DE3338960C1 - In einer Griffmulde angeordneter Außentürgriff für eine Kraftwagentür - Google Patents
In einer Griffmulde angeordneter Außentürgriff für eine KraftwagentürInfo
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Description
- Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel für die Ausbildung und Herstellung einer erfindungsgemäßen Abdeckung anhand einer Zeichnung erläutert, und zwar zeigt F i g. 1 in perspektivischer Darstellung die Ansicht einer Kraftwagentür, F i g. 2 einen Längsschnitt durch die Türbeplankung im Türgriffbereich nach der ersten Umformstufe, F i g. 3 den Längsschnitt gemäß F i g. 2 nach der zweiten Umformstufe, F i g. 4 den Längsschnitt gemäß F i g. 3 nach dem Beschnitt und F i g. 5 den Längsschnitt gemäß F i g. 4 mit montiertem Türgriff.
- In F i g. 1 ist eine Kraftwagentür 1, deren Türbeplankung 2 aus tiefgezogenem Stahlblech besteht und deren Türgriffbereich zur Bildung von wesentlichen Flächenanteilen einer Abdeckung verformt ist, zu sehen. Der Türgriffbereich ist durch eine umlaufende Hohlkehle 3, die einen trapezförmigen lichten Querschnitt aufweist, gegenüber der Türfläche abgegrenzt. Im durch die Hohlkehle 3 eingegrenzten Bereich ist die Türbeplankung 2 zu einer erhabenen Anströmfläche 4 nach außen gewölbt. Die Anströmfläche 4 erstreckt sich etwa im vorderen Drittel über die gesamte Breite des durch die Hohlkehle 3 eingegrenzten Bereichs und erweitert sich hier unter etwa U-förmiger Wölbung keilförmig von vorn nach hinten. Die Schenkel der U-förmigen Wölbung gehen in aerodynamisch günstiger Weise in die Flanken der Anströmfläche 4 über, indem sie sich von vorn nach hinten allmählich verjüngen, bis sie parallel zur Mittellängsachse des durch die Hohlkehle 3 eingegrenzten Bereichs verlaufen. Im hinteren Teil des durch die Hohlkehle 3 eingegrenzten Bereichs überspannt die erhabene Anströmfläche 4 wieder dessen volle Breite und fällt hierbei nach hinten zum Niveau der Hohlkehle 3 hin etwa keilförmig ab. Der somit umlaufende Innenrand 4a der erhabenen Anströmfläche 4 ragt somit am weitesten von der Türebene ab. Ausgehend vom Innenrand 4a ist die Türbeplankung 2 vertieft, so daß hierdurch eine Anlagefläche 5 für einen Türgriff gebildet wird, die vorn und seitlich durch den Innenrand 4a begrenzt ist Die Anlagefläche 5 ist mit einem Durchbruch 6 zum Türinnenraum versehen, dessen Konturen dem innenrand 4a nachgeführt sind.
- Die Fertigung des Türgriffbereichs gemäß F i g. 1 geht wie folgt vonstatten: In einer ersten Umformstufe wird in die Türbeplankung 2 die umlaufende Hohlkehle 3 geprägt, wie dies aus F i g. 2 ersichtlich ist In der zweiten Umformstufe gemäß 3 greift in der Hohlkehle 3 ein nicht dargestellter Niederhalter unter umlaufender Klemmung an, bevor der Umformvorgang weitergeführt wird. Dann erst erfolgt das eigentliche Ausformen des Griffbereiches aus dem durch die Hohlkehle eingeschlossenen Blechbereich heraus. Durch die Klemmung mittels des umlau-Eend angreifenden Niederhalters findet dieser Umformvorgang als reiner Streckvorgang statt, der sich auf den von der Hohlkehle 3 eingegrenzten Bereich der Türbeplanung 2 beschränkt Mit diesem Verfahren lassen sich sowohl erhabene als auch vertiefte Türgriffbereiche oder auch Mischformen aus beiden ausbilden, ohne daß es zu Beeinträchtigungen der Oberlfächenqualität in der Umgebung dieser Bereiche kommt.
- In nachfolgenden Operationen erfolgt durch Beschnitt und Weiterverformung die Ausbildung des Durchbruches 6 gemäß F i g. 4. Es liegt nun die Türbeplankung 2 in der zu F i g. 1 beschriebenen Form vor.
- Fig.5 zeigt einen auf den Türgriffbereich gemäß F i g. 4 abgestimmten Türgriff 7 im Einbauzustand. Der Türgriff 7 besteht aus einer Trägerplatte 7a, an der ein Griffbügel 8 schwenkbar gelagert ist. Die Formgebung der Trägerplatte 7a ist so gewählt, daß eine Griffmulde 9 von ihr gebildet ist und gleichzeitig eine Abweiskante 7b und ein Keilfortsatz 7c angeformt ist. Somit ergibt sich durch die Anordnung der Abweiskante 7b und des Keilfortsatzes 7c im Bezug auf die Anströmfläche 4 die Wirkung einer den Türgriff 7 im Fahrbetrieb vor Verschmutzung schützenden Abdeckung. Diese Wirkung wird durch die umlaufende Hohlkehle 3 noch verstärkt, da diese in der Lage ist, Schmutzwasser um den Türgriffbereich herum nach hinten abzuführen.
Claims (1)
- Patentanspruche: 1. In einer Griffmulde angeordneter Außentürgriff für eine Kraftwagentür, der eine die Griffmulde und den Griffbügel im Fahrbetrieb vor Verschmutzung schützende, sich von vorn nach hinten keilförmig erweiternde Abdeckung aufweist, die unter etwa U-förmiger Wölbung erhaben über die Kontur der Kraftwagentür hinausragt und im Bereich des vorderen Endes des Außentürgriffes eine Abweiskante aufweist, die vor dem Endbereich mit einer scharfen Krümmung und mit einem nachfolgenden Keilfortsatz versehen ist, d a du r ch g ek e n n z e i chn e t, daß ein überwiegender Flächenanteil der Abdekkung von der Türbeplankung (2) selbst gebildet wird, und daß die Griffmulde (9) allseitig erhaben von der Abdeckung eingefaßt ist, und daß im Übergangsbereich der Abdeckung zur Türfläche eine umlaufende, den Außenkonturen der Abdeckung nachgeführte Hohlkehle (3) vorgesehen ist 2. Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Hohlkehle (3) einen trapezförmigen lichten Querschnitt aufweist.3. Abdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abweiskante (7b), der Keilfortsatz (7c) und die Griffmulde (9) von einer Trägerplatte (7a) des Türgriffs (7) gebildet werden.4. Verfahren zur Herstellung einer Abdeckung nach Anspruch 1 bei aus ziehfähigen Werkstoffen gebildeter Türbeplankung, dadurch gekennzeichnet, daß in einer ersten Umformoperation, in der in einer Ziehoperation die eigentliche Türbeplankung (2) geformt wird, gleichzeitig die umlaufende Hohlkehle (3) geprägt wird, und daß in einer zweiten Umformoperation bei umlaufender Abklemmung des von der Hohlkehle (3) eingeschlossenen Bereiches durch einen in der Hohlkehle (3) auflastenden Niederhalter die angestrebte Form der Fläche (4)/(4a) ausschließlich aus dem von der Hohlkehle (3) eingegrenzten Blechbereich geformt wird.5. Verfahren zur Herstellung einer Abdeckung nach Anspruch 1 bei aus Verbundwerkstoffen gebildeter Türbeplankung, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung in einem Arbeitsgang mit der Formgebung der Kraftwagentür (1) anzuformen ist, wobei auch die Griffplatte (7a) von der Türbeplankung (2) substituiert und mit angeformt wird.Die Erfindung betrifft einen in einer Griffmulde angeordneten Außentürgriff für eine Kraftwagentür, der eine die Griffmulde und den Griffbügel im Fahrbetrieb vor Verschmutzung schützende, sich von vorn nach hinten keilförmig erweiternde Abdeckung aufweist, die unter etwa U-förmiger Wölbung erhaben über die Kontur der Kraftwagentür hinausragt und im Bereich des vorderen Endes des Türgriffes eine Abweiskante aufweist, die vor dem Endbereich mit einer scharfen Krümmung und mit einem nachfolgenden Keilfortsatz versehen ist Ein derartiger Türgriff ist der DE-OS 24 03 690 bereits als bekannt zu entnehmen.Als nachteilig ist bei dieser Ausführung der Umstand anzusehen, daß die Abdeckkappe als solche zusätzlichen Material- und Montageaufwand erfordert.Zudem überdeckt sie einen Teil der Länge des Zieh- griffs, so daß sie relativ weit von der Türaußenfläche abragen muß, damit der volle Schwenkweg des Ziehgriffs erhalten bleibt. Dies führt zwangsläufig zu einer vergrößerten Anströmfläche und somit zu einer erhöhten Widerstandsbehaftung der Abdeckkappe.Ein weiterer Nachteil der bekannten Ausführungsform ist darin zu sehen, daß die Schmutzfreihaltung nur bei höheren Geschwindigkeiten zu befriedigen vermag.Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen in einer Griffmulde angeordneten Türgriff für eine Kraftwagentür, der eine die Griffmulde und den Griffbügel im Fahrbetrieb vor Verschmutzung schützende Abdekkung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 aufweist, derart weiterzubilden, daß sie keinen erhöhten Material- oder Montageaufwand erfordert, wobei die Schmutzwasserabfuhr bei geringen Fahrgeschwindigkeiten verbessert werden soll, ohne daß hierdurch die aerodynamischen Eigenschaften beeinträchtigt werden.Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist Gegenstand der kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1.Der trapezförmige lichte Querschnitt der umlaufenden Hohlkehle gemäß Patentanspruch 2 hat sich im Hinblick auf die Schmutzwasserabfuhr empirisch als besonders wirkungsvoll erwiesen.Die Ausbildung der Trägerplatte Patentanspruch 3 entsprechend eignet sich besonders gut für den Einsatz in herkömmlichen Blechtüren, da die unterschiedlichen Werkstoffeigenschaften der Türbeplankung und der Trägerplatte einander vorteilhaft ergänzen. So werden die groben Strukturen der Abdeckung vom Türaußenblech gebildet und die feineren Strukturen an die Trägerplatte angeformt, die aufgrund ihrer Funktion ohnehin aus gut formbaren Werkstoffen ausgebildet ist.Eine Türbeplankung aus Karosserieblech (Stahlblech oder Aluminiumblech) wird üblicherweise in einer 1.Operation durch einen Ziehvorgang in einer Karosseriepresse in seinen wesentlichen Konturen geformt.Nachfolgende Operationen, wie z. B. beschneiden und durchstellen von Blechpartien führen zum Karosserieteil »Türbeplankung«. Wird bei dem die Außenkontur bestimmenden Ziehvorgang (1. Operation) die Griffmulde mit ausgeformt, kann es zu erheblichen Unruhen in der Türbeplankung kommen, die einen entscheidenden Qualitätsmangel darstellen. Durch die erfindungsgemäße Formung des nach außen geformten Griffbereiches aus dem von der Hohlkehle eingegrenzten Blech werden diese Mängel vermieden, da in der 1. Operation lediglich die umlaufende Hohlkehle geformt wird und in einer nachfolgenden Operation (vorzugsweise 2. Operation) durch Aufsetzen eines Niederhalters in der Hohlkehle erreicht wird, daß die Griffmulde lediglich aus dem von der Hohlkehle eingeschlossenen Blech geformt wird Bei Türbeplankungen die gemäß Patentanspruch 5 aus Verbundwerkstoffen, wie z. B. harzgetränkten Glasfasermatten, glasfaserverstärkten ungesättigten Polyesterharzen, glasfaserverstärktem Polyurethan oder Polycarbonat, ist es aufgrund ihres größeren plastisch verformbaren Gestaltungsbereiches sinnvoll, die Abdekkung in einem Arbeitsgang mit der Formgebung der Kraftwagentür zu erzeugen. Durch die Formgebung im Türgriffbereich ist die Steifigkeit der Türbeplankung in diesem Bereich derartig erhöht, daß eine separate Griffplatte als Trägerteil für den Griffbügel entbehrlich ist, da dessen Abstützung in diesem gefestigten Türgriffbereich unbedenklich möglich ist.
Priority Applications (1)
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| DE3338960A DE3338960C1 (de) | 1983-10-27 | 1983-10-27 | In einer Griffmulde angeordneter Außentürgriff für eine Kraftwagentür |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3338960C1 true DE3338960C1 (de) | 1985-06-27 |
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Family Applications (1)
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| DE3338960A Expired DE3338960C1 (de) | 1983-10-27 | 1983-10-27 | In einer Griffmulde angeordneter Außentürgriff für eine Kraftwagentür |
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