[go: up one dir, main page]

DE3338652A1 - Verfahren zum herstellen eines unterwassertunnels - Google Patents

Verfahren zum herstellen eines unterwassertunnels

Info

Publication number
DE3338652A1
DE3338652A1 DE19833338652 DE3338652A DE3338652A1 DE 3338652 A1 DE3338652 A1 DE 3338652A1 DE 19833338652 DE19833338652 DE 19833338652 DE 3338652 A DE3338652 A DE 3338652A DE 3338652 A1 DE3338652 A1 DE 3338652A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tunnel
tunnel tube
guide
tube
feed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19833338652
Other languages
English (en)
Other versions
DE3338652C2 (de
Inventor
Gregor Dipl.-Ing. 4044 Kaarst Loers
Klemens Dipl.-Ing. 4000 Düsseldorf Rohling
Heinrich Dipl.-Ing. 4044 Kaarst Wiechers
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Philipp Holzmann AG
Original Assignee
Philipp Holzmann AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philipp Holzmann AG filed Critical Philipp Holzmann AG
Priority to DE19833338652 priority Critical patent/DE3338652C2/de
Publication of DE3338652A1 publication Critical patent/DE3338652A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3338652C2 publication Critical patent/DE3338652C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D29/00Independent underground or underwater structures; Retaining walls
    • E02D29/063Tunnels submerged into, or built in, open water
    • E02D29/07Tunnels or shuttering therefor preconstructed as a whole or continuously made, and moved into place on the water-bed, e.g. into a preformed trench

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Underground Structures, Protecting, Testing And Restoring Foundations (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels vorzugsweise aus Stahlbeton sowie ein Führungsjoch als Hilfsmittel zur Ausübung dieses Verfahrens.
  • Aus der DE-PS 1 247 369 ist ein Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels aus Stahlbeton bekannt, bei dem die Tunnelröhre abschnittsweise in einer Vorpreßorube hergestellt, am vorderen Ende durch ein Stirnschott verschlossen und mittels Vorschubpressen im Takt der Herstellung der Abschnitte durch ein Dichtungsportal der Vorpreßgrube in eine zuvor freigebaggerte, mit Wasser gefüllte Vorschubrinne längs der Tunnelgradiente vorgeschoben wird, wobei diese Tunnelgradiente nicht nur im Grundriß und/oder Aufriß gleichmäßig gekrümmt, sondern auch gerade ausgebildet sein kann.
  • Bei dem aus der DE-PS 1 247 369 bekannten Verfahren wird die abschnittsweise in der gegen das Gewässer abgedichteten, trockenen Vorpreßgrube hergestellte Tunnelröhre in die in der Gewässersohle vorbereitete Rinne mittels Vorschubpressen vorgeschoben, die jeweils auf den vorletzten Tunnelabschnitt einwirken, damit es nicht erforderlich ist, das völlige Erhärten des jeweils zuletzt betonierten Tunnelabschnitts abzuwarten. Um die Vorschubpressen an den jeweils vorletzten Tunnelabschnitt angreifen zu lassen, müssen besondere Widerlager an der Tunnelröhre angebracht werden. Außerdem ist es erforderlich, Stütz- und Trageinrichtungen vorzusehen, um den zuletzt betonierten und noch nicht völlig erhärteten Tunnelabschnitt gegen ein Absenken beim Vorschieben zu sichern.
  • Aus der DE-PS 2 619 510 ist ein weiteres Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels aus Stahlbeton bekannt, bei dem der zuletzt betonierte Tunnelabschnitt nach Erhärtung mit der auf Gleitführungen abgestützten Schalungsbodenplatte durch in diese eingeleitete Schubkräfte vorgeschoben und anschliessend die Bodenplatte zur Herstellung des folgenden Abschnitts in ihre den Boden der Schalung bildende Lage zurückgezogen wird.
  • Auf diese Weise lassen sich die Vorschubkräfte mittels der in der Art eines Schlittens wirkenden Schalungsbodenplatte in die Tunnelröhre einleiten, ohne daß der zuletzt hergestellte Tunnelabschnitt mit diesen Vorschubkräften belastet wird. Dieser zuletzt hergestellte Tunnelabschnitt wird während des Vorschiebens der Tunnelröhre durch die Schalungsbodenplatte geführt, so daß ein Absenken dieses zuletzt anbetonierten Tunnelabschnitts verhindert wird.
  • Bei den bekannten Verfahren wird die aus dem Dichtungsportal der Vorpreßgrube vorgeschobene Tunnelröhre, die auch als sogenannter Gliedertunnel aus einzelnen gegeneinander beweglichen und untereinander abgedichteten Abschnitten ausgebildet sein kann, auf Längsschwellen abgestützt und geführt, die nach dem Ausbaggern der Vorschubrinne in Unterwasserarbeit hergestellt und je nach Untergrund flach- oder tiefgegründet sind. Hierbei kann die Tunnelröhre gemaß der DE-PS 1 784 974 an ihrem vorderen Ende mit einem Schlitten versehen sein, der außer Führungsaufgaben beim Vorschieben der Tunnelröhre zugleich ein Nach- und Feinplanieren der Vorschubrinne bewirkt.
  • Um besondere Vorbereitungen der Sohle der Vorschubrinne über die gesamte Länge der Tunnelröhre zu vermeiden, ist es aus der DE-PS 2 659 907 bekannt, in der Vorschubrinne im Abstand voneinander Führungen und Tragkörper anzuordnen, deren obere Auflaqeflächen unter der Ebene des Rinnenbodens liegen. Bei diesem bekannten Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels ird die obere Schicht des flinnenbodens bis zur Ebene der Auflageflächen durch die vorgeschobene Tunnelröhre verdrängt, wobei die Führung und Tragkörper fixe Punkte zur Auflage der Tunnelröhre bilden. Der jeweilige Auflagedruck der Tunnelröhre auf die Bettungsschicht läßt sich durch Fluten oder Lenzen von in der Tunnelröhre befindlichen rammern steuern.
  • Den bekannten Verfahren haftet insgesamt der Nachteil an, daß außer dem Freibaggern der Vorschubrinne aufwendige Vorarbeiten unter Wasser durchgeführt werden müssen, um die Tunnelröhre bei ihrem Vorschub unter Wasser auf der Sohle der Vorschubrinne abzustützen und zu führen. Diese in Unterwasserarbeit auszuführenden Vorarbeiten sind insbesondere dann aufwendig und schwierig, wenn die Tunnelröhre als Gliedertunnel aus einzelnen, in gewissen Grenzen gegeneinander beweglichen Abschnitten ausgebildet ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels aus Stahlbeton, aus einer Stahlkonstruktion mit z.B. Ballastbeton oder aus ähnlichen Baustoffen zu schaffen, bei dem die Tunnelröhre abschnittsweise in einer Vorpreßgrube hergestellt, am vorderen Ende durch ein Stirnschott verschlossen und mittels Vorschubpressen im Takt der Herstelluna der Abschnitte durch ein Dichtungsportal der Vorpreßrube in eine zuvor freigebaggerte, mit Wasser gefüllte Vorschubrinne längs der Tunnelgradiente vorgeschoben wird, ohne daß es aufwendiger Unterwasserarbeiten zur Herstellung von Führung und Tragkörpern auf der gesamten Lange der Vorschubrinne bedarf.
  • Die Lösung dieser Aufgabenstellung durch das erfindunesgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die im Bauzustand durchgehend einstückig als biegesteifer Stab ausgebildete Tunnelröhre frei auskragend bis zum ersten von mehreren Führungsjochen sowie zwischen den Führungsjochen vorgeschoben wird, die in größerem Abstand entsprechend der Tunnelgradiente längs der Vorschubrinne zur Führung der Tunnelröhre in senkrechter und waagerechter Richtung angeordnet sind, und daß die Höhenlage der frei unter Wasser schwimmenden Kragarmspitze der Tunnelröhre während des Vorschubes gemessen und durch Ballastierung auf dem jeweiligen Sollwert gehalten wird.
  • Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Tunnelröhre als im Bauzustand einstückiger und biegesteifer Stab wird die Möglichkeit geschaffen, die elastische Tunnelröhre über die gesamte Vorschubstrece von etlichen hundert Metern mit frei auskragender ragarmspitze unter Wasser schwimmend vorzuschieben, so daß in größerem Abstand angeordnete Führungsjoche ausreichen, die Tunnelröhre während des Vorschubes zuverlässig in der vorgeschriebenen Sollage zu führen und zu halten. Die in Abständen von z.B. 80 bis 120 m angeordneten Führungsjoche stellen hierbei im Hinblick auf das Gesamtbauvorhaben keine ins Gewicht fallenden Hilfsmittel dar. Wegen ihres großen Abstandes wird durch sie die Schiffahrt nicht behindert. Durch die erfindungsgemäaen Führungsjoche ist es zusätzlich möglich, den seitlichen Strömungsdruck aus dem fließenden Wasser z.B. eines Flusses zuverlässig aufzunehmen. Da die Tunnelröhre während des Vorschubvorganges unter Wasser praktisch schwimmt, ergeben sich nur sehr geringe Auflagerkräfte auf den Führungsjochen. Die unvermeidbaren Schwankungen im spezifischen Gewicht z.B. des Stahlbetons bzw. des Ballastbetons sowie die Maßtoleranzen bei der Herstellung der Tunnelröhre, die eine exakte Vorausberechnung des Auftriebes unmöglich machen, werden beim erfindungsgemäßen Verfahren durch Ballastierung ausgeglichen. Diese Ballastierung erfolgt aufgrund von Höhenmessungen der Lage der Tunnelröhre während des Vorschubes, so daß eine rechnerisch exakte Bestimmung der erforderlichen Ballastierung möglich wird.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Durchbiegung der Kragarmspitze bei überlast nach unten bzw. beim Aufschwimmen nach oben gemessen und hieraus rechnerisch die erforderliche Ballastierung bestimmt. Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung erfolgt die Messung durch Höhenmessung innen in der Tunnelröhre z.B. mittels eines Laserstrahls am Stirnschott. Auf diese Weise ist es ohne Schwierigkeiten möglich, aufgrund der kontinuierlich oder in bestimmten Abständen erfolgenden Messungen rechnerisch exakt die jeweils erforderliche Ballastieruno zu bestimmen, die entweder mittels Wasser oder Beton erfolgt.
  • Wenn die Tunnelröhre frei aus dem Dichtungsportal der Vorpreßgrube auskragt, d.h. das erste Führungsioch noch nicht erreicht hat, ist eine zusätzliche Kontrolle der statischen Gesamticräfte über die Pressendrüce der Auflagerpressen in der Vorpreßrube möglich.
  • Beim weiteren Ausschieben der Tunnelröhre aus dem Dichtungsportal der Vorpreßgrube werden gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung die senkrechten Auflagerkräfte der Tunnelröhre auf Quertraversen der Führungejoche gemessen und hieraus rechnerisch die erforderlichen Ballastierungen bestimmt. Es ist somit auch bei einer zusätzlichen Führung und Abstützung der Tunnelröhre durch die Führungsioche die Möglichkeit gegeben, die jeweilige Ballastierung aufgrund exakter Meßergebnisse zur Einhaltung der Solllage genau zu steuern.
  • Mit der Erfindung wird weiterhin ein Führungsjoch zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgeschlagen, das mit einer Quertraverse ausgestattet ist, die mit Auflagern für die Tunnelröhre versehen und höhenverstellbar an seitlichen Stützen gelagert ist, an denen zusätzlich horizontal einstellbare seitliche Führungen für die Tunnelröhre ausgebildet sind. Derartige, z.B.
  • im Abstand von 80 bis 120 m angeordnete Führungajoche lassen sich ohne Schwierigkeiten nach dem Freibaggern der Vorschubrinne für die Tunnelröhre einbringen, ohne die Schiffahrt zu behindern.
  • Zur Höhenverstellung der Quertraverse und zur Verstellung der seitlichen Führungen werden vorzugsweise hydraulische Pressen vorgesehen, die von einer oberhalb des Wasserspiegels lieqenden Arbeitsplattform steuerbar sind. Die Auflager der Quertraversen und die Führungen der seitlichen Stützen werden vorzugsweise als Gleit- oder Rollenlager ausgebildet.
  • tiit der Erfindung wird insgesamt ein Verfahren zur Herstellung eines Unterwassertunnels z.B. aus Stahlbeton einschließlich eines Hilfsmittels zu seiner Ausübung geschaffen, das den Aufwand für die Führung und Abstützung der Tunnelröhre beim Vorschub in der ausgebaggerten Rinne erheblich reduziert und gleichzeitig eine Steuerung bzw. exakte Einhaltung der Sollage während des Vorschiebens oarantiert, so daß auch sehr lange Unterwassertunnel ohne Behinderung der Schiffahrt einstückig und damit frei von Abdichtungsproblemen hergestellt werden können.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens ist die Tunnelröhre im Bauzustand als durchgehend einstückig biegesteifer Stab auszubilden. Nach Abschluß der Vorschubarbeiten kann die durchgehende Biegesteifigkeit dadurch aufgehoben werden, daß an vorher festgelegten Stellen nachträglich ein Gelenk hergestellt wird, d.h. daß in diesen Bereichen z.B. zusätzliche Spannglieder oder ähnliche Konstruktionen wieder ausgebaut bzw. entlastet werden.
  • Selbstverständlich ist es auch möglich, das Bauwerk für den Endzustand als durchgehend einstückig biegesteifer Stab zu belassen. Hierbei werden konsequenterweise die vorgenannten Gelenke nicht erforderlich, damit entfallen auch Schwachstellen in der Gesamtkonstruktion.
  • Auf der Zeichnung sind der Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens und ein Ausführungsbeispiel für einen Unterwassertunnel in Stahlbeton und ein erfindungsgemäßes Führungsioch schematisch dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch eine Tunnelröhre mit gekrümmter Sollage während des Vorschubvorganges, Fig. 2 einen Querschnitt gemäß der Schnittlinie II-II durch die Kragarmspitze der Tunnelröhre, Fio. 3 einen Querschnitt gemäß der Schnittlinie III-III in Fig. l mit schematischer Darstellung eines Führungsoches und Fig. 4 einen Längsschnitt durch die Tunnelröhre in fertig vorgeschobenem Zustand.
  • In den Fig. 1 und 4 ist eine Vorpreßgrube 1 zu erkennen, die seitlich neben einem Gewässer 2 ausgehoben und gegenüber diesem Gewässer 2 abgedichtet ist. Die Abdichtung umfaßt ein Dichtungsportal 3, welches mit Gleitdichtungen für eine Tunnelröhre 4 versehen ist, die abschnittsweise aus Stahlbeton in der Vorpreßgrube 1 hergestellt, am vorderen Ende durch ein Stirnschott 5 verschlossen und im Takt der Herstellung durch das Dichtungsportal 3 in das Gewässer 2 vorgeschoben wird. Für diesen Vorschub der Tunnelröhre 4 ist zuvor eine Vorschubrinne 6 aus9ebaggert worden, die im Querschnitt in den Fig. 2 und 3 zu erkennen ist. Diese Darstellungen zeigen, daß die Vorschubrinne 6 mit Wasser gefüllt ist.
  • Beim Ausführungsbeispiel soll die Tunnelröhre 4 einen Fluß unterqueren, dessen Gewässerufer 7 in Fig. 4 zu erkennen sind. Diese Darstellung zeigt auch, daß an dem der Vorpreßgrube 1 gegenüberliegenden Gewässerufer 7 eine Zielgrube 8 ausgebildet ist, die ebenfalls ein Dichtungsportal 9 zur Aufnahme der Tunnelröhre 4 umfaßt.
  • In der Vorpreßgrube 1 sind mehrere Auflagerpressen 10 vorgesehen, auf denen der jeweils zuletzt hergestellte Abschnitt und ein hinteres Stück der fertigen Tunnelröhre 4 aufliegen. Damit ist die Tunnelröhre 4 im Bereich der Vorpreßgrube 1 justierbar gelagert, da die Auflagerpressen 10 in der Höhe verstellbar sind. Der zuletzt hergestellte Abschnitt der Tunnelröhre 4 wird jeweils an das Ende der fertigen Tunnelröhre 4 anbetoniert, so daß die gesamte Tunnelröhre 4 nach ihrer Fertigstellung eine Dehnungsfugen oder Gelenke aufweist. Das Vorschieben der Tunnelröhre 4 geschieht durch Vorschubpressen 11, die innerhalb der Vorpreßgrube 1 angeordnet und in Fig. l erkennbar sind.
  • Die an der Stirnseite durch das Stirnschott 5 wasserdicht verschlossene Tunnelröhre 4, die entsprechend der Länge der hergestellten Abschnitte im Takt aus dem Dichtungsportal 3 der Vorpreßgrube 1 vorgeschoben wird, bildet einen biegesteifen Stab, der frei auskragend unter Wasser schwimmt, bis er ein erstes von mehreren Führungsjochen 12 erreicht hat. Diese Führungsjoche 12 sind in größerem Abstand, d.h. in einem Abstand von z.B. ca. 80 bis 120 m entsprechend der Tunnelgradiente längs der Vorschubrinne 6 angeordnet. Das auf der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel, bei dem die Gesamtlänge der Tunnelröhre 4 mit etwa 700 m angenommen worden ist, zeigt insgesamt sechs derartige Führungsioche 12.
  • Jedes Führungsjoch besteht beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
  • 3 aus zwei seitlichen Stützen 13, an denen eine Quertraverse 14 höhenverstellbar gelagert ist. Beim Ausführungsbeispiel erfolgt diese Höhenverstellung der Quertraverse 14 durch hydraulische Pressen 15, die am oberen, aus dem Gewässer 2 herausragenden Ende der Stützen 13 angeordnet und über Zugstangen 16 mit der Traverse 14 verbunden sind. Zur Bedienung dieser hydraulischen Pressen 15 ist an jeder Stütze 13 oberhalb des Wasser spiegels eine Arbeitsplattform 17 angeordnet.
  • Auf den Quertraversen 14 der Führungsjoche 12 sind Auflager 18 für die Tunnelröhre 4 angeordnet. Diese Auflager 18 können durch Gleit- oder Rollenlager gebildet sein. Auf ihnen liegt die Tunnelröhre 4 in senkrechter Richtung auf. Für die seitliche Führung der Tunnelröhre 4 an den Führungsjochen 12 sind an den Stützen 13 Führungen 19 vorgesehen, die in waagerechter Richtung durch z.B. hydraulische Pressen, - die ebenfalls von der Arbeitsplattform 17 bedient werden - einstellbar und ebenfalls aus Gleit- oder Rollenlagern gebildet sind.
  • Die als biegesteifer Stab ausgebildete Tunnelröhre 4 wird frei auskragend aus dem Dichtungsportal 3 der Vorpreßrube 1 voroeschoben, wobei die Einspannstelle in der Vorpreßgrube 1 liegt.
  • Durch Verstellung der Auflagerpressen 10 wird die Tunnelröhre 4 in übereinstimmung mit der Tunnelgradiente ausgerichtet. Da das vorgepreßte Tunnelstück stirnseitig mit Hilfe des Stirnschottes 5 wasserdicht abqeschottet ist, schwimmt die jeweils in das Gewässer 2 auskragende Tunnelröhre 4 praktisch im Wasser, wobei das Gewicht mit Hilfe von Ballast 20 so gesteuert wird, daß die unter Wasser schwimmende Tunnelröhre 4 die vorherbestimmte Lage einnimmt. Die jeweilige Höhenlage der l<ragarmspitze, d.
  • h. des vorderen Endes der Tunnelröhre 4 wird ständiq gemessen, und zwar vorzugsweise durch eine Höhenmessung innerhalb der trockenen Tunnelröhre mittels z.B. eines Laserstrahles, der auf das Stirnschott 5 auftrifft. Mit Hilfe dieser Höhenmessungen kann die Durchbiegung der frei auskragenden Tunnelröhre 4 genau ermittelt werden, und zwar unabhängig davon, ob sich die Tunnelröhre 4 infolge eines übergewichtes nach unten durchbiegt oder infolge von Auftriebakräften nach oben ausweicht.
  • Aufgrund der Messungen wird die Ballastierung der Tunnelröhre 4 rechnerisch exakt bestimmt, so daß die Lage der Tunnelröhre 4 unterhalb des Wassers genau gesteuert werden kann.
  • In der voranstehend beschriebenen Weise ist es möglich, die Tunnelröhre 4 im Bauzustand aus der Vorpreßgrube 1 bis z.B.
  • etwa 120 m frei auskragen zu lassen. Beim Ausführungsbeispiel befindet sich allerdings bereits im Abstand von etwa 100 m das erste Führungajoch 12, welches die vorgeschobene Tunnelröhre 4 sowohl in der Höhe als auch in der Seitenlage führt. Die weiteren Führungajoche 12 sind in Abständen von 80 bis 120 m angeordnet. Durch Höhenverstellung der Quertraversen 14 und seitliche Verstellung der Führungen 19 wird die Tunnelröhre 4 mittels jedes Führungajoches 12 in ihre vorgeschriebene Position gebracht. Zwischen den einzelnen Führungsjochen 12 wird die Tunnelröhre 4 wiederum frei auskragend vorgeschoben. Da die Tunnelröhre 4 unter Wasser praktisch schwimmt, liegt sie mit sehr geringer überlast auf den Auflagern 18 der Quertraversen 14 der Führungsjoche 12 auf, so daß in soweit weder große Kräfte auf die Führungsjoche 12 ausgebübt werden, noch hohe Reibungen an den Auflagern 18 und Führungen 19 entstehen. Bei der praktischen Ausbildung kann jede Stütze 13 z.B. aus Stahldalben mit seitlichen Führungsschienen bestehen, an denen die Quertraverse 14 höhenverstellbar geführt ist. Die Stützen 13 können z.B. auch aus Stahlgittermasten bestehen, die als Gründungskörper eine Stahlbetonkonstruktion haben, die z.B. unter einer Taucherglocke hergestellt worden ist.
  • In Fig. 4 ist ein Bauzustand dargestellt, bei dem die Tunnelröhre 4 die Zielgrube 8 erreicht hat. Das vordere Ende der Tunnelröhre 4 ragt abgedichtet durch das Dichtungsportal 9 der Zielgrube 8 hindurch. Im Endzustand liegt die Tunnelröhre 4 insgesamt z.B. auf einem eingespülten Sandbett auf, so daß eine gleichmäßige Auflagerung des gesamten Tunnelbauerkes erzielt wird. Anschließend werden die Führungsjoche 12 zumindest im oberen Teil entfernt, und die gesamte Vorschubrinne 6 wird verfüllt. Die eigentliche Tunnelröhre 4 kann hierbei mit Grobsand abgedeckt werden. Die an beiden Geässerufern 7 nunmehr herzustellenden Anschlüsse sind in Fig. 4 gepunktet angedeutet.
  • Bezugsziffernliste: 1 Vorpreßorube 2 Gewässer 3 Dichtungsportal 4 Tunnelröhre 5 Stirnschott 6 Vorschubrinne 7 Gewässerufer 8 Zielgrube 9 Dichtungsportal 10 Auflagerpresse 11 Vorschubpresse 12 Führungsjoch 13 Stütze 14 Quertraverse 15 Presse 16 Zugstange 17 Arbeitsplattform 18 Auflager 19 Führung 20 Ballast

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunneis, vorzuosweise aus Stahlbeton, bei dem die Tunnelröhre abschnittsweise in einer Vorpreßgrube hergestellt, am vorderen Ende durch ein Stirnschott verschlossen und mittels Vorschubpressen im Takt der Herstellung der Abschnitte durch ein Dichtunnsportal der Vorpreßgrube in eine zuvor freigebaggerte, mit Wasser gefüllte Vorschubrinne längs der Tunnelgradiente vorgeschoben wird, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die im Bauzustand durchgehend einstückig als biegesteifer Stab ausgebildete Tunnelröhre (4) frei auskragend bis zum ersten von mehreren Führungsjochen (12) sowie zwischen den Führungsiochen (12) vorgeschoben wird, die in größerem Abstand entsprechend der Tunnelgradiente längs der Vorschubrinne (6) zur Führung der Tunnelröhre (4) in senkrechter und waagerechter Richtung angeordnet sind, und daß die Höhenlage der frei unter Wasser schwimmenden Kragarmspitze der Tunnelröhre (4) während des Vorschubes gemessen und durch Ballastierung auf dem jeweiligen Sollwert gehalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbiegung der Kragarmspitze bei Oberlast nach unten bzw.
    beim Aufschwimmen nach oben durch Höhenmessung innen in der Tunnelröhre (4) z.B. mittels Laserstrahl am Stirnschott (S) gemessen und hieraus rechnerisch die erforderliche Ballastierung bestimmt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrechten Auflagerkräfte der Tunnelröhre (4) auf Quertraversen (14) der Führungsjochc (12) gemessen und hieraus rechnerisch die erforderlichen Bllastierungen bestimmt werden.
  4. 4. Führungsjoch zur Ausübung des Verfahrens nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Führungsjoch (12) mit einer Quertraverse (14) ausnestattet ist, die mit Auflagern (18) für die Tunnelröhre (4) versehen und höhenverstellbar an seitlichen Stützen (13) gelagert ist.
  5. 5. Führungsjoch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Stützen (13) zusätzlich horizontal einstellbare seitliche Führungen (19) für die Tunnelröhre (4) ausgebildet sind.
  6. 6. Führungsjoch nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Höhenverstellung der Quertraverse (14) und zur Verschiebung der horizontalen Führungen (19) vorzugsweise hydraulische Pressen (15) vorgesehen sind, die von einer oberhalb des Wasserspiegels liegenden Arbeitsplattform (17) steuerbar sind.
  7. 7. Führungsjoch nach Anspruch 4 bis 6, dadurch geennzeichnet, daß die Auflager (18) der Quertraverse (14) und die Führungen (19) der seitlichen Stützen (13) als Gleit- oder Rollenlager ausgebildet sind.
DE19833338652 1983-10-25 1983-10-25 Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels Expired DE3338652C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19833338652 DE3338652C2 (de) 1983-10-25 1983-10-25 Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19833338652 DE3338652C2 (de) 1983-10-25 1983-10-25 Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3338652A1 true DE3338652A1 (de) 1985-05-02
DE3338652C2 DE3338652C2 (de) 1987-01-08

Family

ID=6212647

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19833338652 Expired DE3338652C2 (de) 1983-10-25 1983-10-25 Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3338652C2 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0278078A1 (de) * 1987-01-15 1988-08-17 Strabag Bau - Ag Fertigungseinrichtung zum Herstellen eines langgestreckten Bauwerkes
EP0275412A3 (en) * 1987-01-22 1990-02-14 Strabag Bau - Ag Method of producing an elongate structure
WO2003044284A1 (de) 2001-11-20 2003-05-30 Peter Heinze Verfahren zum einschwimmen von mit beton ausgekleideten stahltunnelröhren
DE102007019276A1 (de) * 2007-04-16 2008-11-13 Heinze, Peter, Dr.-Ing. Wasserquerguder Tunnelbau in einen mit Schienen ausgelegten Tunnelverbau

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
IT1204619B (it) * 1987-05-15 1989-03-10 Saipem Spa Procedimento per la realizzazione di un collegamento viabile modulare subacqueo di attraversamento di specchi d'acqua in genere e relative attrezzature

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1247369B (de) * 1963-07-19 1967-08-17 Holzmann Philipp Ag Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels
DE1784974C2 (de) * 1963-07-19 1972-05-04 Holzmann Philipp Ag Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels
DE2619510C3 (de) * 1976-05-03 1978-10-26 Alfred Kunz & Co, 8000 Muenchen Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Unterwassertunnels aus Stahlbeton
DE2659907C3 (de) * 1976-05-03 1979-06-13 Alfred Kunz & Co, 8000 Muenchen Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1247369B (de) * 1963-07-19 1967-08-17 Holzmann Philipp Ag Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels
DE1784974C2 (de) * 1963-07-19 1972-05-04 Holzmann Philipp Ag Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels
DE2619510C3 (de) * 1976-05-03 1978-10-26 Alfred Kunz & Co, 8000 Muenchen Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Unterwassertunnels aus Stahlbeton
DE2659907C3 (de) * 1976-05-03 1979-06-13 Alfred Kunz & Co, 8000 Muenchen Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0278078A1 (de) * 1987-01-15 1988-08-17 Strabag Bau - Ag Fertigungseinrichtung zum Herstellen eines langgestreckten Bauwerkes
EP0275412A3 (en) * 1987-01-22 1990-02-14 Strabag Bau - Ag Method of producing an elongate structure
WO2003044284A1 (de) 2001-11-20 2003-05-30 Peter Heinze Verfahren zum einschwimmen von mit beton ausgekleideten stahltunnelröhren
DE102007019276A1 (de) * 2007-04-16 2008-11-13 Heinze, Peter, Dr.-Ing. Wasserquerguder Tunnelbau in einen mit Schienen ausgelegten Tunnelverbau

Also Published As

Publication number Publication date
DE3338652C2 (de) 1987-01-08

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2434200C3 (de) Verfahren zur Herstellung von unterirdischen Hohlräumen
DE69804834T2 (de) Bogenbauträgerstruktur
DE3338652C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels
DE2532775A1 (de) Schwimmfaehiges fundament in form eines flosses sowie verfahren zu seiner herstellung und vereinigung mit einer turmkonstruktion
DE10256421B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Tunnels oder eines Troges
DE60002318T2 (de) Verfahren zur bildung eines wasserdichtes und die kriechgrenze steigernden abschnittes
DE1237603B (de) Verfahren zum Herstellen von langen Bauwerken, insbesondere Bruecken, aus Stahl-oder Spannbeton
DE2240935C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer gegen Auftrieb gesicherten Unterwasserbetonsohle und Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens
EP0275412A2 (de) Verfahren zum Herstellen eines langgestreckten Bauwerkes
DE3333850C1 (de) Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels
DE2323135A1 (de) Verfahren zum errichten eines turmes od. dgl. auf dem meeresboden
AT396604B (de) Verfahren und einrichtung zum herstellen eines stranges aus einzelelementen unter wasser
DE4219078A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Errichten eines Bauwerkes in Grundwasser
DE2422522C3 (de) Tauchkammer zur Herstellung eines Betonbettes in Gewässern
DE2731478C2 (de)
CH616475A5 (en) Method and device for making an underwater tunnel from reinforced concrete
DE1942759A1 (de) Tunnel-Vortriebsvorrichtung mit messerartigen,zueinander parallelverschieblichen Vortriebsbohlen
DE4312231A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von flächigen Bauelementen im Boden
DD255562A1 (de) Vorrichtung zum betonieren unter wasser
DE2659907C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines Unterwassertunnels
DE1658631C (de) Verfahren und Einrichtung zum Herstellen mehrfeldnger Brücken oddgl
DE1142893B (de) Verfahren zum Herstellen von Bruecken
DE2422522B2 (de) Tauchkammer zur herstellung eines betonbettes in gewaessern
DE2540052A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer beton-verbauwand
DE1074508B (de) \ erfahren und Vorrichtung zum Em ebnen von unter Wasser liegenden Grün dungssohlen

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
D2 Grant after examination
8363 Opposition against the patent
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: PHILIPP HOLZMANN AG, 6000 FRANKFURT, DE DYCKERHOFF

8365 Fully valid after opposition proceedings
8381 Inventor (new situation)

Free format text: ANTRAG AUF TEILNICHTNENNUNG

8339 Ceased/non-payment of the annual fee