DE3540355A1 - Bohrer zum drehschlagenden bohren - Google Patents
Bohrer zum drehschlagenden bohrenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Bohrer entsprechend dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Die bekannten Bohrer dieser Art haben, insbesondere in größerer
Ausführung, infolge ihrer starken Beanspruchung, vorzugsweise bei
Verwendung in elektropneumatisch betriebenen Maschinen eine relativ geringe
Standzeit. Eine ausreichende, dem Erfordernis der Wirtschaftlichkeit
genügende Standzeit kann bei sehr starker Dimensionierung des Bohrers
oder durch eine Verstärkung von Bohrstangenenden durch Anstauchen
oder dadurch erreicht werden, daß man den Kern bohrschneidenseitig
im Bereich der Förderwendel verstärkt (zur Verstärkung des Kerns:
DE-PS 16 08 358).
All diese Maßnahmen sind mit einer Erhöhung des Gewichtes des Bohrers
verbunden. Ein geringes Gewicht ist jedoch bei elektropneumatisch
betriebenen Maschinen nicht nur für die leichte Handhabung, sondern
auch für die Bohrleistung von wesentlicher Bedeutung; denn eine
maximale Leistung wird dann erreicht, wenn das Gewicht des Bohrwerkzeuges
höchstens so groß ist wie das Gewicht des Schlägers bzw. Hammers der
elektropneumatischen Maschinen.
Überraschenderweise hat sich nun gezeigt, daß durch die im Kennzeichen
des Anspruches genannten Merkmale Standzeiten erreichbar sind, welche
gegenüber den durch die obigen Maßnahmen bereits verlängerten Standzeiten
wesentlich erhöht, ja sogar bei bestimmten Bohrergrößen
vervielfacht sind, obwohl die Ausnehmungen an sich eine statische Schwächung
des Kopfteiles des Bohrers bedeuten und insoweit eine Verringerung der
Standzeiten zu erwarten wäre. Wenngleich eine exakte Erklärung für
dieses extrem positive Ergebnis nicht gegeben werden kann, so ist
zu vermuten, daß hierbei eine Verlegung und Entzerrung von Schwingungsknoten
im Bohrerkern im Bereich der Kopfteilbasis eine Rolle spielt,
zumal die die Standzeit beendenden Bohrerbrüche regelmässig im Bereich
der Kopfteilbasis zu verzeichnen sind. (Parameter der Vergleichsversuche:
Bohrerdurchmesser in mm: 20, 28, 30, 32 und 35; Bohrobjekt: Beton
Güte-Standard 'B 45'; Bohrlochtiefe 30 cm bei unterbrechungsfreiem
Bohren).
Besonders gute Ergebnisse sind gemäß den Ansprüchen 2 bis 7 und
bei größeren Bohrern bei einer Ausbildung entsprechend Anspruch 13
zu verzeichnen.
Nachstehend wird die Erfindung anhand der Zeichnung an einigen
Ausführungsbeispielen erläutert.
Es zeigen:
die Fig. 1, 2, 4, 5 ein- und zweigängige Bohrer unterschiedlicher
Ausführung je mit einer senkrecht zur
Bohrachse liegenden Nut,
Fig. 3 einen Ausschnitt aus einem längsgeschnittenen
Bohrer-Kopfteil mit geändertem Nutprofil,
Fig. 6, 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei
welchem das Kopfteil mit Axialbohrungen
versehen ist,
Fig. 8 einen eingängigen Bohrer mit senkrecht zur
Bohrachse liegenden Ausfräsungen und
Fig. 9 den um 90° gedrehten Bohrer nach Fig. 8.
Der für ein drehschlagendes Bohren in Beton, Gestein und
dergleichen ausgebildete einstückige
Bohrer weist wenigstens eine auf seinem Kern 10 verlaufende
Förderwendel 12; 12 a auf. Der Bohrer ist am vorderen Ende zur Aufnahme
einer Bohrschneide 13 bzw. zur Aufnahme von Bohrstiften 13 a sowie
zur Führung im zylindrischen Bohrloch als Kopfteil 11; 11′; 11″
ausgebildet. Dieses Kopfteil ist mit wenigstens einer in die
Kopfteilmantelfläche 11 a; 11 a′; 11 a″ eingeschnittenen
Abfuhrnut 14; 14 a; 14 b; 14 c für das Bohrmehl versehen. In den
Ausführungsbeispielen der Fig. 1-5 weist der Bohrkopf 11 eine Nut 15 auf.
Die Symmetrieebene b-b dieser Nut liegt etwa senkrecht zur
Achse a-a des Bohrers. Die von der Abfuhrnut bzw. den Abfuhrnuten
durchsetzte Nut 15 ist von zylindrischen Mantelflächen 11 a des
Kopfteiles 11 begrenzt. Der Nutengrund 15′ weist (mit Ausnahme
der Ausbildung gemäß Fig. 3) einen halbkreisförmigen Querschnitt
auf. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 gehen plane, senkrecht
zur Bohrachse a-a verlaufende Seitenflanken 15 a′ der Nut 15 a über
Radien 15 a‴ in einen planen, parallel zur Bohrerachse a-a liegenden
Nutengrund 15 a″ über. Der Nutengrund 15′ (Fig. 1, 2, 4, 5) bzw.
15 a″ (Fig. 3) weist etwa den gleichen Abstand von der Bohrachse
a-a auf wie die Mantelfläche 10 a des Kernes 10.
Die Ringnut kann aber auch einerseits von einem verkürzten Kopfteil
und andererseits von der Wendel bzw. den Wendeln axial begrenzt
sein (zeichnerisch nicht dargestelltes Ausführungsbeispiel).
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 6, 7 ist das Kopfteil 11′ mit
zwei Bohrungen 16 versehen, die diametral und parallel zur Bohrachse
a-a angeordnet sind. Die Bohrungen 16 befinden sich in radialem
Abstand von der Mantelfläche 11 a′ des Kopfteiles 11′.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 8, 9 ist das Kopfteil 11″ mit
linearen Ausfräsungen 17 versehen, die diametral zur Bohrachse
a-a angeordnet sind. Die Ausfräsungen 17 liegen senkrecht zur
Bohrachse a-a.
Die Masse des Kopfteiles 11 bzw. 11′ bzw. 11″ ist durch die
Ausnehmungen 15 bzw. 16 bzw. 17 um etwa 10 bis 40% vermindert.
Zweckmäßigerweise ist die Masse des Bohrkopfes bei größeren Bohrern
im Vergleich zu kleineren Bohrern überproportional verringert.
Claims (13)
1. Bohrer zum drehschlagenden Bohren in Beton, Gestein und dergleichen
mit wenigstens einer auf einem Kern verlaufenden
Förderwendel, der an dem einen Ende zur Aufnahme einer
Bohrschneide bzw. von Bohrstiften und zur Führung im zylindrischen
Bohrloch als Kopfteil ausgebildet ist, sowie mit wenigstens
einer im Kopfteil in die Kopfteilmantelfläche eingeschnittenen
Abfuhrnut für das Bohrmehl,
dadurch gekennzeichnet, daß die Masse des Bohrkopfes (11;
11′; 11″) durch wenigstens eine, etwa symmetrisch zur Bohrerachse
(a-a) angeordnete Ausnehmung (Nut 15; 15a , Bohrungen
16, Ausfräsungen 17) vermindert ist.
2. Bohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrkopf
(11) mit einer Nut (15) versehen ist, deren Symmetrieebene
(b-b) etwa senkrecht zur Bohrerachse (a-a) des Bohrers liegt.
3. Bohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von
der Abfuhrnut (14; 14 a bis 14 c) durchsetzte Nut (15) von
zylindrischen Mantelflächen (11 a) des Kopfteiles (11) begrenzt
ist.
4. Bohrer nach Patentanspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Nutengrund (15′) der Nut (15) einen halbkreisförmigen
Querschnitt aufweist.
5. Bohrer nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
plane, senkrecht zur Bohrerachse (a-a) verlaufende Seitenflanken
(15 a′) der Nut (15 a) über Radien (15 a‴) in einen planen, parallel
zur Bohrachse (a-a) liegenden Nutengrund (15 a″) übergehen (Fig. 3).
6. Bohrer nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Nutengrund (15′; 15 a″) im Bereich maximaler Nutentiefe
etwa den gleichen Abstand von der Bohrachse (a-a) aufweist,
wie die Mantelfläche (10 a) des Kernes (10).
7. Bohrer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringnut einerseits von einem verkürzten Kopfteil und
andererseits von der Wendel bzw. den Wendeln axial begrenzt
ist.
8. Bohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfteil
(11′) mit Bohrungen (16) versehen ist.
9. Bohrer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Bohrungen
(16) diametral und parallel zur Bohrerachse (a-a) angeordnet
sind und sich in radialem Abstand von der Mantelfläche (11 a′)
des Kopfteiles (11′) befinden (Fig. 6, 7).
10. Bohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfteil
(11″) mit linearen Ausfräsungen (17) versehen ist (Fig. 8,
9).
11. Bohrer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ausfräsungen (17) senkrecht zur Bohrerachse (a-a) angeordnet sind.
12. Bohrer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Masse des Kopfteiles (11; 11′, 11″) durch
die Ausnehmungen (15; 16; 17) um 10 bis 40% vermindert ist.
13. Bohrer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse
des Bohrkopfes (11; 11′; 11″) bei größeren Bohrern im Vergleich
zu kleineren Bohrern überproportional verringert ist.
Priority Applications (4)
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