DE3418347A1 - Abflussmengenregler - Google Patents
AbflussmengenreglerInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E03F—SEWERS; CESSPOOLS
- E03F5/00—Sewerage structures
- E03F5/10—Collecting-tanks; Equalising-tanks for regulating the run-off; Laying-up basins
- E03F5/105—Accessories, e.g. flow regulators or cleaning devices
- E03F5/107—Active flow control devices, i.e. moving during flow regulation
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Description
- Beschreibung:
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Abflußmengenregler für Ausläufe aus Flüssigkeitsbehältern, insbesondere Regenrückhalteräumen, mit einem Drosselorgan, das abhängig von der Höhe des Flüssigkeitsspiegels gesteuert bzw. angetrieben wird.
- Aus der DE-PS 30 07 035 ist eine Drosselvorrichtung für eine Auslauföffnung einer Kanalisationsanlage bekannt. Die Drosselblende ist um eine zur Auslauföffnung senkrechte ortsfeste Drehachse schwenkbar gelagert und über eine als zweiarmiger Hebel ausgebildete Schwimmerstange mit einem Schwimmer verbunden.
- Derartige Drosselvorrichtungen werden auch für die Regelung von Abflußmengen 20 l/s eingesetzt. Nach der ATV-Richtlinie soll der Durchmesser der Auslauföffnung nicht unter 200 mm liegen. Dieser Querschnitt erlaubt aber eine Abflußmenge von 22 bis 23 l/s. Wenn nun, wie bei dieser bekannten Drosselvorrichtung, die Auslauföffnung bei niedrigem Wasserstand bzw.
- leerem Becken nicht abgeblendet oder noch nicht ausreichend schnell auf das erforderliche Soll abgeblendet ist, kommt es zu Beginn der Reglertätigkeit zu unerwünschLen Spülstößen mit Abflußmengen, die weit über der gewünschten Abflußmenge liegen.
- Ziel der vorliegenden Erfindung ist daher ein Abflußmengenregler, der die gewünschte Abflußmenge auch zu Beginn der Reglertätigkeit unter Beachtung der einschlägigen Richtlinien exakt einhält, so daß Spülstöße vermieden werden.
- Dieses Ziel wird mit einem Abflußmengenregler yemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 erreicht.
- Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Die Erfindung ist nicht auf schwimmergesteuerte Regler beschränkt. Der erfindungsgemäße Abflußmengenregler kann in Verbindung mit jedem anderen von der Höhe des Flüsslgkeitsspiegels abhängig gesteuerten Betätigungselement, wie zum Beispiel einer druckempfindlichen, am Beckenboden angebrachten Vorrichtung, eingesetzt werden.
- Der erfindungsgemäße Abflußmengenregler wird nachstehend anhand einiger beispielhafter Ausführungsformen und unter Hinweis auf die Zeichnungen näher erläuert. Die Drosselorgane dieser dargestellten Ausführungsbeispiele bestehen aus Blenden.
- Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Abflußmengenreglers, der in einem Reglerschacht eingebaut ist Fig. 2 eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Abflußmengenreglers, der in einem vor der Auslauföffnung angeordneten Kasten eingebaut ist.
- Fig. 3 eine perspektivische Darstellung eines weiteren erfindungsgemäßen Abflußmengenreglers, der in einem vor der Auslauföffnung angebrachten Kasten eingebaut ist.
- In Fig. 1 ist ein Abflußmengenregler mit schwenkbaren Blenden 1, 2 dargestellt. Die Kammer 5 wird hier durch einen Reglerschacht gebildet. Eine Hauptblende 2 ist vor der Zulauföffnung 7 zum Regler schacht angeordnet und um eine zweite Drehachse 11 schwenkbar. Diese Blende 2 ist über nicht dargestellte Übertragungselemente sowie einem Schwimmerarm 9 mit dem Schwimmer 4 verbunden. Vor der Auslauföffnung 6 ist eine Blende 1 als Nachblende angebracht, die um eine ortsfeste Drehachse 10 schwenkbar ist. Blende 2 und Nachblende 1 sind wegen der unterschiedlichen Dretac0st . B. iibet t' i flE' K< danwelle 3 miteinander verbunden, so daß sich beide Blenden 1, 2 entsprechend der Schwimmerbewegung synchron bewegen.
- Die Blende 1 ist derart gestaltet und an der Auslauföffnung 6 angeordnet, daß sie bei leerem Becken, d.h. niedrigster Schwimmerstellung, die Auslauföffnung 6 teilweise überdeckt.
- Blende 2 hingegen ist so gestaltet, daß sie bei niedrigster Schwimmerstellung die Zulauföffnung 7 vollständig freigibt.
- Zu Beginn der Reglertätigkeit wird die Regelung der Abflußmenge von der Nachblende 1 übernommen, die verhindert, daß durch unkontrollierte Spülstöße die gewünschte Abflußmenge überschritten wird. Strömt mehr als die gewünschte Abflußmenge zu, bildet sich durch die Nachblende 1 ein Rückstau,wodurch die Reglertätigkeit beginnt. Die Regelung durch die Nachblende 1 erfolgt bis zu dem Wasserstand, bei dem die Blende 2 soweit die Zulauföffnung 7 abdeckt, daß die gewünschte Abflußmenge exakt geregelt wird. Hierbei werden die freigelassenen Flächen der Auslauföffnung 6 bzw. der Zulauföffnung 7 verringert, bis sie etwa gleich groß werden. Durch die gegenüber der Blende 2 weitaus kürzere Steuerkante der Blende 1 - sie weist im wesentlichen die Gestalt eines Kreissektors auf -gibt diese danach mit steigendem Wasserstand die Auslauföffnung 6 vollständig frei, während die freigelassene Fläche der Zulauföffnung 7 weiter verringert wird. Die Hauptblende 2 hat damit die exakte Regelung übernommen.
- Wird die von der Blende 1 mit dem Beckenboden gebildete Durchflußöffnung durch sperrige Schmutzstoffe, die meist zu Beginn der Reglertätigkeit angespült werden, verstopft, so bildet sich ebenfalls ein Rückstau, der solange anhält, bis die Nachblende 1 vollständig ausschwenkt. Die Auslauföffnung 6 ist dann voll geöffnet und die Schmutzstoffe werden fortgespült. Das Wasser läuft ab, der Regler geht in Grundstellung. Eine Verstopfung der Blende 2 wird z.B. durch eine Mehrfachblende verhindert.
- In Fig. 2 ist ein Abflußmengenregler mit ebenfalls schwenkbaren Blenden 1, 2 dargestellt. Die Kammer 5 wird hier durch einen Kasten 12 gebildet, der an der einen Stirnseite die Zulauföffnung 7 aufweist, vor der die Blende 2, die hier als Doppelblende ausgeführt ist, angeordnet ist. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel der Fig. 1 weist die Blende 1 eine schmetterlingsähnliche Gestalt auf. Die Steuerkante ist länger als die der Blende 2 und wird durch eine Einbuchtung 13 unterbrochen. Die Blenden 1, 2 weisen eine derartige Gestalt auf, daß zu Beginn der Reglertätigkeit die von der Blende 1 freigelassene Fläche der Auslauföffnung 6 deutlich kleiner ist als die von der Blende 2 freigelassene Fläche der Zulauföffnung 7. Hier wird die Reglung zunächst von der Blende 1 übernommen, bis ein bestimmter Wasserstand erreicht ist. Die freigelassenen Flächen der Auslausöffnung 6 bzw.
- der Zulauföffnung 7 werden hierbei verringert, bis sie etwa gleich groß werden. Danach gibt die Einbuchtung 13 der Blende 1 die Auslauföffnung 6 kurzzeitig zum Ausspülen eventuell vorhandener Schmutzstoffe frei, während die Regelung während dieser Zeit von der Blende 2 übernommen wird.
- Bei weiterhin ansteigendem Wasserstand und nach dem Ausspülvorgang übernimmt die Blende 1 wieder die Regelfunktion. Die Blende 2 hat danach nur noch die Aufgabe verstopfende Teile von der Blende 1 fernzuhalten. Sie wirkt nur noch als Schmutzblende mit einer zusätzlichen Öffnung 17 in der der Zulauföffnung 7 zugewandten Blende, damit sich der Wasserdruck im Kasten 12 dem Wasserdruck außerhalb des Kastens 12 angleicht.
- Gegenenfalls kann die Blende 2 auch mehrere zusätzliche Öffnungen aufweisen.
- Hierdurch wird erreicht, daß bei steigendem Wasserstand kein Druck auf dem Kasten 12 lastet, so daß dieser dünnwandig ausgeführt sein kann. Der Schwimmer oder ein anderes vom Wasserstand gesteuertes Betätigungselement ist außerhalb des Kastens 12 angeordnet.
- In Fig. 3 ist ein Abflußmengenregler dargestellt, dessen Blenden 1, 2 in vertikaler Richtung vor und über die Öffnungen 6, 7 geführt sind. Blende 2 ist als Doppelblende ausgeführt. Die Kammer 5 wird ebenfalls von einem Kasten 12 gebildet. Die beiden Blenden 1, 2 sind über eine Stange 14 miteinander verbunden, die die Drehbewegung der Steuerscheibe 15 auf die Steuerscheibe 16 überträgt.
- In dieser Ausführungsform wird die Regelung ebenfalls zunächst von der Blende 1 übernommen. Mit steigendem Wasserstand wird die Blende 1 kurzfristig angehoben, so daß die Auslauföffnung 6 vollständig freigegeben ist und eventuell angestaute Schmutzstoffe fortgespült werden können. Gleichzeitig wird die Regelung von Blende 2 übernommen. Bei weiter steigendem Wasserstand geht die Regelung wieder auf Blende 1 über, indem diese abgesenkt und wieder vor die Auslauföffnung 6 geführt wird. Diese durch steigenden Wasserstand ausgelöste, kurzzeitige Aufwärtsbewegung der Blende 1 wird durch eine entsprechend ausgebildete Steuerscheibe 16 bewirkt.
Claims (12)
- Abflußmengenregler Patentansprüche: 1. Abflußmengenregler für Ausläufe aus Flüssigkeitsbehältern, insbeondere Regenrückhalteräumen, mit einem Drosselorgan, das abhängig von der Höhe des Flüssigkeitsspiegels gesteuert bzw.angetrieben ist, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Kammer (5),an deren Austrittsseite sich die Auslauföffnung (6) und an deren Eintrittsseite sich eine Zulauföffnung (7) befindet, dleses Drosselorgan(l) an dieser Auslauföffnung(6) angeordnet ist und eine solche Gestalt aufweist und derart an der Auslauföffnung (6) angeordnet ist, daß es die Auslauföffnung (6)auch bei leerem Flüssigkeitsbehälter teilweise ü'btideckt, und daß an dieser Zulauföffnung (1)ein zweites Drosselorgan (2) angeordnet ist, das über ein Verbindungselement mit diesen Drosselorgan (1 bewegungsschlüssig verbunden ist.
- 2. Abflußmengenregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese Drosselorgane(l, 2)Blenden sind.
- 3. Abflußmengenregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese Kammer(S)ein Reglerschacht ist.
- 4. Abflußmengenregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese Kammer(S) ein Kasten(12)ist.
- 5. Abfulßmenregler nach einem der Ansprche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß diese Blende(l)um eine erste ortsfeste Drehachse (10) und diese Blende(2)um eine zweite ortsfeste Drehachse(ll) schwenkbar gelagert sind.
- 6. Abflußmengenregler nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Verbindungselement aus einer Kardanwelle (3) besteht .
- 7. Abflußmengenregler nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Blenden(l, 2)eine derartige Gestalt aufweisen, daß zu Beginn des Regelprozesses die von der Biende(l) freigelassene Fläche der /\US1c1ufÖffflUfl( (6) deutl ich kleiner ist als die von der Blende(2)freigelassene Fläche der Zulauföffnung(7), daß bei steigendem Wasserstand beide freigelassenen Flächen zunächst verringert werden, bis sie etwa gleich groß werden, und daß danach nur die Auslauföffnung (6) vollständig freigegeben wird.
- 8. Abflußmengenregler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichet, daß die Blenden, 2)eine derartige Gestalt aufweisen, daß nach der vollständigen Freigabe der Auslauföffnung(6)mit steigendem Wasserstand die freigelassene Fläche der Zulauföffnung (7) weiter verringert wird, während die Auslauföffnung (6) offen bleibt.
- 9. Abflußmengenregler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Blenden (1, 2)eine derartige Gestalt aufweisen, daß nach der vollständigen Freigabe der Auslauföffnung (6) mit steigendem Wasserstand die freigelassene Fläche der Zulauföffnung (7) durch mindestens eine zusätzliche Öffnung in der Blende (2) vergrößert wird und die freigelassene Fläche der Auslauföffnung (6) weiter verringert wird.
- 10 Abflußmengenregler nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß diese Blenden(l, 2) in vertikaler Richtung vor und über die Öffnungen (6, 7) geführt sind.
- 11. Abflußmengenregler nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuerscheibe (15) dieser Blende (1) derart ausgebildet ist, daß die durch steigenden Flüssigkeitsspiegel verursachte Abwärtsbewegung dieser Blende (1) durch eine Aufwärtsbewegung unterbrochen ist.
- 12. Abflußmengenregler nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß diese Blende(2)als Mehrfachblende ausgeführt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843418347 DE3418347A1 (de) | 1984-05-17 | 1984-05-17 | Abflussmengenregler |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843418347 DE3418347A1 (de) | 1984-05-17 | 1984-05-17 | Abflussmengenregler |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3418347A1 true DE3418347A1 (de) | 1985-11-21 |
Family
ID=6236123
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843418347 Withdrawn DE3418347A1 (de) | 1984-05-17 | 1984-05-17 | Abflussmengenregler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3418347A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3831362A1 (de) * | 1987-10-06 | 1989-04-20 | Werner Nill | Selbstentstopfende drosselschieberanordnung |
| EP0323393A3 (en) * | 1987-12-23 | 1990-06-27 | Lothar Dipl.-Ing. Steinhardt | Device for regulating the flow of a fluid from a container |
| DE3910848A1 (de) * | 1989-04-04 | 1990-10-11 | Alloy Tech Ag | Einrichtung zum regulieren des ablaufs aus einem ausgleichsbehaelter, z. b. einem regenrueckhaltebecken |
| EP0458224A1 (de) * | 1990-05-21 | 1991-11-27 | Karl Kraus | Segment-Schwimmer-Drossel |
| CN105756182A (zh) * | 2016-04-19 | 2016-07-13 | 武汉圣禹排水系统有限公司 | 双向液动截流装置 |
-
1984
- 1984-05-17 DE DE19843418347 patent/DE3418347A1/de not_active Withdrawn
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3831362A1 (de) * | 1987-10-06 | 1989-04-20 | Werner Nill | Selbstentstopfende drosselschieberanordnung |
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| EP0458224A1 (de) * | 1990-05-21 | 1991-11-27 | Karl Kraus | Segment-Schwimmer-Drossel |
| DE4016376A1 (de) * | 1990-05-21 | 1991-12-12 | Karl Kraus | Segment-schwimmer-drossel |
| CN105756182A (zh) * | 2016-04-19 | 2016-07-13 | 武汉圣禹排水系统有限公司 | 双向液动截流装置 |
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|---|---|---|---|
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