DE3540284A1 - Einrichtung zum regeln eines turbokompressors zur verhinderung des pumpens - Google Patents
Einrichtung zum regeln eines turbokompressors zur verhinderung des pumpensInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04D—NON-POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
- F04D27/00—Control, e.g. regulation, of pumps, pumping installations or pumping systems specially adapted for elastic fluids
- F04D27/02—Surge control
- F04D27/0207—Surge control by bleeding, bypassing or recycling fluids
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Regeln eines
Turbokompressors, von der im Oberbegriff des Anspruchs 1 an
gegebenen Art. Eine Einrichtung dieser Art ist aus
US-PS 41 42 838 bekannt.
Als Pumpen bezeichnet man einen instabilen Zustand eines
Turbokompressors, bei welchem Fördermedium stoßweise oder
periodisch von der Druckseite zur Saugseite zurückströmt. In
dem z.B. durch Enddruck und Durchsatz definierten Kennfeld
des Kompressors kann eine Pumpgrenzlinie definiert werden,
die den stabilen vom instabilen Bereich trennt. Zum Zwecke
der Pumpgrenzregelung wird im Kennfeld eine Abblaselinie
definiert, die in einem Sicherheitsabstand von der Pumpgrenz
linie verläuft. Der momentane Arbeitpunkt des Kompressors im
Kennfeld wird erfaßt, und bei Annäherung des Arbeitspunktes
an die Abblaselinie wird vom Regler ein an den Kompressoraus
gang angeschlossenes Abblase- oder Umblaseventil mehr oder
weniger geöffnet, um den Enddruck zu senken, bevor sich der
Arbeitspunkt dem instabilen Bereich nähert. Bei schnellen Ande
rungen des Arbeitspunktes spricht diese Regelung aber nicht
rasch genug an, so daß der Arbeitspunkt die Abblaselinie überschreiten und
gegebenenfalls die Pumpgrenzlinie errreichen kann. Um
dies zu verhindern ist vorgesehen, daß dann, wenn der
Arbeitspunkt eine Sicherheitslinie überschreitet, die
mit der Abblaselinie identisch sein oder zwischen dieser
und der Pumpgrenzlinie liegen kann, ein zusätzliches
Signal erzeugt wird, welches ein schnelles,vollständiges
oder teilweises Öffnen des Abblaseventils steuert.
Bei der aus US-PS 41 42 838 bekannten Einrichtung wird
dieses zusätzliche Signal auf das Ausgangssignal des
Reglers aufaddiert. Hierbei entsteht das Problem, daß
dieses Korrektursignal nach dem Abklingen der Störung
wieder unwirksam gemacht werden muß. Dies wird bei der
bekannten Einrichtung dadurch erreicht, daß man das
Korrektursignal nach einer Zeitfunktion abklingen läßt.
Deren Zeitkonstante muß auf das Regelverhalten des Reg
lers abgestimmt sein, da das Abklingen des Korrektur
signals eine Störung für den Regelkreis bedeutet, die
vom Regler wieder korrigiert werden muß. Während dieser
Abklingzeit befindet sich der Arbeitspunkt des Kompres
sors jenseits der Abblaselinie.
Es ist auch denkbar, das das Schnellöffnen des Abblas
ventils auslösende Korrektursignal auf das Eingangssignal des
Reglers, bzw. auf den Sollwert aufzuaddieren. Dies hat jedoch den
Nachteil, daß der Einfluß des Korrektursignals auf das
Abblaseventil entsprechend dem Zeitverhalten des Reg
lers verzögert wird,und daß auch die Stärke des Kor
rektursignals durch den Verstärkungsfaktor des Reglers
bestimmt wird. Dies bedeutet eine Beschränkung in der
freien Wahl der Reglerparameter.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrich
tung der genannten Art so weiter zu bilden, daß mit
einfachen Mitteln eine verzögerungsfreie Einwirkung des
Korrektursignals auf das Abblaseventil erreicht wird, ohne
daß besondere Maßnahmen zur nachträglichen Kompensation
des Korrektursignals nötig sind, und ohne daß der Arbeits
punkt unnötig lange jenseits der Abblaselinie liegt.
Die Lösung der Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben. Die
Unteransprüche beziehen sich auf vorteilhaftere weitere
Ausgestaltungen.
Durch direkte Beaufschlagung des Integralteils des Reglers
mit dem Korrektursignal wird dieses unverzögert auf den
Reglerausgang weitergegeben, um eine Schnellöffnung des
Abblaseventils zu bewirken. Dabei nimmt das Reglerausgangs
signal sofort mindestens annähernd den Wert an, den es nach
Beendigung der Störung haben muß, d.h. eine längere Kom
pensationszeit, während der sich der Regler über das jen
seits der Abblaselinie arbeitende Kompressorsystem auf
den neuen Wert nachregeln muß, entfällt.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird anhand der
Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt vereinfacht
das Schema einer erfindungsgemäßen Regeleinrichtung.
Im Ansaugstutzen 1 eines Kompressors K wird durch
Meßfühler 3, 5 die Druckdifferenz vor und hinter
einer Drosselblende gemessen und daraus in einem
Meßumformer 7 ein Ist-Wert für den saugseitigen
Durchsatz V gebildet. Ein Meßfühler 9 mit Meßumformer
11 erfaßt den Enddruck P des Kompressors. Diese Ist-
Werte werden einem Rechner 13 eingegeben, an den
ein Speicher 15 angeschlossen ist, in welchem der
Verlauf der Pumpgrenzlinie P und einer im Sicher
heitsabstand davon verlaufenden Abblaselinie A
gespeichert ist. Gegebenenfalls kann auch eine
zwischen den Linien P und A verlaufende Sicherheits
linie gespeichert sein.
Der Rechner 13 bestimmt den Abstand des durch P und V
definierten Arbeitspunktes von der Abblaselinie A und
erzeugt entsprechend diesem Abstand ein Soll-Wert-Sig
nal, welches in einem Differenzglied 17 mit dem
Ist-Wert-Signal verglichen wird, um ein Eingangssig
nal für den Regler 10 zu bilden. Dieser umfaßt min
destens einen Proportionalteil 10 a und einen Inte
gralteil 10 b und kann auch einen Differentialteil
10 c aufweisen. Das Ausgangssignal des Reglers 10
steuert ein vom Kompressorausgang abzweigendes Ab
blaseventil 19.
Überschreitet der Arbeitspunkt die Abblaselinie A
bzw. die oben erwähnte Sicherheitslinie, so erzeugt
der Rechner 13 zusätzlich ein Signal, welches in
einer Signalformerstufe 21 die Erzeugung eines Korrek
tursignals, z.B. in Form eines oder mehrer Impulse
auslöst, die als Eingangssignal in den Integralteil 10 b
des Reglers eingegeben werden. Hierdurch wird das das
Abblaseventil 19 steuernde Ausgangssignal des Reglers
schlagartig erhöht, um eine schnelle Öffnung des Ab
blaseventils 19 zu bewirken, wobei es sich je nach
der Stärke des Korrektursignals um eine Teil- oder
Vollöffnung handeln kann.
Es ist auch möglich, zwischen dem Signalformerglied 21
und dem Integralteil 10 b ein Zeitkonstantenglied 23
mit einstellbarer Zeitkonstanten einzufügen, so daß
die Änderung des Inhalts des Integratorteils 10 b nicht
schlagartig, sondern mit einer einstellbaren Zeit
konstanten erfolgt, die aber unabhängig von dem Zeit
verhalten des Reglers 10 ist.
Der Signalformerteil 21 kann so ausgebildet sein, daß
er das Korrektursignal solange erzeugt, wie der
Arbeitspunkt links der Sicherheits- bzw. Abblaselinie
liegt. Es ist aber auch möglich, daß die Signalformer
stufe 21 einen Korrekturimpuls von definierter, ein
stellbarer Dauer erzeugt. Auch können mehrere Impulse
hintereinander erzeugt werden, die eine Änderung des
Integratorinhalts in mehreren Stufen von einstellbarer
Höhe in einstellbaren Zeitabständen bewirken.
Ferner ist es möglich, die Größe des vom Signalumformer
21 erzeugten Korrektursignals oder den Abstand der
Impulse oder die Zeitkonstante dt in Abhängigkeit vom
Eingangssignal des Reglers zu steuern, wie dies durch
die gestrichelte Linie der Zeichnung dargestellt ist.
Damit kann der Einfluß des Korrektursignals nicht nur
davon abhängig gemacht werden ob die Sicherheitslinie
überschritten wird, sondern auch davon, wie weit und/oder
mit welcher Geschwindigkeit sie überschritten wird.
Diese Beeinflussung kanninsbesondere nicht-linear er
folgen und auch auf Verönderungen mit nur einem Vor
zeichen begrenzt sein.
Gemäß einer anderen Ausführungsform kann die Impulshöhe,
der Impulsabstand und/oder die Zeitkonstante des Korrek
tursignals in Abhängigkeit von der Lage des Arbeitspunktes
im Kennfeld. variiert werden.
Während bei der beschreibenen Ausführungsform die Lage
des Arbeitspunktes durch die Erfassung des Enddrucks
und des Durchsatzes bestimmt wird, können für die Er
fassung des Arbeitspunktes, bzw. die Definition des Kenn
feldes in an sich bekannterer Weise auch andere Größen
wie das Druckverhältnis zwischen End- und Saugdruck, die
Drehzahl, die Leitschaufelstellung, die Leistung, das
Eingangssignal des Reglers 10 oder das Ausgangssignal
eines Prozeßreglers herangezogen werden. Insbesondere
kann das Kennfeld durch andere Parameter, wie z.B. die
adiabate Förderhöhe (statt des Enddrucks) und den Ansaug
volumenstrom (anstelle der saugseitigen Druckdifferenz)
bestimmt werden. In jedem Fall hat die Pumpgrenze einen
eindeutigen Verlauf im Kennfeld, so daß auch die Abblase-
und Sicherheitslinie in Bezug auf die Pumpgrenze eindeu
tig festlegbar sind.
Claims (9)
1. Einrichtung zum Regeln eines Turbokompressors zur
Verhinderung des Pumpens, mit Meßgebern zur Erfassung
des Ist-Wertes einer oder mehrerer für den Arbeits
punkt des Kompressors charakteristischen Betriebsgrößen,
insbesondere Enddruck und Durchsatz,
Soll-Wert-Gebern mit vorgegebenem Verlauf mit mindes
tens einer Abblaselinie im Kompressorkennfeld,
einem in Abhängigkeit von Ist- und Soll-Wert ein kon
tinuierliches Stellsignal für das Öffnen eines Abblase
ventils erzeugenden Regler, der mindestens ein Pro
portionalteil und ein Integralteil und gegebenenfalls
einen Differentialteil aufweist,
und einer bei Überschreiten der Abblaselinie oder einer
Sicherheitslinie im Kennfeld ein Korrektursignal für
das Schnellöffnen des Abblaseventils erzeugenden Ein
richtung,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Integralteil (10 b) des Reglers (10) mit dem Kor
rektursignal als Eingangssignal beaufschlagt ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Korrektursignal
im Integralteil (10 b) über eine einstellbare Zeit
konstante (23) zugeführt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Korrektur
signal solange ansteht, wie der Arbeitspunkt oberhalb
der Abblase- bzw. Sicherheitslinie liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Korrektursig
nal eine vorgegebene, einstellbare Dauer hat.
5. Verfahren.nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Korrektursignal
eine Änderung des Inhalts des Integratorteils (10 b)
in mehreren Stufen von einstellbarer Höhe in ein
stellbaren Zeitabständen bewirkt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Größe des Korrektsignals oder der Abstand der
Korrekturimpulse oder die Zeitkonstante vom Eingangs
signal des Reglers (10) abhängig ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Korrektur
signal nichtlinear vom Eingangssignal des Reglers
(10) abhängt.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Größe des Korrektursignals oder der Impulsab
stand oder die Zeitkonstante von der Lage des
Arbeitspunktes im Kennfeld abhängig ist.
9. Verfahren zum Regeln eines Turbokompressors zum
Verhindern des Pumpens, wobei die Lage des Arbeits
punktes des Kompressors relativ zu einer im Kenn
feld definierten Abblaselinie erfaßt und entspre
chend der Annäherung des Arbeitspunktes and die Ab
blaselinie ein Abblase- oder Umblaseventil mittels
eines einen Integralteil aufweisenden Reglers geregelt
wird, und wobei bei Überschreiten der Abblaselinie
oder einer ihr zugeordneten Sicherheitslinie ein zu
sätzliches Signal zum Schnellöffnen des Ventils erzeugt
wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das zusätz
liche Signal dem Integralteil des Reglers als Eingangs
signal zugeführt und das Schnellöffnen des Ventils
durch das Ausgangssignal des Reglers bewirkt wird.
Priority Applications (5)
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Publications (1)
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| DE3540284A1 true DE3540284A1 (de) | 1987-05-14 |
Family
ID=6285903
Family Applications (2)
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| DE19853540284 Withdrawn DE3540284A1 (de) | 1985-11-13 | 1985-11-13 | Einrichtung zum regeln eines turbokompressors zur verhinderung des pumpens |
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