DE347479C - Verfahren zur Konservierung von ausgekochten Fischleberrueckstaenden an Bord - Google Patents
Verfahren zur Konservierung von ausgekochten Fischleberrueckstaenden an BordInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
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Description
- Verfahren zur Konservierung von ausgekochten Fischleberrückständen an Bord. Die von dem Begriff »Fischleber« umfaßten Abfälle des Fischfanges hat man wegen ihrer leichten Verderblichkeit bisher auf den besser ausgerüsteten Fischdampfern gleich nach dem Reinigen der Fische ausgekocht, um Tran daraus zu gewinnen, während man den Rückstand, der etwa 5o Prozent Wassergehalt hat, meistens, obwohl er noch etwa 3o Prozent Tran und sehr viel Eiweiß enthält, über Bord warf, weil er sonst in kürzester Zeit in Gärung übergeht. Auf eine die Gärung ausschließende weitergehende Extraktion mußte man jedoch verzichten, weil eine solche eine umfangreiche Einrichtung erfordert hätte, für die an Bord der gewöhnlichen Fischdampfer weder Raum noch geeignete Bedienungskräfte vorhanden sind. Es wurde . nun gefunden, daß es auf eine auch an Bord leicht ausführbare Weise und mit einer Einrichtung gedrängtester Bauart möglich ist, aus dem Rückstand ein festes Produkt zu erhalten, das ohne weiteres meh-# rege Wochen lang haltbar ist, so daß man es später an Land den mit den erforderlichen umfangreichen Einrichtungen versehenen Extraktionsfabriken zur restlosen Entfettung überweisen kann.
- Es zeigte sich nämlich, daß es zur Überführung des Rückstandes mit etwa 30 Prozent Trangehalt in ein bis .zu wochenlanger Haltbarkeit entfettetes Produkt keineswegs der umfangreichen feststehenden Extraktionsanlagen bedarf; sondern daß dazu eine Behandlungsweise genügt, die darin besteht, daß man den Rückstand unter mäßigem Druck mit Wasserdampf behandelt und anschließend der Trocknung unterwirft, ohne daß man höheren Druck, besondere Rührwerke u. dgl. oder eine langwierige bzw. besonders sorgfältige oder besonders scharfe Trocknung anzuwenden braucht.
- Ein Beispiel einer zur Ausführung dieses Verfahrens geeigneten Vorrichtung veranschaulicht die Zeichnung in senkrechtem Mittelschnitt. Aus derselben ist der die ausgekochte Fischleber a enthaltende Siebkorb b ersichtlich, dessen Boden aus einem Feinsieb c besteht; ferner das Druckgefäß d mit dem durch die Klappschrauben e dampfdicht anziehbaren Deckel f. Der Innenraum des Gefäßes d besteht aus einem oberen und einem unteren Raum g bzw. k, an deren Scheidegrenze der Siebboden i auswechselbar angeordnet ist.
- Der obere Gefäßraum g ist mit einer Abblasevorrichtung j versehen.
- An den unteren Gefäßraum h ist durch Stutzen k einerseits über Hahn l das über Bord führende Wasserablaßrohr m und anderseits über Hahn n das zum Transammeltank o führende Rohr p angeschlossen.
- Der Mantelraum q des unteren Gefäßraumes k wird durch das Ventil y mit Heizdampf gespeist. Das Kondenswasser läuft bei s ab. Eine im Raum lt angeordnete Platte, ein Rost o. dgl. t dient bei der später zu erörternden Gelegenheit dem Siebkorb b als Unterlage.
- Bei Ausführung des Verfahrens der Erfindung mit dieser Vorrichtung werden zunächst die ausgekochten Fischleberrückstände, denen ein großer Teil des Spülwassers noch anhaftet, in den Siebkorb b geschüttet, der auf den Siebboden c gebracht wird. Das an den Rückständen befindliche Spülwasser fließt durch den Siebboden in den unteren Gefäßraum h, während die Rückstände zurückgehalten werden.
- Ist das Wasser im wesentlichen abgeflossen, so schließt man den Deckel f und stellt durch Niederschrauben der Klappschrauben e einen luftdichten Abschluß des Druckgefäßes d her. Hierauf öffnet man das Dampfventil y. Der einströmende Dampf bringt das im unteren Gefäßraum lt angesammelte Wasser zur Verdampfung. Die Rückstände werden nun eine gewisse Zeit hindurch unter einem Druck von etwa r Atm. gehalten, wobei eine Zersetzung der Fischleberrückstände und somit eine Austreibung des Tranes stattfindet. Der austretende Tran fließt nun ebenfalls, wie vorher das Wasser, durch die Löcher des Korbes und des Siebbodens i nach dem unteren Teil des Gefäßes d. Nach Verlauf von etwa 2 Stunden ist der Fischleberrückstand bis auf etwa 8 Prozent entfettet. Dann wird die Heizung abgestellt und der Druck durch Ventil j abgeblasen.
- Das nun im unteren Teil des Gefäßes d angesammelte Tran- und Wassergemisch hat sich nach etwa to Minuten vollständig geklärt, worauf das zu unterst befindliche Wasser durch den Stutzen k, Hahn l und Rohr ,»v über Bord gelassen wird. Der darüber stehende Trän wird dann nach Öffnen des Hahnes n durch Stutzen k und Rohr ib zum Tran sammeltank o entlassen.
- Hierauf wird der Deckel f geöffnet, der Korb b einen Augenblick angehoben und der Siebboden i entfernt, worauf man den Korb b auf die Unterlage t stellt und den Deckel f wieder schließt. Nun wird nochmals Dampf durch Ventil y in den Mantel q gelassen und der im Korb b befindliche Rückstand bei geöffnetem Ventil j etwa i/2 Stunde lang nachgetrocknet.
- Der auf die vorstehend an einem Ausführungsbeispiel beschriebene Weise verwertbar gemachte Fischleberrückstand wird an Bord in Fässer oder Sammeltanks gebracht und ist ohne weiteres bis zur Rückkehr an Land zwecks endgültiger Entfettung tadellos haltbar.
- Das dann in den Extraktionsfabriken gewonnene Lebermehl ist ein vorzügliches Futter-und Düngemittel. Der durch das beschriebene Verfahren gewonnene Tran ist von bester Beschaffenheit und für menschliche Ernährung verwendbar. Nach erfolgter Raffination und Geruchlosmachung läßt er sich härten und zu Margarine usw. oder auch zu Seife verarbeiten.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Konservierung von ausgekochten Fischleberrückständen an Bord, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstände einer Dämpfung unter mäßigem Druck vorzugsweise mit nicht mehr als = Atm. Überdruck mit nachfolgender Trocknung unterworfen werden.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch x, gekennzeichnet durch einen Druckbehälter (d), dessen oberer Raum (g) zur Aufnahme des die zu behandelnde Fischleber enthaltenden Siebkorbes (b), während des Dämpfens dient, während der untere Raum (h), der mit --einer Heizvorrichtung versehen ist, zur Aufnahme des Siebkorbes während der Trocknung bestimmt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE347479T | 1919-11-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE347479C true DE347479C (de) | 1922-01-21 |
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ID=6256267
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919347479D Expired DE347479C (de) | 1919-11-09 | 1919-11-09 | Verfahren zur Konservierung von ausgekochten Fischleberrueckstaenden an Bord |
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|---|---|
| DE (1) | DE347479C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3212331A1 (de) * | 1982-04-02 | 1983-10-13 | Jörn E. 5205 St Augustin Karg | Leberaromapulver |
-
1919
- 1919-11-09 DE DE1919347479D patent/DE347479C/de not_active Expired
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|---|---|---|---|---|
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