mit Gehäuse in verlänger
te Aufnahmeteile eingefügt. Da nun aber die Magnet
platten einen bestimmten Innendurchmesser besitzen,
bleibt für alle im Aufnahmeteil angeordneten Maschi
nenteile nur ein bestimmter, radialer Raum übrig.
Insbesondere ergab sich eine dünne Welle, deren
dynamische Nachgiebigkeit oft nicht mehr den Anforde
rungen entspricht. Durch die Verwendung von vielen
Einzelteilen können sich wegen der Summierung der
Toleranzen Ungenauigkeiten ergeben, die einen unzu
lässigen, unruhigen Lauf sowie geringe Laufgenauig
keit der Spindel bewirken. Die in axialer Richtung
wirkenden Federn ergeben auch in dieser Richtung ein
dynamisch instabiles System bei bestimmten Betriebs
zuständen. Außerdem bewirken insbesondere die vielen
Einzelteile eine aufwendige Montage der Spindelein
heit.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine gut abge
dichtete Spindel nach dem Oberbegriff des ersten
Anspruchs so weiter zu verbessern, daß sich die
genannten Nachteile nicht mehr ergeben und insbe
sondere eine Welle mit ausreichendem Durchmesser
und besseren dynamischen Nachgiebigkeitsverhalten
vorgesehen werden kann.
Die Erfindung wird mit Hilfe der kennzeichnenden
Merkmale des ersten Anspruchs dargelegt. Die An
sprüche zwei bis fünf enthalten spezielle Ausge
staltungen.
Der Wegfall des einen inneren Laufrings und die
einteilige Gestaltung des Außenrings, die auch
eine verkleinerte Gehäuseausführung ermöglicht,
bewirkt eine große Platzersparnis. Dadurch kann
insbesondere eine Welle mit größerem Durchmesser
und damit stabilerem dynamischen Verhalten Ver
wendung finden. Der Wegfall von Innen- und Außen
ringen bewirkt außerdem eine höhere Genauigkeit
der Lagerung, denn einige Sitzstellen mit ihren
Toleranzen fallen weg. Der einstückige Außenring
macht außerdem gewisse Gehäuseabschnitte nicht
mehr erforderlich. Außerdem wird eine direkte
Verbindung zwischen den beiden Lagern hergestellt.
Die axiale Vorspannung zwischen den Lagern er
folgt in einfacher Weise durch entsprechende
Verschiebung des Innenrings des anderen Lagers
auf der abgestufen Welle. Wenn die richtige
Position erreicht ist, kann dieser Ring durch
Kleben oder Preßsitz fixiert werden. Nachträg
liche axiale Veränderungen sind daher nicht mehr
möglich. Statt des einstückigen Außenrings können
auch zwei normale Außenringe verwendet werden,
die in einer Verbindungshülse mit festem Sitz
angeordnet sind. Auch hier ergibt sich ein Raum
gewinn, denn die Welle kann in Richtung der
dünneren Verbindungshülse einen größeren Durch
messer und damit eine höhere Stabilität erhalten.
Diese Ausführung besteht zwar aus mehreren Tei
len, bringt aber trotzdem keine gravierende
Nachteile hinsichtlich der Genauigkeit, da Welle,
Lager und Hülse als Baueinheit vom Lagerherstel
ler mit der bei ihm üblichen hohen Genauigkeit
gefestigt werden können. Erforderlich ist dabei
lediglich eine gute und genaue axiale Fixierung
der Außenringe in der Hülse mit den bekannten
Mitteln wie Kleben, Preßsitz usw. Auch in Rich
tung des Gehäuses bringt der einteilige Außenring
sowie die Hülsenkonstruktion Vorteile. Ersteres
kann nämlich L-förmig ausgeführt werden und seine
Befestigung erfolgt am besten im Bereich zwischen
den Lagern z. B. mit Hilfe eines Preßsitzes genau
an der erforderlichen axialen Stelle. Dadurch ist
keine Nacharbeit vom Gehäuse oder Lagerteilen
nötig. Damit wird außerdem die Gefahr vermieden,
daß der bei der Nacharbeit entstehende Schmutz
und Staub in das Innere der Plattenspeicherräume
gelangt.
Dadurch, daß der Aufnahmeteil nach einer bevor
zugten Ausführung eine Abstufung erhält, die in
etwa der entspricht, die sich durch den axialen
Schenkel des Gehäuses auf dem einteiligen Außen
ring ergibt, bilden sich zwei radial versetzte
Dichtspalte. Diese Ausführung ist so günstig, daß
normalerweise der Einbau zusätzlicher spezieller
Dichtungen nicht mehr nötig wird.
Weite Vorteile der erfindungsgemäßen Spindel be
stehen darin, daß wegen der geringeren Anzahl von
Teilen eine preislich und wirtschaftlich günstige
Ausführung vorliegt, die auch eine einfachere
Montage bei der Herstellung oder im Falle einer
Reparatur ermöglicht. Mit Hilfe einfacher Hilfs
vorrichtungen können außerdem ohne Nacharbeiten
die Einzelteile genau zueinander positioniert
werden. Dies gilt beispielsweise für den axialen
Abstand des Aufnahmeteils zum radialen Schenkel
des Gehäuses, der innerhalb einer bestimmten
Toleranz bei Plattenspeicherspindeln liegen muß.
Dadurch, daß nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung der Radius der Bohrungsfläche des
Außenrings zwischen den Lagern nur geringfügig
größer ist als der Wellendurchmesser, vergrößert
sich die Stabilität des Außenrings, was insbeson
dere zu einer Gehäuseverkleinerung oder zu einer
besseren Nutzung des radial begrenzten Einbau
raums führt, und bewirkt weiterhin, daß auch
zwischen der Welle und dem Außenring ein langer
Dichtspalt entsteht. Dies erschwert das Ein
dringen von Schmutz in den Magnetplattenraum
von der Seite her, die dem Aufnahmeteil entgegen
gesetzt ist.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung
ist es möglich an der Stufung des Aufnahmeteils
eine Dichtung z. B. in Form einer Ferrofluid-
Dichtung vorzusehen. Zusätzlicher Raum ist hier
für nicht erforderlich.
Ein anderes wirkungsvolles Dichtungssystem ist
dann gegeben, wenn die Merkmale nach Anspruch 5
verwendet werden. Die dort angegebenen schrauben
förmigen Nuten erzeugen nämlich einen Luftstrom
von sauberen Innenraum durch den Lagerraum in die
Umgebung. Die Dichtung, die den Lagerraum zur
Umgebung abschließt und die im Stillstand der
Spindel mit ihrer elastischen Dichtlippe an der
Gegenfläche anliegt, wird beim Anfahren der Spin
del unter Druck gesetzt. Dies führt dann im Be
trieb der Anlage zu einen leichten Abheben der
Dichtlippe von der Gegenfläche und damit zu einen
Druckausgleich. Die sehr erwünschte, gute Abdich
tung des Lagerraums und des Innenraums wird also
im Stillstand der Spindel durch die anliegende
Dichtlippe erreicht und im Betrieb durch einen
Luftstrom zur Umgebung hin bei leicht abhebender
Dichtlippe. Ein Druckausgleich im Innenraum
findet dadurch statt, daß eine mit einem Filter
versehene Öffnung zur Umgebung an anderer Stelle
vorgesehen ist. Die Anordnung dieser einfachen
und platzsparenden Dichtung hat noch den weiteren
Vorteil, daß die Steifigkeit verbessert werden
kann entweder durch einen längeren Nabensitz des
Aufnahmeteils auf der Welle oder durch eine
längere Stützbasis für die Lager.
Die Erfindung wird anhand von drei Figuren beispielhaft näher
erläutert:
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine erfin
dungsgemäße Plattenspeicher-Spindel mit
Antriebsmotor
Fig. 2 zeigt eine Variante der Fig. 1 mit
Dichtung
Fig. 3 zeigt eine Variante der Fig. 1 mit einer
anderen Dichtung.
Gemäß Fig. 1 besteht die Spindel aus der Welle
1, den beiden Lagern 2 und 3, die einen gemeinsa
men Außenring 4 besitzen, und dem Gehäuse 5. An
einem Ende der Welle 1 ist der Aufnahmeteil 6 für
die nicht gezeigten Magnetplatten mit Preßsitz
befestigt, während am anderen Ende der Läufer 7
eines auf dem Außenring 4 und dem Gehäuse 5 be
festigten Motors 8 sitzt.
Die innere Laufbahn 2′ des Schrägkugellagers 2
ist direkt auf der Welle 1 angebracht. Deshalb
und weil der Außenring des Lagers 2 und 3 ein
stückig ausgebildet ist, weswegen der axiale
Abschnitt 5′ des Gehäuses 5 kurz gehalten werden
kann, ergibt sich im Hinblick auf den wegen der
festen Innendurchmesser der Magnetplatten nicht
erweiterbare Raum trotzdem ein Platzgewinn. Dies
ermöglicht, eine Vergrößerung des Durchmessers
der Welle 1 nicht nur im Bereich des Lagers 2,
sondern auch über nahezu deren gesamte Länge. Das
Lager 3 besitzt einen gesonderten Innenring 3′
der im Montagestadium auf einem Wellenabsatz 1′
axial verschieblich angeordnet ist. Wenn die
richtige axiale Vorspannung erreicht ist, kann er
durch Kleben auf dem Wellenabsatz 1′ fixiert
werden, wodurch sich eine axial stabile Lagerung
ergibt. Das Gehäuse 5 umfaßt den axialen
Abschnitt 5′ und den radialen Abschnitt 5′′. Mit
letzterem wird die Spindel am nicht gezeigten
Gerät befestigt. Ersterer erstreckt sich nur bis
etwa zur Mitte des Außenrings 4, was wegen des
einteiligen und mit großer Wanddicke versehenen
Außenringe 4 ohne weiteres möglich ist. Damit
ergibt sich in der Bohrungsfläche des Aufnahme
teils 6 eine Abstufung 9. Wegen der geringen
radialen Platzverhältnisse liegen nun die Mantel
fläche des radialen Gehäuseabschnitts 5′ der
Bohrungsfläche des unteren Aufnahmeteils 10 und
die Mantelfläche des Außenrings 6 der Bohrungs
fläche des oberen Aufnahmeteils 11 mit so ge
ringem Abstand gegenüber, daß sich günstige
Labyrinthspalten 12 und 13 ergeben, die normaler
weise als Dichtung ausreichen. Als zusätzliche
Dichtung des Magnetplattenraums gegen Schmutz,
der von der Motorseite hinein gelangen könnte,
wirkt noch der Labyrinthspalt 14, der sich zwi
schen der Mantelfläche der Welle 1 und der Boh
rungsfläche des Außenrings 4 ergibt. Dieser ist
einfach zu erreichen, indem man den Radius der
Bohrungsfläche des Außenrings 4 zwischen den
Lagern 2 und 3 nur geringfügig größer ausführt
als den Radius der Welle 1.
Die in Fig. 2 dargestellte Variante einer Spin
del besteht aus der Welle 15, dem einteiligen
Außenring 16, dem Schrägkugellager 17, dem Schräg
kugellager 18, das einen getrennten, auf einem
weiteren Wellenabsatz 15′′ sitzenden Innenring
18′ besitzt, dem L-förmigen Gehäuse 19 und dem
Aufnahmeteil 20.
Die Hauptunterschiede zur Fig. 1 bestehen darin,
daß die innere Laufbahn 17′ des Schrägkugellagers
17 an einem Absatz l5′der Welle 15 angeformt ist
und an der Stufe 21 des Aufnahmeteils 20 eine
Dichtung 22 vorzugsweise in Form einer Ferrofluid-
Dichtung vorgesehen ist. Der nicht gezeigte An
triebsmotor wird an der Welle 15 und dem Gehäuse
flanschen 19 befestigt.
Die Fig. 3 hat im wesentlichen den gleichen
Aufbau wie die Fig. 1. Zu Dichtzwecken sind hier
an der Mantelfläche des axialen Abschnitts 5′ des
Gehäuses 5 schraubenförmig angeordnete Nuten 23
vorgesehen. Deren Steigung ist so gerichtet, daß
bei einer bestimmten, immer gleich bleibender
Drehrichtung des Aufnahmeteils 6 eine Luftströ
mung durch die Spalte 13 und 14 zum Lager 3 hin
ergibt. Hinter diesem Lager 3 ist eine V-förmige
Dichtung 25 vorgesehen, deren Dichtlippe 25′ am
Außenring 27 im Stillstand der Spindel immer
anliegt. Dreht sich die Spindel, so steigt wegen
des geringen Spaltes 12 auch bei Stillstand der
Nuten 23 der Druck im Spindelinneren bis sich die
schräg gerichtete Dichtlippe 25′ vom Außenring 27
abhebt. Wenn die Dichtung 25, wie hier, auf der
sich drehenden Welle 1 sitzt, wird das Abheben
der Dichtlippe 25′ noch durch die Fliehkraft
unterstützt. Dadurch erfolgt der erforderliche
Druckausgleich, ohne daß dabei Schmutz in das
Innere der Spindel gelangen kann. Gegenüber den
vorhergezeigten Figuren besteht noch ein weiterer
Unterschied. Der Außenring ist nämlich nicht
einstückig, sondern es werden normale Außenringe
27 verwendet die über eine Hülse 28 verbunden
werden. In diesem Fall ist es möglich, die Welle
1 im mittleren Abschnitt in ihrem Durchmesser zu
vergrößern und damit deren Steifigkeit zu er
höhen. Weiterhin kann auch die in Fig. 1 ge
zeigte Dichtung am oberen Ende der Spindel weg
gelassen werden und die Länge der Sitzstelle des
Aufnahmeteils 6 auf der Welle 1 vergrößert wer
den was die Steifigkeit weiter erhöht.
Claims (5)
1. Spindel, insbesondere Plattenspeicherspindel,
bestehend aus zwei in Abstand angeordneten, axial
vorgespannten Kugellagern, einem Gehäuse und einer
drehbaren Welle, die auf der einen Seite mit einem
Aufnahmeteil z. B. für Magnetplatten und auf der
anderen Seite mit einem Antriebsmotor versehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß
- a. die innere Laufbahn (2′; 17′) des auf der Seite des Aufnahmeteils (6; 20) befindlichen Lagers (2; 17) direkt auf der Welle (1; 15) angeordnet ist, während das andere Lager (3; 18) im Montagezustand axial verschiebbar auf einem reduzierten Wellenabsatz (1′; 18′) sitzt
- b. beide Lager (2, 3; 17, 18) einen einstückigen Außenring (4; 16) bzw. je einen Außenring (27) und eine diese verbindende Hülse (28) besitzen, wobei die Mantelflächen der Außenringe (27) mit festem Sitz in der Hülse (28) angeordnet sind.
- c. etwa im Bereich des Lagers (3; 18) am Außenring (4; 16) ein im Teilquerschnitt etwa L-förmiges Gehäuse (5; 19) durch ein Klebemit tel oder durch Preßsitz befestigt ist, wobei der axiale Abschnitt (5′; 19′) des Gehäuses (5; 19) im Aufnahmeteil (6; 20) angeordnet ist.
2. Spindel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeich
net, daß der Aufnahmeteil (6; 20) in der Boh
rungsfläche entsprechend der Form des Gehäuses (5;
19) und des Außenrings (4; 16) eine Abstufung (9;
21) besitzt.
3. Spindel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Radius der Bohrungsfläche
des Außenrings (4; 16) zwischen den
Lagern (2, 3; 17, 18) geringfügig größer ist
als der Radius der Welle (1; 15).
4. Spindel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Abstufung (21) des
Aufnahmeteils (20) eine Dichtung (22) vorge
sehen ist.
5. Spindel nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Außenring (4) und/oder
das Gehäuse (5) und/oder das Aufnahmeteil (6)
mit einer den Druck im Spindelraum erhöhenden
Luftfördereinrichtung wie z. B. schrauben
förmig angeordneten Nuten (23) mit Steigung in
Drehrichtung an Stellen versehen sind, an
denen der Außenring (4) und/oder das Gehäuse
(5) dem Aufnahmeteil (6) mit Spalt (12) gegen
überstehen, und daß lediglich an der äußeren
Stirnseite des Lagers (3) zur Umgebung hin
eine Dichtung (25) mit elastischer, unter
Innendruck von der Gegenfläche abhebender
Dichtlippe (25′) vorgesehen ist.
Priority Applications (2)
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| DE3540363A1 DE3540363A1 (de) | 1986-06-19 |
| DE3540363C2 true DE3540363C2 (de) | 1991-08-01 |
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ID=25827506
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853540363 Granted DE3540363A1 (de) | 1984-12-19 | 1985-11-14 | Spindel, insbesondere plattenspeicherspindel |
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Also Published As
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