DE3435379A1 - Vorrichtung und verfahren zum herstellen von loechern in kunststoff-hohlprofilstaeben - Google Patents
Vorrichtung und verfahren zum herstellen von loechern in kunststoff-hohlprofilstaebenInfo
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Description
DR.-ING. DIPL-PHYS. H. STURIES
PATENTANWÄLTE
DIPL-ING. P. EICHLER
BRAHMSSTRASSE 29, 5600 WUPPERTAL 2
August Bilstein GmbH & Co KG, August-Bilstein-Straße 5828 Ennepetal-Altenvoerde
Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von Löchern in
Kunststoff-Hohlprofilstäben.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Herstellen von Löchern in Kunststoff-Hohlprofilstäben
oder daraus herstellten Rahmen, inbesondere Fenster- oder Türrahmen, mit einem von einer Platte oder einem Gestell
gebildeten Auflagetisch, mit einem Positionierungsanschlag zum für das Herstellen der Löcher erforderliche
Ausrichten des zu bearbeitenden Werkstücks und mit einem relativ zum Auflagetisch beweglichen, die Löcher erzeugenden
Werkzeug.
Eine allgemein bekannte Vorrichtung dieser Art verwendet
Bohrer als Werkzeuge. Das Werkstück, also ein Kunststoff-Hohlprofilstab oder ein daraus hergestellter
Rahmen wird auf dem Auflagetisch in der gewünschten Lage
am Positionierungsanschlag festgehalten und bedarfsweise festgespannt. Dann wird der sich drehende Bohrer abgesenkt
und erzeugt dabei das Loch. Beim Bohren entstehen Bohrspäne, die insbesondere bei einer Vielzahl von Löchern
größere Mengen ausmachen. Das Bohren der Löcher erfolgt entweder nacheinander, wobei die insgesamt für ein Werkstück
aufzuwendende Bearbeitungszeit verhältnismäßig groß ist, oder man verwendet Mehrspindelbohraggregate,
mit denen mehrere Löcher gleichzeitig hergestellt werden können, so daß die Bearbeitungszeit klein gehalten wird,
wobei jedoch der Mindestlochabstand verhältnismäßig groß ist, weil die einzelnen Bohrwerkzeuge einen konstruktiv
bedingten Abstand voneinander benötigen. Es ist also mit dem Mehrspindelbohraggregat oft nicht möglich, alle
Löcher eines Lochmusters gleichzeitig herzustellen, weil sie einen den Mindestlochabstand des Bohraggregats unterschreitenden
Abstand voneinander aufweisen. Infolgedessen müssen zumindest einige Löcher nacheinander gebohrt werden,
was mit den bekannten Nachteilen des höheren Zeitaufwandes durch mehrfaches Positionieren und Bohren verbunden
ist.
Es ist auch bereits bekannt, aus Metall bestehende Hohlprofilstäbe zu lochen bzw. zu stanzen. Bei diesem
Vorgehen entsteht jedoch im Bereich der Unterkanten des Loches ein Unterbruch, so daß ein von einer zylindrischen
Idealform abweichendes Loch entsteht. Infolgedessen sind
die Ausreißkräfte für eine in ein solches, Unterbruch aufweisendes
Befestigungsloch eingedrehten Befestigungsschraube
kleiner, als bei einem Idealloch bzw. einem gebohrten
Loch. Dieser Nachteil wird bei den aus Metall bestehenden Hohlprofilstäben durch die vergleichsweise hohen Festigkeitswerte
des Metalls ausgeglichen.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so zu verbessern,
daß die Bearbeitungszeit des Werkstücks beim Herstellen der Löcher verringert wird, ohne daß die hergestellten
Löcher verringerte Ausreißfestigkeit für Befestigungsschrauben
haben.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Werkzeug mindestens ein matrizenfrei arbeitender Lochstempel
ist.
Die Zeit zürn Herstellen eines einzelnen Loches ist beim Lochen geringer, als beim Bohren, bei dem
während der Herstellung des Loches, nur mit begrenzter Vorschubgeschwindigkeit gearbeitet werden darf. Außerdem
bewirkt das Lochen in Kunststoff-Hohlprofilstäben unterbruchfreie Löcher. Der Kunststoff ist bei einem
Lochvorgang hinreichend elastisch, um in der Nachbarschaft des Loches auszuweichen und nach dem Lochvorgang
in diese Nachbarschaft des Loches unterbruchfrei zurückzukehren.
Daneben wurde auch festgestellt, daß der Kunststoff verschmiert werden kann, also zu einer Stanzeinzugoder
Gradbildung neigt, die ebenfalls zur Erzielung der gewünschten Ausreißfestigkeit beiträgt bzw. .sogar eine
Erhöhung bewirken kann, weil die Eingriffslänge der Schraube in den Kunststoff größer wird.
Eine erhebliche Zeiteinsparung bei der Herstellung von Lochgruppen ergibt sich, wenn mehrere Lochstempel
vorhanden sind, die von einander einen etwa der Kunststoffwanddicke
entsprechenden Mindestlochabstand haben. Alle Löcher können gleichzeitig hergestellt werden, auch
für einen sehr geringen Mindestlochabstand, herunter bis zur Kunststoffwanddicke. Dieser Mindestlochabstand muß
vorhanden sein,· damit er die Lochtiefe bzw. -Länge nicht
unterschreitet, wodurch die Gefahr begründet würde, daß der zwei Löcher voneinander trennende Wandsteg bei einer
Beanspruchung einer Befestigungsschraube reißt. Beim Herstellen
einer Lochgruppe mit Lochstempeln kommt zum Tragen, daß der Restmaterialanfall wesentlich kleiner ist,
als beim Bohren.
Der oder die Lochstempel sind mit einem Stempelantrieb zusammengebaut, der gemeinsam mit dem Positionierungsanschlag als Anbaueinheit lösbar an dem Auflagetisch befestigt
ist. Bei einer derartigen Ausgestaltung der Vorrichtung ist es möglich, sie problemlos vom Auflagetisch
abzubauen und z.B. gegen eine Bohr- oder Fräsvorrichtung auszutauschen. Das ist beispielsweise dann erforderlich,
wenn in der Nähe eines Loches oder einer Lochgruppe eine
nicht durch Lochen herstellbare Bohrung erzeugt werden muß bzw. ein Bohr- Oder Fräsvorgang erforderlich ist, bei
deren Durchführung die Lochvorrichtung stört. Damit ist es auch möglich, den Auflagetisch universeller zu verwenden
bzw. ihn in Fertigungsvorgänge einzubinden, die andersartige Werkstücke betreffen oder bei denen eine
Weiterverarbeitung der Kunststoff-Hohlprofilstäbe oder
der Rahmen erfolgt, z.B.. ein Schweißvorgang. ■
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Lochvorrichtung
ragen die Lochstempel lochseitig aus einer Stempelhalteplatte hervor und sind darin gegen Entfernung
vom Werkstück weg durch eine Druckplatte gesichert, die ihrerseits von einer mit einem Kolben-Zylinderantrieb
beaufschlagbaren Halteplatte abgestützt ist, und alle
drei Platten sitzen auf Führungsbüchsen,- die auf Führungssäulen eines Stempelantriebgestells verschieblich
sind. Diese !lochvorrichtung ist besonders dafür geeignet, einen Lochstempel oder eine Gruppe von Lochstempeln
in der jeweils gewünschten Anordnung auswechsel-
bar aufzunehmen und toleranzfrei zu führen, so daß die
Löcher mit der gewünschten Genauigkeit ihrer Anordnung und Bemessung hergestellt werden können.
Die Führungssäulen des Stempelantriebgestells verbinden
eine Zylinderhalteplatte mit einer zwischen der Stempelhalteplatte und einer Grundplatte angeordneten
Deckplatte zu einem starren Gestellrahmen, der mit einem
den Positionierungsanschlag aufweisenden und werkstückseitig
von der Deckplatte Freiraum zur Anordnung des Werkstücks lassenden Abstandhalter auf der Grundplatte
bzw. auf dem Auflagetisch abgestützt ist. Der starre Gestellrahmen
bietet die Gewähr für eine exakte Führung der Lochstempel bei sicherer Befestigung des Stempelantriebs.
Der Gestellrahmen ist durch den Abstandhalter genügend hoch über der Grundplatte bzw. über dem Auflagetisch
gehalten, um das zu bearbeitende Werkstück auf der Grundplatte bzw. auf dem Auflagetisch unterhalb des
Werkzeugs anordnen zu können.
Für die Vorrichtung ist besonders vorteilhaft, wenn sie einen den kleinsten Rahmeninneriumriß nicht übersteigenden horizontalen Außenumriß hat. In diesem Falle können
zu bearbeitende Rahmen so angeordnet werden, daß sie mit ihrem Innenumriß an dem Positionierungsanschlag zu
liegen kommen. Da nun die Maßvorgabe bzw. der Abstand eines Loches bzw. einer Lochgruppe überwiegend von einer
Rahmeninnerikänte ' aus gemessen erfolgt, können Rahmen
unterschiedlicher Profilabmessungen bzw. Profilbreiten
mit der Lochvorrichtung bearbeitet werden, ohne daß der Positionierungsanschlag ausgewechselt bzw. verstellt
werden müßte.
In Weiterbildung der Erfindung sind mehrere, vorzugs
weise vier Lochstempelgruppen mit je einem separaten
- r-
-/&■
Stempelantrieb vorhanden. Es ist damit möglich, an einem Rahmen unterschiedliche Lochbilder herzustellen, ohne den
Rahmen zu einer anderen Lochvorrichtung umzüheben bzw. Lochvorrichtungen eines Auflagetisches auszuwechseln oder
umrüsten zu müssen. Darüberhinaus ist es bei Vorhandensein mehrerer Lochstempelgruppen möglich, Rahmen für Rechtsund
Linksanschlag in der gleichen Weise besser zu verarbeiten, nämlich ohne Umheben des Rahmens zu einer anderen
Lochvorrichtung oder ohne deren Auswechseln oder Umrüsten. Sind vier Lochstempelgruppen vorhanden, so können damit
sowohl die Lochgruppen für die Befestigung eines Ecklagers, als auch eines Rahmenlagers hergestellt werden, und
zwar für Rechts- und Linksanschlag, wobei der Rahmen auf dem Auflagetisch lediglich hin- und hergeschoben zu werden
braucht.
Alle Lochstempelgruppen sind mit ihrem starren Gestellrahmen
auf einer gemeinsamen Deckplatte befestigt, die zentral auf dem Abstandhalter ruht, wodurch eine
einfache Konstruktion gewährleistet wird, verbunden mit einer leichten Auswechselbarkeit aller Lochvorrichtungeri.
Um zu gewährleisten, daß ein Werkstück die zur Bearbeitung erforderliche gewünschte Lage hat, weist
die Lochvorrichtung mindestens einen eine Lochantriebssperre bildenden Positionierungsanschlag-Grenztaster
auf, so daß ein Auslösen des Lochantrieb's nur bei der
gewünschten genauen Lage des Werkstücks möglich ist.·
In Weiterbildung der Erfindung weist die Vorrichtung
einen zu einer Anschlagfläche des Positionierungsanschlags parallel und/oder vertikal verstellbaren Positionierungsschieber
auf, mit dem z.B. Lehren für z.B. Schließteile am Rahmen in einfacher Weise angeordnet
werden können, ohne daß eine erneute Ausrichtung des
Rahmens erforderlich ist. Es wird also die zum Lochen erforderliche Ausrichtung des Werkstücks benutzt.
Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Herstellen von Löchern in Kunststoff-Hohlprofilstäben
oder daraus hergestellten Rahmen, insbesondere Tür- oder Fensterrahmen, bei dem das zu bearbeitende Werkstück auf
einem Auflagetisch gelegt und an einem Positionierungsanschlag in seine Bearbeitungslage gebracht wird, wonach
die Löcher mit einem relativ zürn Auflagestück bewegten Werkzeug erzeugt werden. Um dieses bekannte Verfahren zu
verbessern, bei dem die Löcher durch Bohren hergestellt werden, wobei die eingangs genannten Nachteile in Kauf
genommen werden müssen, wird das bekannte Verfahren dahingehend verbessert, daß die Löcher mit Lochstempeln
gestanzt werden. Dieses Verfahren erlaubt insbesondere das Herstellen von Lochgruppen mit erhöhter Genauigkeit,
da sich die bei mehreren Bearbeitungsschritten jeweils gegebenen Toleranzen nicht addieren können.
Insbesondere ist es für das Herstellen von Löchern in Rahmen sehr günstig, wenn ein Rahmen vor dem Stanzen
mit seiner Rahmenöffnung um die Lochvorrichtung herum
auf einem Auflagetisch angeordnet und mit einer der Rahmenöffnung benachbarten Fläche an dem Positionierungsanschlag ausgerichtet wird. Vorteilhaft ist hierbei vor
allem die leichte Handhabbarkeit des Rahmens bei mehreren unterschiedlichen Positionierungslagen.
Die beim Stanzen abgesenkten Lochstempel werden nach dem Herstellen der Löcher niedergehalten und das
gelochte Werkstück so lange positioniert gehalten, bis an anderer Stelle des Werkstücks positionierungsabhän-
-A-
gige Arbeiten erfolgt sind. Auf diese Weise wird die
Zeit eingespart, die sonst für einen zweiten Ausrichtvorgang benötigt würde. Zusätzlich werden Toleranzen
vermieden, die durch einen zweiten Ausrichtvorgang bedingt sein könnten. Abhängig von der einmal erreichten
Positionierung können automatische Teilezuführung und
schnelle Befestigung von Beschlagteilen erreicht bzw. vereinfacht werden. Infolge der innerhalb eines Rahmens
befindlichen Lochvorrichtung können von außen Bearbeitungsvorgänge ausgeführt werden, die nicht durch die
Lochvorrichtung behindert werden.
Bei einem Fenster- oder Türahmen aus Kunststoff-Hohl
profilstäberi, mit insbesondere zum Befestigen von Beschlagteilen
dienenden Löchern ist es vorteilhaft, wenn die Löcher gestanzt sind, da die gestanzten Löcher den
üblichen Maßanforderungen genügen und auch Befestigungsschrauben
od. dgl. ausreichend halten oder sogar erhöhte Ausreißkräfte bedingen.
Die Erfindung wird hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels der Lochvorrichtung
beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Aufsicht auf einen mit einer erfindungsgemäßen Lochvorrichtung versehenen Auflagetisch,
Fig. 2 den Schnitt AB der Fig. 1, Fig. 3 die Ansicht C der Fig 2 und
Fig. 4 Lochgruppenanordnungen bei Blendrahmen für Linksanschlag eines Flügels.
In der Aufsicht der Fig. .1 ist eine Lochvorrichtung
0 mit vier Lochstempeleinheiten I bis IV oberhalb eines Auflagetischs 1 angeordnet.
Fig. 2 zeigt, daß die vier Lochstempeleinheiten I bis
IV auf einer allen Einheiten I bis IV gemeinsamen Deckplatte
17 angeordnet sind, die sich über einen Abstandhalter 7 auf einer Grundplatte 6 abgestützt, die bündig
in den Auflagetisch 1 eingelassen ist. Zwischen der Deckplatte
17 und der Grundplatte 6 bzw. dem Auflagetisch ist Freiraum 20, in den gemäß Fig. 2 ein Kunststoff-Hohlprofilstab
eines Fensterrahmens bzw. ein Werkstück 3 zur Bearbeitung eingelegt ist. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß
das Werkstück 3 eine Öffnung bzw. .einen Innenumriß hat,
der den horizontalen Außeriumriß übersteigt, so daß das
Werkstück 3 bzw. der Rahmen mit seiner Öffnung über die Lochvorrichtung 0 auf den Auflagetisch 1 gelegt und auf
diesem in die jeweiligen Bearbeitungslagen an einem, Positionierungsanschlag 9 oder an mehreren Positionierungsanschlägen
geschoben werden kann.
Der Positionierungsanschlag 9 befindet sich gemäß Fig. 2 an einer Platte 91, die bei der speziellen Ausbildung
der Lochvorrichtung zwischen der Deckplatte 17 und dem Abstandhalter 7 angeordnet ist. Der Anschlag 9
bzw. die aus Fig. 4 ersichtlichen beiden Anschlagflachen
23 bestimmen die genaue Lage des Werkstücks 3, z. B. die in Fig. 1 mit ausgezogenen Strichen dargestellte
Positionierungslage. Die Anordnung des Rahmens bzw. Werkstücks 3 erfolgt gemäß Fig. 2 so, daß ausschließlich
dessen Fläche 25 an der Anschlagplatte 9' anliegt und
die übrigen Rahmenflächen vom Abstandhalter 7 frei sind
bzw. Abstand aufweisen. Dadurch ergibt sich eine stets
genaue Anordnung der Lochstempel 8 relativ zürn Werkstück über die Maßvorgabe 26, die stets von der Rahmeninnenkante
aus bestimmt wird. Für unterschiedliche Maßvorgaben 26 bzw. Abstände der Lochstempel 8 von der Platte 9' ist diese
auswechselbar oder einstellbar.
Der Aufbau der Lochvorrichtung ist aus den Fig. 2, 3 näher ersichtlich- Die Lochvorrichtung 0 hat mehrere
Lochstempeleinheiten I bis IV mit jeweils separaten Stempelantrieben
2. Ein Stempelantrieb 2 besteht im wesentlichen aus einem mit Druckluftanschlüssen 18 versehenen Kolben-Zylinderantrieb
10, der von einem Gestellrahmen 5 getragen ist, der seinerseits starr auf der Deckplatte 17 befestigt
ist. Die mehreren Stempelantrieben 2 gemeinsame Deckplatte 17 ruht auf der Anschlagplatte 9' bzw. dem Abstandhalter
7, der sich über Zylinderstifte 28 zentriert auf der Grundplatte
6 abstützt. Mit einer die Grundplatte 6, den Abstandhalter 7, die Anschlagplatte 9 und die Deckplatte 17 durchsetzenden
Bohrung 29 kann diese Baugruppe zusammengespannt und/oder am Auflagetisch 1 befestigt werden.
Die Deckplatte 17 weist Ausnehmungen 27 auf, die von
Stempeln 8 durchsetzt werden. Es sind zwei Stempelgruppen 29, 30 dargestellt, deren Stempel 8 jeweils in der Stempelhalteplatte 16 gehalten sind. Dazu weisen die Stempel 8 einen
Kopf 31 auf, der in eine entsprechend geformte, nicht bezeichnete Ausnehmung der Stempelhalteplatte 16 eingreift,
so daß ein Durchrutschen zum Werkstück 3 hin nicht möglich
ist. Oberhalb der Stempelhalteplatte 16 ist eine gehärtete Druckplatte 15 vorhanden, mit der die Stempel 8 beim Lochen
beaufschlagt werden. Dies wird selbst von einer Halteplatte
14 angetrieben, die mit einer Kolbenstange 3 2 des Kolbenzylinderantriebs
10 verbunden ist. .Alle drei Platten 14 bis
16 sind miteinander verschraubt und sitzen auf einer Führungsbüchse 33, die in Fig. .3 gegen einen Distanzring 13
geschoben ist, so daß zwischen der Stempelhalteplatte 16 und der Deckplatte 17 'der gewünschte Abstand vorhanden ist,
der auf die Eindringtiefe der Stempel 8 in das Werkstück
3 abgestimmt ist. Jede Führungsbüchse 33 ist gleitbeweg'lich auf einer Führungssäule 12, die an einem Ende mit der Deckplatte
17 und an dem anderen Ende mit einer Zylinderhalteplatte 11 starr verbunden ist. Es wird der starre Gestell-
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Vs-
rahmen 5 gebildet,- an dessen Führungssäulen 12 die Platten
14 bis 16 vertikal verschieblich sind.
Die Grundplatte 6 hat in der Nähe des Äbstandhalters
7 eine Bohrung 34, durch die ein Positionierungsanschlag-Grenztaster 22 hindurchragt, der dabei den Lochantrieb
sperrt. Der Kolben-Zylinderantrieb 10 wird also bei einer solchen Sperre trotz 'üblicher Befehlsgabe nicht wirksam.
Das Wirksamwerden ist erst möglich, wenn das Werkstück 3 in der zum Lochen ordnungsgemäßen Lage ist und dabei den
Taster 22 betätigt hat.
In Fig. 4 sind unterschiedlich gestaltete Lochgruppen dargestellt, nämlich eine Lochgruppe 36 für ein Rahmenlager
an der oberen Ecke eines Fensterblendrahmens, wobei das anzuschlagende Teil 39 gestrichelt dargestellt ist.
Die Löcher 24 in dem Werkstück 3 bzw. in dem Rahmen werden mit Hilfe der Stempelgruppe 30 hergestellt. Das zu befestigende
Rahmen- bzw. Lenkerlagerteil 39 benötigt zu seiner Befestigung sechs gleich große Löcher 24, die von den entsprechend
bemessenen Lochstempelenden 8" hergestellt werden, die zur Veringerung der momentanen Lochkraft bzw. zur Lochkraftverteilung
auf nacheinander folgende Zeitabschnitte unterschiedlich lang ausgebildet sind.
Im unteren Teil der Fig. 4 ist ein Ecklagerbock 40 gestrichelt dargestellt, dessen Löcher 24 mit den Lochstempeln
8 der Stempelgruppe 29 hergestellt werden. Von deren Lochstempeln 8 sind nur einige mit vergleichsweise
dünnen Lochstempelenden 8" versehen, welche Befestigungslöcher zum Schraubeingriff herstellen. Die an ihren Enden
vergleichsweise dick ausgebildeten Lochstempel 8 dienen der Herstellung von Zapfeneingriffslöchern. .
Die Lochstempeleinheiten I bis IV dienen der Vereinfachung der Herstellung mehrerer Lochgruppen an einem
Rahmen 3. Durch die .Lochstempeleinheit I werden die Löcher 24 zur Befestigung eines Rahmenlagerteils eines Blendrahmens
für Linksanschlag hergestellt. Die Lochstempeleiheit 2 kann entsprechende Löcher für einen Blendrahmen
für Rechtsanschlag herstellen. Wird das Werkstück 3 in die gestrichelte Lage 3' gegen die in Fig. 4 unten dargestellten
Anschlagflächen 23'' der Anschlagplatte 91 geschoben,
so können die Löcher 24 zur Anbringung eines Ecklagers für Linksanschlag hergestellt werden, während
durch die Lochstempeleinheit IV entsprechende Löcher für ein Ecklager' für Rechtsanschlag hergestellt werden.
Für die Erfindung ist von Bedeutung, daß die Positionierung des Werkstücks 3 an den Anschlägen. 9 bzw. an
der Anschlagplatte 91 ausgenutzt wird, um weitere ■positionierungsabhängige
Arbeiten am Werkstück 3 auszuführen, das von außen, also von außerhalb des Auflagetisches 1
und durch die Lochvorrichtung ungestört leicht zugänglich ist- Dazu werden die Lochstempel 8 nach" dem Lochen in Eingriff
mit dem Werkstück 3 'gehalten, so daß die Positionierungslage
bei anderweitigen Arbeiten gewährleistet bleibt. Bei diesen Arbeiten auftretende Belastungen können
von den Lochstempeln 8 ohne weiteres übernommen werden. Es sind beispielsweise Arbeitsvorgänge möglich, bei denen
eine automatische Teilezuführung erfolgt, z.' .B. die automatische
Zuführung der oberen Rahm.erilagerte.ile,' während
die Löcher 24 für die 'Ecklager'bef.estigung hergestellt werden. Auch Putz-, Schweiß- oder Zusatzböhrarbeiten
sind möglich, auch in Abhängigkeit von der Lage bereits früher hergestellter Löcher.
- Ί2Γ-
Außerdem weist die Lochvorrichtung 0 einen Positionierungsschieber
40 auf, der z. B. aus einem auf der Deckplatte 17 in nur einer Richtung längsverschieblich
geführten Führungsstange 40' und einer Halterung 40''
besteht, auf der eine Anschlaglehre 42 z. B. für Schließteile
des Blendrahmens angeordnet ist. Der Abstand derartiger
Schließteile wird üblicherweise ausgehend von der Rahmenfläche 43 bemessen, die an der horizontalen
Anschlagfläche 23 der Anschlagplatte 9' anliegt und daher
definiert ist.. Die positionierte Anschlaglehre 42 nimmt beispielsweise die Schließteile auf und diese können an
dem rechten Blendrahmenscherikel 44 befestigt werden.
Die Lochvorrichtung kann zur Gewährleistung der beim
Lochen erforderlichen Positionierungslage auch dazu ausgebildet
werden, daß ein Spannvorgang mit einem besonderen Spannelemerit erfolgt, so daß die Lochstempel entlastet wer
den. Dieses Spannelement kann in Abhängigkeit vom Betätigungszustand
des Kolben-Zylinderantriebs 10 gesteuert werden.
Mit einer geeigneten Lochvorrichtung kann auch horizontal
gelocht werden, beispielsweise können Dübelbefestigungsbohrungen
oder Wasserablaufschlitze hergestellt werden.
Claims (14)
- PATENTANWÄLTEDiPL-ING. P. EICHLER J 4 J 0 J / dBRAHMSSTRASSE 29, 5600 WUPPERTAL 2Ansprüche;Vorrichtung zum Herstellen von Löchern in Kunststoff-Hohlprofilstäberi oder daraus hergestellten Rahmen, inbesondere Fenster- oder Türrahmen, mit einem von einer Platte oder einem Gestell gebildeten Auflagetisch, mit einem Positionierungsanschlag zum für das Herstellen der Löcher erforderliche Ausrichten des zu bearbeitenden Werkstücks, und mit einem relativ zum Auflagetisch beweglichen, die Löcher erzeugenden Werkzeug, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug mindestens ein matrizenfrei arbeitender Lochstempel (8) ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1,dadurch g ekennze ichnet, daß mehrere Lochstempel(8) vorhanden sind, die voneinander einen etwa der Kunststoffwanddicke entsprechenden Mindestlochabstand haben.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennz eichnet, daß der oder die Lochstempel (8) mit einem Stempelantrieb (2) zusammengebaut sind, der gemeinsam mit dem Positionierungsanschlag (9) als Anbaueinheit lösbar auf dem Auflagetisch (1) befestigt ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochstempel (8) lochseitig aus einer Stempelhalteplatte: (16) hervorragen und darin gegen Entfernung vom Werkstück (3) weg durch eine Druckplatte (15) gesichert sind, die ihrerseits von einer mit einem Kolbenzylinderantrieb (10) beaufschlagbareri Halteplatte (14) abgestützt ist und daß alle drei Platten auf Führungsbüchsen (1'9) sitzen, die auf Führungssäulen' (1-2)' eines Stempelantriebgestells (4) verschieblich sind.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungssäulen (12) des Stempelantriebgestells(4) eine ZylinderhaltepTatte' (11) mit einer zwischen der StempelhaltepTatte (16) und einer Grundplatte(6) angeordneten Deckplatte (17) zu einem starrem Gestellrahmen (3) verbinden, der mit einem den Positionierungsanschlag (9) aufweisenden und wer'.kstückseitig von der Deckplatte' (1'7)' Freiraum (20) zur Anordnung des Werkstücks (3) lassenden Abstandhalter (7) auf der Grundplatte (6) bzw. auf dem Auflagetisch (1) abgestützt ist. .
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet/ daß sie einen den kleinsten Rahmeninnenumriß nicht übersteigenden horizontalen Außeriumriß hat.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, vorzugsweise vier Löchstempeleinheiten (I bis IV) mit je einem separaten Stempelantrieb (2) vorhanden sind.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7,: dadurch gekennzeichnet, daß alle Lochs teiripeleinheitea (I bis IV) mit ihren starren Gestell— rahmen' (5) auf einer gemeinsamen Deckplatte' (17)' befestigt sind, die !zentral auf dem abstandhalter" (?.)'■ ruht.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens einen eine Lochantriebssperre bildenden Position.ier'ungsanS'Chlag-Grenztaster (22)-aufweistv .
- 10- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen zu einer Anschlagflache (23)' des Positionierungsanschlags (9) parallel und/oder vertikal verstellbaren Positi:onier.ungsschieb"er (4Ö) aufweist. :
- 11. Verfahren zum Herstellen von Löchern in Kunststoff-Hohlprofilstäberi oder daraus hergestellten Rahmen, insbesondere Tür- oder Fensterrahmen,- bei dem das zu bearbeitende Werkstück auf einen Auflagetisch gelegt und an einen Positionierungsanschlag in seine Beärbeitungslage "gebracht wird, wonach die Löcher mit einem relativ zum Auflagetisch bewegten Werkzeug erzeugt werden, dadurch geken nz ".e i c h η e t, daß die Löcher (24): mit Lochstempeln (8) gestanzt werden.
- 12. Verfahren 'nach Anspruch "11, dadurch g ekennzeichnet, daß ein Rahmen (3)' vor dem Stanzen mit seiner Rahmenöffnung um die Loch-vorrichtung (I bis IV) herum auf einem Auflagetisch (Γ) angeordnet und mit einer der Rahmenöffnung benachbarten Fläche (25) an dem Positionierungsanschlag (9) ausgerichtet wird..
- 13. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,dadurch gekennzeichnet, daß die beim Stanzen abgesenkten Lochstempel (8) nach dem Herstellen der Löcher" (24)' niedergehalten werden und das gelochte Werkstück (3) solange positioniert gehalten wird, bis an anderer Stelle des Werkstücks (3)' positionierungsabhängige Arbeiten erfolgt sind.
- 14. Fenster- oder Türrahmen aus Kunststoff-Hohlprofilstäben, mit insbesondere zum Befestigen von Beschlagteilen dienenden Löchern, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (24) gestanzt sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843435379 DE3435379A1 (de) | 1984-09-27 | 1984-09-27 | Vorrichtung und verfahren zum herstellen von loechern in kunststoff-hohlprofilstaeben |
| EP19850112158 EP0176091A1 (de) | 1984-09-27 | 1985-09-25 | Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von Löchern in Kunststoff-Hohlprofilstäben |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19843435379 DE3435379A1 (de) | 1984-09-27 | 1984-09-27 | Vorrichtung und verfahren zum herstellen von loechern in kunststoff-hohlprofilstaeben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3435379A1 true DE3435379A1 (de) | 1986-04-03 |
Family
ID=6246441
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19843435379 Withdrawn DE3435379A1 (de) | 1984-09-27 | 1984-09-27 | Vorrichtung und verfahren zum herstellen von loechern in kunststoff-hohlprofilstaeben |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| EP (1) | EP0176091A1 (de) |
| DE (1) | DE3435379A1 (de) |
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