DE3434369A1 - Tomographisches panorama-roentgengeraet - Google Patents
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Description
NAOHQEREICHT
Tome-graphisches Panorama-Röntgengerät
Die Erfindung betrifft ein tomographisches Panorama-Röntgengerät
gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches.
Die meisten der Panorama-Geräte, die für dentale Darstellungen bestimmt sind# arbeiten in herkömmlicher
Weise derart, daß ein drehender schmalbündliger Strahl von Röntgenstrahlen durch einen Patientenschädel
geschickt wird, der den Zahnbogen auf einen geeignet bewegten Film ausgeflacht in einer Ebene
abbildet. Es geht dabei um eine tomographische Abbildung, wobei dem Film eine solche Geschwindigkeit
gegeben wird, daß Gegenstände in einer gewünschten Lage auf dem Kieferbogen, bspw. dem Zahnsatz, scharf
abgebildet werden, während Teile außerhalb dieser Lage verschwommen bleiben. Was bezüglich dieser Metho
de ebenfalls wesentlich ist, besteht darin, daß das enge Bündel von Röntgenstrahlen während der Drehbewegung
so auszurichten ist, daß an verschiedenen Punkten der Strahl mit der Bogenebene einen rechten
Winkel bildet. Zweck dabei ist es, eine sogen, orthogonale Projektion zu erreichen, um eine gewisse überlappende
Darstellung der Zähne zu verhindern. Ein anderer Zweck besteht darin, eine Darstellung der
Komponenten eines Gegenstandes oder Musters im richtigen Verhältnis zueinander zu erreichen, d.h. mit
343A369
konstanter Vergrößerung. Für diagnostische Zwecke ist es in der Praxis im allgemeinen wünschenswert/
daß die konstante Vergrößerung so klein wie möglich sein soll.
Aufgrund der Konfiguration des Kiefers führt die Benutzung von vorbekannten Einrichtungen zu einer
Situation, bei der sich eine Filmkassette, die in einer Standarddistanz von einer Rontgenstrahlrohre
angeordnet ist, zu den Seitenbereichen eines Patienten näher befindet als in der frontalen Position.
Eine natürliche Konsequenz besteht darin, daß die Vergrößerung nicht konstant ist, sondern im frontalen
Bereich größer als in den Seitenbereichen.
Es ist demgemäß ein Gegenstand der Erfindung, ein Panorama-Röntgenstrahlgerät zu schaffen, das insbesondere
für die Dentaldarstelluhgen geeignet ist und bei dem die genannten Nachteile eliminiert und
mit dem die o. gen. Bedingungen so strikt wie möglich erreichbar sind.
Diese Aufgabe ist mit einem Gerät der eingangs genannten Art nach der Erfindung durch die im Kennzeichen
des Hauptanspruches und der Unteransprüche angeführten Merkmale gelöst.
Bei dieser erfxndungsgemäßen Lösung ist ein Film
während der Darstellung in der Lage, nicht nur mit einer geeigneten Geschwindigkeit in orthogonaler
Richtung relativ zu einem Projektionsstrahlbündel zu laufen, sondern auch in Richtung parallel zum
Strahlenbündel. Durch diese letztere Bewegung, eine sogen. R-Bewegung, die sich radial relativ zur Drehbewegung
vollzieht, ist es möglich, ein Bild mit einer praktisch konstanten Vergrößerung zu erzeugen.
Die praktische Ausführungsform wird durch ein stationäres Steuerungsprofil erreicht, das die gleiche bzw.
etwa gleiche Konfiguration hat wie der Kiefer oder wie eine darzustellende ähnliche Lage, wobei eine
Filmkassette in konstanter Distanz durch die R-Bewegung gehalten wird. Für diesen Zweck kann eine Filmkassette
relativ zu einem Arm versetzt werden, der sich mit seiner Mechanik dreht, oder der ganze Arm
wird alternativ in Richtung des Rontgenstrahlbündels
versetzt.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ist die Filmkassette, die bei herkömmlichen Einrichtungen meist
aufgrund der Drehbewegung unnötig weit von einem Patienten gehalten wird, nähergebracht. Der erfindungsgemäß
erreichbare Vorteil kann nicht nur bezüglich der oben erwähnten konstanten Vergrößerung
betrachtet werden, die zusätzlich geringer ist als
,
" '
Ι NACHGEREICHT I
bisher üblich, sondern auch bezüglich der Röntgenstrahlendosierung,
die wesentlich kleiner ist als herkömmlich, was eine direkte Konsequenz der kürzeren
Darstellungsdistanz ist, und ferner ergibt sich eine Reduktion der erforderlichen Filmgröße.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung im einzelnen näher erläutert.
Es zeigt schematisch
Fig. 1 die Grundgeometrie der Panoramatechnik;
Fig. 2 eine prinzipielle Ausführungsform der Erfindung
und
Fig. 3 im Prinzip eine fakultative Filmkassettensteuerung nach der Erfindung.
Unter Bezug auf Fig. 1 kann die Basisbeziehung der Panoramadarstellung wie folgt betrachtet werden:
(1) V2/v2 = L2A1 worin
V1 = Wr und
wobei bedeuten:
wobei bedeuten:
L, = Abstand des Brennpunktes F zu einem darzustellenden Punkt in einer röntgenbestrahlten Lage
L_ = Distanz vom Brennpunkt F zur Filmebene
w = Winkelgeschwindigkeit um das DrehbewegungsZentrum 0
NACHGEREIC
r ss Distanz eines darzustellenden
Punktes von jedem gegebenen Zentrum 0 der Drehbewegung
V2 = Geschwindigkeit eines Darstellungspunktes lokalisiert in der Darstellungsoder■Filmebene.
Das Drehzentrum eines Bündels von Strahlen, die die Darstellung bewirken, wird mit fortschreitender Bewegung derart verschoben, daß die Orthogonalbedingung
so gut wie möglich erfüllt wird. Bei der Determination der Geschwindigkeit eines Bildpunktes in
der Darstellungsebene muß beachtet werden, daß natürlich der Brennpunkt F als ProjektionsZentrum funktioniert.
Die Gleichung (1) ist daraus eine direkte Konsequenz.
Um eine scharfe Abbildung des Punktes auf dem Film zu erhalten, muß die Filmgeschwindigkeit v^ mit technischen
Mitteln der der. Projektion dieses Bildpunktes gleichgemacht werden, d.h., v£ - v^· Eingesetzt in
die Gleichung (1) führt dies zur folgenden Beziehung:
Ll
worin L9/L·, die Vergrößerung der tatsächlichen Lage
ist, d.h. eine geometrische Vergrößerung. Es ist zu bevorzugen, daß sich die Vergrößerung, wenn eine Ab-
weichung von der akkuraten Fläche in einer oder anderen Richtung gemacht wird, insbesondere in horizontaler
Richtung ändert und zwar im wesentlichen aus tomographiseheη Gründen.
Fig. 2 stellt eine Ausführungsform dar, geeignet
für die Darstellung des Kieferbereiches und eines Satzes von Zähnen, wobei gerade eine Filmkassette
mit ihrer Mechanik in R-Richtung verschoben wird. Die Mechanik einer Filmkassette 6 umfaßt ein Reibrad
1, drehbar gelagert auf einem Drehelement 10 und bewegbar längs eines kieferartig geformten stationären
Kontroll- oder Führungsprpfiles 2. Dieses Führungsprofil 2 stellt einen Schnitt des Kiefers
in einer horizontalen Ebene dar. Daraus ergibt sich, daß die periphere Geschwindigkeit des Reibrades 1
gleich ist der Geschwindigkeit V1 des Schnittpunktes
eines projizierenden Rontgenstrahlbundels und des
Kiefers, mit anderen Worten, der darzustellenden Fläche oder Schicht.
Auf der Welle des Reibrades 1 ist ein Antriebsrad 3 angeordnet für die Übertragung der Drehbewegung mit
einem Übersetzungsverhältnis von 1:1 zu einem Rad 4. Auf der gleichen Welle des Rades 4 ist ein weiteres
Rhibrad 5 angeordnet, das die Filmkassette 6 bewegt·.
Das Verhältnis des Durchmessers des Reibrades 5 in
bezug auf den des Reibrades 1 ist ausgewählt das gleiche wie das Verhältnis der Vergrößerung, wodurch
sich aufgrund der oben erwähnten Basistheorie der Gegenstand oder das Muster scharf auf dem Film
abbildet.
Beide Reibräder 1, 5 sind mit federbelasteten Gegenrädern
7, 8 versehen für die elastische Anpressung des Führungsprofiles 2 zwischen den Rädern, ohne dabei
die Reibung in Richtung der tatsächlichen Bewegung zu vergrößern. Durch das Führungsprofil gemäß
Fig. 2 kann das Reibrad 1 so gestaltet werden, daß die Kassette mit verfielfachter Geschwindigkeit in
einem bestimmten Vergroßerungsverhaltnis versetzt wird. Das gleiche Führungsprofil 2 verschiebt die
ganze Kassettenmechanik, die durch das Element 10 in der Lage ist, sich auch in R-Richtung in Schienen
zu bewegen. Das Ergebnis ist nicht nur eine scharfe Darstellung, sondern eine konstante Vergrößerung
über die ganze Fläche. Die gestrichelten Linien in Fig. 2 verdeutlichen andere strukturelle Elemente
des Gerätes und zwar in erster Linie einen fixierten Rahmen 11, von dem nur ein Teil in der Darstellung
verdeutlicht ist. Das Führungsprofil 2 ist mit einem Element 12 am Rahmen 11 derart gehalten, daß
es mindestens während der Darstellung unbeweglich
* 'NACHGEREICH
[NACHeEREICKTI
ist. An einem Arm 13, der sich um den Gegenstand
dreht, ist eine Rontgenstrahlrohre 14 angeordnet und ebenso die Führungsschienen 9, um eine synchrone
Drehung der Filmkassette 6 mit den Röntgenstrahlen rings um den darzustellenden Gegenstand zu gewährleisten.
Der Arm 13 ist einerseits drehbar am Rahmen 11 gelagert und andererseits von diesem derart
getragen, daß das Rotationszentrum in horizontaler Ebene während der Darstellung verschoben werden
kann, d.h. in einer mittleren sagittalen Ebene des Patienten, und zwar für die Erfüllung der oben
erwähnten orthogonalen Bedingung (siehe FI-Anmeldungsnummer
763191 entsprechend der GB-PS 1 594 499).
Fig. 3 verdeutlicht eine fakultative Ausführungsform
für die R-Bewegung, wobei der ganze Arm 13 mit seiner Kassettenmechanik und Rontgenstrahlrohre in dieser
Richtung versetzbar ist.
Bei dieser Ausführungsform weist der Arm 13 eine Öffnung 16 auf, durch die der Arm 13 unter Führung
eines Führungselementes 17 in der Lage ist, sich in R-Richtung relativ zur Rotationsachse 18 und zum
Rahmen 11 zu bewegen. In anderer Hinsicht entspricht die Führungsprofilanordnung selbst der gem. Fig. 2,
wobei jedoch natürlich keine Notwendigkeit der Anordnung von Führungsschienen 9 besteht/ weil das
NAOHeEREICHT
Element 10 gemäß Fig. 2 im Falle der Fig. 3 ein festes Teil des Armes 13 darstellt. Ein Hauptunterschied
der dargestellten Ausführungsformen besteht hauptsächlich darin, daß im Falle der Fig.
eine konstante Vergrößerung geringfügig kleiner ist als im Falle der Fig. 2.
Claims (5)
1. Tomographisches Panorama-Röntgengerät, insbesondere schmalbündliges Tomographiegerät für die Darstellung
der Zähne und des Kieferbereiches eines Patienten, wobei eine Röntgenstrahlquelle (14) und
Darstellungselemente, wie Filmkassette (6) durch einen Arm (13) od. dgl. miteinander auf entgegengesetzten
Seiten eines darzustellenden Gegenstandes verbunden und angeordnet sind bei Drehung während der tatsächlichen
Darstellung um den darzustellenden Gegenstand, dadurch gekennzeichnet,
daß es mit Elementen für die Bewegung der Darstellungselemente während der Darstellung in Richtung
parallel zu einem Röntgenstrahlbündel (15) derart versehen ist, daß die Distanz der Darstellungselemente
zu einer darzustellenden Lage im wesentlichen unverändert bleibt.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß es ein Führungsprofil (2)
enthält, das die gleiche Konfiguration wie eine darzustellende Lage aufweist und das stationär zu einem
Patienten während der Darstellung gehalten wird und ferner eine Verschiebemechanik (1 ... 5, 7 ... 10)
für eine Filmkassette (6), die während der Darstellung dem Führungsprofil (2) folgt.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet
, daß für die Folgebewegung ein Reibrad (1) vorgesehen und die Bewegung des Reibrades (1) übertragbar ist für die Verschiebebewegung
der Filmkassette (6) orthogonal relativ zum Bündel der Röntgenstrahlen (15).
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
für die Bewegung der Filmkassette (6) in Richtung parallel zum Bündel der Röntgenstrahlen (15) die
Filmkassette (6) in dieser Richtung verstellbar am Arm (13) angeordnet ist/ der die Filmkassette (6)
und die Röntgenstrahlquelle (14) miteinander verbindet.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
für die Bewegung der Filmkassette (6) in Richtung parallel zum Bündel der Röntgenstrahlen (15) der
Arm (13), der die Filmkassette (6) und die Röntgenstrahlquelle (14) verbindet, in Richtung einer Rotationsebene
verstellbar relativ zur Rotationsachse (18) gelagert ist.
Applications Claiming Priority (1)
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