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DE3434729A1 - Biegeelement aus piezokeramik und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents

Biegeelement aus piezokeramik und verfahren zu seiner herstellung

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DE3434729A1
DE3434729A1 DE19843434729 DE3434729A DE3434729A1 DE 3434729 A1 DE3434729 A1 DE 3434729A1 DE 19843434729 DE19843434729 DE 19843434729 DE 3434729 A DE3434729 A DE 3434729A DE 3434729 A1 DE3434729 A1 DE 3434729A1
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Germany
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bending element
layers
ceramic
zones
electrodes
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DE19843434729
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DE3434729C2 (de
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Karl Dr. 8012 Ottobrunn Lubitz
Jutta 8000 München Mohaupt
Manfred Dr. 8048 Haimhausen Schnöller
Wolfram Dipl.-Phys. 8011 Kirchheim Wersing
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Siemens AG
Siemens Corp
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Siemens AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
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Description

  • Biegeelement aus Piezokeramik und Verfahren zu seiner Her-
  • stellung.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Biegeelement aus Piezokeramik und auf sein Herstellungsverfahren, wie es im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 beschrieben ist.
  • Es ist seit langem bekannt, Bimorph-Biegeelemente aus Piezokeramik herzustellen und zu verwenden. Solche Biegeelemente bestehen aus einer Vielzahl dünner, aufeinanderliegender, miteinander fest verbundener Lamellen aus Piezokeramik. Um ein solches Biegeelement mit möglichst geringer elektrischer Spannung betreiben zu können, hat man solche Elemente mit Lamellen hergestellt, die nur 100 pm Dicke haben. Selbst bei derart dünnen Lamellen benötigt man jedoch für verwertbare mechanische Auslenkung elektrische Spannungen in der Höhe von 100 Volt. Mit 200 Volt würde im übrigen die im Einzelfall vom Keramikmaterial abhängige Grenzfeldstärke von ca. 2 kV/mm erreicht sein. Einzige weitere Möglichkeit zur Vergrößerung der Auslenkung war bisher, die für die Biegung zur Verfügung stehende Länge der Lamellen zu vergrößern, was naturgemäß zu vielfach unerwünscht großen Abmessungen der Biegeelemente führt.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein solches piezokeramisches Biegeelement und das Verfahren zu seiner Herstellung anzugeben, für das nur Niedervoltspannung zum Betrieb erforderlich ist und dennoch nur geringe Länge des Biegeelements erforderlich ist.
  • Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw. des entsprechenden Verfahrensanspruches gelöst. Weitere Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
  • Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, von dem jahrzehntelang praktizierten Aufbau des Biegeelementes aus einem Stapel aufeinanderliegender Lamellen, einem sogenannten Bimorph, abzugehen. Das Biegeelement der vorliegenden Erfindung ist als monolithischer Körper anzusehen, denn der Bildungsprozeß für die Erzeugung des Keramikcharakters erfolgt integral für das ganze Biegeelement. Bei der Erfindung werden schichtenweise Rohkeramikmaterial und Material für Abstandsschichten bzw. Elektrodenschichten aufeinander angeordnet; erst dann wird das Sintern vorgenommen. Das Rohkeramikmaterial ist das gegebenenfalls bereits umgesetzte Ausgangsmaterial der Keramik, das mit Flüssigkeit und gegebenenfalls Bindemittel zu einem Schlicker verarbeitet ist. Ausgangsmaterial, Herstellung des Schlickers und der gegebenenfalls bereits durchgeführte Umsatz entsprechen üblicher bekannter Herstellung von Piezokeramik. Zum Beispiel ist das Ausgangsmaterial Bariumkarbonat und Titandioxid oder Bleioxid, Zirkonoxid und Titanoxid. Im Falle des bereits durchgeführten umsatzes (prefired) ist aus diesen Ausgangsstoffen bereits Bariumtitanat bzw. Bleizirkonattitanat entstanden, das dann wieder gemahlen wird.
  • Durch ein Siebdruckverfahren wird die Folge aus Rohkeramikschichten und Elektrodenschichten bzw. Abstandsschichten in besonders vorteilhafter Weise erzeugt. Man geht dabei von einer Trägerfolie als Substrat aus, wobei diese Trägerfolie eine Keramik-Rohfolie aus vorteilhafterweise der gleichen Keramikmasse ist, die für die einzelnen aufzudruckenden Schichten verwendet wird. Diese Trägerfolie ist ein passiver Teil des Biegeelementes. Die aufgebrachten Keramikschichten mit dazwischenliegenden Elektroden bilden da- gegen den aktiven Teil des Biegeantriebs. Vorteilhafterweise wird auch das Material dieser Trägerfolie - ebenso wie die piezoelektrisch aktiven Folien des Elements - elektrisch polarisiert (jedoch im Betrieb elektrisch nicht angeregt). Dadurch ist sichergestellt, daß die thermische Ausdehnung dieser Trägerfolie einerseits und des Pakets, bestehend aus den aktiven Folien, andererseits gleich groß und kompensiert ist.
  • Weitere Erläuterungen der Erfindung werden der Einfachheit halber an einem Beispiel eines Herstellungsverfahrens eines Biegeelements der Erfindung, und zwar anhand der beigefügten Figuren, gegeben.
  • Fig.1 zeigt einen schematischen Aufbau.
  • Fig.2, 3 und 5 zeigen Forgebungen für die Elektroden und Fig .4 zeigt ein fertiges Biegeelement.
  • Fig.1 zeigt einen Querschnitt durch ein bezüglich seiner Länge L abgebrochenes und bezüglich seiner Breite B unterbrochenes Stück eines erfindungsgemäßen Biegeelementes 1.
  • Mit 2 ist die bereits oben angegebene Trägerfolie bezeichnet. Mit 3 sind Keramikschichten bezeichnet, die die aktiven Keramikfolien im fertigen Biegeelement bilden. Mit 4 sind die ebenfalls bereits oben erwähnten Elektroden bzw. Abstandsschichten bezeichnet, auf die insbesondere noch näher einzugehen ist. Mit 5 sind jeweilige Keramik-Randstreifenschichten bezeichnet, die zweckmäßigerweise, jedoch nicht unbedingt vorgesehen sein müssen. Wie ersichtlich, können bei den ohnehin sehr dünnen Elektrodenschichten 4 bzw. bei einer gegenüber der Dicke der Folien 3 sehr viel geringeren Dicke der Abstandsschichten 4 diese Randstreifenschichten 5 auch weggelassen werden, womit dann in diesem zur Breite B ohnehin vergleichsweise schmalen Randbereich die einzelnen Folien 3 unmittelbar aufeinanderliegen. In diesem Falle wird bei Herstellung mittels eines Beschichtungsverfahrens im Regelfall die (aufgedruckte) Schicht, aus der die jeweilige Folie 3 gebildet wird, in diesen Randbereichen etwas dicker sein, so daß das Biegeelement 1 insgesamt wieder durchwegs angenähert einheitliche Dicke D haben wird.
  • Als Elektrodenschichten 4, die keiner noch weiteren Verfahrensschritte bedürfen, kann z.B. Platin oder entsprechendes Metall verwendet werden, das gegenüber dem nachfolgenden Sintern beständig ist.
  • Wie bereits erwähnt, eignet sich für die Herstellung eines erfindungsgemäßen Biegeelementes 1 insbesondere das Siebdruckverfahren. Auf eine beispielsweise bereits vorhandene Trägerfolie 2 wird zunächst eine erste wenige pm dicke Elektrodenschicht aus z.B. Platin oder eine erste Abstandsschicht 4 aufgedruckt, für die z.B. eine Dicke von 2 um bis 10 um vorzusehen ist. Für eine Abstandsschicht 4 eignet sich als Material insbesondere Graphit mit darin eingelagerten Abstandskörnern aus beispielsweise Aluminiumoxid, Magnesiumoxid oder Zirkondioxid. Beim nachfolgenden Sintern brennt das Graphit aus und die dem Sinterprozeß gegenüber beständigen Oxid-Körner füllen nicht mehr vollständig, aber stützen dennoch weiterhin den ursprünglichen Raum.
  • Zugleich oder nachfolgend wird - soweit vorgesehen - die erwähnte Randschicht 5 (mit zu Fig.2 beschriebener Form 5,1 bzw. 5,2) um die Abstandsschicht 4 herum aufgedruckt. Diese Randschicht 5 besteht vorzugsweise aus dem gleichen Material bzw. Schlicker, aus dem die für die Folien 3 aufzudruckenden Schichten bestehen.
  • Nachfolgend wird dann die erste Folienschicht 3 aus Rohkeramik aufgedruckt. Diese Rohkeramik ist ein Schlicker aus bereits umgesetztem Rohkeramikmaterial, sogenannter grüner Keramik, die noch nicht gesintert ist. Die Dicke dieser Rohkeramikschicht wird so gewählt, daß die später fertig gesinterte Keramikfolie eine Dicke d von z.B. 15 bis 50 um, insbesondere zn etwa 30 um, hat.
  • Es wird dann die folgende Elektroden- bzw. Abstandsschicht 4 aufgedruckt, für die die gleiche Dicke wie für die schon ausgeführte Abstandsschicht vorgesehen ist.
  • Das abwechselnde Aufbringen einer jeweils weiteren Elektroden- bzw. Abstandsschicht 4, ggf. mit Randschicht 5, und einer jeweils weiteren Schicht für eine Folie 3 wird solange fortgesetzt, bis schließlich die gewünschte Vielzahl von übereinanderliegenden, als piezoelektrische aktive Schichte dienenden Folien 3 erreicht ist.
  • Ist für die Schichten 4 ein beim Sintern herausbrennendes Material vorgesehen, d.h. sind Abstandsschichten 4 (mit noch darin enthaltenen Abstandskörnern) vorgesehen, werden diese z.B. im Vakuum mit Metall, z.B. mit Blei, ausgefüllt. Dieses Metall bildet dann das Elektrodenmaterial zwischen den piezoelektrisch aktiven Folienschichten 3 des ganzen erfindungsgemäßen Biegeelementes.
  • Die Fig.2 und 3 zeigen - vergleichsweise zur Fig.1 in Aufsicht - Elektroden- bzw. Abstandsschichten 4, und zwar Fig.2 eine solche für eine jeweilige Elektrode der einen Polarität und Fig.3 eine solche für eine jeweilige Elektrode der anderen Polarität des mit elektrischer Spannung zu speisenden fertigen Biegeelements. Mit 5,1 ist eine Form und mit 5,2 ist die andere Form der Keramikrandschichten angegeben. Im Stapel des fertigen Biegeelementes sind diese beiden verschiedenen Formgebungen 5,1 und 5,2 abwechselnd aufeinanderfolgend angeordnet, so daß die mit 8 und mit 9 bezeichneten Öffnungen am fertigen Element (siehe die noch näher zu beschreibende Fig.4) nebeneinander bzw. zueinander versetzt angeordnet sind. Die durch die Abstandsschichten 4 gebildeten Hohlräume werden nach dem Verbrennen des beispielsweise verwendeten Graphits durch die Öffnungen 8 und 9 hindurch im Vakuumverfahren mit niedrigschmelzendem Metall - wie z.B. Blei, Zinn oder leitfähigem Kunststoff - für die Elektroden 41 und 42 angefüllt. Mit 141 und 142 sind die später als Anschlüsse verwendeten, herausragenden Fortsätze bezeichnet.
  • Fig.4 zeigt ein fertiges erfindungsgemäßes Biegeelement. Die Bezugszeichen haben die Bedeutung der oben erörterten Einzelheiten. Mit 241 und 242 sind die Anschlußkontakte des Biegeelementes bezeichnet. Es sind dies Metallbeschichtungen auf den Stirnflächen der Fortsätze 141 bzw. 142 in den Öffnungen 8 bzw. 9. Diese durch die Bereiche der Keramikrandschichten 5,1 und 5,2 hindurchragenden Fortsätze bzw. die Unterbrechungen 8 und 9 in diesen Bereichen sind auch dann vorzusehen, wenn solche Keramikrandschichten weggelassen werden. Auch in diesem Falle ist die Elektroden- bzw. Abstandsschicht im Sinne der Darstellungen der Fig.2 und 3 an jeweils einer Stelle bis zur Außenoberfläche des Biegeelementes 1 herauszuführen.
  • Nach dem Aufdrucken der einzelnen Schichten 3, 4 und gegebenenfalls 5 wird derentstandene Stapel gepreßt und gesintert.
  • Soweit sie noch fehlen, werden dann erforderliche Außenelektroden auf dem gesinterten Biegeelement 1 angebracht.
  • An sich ist das Material der Keramikrandschichten 5 mechanischer Ballast für das Biegeelement 1. Für Hochleistungselemente empfiehlt es sich daher, einen Anteil des Material dieser Bereiche 5 nach dem Sintern und dem Vorhandensein des Elektrodenmaterials in den Abstandsschichten 4 zu entfernen.
  • Für die Durchführung der für Piezokeramik erforderlichen elektrischen Polarisation des gesinterten Keramikmaterials wird so vorgegangen, daß an die beiden nach außen geführten Anschlüsse 141 und 142 elektrische Polarisationsspannung angelegt wird, mit der dieser Elektrodenanordnung entsprechend aufeinanderfolgende Folien 3 einander entgegengesetzt gerichtet polarisiert werden. Insbesondere wenn die ursprünglich vorhandenen Randbereiche 5 entfernt worden sind, wird dieses Polarisieren vorzugsweise in einem elektrisch isolierenden Medium, wie z.B. in Schwefelhexafluorid-Atmosphäre durchgeführt. Besonders vorteilhaft kann sein, vor Durchführung dieses Polarisationsverfahrens zunächst den ganzen Körper mit den darin übereinanderliegend befindlichen Folien 3 bzw. Schichten 4 in nur einer Richtung (Dickenrichtung D) zu polarisieren, und zwar bevor die Verbindungen der Elektroden 41 einerseits und 42 andererseits durch das Aufbringen der Anschlüsse 241 bzw. 242 erfolgt ist. Auch diese Polarisation wird vorzugsweise in elektrischem Isoliermedium durchgeführt. Der Vorzug eines solchen vorgeschalteten Schrittes ist, daß zunächst ohne größere Gefahr von Überschlagen eine jeweilige Polarisationsausrichtung des Keramikmaterials des Elementes durchgeführt wird. Dabei kann auch das Keramikmaterial der Keramikrandschichten 5 mit eingeschlossen werden. Diese integrale Polarisation aller Keramikanteile bewirkt, daß mechanische Verspannungen innerhalb der polari- sierten Keramik auf einem Minimum gehalten sind. Das nachfolgend durchzuführende Polarisationsverfahren durch Anlegen elektrischer Spannung zwischen den Anschlüssen 241 und 242 führt zum Umpolen der Polarisation der jeweils zweiten Folie 3. Es sei darauf hingewiesen, daß für das jeweilige Umpolen der Polarisation im Material einer der Keramikfolien 3 geringere Polarisationsspannung bzw. Polarisationsfelstärke erforderlich ist als für eine erstmalige Polarisation. Die Umpolarisierung erzeugt im übrigen auch keine zusätzliche mechanische Verspannung des Keramikmaterials.
  • Es ist sinnvoll, die Trägerfolie aus den obengenannten Gründen mitzupolarisieren, obwohl sie im späteren Betrieb piezoelektrisch nicht angeregt wird. Die Polarisation des Materials der Trägerfolie dient ebenfalls der Verringerung mechanischer Verspannungen und der Verhinderung von störenden Temperatur-Ausdehnungseffekten im keramischen Material des Biegeelementes 1.
  • Fig.5 zeigt eine Variante der Form der im endgültigen erfindungsgemäßen Biegelement vorgesehen Elektroden. Die Fig.5 zeigt vergleichsweise zur Fig.2 eine Abstandsschicht 54 mit einer Keramikrandschicht 55, die Stege 155 und 255 besitzt. Der innerhalb der Keramikrandschicht 55 und den Stegen 155 und 255 freie Raum 54 ist durch Verwendung herausbrennenden Materials, wie z.B. Graphit, und gegebenenfalls zusätzlicher Verwendung von Abstandskörnern hergestellt bzw.
  • erzeugt. Dieser Innenraum ist im fertigen erfindungsgemäßen Biegeelement mit Elektrodenmetall ausgefüllt. Die spiegelsymmetrische Form erhält die der Fig.3 entsprechende Gegenelektrode des Biegeelementes dieser Variante. Alle übrigen zu den Fig.1 bis 4 angegebenen Einzelheiten gelten sinngemäß für eine Variante mit Elektrodenform nach Fig.5. Die Stege 155 und 255 bewirken, daß entsprechend schmale, zur Längen- abmessung L quer verlaufende Zonen in den einzelnen Keramikfolien 3 vorhanden sind, in denen keine elektrische Anregung des Keramikmaterials dieser Folien im Betriebsfall eintritt. Mit dieser für Bimorph-Biegelemente an sich schon bekanntgewordenen Maßnahme läßt sich die Querdeformation des erfindungsgemäßen Biegeelementes verringern, womit eine Vergrößerung der nutzbringenden Auslenkung zu erreichen ist.
  • Es sei noch auf den Vorteil eines erfindungsgemäßen Biegeelementes hingewiesen, der darin besteht, daß bei erfindungsgemäßem Aufbau die die piezoelektrische Biegung bewirkenden, piezoelektrisch anzuregenden Folien 3 mit sich ergebender hoher elektrischer Feldstärke angeregt werden können, die gleichsinnig der piezoelektrischen Polarisation des Keramikmaterials gerichtet ist und dementsprechend keine Depolarisation durch die Betriebsspannung bewirkt werden kann.
  • Das Vorhandensein der Körner in den Abstandsschichten hat für das damit versehene Biegeelement besondere Bedeutung.
  • Sie bewirken eine Stützfunktion zwischen den Folien 3. Die Oxidkörner sintern an die Keramik an und bilden auch gegen Biegungskräfte beständige Stützen. Es ist vorteilhaft, wenn z.B. 10-30% des Volumens der Abstandsschichten 4 von solchen Oxidkörner-Stützen eingenommen werden.

Claims (11)

  1. PatentansDrüche: 1. Biegelement (1) mit einem Träger (2) mit piezokeramischem Keramikmaterial (3), das bei elektrischer Anregung Längenänderungen ausführt, so daß aufgrund des Aufbaues Biegungen (b) desselben auftreten, g e k e n n z e i c h n e t dadurch - daß das Biegelement solche aktiven Zonen (3) aufweist, die jeweilige Anteile eines gesinterten Keramik-Monolithkörpers (1) sind, - wobei zwischen diesen Zonen (3) schichtförmig sich erstreckende Elektroden (4) mit Anschlüssen (141, 142, 241, 242) angeordnet sind.
  2. 2. Biegeelement nach Anspruch 1, g e k e n n z e i c h -n e t dadurch , daß in der Ebene der Elektroden (4) zwischen den benachbarten Zonen (3) Randstrelfenschichten (5) eingesintert vorhanden sind.
  3. 3. Biegeelement nach Anspruch 1 oder 2, g e k e n n -z e i c h n e t dadurch , daß der Träger (2) ein piezoelektrisch nicht anzuregender Anteil eines damit unsymmetrischen Biegeelementes (1) ist (Fig.4).
  4. 4. Biegeelement nach Anspruch 1, 2 oder 3, g e k e n n -z e i c h n e t dadurch, daß im Bereich der Elektroden (4) quergerichtete Stege (155, 255) vorgesehen sind, die aus keramischem Material bestehen (Fig.5).
  5. 5. Biegeelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, g e -k e n n z e i c h n e t dadurch - daß die Elektroden (4) aus Hohlräume im Biegeelement (1) ausfüllendem niedrigschmelzendem Metall bestehen und - daß sich innerhalb dieser Hohlräume innerhalb dieses Metalles verteilt Körner aus Oxidmaterial befinden.
  6. 6. Biegeelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, g e -k e n n z e i c h n e t dadurch , daß die Elektroden (4) aus einem gegenüber dem Sinterprozeß beständigen Metall bestehen.
  7. 7. Verfahren zur Herstellung eines Biegeelements nach einem der Ansprüche 1 bis 6, g e k e n n z e i c h n e t dadurch, daß - zunächst auf einem Träger (2) abwechselnd aufeinanderfolgend Elektroden- bzw. Abstandsschichten (4) und Schichten aus Keramikschlicker für Keramikzonen (3) nach Art eines Stapels aufgebracht werden, - daß dieser Stapel gesintert wird und - daß die zwischen den Zonen (3) vorhandenen bzw. herzustellenden Elektroden (4, 41, 42) mit elektrischen Anschlüssen versehen und das Material der Zone (3) des Stapels polarisiert wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, g e k e n n z e i c h n e t dadurch, - daß für die zwischen den Zonen im Stapel vorzusehenden Abstandsschichten (4) ein Material verwendet wird, das aus sinterbeständigen Körnern, deren Korngröße-Klassierung der vorgesehenen Schichtdicke der Abstandsschichten (4) angemessen ausgewählt ist und aus einem solchen Füllmaterial besteht, das im Verlauf der Durchführung der Sinterung verbrennt, und - daß nach Durchführung des Sinterprozesses nach Ausbrennen des Füllstoffes die durch den Füllstoff in den Abstandsschichten (4) entstandenen Hohlräume mit niedrigschmelzendem Metall oder elektrisch leitendem Kunststoff gfüllt werden.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, g e k e n n -z e i c h n e t dadurch , daß die Abstandsschichten (4) umgebend Randschichten (5) aus dem für die Zone (3) verwendeten Keramikschlicker verwendet werden und das Material dieser Randschichten (5) im Sinterprozeß mit gesintert wird.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 7, 8 oder 9, g e k e n n -z e i c h n e t dadurch , daß das Aufbringen der Elektroden- bzw. Abstandsschichten (4), des Keramikschlickers der Zone (3) und der gegebenenfalls vorgesehenen Randschichten (5) im Siebdruckverfahren durchgeführt wird.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, g e -k e n n z e i c h n e t dadurch , daß die Polarisation des Materials der Zone (3) in der Weise durchgeführt wird, daß zunächst alle Zonen (3) in einheitlicher Richtung polarisiert werden und nachfolgend eine jede zweite Schicht des Stapels in entgegengesetzte Richtung umpolarisiert wird.
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