DE3402010C2 - Vorrichtung zum Entrosten von Eisenteilen - Google Patents
Vorrichtung zum Entrosten von EisenteilenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein von Hand zu bedienendes Arbeitsgerät, welches die mühsame Arbeit des Entrostens von Eisenplatten und anderen Eisenkonstruktionen wesentlich erleichtern soll. Das Entrosten erfolgt mittels einiger parallel geführter Hämmerchen, welche auf die zu entrostende Fläche klopfen. Der Antrieb der Hämmerchen erfolgt durch einen Elektromotor, der entweder in das Arbeitsgerät integriert ist oder aber sich in einem anderen Arbeitsgerät, z. B. einer elektrischen Handbohrmaschine befindet, an welcher das die Hämmerchen haltende Gerät befestigt ist. Das Arbeitsgerät enthält zweckmäßigerweise eine motorangetriebene Steuerwalze, welche periodisch abwechselnd die Hämmerchen bzw. je eine mit ihnen verbundene Führungsstange, gegen die Kraft einer Feder verschiebt, dann aber freigibt, so daß die Hämmerchen durch die Kraft dieser Feder gegen die zu entrostende Fläche gestoßen werden.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Entrosten von Eisenteilen, bestehend aus mehreren durch einen Elektromotor hin- und herbewegbaren und mit Werkzeugen bestückten Führungsstangen und aus Steuernocken, die mit Nasen der Führungsstangen zusammenwirken und durch die die Führungsstangen entgegen der Kraft von Druckfedern gespannt und nach Freigabe schlagartig gegen das Eisenteil bewegt werden.
- Aus der US-PS 17 27 816 ist eine Vorrichtung zum Entzundern von Metallteilen bekannt, die aus mehreren hin- und herbewegbaren parallel zueinander angeordneten Führungsstangen besteht, die mit entsprechenden Werkzeugen bestückt werden können. Die Führungsstangen sind auf einer Kreislinie angeordnet, in deren Mittelpunkt eine drehbare Welle mit einem als Kurvenscheibe ausgebildeten Doppelnocken gelagert ist. An den Führungsstangen befinden sich als umlaufende Vorsprünge ausgebildete Nasen, an denen sich unter Vorspannung stehende Druckfedern abstützen. Über diese Druckfedern werden die Führungsstangen normalerweise in ihrer untersten Stellung gehalten. Die Vorsprünge der Führungsstangen ragen nun allesamt in den Bereich der Kurvenscheibe und werden bei einer Drehung derselben entgegen der Kraft der Druckfedern verschoben. Zwischen den beiden Nocken der Kurvenscheibe ist jeweils eine Aussparung vorgesehen, in deren Bereich die umlaufenden Vorsprünge außer Eingriff mit der Kurvenscheibe gelangen und dabei durch die Kraft der Druckfedern schlagartig in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt werden. Eine derartige bekannte Vorrichtung ist in ihrer Herstellung aufwendig und teuer. Darüber hinaus besteht hier die Gefahr, daß dann, wenn die Kurvenscheibe eine gewisse Drehzahl überschreitet, die noch nicht in ihrer Ausgangsstellung befindliche Führungsstange mit ihrem Vorsprung auf die Kurvenscheibe schlägt, was eine Beschädigung bzw. Zerstörung derselben zur Folge haben kann.
- In der US-PS 22 26 559 ist ein Hammer beschrieben, dessen das Arbeitswerkzeug tragender Stößel von einem umlaufenden Exzenter in seine Arbeitsstellung bewegt wird, während die Rückstellung des Stößels durch eine vorgespannte Druckfeder erfolgt. Eine solche Ausbildung hat den Nachteil, daß die Reaktionskräfte der Schlagbewegung auf den Exzenter bzw. auf dessen Lagerung wirken, was zu einer raschen Zerstörung führen kann.
- Gegenüber diesem vorbekannten Stand der Technik liegt nun der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Vorrichtung zum Entrosten von Eisenteilen zu schaffen, die einen einfachen Aufbau besitzt und wenig störanfällig ist.
- Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß mindestens drei Führungsstangen in einer Ebene parallel zueinander gelagert sind, denen eine gemeinsame, quer zu den Führungsstangen verlaufende und mit dem Elektromotor kuppelbare Steuerwalze zugeordnet ist, die an ihrem Umfang mit mindestens drei gegeneinander versetzten und mit jeweils einer Nase einer Führungsstange zusammenwirkenden Steuernocken versehen ist. Eine solche Vorrichtung besitzt einen einfachen Aufbau und ist kaum störanfällig.
- Weitere Merkmale einer Vorrichtung gemäß der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 6 offenbart.
- Im nachstehenden wird die Erfindung in Verbindung mit den Ausführungsbeispielen darstellenden, schematisch vereinfacht gezeichneten Figuren beschrieben.
- Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Es zeigt
- Fig. 1 ein als Zusatzgerät für elektrische Handbohrmaschinen ausgeführtes Ausführungsbeispiel der Erfindung im Vertikalschnitt;
- Fig. 2 als konstruktives Detail die im Gerät befindliche Steuerwalze mit Nocken in Seitenansicht;
- Fig. 3 als konstruktives Detail einen Schnitt durch einen einzelnen Hammer in Seitenansicht.
- Das Gerät 2 enthält eine in Lagern 3 drehbar gelagerte Steuerwalze 4, die von einem, in den Figuren nicht dargestellten, Elektromotor über Zahnräder 5 und 6 angetrieben wird. Das Zahnrad 6 sitzt drehfest auf einer Welle 7, über welche der Antrieb erfolgt. Die Steuerwalze 4 hat drei Steuernocken 4&min;.
- Es sind ferner drei Stößel 9 vorgesehen, die als zylinderförmige oder quaderförmige Hämmer 9 A, 9 B oder 9 C ausgebildet sind, die mit je einer Führungsstange 10 A bzw. 10 B bzw. 10 C fest verbunden sind. Mit jeder dieser Führungsstangen ist ein Federteller 11 fest verbunden, auf den die Kraft einer Feder 12 in Richtung des Pfeiles 13 drückt. Jeder dieser Führungsstangen hat eine Nase 10&min;, und bei Rotation der Steuerwalze 4 in Richtung des Pfeiles 14 werden die Nasen 10&min; durch die Steuernocken 4&min; gegen die Kraft der zugeordneten Feder 10 A bzw. 10 B bzw. 10 C angehoben und, sobald die Steuernocken 4&min; die Nase 10&min; nicht mehr berühren, schlägt der Hammer durch die Kraft der gespannten Feder in Richtung des Pfeiles 13 nach unten.
- Die Steuerwalze 4 trägt mehrere Steuernocken 4&min;, die derart gegeneinander versetzt sind, daß die einzelnen Hämmer periodisch abwechselnd zur Wirkung kommen. Es hat bei der Anordnung von drei Hämmern sich als zweckmäßig erwiesen, wenn der mittlere Hammer 9 B in den Schlagpausen der beiden äußeren Hämmer schlägt, also sein Steuernocken gegen die Steuernocken der anderen Hämmer entsprechend versetzt angeordnet ist.
- Jeder der drei Hämmer 9 A, 9 B, 9 C, ist zweiteilig ausgebildet und besteht aus einem mit der zugeordneten Stange 10 A, 10 B, 10 C, fest verbundenen Teil und einem Einsatz 9 a&min;, 9 B&min;, 9 C&min;. Aus Fig. 3 ist die Ausbildung des Einsatzes 9 A&min; ersichtlich. Jeder Einsatz ist mittels eines Paßstückes 16 befestigt und kann bei Bedarf - z. B. nach Abnutzung - ausgewechselt werden.
- Das Gerät 2 kann mit einer in Fig. 1 durch unterbrochene Linien angedeuteten Handbohrmaschine 17 gekoppelt werden. Hierbei wird die Welle 7 in das (nicht gezeichnete) Bohrfutter der Handbohrmaschine 17 eingesetzt.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Entrosten von Eisenteilen, bestehend aus mehreren durch einen Elektromotor hin- und herbewegbaren und mit Werkzeugen bestückten Führungsstangen und aus Steuernocken, die mit Nasen der Führungsstangen zusammenwirken und durch die die Führungsstangen entgegen der Kraft von Druckfedern gespannt und nach Freigabe schlagartig gegen das Eisenteil bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens drei Führungsstangen (10 A, 10 B, 10 C) in einer Ebene parallel zueinander gelagert sind, denen eine gemeinsame, quer zu den Führungsstangen (10 A, 10 B, 10 C) verlaufende und mit dem Elektromotor kuppelbare Steuerwalze (4) zugeordnet ist, die an ihrem Umfang mit mindestens drei gegeneinander versetzten und mit jeweils einer Nase (10&min;) einer Führungsstange (10 A, 10 B, 10 C) zusammenwirkenden Steuernocken (4&min;) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Nase (10&min;) einer Führungsstange (10 A, 10 B, 10 C) mindestens zwei gleichmäßig über den Umfang der Steuerwalze (4) verteilte Steuernocken (4&min;, 4&min;&min;) zugeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerwalze (4) eine mit einer Handbohrmaschine (17) kuppelbare Welle (7) zugeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge als Hammer ( 9 A, 9 B, 9 C) ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hammer (9 A, 9 B, 9 C) zweiteilig ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hammer (9 A, 9 B, 9 C) aus einem fest mit der Führungsstange (10 A, 10 B, 10 C) verbundenen Stößel (9) und einem auswechselbaren Einsatz (9 A&min;, 9 B&min;, 9 C&min;) gebildet ist.
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