DE3439729A1 - Dachluefter - Google Patents
DachluefterInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04D—ROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
- E04D13/00—Special arrangements or devices in connection with roof coverings; Protection against birds; Roof drainage ; Sky-lights
- E04D13/17—Ventilation of roof coverings not otherwise provided for
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
- Dachlüf ter
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Dachlüfter zur Entlüftung etwaiger Hohlräume und/oder der Wärmedämmung unter der Dachhaut auf Flachdächern.
- Bekannte derartige Dachlüfter ermöglichen zwar das Entweichen von Feuchtigkeit; sie lassen es jedoch auch zu, daß feuchte Luft von außerhalb des Daches unter das Dach eindringen kann.
- Ein besonderes Problem tritt dann auf, wenn die unter der Dachhaut befindliche Wärmedämmung feucht oder naß geworden ist. Hierdurch wird. der k-Wert des betroffenen Dämmmaterials reduziert und entspricht möglicherweise nicht mehr den an ihn gestellten Forderungen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Dachlüfter der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, mit welchem etwaige Hohlräume und/oder die Wärmedämmung unter der Dachhaut wirksam und dauerhaft ausgetrocknet werden können.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Dachlüfter, der gekennzeichnet ist durch ein in einem im wesentlichen senkrechten Rohr mit oberer Abdeckung angeordnetes Rückschlagventil, dessen Ventilkörper derart ausgebildet und angeordnet ist, daß das Ventil bei Überdruck unter der Dachhaut gegenüber Atmosphärendruck über der Dachhaut öffnet und bei Druckgleichheit unter Schwerkraftwirkung schließt.
- Der derart mit einem Rückschlagventil ausgebildete Dachlüfter gestattet eine ausgleichende Luftbewegung nur in einer Richtung von innen nach außen.
- Wenn die Luft in den Hohlräumen bzw. der Wärmedämmung unter der Dachhaut durch Sonnenwärme oder durch Einwirkung der Raumheizung aufgewärmt wird, dehnt sie sich aus.
- Hierdurch entsteht ein Überdruck gegenüber dem Atmosphärendruck über der Dachhaut. Das sehr leicht bewegliche Rückschlagventil öffnet sich und die eingeschlossene Luft kann zur Atmosphäre hin ausströmen. Das Rückschlagventil bleibt so lange offen, bis sich der Luftdruck unter und über der Dachhaut ausgeglichen hat. Da sich der Dampfdruck eventueller Feuchtigkeit auf den gleichen Druck einstellt wie der Luftdruck, wird ein Teil der Feuchtigkeit durch den Dachlüfter mit nach außen gezogen.
- Nach Beendigung des Ausgleichsvorgangs, d.h. bei Druckgleichheit über und unter der Dachhaut,schließt sich das Rückschlagventil durch Eigengewicht, d.h. unter Schwerkraftwirkung.
- Wenn sich die Luft in den Hohlräumen bzw. die Wärmedämmung hierauf abkühlt, beispielsweise während einer kühlen Nacht, fällt der Gasdruck unter der Dachhaut und es entsteht ein Unterdruck im Verhältnis zum Atmosphärendruck der Außenluft. Durch den hiermit entstehenden Druckunterschied wird der Ventilkörper des Überdruckventils fest gegen seinen Ventilsitz gedrückt und das Einströmen von Feuchtigkeit enthaltender Außenluft unter die Dachhaut wirksam verhindert.
- Da aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Dachlüfters nunmehr keine Außenluft mehr eindringen kann, wird die sich eventuell in den Hohlräumen bzw. der Wärmedämmung unter dem Dach befindliche Feuchtigkeit allmählich ausgetrocknet; frische Feuchtigkeit dringt nicht ein. Weiter werden sich eventuelle Blasen und Beulen nach Vorbehandlung der Dachflächen mit einem Regenerierungsasphalt guter Qualität wieder zurückziehen, so daß die gesamte Fläche wieder glatt wird.
- Durch das allmähliche Austrocknen der in den Hohlräumen bzw. der Wärmedämmung eingeschlossenen Luft ergibt sich ein optimaler k-Wert des betroffenen Materials. Hierdurch ergeben sich zum einen niedrigere Heizkosten, zum anderen wird jedoch auch die gesamte Dachkonstruktion gesünder: Die Gefahr des Verfaulens wird erheblich herabgesetzt, Blasen und Beulen bilden sich nicht mehr, die Ausdehnung verschiedener Baumaterialien wird verringert, das Dach bleibt wesentlich länger dicht, und die Oberseite der Dachpappe läßt sich problemlos und einfach mit Regenerierungsasphalt warten.
- Der Ventilkörper des erfindungsgemäßen Dachlüfters ist vorzugsweise derart ausgebildet und angeordnet, daß das Ventil bei einem Überdruck von etwa 0,5 mbar unter der Dachaut öffnet. Hierdurch wird eine optimale Wirkung des Dachlüfters mit Rückschlagventil erzielt.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht der Ventilkörper aus einer dicht auf einem Ventilsitz aufliegenden Kugel, wodurch eine besonders gute Leichtgängigkeit des Rückschlagventils erzielt wird.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung besteht der Ventilkörper aus einer dicht auf einem Ventil- sitz aufliegenden Klappe, die für eine möglichst reibungsfreie Bewegung am Rückschlagventil angeordnet ist.
- Alternativ kann der Ventilkörper auch aus einem dicht auf einem Ventil sitz aufliegenden Stempel mit Ventilschlitzen bestehen.
- Vorteilhaft kann das Rückschlagventil auch als Membranventil ausgebildet sein.
- In einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann das Rückschlagventil servogesteuert sein.
- Vorteilhaft sind wenigstens Ventilkörper und Ventilsitz aus einem witterungsbeständigen, nichtrostenden Material hergestellt, um insbesondere zu erreichen, daß Ventilkörper und Ventilsitz nicht aneinander kleben oder zusammenrosten. In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dachlüfters sind zusätzlich zu Ventilkörper und Ventilsitz auch das senkrechte Rohr, die Abdeckung und eine Fußplatte am Rohr aus einem witterungsbeständigen, nichtrostenden Material hergestellt.
- Das witterungsbeständige, nichtrostende Material kann vorzugsweise Stahlblech; Aluminium, Kupfer oder Kunststoff sein.
- Schließlich sind zweckmäßig im oberen Bereich des senkrechten Rohres unter der als Haube ausgebildeten Abdekkung Lüftungsschlitze vorgesehen.
- Die Erfindung ist im folgenden an Ausführungsbeispielen und anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Dachlüfter mit als Kugel ausgebildetem Ventilkörper und Fig. 2 einen Längsschnitt durch ein Rückschlagventil mit als Klappe ausgebildetem Ventilkörper für einen Dachlüfter nach Figur 1.
- Der in Fig. 1 dargestellte Dachlüfter besteht aus einem zylindrischen Rohr 1 mit am unteren Ende des Rohres 1 angeordneter, flanschförmiger Fußplatte 2. Die Fußplatte 2 weist auf der Unterseite Fußerhöhungen 3 auf. An der Oberseite des Rohres 1 ist eine haubenförmige Abdeckung 4 vorgesehen. Die Abdeckung 4 überdeckt in dem Rohr 1 angeordnete Lüftungsschlitze 5.
- Am unteren Ende des Rohres 1 ist ein Rückschlagventil 6 derart eingebaut, däß es den gesamten Rohrquerschnitt ausfüllt. Das Rückschlagventil weist einen Ventilsitz 7 sowie einen als Kugel ausgebildeten Ventilkörper 8 auf.
- Das Gewicht des Ventilkörpers 8 ist im Verhältnis zu der Ventilöffnung derart gewählt, daß sich das Rückschlagventil bei einem Überdruck von 0,5 mbar oder mehr am Fuß des Rohres 1 gegenüber dem Druck im oberen Bereich des Rohres 1 öffnet und bei Druckgleichheit über und unter dem Ventilkörper 8 durch dichtes Aufsitzen des Ventilkörpers 8 auf dem Ventilsitz 7 schließt.
- Wie in Figur 2 dargestellt, kann der Ventilkörper 8 auch als an dem Ventil sitz 7 angelenkte Klappe ausgebildet sein, welche im geschlossenen Zustand des Rückschlagventils 6 dicht auf dem Ventilsitz 7 aufliegt. Dabei ist wichtig, daß sich der als Klappe ausgebildete Ventilkör- per 8 möglichst reibungsfrei bewegen kann, was für die einwandfreie Funktion des Rückschlagventils in dem Dachlüfter erforderlich ist und durch einen als Kugel ausgebildeten Ventilkörper 8 ohnehin auf einfache Weise erreichbar ist.
- Der Ventilkörper 8 kann auch aus einem in der Zeichnung nicht dargestellten, dicht auf dem Ventilsitz aufliegenden Stempel mit Ventilschlitzen bestehen. Weiter kann das Rückschlagventil als Membranventil ausgebildet sein.
- Falls gewünscht kann das Rückschlagventil 6 als servogesteuertes Ventil ausgebildet werden.
- Um eine einwandfreie Funktion des erfindungsgemäßen Dachlüfters zu erreichen und insbesondere ein Kleben des Ventilkörpers 8 am Ventil sitz 7 bzw. ein Zusammenrosten des Ventilkörpers 8 und des Ventilsitzes 7 sicher zu verhindern, bestehen wenigstens der Ventilkörper 8 und der Ventilsitz 7 aus einem witterungsbeständigen, nichtrostenden Material. Vorzugsweise sind auch das senkrechte Rohr 1, die Abdeckung 4 und die Fußplatte 2 aus einem witterungsbeständigen, nichtrostenden Material hergestellt. Als witterungsbeständige, nichtrostende Materialien sind insbesondere Stahlblech, Aluminium, Kupfer oder Kunststoff vorgesehen.
- Der erfindungsgemäße Dachlüfter ermöglicht erstmalig eine sukzessive effektive Entlüftung und Austrocknung der Hohlräume und Wärmedämmung unter der Dachhaut von Flachdächern mit allen sich hierdurch ergebenden, eingangs beschriebenen Vorteilen.
- - Leerseite -
Claims (11)
- Dachlüfter Patentansprüche Dachlüfter zur Entlüftung etwaiger Hohlräume und/ oder der Wärmedämmung unter der Dachhaut auf Flachdächern, g e k e n n z e i c h n e t durch ein in einem im wesentlichen senkrechten Rohr (1) mit oberer Abdeckung (4) angeordnetes Rückschlagventil (6), dessen Ventilkörper (8) derart ausgebildet und angeordnet ist, daß das Ventil (6) bei Überdruck unter der Dachhaut gegenüber Atmosphärendruck über der Dachhaut öffnet und bei Druckgleichheit unter Schwerkraftwirkung schließt.
- 2. Dachlüfter nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Ventilkörper (8) derart ausgebildet und angeordnet ist, daß das Ventil (6) bei einem Überdruck von etwa 0,5 mbar unter der Dachhaut öffnet.
- 3. Dachlüfter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Ventilkörper (8) aus einer dicht auf einem Ventil sitz (7) aufliegenden Kugel besteht.
- 4. Dachlüfter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Ventilkörper (8) aus einer dicht auf einem Ventilsitz (7) aufliegenden Klappe besteht.
- 5. Dachlüfter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Ventilkörper (8) aus einem dicht auf einem Ventilsitz (7) aufliegenden Stempel mit Ventilschlitzen besteht.
- 6. Dachlüfter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß das Rückschlagventil (6) als Membranventil ausgebildet ist.
- 7. Dachlüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß das Rückschlagventil (6) ein servogesteuertes Ventil ist.
- 8. Dachlüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß wenigstens Ventilkörper (8) und Ventilsitz (7) aus einem witterungsbeständigen, nichtrostenden Material hergestellt sind.
- 9. Dachlüfter nach Anspruch 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß auch das senkrechte Rohr (1), die Abdeckung (4) und eine Fußplatte (2) am Rohr (1) aus einem witterungsbeständigen, nichtrostenden Material hergestellt sind.
- 10. Dachlüfter nach Anspruch 8 oder 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß das witterungsbeständige, nichtrostende Material Stahlblech, Aluminium, Kupfer oder Kunststoff ist.
- 11. Dachlüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß im oberen Bereich des senkrechten Rohres (1) unter der als Haube ausgebildeten Abdeckung (4) Lüftungsschlitze (5) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1984
- 1984-10-30 DE DE19843439729 patent/DE3439729A1/de not_active Withdrawn
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