DE3423269A1 - Elektromagnetisches relais - Google Patents
Elektromagnetisches relaisInfo
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Description
20.6.198U Ws/Pi
ROBERT BOSCH GMBH, 7000 STUTTGART 1
Elektromagnetisches Relais
Stand der Technik
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einem elektromagnetischen Relais nach der Gattung des Hauptanspruchs. Bei einem "bekannten
Klappankerrelais (DE-OS 31 ^8 052) ist der Schaltkontakt
des Relais an einem Ende einer Blattfeder befestigt, die im mittleren Bereich einen Klappanker trägt
und deren anderes Ende unterhalb der Lagerstelle des Klappankers am Magnetj och befestigt ist. Der Klappanker
ist dabei mit seinem einen Ende in eine als Lagerstelle ausgebildete Ausnehmung am stirnseitigen Ende eines L-förmigen
Magnetjochs eingesetzt. Seitliche Schultern des Klappankers bilden dabei einen Anschlag am Ende des
Magnetjochs gegen axiale Verschiebung. In der Ruhelage
des Relais wird der Klappanker durch die Blattfeder vom Spulenkern abgehoben, wobei sich der Schaltkontakt dann
an einen Ruhekontakt des Relais anlegt.
Nachteilig bei dieser Lösung ist es, daß durch die Blattfedern
der Klappanker nicht definiert gelagert ist, da einerseits die Lagerstelle des Klappankers am Magnetjoch
einen Drehpunkt für den Anker bildet, der jedoch insbesondere beim Abschaltvorgang des Relais durch die Befestigungsstelle der Blattfeder am Magnetjoch teilweise aufgehoben
wird. Durch die Kraft der Blattfeder wird dabei der Klappanker zum Teil von seiner Lagerstelle am Magnetjoch abgehoben.
Dadurch entsteht ein zusätzlicher Verlustluft spalt im Magnetsystem, der die Ansprechspannung des Relais ungünstig
beeinflußt. Außerdem ergeben sich Undefinierte Ruhelagen für den Schaltkontakt und damit unerwünschte
größere Streuungen in der Kontaktüberdeckung.
Mit der vorliegenden Lösung wird angestrebt, bei einem Relais die Ankerrückstellfeder so auszubilden, daß durch die
Federkraft der Klappanker sowohl in der Arbeitsstellung als auch in der Ruhelage definiert an einer vorbestimmten
Stelle am Magnetjoch gelagert ist.
Vorteile der Erfindung
Das erfindungsgemäße Relais mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß die Ankerrückstellfeder ohne zusätzlichen Platzbedarf und leicht
montierbar nicht mehr mit dem Klappanker fest verbunden ist und daher auch nicht mehr einen zusätzliche Drehpunkt
für den Anker bildet. Dadurch wird ferner der Klappanker sowohl beim Einziehen durch die Relaiswicklung als auch
beim Abfallen durch die Ankerrückstellfeder um eine schneidenförmige
Lagerstelle am Ende des Magnetjochs geschwenkt. Als weiterer Vorteil ist anzusehen, daß die neuartige Ankerrückstellfeder
einfach und kostengünstig herstellbar ist und sie läßt sich gegebenenfalls leicht auswechseln.
Außerdem können bei einem unveränderten Magnetsystem durch eine entsprechende Auswahl der Ankerrückstellfeder unterschiedliche
Kontaktdrücke am Ruhekontakt des Relais realisiert werden.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Merkmale möglich. Besonders
vorteilhaft ist es, am Magnetjoch einen Federbügel anzubringen,
der über die Rückstellfeder gespannt ist und die Rückstellfeder zum Magnetjoch hin drückt. Dadurch wird an
der Rückstellfeder eine zusätzliche, in Achsrichtung des
Klappankers wirkende Kraftkomponente erzeugt, durch die der Klappanker ständig gegen einen entsprechend ausgebildeten
Anschlag am Magnetjoch gedrückt wird* der eine
Achsverschiebung des Klappankers verhindert.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnun dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen Figur 1 ein elektromagnetisches Klappankerrelais in vergrößerter Darstellung im Längsschnitt,
Figur 2 das gleiche Relais im Schnitt nach II-II aus Figur 1, Figur 3 zeigt den Lagerbereich des Klappankers
am Magnetjoch in raumbildlicher Darstellung und Figur h zeigt einen auf ein Magnetjoch aufgeklipsten Federbügel
teilweise im Schnitt.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
Das in den Figuren 1 und 2 in vergrößertem Maßstab dargestellte elektromagnetische Relais für Kraftfahrzeuge ist
ein Wechslerrelais mit einer Grundplatte 10 aus Isolierstoff, in der mehrere die Anschlußsteile des Relais bildenden
Flachsteckzungen 11 befestigt sind. Die Grundplatte 10 trägt ferner ein L-förmiges Magnetjoch 12, das an
einem Stirnende mit Befestigungszungen 3 3 in entsprechende
Taschen der Grundplatte 10 verankert ist. Eine Relais-
-Yz6.
wicklung 1U ist auf einem Spulenrahmen 15 aufgebracht,
der von einem Spulenkern 19 getragen wird. Der Spulenkern ist mit seinem oberen Ende am Magnetjoch 12 festgenietet.
Am unteren Ende i6a des Spulenkernes 16 ist ein Klappanker 17 angeordnet, der mit einem Ende am
Magnetjoch 12 schwenkbar gelagert ist. Auf dem Klappanker 17 ist eine Kontaktfeder 18. festgenietet, deren
freies, über den Klappanker 17 hinausragendes Ende einen Schaltkontakt 19 trägt. Der Schaltkontakt 19 wirkt
mit zwei Gegenkontakten zusammen, von denen der Ruhekontakt 20 durch einen oberhalb der Grundplatte 10 liegenden
Bereich einer Flachsteckzunge 11 gebildet wird und der Arbeitskontakt 21 als Teil eines Kontaktträgers 22
mit einer anderen Flachsteckzunge 11 fest verbunden ist. Die Enden der Relaiswicklung lh sind jeweils an einem
am Spulenrahmen 15 befestigten Anschlußdraht 23 angelötet. Das andere Ende der beiden Anschlußdrähte 23 ist
jeweils mit einer oberhalb der Grundplatte 10 an einer Flachsteckzunge 11 in nicht erkennbarer Weise angeformt
ten Anschlußfahne 2k verschweißt. Die Kontaktfeder 18
ist im Bereich der Lagerstelle 25 des Klappankers 17 am Magnetjoch 12 mit dem Ende einer kurzen Kupferlitze 26
verschweißt, deren anderes Ende mit dem in der Grundplatte 10 verankerten Teil einer weiteren Flachsteckzunge 11
verschweißt ist. Die Grundplatte 10 ist von einem das Magnetsystem und die Relaiskontakte umgebenden Isolierstoffgehäuse
27 eingefaßt. In Figur 1 ist das Relais im Einschalt zustand dargestellt, wobei der Klappanker 17 am
unteren Ende des Spulenkernes 16 aufliegt und der Schaltkontakt
19 am Arbeitskontakt 21 anliegt. In ausgeschaltetem Zustand des Relais wird dagegen der Klappanker 17
durch eine Ankerrückstellfeder 28 in seine Ruhelage geschwenkt, wobei der Schaltkontakt 19 dann am Ruhekontakt
20 anliegt.
-'-*■ 19 459
Zur Erzielung einer definierten Lagerstelle 25 des Klappankers 17 am Magnetjoch 12 besteht die Ankerrückstellfeder
28 aus einem mäanderförmig gebogenen Federdraht 29,
dessen oberes Ende 29a an einer freigestanzten und abgebogenen
Zunge 30 des Magnetjochs 12 und dessen unteres Ende 29b an einer über die Lagerstelle 25 des Klappankers
17 am Magnetjoch 12 hinausragenden Zunge 31 des Klappankers 17 eingehängt ist. Figur 3 zeigt-den Bereich
der Lagerstelle 25 zwischen dem Klappanker 17 und dem unteren Ende des Magnetjoches 12 in raumbildlicher Darstellung
vor dem Einsetzen des Klappankers 17· Die Lagerstelle
25 vird aus einer rechteckförmigen Aussparung 32 am unteren Ende 12a des Magnetjochs 12 gebildet, die
eine schneidenförmige Auflage des in Pfeilrichtung A oder
B in die Aussparung 32 einzusetzenden Klappankers 17 am Grund 32a der Aussparung 32 bewirkt. Die Zunge 31 zum Einhängen
der Ankerrückstellfeder 28 ist aus einem über die Lagerstelle 25 hinausgehenden Fortsatz des Klappankers
im Bereich der Aussparung 32 freigestanzt. Außerdem hat der Fortsatz des Klappankers 17 beidseitig der Zunge 31
ausgreifende Vorsprünge 33, die als Anschlag gegen eine Längsverschiebung des Klappankers 17 am unteren Ende 12a
des Magnetjochs 12 dienen.
Um den Klappanker 17 zur Erzielung einer definierten Lagerstelle mit seinen Vorsprüngen 33 ständig am Magnetjoch
12 zu drücken, ist im Bereich der Ankerrückstellfeder 28
ein Federbügel-3^ am Magnetjoch 12 befestigt, der über die
Ankerrückstellfeder 28 gespannt ist und diese zum Magnetjoch 12 hin drückt. Aus Figur 2 ist erkennbar, daß der
Federbügel 3k im mittleren Bereich der Ankerrückstellfeder 28 auf den Federdraht 29 aufgesetzt und seitlich auf
das Magnetjoch 12 ausgeklipst ist. Der Federbügel Sk ist
aus einem elastischen Kunststoff hergestellt, der durch entsprechende Formgebung den Federdraht 29 seitlich führt.
Aus Figur k ist erkennbar, daß der Federbügel 3*+ mit hakenförmigen
Enden 3^a an zwei seitlichen Aussparungen 35, des
Magnetjochs 12 /".verschiebbar eingerastet ist. Die durch
den Federbügel 3^· zum Magnetjoch 12 hin durchgebogene Ankerrückstellfeder
28 erzeugt am unteren Ende eine in Achsrichtung des Klappankers 17 wirkende Kraftkomponente, die
den Klappanker 17 mit seinen Vorsprüngen 33 ständig gegen das Magnetjoch 12 drückt. Dadurch wird sichergestellt,
daß selbst bei axialen Verschiebungen des Klappankers 17 nach hinten, die gegebenenfalls durch starke Erschütterungen
und Stöße möglich sind, der Klappanker 17 wieder sogleich oder wenigstens nach wenigen Schaltspielen wieder
in die richtige Position zurückgedrückt wird. Durch die definierte Lagerstelle wird die Dimensionierung des Relais
im Hinblick auf Kontaktdruck, Abrandreserve und Schaltspiel wesentlich verbessert. Die schneidenförmige Auflage
des Klappankers 17 am Magnetjoch 12 wird dadurch sichergestellt,
daß der Grund 32a der Aussparung 32 derart angeschrägt ist, daß die äußere Kante am Grund 32a der Aussparung
32 gegenüber der inneren Kante durch die in Figur 1 erkennbare Abschrägung 32 geringfügig vorsteht.
Claims (1)
19 4 5 9 "" " " 3423263
20.6.1984 Ws/Pi
ROBERT BOSCH GMBH, TOOO STUTTGART 1
Ansprüche
1. Elektromagnetisches Relais mit einer Grundplatte aus Isolierstoff für die elektrischen Anschlußteile, einem
darauf befestigten Magnetjoch mit einer Wicklung, einem Spulenkern und einem am Magnetjoch mit einem Ende schwenkbar
gelagerten Klappanker mit einem Schaltkontakt am anderen Ende, der mit wenigstens einem auf der Grundplatte befestigten
Gegenkontakt zusammenwirkt und mit einer zwischen dem Magnetjoch und dem Klappanker eingespannten Ankerrückstellfeder,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerrückstellfeder (28) ein mäanderförmig gebogener Federdraht (29)_ i?t,
dessen eines Ende (29a) am Magnetjoch (12) und dessen anderes Ende (29b) an einem über die Lagerstelle (25) des
Klappankers (17) am Magnetjoch (12) hinausragenden Fortsatz
(31) des Klappankers (.17) eingehängt ist.
2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lagerstelle (25) aus einer schneidenförmigen Auflage
des Klappankers (17) am Grund (32a) einer am Ende (I2a) des Magnetjochs (12) befindlichen rechteckförmigen Aussparung
(32) besteht.
3. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fortsatz des Klappankers (17) aus einer Zunge (31)
zum Einhängen der Ankerrückstellfeder (28) im Bereich der Aussparung (32) sowie aus zwei beidseitig davon aus-
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greifende Vorsprünge (33) als Anschlag gegen eine Längsverschiebung
des Klappankers (17) besteht.
k. Relais nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
ein am Magnetjoch (12) befestigter Federbügel (3^) über
die Ankerrückstellfeder (28) gespannt ist, der die Ankerrückstellfeder
(28) zum Magnetjoch (12) hin drückt.
5· Relais nach Anspruch h, dadurch gekennzeichnet, daß
der Federbügel (3*0 aus einem elastischen Kunststoff besteht
und auf das Magnetjoch (12) aufgeklipst ist.
6. Relais nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Federbügel (3M auf einem mittleren Bereich der Ankerrückstellfeder
(28) aufliegt und mit hakenförmigen Enden (3^a) an zwei seitlichen Aussparungen (35) des Magnetjochs
(12) /"verschiebbar eingerastet ist.
Priority Applications (4)
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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