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Einrichtung zum Einbringen eines Brennstoff/Luft-Gemisches
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in den Brennraum einer Brennkraftmaschine Die vorliegende Erfindung
bezieht sich auf eine Einrichtung zum Einbringen eines Brennstoff/Luft-Gemisches
in den Brennraum einer Brennkraftmaschine bei der ein Ventilkörper und ein Düseneinsatz
vorgesehen ist, in dem in einer Bohrung eine kolbenartige Düsennadel axial geführt
ist, und bei der durch die kolbenartige Düsennadel in der Bohrung brennraumseitig
ein Druckraum durch Verschiebung der Düsennadel in Richtung des Ventilkörpers bildbar
ist, wobei der Druckraum über zumindest eine Austrittsöffnung mit dem Brennraum
verbunden ist und das Brennstoff/Luft-Gemisch aus dem Druckraum über die Austrittsöffnung
durch die sich in Richtung Brennraum bewegende, kolbenartige Düsennadel in den Brennraum
einbringbar ist.
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Bei Brennkraftmaschinen, insbesondere bei nach den direkt einspritzenden
Verfahren arbeitenden Dieselmaschinen, werden vielfältige Anstrengungen unternommen,
den Brennstoffverbrauch und die Schadstoffemissionen zu verringern. Eine Möglichkeit
ist dabei das Einblasen von bereits aufbereitetem Brennstoff/Luft-Gemisch in den
Brennraum der Brennkraftmaschine. Dazu kann bei direkt einspritzenden Dieselmaschinen
das handelsübliche Einspritzventil durch eine Einrichtung zum Einblasen des Brennstoff/Luft-Gemisches
in den Brennraum ersetzt werden.
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Eine solche Einrichtung gemäß dem Gattungsbegriff ist aus der DE-OS
31 50 675 bekannt. Das Brennstoff/Luft-Gemisch wird hierbei fertig aufbereitet dem
Druckraum zugeführt und mit Hilfe eines zusätzlichen Hydraulikmediums, welches die
kolbenartige Düsennadel mit Druck beaufschlagt, in den Brennraum hineingedrückt.
Durch diese zusätzliche Kompression entzündet sich das Brennstoff/Luft-Gemisch bereits
im Druckraum und schlägt als Flamme durch die Austrittsöffnung in den Brennraum
der Brennkraftmaschine. Da sich ein Teil des Brennstoffs im Brennraum befindet,
wirkt die gattungsbildende Einrichtung quasi als Zündeinrichtung für Dieselmotoren.
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Zum Einblasen des bereits entzündeten Brennstoff/Luft-Gemisches in
den Brennraum ist eine außerordentlich hohe Einblaseenergie notwendig. Dies ist
durch die zusätzliche Kompressionsarbeit bedingt, welche die zur Selbstentzündung
im Druckraum notwendige Kompressionsarbeit aufbringt.
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Außerdem wird dabei eine zusätzliche hydraulische Steuerpumpe notwendig,
die den Einblasevorgang zeitlich exakt dosiert einleitet. Ferner ist es nachteilig,
daß der gattungsgemäßen Einrichtung bereits ein fertig aufbereitetes Brennstoff/Luft-Gemisch
zugeführt werden muß, wodurch weitere zusätzliche Einrichtung zum Erzeugen dieses
Brennstoff/Luft-Gemisches erforderlich sind. Insgesamt nimmt so der notwendige Bauaufwand
erheblich zu und verteuert eine mit einer derartigen Einrichtung ausgerüstete Brennkraftmaschine.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattunsgemäße Einrichtung
zum Einbringen eines Brennstoff/Luft-Gemisches in den Brennraum einer Brennkraftmaschine
derart weiterzubilden, daß ohne aufwendige zusätzliche Aggregate durch ein spätes
und schnelles Einbringen des gesamten,
für einen Arbeitszyklus notwendigen
Brennstoffs in Form eines fetten, vorreagierten, aber nicht entzündeten Brennstoff/Luft-Gemisches
in den Brennraum der Brennkraftmaschine eine intensive Gemischbildung erreicht wird,
um die Schadstoffemissionen und den Brennstoffverbrauch der Brennkraftmaschine zu
verringern.
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Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Einrichtung durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 der Erfindung gelöst.
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Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, daß der Einrichtung flüssiger Brennstoff
von einer separaten handelsüblichen Einspritzpumpe zugeführt wird und daß diese
Einspritzpumpe sowohl die zum Einblasen als auch die zur Gemischbildung in einem
Druckraum der Einrichtung notwendige Energie liefert. Die Einrichtung kann somit
vorzugsweise bei direkt einspritzenden Brennkraftmaschine in vorteilhafter Weise
anstelle des Einspritzventils ohne zusätzliche Einrichtungen direkt an die Einspritzpumpe
angeschlossen werden. Die Einspritzpumpe beginnt mit ihrem Förderhub zumindest im
Vollastbereich bereits im unteren Totpunkt des Kompressionstaktes der Brennkraftmaschine.
Durch den anwachsenden Brennstoffdruck beginnt die kolbenartige Düsennadel entgegen
der Kraft aus einem Kraftspeicher einen Druckraum in der Einrichtung zu bilden,
in den durch eine Austrittsöffnung komprimierte Luft aus dem Brennraum einströmt.
Der gesamte, für einen Arbeitszyklus notwendige Brennstoff wird ebenfalls in den
Druckraum eingebracht und vermischt sich dort zu einem fetten Brennstoff/Luft-Gemisch.
Im Bereich des oberen Totpunkts am Ende des Kompressionstaktes steuert die Einspritzpumpe
ab und der Brennstoffdruck bricht zusammen, so daß die Kraft aus dem Kraftspeicher
die kolbenartige Düsennadel mit einer resultierenden Kraft
in Richtung
Brennraum beaufschlagt. Die Düsennadel treibt das jetzt bereits vorreagierte und
aufbereitete Brennstoff/Luft-Gemisch durch die Austrittsöffnung in den Brennraum
der Brennkraftmaschine, wo die Hauptverbrennung stattfindet. Da der gesamte Brennstoff
eine relativ lange Zeit, nämlich im Vollastbetrieb fast den gesamten Kompressionstakt,
zur Vermischung zur Verfügung hat, kommt es im Druckraum bereits außer zum Verdampfen
auch zu chemischen Vorreaktionen mit der Kompressionsluft. Da jedoch die fette Zündgrenze
unterschritten ist, kann keine Zündung erfolgen. Erst nachdem das Brennstoff/Luft-Gemisch
im Bereich des oberen Totpunkts unter Druck- und Temperatursteigerung in den Brennraum
eingeblasen wird, findet beim ersten Kontakt mit der Luft im Brennraum eine spontane
Zündung statt. Trotz des späten Beginns der Einblasung wird aufgrund der hohen Gemischbildungsenergie
des Einblasevorganges die Verbrennung rasch und vollständig zu Ende geführt, wodurch
in vorteilhafter Weise zugleich eine geringe Schadstoffemission und ein guter Brennstoffverbrauch
verwirklicht werden.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Brennstoffzufuhr
in den Druckraum durch den Hub der Düsennadel gesteuert. Dabei kann die Düsennadel
eine axiale Doppelführung aufweisen, wobei der brennraumseitige Abschnitt der Düsennadel
den Druckraum begrenzt und der gegenüberliegende, ventilkörperseitige Abschnitt
eine Druckschulter für den Brennstoffdruck bildet. Ab einem bestimmten Hub der Düsennadel
wird eine als Drossel ausgebildete erste Steueröffnung in der Düsennadel von einer
Steuerkante freigegeben, so daß der Brennstoff durch diese Drossel über eine Hohlbohrung
in der Düsennadel und vorzugsweise eine Düse in den Druckraum einströmt. Mit zunehmender
Last und Drehzahl wird der Brennstoffdruck und damit der Hub
der
Düsennadel größer, wobei sich der Druckraum infolge des wachsenden Hubes ebenfalls
vergrößert. Im Vollastbereich wird von der Steuerkante eine zweite Bohrung in der
Düsennadel freigegeben, die als Uberströmöffnung ausgebildet ist und den Hub der
Düsennadel weitgehend begrenzt, wobei die jetzt pro Zeiteinheit in den Druckraum
eingebrachte Brennstoffmenge zunimmt. Die Einspritzpumpe wird dabei so gesteuert,
daß der Förderbeginn lastabhängig ist, während das Förderende vorzugsweise lastunahbängig
im Bereich des oberen Totpunkts des Kompressionstaktes der Brennkraftmaschine liegt.
Dadurch wird in vorteilhafter Weise sowohl die Größe des Druckraumes als auch die
zur Vermischung des Brennstoffes zur Verfügung stehende Zeit lastabhängig gesteuert,
während der Einblasevorgang selbst im Bereich des oberen Totpunkts stets konstant
ist. Daraus resultiert ein sowohl im Teillastbereich als auch im Vollastbereich
gleichermaßen optimal aufbereitetes Brennstoff/Luft-Gemisch. Da die Zündbedingungen
in dem Druckraum weitgehend unabhängig von den Bedingungen im Brennraum geschaffen
werden und dort eine weitgehende Vorverdampfung und teilweise Vorreaktion des Brennstoffs
erreicht wird, ist der Zündverzug einer mit einer solchen Einrichtung ausgestatteten
Brennkraftmaschine unter allen Bedingungen gering. Dies bedeutet insbesondere, daß
zusätzliche Kaltstarthilfen oder eine Startmehrmenge entfallen können. Es ist daher
auch möglich, besonders zündunwillige Brennstoffe, wie beispielsweise Alkohol, Benzine
oder Methanol, zu verbrennen.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren
Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung, in der bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Erfindung schematisch dargestellt sind.
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Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße
Einrichtung zum Einbringen eines Brennstoff/Luft-Gemisches in den Brennraum einer
Brennkraftmaschine mit einer Luftfeder, a) die kolbenartige Düsennadel befindet
sich in ihrer brennraumseitigen Endstellung, b) die kolbenartige Düsennadel befindet
sich in der gegenüberliegenden, ventilkörperseitigen Endstellung; Fig. 2 einen Längsschnitt
nach Fig. 1 einer Einrichtung mit einer Luftdosenfeder, a) die kolbenartige Düsennadel
befindet sich in ihrer brennraumseitiger Endstellung, b) die kolbenartige Düsennadel
befindet sich in einer mittleren Hubstellung, wobei Brennstoff in den Druckraum
eingebracht wird; Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Spitze einer erfindungsgemäßen
Einrichtung mit einer zentrischen Austrittsöffnung.
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In axialer Verlängerung eines Ventilkörpers 1 ist ein Düseneinsatz
2 vorgesehen, der durch eine Uberwurfmutter 3 axial mit dem Ventilkörper 1 verbunden
ist. Diese Verbindung kann in vorteilhafter Weise auch durch andere geeignete Mittel,
wie beispielsweise Schweißen, Nieten oder Kleben, erreicht werden. Der Düseneinsatz
2 ragt mit seinem vorderen Teil 4 aus der Uberwurfmutter 3 heraus und wird zumeist
mit der Spritze des vorderen Teils 4 in den Brennraum einer Brennkraftmaschine eingesetzt.
Im vorderen Teil 4 ist eine Bohrung 5 vorgesehen, in der eine kolbenartige Düsennadel
6 angeordnet ist. Die Düsennadel 6 ist mit zwei axialen Abschnitten 7 und 8 versehen,
wobei einerseits der brennraumseitige Abschnitt 7 in der Bohrung 5 axial geführt
ist und andererseits der ventilkörperseitige
Abschnitt 8, welcher
einen größeren Durchmesser als der brennraumseitige Abschnitt 7 aufweist, in einem
zweiten Teilbereich der Bohrung 5 des Düseneinsatzes 2 druckmitteldicht geführt
ist. Die Düsennadel 6 bildet an der Ubergangsstelle der beiden Abschnitte 7 und
8 eine Druckschulter 9 und die Durchmesseränderung der Bohrung 5 ist im Düseneinsatz
2 als Steuerkante 10 ausgebildet.
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Seitlich am Ventilkörper 1 ist eine Brennstoffzuführung 11 für den
flüssigen Brennstoff von einer separaten Einspritzpumpe der Brennkraftmaschine vorgesehen.
Kanäle 12 und 13 im Ventilkörper 1 bzw. im Düseneinsatz 2 führen bis zu einem ringförmigen
Raum 14 an der Druckschulter 9 der Düsennadel 6. Der ringförmige Raum 14 wird dabei
zum Teil durch die Uberlappung der unterschiedlichen Durchmesserbereiche der Düsennadel
6 und des Düseneinsatzes 2 gebildet.
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Ferner ist in der Düsennadel 6 eine zentrische Hohlbohrung 15 und
zwei Querbohrungen in unterschiedlichen axialen Höhen vorgesehen, wobei die brennraumseitige
Querbohrung als Uberströmöffnung 16 und die ventilkörperseitige Querbohrung als
Drossel 17 ausgebildet ist. Sowohl die Uberströmöffnung 16 als auch die Drossel
17 liegen im brennraumseitigen Abschnitt 7 der Düsennadel 6. Am brennraumseitigen
Ende der zentrischen Hohlbohrung 17 ist eine Düse 18 angeordnet, während das ventilkörperseitige
Ende verschlossen ist. Die Düsennadel 6 liegt in Ruhestellung, d. h. in brennseitiger
Endlage, mit ihrem brennraumseitigen Ende in einer genau gleichförmigen Ausbildung
des vorderen Teils 4 des Düseneinsatzes 2 bzw. der Bohrung 5 (Fig. la). An der Spitze
des Düseneinsatzes 2 sind vier sternförmig radial ausgerichtete Austrittsöffnungen
19 angeordnet, die die Bohrung 5 im Inneren des Düseneinsatzes 2 mit dem Brennraum
verbinden und von der Spitze der Düsennadel 6 in deren Ruhestellung verschlossen
werden.
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Die Bohrung 5 im Düseneinsatz 2 setzt sich mit ihrem zweiten größeren
Durchmesser im Ventilkörper 1 mit etwa diesem Durchmesser fort und bildet eine Hohlbohrung
21. An dem dem Düseneinsatz 2 axial gegenüberliegenden Ende des Ventilkörpers 1
ist ein als Rückschlagventil ausgebildeter Einsatz 20 angeordnet, der die Hohlbohrung
21 im Ventilkörper 1 verschließt. Die Hohlbohrung 21 im Ventilkörper 1 und z. T.
im Düseneinsatz 2 ist so von der Düsennadel 6 und dem Einsatz 20 axial begrenzt.
Die Hohlbohrung 21 ist mit Luft gefüllt und wirkt als Luftfeder mit progressiver
Kennlinie, wobei ein Teflonring 22 in der Düsennadel 6 das Eindringen von Brennstoff
in die Hohlbohrung 21 verhindert. Uber den Einsatz 20 kann komprimierte Luft in
dem Hohlraum 21 gefördert werden, wodurch die Federkennlinie der Luftfeder veränderbar
ist.
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Die Einspritzpumpe fördert unter Druck stehenden Brennstoff zur Brennstoffzuführung
11 der erfindungsgemäßen Einrichtung. Uber die Kanäle 12 und 13 gelangt der flüssige
Brennstoff zu der Druckschulter 9 am ringförmigen Raum 14. Der sich aufbauende Brennstoffdruck
wirkt an der Druckschulter 9 auf die Düsennadel 6 entgegen die Kraft aus der Luftfeder
in der Hohlbohrung 21. Mit zunehmendem Brennstoffdruck beginnt die Düsennadel sich
von ihrer Ruhe- bzw. Ausgangsstellung wie in Fig. la gezeigt abzuheben, wobei die
Brennkraftmaschine sich zumindest im Vollastbereich zu diesem Zeitpunkt im unteren
Totpunkt des Kompressionstaktes befindet. Mit zunehmendem Hub der Düsennadel 6 wird
am brennraumseitigen Ende der Bohrung 5 ein von der Düsennadel 6 begrenzter und
mit dem Hub wachsender Druckraum 23 gebildet. Nach einem gewissen Vorhub der Düsennadel
6 wird die Drossel 17 von der Steuer kante 10 freigegeben, wodurch Brennstoff von
dem ringförmigen Raum 14 über die Drossel 17 und die zentrische Hohlbohrung
15
sowie die Düse 18 in den Druckraum 23 gelangt (Fig.
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2b). Der Brennstoff bildet sodann im Druckraum 23 mit der gleichfalls
durch die Austrittsöffnungen 19 infolge des Kompr essionstaktes der Brennkraftmaschine
eingeströmten Kompressionsluft ein Brennstoff/Luft-Gemisch. Dauert der Arbeitshub
der Einspritzpumpe weiter an, so hebt die Düsennadel 6 weiter entgegen der Kraft
aus der Luftfeder ab, wobei sich der Druckraum 23 bei kontinuierlicher Brennstoffzufuhr
entsprechend vergrößert. Schließlich gelangt die Überströmöffnung 16 bis zur Steuerkante
10, wodurch plötzlich ein großer Durchflußquerschnitt für den Brennstoff von dem
ringförmigen Raum 14 zum Druckraum 23 zur Verfügung steht (Fig. lb). Der Hub der
Düsennadel 6 ist jetzt praktisch beendet, evtl. noch restlicher unter Druck stehender
Brennstoff gelangt weitgehend auf einmal über die Uberströmöffnung 16 und auch die
Drossel 17 in den Druckraum 23. Das maximale Volumen des Druckraumes 23 beträgt
in vorteilhafter Weise ein Mehrfaches des Volumens der Vollastbrennstoffmenge.
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Wenn die Brennkraftmaschine sich im oberen Totpunkt des Kompressionstaktes
befindet, ist der Fördervorgang der Einspritzpumpe beendet und der Brennstoff wird
von der Einspritzpumpe her druckentlastet. An der Druckschulter 9 liegt somit keine
Kraft mehr entgegen der Kraft aus der Luftfeder an. Die Luftfeder drückt infolgedessen
die Düsennadel 6 in Richtung ihres brennraumseitigen Endes. Dabei wird das sich
in den Brennraum 23 befindliche Brennstoff/Luft-Gemisch durch die Austrittsöffnungen
19 in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingebracht. Der in dem ringförmigen
Raum 14 befindliche Brennstoff wird in die druckentlastete Brennstoffzuführung von
der Einspritzpumpe zur erfindungsgemäßen Einrichtung zurückgedrängt. Die
Druckentlastungsvorrichtung
beispielsweise an der Einspritzpumpe ist so beschaffen, daß dabei keine Raumprobleme
entstehen und der Brennstoff während der Druckentlastungsphase immer drucklos bleibt.
Ein Rückströmen des Brennstoff/Luftgemischs von dem Druckraum 23 über die Düse 18
in den ringförmigen Raum 14 ist durch die hohe Drosselwirkung der Düse 14 und der
Drossel 17 nicht möglich. Es kann jedoch zur sicheren Verhinderung dieses Rückströmens
auch sehr vorteilhaft sein, ein Rückschlagventil in den Verbindungskanal zwischen
dem ringförmigen Raum 14 und der Austrittsöffnung für den Brennstoff in den Druckraum
23 anzuordnen.
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Da die zur Vermischung des Brennstoffes mit der Luft zur Verfügung
stehende Zeit relativ lang ist, nämlich im Volllastbereich vom unteren Totpunkt
bis zum oberer Totpunkt des Kompressionshubes der Brennkraftmaschine, und die durch
die Austrittsöffnungen 19 in den Druckraum 23 einströmende Kompressionsluft bereits
eine erhebliche Kompressionswärme aufweist, verdampft der Brennstoff im Druckraum
23 und bildet bereits chemische Vorreaktionen.
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Es ist jedoch die fette Zündgrenze unterschritten, weshalb sich das
Gemisch nicht entzünden kann. Während des Ausblasevorgangs wird das Brennstoff/Luft-Gemisch
in dem Druckraum 23 weiter komprimiert, wodurch dieses noch zusätzlich erhitzt und
so die Aufbereitung noch weiter verbessert wird. Dieses fette, nicht zündfähige
Gemisch wird im Bereich des oberer Totpunkt in den Brennraum der Brennkraftmaschine
möglichst schnell eingeblasen, wobei es beim ersten Kontakt mit der Luft im Verbrennungsraum
zur spontanen Zündung kommt. Aufgrund der hohen Gemischbildungsenergie der Einblasung
wird die Verbrennung rasch und vollständig zu Ende geführt. Es wird somit ein sehr
kurzer
Zündverzug und ein guter Ausbrand ermöglicht, was bei geringer
NOx-, HC-, CO-, Partikel- und Geräuschemission auch einen guten Brennstoffverbrauch
bewirkt.
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Der Hub der Düsennadel ist abhängig von der Last der Brennkraftmaschine,
wobei das zeitliche Ende immer im Bereich des oberen Totpunktes der Brennkraftmaschine
liegt, während der Hubbeginn lastabhängig variiert. Der Hub der Düsennadel 6 fängt
somit bei steigender Last früher an und erreicht im oberen Totpunkt höhere Werte.
Da die in den Druckraum eingebrachte Brennstoffmenge nach einen Starthub ebenso
zunimmt, erzeugt die erfindungsgemäße Einrichtung in vorteilhafter Weise ein über
weite Lastbereiche lastunabhängiges, fettes Brennstoff/Luft-Gemisch. Erst im Volllastbereich
wird durch die Überströmöffnung 16 das Brennstoff/Luft-Gemisch noch mehr mit Brennstoff
angereichert.
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Weiterhin hängt die Größe des Nadelhubes noch von der Drehzahl der
Brennkraftmaschine ab. Mit steigender Drehzahl der Brennkraftmaschine wird der Hub
der Düsennadel 6 für eine konstante Brennstoffmenge größer, da wegen der kürzer
werdenden Düsennadelerhebungsphase ein sinkender Anteil Brennstoff in den Druckraum
23 eingebracht wird.
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Gleichzeitig steht der nicht eingebrachte Teil des Brennstoffs in
Form eines Druckanstiegs an der Druckschulter 9 für die Nadelerhebung zur Verfügung.
Aufgrund der progressiven Federkennlinie der Luftfeder steigt mit wachsendem Düsennadelhub
der Brennstoffdruck so an, daß dadurch die gewünschte Menge Brennstoff in der verfügbaren
Zeit in den Druckraum 23 gespritzt werden kann. In vorteilhafter Weise isto der
Hub zur Freigabe der Uberströmöffnung 16 derart bestimmt, daß im Vollastpunkt bei
niedrigster Vollastdrehzahl dieser Hub gerade noch nicht erreicht wird. Erst bei
steigender Drehzahl und Vollast gibt die Steuer kante 22 die Uberströmöffnung 16
frei.
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Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist in Fig. 2 gezeigt. Dort
ist die Hohlbohrung 21 konisch ausgebildet und in dieser eine Luftdosenfeder 22
angeordnet. Das Innere der Luftdosenfeder steht mit dem Einsatz 20 in Verbindung,
so daß über das Rückschlagventil der Druck in der Luftdose verändert werden kann.
Evtl. an der Düsennadel 6 austretendes Lecköl wird über einen Leckölanschluß 25
abgeführt.
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Es ist jedoch ohne weiteres möglich, anstelle einer Luftfeder eine
irgendwie geartete andere Feder mit progressiver Kennlinie einzusetzen. So ist beispielsweise
auch eine Spiralfeder oder eine Tellerfeder möglich. Der als Rückschlgventil wirkende
Einsatz 20 entfällt in diesem Fall.
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Die Federkennlinie einer solchen Spiralfeder bzw. Tellerfeder wird
im voraus berechnet bzw. ausprobiert und während des Betriebes konstant gehalten.
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Für manche Anwendungsfälle kann es zweckmäßig sein, die Düsennadel
6 mit ihrem ventilkörperseitigen Abschnitt 8 nicht in Form einer Doppelpassung ebenfalls
im Düseneinsatz 2 zu führen, sondern für diesen Zweck ein separates Zwischenstück
axial zwischen dem Düseneinsatz 2 und dem Ventilkörper 1 vorzusehen. Dieses Zwischenstück
ist drehfest angeordnet und axial druckdicht verspannt.
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Die Zuführung zum Druckraum 23 kann in vorteilhafter Weise auch getrennt
von der Düsennadel 6 ausgebildet sein. In diesem Fall können Kanäle von der Brennstoffzuführung
11 bis seitlich neben den Druckraum 23 geführt werden, wobei eine Drossel 17 abhängig
vom Hub der Düsennadel freigegeben wird. Die weitere Ausgestaltung ist dann ähnlich
zu der in Fig. 1, wobei jedoch die Kanäle alle außerhalb der Düsennadel 6 angeordnet
sind.
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In Fig. 3 ist eine Alternative zu den radialen Austrittsöffnungen
19 dargestellt. Eine einzige Austrittsöffnung 19 ist zentrisch im Düseneinsatz 2
angeordnet. Öffnungen 26 der zentrischen Hohlbohrung 15 in der Düsennadel 6 liegen
dann nicht in axialer Verlängerung der zentrischen Hohlbohrung 15 sondern sind radial
schräg nach außen gerichtet. Die zentrische Hohlbohrung 15 selbst ist mit einem
Verschlußstück 27 am axialen brennraumseitigen Ende der Düsennadel 6 verschlossen.
In Ruhestellung der Düsennadel 6 verschließt diese mit ihrer Spitze die Austrittsöffnung
19. Es kann auch zweckmäßig sein, die Düse 18 oder die Austrittsöffnungen 19 so
anzuordnen, daß im Druckraum 23 durch die einströmende komprimierte Luft bzw. den
Brennstoff eine drallbehaftete Strömung entsteht. Eine solche Strömung fördert in
vorteilhafter Weise die Gemischbildung. In diesem Zusammenhang sind beispielsweise
radial-/umfangsmäßig oder koaxial zueinander ausgerichtete Austrittsöffnungen 19
bzw. Bohrungen der Düse 18 zu nennen.
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