DE3404419A1 - Streckwalzensystem fuer spinnmaschinen - Google Patents
Streckwalzensystem fuer spinnmaschinenInfo
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Description
PATENT- UND RECHTSANWÄLTE
PATENTANWÄLTE DIPL.-ING. W. EITLE · DR. RER. NAT. K. HOFFMANN . DIPL.-ING. W. LEHN
DIPL.-ING. K. FDCHSLE · DR. RER. NAT. B. HANSEN . DR. RER. NAT. H.-A. BRAUNS · DIPL.-ING. K. GDRG
DIPL.-ING. K. KOHLMANN · RECHTSANWALT A. NETTE
39 754 p/hl
Kabushiki Kaisha Toyoda Jidoshokki Seisakusho, City of Kariya, Aichi Prefecture / Japan
Streckwalzensystem für Spinnmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Streckwalzensystem für einen Flyerrahmen, einen Spinnrahmen
oder einer ähnlichen Spinnmaschine, bei der einem Roving oder einem Zuführstrang eine Hauptverstreckung
verliehen wird, nachdem zuvor ein Vorverstrecken durch eine Vielzahl von Streckwalzen erfolgte, die
sich mit unterschiedlichen Drehzahlen drehen.
Bei einer Spinnmaschine im allgemeinen und insbesondere
einem Spinnrahmen der in Fig. 1 und 2 dargestellten Art wird einem Roving R eine Vorverstreckung verliehen,
indem dieser Roving durch einen Spalt zwischen einer hinteren unteren Walze 1 und einer
hinteren oberen Walze 1' geführt wird, welche Walzen
im Druckkontakt miteinander gehalten werden. Weiterhin gelangt der Roving durch einen Spalt zwischen
einer mittleren unteren Walze 2 und einer mittleren oberen Walze 2, die ebenfalls im Druckkontakt miteinander
gehalten sind und mit einer größeren Drehzahl sich drehen als der Satz der hinteren Walzen
1,1'. Der Roving wird dann dadurch einer Hauptver-
RABELLASTRASSE 4 · D-8OOO MÖNCHEN 81 · TELEFON CO89} 911O87 · TELEX O5-29619 CPATHEJ · TELEKOPIERER 918356
-, Streckung unterzogen, indem der Roving durch einen Spalt
zwischen einer vorderen unteren Walze 3 und einer vorderen oberen Walze 31 geführt wird, die ebenso in Druckkontakt
miteinander gehalten werden und sich mit einer
,_ höheren Drehzahl drehen als der Satz von mittleren WaI-o
zen 2,2'. Schließlich wird der Roving vom Spalt zwischen
den vorderen Walzen 3,3' abgezogen und in ein Garn verdrillt, welches dann auf eine nicht dargestellte Spule gewickelt
wird, die auf einer Spindel 7 sitzt. Diese Spindel 7 wird von einer Antriebswelle 4, die mit einem nicht
dargestellten Elektromotor verbunden ist, gedreht. Vom Elektromotor aus erfolgt diese Drehung über eine Scheibe
5, die auf der Welle 4 befestigt ist und einem Antriebsriemen 6.
Bisher wurde die Antriebskraft der unteren Walzen 1,2,3
von der Antriebswelle 4 abgeleitet, und zwar über eine Getriebeeinheit, die an den einen Enden der Walzen vorgesehen
ist, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Die andere"
Enden der unteren Walzen 1,2,3 waren frei drehbar abgestützt. Jedoch bei einer Spinnmaschine mit einer großen
Anzahl von Spindeln nimmt die Länge der unteren Walzen 1,2,3 erheblich zu. Dabei ist dann beim Anfahren der
Spinnmaschine die Drehung der unteren Walzen 1,2,3 dadurch verzögert, daß an den anderen Enden eine Torsion auftritt,
d.h. die Drehung der unteren Walzen an dem einen Ende verläuft nicht synchron mit der Drehung der Walzen
an den anderen Enden. Das durch ein solches Streckwalzensystem erzielte gesponnene Garn litt unter dem Phänomen
einer Ungleichförmigkeit der Qualität. Weitere Probleme ergaben sich dahingehend, daß ein Garnbruch und eine
Garnungleichmäßigkeit verursacht wurden.
Solch eine Torsion der unteren Walzen 1,2,3 wird ebenso durch einen großen Drehwiderstand verursacht, der sich
durch diese Walzen ergibt. Ein Paar von Bändern 8,8',
die an der mittleren unteren Walze 2 und der mittleren oberen Walze 21 vorgesehen sind, um die Verstreckbedingungen
entsprechend der Darstellung in Fig. 2 zu verbessern, führen zu einer Zunahme des Drehwiderstandes
der mittleren unteren Walzen 2 (hiernach untere Bandwalzen bezeichnet). Als Resultat wird auf die untere
Bandwalze 2 eine größere Last aufgebracht, was zu einem Walzenbruch führte.
Bei einem Versuch, einen derartigen Nachteil zu beseitigen,
verwendete man ein dem Getrieb gemäß Fig. 1 ähnliches Getriebes an den freien Enden der unteren Walzen
1,2,3, um die Torsion der unteren Walzen 1,2,3 zu reduzieren. In einem solchen Fall wird es notwendig, die
Geschwindigkeit der Wechselzahnräder in beiden Getriebeeinheiten auszutauschen, wenn das Drehzahl- oder Geschwindigkeitsverhältnis
zwischen den jeweiligen unteren Walzen mit der Änderung der Verstreckbedingungen geändert
wird. Sollte beim Zahnradaustauschvorgang ein Irrtum auftreten und somit die Drehzahl an beiden Enden der unteren
Walzen nicht gleich sein, so werden dadurch ernsthafte Unfälle verursacht, wie beispielsweise der Bruch der
unteren Walzen oder die Zerstörung der Getriebeeinheiten.
Im Fall der Vergrößerung der Länge der unteren Walzen 1,2,3 bei Zunahme der Anzahl der Spindeln im Spinnrahmen
oder der Spinneinheit beabsichtigte man untere Walzen 1,2,3 größeren Durchmessers zu verwenden, um deren Festigkeit
zu erhöhen und damit das Auftreten einer Torsion oder Verwindung zu verhindern und somit das Risiko des
Walzenbruchs. Jedoch wegen der Grenzen der Faserlänge im Roving oder im zugeführten Strang ist es nicht möglieh,
den Abstand zwischen den jeweiligen unteren Walzen 1,2,3 zu vergrößern, da diese notwendigerweise dichter
aneinander angeordnet werden müssen. Insbesondere ein großes Maß zwischen der hinteren unteren Walze 1 und der
unteren Bandwalze 2 resultiert in der Ausbildung von Streufasern und somit in einer Garnungleichmäßigkeit.
Auf diese Weise ist es nicht möglich, einfach den Durchmesser der unteren Walzen dann zu vergrößern, wenn die
Anzahl der Spindeln pro Spinneinheit erhöht wird.
Es sollte allerdings festgestellt werden, daß das Band 8, welches um die untere Bandwalze 2 gewickelt ist, zum Ab-.
nutzen oder Verschmutzen neigt und daher häufig ausgetauscht oder gereinigt werden muß. Der Vorgang des Anbringens
und Entfernens des Bandes 8 für solchen Austausch oder für ein solches Reinigen wäre höchst mühselig
für den Fall, daß die untere Bandwalze 2 gelängt wird, um mit der Zunahme der Anzahl der Spindeln in der Spinneinheit
fertigzuwerden.
Daher besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Streckwalzenantriebsvorrichtung
zu schaffen, durch die die Torsion, d.h. die Verwindung der unteren Walze einer Spinnmaschine
vermindert, bei der die Anzahl der Spindeln erhöht ist, allerdings ohne Vergrößerung des Durchmessers
der unteren Walzen, und zwar hinsichtlich der Erzielung einer hohen Gleichmäßigkeit des verstreckten Garnes und
bei Verhinderung des Auftretens eines Garnbruches oder eines Bruches der unteren Walzen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Anordnung gelöst,
bei der die untere Bandwalze in Längsrichtung in zwei Abschnitte unterteilt ist, und zwar an einer ausgewählten
Stelle innerhalb eines Bereiches, für den die Torsion bzw. Verwindung der unteren Bandwalze nicht beim
Spinnen die vorgenannten Probleme verursacht. Die jeweiligen
unteren Walzen sind betriebsmäßig auf solche Weise
-Q-
miteinander verbunden, daß die einen seitlichen Enden der hinteren und vorderen Bodenwalze und der eine untere
Bandwalzenabschnitt mit einer Antriebsquelle verbunden sind und der Antrieb für den anderen unteren Bandwalzenabschnitt
durch die hintere und vordere Bodenwalze abgeleitet wird.
Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform sind die jeweiligen unteren Bandwalzenabschnitte Rotationswinkelsensoren
zugeordnet, deren Ausgangsdrehwinkelsignale einer Steuereinheit zugeführt werden. Wenn der Unterschied hinsichtlich
des Drehwinkels einen vorbestimmten Wert überschritten hat, wird ein einen solchen Zustand anzeigendes
Ausgangssignal von der Steuereinheit abgegeben. Das Ausgangssignal kann dann wirksam dazu verwendet werden,
das Risiko eines Bruchs der vorderen unteren Walze zu verhindern.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Patentansprüchen.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in den
Zeichnungen rein schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht mit der Darstellung eines Teils eines herkömmlichen Streckwalzensystems,
Fig. 2 eine Schnittansicht entlang der Linie II-II in
Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Draufsicht mit der Darstellung eines Streckwalzensystems, welches eine Streckwalzenantriebsvorrichtung
entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung beinhaltet und
Fig. 4 eine Querschnittsseitenansicht mit der Darstellung einer Kupplungsvorrichtung, welche in der
Streckwalzenantriebsvorrichtung der Fig. 3 enthalten ist.
Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nun anhand von Fig. 3 beschrieben, in der
Teile, die gleich denen der zuvor beschriebenen konventionellen Vorrichtung sind, mit denselben Bezugszeichen
versehen sind. Eine diesbezügliche Beschreibung wird der Einfachheit halber weggelassen.
Die untere Bandwalze 2 ist mittig und in Längsrichtung in einen ersten unteren Bandwalzenabschnitt 2A und einen
zweiten unteren Bandwalzenabschnitt 2B unterteilt. Die Drehkraft der antreibenden Welle 4 wird über eine erste
Getriebeeinheit 30, die dieselben seitlichen Enden (in Fig. 3 linkes seitliches Ende) der jeweiligen unteren
Walzen 1,2,3 auf die vordere untere Walze 3, den ersten unteren Bandwalzenabschnitt 2A und die hintere untere
Walze 1 übertragen. Die Getriebeeinheit 30 setzt sich aus Zahnrädern 30a bis 3Oq zusammen, die entsprechend der
Darstellung miteinander kämmen. Die auf die vordere untere Walze 3 und die hintere untere Walze 1 übertragene
Kraft wird über eine zweite Getriebeeinheit auf den zweiten unteren Bandwalzenabschnitt 2B übertragen. Diese zweite
Getriebeeinheit 31 setzt sich aus Zahnrädern 31c-31q zusammen, welche symmetrisch relativ zu den Zahnrädern
30c-30q der Getriebeeinheit 30 angeordnet sind und die
^O für eine Betriebsverbindung der entgegengesetzten Seitenenden
(rechtes Seitenende in Fig. 3) angeordnet sind. Auf diese Weise wird die Antriebskraft des zweiten unteren
Bandwalzenabschnitts 2B von der vorderen unteren Walze 3 und der hinteren unteren Walze 1 abgeleitet.
-ιοί Es sollte festgestellt werden, daß die Getriebeeinheiten
30,31 so ausgelegt sind, daß ihr Drehzahlverhältnis jeder der beiden ausgewählten unteren Walzen 1,2 oder 3 an einem
Walzenende dasselbe ist wie am anderen Walzenende.
Der erste und zweite untere Bandwalzenabschnitt 2A,2B sind betriebsmäßig mit magnetischen oder optischen Drehwinkelsensoren
9,10 verbunden, die von irgendeinem üblichen
bekannten Typ sind und dieselbe Anzahl von Impuls-Signalen pro Umdrehung des ersten und zweiten unteren
Bandwalzenabschnittes 2A,2B abgibt. Die von den Sensoren 9,10 abgegebenen Impulssignale werden auf einen Steuerkreis
11 übertragen, welcher die betriebsmäßigen Befehle an eine elektromagnetische Kupplungseinheit 12 übertragen
kann, welche an der Seite des vorderen unteren Walzenabschnittes 2B an der zweiten Getriebeeinheit 31 befestigt
ist.Dies ist möglich, wenn der Unterschied zwischen den Anzahlen der Impulssignale einen voreingestellten Wert
überschritten hat. Die Kupplungseinheit 12 ist für ein Ein/Ausschalten des Antriebsweges von der hinteren unteren
Walze 1 zum zweiten unteren Bandwalzenabschnitt 2B bestimmt.
Die Kupplungseinheit 12 wird nun unter Bezugnahme auf
Fig. 4 beschrieben. Ein Zahnrad 31 η ist sicher an einem Ende einer Kupplungswelle 14 befestigt, welche drehbar
über ein stationäres Teil 15, wie einem Maschinengrundrahmen,
über ein Lager 13 abgestützt wird. Ein Zahnrad 31g ist drehbar an dem anderen Ende der Welle 14 befestigt
und ist mit einer im wesentlichen zylindrischen Kupplung 16a ausgebildet. Das andere Ende der Kupplungswelle 14 ist mit einem Keil befestigt, dessen Außenumfang
ein toroidal-geformtes Kupplungsteil 18 entsprechend der Kupplung 16a trägt. Dieses Kupplungsteil ist entlang
der Kupplungswelle 14 verschiebbar. Das Kupplungsteil 18 wird normalerweise in Druckkontakt mit der Kupplung 16a
gehalten, was mittels eines Hebels 21 erfolgt, der hin-
sichtlich einer Drehung im Gegenuhrzeigersinn um eine Achse 19 unter der Kraft einer Zugfeder 20 vorgespannt
ist. Es sollte festgestellt werden, daß die Kupplung 16a in kämmenden Eingriff mit dem Kupplungsteil 18 gebracht
werden kann, welches von der Kupplung 16a gelöst wird, wenn das Solenoid 22 aufgrund des Empfangs der Betriebsbefehle
des Steuerkreises 11 erregt wurde, so daß der Hebel 21 um die Achse 19 im Uhrzeigersinn gedreht
wird.
Beim Betrieb wird die antreibende Kraft der Antriebswelle 4 über die erste Getriebeeinheit 30 auf ein Seitenende
der hinteren unteren Walze 1, der unteren Bandwalze 2 und der vorderen unteren Walze 3 übertragen,
um die hintere untere Walze 1, den ersten unteren Bandwalzenabschnitt
2A und die vordere untere Walze 3 mit jeweils spezifizierten Geschwindigkeiten anzutreiben. Die
untere Bandwalze 2 ist in den ersten Abschnitt 2A und den zweiten Abschnitt 2B aufgeteilt. Die dazwischen aneinanderliegenden
Enden sind mechanisch voneinander getrennt und auf nicht dargestellte bekannte Weise drehbar abgestützt.
Somit wird die Drehung des ersten Walzenabschnittes 2A dadurch nicht auf den zweiten Abschnitt 2B
übertragen. Andererseits wird die Drehung der hinteren unteren Walze 1 über Zahnräder 31q, 31p, 31n, 31g,
31k, 311 und 31m auf die zweite Getriebeeinheit 31 in dieser Reihenfolge übertragen, wogegen die Drehung der
vorderen unteren Walze 3 durch die Zahnräder 31c, 31d,
31e, 31f, 31g, 31h, 31i, 31j, 31k, 311 und 31m auf die zweite Getriebeeinheit 31 in dieser Reihenfolge übertragen
wird, woraus eine Drehung des zweiten unteren Bandwalzenabschnittes 2B mit derselben Geschwindigkeit wie der
erste Walzenabschnitt 2A verursacht wird. Die jeweiligen unteren Walzen werden auf diese Weise für das Vorverstrecken
und das Hauptverstrecken des Rovings oder des zugelieferten Stranges angetrieben.
Im allgemeinen ist die auf die hintere oder vordere untere Walze aufgebrachte Last im Vergleich zu der auf die
untere Bandwalze aufgebrachte Last extrem klein. So kann ins Auge gefaßt werden, die antreibende Kraft des zweiten
unteren Bandwalzenabschnittes 2B alleine von der vorderen unteren Walze 3 oder der hinteren unteren Walze
1 abzuleiten. Bei einer Spinneinheit mit einer großen Anzahl von Spindeln, so daß die Lägne der unteren Walze
zweifach so groß ist wie die einer herkömmlichen Einheit, wird jedoch auf den zweiten unteren Bandwalzenabschnitt
dieselbe Last für sich auf die länglichen Walzen 1 oder 3 aufgebracht, welche beim herkömmlichen
System auftrat, und zwar mit dem Ergebnis, daß die Torsion der vorderen oder hinteren unteren Walze unannehmbar
verstärkt wird und so die Garnqualität erheblich beeinträchtigt. Entsprechend der vorliegenden Erfindung
wird die antreibende Kraft für den zweiten unteren Bandwalzenabschnitt 2B von der vorderen und hinteren unteren
Walze 3,1 abgeleitet. Die Winkelverzögerung des zweiten unteren Bandwalzenabschnittes 2B relativ zum ersten unteren
Bandwalzenabschnitt 2A wird somit im Vergleich zu dem Fall drastisch reduziert, bei dem die antreibende Kraft
des Walzenabschnittes 2B allein von der hinteren unteren Walze 1 oder der vorderen unteren Walze 3 abgeleitet wird.
Somit kann sogar für längere Abschnitte der jeweiligen unteren Walzen 1,2,3 die Winkelverzögerung des zweiten
unteren Bandwalzenabschnittes 2B relativ zum ersten unteren Bandwalzenabschnitt 2A im selben Umfang gehalten werden,
wie bei der herkömmlichen Spinnmaschine wegen der Torsion der unteren Walze. Auf diese Weise kann die Spindelzahl
für jede Spinnmaschine ohne Risiko eines Garnbruches oder einer Ungleichmäßigkeit vergrößert werden,
welche durch die Torsion der unteren Walze verursacht wird, und zwar ohne die Verwendung einer hinteren und
vorderen unteren Walze 1,3 mit großem Durchmesser.
Ein Garnbruch tritt insbesondere gerne dann auf, wenn der Betrieb der Spinnmaschine nach einem Übergangsstillstand
wieder angefahren wird. Wenn so die in Drehung gehaltenen und einer Torsion unterworfenen unteren Walzen
angehalten werden, so werden die Walzen ein wenig aus ihrer Verwindung gelöst. Wenn die unteren Walzen erneut
aus dem unverdrillten Zustand der Walzen angefahren werden, dann ergibt sich ein Garnbruch. Dies liegt daran,
daß eine Zeit, die notwendig ist, die Drehung auf das andere Ende der einen unteren Walze zu übertragen, von
jeder anderen Zeit für die andere untere Walze unterschiedlich ist, und zwar aufgrund des Unterschiedes der
Drehzahlen der unteren Walzen (d.h. die mittlere untere Walze wird bei der Anfahrdrehung hinsichtlich der vorderen
unteren Walze verzögert, und die hintere untere Walze wird nach einer gewissen Verzögerung hinsichtlich der
mittleren unteren Walze angetrieben). Um den Garnbruch zu verhindern, ist es notwendig, daß das Entdrillen der
vorerwähnten Walze auf ein Minimum reduziert wird, und daß beim Wiederanfahren die unteren Walzen mit erlaubter
Verzögerung, vorzugsweise mit derselben Zeit zu drehen beginnen. Herkömmlicherweise ist eine elektromagnetische
Kupplungsvorrichtung dahingehend in Betrieb, die untere Walze zu verriegeln, welche dazu verwendet wurde, ein
Entdrillen der unteren Walze zu verhindern. Dieses System hat jedoch nicht nur Nachteile dahingehend, daß der
Energiebedarf für die Torsionsverhinderung unvermeidbar erhöht wird, da eine solche Torsionsverhinderung
während der Verweilzeit der Spinneinheit fortgesetzt werden muß. Ebenso wird die Drehverzögerung nach dem Anfahren
nicht beseitigt. Die vorliegende Erfindung macht es möglich, die Garnbruchgefahr nach dem Anfahren der Spinnmaschine
zu reduzieren, ohne daß es nötig ist, die vorerwähnten besonderen Mittel zum Verhindern des Entdrillens
der Walze zu verwenden, da die Torsion der unteren Walze und natürlich das Verdrillen bzw. Verwinden der unteren
Walze ziemlich klein sind und die unteren Walzen nach dem Wiederanfahren im wesentlichen in derselben Zeit zu
drehen beginnen können.
Es sollte festgestellt werden, daß die elektromagnetische
Kupplung 12 der vorliegenden Ausführungsform dazu bestimmt
ist, den Bruch der unteren Walze zu verhindern, und zwar auf unterschiedliche Weise gegenüber der vorerwähnten
elektromagnetischen Kupplungseinheit, die dazu bestimmt ist, ein Verwinden der Walze zu verhindern. Die Kupplung
12 muß nicht aktiviert werden, wenn der Betrieb der Spinneinheit nach dem Trennen der Kupplung 12 angehalten wird.
Es sollte festgestellt werden, daß, wenn der Verstrekkungszustand des Rovings R oder des zugeführten Stranges
in Abhängigkeit von der Art der Fasern oder der gewünschten Feinheit des Garns geändert wird, es notwendig ist,
bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 die Zahnräder 30g, 31g, die das Drehzahlverhältnis zwischen der hinteren
unteren Walze 1 und der vorderen unteren Walze 3 ändern können, auszutauschen, ebenso das Zahnrad 301 auszutauschen,
welches das Drehzahlverhältnis zwischen der hinteren unteren Walze 1 und des ersten unteren Bandwalzenabschnittes
2A ändern kann, und schließlich das Zahnrad 311 auszutauschen, mit dem das Drehzahlverhältnis
zwischen der hinteren unteren Walze 1 und dem zweiten unteren Bandwalzenabschnitt 2B geändert werden kann. Wenn
angenommen wird, daß bei einem solchen Zahnradwechselvorgang das richtige Auswechseln der Wechselzahnräder
30g,31g unterlassen wurde und so ein Unterschied zwischen dem Drehzahlverhältnis von hinte.rer unterer Walze
und vorderer unterer Walze an der Seite der ersten Getriebeeinheit 30 und dem an der Seite der zweiten
Getriebeeinheit 31 verursacht wurde, so wird ein ünterschied zwischen der Drehzahl des ersten unteren Band-
walzenabschnittes 2A und des zweiten unteren Bandwalzenabschnittes
2B verursacht. Als Ergebnis wird ein Unterschied zwischen den Anzahlen der von den Drehwinkelsensoren
9,10 abgegebenen Impulssignalen verursacht.Wenn der Unterschied
den vorerwähnten voreingestellten Wert überschreitet, wird vom Steuerkreis 11 an das elektromagnetische
Solenoid 22 ein Betriebsbefehl abgegeben, wodurch die Verbindung zwischen der Kupplung 16a und dem Kupplungsteil 18
gelöst wird. Somit wird die Betriebsverbindung zwischen der hinteren unteren Walze 1 und der vorderen unteren Walze
3 an der zweiten Getriebeeinheit 31 so gelöst, daß das Auftreten eines Bruchs der hinteren unteren Walze 1 ,
oder der vorderen unteren Walze 3 verhindert werden kann. Der vorerwähnte voreingestellte Wert wird natürlich so
ausgewählt, daß die Torsion der unteren Walzen 1,3 innerhalb der elastischen Grenze der Walzen 1 und 3
liegt.
Entsprechend der vorliegenden Erfindung kann ein weiterer Vorteil aus der Unterteilung der unteren Bandwalze in zwei
Abschnitte abgeleitet werden. Somit ist nur eine Lastabtrenneinrichtung, wie eine elektromagnetische Kupplung
zum Lösen der Betriebsverbindung zwischen den unteren WaI-zen 1,2,3 erforderlicherweise vorgesehen, um erfolgreich
mit dem Auftreten von Austauschfehlern von Drehzahländerungszahnrädern
umzugehen.
Es sollte festgestellt werden, daß die vorliegende Erfindung nicht auf die vorstehende Ausführungsform begrenzt
ist. Beispielsweise ist es ebenso möglich, eine andere elektromagnetische Kupplung vorzusehen, welche symmetrisch
an der Seite der ersten Getriebeeinheit 30 vorgesehen ist. Es ist aber auch möglich, den Betrieb der Spinneinheit
zu derselben Zeit anzuhalten, zu der die elektromagnetische
Kupplung 12 gelöst wird. Dies ist ebenso dahingehend wirksam, das Problem der Garnungleichmäßigkeit oder des
Garnbruches zu lösen, welcher durch den Austauschfehler der Wechselzahnräder 301, 311 verursacht wird. Die elektromagnetische
Kupplung 12 kann an jedem gewünschten Ort befestigt werden, wenn dies am betrieblichen Verbindungsabschnitt zwischen 'der hinteren unteren Walze 1 und der
vorderen unteren Walze 3 erfolgt. Es kann jeder Kupp
lungstyp anders als
der beschriebene verwendet werden.
"LQ Der Steuerkreis kanln mit einer Alarmlampe oder einem
Summer versehen sein, welcher ein entsprechendes Zeichen abgibt, bevor die elektromagnetische Kupplung 12 mit
dem entsprechenden Betriebsbefehl versorgt wird. Die vorliegende Erfindung kann ebenso in einem Streckwalzensystem
untergebracht sein, bei dem ein Paar von unteren
Bandwalzen zwischen1 der hinteren unteren Walze 1 und der
vorderen unteren Wa[lze 3 vorgesehen sind. Die Getriebeeinheiten 30,31 können durch eine Steuerscheibe, einen
Steuerriemen oder eine Steuerkette ersetzt sein.
Weiterhin können die Stellen, an denen die Drehwinkelsensoren vorgesehen sind, nicht auf solche in der Nähe
der Abschnitte 2A und 2B begrenzt sein. Sie können ebenso in der Nähe der entgegengesetzten Enden der hinteren
und vorderen unteren Walze angeordnet sein. Sie können aber auch jeweils in den Getriebeeinheiten 30 und 31
inkorporiert sein.
Aus dem Vorstehenden wird ersichtlich, daß die vorliegende Erfindung für das Längsaufteilen der unteren Bandwalze
in zwei Abschnitte sorgt, für das Verbinden derselben Seitenenden der jeweiligen unteren Walze mit einer
Antriebsquelle und das Ableiten der antreibenden Kraft für das andere Ende der unteren Bandwalzenabschnitte von
der hinteren und vorderen unteren Walze, so daß die Torsion der unteren Walze und konsequenterweise die Garn-
ungleichmäßigkeit oder der Garnbruch sogar bei einer Spinneinheit verhindert werden kann, die eine erhöhte
Anzahl von Spindeln hat. Die Anzahl der Spindeln kann vergrößert werden, ohne daß die Durchmesser der unteren
Walzen vergrößert werden müssen. Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Drehwinkelsensoren
an beiden Abschnitten der unteren Bandwalze vorgesehen. Eine Steuervorrichtung ist vorgesehen, um
Signale zum Anhalten des Betriebs der Spinnmaschine oder zum Lösen der betrieblichen Verbindung auszusenden, wenn
der durch die beiden Sensoren festgestellte Phasenunterschied der Drehung einen voreingestellten Wert überschritten
hat. Somit kann das Risiko des Bruchs der unteren Walze sogar dann verhindert werden, wenn ein betrieblicher
Fehler hinsichtlich des Änderns des Drehzahlverhältnisses zwischen der hinteren unteren Walze und der vorderen unteren
Walze aufgrund einer Änderung des Verstreckungszustandes des Rovings oder des zugeführten Stranges in Abhängigkeit
von der Art der Fasern oder der gewünschten Feinheit des Garnes verurscht wurde. So betrifft die Erfindung
die Tendenz hinsichtlich der Verwendung einer größeren Anzahl von Spindeln pro Spinnmaschine.
Leersei
te -
Claims (6)
- HOFFMANN · EITLE & PARTNERPATENT-UND RECHTSANWÄLTEPATENTANWÄLTE DIPL.-ING. W. EITLE ■ DR. RER. NAT. K. HOFFMANN · DIPL.-ING. W. LEHNDIPL.-ING. K. FDCHSLE ■ DR. RER. NAT. B. HANSEN . DR. RER. NAT. H.-A. BRAUNS · DIPL.-INQ. K. GORGDIPL.-ING. K. KOHLMANN · RECHTSANWALT A. NETTE39 754 p/hlKabushiki Kaisha Toyoda Jidoshokki Seisakusho, City of Kariya, Aichi Prefecture / JapanStreckwalzensystem für Spinnmaschinen PatentansprücheStreckwalzenvorrichtung für eine Spinnmaschine, mit einer hinteren unteren Walze (1), einer unteren Bandwalze (2) und einer vorderen unteren Walze (3), welche alle an dem selben Seitenende über ein erstes Antriebstransmissionssystem mit einer Antriebsquelle verbunden sind und mit einem vorbestimmten Drehzahlverhältnis zwischen jeweils zwei dieser Walzen angetrieben sind, dadurch gekennzeichnet , daß die untere Bandwalze (2) an einer vorausgewählten Längsstelle in einen ersten Abschnitt (2A) an einem Seitenende und einen zweiten Abschnitt (2B) an dem anderen Seitenende unterteilt ist, und daß die unteren Walzen (1,2,3) betriebsmäßig an dem entsprechenden anderen Seitenende mit einem zweiten Antriebstransmissionssystem verbunden sind, wodurch die Drehung der hinteren unteren Walze und der vorderen unteren Walze von dem anderen Seitenende zu dem genannten zweiten Abschnitt übertragen wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß Sensormittel (9,10) am genannten ersten und zweiten Abschnitt vorgesehen sind, um deren Drehwinkel zu erfassen, welche Sensoren mit einer Steuereinheit (11) verbunden sind, welche ein Signal abgibt, wenn der durch die Sensoren erfaßte Phasenunterschied der Drehung einen vorbestimmten Wert überschritten hat.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß das zweite Antriebstransmissionssystem mit einer mit der Steuereinheit verbundenen Lasttrenneinrichtung verbunden ist und das genannte Signal aufnehmen kann, wodurch eine Überbelastung der hinteren und vorderen unteren Walze verhinderbar ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und zweite Antriebsübertragungssystem Getriebeeinheiten (30,31) sind, die Wechselzahnräder zum Wechseln des Drehzahlverhältnisses zwischen der hinteren und unteren Bodenwalze (1,3) und Wechselzahnräder zum Ändern des Drehzahlverhältnisses zwischen der hinteren Bodenwalze und jeder der ersten und zweiten Abschnitte umfaßt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Lasttrenneinrichtung mit einem Antriebstransmissionsweg versehen ist, welcher die hintere untere Walze mit dem zweiten Abschnitt verbindet.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Sensoreinrichtung (9,10) in der Nähe der entgegengesetzten Enden der vorderen unteren Walze angeordnet ist, um deren Dreh-winkel zu erfassen, und daß die Sensoreinrichtung mit einer Steuereinheit verbunden ist, die ein Signal abgeben kann, wenn der von den Sensoren erfaßte Phasenunterschied der Drehung einen vorbestimmten Wert überschritten hat.
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