DE3408940A1 - Laengswelle fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Laengswelle fuer kraftfahrzeugeInfo
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- F16F15/16—Suppression of vibrations in rotating systems by making use of members moving with the system using a fluid or pasty material
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Description
- - : . : : . - - ' - LOO6 7.OOO
Die Erfindung betrifft eine Längswelle für Kraftfahrzeuge
mit einem rohrförmigen Wellenteil, an dessen Enden je ein Gelenk angebracht
ist.
Gelenkwellen haben überwiegend ein Schiebeteil, das einen Längenausgleich z.B. beim Zusammenbau, Nachstellen des Hinterachsantriebs
und/oder bedingt durch die Hinterradaufhängung ermöglicht. Das Schiebeteil ist dabei mechanisch z.B. durch Keil- oder Zahnwellenprofil geführt.
Darüber hinaus sind drehelastische Gelenkwellen bekannt, bei denen neben dem mechanischen Schiebeteil eine elastische Schicht vorgesehen ist.
Durch die Einschaltung der Elastizität lassen sich Stöße vom Triebwerk
fernhalten, Ungleichförmigkeiten dämpfen und die Eigenfrequenz des An-'triebstranges
aus gefährlichen Resonanzbereichen fernhalten. Schließlich ist es auch bekannt, die Gelenkwelle mit einer in öl laufenden Lamellenkupplung
zu kombinieren. Der durch diese Kupplung bedingte Platzbedarf in radialer wie auch axialer Richtung stellt neben dem erhöhten Gewicht
einen beachtlichen Nachteil dar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gelenkwelle zu schaffen, die einen Längenausgleich ermöglicht. Ferner sollen starke
Ungleichförmigkeiten des in die Welle eingeleiteten Drehmoments gedämpft, speziell Drehmomentstöße vom Triebwerk ferngehalten werden. Diese Aufgabe
soll insbesondere ohne zusätzlichen Platzbedarf gelöst werden, d.h. die
Mittel zur Lösung der Aufgabe sind ohne Vergrößerung des Wellendurchmessers
in der Gelenkwelle unterzubringen. Schließlich soll es möglich sein, je nach Erfordernis die Wellenlänge auf ein gegebenes Maß fest
einzustellen oder unter Einwirkung einer Axial kraft gedämpfte Längen-
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änderungen zuzulassen. Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei der eingangs genannten Längswelle dadurch gelöst, daß der rohrförmige Wellenteil durch
wenigstens ein an den Stutzen des einen Gelenks angesetztes Rohr und wenigstens ein an den Stutzen des anderen Gelenks angesetztes Rohr gebildet
ist, der Außendurchmesser des einen Rohres kleiner als der Innendurchmesser des anderen Rohres ist, die Rohre unter Bildung wenigstens eines
Ringspalts teleskopartig ineinander angeordnet sind, wenigstens der Ringspalt bzw. die Ringspalte zwischen den Rohren mit einem viskosen
Medium ausgefüllt sind und der von dem äußeren Rohr umfaßte Ringspalt
am Rohrende nach außen abgedichtet ist. Die nach dem Zusammenbau konzentrischen Rohre haben zwischen sich eine rohrförmige Schicht des viskosen ,
Mediums bzw. mehrere solcher rohrförmigen Schichten. Das in die Gelenkwelle eingeleitete Drehmoment wird von dem antriebseitigen Rohr über
die Schicht des viskosen Mediums auf das abtriebseitige Rohr übertragen,
wobei die Schicht des Mediums einer Scherbeanspruchung ausgesetzt ist. Die Ringspaltbreite und damit die Schichtdicke des Mediums, die Viskosität
des Mediums und die Größe der von den Rohren gebildeten wirksamen Scherfläche(n) sind vorzugsweise so gewählt, daß das Drehmoment ohne
wesentliche Drehzahldifferenz der Rohre übertragen wird. Demgemäß wird
im allgemeinen mit geringen Spaltbreiten in der Größenordnung von<1 mm,
L
kann die Auswahl so getroffen werden, daß bei Unstetigkeiten des übertragenen
Drehmoments oder Drehmomentstößen das eine Rohr gegenüber dem anderen beschleunigt wird. Dabei wird von der Welle Scherarbeit aufge-
*) weiter auf Seite 6a
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*) Die Ausbildung der Scherflächen und die Auswahl des Mediums kann so getroffen werden, daß bei kleinen Drehzahldifferenzen
nur ein kleines Drehmoment und bei größeren Drehzahldifferenzen
ein hohes Drehmoment übertragen werden kann. Bei dieser Funktionsart läßt sich bei einem all radgetriebenen
Fahrzeug ein Zentraldifferent!al ersetzen. Die Anordnung
nach der Erfindung übernimmt dabei die Aufgabe eines selbstsperrenden Differentials.
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nommen und die Unstetigkeit geglättet bzw. der Stoß gedämpft. In gleicher
Weise dämpfend wirkt die Gelenkwelle bei Axialstößen, da bei Relativbewegung der Rohre in Längsrichtung ebenfalls Scherenergie verbraucht
wird. Um die quasistarre Kopplung zwischen dem Antriebsteil und dem Abtriebsteil der Gelenkwelle bis zu den maximal erforderlichen Drehmomenten
zu erreichen, ist die wirksame Scherfläche durch Einziehen mehrerer, ineinandergreifender Rohre auf die nötige Größe zu bringen. Bei einer
bevorzugten Ausführungsform sind an beiden Gelenkstutzen zwei konzentrische, unter Ausbildung dreier Ringspalte ineinandergreifende Rohre
angesetzt. Die erfindungsgemäße Gelenkwelle zeichnet sich durch einen geringen radialen Platzbedarf aus, d.h. der Wellendurchmesser ist nicht
größer als der einer herkömmlichen Gelenkwelle mit einem Stahlrohr als Wellenteil. Das Gewicht und der Preis der Welle ist geringer als bei
einer Kombination aus herkömmlicher Gelenkwelle und Lamellenkupplung.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Welle ist auch der Innenraum der inneren Rohre wenigstens teilweise mit
dem viskosen Medium gefüllt. Der Ringspalt bzw. die Ringspalte zwischen den Rohren der Gelenkwelle sind mit dem Innenraum der Welle strömungsmäßig
verbunden, so daß das Medium aus dem Spalt zum Innenraum und vom Innenraum in die Ringspalte strömen kann, wenn dies auf Grund der Längenänderung
der Welle erforderlich ist.
Bei einer Ausführungsform ist der mit dem Medium gefüllte Teil des Innenraums des inneren Rohres durch eine am Rohr stationäre,
druckfeste Wandung von dem nicht mit Medium gefüllten Teil des Innenraums getrennt. Durch diese Wandung im Innenraum wird das dort gespei-
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cherte Volumen des Mediums konstant gehalten. Da eine Längenänderung
der Welle mit einem Zulauf oder einer Verdrängung von Medium aus dem Ringspalt bzw. den Ringspalten verbunden ist, wird mit der durch die
stationäre Wandung erreichten Volumenkonstanz im Innenraum auch die
Länge der Gelenkwelle fixiert. Bei dieser besonderen Ausführungsform kann das freie Ende des äußeren Rohres an dem Stutzen des benachbarten
Gelenks auch noch mechanisch befestigt sein. Längenänderungen sind bei dieser Ausführungsform ausgeschlossen; sie können nur von einem Gelenk,
speziell einem Gleichlauf-Verschiebegelenk aufgenommen werden.
In weiterer Ausgestaltung dieser Ausführungsform der Erfindung
kann in dem Gelenkstutzen, der dem mit Medium gefüllten Teil des Innenraums anliegt, ein mit Oberdruckventil ausgestatteter, nach außen
führender Kanal ausgebildet sein. Während die Länge der Gelenkwelle über die Füllmenge des Mediums in dem gesamten Innenraum oder dem durch
die stationäre, druckfeste Wandung abgesperrten Teil des Innenraums fixiert ist, kann bei einem Ansteigen des Mediumdruckes über einen vorgegebenen,
ggfs. einstellbaren Wert das Oberdruckventil öffnen und damit das Medium nach außen abfließen. Hierdurch wird die Festlegung
der Wellenlänge aufgehoben, so daß die Rohre unter Aufnahme von Scherenergie wieder relativ zueinander längsverschieblich sind.
Bei den herkömmlichen Gelenkwellen kann es bei starken, z.B. durch Auffahrunfälle verursachten Axialstößen dazu kommen, daß
nicht nur das Vorderteil des Fahrzeugs beschädigt wird, sondern die Stoßkraft auch über die Gelenkwelle nach hinten übertragen und dadurch
die Hinterachse und ggfs. das gesamte Hinterteil des Fahrzeugs deformiert
40-
jOO ti. 000
wird. Dies wird durch die erfindungsgemäße Anordnung des Auslaufkanals
mit dem Oberdruckventil vermieden. Wenn infolge eines Axial Stoßes der
Mediumdruck in dem gefüllten Teil des Innenraums der Welle über einen
vorbestimmten Wert ansteigt, fließt das viskose Medium nach außen ab. Die Axialverschieblichkeit wird wieder hergestellt, wobei im Gegensatz
zu einem mechanischen Schiebeteil durch die aufzubringenden Scherkräfte
eine beträchtliche Dämpfung wirksam wird. Das Axialstoß wird in der Welle gemildert, und der im hinteren Bereich des Fahrzeugs durch Stoß
verursachte Schaden zumindest verringert. Selbstverständlich ist es
auch möglich, den Kanal mit dem Oberdruckventil nicht durch den Gelenkstutzen
nach außen, sondern durch die druckfeste Wandung zu dem nicht mit Medium gefüllten Teil des Rohrinnenraums zu führen. Da dieser Raum
mit Luft gefüllt ist, kann das Medium bei genügend hohem Druck ohne
Schwierigkeit in diesen Teil des Innenraums ablaufen.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist der mit dem viskosen Medium gefüllte Teil des Innenraums durch eine unter
dem Druck des Mediums nachgebende Wandung von dem nicht mit dem Medium gefüllten Teil des Innenraums getrennt. In diesem Falle ist die Länge
der Gelenkwelle nur relativ festgelegt. In dem Maße, wie die Wandung unter dem Mediumdruck nachgibt, kann sich auch die Länge der Welle
ändern. Bei einer Ausführungsform ist die unter dem Mediumdruck nachgebende Wandung ein in dem inneren Rohr verschieb!icher Kolben. Dieser
von dem Medium einseitig druckbeaufschlagte, gegen das Innenrohr abgedichtete Kolben ist bei Einwirkung eines ausreichenden Drucks des Mediums
im Innenrohr verschieblich. Bei Einwirkung genügender Axialkräfte auf die
Gelenkwelle ist daher eine Änderung ihrer Länge möglich. Bei einer an-
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* ΛΑ-
deren Ausführungsform ist die Wandung eine bei Erhöhung des Mediumdruckes
reißende Membran. Ähnlich wie bei einem Überdruckventil kann das Medium bei Erreichen eines bestimmten Druckes in den luftgefUllten
Raum überströmen, wobei die relative Fixierung der Wellenlänge aufgehoben wird. Zweckmäßigerweise ist der nicht mit dem viskosen Medium gefüllte
Teil des Innenraums über einen durch den Gelenkstutzen geführten Kanal
mit der Außenluft verbunden. So ist gewährleistet, daß der luftgefüllte
Teil des Innenraums immer unter Atmosphärendruck steht.
Zweckmäßigerweise sind nahe an den beiden Enden des Wellenteils
der Längswelle zwischen dem freien Ende des einen Rohres oder einem an diesem ausgebildeten Widerlager und dem Gelenkstutzen oder
einem an dem anderen Rohr ausgebildeten Widerlager Schraubenfedern angeordnet. Die Federn dienen dazu, die Rohre in einer Mittelposition
zu halten und bei einer Kompression oder Dehnung der Welle Gegenkräfte aufzubringen.
Vorzugsweise ist wenigstens ein Gelenk der erfindungsgemäßen Längswelle ein Gleichlauf-Verschiebegelenk. Eine Längenänderung kann
dann nicht nur in der oben erläuterten Weise von dem Wellenteil aufgenommen werden, sondern zusätzlich auch von dem Verschiebegelenk. Dabei
werden zweckmäßigerweise dynamische Längenänderungen in dem Verschiebegelenk, dagegen aber die großen Längenunterschiede, die z.B. durch Fahrzeugtoleranzen
verursacht werden, in dem Wellenteil der erfindungsgemäßen
Gelenkwelle aufgenommen. Im übrigen sind die Gelenke der Längswelle
wie üblich aufgebaut, d.h. sie sind Kreuzgelenke, Gleichiaufgelenke oder
auch Gummi kupplungen.
-JH--
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L0CE7.C00
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Die Rohre der Längswelle können mit unebenen Oberflächen,
Löchern oder Schlitzen versehen sein. Auf diese Weise wird die Mitnahme des viskosen Mediums von dem antriebseitigen Rohr verstärkt und die
Scherwirkung erhöht. Als viskoses Medium kann beispielsweise ein Silikon-Öl dienen, das in sehr unterschiedlichen Viskositäten erhältlich ist.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung näher beschrieben. Dabei tragen in allen Figuren gleiche Teile auch gleiche
Bezugszahlen. Es zeigen
Figur 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Längswelle, zum größten Teil im Axialschnitt;
Figur 3 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Längswelle, ebenfalls im Axialschnitt;
Figur 4 eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Längswelle im Axial schnitt; und
Figur 5 eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Längswelle im Axialschnitt.
Nach Figur 1 besteht die Gelenkwelle aus einem Wellenteil 1 mit einem Gleichlauf-Verschiebegelenk 2 an dem einen Ende und einem
Kreuzgelenk 3 an dem anderen Ende. An den Stutzen 2a des Gleichlauf-
Verschiebegelenks 2 sind zwei Rohre 4 konzentrisch angeschweißt. In
ähnlicher Weise sind an den Stutzen 3a zwei Rohre 5 konzentrisch angeschweißt.
Die Rohre 4,5 sind in ihren Außen- und Innendurchmessern so dimensioniert, daß sie - wie dargestellt - wechselweise ineinandergeschoben
werden können, wobei jeweils zwischen einem Rohr 4 und einem Rohr 5 ein rohrförmiger Ringspalt 6 verbleibt. Die Breite der Ringspalte 6 beträgt
beispielsweise 1 mm; die Wandstärke der Rohre 4,5 ist z.B. 1,5 oder 2 mm. Das innere Rohr 4 ist an seinem freien Ende an vier diagonal
gegenüberliegenden Stellen in Form von Laschen 4a um die Spaltbreite
nach außen gebogen. In gleicher Weise ist das Innere der beiden Rohre 5 an seinem freien Ende an vier einander diagonal gegenüberliegenden
Laschen 5a um die gleiche Spaltbreite nach innen gebogen. Auf diese
Weise wird eine gegenseitige Zentrierung der Rohre 4,5 und ihre zentrische Führung bei axialer Relativverschiebung erreicht. Das freie Ende
des äußeren Rohres 5 ist bei 5 nach außen aufgeweitet. Die Aufweitung nimmt einen Dichtungsring 7 auf, dessen Verbleib in der Aufweitung auch
bei Relativverschiebung der Rohre 4,5 durch einen Oberwurfring 8 gewährleistet
ist. Da - wie aus Figur 2 ersichtlich - die abgebogenen Laschen 5a zwischen sich den Spalt 6 freilassen, sind alle Spalte 6
untereinander und der Innerste dieser Ringspalte 6 auch mit dem Innenraum 9 des Wellenteils 1 strömungsmäßig verbunden. Der gesamte Innenraum
ist ebenso wie die drei Ringspalte 6 mit einem viskosen Silikonöl gefüllt,
wodurch eine Fixierung der Länge des Wellenteils 1 gegeben ist.
Bei der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform ist der Innenraum des Wellenteils 1 durch einen verschieblichen Kolben 10 in
einen mit dem viskosen Medium gefüllten Teil 9a und einen nicht mit dem
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viskosen Medium gefüllten Teil 9 getrennt. Der Kolben 10 ist durch
eine Dichtung 10a gegen die Innenfläche des inneren Rohres 4 abgedichtet.
Der Teil 9 des Innenraums ist durch die Bohrung 11 mit der Außenluft
in Verbindung, so daß der Kolben 10 von links unabhängig von seiner Stellung nur mit Atmosphärendruck beaufschlagt ist, während auf der
Gegenseite der jeweilige Druck des viskosen Mediums wirksam ist. Die
Aufweitung 5 des äußeren Rohres 5 erstreckt sich bei dieser Ausführungsform
über einen axial längeren Bereich. Der Oberwurfring 8 ist auf der
Rohraufweitung 5 befestigt und enthält selbst den Dichtring 7. Im Bereich der Aufweitung 5 ist auf dem äußeren Rohr 4 ein Widerlager 4C
angebracht. Zwischen dem Widerlager 4C und dem Oberwurfring 8 ist eine
Schraubendruckfeder 12 angeordnet. Das äußere Rohr 4 ist an seinem freien Ende mit einer radialen Aufbiegung 4 versehen; zwischen dieser Aufbiegung
und dem Gelenkstutzen 3a ist ebenfalls eine Schraubendruckfeder 13
angeordnet. Die Federn 12,13 halten die Rohre 4,5 in der dargestellten Mittelposition, d.h. bei einer Dehnung oder Kompression des Wellenteils
wird der Gegendruck der Feder 12 bzw. der Feder 13 wirksam. Bei einer Längenänderung des Wellenteils 1 si-nd somit die für die gegenseitige
Längsverschiebung der Rohre 4,5 erforderlichen Scherkräfte, die zur
Kompression einer Feder 12 bzw. 13 erforderliche Kraft und die der Verschiebung des Kolbens 10 entgegen wirkende Kraft aufzubringen.
Bei der in Figur 4 dargestellten Ausführungsform der Gelenkwelle
ist der Innenraum durch eine druckfeste Wandung 14 in den mit dem viskosen Medium gefüllten Teil 9a und den nicht mit dem viskosen Medium
gefüllten Teil 9 getrennt. Die Wandung 14 ist am freien Ende des inneren
Rohres 4 fest angebracht und durch den Dichtring 14a gegen das Rohr ab-
LQO67.000
gedichtet. Hiermit ist bereits eine Schiebefixierung des Wellenteils
gegeben, da jede Kompression oder Dehnung der Welle das Medium unter Druck bzw. Zug setzen würde. Zusätzlich zu dieser Axialfixierung ist
am freien Ende des äußeren Rohres 5 ein Befestigungsring 15 angebracht, der über den Gelenkstutzen 2a greift und zudem mit dem Dichtungsring 15a
die Abdichtung des außenliegenden Ringspalts 6 nach außen gewährleistet.
Da der Ring 15 nur den Stutzen 2a übergreift, ist noch eine Relativdrehung
zwischen den antriebseitigen Rohren 4 und den abtriebseitigen Rohren 5 möglich.
Die Ausführungsform nach Figur 5 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Figur 4 im wesentlichen dadurch, daß die zusätzliche
mechanische Fixierung durch den Befestigungsring 15 fehlt und in dem Gelenkstutzen 3a ein mit einem Oberdruckventil 16a,16 ausgestatteter,
axialer Kanal 16 vorgesehen ist, der von dem mit Medium gefüllten Teil 9a des Innenraums der Gelenkwelle nach außen führt. Bei dieser
Ausführungsform ist das Wellenteil 1 bis zu einem bestimmten, vorgegebenen,
maximalen Druck des Mediums in seiner Länge fixiert, übersteigt
der Mediumdruck diesen Maximalwert, z.B. durch einen axialen Stoß infolge einer Kollision, öffnet das Ventil 16a,16 . Das viskose Medium kann
dadurch schnell aus dem Volumen 9a nach außen abströmen, die axiale
Festlegung der Rohrpaare 4 und 5 relativ zueinander wird aufgehoben, und das Wellenteil 1 kann komprimiert werden, wobei wenigstens ein
Teil der Stößenergie durch die Scherarbeit in den Rohrlamellen absorbiert
wird.
LO.O67.OCO
1 Wellenteil 16 Kanal
2 Gleichi auf-Verschiebegelenk 16a Ventil kugel
2a Stutzen des Gleichiauf-Verschiebegelenks 16 Ventilfeder
3 Kreuzgelenk
3a Stutzen des Kreuzgelenks
4 Rohre
4a Laschen
4a Laschen
4 radiale Rohraufbiegung
4C Widerlager
5 Rohre
5a abgebogene Laschen
5 Aufweitung
6 Ringspalt
7 Dichtring
8 Oberwurfring
9 Innenraum
9a medi umgefüllter Teil des Innenraums
9 nicht mit Medium gefüllter Teil des Innenraums
10 Kolben 10a Dichtring
11 Bohrung
12 Schraubendruckfeder
13 Schraubendruckfeder
14 Wandung 14a Dichtring
15 Befestigungsring 15a Dichtring
- Leerseite -
Claims (15)
1. Längswelle für Kraftfahrzeuge mit einem rohrförmigen
Wellenteil, an dessen Enden je ein Gelenk angebracht ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der rohrförmige Wellenteil (1) durch wenigstens
ein an den Stutzen (2a) des einen Gelenks (2) angesetztes Rohr (4) und
wenigstens ein an den Stutzen (3a) des anderen Gelenks (3) angesetztes
Rohr (5) gebildet ist, der Außendurchmesser des einen Rohres (4) kleiner als der Innendurchmesser des anderen Rohres (5) ist, die
Rohre (4,5) unter Bildung wenigstens eines Ringspalts (6) teleskopartig ineinander angeordnet sind, wenigstens der Ringspalt bzw. die Ringspalte
(6) zwischen den Rohren (4,5) mit einem viskosen Medium ausgefüllt sind und der von dem äußeren Rohr (5) umfaßte Ringspalt (6) am
Rohrende nach außen abgedichtet ist.
2. Längswelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
an beiden Gelenkstutzen (2a,3a) zwei konzentrische, unter Ausbildung
von drei Ringspalten (6) ineinandergreifende Rohre (4 bzw. 5) angesetzt sind.
: - : : - - LOO67.OOO
3. Längswelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringspaltbreite, die Viskosität des Mediums und die Größe
der von den Rohren (4,5) gebildeten wirksamen Scherfläche(n) so gewählt
sind, daß das Drehmoment ohne wesentliche Drehzahldifferenz der Rohre
(4 und 5) übertragen wird.
4. Längswelle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Innenraum (9) der inneren Rohre (4,5)
wenigstens teilweise mit dem viskosen Medium gefüllt ist.
5. Längswelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der mit dem Medium gefüllte Teil (9a) des Innenraums
der inneren Rohre (4,5) durch eine druckfeste Wandung (14) von dem nicht mit dem Medium gefüllten Teil (9 ) des Innenraums getrennt ist (Fig. 4).
6. Längswelle nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das freie Ende des äußeren Rohres (5) an dem Stutzen (2a) des
benachbarten Gelenks (2) mechanisch befestigt ist (Fig. 4).
7. Längswelle nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem Gelenkstutzen (3a), der dem mit Medium gefüllten
Teil (9a) des Innenraums anliegt, ein mit einem Oberdruckventil
(16a,16 ) ausgestatteter, nach außen führender Kanal (16) ausgebildet ist.
8. Längswelle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Medium gefüllte Teil (9a) des Innenraums durch eine unter
dem Druck des Mediums nachgebende Wandung von dem nicht mit dem Medium
-' . ""- -" "" -"■ '■ LOO6 7.OOO
gefüllten Teil (9 ) des Innenraums getrennt ist (Fig. 3).
9. Längswelle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wandung ein in dem inneren Rohr (4) verschieb!icher Kolben (10)
ist (Fig. 3).
10. Längswelle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung eine bei Druckerhöhung des Mediums reißende Membran ist.
11. Längswelle nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der nicht mit dem viskosen Medium gefüllte Teil (9 ) des Innenraums über einen durch den Gelenkstutzen (2a) geführten Kanal (11)
mit der Außenluft verbunden ist (Fig. 3).
12. Längswelle nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß nahe an den beiden Enden des Wellenteils (1) zwischen
dem freien Ende (4 ) des einen Rohres (4) oder einem an diesem ausgebildeten Widerlager (4C) und dem Gelenkstutzen (3a) bzw. einem an dem anderen
Rohr (5) angebrachten Widerlager Schraubendruckfedern (13 bzw. 12) angeordnet sind (Fig. 3).
13. Längswelle nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens ein Gelenk ein Gleichlauf-Verschiebegelenk ist.
14. Längswelle nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rohre (4,5) mit unebenen Oberflächen, Löchern
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oder Schlitzen versehen sind.
15. Längswelle nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das viskose Medium ein Silikonöl ist.
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