DE3415323A1 - Verfahren zur herstellung von sinterfaehigem pulver aus lithiummetasilikat li(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)sio(pfeil abwaerts)3(pfeil abwaerts) und dessen verwendung - Google Patents
Verfahren zur herstellung von sinterfaehigem pulver aus lithiummetasilikat li(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)sio(pfeil abwaerts)3(pfeil abwaerts) und dessen verwendungInfo
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Description
Kernforschungszentrum ti/->
Karlsruhe, 19.04.1984 Karlsruhe GmbH PLA 8422 Gl/hr
ANR 1 002 597
Verfahren zur Herstellung von sinterfähigem Pulver aus Lithiuminetasilikat
Li3SiO3 und dessen Verwendung.
Verfahren zur Herstellung von sinterfähigem Pulver aus
Lithiummetasilikat Li3SiO und dessen Verwendung.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von sinterfähigem Pulver aus Litiummetasilikat Li SiO.,
mit einer Phasenreinheit von größenordnungsmäßig 99 %,
bei welchem amorphes SiO2 in eine wäßrige Lithiumhydroxid-Lösung
eingebracht und die entstehende Suspension einer erhöhten Temperatur ausgesetzt wird.
Lithiumhaltige, oxidische Keramik-Materialien, beispielsweise
Lithiummetasilikat, wurden als Brutstoffe für Fusionsreaktoren zur Gewinnung von Tritium bereits vorgeschlagen.
Zur Herstellung von Li2SiO3 wurden meist feste
Pulver von Li2CO3 und SiO2 oder H3SiO3 · nH 20 auf hohe
Temperaturen erhitzt bzw. geschmolzen. Die zur Reaktion verwendeten Temperaturen lagen im Bereich von mehr als
700°c bis 1500°c und die Wärmebehandlungsdauer zwischen
3 bis 5 Stunden bei 1400°C bis 1500°C bis 8 Tage bei
700°C, wonach 3 Tage bei 800°C und 4 Tage bei 900°C
weiter erhitzt wurde. Über die Reinheit der Produkte und über ihre Partikelgröße wurde nichts bekannt. Im
allgemeinen aber müssen die Verfahrensprodukte vor ihrer
Weiterverarbeitung gemahlen werden. Bei den Feststoffreaktionen der bekannten Herstellungsverfahren bei den
hohen Temperaturen oder in der Schmelze ist mit Verunreinigungen zu rechnen, sodaß nur ein Anteil von 90 bis
95 % der gewünschten Phase im Endprodukt vorhanden ist.
Es wurde als wünschenwert erachtet, ein Verfahren zur
Herstellung von Li2SiO-, zu schaffen, mit welchem die
Verunreingungen im Endprodukt sowie der große Aufwand
an Zeit und Energie bei den bekannten Verfahren vermieden werden können. Gleichzeitig sollte das Verfahren wirtschaftlicher
sein als die bisher bekannten Herstellungsverfahren. Aus "Gmelin's Handbuch der Anorganischen
Chemie", System Nr. 20, Lithium, (1927) Seite 241 ist bekannt, daß amorphe, bei 100°C getrocknete Kieselsäure
in warmerLiOH-Lösung sehr wenig löslich ist, in kalter,
etwa 2N LiOH-Lösung jedoch 1 Mol Li2O wenigstens 3,4
Mol SiO2 lösen kann. Beim Erhitzen soll aus dieser
Lösung Li„SiO-, · Hn ausfallen. Die Herstellung von
sinterfähigem Pulver aus Li9SiO wird dort nicht ange-
^ 3
sprochen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches und verbessertes Verfahren zur Herstellung von Li-SiO-,
zu schaffen,bei welchem ein möglichst großer Anteil des Verfahrens in einer wäßrigen Lösung abläuft und bei
geringem Zeitaufwand und bei verhältnismäßig geringem Energieaufwand ein gut sinterfähiges Pulver des ge- ■
wünschten Li3SiO praktisch phasenrein erhalten wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
a) eine stöchiometrische Menge an SiO zur Bildung der
Suspension vewendet wird, bezogen auf das gelöste LiOH,
b) die Suspension ohne weitere Zwischenbehandlung direkt mit Hilfe von Luft bei einer Temperatur zwischen 2000C
und 45O°C sprühgetrocknet wird und
c) anschließend der pulverförmige Trockenrückstand bei einer Temperatur im Bereich von 500 C bis iOÖt>
C erhitzt und kalziniert wird.
In der Lithiumhydroxid-Lösung findet folgende Reaktion
statt:
2 LiOH + aq + SiO2 (amorph) =^ Li3SiO3 · xH 0 + aq
Die entstehende Suspension wird ohne weitere Zwischenbehandlung durch Sprühtrocknen in ein· Pulver umgearbeitet.
Das sprühgetrocknete Pulver wurde durch eine Kalzinationsglühung bei vorzugsweise 600PC innerhalb von 2 Stunden
in das gewünschte Li2SiO3 übergeführt. Bei geeigneten
Sinterbedingungen kann eine Dichte von 95 % TD erreicht werden.
Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Lithiummetasilikat ist wegen seiner hohen Reinheit als
Brutstoff für Fusionsreaktoren zur Gewinnung von Tritium besonders gut geeignet.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Durchführungsbeispiels näher erläutert.
Entsprechend der Reaktionsgleichung
2 LiOH + SiO-, + aa —*- Li0SiO0 · xH„0 + aa
wurde eine wäßrige Suspension von amorphem SiO,, (AEROSIL
der Fa. DEGUSSSA) unter ständigem Rühren in eine wäßrige Lösung von Lithiumhydroxid eingebracht. Unter weiterem
ständigem Rühren bei Zimmertemperatur (etwa 1 Stunde) wurde dabei in der Suspension das Lithiummetasilikat
gebildet. Es wurde angenommen, daß das Li9SiO- zum Teil
als Monohydrat vorlag und zum Teil gelöst war.
Tabelle: Ansätze zum Sprühtrocknen von Lithiummetasilikat
| Nr. | in Lösung: | H9O | als | Suspension: | ,18 | H9O | Li2SiO3 | Zahl der |
| LiOH | 3 (cm ) |
SiO | 2-, | ,81 | (cm"3) | (g/i) | Ansätze | |
| (g) | 1200 | (cm3) | 800 | -v 90 | 8 | |||
| 1 | 95,80 | 500 | 120 | 1000 | rO 65 | 12 | ||
| 2 | 53,26 | 66 |
Bei den Ansätzen Nr. 1 wurde wasserfreies Lithiumhydroxid, bei den Ansätzen der Nr. 2 kristallwasserhaltiges Lithiumhydroxid
(LiOH · H9O) zur Herstellung der LiOH-Lösungen eingesetzt. Das Sprühtrocknen der Suspensionen erfolgte
im Temperaturbereich von 200 - 37O°C. Die Ausbeute an sprühgetrocknetem Li9SiO., · xH2° t)etru5 jeweils mehr als
90 %. Der Feuchtigkeitsgehalt der Pulver war unterschiedlich und hing von der Temperatur des Sprühtrocknens ab.
Höhere Sprühtemperaturen führten zu etwas geringeren Feuchtegehalten (etwa 2 %). Durch die Handhabung der
Lithiumhydroxid-Lösungen und der Suspensionen an Luft enthielten die Pulver bis zu 6 Gew.-% Karbonatanteile,
die während des Kalzinierungsschrxttes entfernt wurden.
Die Pulverteilchen hatten die Form kleiner Hohlkügelchen mit einer durchschnittlichen Größe zwischen 3 und 5 ,um.
Nach dem Kalzinieren bei 600°C ließen sich die Pulver
:n bei
- 6 -
- 6 -
durch Pressen und Sintern bei 1100°C/6Stunden bis zu 95 %
•f'
der theoretischen Dichte verdichten. Die Sinterproben ergaben jeweils einphasiges Li3SiO3.
Claims (2)
1.Verfahren zur Herstellung von sinterfähigem Pulver aus
Lithium-metasilikat Li3SiO3 mit einer Phasenreinheit von
größenordnungsmäßig 99 %, bei welchem amorphes SiO2 in eine wäßrige Lithiumhydroxid-Lösung eingebracht und die
entstehende Suspension einer erhöhten Temperatur ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
a) eine stöchiometrische Menge an SiO9 zur Bildung der
Suspension verwendet wird, bezogen auf das gelöste LiOH,
b) die Suspension ohne v/eitere Zwischenbehandlung direkt mit Hilfe von Luft bei einer Temperatur zwischen 200 C
und 450 C sprühgetrocknet wird und
c) anschließend der pulverförmige Trockenrückstand bei einer Temperatur im Bereich von 500 C bis 1000 C
erhitzt und kalziniert wird.
erhitzt und kalziniert wird.
2. Verwendung des gemäß Anspruch 1 hergestellten sinter fähigen Pulvers aus reinem Li-SiO., als Brutstoff für Fusionsreaktoren
zur Herstellung von Tritium.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843415323 DE3415323A1 (de) | 1984-04-25 | 1984-04-25 | Verfahren zur herstellung von sinterfaehigem pulver aus lithiummetasilikat li(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)sio(pfeil abwaerts)3(pfeil abwaerts) und dessen verwendung |
| FR8505316A FR2563510B1 (fr) | 1984-04-25 | 1985-04-09 | Procede pour la fabrication de poudre frittable de metasilicate de lithium li2sio3, et son utilisation |
| GB08509433A GB2159807B (en) | 1984-04-25 | 1985-04-12 | Method of producing a sinterable lithium metasilicate li2si03 powder |
| BE1/11236A BE902192A (fr) | 1984-04-25 | 1985-04-15 | Procede pour la fabrication de poudre frittable de metasilicate de lithium li2sio3 et son utilisation. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843415323 DE3415323A1 (de) | 1984-04-25 | 1984-04-25 | Verfahren zur herstellung von sinterfaehigem pulver aus lithiummetasilikat li(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)sio(pfeil abwaerts)3(pfeil abwaerts) und dessen verwendung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3415323A1 true DE3415323A1 (de) | 1985-10-31 |
| DE3415323C2 DE3415323C2 (de) | 1988-10-06 |
Family
ID=6234299
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843415323 Granted DE3415323A1 (de) | 1984-04-25 | 1984-04-25 | Verfahren zur herstellung von sinterfaehigem pulver aus lithiummetasilikat li(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)sio(pfeil abwaerts)3(pfeil abwaerts) und dessen verwendung |
Country Status (4)
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| DE (1) | DE3415323A1 (de) |
| FR (1) | FR2563510B1 (de) |
| GB (1) | GB2159807B (de) |
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| DE3121919A1 (de) * | 1980-06-24 | 1982-04-29 | Steirische Magnesit-Industrie AG, 1130 Wien | Hydrothermale direktsynthese von alkalisilikaten |
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- 1985-04-15 BE BE1/11236A patent/BE902192A/fr not_active IP Right Cessation
Patent Citations (1)
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| DE3121919A1 (de) * | 1980-06-24 | 1982-04-29 | Steirische Magnesit-Industrie AG, 1130 Wien | Hydrothermale direktsynthese von alkalisilikaten |
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| BE902192A (fr) | 1985-07-31 |
| GB2159807A (en) | 1985-12-11 |
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| GB8509433D0 (en) | 1985-06-19 |
| GB2159807B (en) | 1988-02-24 |
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| FR2563510A1 (fr) | 1985-10-31 |
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