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DE3445A - Neuerungen an Maschinen zum Oeffnen, Ausbreiten und Strecken von Geweben zum Gebrauche für Bleicher, Färber, Kattundrucker - Google Patents

Neuerungen an Maschinen zum Oeffnen, Ausbreiten und Strecken von Geweben zum Gebrauche für Bleicher, Färber, Kattundrucker

Info

Publication number
DE3445A
DE3445A DE3445A DE 3445 A DE3445 A DE 3445A DE 3445 A DE3445 A DE 3445A
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
regulator
rods
rollers
fixed
rotatable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
W. BIRCH in Salford (England)

Links

Description

PATENTSCHRIFT
Klasse 8.
WILLIAM BIRCH in SALFORD (England).
Neuerungen an Maschinen zum Oeffnen, Ausbreiten und Strecken von Geweben zum Gebrauche
für Bleicher, Färber, Kattundrucker.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Juni 1878 ab.
Die Erfindung besteht in einer verbesserten Construction des Regulators an den Maschinen, für welche die englischen Patente No. 2610, datirt vom 1. October 1870, und No. 84, datirt vom 8. Januar 1877, gewährt wurden, durch welche verbesserte Construction der Regulator entweder unabhängig von irgend einem anderen Mechanismus zum Oeffhen, Ausbreiten und Leiten von Geweben benutzt werden kann, oder auch wie früher in Combination mit anderen Mechanismen.
Wie bisher wendet Erfinder einen balancirten Rahmen an, der um einen in der Mittellinie der Maschine liegenden Zapfen drehbar ist.
Statt jedoch den Rahmen oder Balancier ganz aus festen Stäben herzustellen, sind ein, mehrere, oder alle Stäbe um ihre Längenaxe drehbar.
Diese Stäbe oder Walzen können glatt oder cannellirt, oder serirt, cylindrisch oder konisch, oder in irgend einer anderen zweckmäfsigen Form ausgeführt werden. Sie sind ferner unter einander-parallel; die gegenseitige Stellung, sowie die relative Gröfse, Zahl und Anordnung der Stäbe oder Walzen kann jedoch beliebig verändert werden.
So lange das Arbeitsstück in der Mitte der Maschine, der Rahmen also in seiner Gleichgewichtslage bleibt, hat die Rotation der Walzen nur ein gleichmäfsiges Glätten oder Oeffnen des Gewebes zur Folge, je nachdem die Walzen glatt oder schraubenförmig geriffelt sind.
Wird aber der Rahmen infolge einer Abweichung des Arbeitsstückes von der Mittellinie in eine schiefe Stellung gebracht, so bildet das ankommende Gewebe auf der Seite, von der es abgewichen, mit den Enden der Rollen einen spitzen oder spitzeren Winkel, und die verschiedenen Berührungspunkte der Walzen ziehen nun während ihrer Drehung das Gewebe in der entgegengesetzten Richtung so lange, bis der normale Winkel wieder hergestellt ist, bis also die Richtung des Gewebes wieder in die Bewegungsrichtung der Walzen fällt.
Wenn z. B. das Arbeitsstück nach der rechten Seite abgewichen ist und das rechte Ende des Regulators vorwärts gezogen hat, sind die Stäbe so gestellt, dafs sie das Zeug nach links bewegen und es also in die Mitte zurückführen; alsdann ist auch der Balancier in seine normale Lage zurückgekehrt und hat keinen weiteren seitlich bewegenden Einflufs auf das Gewebe.
Diese Leitung des Arbeitsstückes kann nun entweder gänzlich im Regulator selbst bewerkstelligt werden, oder der Regulator kann aufser seiner directen Wirkung noch die Stellung der Arbeitsflächen (Schrauben, Ketten oder Riemen, oder glatte Walzenflächen) controliren, zu welchem Zwecke er, wie der frühere Regulator des Erfinders, mit den genannten Flächen durch Hebelwerk in Verbindung stehen mufs.
Will man den Regulator oder Zeugleiter auch zum Strecken des Zeuges benutzen, so biegt man jeden Stab in der Mitte, so dafs derselbe statt einer geraden Linie die zwei Seiten eines Winkels bildet, dessen Schenkel nach der Bewegungsrichtung des Zeuges convergiren und sich in einem Punkte der Mittellinie der Maschine vereinigen. Diese Stäbe bilden die Axen für rotirende Hülsen. Da in diesem Regulator oder Strecker die Bewegungsrichtimg der mit dem Zeuge in Berührung stehenden Walzenpunkte mit der Bewegungsrichtung des Zeuges stets einen Winkel bildet, so wird das Zeug von den Walzen von der Mitte nach aufsen gezogen und somit geöffnet, gestreckt oder geglättet. Die Wirkung dieses Arrangements kann ferner dadurch verstärkt werden, dafs eine der Walzen aus zwei Theilen hergestellt wird, deren jede am Ende ähnlich wie ein Thürband drehbar ist und mittelst eines am Ende angebrachten kurzen Hebelarmes gehoben oder gesenkt und somit mehr oder weniger mit dem Arbeitsstücke in Berührung gebracht werden kann. Es wird dies durch einen Zeugleiter mittelst Hebelverbindung bewirkt.
Die Zeichnungen zeigen einige Formen des Regulators für sich und seine Verbindung mit drei verschiedenen Maschinentheilen, nämlich Schraubencylinder, endlose Ketten und Streckwalzen.
Fig. 1,2,3 un<i 4> Blatt I, sind Längsschnitt, Querschnitt und zwei Grundrisse eines Regulators mit drei parallelen Stäben, deren mittlerer B fest, die beiden äufseren RR1 drehbar sind und vom Arbeitsstücke A durch Mitnahme gedreht werden. Der Regulator ist um den

Claims (4)

Zapfen P drehbar und befindet sich in Fig. 3 in seiner Gleichgewichtslage, wogegen er die Stellung in Fig. 4 annimmt, sobald das Arbeitsstück nach rechts abgewichen ist. Fig. 5 zeigt einen Regulator mit zwei festen Stangen B1 B2 und einer drehbaren H1; Fig. 7 einen solchen mit einer festen Stange B3 und vier drehbaren H2. Fig. 6 zeigt einen Regulator, dessen Stäbe von beiden Enden nach der Mitte nach vorn convergiren, und dessen äufsere Stäbe drehbare Hülsen tragen. Fig. 8 zeigt den Regulator in Verbindung mit zwei Schraubencylindern C und C. Die Lager der beiden Cylinder sind entweder fest (wie in der Figur angenommen), oder einer der Cylinder ist in einem Schwingrahmen gelagert, der mittelst Hebelwerk ZZ1Z2 mit dem Regulator in Verbindung steht, wie in der Patentschrift No. 654, 1877, angegeben wurde. Die Einrichtung des Regulators kann noch weiter modificirt werden. Es kann derselbe aus einer beliebigen Anzahl Stäbe bestehen, die entweder alle beweglich oder zum Theil fest sind. Die Stäbe, ob rotirend oder fest, können entweder alle unter einander parallel, gerade oder gebogen, oder zum Theil gerade und zum Theil gebogen sein. Die Stäbe, sowohl die beweglichen als die festen, können ferner entweder cylindrisch oder konisch, mit glatter, gezahnter oder cannellirter Oberfläche sein. Die festen Stäbe sind natürlich von jedem beliebigen Querschnitt. Fig. 9 und 10 zeigen Aufrifs und Seitenansicht, Fig. 11 einen partiellen Gründrifs in gröfserem Mafsstabe, von einer Maschine mit endlosen Ketten zum Strecken und Glätten, in der der neue Regulator Gdazu dient, die Ketten mittelst der Hebel L Z1Z2 ein- und auszuheben. Die Fig. 12 giebt die Ansicht einer Einrichtung, in welcher der Regulator in doppelter Anwendung, einmal als Leiter G und einmal als Strecker S vorkommt; beide wirken hier unabhängig von einander. In den Fig. 13, 14 und 15 wird ein Arrangement vorgeführt, in dem der Regulator ähnlich, wie zuletzt angegeben, verwendet wird; jedoch ist hier der Leiter G1 mit dem Strecker S1 durch die Hebel Z Z1 Z2 verbunden und wird die Wirkung des Streckers durch den Leiter regulirt. In der hier angeführten Modification des Streckers ist der mittlere Stab aus zwei Theilen gemacht, deren jeder am äufseren Ende um einen Zapfen drehbar ist und den kurzen Hebel Z trägt, durch den der eine Walzenarm gehoben und der andere gesenkt wird, und somit auf der einen Seite ein stärkerer und auf der anderen ein geringerer Druck auf das Arbeitsstück ausgeübt wird, wodurch der Einflufs der Arme mehr oder minder intensiv wird. Die relative Gröfse der Streckwalzen, sowie deren Neigung, Zahl und Anordnung sind jedoch nicht an die durch die Zeichnungen dargestellten Beispiele gebunden, sondern können beliebig verändert werden. Ebenso können die Walzen verschieden gelagert und befestigt und kann die Verbindung des Regulators mit den beweglichen Walzen durch ein anderes zweckdienliches Hebelwerk hergestellt werden. Unter Umständen läfst der Erfinder auch das Gewebe durch den Regulator gehen, bevor dasselbe zwischen die Schraubenflächen, endlosen Ketten oder Streckwalzen kommt. Pat ent-An s ρ rüche:
1. Die Anwendung eines balancirten Rahmens mit einer oder mehreren rotirenden Walzen, mit oder ohne einem oder mehreren festen Stäben zum Zwecke des Leitens von Geweben.
2. Die Anwendung derselben Combination zum Zwecke des Oeffnens, Glättens und Streckens von Geweben, wobei die Stangen entweder gerade oder winkelförmig, oder theilweise gerade und theilweise winkelförmig, ferner mit oder ohne beweglichen Armen hergestellt werden können.
3. Die Combination des Zeugleiters mit dem Streckwerke.
4. Die Anwendung des Zeugleiters als Regulator, um mit Hülfe geeigneter Mechanismen auf Ketten, Schraubenwalzen oder ähnliche Vorrichtungen einzuwirken.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1039468B (de) * 1955-01-11 1958-09-25 John Douglas Robertson Vorrichtung zum Geradefuehren von fortlaufenden Bahnen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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