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DE3447662A1 - Schmelzvorrichtung zum aufschmelzen von festem, vorzugsweise in granulatform vorliegendem schmelzkleber - Google Patents

Schmelzvorrichtung zum aufschmelzen von festem, vorzugsweise in granulatform vorliegendem schmelzkleber

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DE3447662A1
DE3447662A1 DE19843447662 DE3447662A DE3447662A1 DE 3447662 A1 DE3447662 A1 DE 3447662A1 DE 19843447662 DE19843447662 DE 19843447662 DE 3447662 A DE3447662 A DE 3447662A DE 3447662 A1 DE3447662 A1 DE 3447662A1
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DE
Germany
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wall
melt
pressure chamber
melting device
melting
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DE19843447662
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English (en)
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DE3447662C2 (de
Inventor
Kurt Dipl.-Ing.(FH) 7291 Glatten Kalmbach
Georg 7295 Dornstetten Mikula
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Homag Maschinenbau AG
Original Assignee
Hornberger Maschinenbaugesellschaft Mbh & Co Kg 7294 Schopfloch
HORNBERGER MASCHINENBAUGESELLSCHAFT MBH AND CO KG
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Publication date
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    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05CAPPARATUS FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05C11/00Component parts, details or accessories not specifically provided for in groups B05C1/00 - B05C9/00
    • B05C11/10Storage, supply or control of liquid or other fluent material; Recovery of excess liquid or other fluent material
    • B05C11/1042Storage, supply or control of liquid or other fluent material; Recovery of excess liquid or other fluent material provided with means for heating or cooling the liquid or other fluent material in the supplying means upstream of the applying apparatus
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29BPREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
    • B29B13/00Conditioning or physical treatment of the material to be shaped
    • B29B13/02Conditioning or physical treatment of the material to be shaped by heating
    • B29B13/022Melting the material to be shaped

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  • Thermal Sciences (AREA)
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  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)
  • Lining Or Joining Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Schmelzvorrichtung zum Aufschmelzen von festem, vorzugs-
  • weise in Granulatform vorliegendem Schmezkleber Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schmelzvorrichtung zum Aufschmelzen von festem, vorzugsweise in Granulatform vorliegendem Schmelzkleber, insbesondere für Kantenanleimmaschinen, mit einer mit Durchtrittsöffnungen ausgestatteten, beheizbaren Schmelzwand, einer in Durchtrittsrichtung stromaufwärts von der Schmelzwand angeordneten zylinderförmigen Druckkammer, einem in der Druckkammer in Richtung der Schmelzwand bewegbaren, pneumatisch betätigten Preßkolben, einer in der Druckkammerwand ausgebildeten Zuführöffnung sowie einem mit der Zuführöffnung in Verbindung stehenden Vorratsbehälter für den festen Schmelzkleber.
  • Bei Schmelzvorrichtungen dieser Art (vgl. DE-PS 31 09 369) besteht der Preßkolben aus einer massiven Druckscheibe, die am freien Ende einer Kolbenstange eines Betätigungszylinders befestigt ist, der in der Verlängerung der Druckkammer außerhalb der Vorrichtung auf einer Konsole angeordnet ist. Der Raumbedarf derartiger Vorrichtungen ist daher in bezug auf ihre Erstreckung in Preßkammerlängsrichtung relativ groß.
  • Damit beim Aufschmelzvorgang in einer Stellung, in der sich der Preßkolben bei relativ weit ausgefahrener Kolbenstange des Betätigungszylinders nahe der Schmelzwand befindet, kein Granulat auf die Rückseite der Druckscheibe gelangen kann, ist bei dieser bekannten Vorrichtung ein Verschlußschieber vorgesehen, mit dem die Zuführöffnung über einen eigenen Schließzylinder verschlossen und damit ein Nachlaufen von Granulat aus dem Vorratsbehälter in die Druckkammer in den Bereich der Rückseite der Druckscheibe unterbunden werden kann. Da sich der Verschlußschieber nur während des Preßhubes der Druckscheibe in seiner Schließstellung befinden darf, ist eine aufwendige Steuerung vorgesehen, die jeweils in Abhängigkeit der Stellung und der Bewegung der Druckscheibe die Lage des Verschlußschiebers und damit die Granulatzufuhr zur Preßkammer steuert.
  • Trotz der schlechten Wärmeleitfähigkeit des Granulats besteht aufgrund der Wärmeabgabe durch die Schmelzwand bei Vorrichtungen der bekannten Art ferner das Problem, daß das Granulat am Preßkolben anklebt und insbesondere bei einem öffnen des Verschlußschiebers nach längerer Schließzeit zur Brückenbildung neigt.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schmelzvorrichtung der eingangs beschriebenen Art derart weiterzubilden, daß bei verringertem Raumbedarf der technische Aufwand für die Steuerung der Granulatzufuhr zur Preßkammer reduziert und die Neigung des Granulates zum Ankleben und zur Brückenbildung verringert wird.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Preßkolben als Arbeitszylinder ausgebildet ist, der mit einer Kolbenstange verbunden ist, die durch eine Bohrung in einer der Schmelzwand abgewandten Stirnplatte des Arbeitszylinders hindurchragt und mit ihrem Ende an der Vorrichtung befestigt ist.
  • Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Preßkolbens als Arbeitszylinder kann auf die aufwendige Anordnung eines Verschlußschiebers mit eigenem Schließzylinder, sowie auf die für dessen Betätigung erforderliche Steuerung vollkommen verzichtet werden. So wird erfindungsgemäß die der Schmelzwand zugewandte Seite der Stirn- oder Bodenplatte des Arbeitszylinders als Preßkolben und der mit dieser verbundene Zylindermantelals Verschlußschieber ausgebildet,der sich ohne zusätzlichen mechanischen oder steuerungstechnischen Aufwand aufgrund seiner direkten Verbindung mit der Stirn- oder Bodenplatte stets in der richtigen Stellung befindet. Eine Fehlbefüllung der Druckkammer ist somit ausgeschlossen.
  • Da - wie im vorangegangenen bereits beschrieben - der Zylindermantel des Arbeitszylinders als Verschlußschieber wirkt, nimmt die Tendenz des Granulates, beim Preßvorgang in den Vorratsbehälter zurückzufließen, mit zunehmender Annäherung der Stirn- bzw. Bodenplatte des Arbeitszylinders an die Schmelzwand ab. Um jedoch die Rückfließtendenz auch im vollständig geöffneten Zustand der Zuführöffnung zu reduzieren, wird gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die Breite der Zuführöffnung kleiner gewählt, als der Durchmesser des Arbeitszylinders. Durch diese Maßnahme verkeilen sich die im Bereich der Zuführöffnung befindlichen Granulatteilchen in Längs- und Umfangsrichtung der Druckkammer gegeneinander, so daß es zu einer Art"Gewölbebildung" kommt, die den Rückfluß auch in dieser Phase wirksam hemmt.
  • Da der Betätigungszylinder für den Preßkolben erfindungsgemäß in diesen integriert ist, ist die bisher erforderliche überstehende Anordnung in der Verlängerung der Preßkammer nicht mehr erforderlich. Der Raumbedarf erfindungsgemäß ausgebildeter Vorrichtungen ist daher hinsichtlich ihrer Erstreckung in Preßkammerlängsrichtung erheblich geringer, so daß die Anordnungsmöglichkeiten erhöht werden.
  • Aufgrund der erfindungsgemäßen Integration des Betätigungszylinders in den Preßkolben wird dieser durch die zur Betätigung erforderliche Druckluft bei jeder Stellbewegung gekühlt, da die Abluft automatisch Wärme aus dem System abführt.
  • Grundsätzlich kann die zur Betätigung des als Arbeitszylinder ausgebildeten Preßkolbens erforderliche Druckluft in jeder beliebigen Weise in den Innenraum des Arbeitszylinders eingespeist werden. Da die Kolbenstange bei der erfindungsgemäßen Anordnung jedoch unbeweglich angeordnet ist, ist es vorteilhaft, die zur Einspeisung der Druckluft erforderlichen Druckluftkanäle in der Kolbenstange anzuordnen. Eine besonders einfache Ausgestaltung ergibt sich, wenn in der Kolbenstange zwei Druckluftkanäle angeordnet werden, die abwechselnd mit einer Druckluftquelle verbindbar sind und von denen einer auf der einen Seite und der andere auf der anderen Seite des Betätigungskolbens in den Innenraum des Arbeitszylinders einmündet Um möglichst viel Wärme mit der Abluft abzuführen, ist es vorteilhaft, daß die der Schmelzwand zugewandte Stirnplatte des Arbeitszylinders auf ihrer dem Betätigungskolben zugewandten Seite mit Kühlrippen ausgestattet ist.
  • Dadurch steht auf der mit Luft bespülten Seite der Stirnplatte eine größere Oberfläche zur Verfügung, die ein optimales Abführen von Wärme ermöglicht, wodurch die Neigung des Granulats zum Ankleben verringert wird.
  • Wie eingangs bereits erwähnt, neigt das Granulat bei Schmelzvorrichtungen der bekannten Art im Bereich der Zuführöffnung zur Brückenbildung. Um eine derartige Brückenbildung zu vermeiden, wird gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung zwischen der Druckluftquelle und den Druckluftkanälen ein Wegeventil angeordnet, dessen Anschluß für die Abluft mit einer Leitung in Verbindung steht, die über Düsen in die Zuführöffnung einmündet. Durch eine derartige Ausgestaltung wird die Abluft jedes Hubes des Preßkolbens über die Düsen in den Bereich der Zuführöffnung geleitet, so daß das an dieser Stelle befindliche Granulat aufgewirbelt und damit aufgelockert wird. Eine Brückenbildung, wie sie bei Vorrichtungen der bekannten Art zuweilen auftritt, kann durch diese einfache Maßnahme zuverlässig vermieden werden.
  • Grundsätzlich kann als Wegeventil jedes geeignete Ventil eingesetzt werden. Besonders zweckmäßig ist es jedoch, ein handelsübliches 5/2-Wegeventil vorzusehen.
  • Um die Neigung des Granulats zum Ankleben und zur Brückenbildung noch weiter zu verringern, ist es gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung zweckmäßig, die Wandung der Druckkammer in einem direkt an die Schmelzwand anschließenden Bereich mit Kühleinrichtungen auszustatten. Diese Kühleinrichtungen können grundsätzlich in jeder beliebigen Weise ausgebildet sein. Eine besonders einfache und wirksame Ausbildung wird bereits dadurch erreicht, daß auf der Außenseite dieses Wandungsbereiches Kühlrippen angeordnet sind. Auf diese Weise wird die Wärmeleitfähigkeit der Druckkammer im schmelzwandnahen Bereich reduziert und dadurch eine wirksame Wärmeabschirmung gegenüber dem übrigen Teil der Vorrichtung erzielt.
  • Sofern im nachgeschalteten Schmelzkleberauftragssystem ein konstanter Druck benötigt wird, ist es vorteilhaft, zwei erfindungsgemäß ausgestaltete Schmelzvorrichtungen parallel zueinander, d.h. in Tandemanordnung, arbeiten zu lassen. Durch eine entsprechende Steuerung kann in einem solchen Fall sichergestellt werden, daß stets dann, wenn in der einen Schmelzvorrichtung der Preßkolben zurückgezogen werden muß, in der anderen Schmelzvorrichtung der erforderliche Druck erzeugt wird. Auf diese Weise ist ein konstanter Abgabedruck für den Schmelzkleber sichergestellt.
  • Im folgenden ist zur weiteren Erläuterung und zum besseren Verständnis ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben.
  • Fig. 1 zeigt schematisch die wesentlichen Teile einer erfindungsgemäßen Schmelzvorrichtung in einem Vertikalschnitt, und Fig. 2 zeigt die Vorrichtung gemäß Fig. 1 in einer teilweise aufgebrochenen Draufsicht.
  • Die in den Figuren dargestellte Schmelzvorrichtung besitzt eine Schmelzwand 1, die mit einer Vielzahl von Durchtrittsöffnungen 2 ausgestattet ist, welche in einen Sammelkanal 3 einmünden. Die Schmelzwand 1 ist in bekannter Weise beheizt. Die hierfür erforderliche Heizeinrichtung einschl. des Temperaturreglers und dem Steuerkreis sind der Übersichlichkeit halber in den Zeichnungen nicht dargestellt.
  • An die Schmelzwand 1 schließt sich - in Durchlaufrichtung des Schmelzklebers gesehen - stromaufwärts einer zylinderförmige Druckkammer 4 an. Diese zylinderförmige Druckkammer 4 besteht aus mehreren Bereichen oder Abschnitten.
  • So ist die Wandung des direkt an die Schmelzwand 1 anschließenden Bereiches 4a der Druckkammer 4 auf ihrer Außenseite mit Kühleinrichtungen in Form von Kühlrippen.
  • 5 ausgestattet. Der daran anschließende Bereich oder Abschnitt der Druckkammer 4 wiederum besitzt an seiner Oberseite eine Zuführöffnung 6,auf die ein trichterförmiger Vorratsbehälter 7 aufgesetzt ist. Der Vorratsbehälter 7 aufgesetzt ist. Der Vorratsbehälter 7 dient zur Aufnahme des festen, vorzugsweise in Granulatform vorliegenden Schmelzklebers.
  • In der Druckkammer 4 ist eine Preßkolben 8 gelagert, der erfindungsgemäß als Arbeitszylinder ausgebildet ist. Dieser Arbeitszylinder besteht aus einer die eigentliche Preßfläche bildenden Stirnplatte 9, die ein Stirnende eines Zylindermantels 10 verschließt, der in der Druckkammer 4 hin- und herverschiebbar gelagert ist.
  • Der Zylindermantel 10 ist auf seiner der Stirnplatte 9 entgegengesetzten Stirnseite mit einer zweiten Stirnplatte 11 verschlossen, die eine Bohrung für eine Kolbenstange 12 aufweist. Die Kolbenstange 12, welche in der Symmetrieachse der Druckkammer 4 angeordnet ist, weist im Bereich ihres im Innenraum des Arbeitszylinders angeordneten Endes einen Betätigungskolben 13 auf, der mit seinem Umfang dichtend an der Innenfläche des Zylindermantels 10 anliegt Das dem Betätigungskolben 13 entgegengesetzte Ende 14 der Kolbenstange 12 ist an einer Platte 15 befestigt, die die Druckkammer 4, den Vorratsbehälter 7 und die übrigen Teile der Vorrichtung trägt.
  • In der Kolbenstange 12 sind in Längsrichtung zwei Druckluftkanäle 16 und 17 ausgebildet, von denen der eine (16) auf der einen und der andere (17) auf der anderen Seite des Betätigungskolbens 13 in den Innenraum des Arbeitszylinders einmündet. Im Bereich des Kolbenstangenendes 14 sind die Druckluftkanäle 16 und 17 mit Leitungen verbunden, die an ein in Fig. 1 lediglich schematisch dargestelltes 5/2-Wegeventil V angeschlossen sind.
  • Dieses 5/2-Wegeventil V steht über eine Zuluftleitung mit einer Druckluftquelle 18 und mit einer Abluftleitung 19 mit einer Vielzahl von Düsen 20 in Verbindung, die in die Zuführöffnung 6 einmünden, wie dies schematisch in Fig. 2 dargestellt ist.
  • Die Stirnplatte 9 des als Arbeitszylinder ausgebildeten Preßkolbens 8 ist auf ihrer dem Betätigungskolben 13 zugewandten Seite mit Kühlrippen 21 ausgestattet, deren Funktion später noch erläutert werden wird.
  • Wenn sich der als Arbeitszylinder ausgebildete Preßkolben 8 in der in Fig. 1 dargestellten Stellung befindet, kann im Vorratsbehälter 7 befindliches Granulat durch die Zuführöffnung 6 in die Druckkammer 4 der Vorrichtung gelangen. Wird nun Schmelzkleber im aufgeschmolzenen Zustand in der an die Schmelzvorrichtung angeschlossenen, nicht dargestellten Auftragvorrichtung benötigt, so erhält das 5/2-Wegeventil V ein Signal, wodurch Druckluft aus der Druckluftquelle 18 in den Druckluftkanal 17 gelangt und die Stirnplatte 9 in Richtung der Schmelzwand 1 bewegt. Dadurch wird das im Druckraum 4 befindliche Granulat durch die Durchtrittsöffnungen 2 hindurchgepreßt, aufgeschmolzenen und über den Sammelkanal 3 zu der nicht dargestellten Auftragvorrichtung weitergeleitet.
  • Da die Stirnplatte 9, der Zylindermantel 10 und die zweite Stirnplatte 11 fest miteinander verbunden sind, verringert sich bei diesem Vorgang der zwischen dem Betätigungskolben 13 und der zweiten Stirnplatte 11 befindliche Innenraum des Arbeitszylinders.Die in diesem Innenraum befindliche Luft wird somit durch den Druckluftkanal 16 ausgepreßt und über das 5/2-Wegeventil V in die Abluftleitung 19 gefördert. Über diese Abluftleitung gelangt die Abluft zu den Düsen 20 und strömt durch diese in den Bereich der Zuführöffnung 6 ein. Das in diesem Bereich befindliche Granulat wird dadurch aufgewirbelt und einer Brückenbildung auf diese Weise entgegengewirkt.
  • Durch die feste Verbindung verschiebt sich bei dem oben beschriebenen Arbeitsgang außer der Stirnplatte 9 auch der Zylindermantel in Richtung der Schmelzwand 1. Somit wird die Zuführöffnung 6 mit fortschreitender Bewegung der Stirnplatte 9 in Richtung der Schmelzwand 1 in zunehmendem Maße abgedeckt. Selbst in der in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien dargestellten vordersten Stellung der Stirnplatte 9 kann deshalb kein Granulat hinter den Preßkolben 8 gelangen. Zusätzliche Verschlußschieber, wie sie bei bekannten Schmelzvorrichtungen notwendig sind, sind aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung nicht erforderlich.
  • Hat die Stirnplatte 9 die in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien dargestellte vorderste Stellung erreicht und wird in der nachgeschalteten Auftragvorrichtung kein aufgeschmolzener Schmelzkleber benötigt, so wird über das 5/2-Wegeventil V Druckluft aus der Druckluftquelle 18 in den Druckluftkanal 16 gefördert. Dadurch wird die zweite Stirnplatte 11 mit Druckluft beaufschlagt und aufgrund der festen Verbindung der Zylindermantel 10 und die Stirnplatte 9 zurückgezogen.
  • In dieser Arbeitsphase verringert sich der zwischen der Stirnplatte 9 und dem Betätigungskolben 13 befindliche Innenraum des Arbeitszylinders. Die darin befindliche Luft wird dadurch über den Druckluftkanal 17 ausgepreßt.
  • Aufgrund der Kühlrippen 21 kann die durch das Granulat auf die Stirnplatte 9 übertragene Wärme an die Luft übertragen und damit die Stirnplatte 9 gekühlt werden, wodurch die Neigung zum Ankleben des Granulats an der Stirnplatte verringert wird.
  • Da beim Zurückziehen der Stirnplatte 9 der Zylindermantel 10 in zunehmendem Maß die Zuführöffnung 6 freigibt, kann Granulat aus dem Vorratsbehälter 7 in die Druckkammer 4 hineinrieseln. Brücken- und Hohlraumbildung wird bei diesem Vorgang wiederum durch die über den Druckluftkanal 17 abgeführte Druckluft verhindert, welche über das 5/2-Wegeventil V als Abluft über die Abluftleitung 19 zu den Düsen 20 geleitet wird.
  • Sobald durch die nachgeschaltete Auftragvorrichtung wieder Schmelzkleber im aufgeschmolzenen Zustand angefordert wird, wird der Zurückziehvorgang unterbrochen und über das 5/2-Wegeventil V Druckluft aus der Druckluftquelle 18 wieder in den Druckluftkanal 17 gepreßt. Diese relativ kalte Druckluft kühlt über die Kühlrippen 21 erneut die Stirnplatte 9, so daß ein Ankleben von Granulat selbst bei längerem Betrieb nicht möglich ist. Auch im Verlaufe dieser Vorschubbewegung wird das Granulat -wie oben bereits beschrieben - durch Einspeisen von Abluft durch die Düsen 20 aufgewirbelt. Diese Abluft stammt aus dem zwischen dem Betätigungskolben 13 und der zweiten Stirnplatte 11 vorhandenen Innenraum des Arbeitszylinders, dessen Volumen bei der Vorschubbewegung verringert und dadurch die darin enthaltene Luft über den Druckluftkanal 16 ausgepreßt wird.
  • Um zu verhindern, daß in größerem Maße Wärme von der Schmelzwand 1 auf die Wandung der Druckkammer 4 übertragen wird, ist der Bereich 4a mit Kühlrippen 5 ausgestattet. Durch diese Kühlrippen wird Wärme an die Umgebungsluft abgegeben, so daß der übrige Bereich der Druckkammer relativ kühl bleibt, wodurch Verklebungstendenzen beim Betrieb entgegengewirkt wird.
  • Sofern in der nachgeschalteten Auftragvorrichtung aufgeschmolzener Schmelzkleber mit konstantem Druck benötigt wird, können zwei Schmelzvorrichtungen der erfindungsgemäßen Art parallel zueinander aufgebaut und derart gesteuert werden, daß bei einem erforderlichen Rückhub der einen Vorrichtung stets die andere Vorrichtung der erforderlichen Druck erzeugt. Grundsätzlich wird die Steuerung der Schmelzvorrichtung stets so ausgelegt sein, daß der Preßkolben 8 in seine Ausgangsstellung zurückfährt, sobald von der nachgeschalteten Auftragvorrichtung kein Schmelzkleber angefordert wird.
  • - Leerseite -

Claims (8)

  1. Schmelzvorrichtung zum Aufschmelzen von festem,vorzugsweise in Granulatform vorliegendem Schmelzkleber Patentansprüche 1. Schmelzvorrichtung zum Aufschmelzen von festem, vorzugsweise in Granulatform vorliegendem Schmelzkleber, insbesondere für Kantenanleimmaschinen, mit einer mit Durchtrittsöffnungen ausgestatteten, beheizbaren Schmelzwand, einer in Durchtrittsrichtung stromaufwärts von der Schmelzwand angeordneten zylinderförmigen Druckkammer, einem in der Druckkammer in Richtung der Schmelzwand bewegbaren, pneumatisch betätigten Preßkolben, einer in der Druckkammerwand ausgebildeten Zuführöffnung sowie einem mit der Zuführöffnung in Verbindung stehenden Vorratsbehälter für den festen Schmelzkleber, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß der Preßkolben (8) als Arbeitszylinder ausgebildet ist, in dessen Innenraum ein Betätigungskolben (13) geführt ist, der mit einer Kolbenstange (12) verbunden ist, die durch eine Bohrung in einer der Schmelzwand abgewandten Stirnplatte (11) des Arbeitszylinders hindurchragt und mit ihrem Ende (14) an der Vorrichtung befestigt ist.
  2. 2. Schmelzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß in der Kolbenstange (12) zwei Druckluftkanäle (16, 17) angeordnet sind, die abwechselnd mit einer Druckluftquelle (18) verbindbar sind und von denen einer auf der einen Seite und der andere auf der anderen Seite des Betätigungskolbens (13) in den Innenraum des Arbeitszylinders einmündet.
  3. 3. Schmelzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß zwischen der Druckluftquelle (18) und den Druckluftkanälen (16, 17) ein Wegeventil (V) angeordnet ist, dessen Anschluß für die Abluft mit einer Leitung (19) in Verbindung steht, die über Düsen (20) in die Zuführöffnung (6) einmündet.
  4. 4. Schmelzvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß das Wegeventil (V) ein 5/2-Wegeventil ist.
  5. 5. Schmelzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die der Schmelzwand (1) zugewandte Stirnplatte (9) des Arbeitszylinders auf ihrer dem Betätigungskolben (13) zugewandten Seite mit Kühlrippen (21) ausgestattet ist.
  6. 6. Schmelzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Wandung der Druckkammer (4) in einem direkt an die Schmelzwand (1) anschließenden Bereich (4a) mit Kühleinrichtungen ausgestattet ist.
  7. 7. Schmelzvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Kühleinrichtungen auf der Außenseite des Wandungsbereiches (4a) angeordnete Kühlrippen (5) sind.
  8. 8. Schmelzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Breite der Zuführöffnungen (6) kleiner ist als der Durchmesser des Arbeitszylinders.
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