DE3402120A1 - Verfahren und vorrichtung zur regelung verschiedener betriebsparameter bei pumpen und verdichtern - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur regelung verschiedener betriebsparameter bei pumpen und verdichternInfo
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- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
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Description
- 4' - RH/84/2
Verfahren und Vorrichtung zur Kugulung verschiedener
Betriebsparameter bei Pumpen und Verdichtern
Betriebsparameter bei Pumpen und Verdichtern
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Regelung verschiedener Betiriebsparameter, insbesondere der Förderhöhe H, des Förderstroms Q, des Leistungsbedarfs
P und der Drehzahl n, bei Pumpen und Verdichtern, vorzugsweise Kreiselpumpen und Ventilatoren.
Kreiselpumpen haben die Aufgabe, einen bestimmten Flüssigkeitsstrom
pro Zeiteinheit auf ein höheres Druckniveau zu fördern. Die dem Pumpenmotor zugeführte elektrische Energie
wird in mechanische Energie umgewandelt und an die Förderflüssigkeit übertragen. Durch die Fl iehkraf teinwirkunij eines
rotierenden Laufrades kommt es zu einer Förderung.und Drucksteigerung.
Die charakteristischen Betriebsparameter einer Pumpe sind der Förderstrom Q, die Förderhöhe H, der Leistungsbedarf P sowie
die Drehzahl n. Der Förderstrom Q stellt die in der Zeiteinheit geförderte Flüssigkeitsmenge dar. Die Einheit des
Förderstroms ist m3/h. Die Förderhöhe H charakterisiert die Zunahme des Energieinhaltes beim Durchgang durch die Pumpe.
Sie w.ird in Meter angegeben und ist unabhängig von der Dichte. Der Leistungsbedarf P entspricht der von der Pumpe an der
kupplung aufgenommenen Leistung in KW.
Das Verhalten der Kreiselpumpen im Betrieb läßt sich aus
ihren Kennlinien bestimmen. Den Zusammenhang zwischen Förderstrom und Förderhöhe bei konstanter Drehzahl gibt die
Q-H-Kurve wieder. Wichtig für den Betrieb sind außerdem noch die Q-P- und H-P-Kennlinien.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten um den Betriebspunkt einer
BADORlGiNAl —
- 5 - RH/84/2
eingebauten Kreiselpumpe in einer Anlage zu -ermitteln. Zum
einen kann der Betriebspunkt über die Messung des Förderstroms ermittelt werden. Dabei wird der Förderstrom direkt
mit einer in der Leitung eingebauten Meßeinrichtung gemessen. Ferner kann er durch die Niveauabnahme im Saurjbehälter oder
durch die Zunahme im Druckbehälter pro Zeiteinheit bestimmt werden. Der Betriebspunkt einer Kreiselpumpe kann aber auch
durch Druckmessung bestimmt werden. Dabei wird die Differenz des Druckes zwischen dem Austritts- und dem Eintrittsquerschnitt
der Pumpe gemessen. Die Förderhöhe erhält man dann durch Quotientenbildung zwischen Druckdifferenz und Dichte
des Fördermediums und einer Korrekturrechnung. Weiterhin besteht die Möglichkeit den Betriebspunkt einer Kreiselpumpe
durch elektrische Messung zu bestimmen, wobei aus einer Strom- und Spannungsmessung die abgegebene Motorleistung
unter Berücksichtigung der Leistungsfaktoren des Motors berechnet
wird. Zur Vermeidung von Schaden sollten Kreiselpumpen möglichst im Bereich des ermittelten Betriebspunktes je
nach gewünschter Betriebsart gefahren werden.
Im allgemeinen werden die Pumpen auf konstanten Förderstrom bzw. konstante Förderhöhe eingestellt, wobei der Förderstrom
bzw. die Förderhöhe durch Mef3fühler im Fördermedium bestimmt werden. Je nach Art des zu fördernden Mediums bzw. den spezifischen
Bedingungen am Einsatzort der Meßfühler werden an deren Materialeigenschaften erhöhte Anforderungen zu stellen
sein. Abgesehen von hohen Kosten für solche verschleiß- und korrosionbestandigen Materialien handelt es sich hierbei um
ein störanfälliges Meßverfahren.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung Ist es, dlυ Nachteile nach
dem bekannten Stand der Technik zu vermeiden und ein
Verfahren sowie eine Vorrichtung vorzustellen, womit insbesondere
Pumpen und Ventilatoren je nach Konstruktion und Verwendungsfall hinsichtlich ihrer verschiedenen Betriebs-
parameter auf einfache Weise eingestellt, bzw. einzelne Betriebsparameter
verändert werden können. Ferner soll die Regelung den Einsatz von Mikroprozessoren ermöglichen.
Erfindungsgemäß gelingt die Lösung der gestellten Aufgabe dadurch, daß die Regelung nach Kennlinien der Betriebsparameter
gemäß der gewünschten Betriebsart erfolgt, wobei die Messung einzelner Betriebsparameter zur Aufstellung der Kennlinien
außerhalb des Fördermediums erfolgt. Mit dieser Methode kann vorteilhaft auf Durchfluss- und oder Druckmeßgeräte
verzichtet werden, die im allgemeinen zum Schutz gegen agressive Fördermedien mit beständiger Auskleidung aus hochwertigen
Werkstoff gefertigt sein müssen.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorteilhaft vorgesehen, daß die Drehzahl η und der Leistungsbedarf P als elektrische
Messgrößen zur Aufstellung der Kennlinien verwendet werden. Die genannten Werte lassen sich auf besonders einfache Weise
messen.
Eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens nach der Erfindung sieht vor, daß zwei dreidimensionale Kennfelder aufgestellt
werden, und zwar die Förderhöhe H als Funktion des Förderstroms Q und der Drehzahl n, und der Leistungsbedarf P als
Funktion des Förderstroms Q und der Drehzahl n.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vogesehen, daß das
Kennfeld des Leistungsbedarfs P mittels eines Meßpunktrasters aufgenommen wird, während das Kennfeld der Förderhöhe Q daraus
rechnerisch ermittelt wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorteilhaft vorgesehen,
daß die Kennfelder einmal aufgestellt werden und in einem Rechner pumpenspezifisch fest einprogrammiert werden.
- 7 - RH/84/2
In Ausgestaltung der Erfindung ist ferner vorteilhaft vorgesehen,
daß es für die Fördermengenregelung bei der Regulierung von Heißwassergeräten verwendet wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Regelung zur Einhaltung eines maximalen Förderst rornes
verwendet wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Regelung zur Einhaltung eines konstanten Förderstromes verwendet wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorteilhaft vorgesehen,
daß die Regelung zur Konstanthaltung eines Füllstandsniveaus dient.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindunq ist vorteilhaft vorgesehen,
daß die Regelung zur Erreichung eines maximalen Wirkungsgrades bei Angabe eines zulässigen Bereiches eingesetzt
wird.
Vorteilhaft wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Regelung zur Konstanthaltung der Leistungsaufnahme
verwendet wird.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Regelung verschiedener Betriebsparameter, insbesondere der Förderhöhe,
des Förderstroms, des Leistungsbedarfs und der Drehzahl, bei Pumpen und Verdichtern, vorzugsweise Kreiselpumpen und Ventilatoren,
weist einen Rechner, eine Zifferntastatur, Funktionstasten
und eine Anzeigeneinheit auf.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Regelvorrichtung weist diese als Funktionstasten eine Eingabetaste, eine Abfragetaste,
eine Löschtaste, eine Förderstromtaste, eine Förderhöhen-
BAD ORIGINAL
- 8 - RH/84/2
L.iijLii, ujrit.·; Ureh/uhllasLe und eine Lei ütung^-tas Le auf, wobei
die Zifferntastatur als Tastenfeld ausgebildet ist und die Anzeige aus sieben Segmenten besteht.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Regeleinrichtung ist vorgesehen,
daß im Rechner-Programmkarten als Steckmodule verwendet werden.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Erläuterung mehrerer in
den Zeichnungen schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele.
Es zeigen:
Fig. 1_ Blockschaltbild eines Regelungscomputers
Fig. 2. Ablauf plan des Regelprozesses
Fig. 2 Schematische Darstellung der rechnerischen
Zusammenhänge der ei η/einen Kenn feider
Fig. 4_ Mengenregelung einer Kreiselpumpe zur Regulierung
der Heißwassertemperatur
Fig. _5 Regelung einer Kreiselpumpe auf konstante Förderhöhe
Fig. _6 Regelung einer Kreiselpumpe auf maximalen Förderstrom
Fig. 2. Regelung einer Kreiselpumpe auf konstanten
Förderstrom
Fig. 8^ Regelung einer Kreiselpumpe auf konstanten
BAD ORIGINAL — COPY
- 9 - RH/84/2
Förderstrom bei Zusetzen eines Kühlers
Fig. 9_ Regelung einer Umwälzpumpe auf konstanten Förderstrom
bei festgelegten Betriebsgrenzen
Fig. 10 Regelung einer "Kreiselpumpe zur Konstanthaltung
eines Füllstandsniveaus
eines Füllstandsniveaus
Fig. 11 Regelung einer Kreiselpumpe auf maximalen Wirkungsgrad
bei Angabe eines zulässigen Bereiches
Fiq. 12 Regelung einer Kreiselpumpe auf konstante Leistung
Fig. 13 Bedienungs- und Anzeigefelder des Regelungscomputers
Die in Figur 1 dargestellte Regelungseinrichtung weist einen Mikrorechner 1 auf, der Regelungsfunktionen ausführt und
bedient werden kann. Die Kommunikation mit dem Rechner erfolgt über eine Bedienungs- und Anzeigeeinheit 2, die im
einzelnen aus einer Zifferntastatur, einer Anzeige, Funktionstasten
und Kontrollleuchten besteht. Über einen peripheren Interface Adapter 3 steht die Bedienungs- und Anzeigeeinheit
2 mit dem Rechner 1 in Verbindung. Über die Bedienungseinheit 2 kann der Rechen- und Regelprozeß gestartet, verändert
oder gestoppt werden. Bei Betrieb der Pumpe 4, die über einen Motor 5 angetrieben wird, werden Leistung P und Drehzahl
η kontinuierlich gemessen, und zwar liegen diese Werte entweder als Spannungssignale oder als Stromsignale vor und
sind über das Stellglied 6 beeinflußbar. Zu Beginn des Betriebes der Pumpe beziehungsweise des Regelprozesses wird
entschieden, in Abhängigkeit welcher Größe gerogelt werden soll, nämlich, nach der Drehzahl n, der Leistung P, dem
COPY-ι
- IO - RH/84/2
Förderstrom Q oder der Förderhöhe H. Die Me'ßsignale 7, 8 für Leistung und Drehzahl liegen beispielsweise, sofern diese als
Spannungssignale verwendet'werden, zwischen 0-10 Volt vor.
Über einen Meßstellenumschalter 9 gelangen die Meßsignale auf einen Analog- Digital- Wandler 10. Der Meßstellenumschalter 9
wird vom Mikrocomputer 1 über den peripheren Interface Adapter 11 und eine Steuerleitung 12 so gesteuert, daß dieser die
gewünschte Meßleitung durchschaltet. Im A/D- Wandler 10 wird das analoge Meßsignal 13 in eine digitale Große 14 umgewandelt
und gelangt über den periheren Interface Adapter 11 in den Mikrocomputer 1, um dort verarbeitet zu werden. Der
Rechner 1 führt den Rechen- und Regelprozeß aus (gemäß Figur 2 und 3). Der digitale Ergebniswert 15 gelangt über einen
peripheren Interface Adapter 16 zu einem Digital- Analog-Wandler 17. Der D/A- Wandler 17 wamdelt die digitale Größe 18
in ein Analogsignal 19 um, beispielsweise ein Spannungssignal zwischen 0-10 Volt. Das Ausgangssignal 19 wird nun auf das
Stellglied 6 gegeben. Dieses Stellglied 6 ist ein Antriebsumrichter
und stellt die Drehzahl des Pumpenmotors ein. Der Antriebsumrichter 6 gibt außerdem die aktuellen Meßwerte für
η und P als Spannungssignale 7, 8 aus. Der Regelprozeß kann
ebenso über Stromsignale geführt werden. Mit dem Messen dieser Werte beginnt der Rechen- und Regelprozeß von neuem.
Figur 2 beschreibt den Ablaufplan des Regelprozesses, der mit einer Sollwertvorgabe 31 beginnt, wobei entweder die Drehzahl
n, die Pumpenleistung P, der Förderstrom Q oder die Förderhöhe H vorgegeben werden. Wie in Fig. 1 beschrieben, werden
nun Ist- Werte für die Drehzahl und die Pumpenleistung gemessen. In Stufe 3 werden die Ist- Werte für den Förderstrom Q
oder die Förderhöhe H aus den Ist- Werten für die Drehzahl η und die Pumpenleistung P über Flächenfunktionen berechnet. In
einem 4. Schritt wird die Regeldifferenz gebildet. In einem 5. Schritt wird der Stellwert mit einem PI- Stellungsalgorithmus
berechnet. In Schritt 6 wird die Stellgröße gebildet
- 11 - RH/84/2
und auf das Stellglied aufgegeben, wobei die * Pumpenleistung
P, der Förderstrom Q, und die Förderhöhe H wiederum über Flächenfunktionen in Drehzahl η umgewandelt werden. Die Ja-
oder Nein-Abfrage 7 ergibt entweder, daß neue 1st- Werte von η und P bei Stufe 2 gemessen werden, oder führt dazu , daß
die Frage nach dem Ende nach der Abtastzeit wiederholt wird.
Figur 3 zeigt modellhaft die rechnerischen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Betriebsparametern. Dabei werden
zwischen den Hauptachsen Q, -n, sowie H und P die Kennfelder 40 und 41 aufgespannt. Kennfeld 40 stellt die Flächenfunktion
für die Förderhöhe H = f (Q, n) dar und Kennfeld 41 die Flächenfunktion für die Leistung P = f (Q, n). Die Linie 42
stellt die Förderhöhe H bei Q = konstant dar, die Linie 43 gilt für H = konstant. Die Linie 44 stellt die Pumpenleistung
P für Q = konstant dar, während die Linie 45 P für H = konstant bedeutet. Die Kennfelder 40, 41 weisen' starke, nichtlineare
Krümmungen auf und liegen räumlich übereinander, da sie die gleichen Abhängigkeiten η und Q besitzen. Für konstante
Meßwerte Q und η kann nur ein einziger Funktionswert P und nur ein einziger Funktionswert H ermittelt werden. Da es sich
um eine eindeutige Zuordnung handelt, liegen die Funktionswerte P und H exakt übereinander. Hieraus ergibt sich, daß
aus zwei gemessenen der verwendeten 4 Betriebsparameter die beiden fehlenden errechnet werden können. Als Meßwerte stehen
erfindungsgemäß die Drehzahl und die Leistungsaufnahme zur Verfügung.
Zwischen den einzelnen Betriebsparametern besteht die bekannte formelmäßige Beziehung:
Q . f? . H . q
P= η
P= η
Copy
HH/84/2
mit Q = Förderstrom in m </s
H = Förderhöhe in m
^ = spez.Gewicht in Kg/m3
H = Förderhöhe in m
^ = spez.Gewicht in Kg/m3
Die Drosselkurven H = f(Q) einer Pumpe, die mit verschiedenen Drehzahlen betrieben wird, unterliegen einem Ähnlichkeitsgesetz.
Jedem Punkt H = f(Q) einer Kurve mit der Drehzahl η ist ein Leistungspunkt P zugeordnet. Sowohl der Punkt H = f(Q)
als auch die dazugehörige Leistung P bei der Drehzahl η läßt sich in einem Punkt Hx = f(Qx) und Px = f(Qx) bei der Drehzahl
nx umrechnen.
Dabei ist:
JJx = ro<
; ü* = / Ι*. \ >
P χ ·-- / π χ \ ·
Qn H \n j P \n J
Qn H \n j P \n J
Der Figur 3 ist zu entnehmen, daß jedem Punkt der Fläche H = f
(Q,n) ein Punkt der Fläche P^f(Q,n) zugeordnet ist.
Die Ermittlung der Flächen erfolgt auf dem Prüfstand durch das Aufnehmen verschiedener Drosselkurven H=f(Q) bei den
Drehzahlen
nl, n2, n3, ... und P = f(Q) bei den Drehzahlen
n1 , nl, n.3, . · .
Aus den Meßwerten werden die beiden Flächengleichungen ermittelt und in expliziter Form in einem elektronischen Speicherelement
(EPROM) hinterlegt. Ein Regelungscomputer, der mit diesem EPROM ausgerüstet wird, benötigt nun durch den eindeutigen
Zusammenhang der beiden Flächen lediglich die Meßgrößen P und η und kann damit die hydraulischen Größen Q und H
ermitteln.
COPY
- 13 - RH/84/2
Es ist damit also möglich, eine Förderhöhe H vorzugeben und ohne einen Meßwert H in der Anlage aufzunehmen, die Pumpe auf
die Förderhöhe H einzustellen durch entsprechende Wahl der Drehzahl lediglich mit Hilfe der Messung der leicht zugänglichen
Größen P und n.
Das gleiche Verfahren wird bei einem gewähl Lon Q angewendet. Bei vorgegebenem P oder η ist der Wert direkt durch Messung
also ohne Rechnung verfügbar und kann eingestellt werden. Gleichzeitig ergibt sich die Möglichkeit, die Parameter Q, H,
η und P jederzeit abzufragen.
Bei der Lösung der Drehzahlregelung von Kreiselpumpen ohne Mikrocomputer (jjC) werden die aufgenommenen Meßwerte - also
eine fast beliebige feine Annäherung der hier vorliegenden Flächen H = f (Q,n) und P = f (Q,n) - in einem EPROM gespeichert-
Bei der Regelung können dann aber nur die vorher gemessenen diskreten Punkte angefahren werden, da die Flächen
nicht als Gleichungen vorliegen und damit die Berechnung jedes Flächenpunktes gestatten" würden. Außerdem verfügt diese
Art der Drehzahlregelung nicht über einen Mikrocomputer, der eine Berechnung durchführen könnte.
Um beispielsweise eine Regelung nach konstanter Fürderhöhe
durchzuführen, müßte zuerst aus der Fläche 41 die Fördermenge
Q berechnet werden. Dieser Wert wird in die Funktion H = f(Q, n) eingesetzt und die Förderhöhe H auf diese Weise bestimmt.
Bei dieser Methode muß allerdings von der einen in die andere Fläche umgerechnet werden, wie vorher beschrieben. Es kann
eventuell günstiger sein, die Flächen H = f(n, P) und Q = f (n, P) zu verwenden und neue Meßreihen aufzunehmen, in denen
η und P konstant gehelten werden. Dadurch ist möglich, den gesuchten Funktionswert unabhängig von der /weilen Fläche zu
bestimmen.
BAD ORIGINAL
-IA- RH/84/2
Eine Regelung kann mit allen verwendeten Größen durchgeführt werden, wobei jedoch nur η eingestellt wird. Bei einer
durchgeführten Regelung nach η kann direkt mit η geregelt
werden. Es sind keine Umrechnungen in den Flächen notwendig.
Wird als Regelgröße P gewählt, so wird zuerst Q aus der Funktion Q= f(n,P) bestimmt. Diese Größe wird benötigt, um
mit dem Stellwert P das einzustellende η aus der Funktion Q= f(n,P) durch Umstellen nach η zu erhalten.
Wird nach Q oder H geregelt, so wird zuerst der Funktionswert aus den Meßwerten η und P ermittelt und auf den Regler gegeben.
Der sich ergebene Stellwart wird mit der gemessenen Größe P über die Flächengleichung in eine Drehzahl π zurückgerechnet.
Für konstantes Q oder H erfolgt die Regelung in der Fläche auf einer fest definierten Kennlinie. Auf dieser Kennlinie
lassen sich unterschiedliche Leistungs-Drehzahl-Punkte ein-
auf
stellen. Tritt eine Störgröße, so bewegt sich der Regler auf der Kennlinie für die konstant zu haltende Größe und stellt einen neuen Drehzahl-Leistungs-Punkt ein.
stellen. Tritt eine Störgröße, so bewegt sich der Regler auf der Kennlinie für die konstant zu haltende Größe und stellt einen neuen Drehzahl-Leistungs-Punkt ein.
Sofern die Kreiselpumpe ein anderes Medium als Wasser fördert, so ist in den Rechnungen ein Umrechnungsfaktor zu
berücksichtigen. Da die Kreiselpumpe mit einem Asynchronmotor angetrieben wird, sind die Meßwerte für die Drehzahl durch
den auftretenden Schlupf fehlerbehaftet. Im Betrieb gilt
dieses für die Läuferdrehzahl. Ein Antriebsumrichter liefert
für die eingestellte Motordrehzahl eines angeschlossenen Asynchronmotors ein Meßsigna.l, ^das der einzustellenden Synchrondrehzahl
proportional ist. Diese Synchrondrehzahl wird mit der Regelung verarbeitet und eine neue Synchrondrehzahl
als Stellgröße ausgegeben. Bei diesem Verfahren ist die tatsächliche
Läuferdrehzahl nicht von Bedeutung, da sie durch
Copy
- 15 - RH/84/2
den auftretenden Schlupf von einer einzigen Synchrondrehzahl eingestellt wird. Zu jedem Betriebspunkt stellt sich also
immer der ihm eigene Schlupf ein, der die Läuferdrehzahl verringert. Der Fehler durch den Schlupf ist somit ausgeschaltet.
Vorteilhaft können mit der Erfindung gebrauchte Laufräder zur
Aufnahme von Eichmessungen eingesetzt werden, um so deren Kenndaten zu ermitteln, die dann die Grundlage zu einem im
Rechner abzuspeichernden, automatisch arbeitenden Korrekturprogramm bilden, das dann den tatsächlichen Betriebsparametern
unter Berücksichtigung eines normierten Verschleißverhaltens angenähert ist.
Die Figuren 4 bis 12 zeigen einige Anwendungsbeispiele für die erfindungsgemäße Regelung. Dabei bedeutet fl die Netzfrequenz
von beispielsweise 50 Hertz und f2 die vom Rechner dem Motor aufgegebene Frequenz, die vom Frequenzumrichter kommt.
Der verwendete NPSH- Wert bezeichnet die Nettoenergiehöhe,
die vorhanden sein muß, damit die Pumpe einwandfrei läuft. Die übrigen verwendeten Symbole entsprechen den in der Beschreibung
benutzten Größen.
Über die geschilderten Beispiele hinaus kann das erfindungsgemäße Verfahren sowie die Vorrichtung auch zur Regelung
anderer Strömungs- und Arbeitsmaschinen benutzt werden, ohne den Rahmen dieser Erfindung zu verlassen.
Al
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Claims (14)
1. Verfahren zur Regelung verschiedener Betriebsparameter,
insbesondere der Förderhöhe H, des Förderstroms Q, des Leistungsbedarfs
P und der Drehzahl n, bei Pumpen und Verdichtern, vorzugsweise Kre.i :.(">1 pumpe η und Ventilatoren,
dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung nach Kennlinien der
Betriebsparameter gemäf3 der gewünschten Betriebsart erfolgt, wobei die Messung einzelner ße'triebsparameter zur Aufstellung
der Kennlinien außerhalb des Fördermediums erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehzahl η und der Leistungsbedarf P als elektrische Meßgrößen zur Aufstellung der Kennlinien verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei dreidimensionale Kennfelder aufgestellt werden, und zwar
- die Förderhöhe H als Funktion ihv, Förderr.l.roins Q und der
Drehzahl n, und
- der Leistungsbedarf P als Funktion des Förderstroms Q und der Drehzahl n.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet
, daß das Kennfeld des Leistungsbedarfs P mittels
ßAD
- 2 - RH/84/2
eines Meßpunktrasters aufgenommen wird, während das Kennfeld
der Förderhöhe Q daraus rechnerisch ermittelt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,' dadurch
qekenneichnet, daß die Kennfelder einmal aufgestellt werden
und in einem Rechner pumpenspezifisch fest einprogrammiert werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Fördermengen bei
der Regulierung von Heißwassergeräten verwendet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung zur Einhaltung eines maximalen Förderstromes verwendet wird.
8. Verfahren nach inem dor vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung zur Einhaltung eines konstanten Förderstromes verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung zur Konstanthaltung
eines Füllstandsniveaus dient.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung zur Erreichnung
eines maximalen Wirkungsgrades bei Angabe eines zulässigen Bereiches eingesetztwird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung zur Konstanthaltung
der Leistungsaufnahme verwendet wird.
12. Vorrichtung zur Regelung verschiedener Betriebsparameter,
insbesondere der Förderhöhe H, des Förderstroms Q, des Lei-
- 3 - RH/8/1/2
stungsbedarfs P und der Drehzahl η, bei Pumpen und
Verdichtern, vorzugsweise Kreiselpumpen und Ventilatoren, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeleinrichtung einen Rechner, eine Zifferntastatur (50), Funktionstasten
(51)und eine Anzeigeeinheit (52) aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daf3
als Funktionstasten eine Eingabetaste (53), eine Abfragetaste (54), eine Löschtaste (55), eine Förderstromtaste (56), eine
Förderhöhentaste (57), eine Drehzahltaste (58) und eine Leistungstaste (59) angeordnet sind, wobei die Zifferntastatur
(50) als Tastenfeld ausgebildet ist und die Anzeigeeinheit (52) aus sieben Segmenten besteht.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet,
daß im Rechner Programmkarten als Steckmodule verwendet werden.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843402120 DE3402120A1 (de) | 1984-01-23 | 1984-01-23 | Verfahren und vorrichtung zur regelung verschiedener betriebsparameter bei pumpen und verdichtern |
| EP85100565A EP0150068A3 (de) | 1984-01-23 | 1985-01-21 | Verfahren und Vorrichtung zur Regelung verschiedener Betriebsparameter bei Pumpen und Verdichtern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843402120 DE3402120A1 (de) | 1984-01-23 | 1984-01-23 | Verfahren und vorrichtung zur regelung verschiedener betriebsparameter bei pumpen und verdichtern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3402120A1 true DE3402120A1 (de) | 1985-07-25 |
Family
ID=6225617
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843402120 Withdrawn DE3402120A1 (de) | 1984-01-23 | 1984-01-23 | Verfahren und vorrichtung zur regelung verschiedener betriebsparameter bei pumpen und verdichtern |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0150068A3 (de) |
| DE (1) | DE3402120A1 (de) |
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