DE3338247C2 - - Google Patents
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- DE3338247C2 DE3338247C2 DE19833338247 DE3338247A DE3338247C2 DE 3338247 C2 DE3338247 C2 DE 3338247C2 DE 19833338247 DE19833338247 DE 19833338247 DE 3338247 A DE3338247 A DE 3338247A DE 3338247 C2 DE3338247 C2 DE 3338247C2
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Description
Die Erfindung betrifft einen Hauptzylinder mit einem veränderlichen
Übersetzungsverhältnis, insbesondere für
Bremsanlagen von Kraftfahrzeugen, mit einer in einem Gehäuse
ausgebildeten Bohrung zur Aufnahme eines Stufenkolbens,
der mit seinem größeren Durchmesser in der Bohrung
dichtend gleitet und mit seiner Stirnseite, einem weiteren Kolben bzw. dem Boden des Gehäuses und der
Bohrung einen mit Radbremsen verbundenen Druckraum begrenzt
und der zwischen seinem kleineren Durchmesser und der Bohrung eine
Kammer einschließt, die an der einen Seite von einem Absatz
des Stufenkolbens und an der anderen Seite von einem Absatz des Gehäuses
begrenzt ist, wobei die Kammer
in Ruhestellung des Stufenkolbens durch einen bei Betätigung des
Stufenkolbens mittels eines ersten Ventils schließbaren ersten
Kanal mit einem Nachfüllbehälter und durch ein mittels eines zweiten
Ventils schließbaren zweiten Kanal mit dem Druckraum verbunden
ist und wobei das zweite Ventil einen im Stufenkolben angeordneten Schließkörper
aufweist, der den Kanal zwischen Druckraum und Kammer in
Abhängigkeit vom Druck im Druckraum öffnet bzw. schließt.
Bei einem bekannten Hauptzylinder dieser Art
(DE-OS 22 50 392) trennt in Ruhestellung des Hauptzylinders
das zweite Ventil den
Druckraum von der Kammer. Damit jedoch in dieser Stellung
der Druckraum sowie die Kammer stets mit dem Ausgleichsbehälter
verbunden sind, ist zum einen zur Herstellung
der Strömungsmittelverbindung vom Ausgleichsbehälter zur
Kammer im Gehäuse ein erstes Kippventil vorgesehen und zum anderen
ist zur Strömungsmittelverbindung von der Kammer zum
Druckraum eine Dichtungsanordnung am vorderen Ende des
Kolbens ausgebildet. Durch die örtlich voneinander im
Hauptzylinder getrennt ausgebildeten Ventile entsteht eine
aufwendige und komplizierte Konstruktion. Durch die
zahlreichen Dichtstellen erhöht sich auch das Risiko der
Undichtheit.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Hauptzylinder
der eingangs genannten Art zu schaffen, der bei geringem
Konstruktionsaufwand einfach in seinem Aufbau ist und dabei
mit möglichst wenig Dichtstellen auskommt. Die Bauweise
des Hauptzylinders soll weiterhin bei möglichst geringem
Gewicht äußerst kurz sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
der Dichtsitz des zweiten Ventils von einem gegenüber dem Schließkörper und
dem Stufenkolben bewegbaren Ventilkolben gebildet wird,
der durch eine vom Stufenkolben betätigbare Mitnahmevorrichtung
das Ventil in der Ruhestellung des Stufenkolbens offen
hält und es in dessen Betätigungsstellung verschließt. Durch die
Ausführung des zweiten Ventils als Doppelventil, welches einerseits wegabhängig und andererseits abhängig vom
Druck im ersten Druckraum öffnet und schließt,
kommt der Hauptzylinder nicht nur mit wenigen Bauteilen
aus, sondern es wird erfindungsgemäß auch nur ein
Dichtsitz erforderlich.
Durch
diese erfindungsgemäße Ausbildung kann die Kolbendichtung
eine einfache Dichtmanschette sein, die bei Hauptzylindern
üblich ist und größtenteils verwendet wird. Der
Ventilkolben ersetzt in Verbindung mit dem Schließkörper
die bei Hauptzylindern bekannte Schnüffellochausführung.
Die Schnüffellochausführung hat nämlich den Nachteil, daß
ein besonders hoher Verschleiß an der Kolbendichtung bei
kurz aufeinanderfolgenden Betätigungen erfolgt, die zu
frühzeitigen Ausfällen der Hauptzylinder führen kann.
Damit das zweite Ventil bei einfacher Herstellung eine
besonders sichere Betätigung gewährleistet, ist erfindungsgemäß
zwischen dem Schließkörper und dem Ventilkolben
ein am Stufenkolben befestigter Anschlag ausgebildet,
und es sind der Schließkörper und der Ventilkolben in
Schließrichtung des zweiten Ventils federnd vorgespannt,
wobei der Dichtsitz des Ventils je nach Betriebszustand
in Betätigungsrichtung vor oder hinter dem Anschlag positioniert ist und
wobei zwischen dem Anschlag und den beiden Verschließgliedern
(Schließkörper, Ventilkolben) ein axiales Spiel vorhanden ist. Durch diese
einfache Anordnung wird in Ruhestellung des Hauptzylinders
der Schließkörper durch die Kraft der Feder gegen
den Anschlag gedrückt, während der Ventilkolben gegen die
Kraft der zweiten Druckfeder von der Mitnahmevorrichtung
vom Dichtsitz abgehoben wird. In Betätigungsstellung des
Hauptzylinders gibt die Mitnahmevorrichtung die Bewegung
des Ventilkolbens zum Dichtsitz frei, so daß dieser am
Dichtsitz anschlagen kann. Bei weiterer Betätigung kann
sich dann im Druckraum ein Druck aufbauen, der den Ventilkolben
so lange verschiebt, bis er am Anschlag anliegt.
Hierbei wird der Schließkörper vom Anschlag wegbewegt.
Eine besonders einfache Führung sowie eine axiale Begrenzung
der Bewegung des Schließkörpers und des Ventilkolbens
wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der
Schließkörper und der Ventilkolben auf der Mittelachse
der Stufenbohrung liegen und daß der Schließkörper in einer
im Stufenkolben ausgebildeten Sacklochbohrung geführt
wird, während der Ventilkolben von der sich an das offene
Ende der Sacklochbohrung anschließenden Innenfläche einer mit dem druckraumseitigen Ende des Stufenkolbens verbundenen Hülse gehalten
wird.
Durch diese Anordnung wird ebenfalls eine
einfache Montage des Druckrückhalteventils am Stufenkolben
erreicht.
Damit ein geringer Achsversatz zwischen der Sacklochbohrung
und der Bohrung in der Hülse ausgeglichen werden
kann, der möglicherweise bei der Montage der Hülse auf
den Stufenkolben oder auch durch Herstellungstoleranzen
entsteht, ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß das zweite Ventil
von einer im Schließkörper angeordneten Kugel mit Dichtsitz und einer am Ventilkolben
ausgebildeten Ringfläche gebildet wird.
Ein einfacher Kanalverlauf am Druckrückhalteventil entsteht
gem. der Erfindung dadurch, daß der Ventilkolben an
der Innenfläche der Hülse druckdicht anliegt und einen zentralen
Durchgang aufweist und daß radial außerhalb der
Dichtfläche der Kugel am Schließkörper Durchgangskanäle ausgebildet
sind.
Eine besonders einfache Mitnahmevorrichtung am zweiten
Ventil wird vorteilhafterweise dadurch erreicht, daß am
in Betätigungsrichtung vorderen Ende der Hülse zwischen dieser
und dem Ventilkolben eine Druckfeder eingespannt
ist und daß der zentrale Durchgang von einem Stößel
durchdrungen wird, der in Ruhestellung des Hauptzylinders
über einen gehäusefesten Anschlag den Ventilkolben gegen
die Kraft der Druckfeder vom Schließkörper abhebt. Durch
die Anordnung wird eine besonders einfache und stets
zuverlässig arbeitende Ventilbetätigung hergestellt, die
wegabhängig vom Stufenkolben gesteuert wird.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen,
daß der Ventilkörper gegenüber der Innenfläche der Hülse
gedichtet ist und daß die Hülse druckdicht mit dem Stufenkolben
verbunden ist. Durch diese Maßnahme kann das
Strömungsmittel nur am Ventilsitz vorbeiströmen bzw. getrennt
werden und es wird gleichzeitig der Ventilkolben
infolge des im Druckraum herrschenden Drucks sicher gegen
den Anschlag gedrückt.
Eine besonders einfache Mitnahmevorrichtung bei einem
Hauptzylinder mit nur einem Druckraum entsteht dadurch,
daß am Ende des ersten Druckraums im Boden eine zum ersten
Druckraum hin geöffnete Sacklochbohrung ausgebildet
ist, in der das eine Ende des Stößels teleskopartig gleitet
und daß in der Sacklochbohrung der Stößel von einem
gehäusefesten Anschlag in seiner Bewegung begrenzt wird.
Der Stößel läßt hierbei nur einen bestimmten maximalen
Abstand des Ventilkolbens zum gehäusefesten Anschlag zu.
Der Ventilkolben ist also über die Mitnahmevorrichtung an
das Gehäuse gefesselt. Ein Annähern des Ventilkolbens zum
gehäusefesten Anschlag ist durch das teleskopartige Ineinanderschieben
des Stößels in die Sacklochbohrung des
Hauptzylinders möglich.
Der erfindungsgemäße Hauptzylinder kann aber auch als
Tandem-Hauptzylinder (mit zwei Druckräumen) ausgeführt
sein. Hierbei schließt sich gemäß der Erfindung an die
Bohrung eine zweite Bohrung kleineren Durchmessers an, in
der ein zweiter Kolben den ersten Druckraum von einem
zweiten Druckraum begrenzt. Es ist weiterhin am zweiten
Kolben eine zum ersten Druckraum hin geöffnete Sacklochbohrung
ausgebildet, in der das eine Ende des Stößels teleskopartig
gleitet. Der Stößel wird in der Sacklochbohrung
von einem Anschlag gehalten und es stützt sich der
zweite Kolben in Ausgangsstellung des Hauptzylinders am
Gehäuse ab. Durch diese erfindungsgemäße Anordnung wird
bei einem Tandem-Hauptzylinder auf einfache Weise der
Stößel im zweiten Kolben geführt, und es wird sichergestellt,
daß sowohl zum einen der Ventilkolben in Ausgangsstellung
des Hauptzylinders das zweite Ventil
öffnet als auch zum anderen der zweite Kolben ohne Rückzugsfeder
an dem gehäusefesten Anschlag anschlägt, also
stets eine definierte Ausgangslage einnimmt.
Um eine besonders kurze Bauweise und eine sich daraus ergebende
Gewichtseinsparung eines Tandem-Hauptzylinders zu
erreichen, ist es gemäß der Erfindung vorteilhaft, daß
zwischen den beiden Druckräumen im Gehäuse je eine am
zweiten Kolben gleitend anliegende und jeweils in Richtung
des zugehörigen Druckraums als Rückschlagventil arbeitende
Dichtmanschette ausgebildet ist und daß zwischen
den beiden Dichtmanschetten ein mit dem Ausgleichsbehälter
verbundener Kanal in die Bohrung mündet, wobei die
Bohrung im Durchmesser geringfügig größer ist als der
Durchmesser des Kolbens. Bei dieser Anordnung, bei der
der Kolben als Plungerkolben ausgebildet ist, wird
ein Druckabfall in einem Druckraum durch Niedertreten des
Pedals bis zur Anlage des "defekten Kolbens" am "intakten
Kolben" angezeigt, so daß ein Fahrer sofort weiß, daß
seine Bremsanlage nicht in Ordnung ist. Der Fahrer kann
aber dennoch das Fahrzeug mit dem intakten Bremskreis abbremsen.
Die beiden als Rückschlagventile ausgebildeten
Dichtmanschetten ermöglichen ein Nachsaugen von Bremsflüssigkeit
bei Bedarf, wenn dieser infolge von Belagverschleiß
in einem oder beiden Druckräumen auftritt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im Längsschnitt
in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben.
Der Tandem-Hauptzylinder 1 besteht aus einem Gehäuse 2
und einer in Längsrichtung des Gehäuses 2 verlaufenden
Bohrung 3, die an ihrem vorderen Ende 4 von einer in der
Bohrung 3 eingeschraubten Hülse 5 und einem die Hülse 5
durchdringenden Stufenkolben 6 druckdicht verschlossen
ist und die an ihrem hinteren Ende 7 von einem mit der
Bohrung 3 druckdicht verstemmten Deckel 8 verschlossen
ist. Zwischen dem Stufenkolben 6 und dem hinteren Ende 7
ist in der Bohrung 3 ein zweiter Kolben 9 ausgebildet,
der die Bohrung 3 in einen ersten Druckraum 10 und einen
zweiten Druckraum 11 trennt. Beide Druckräume 10, 11 sind
jeweils mit einem in der Zeichnung nicht dargestellten
Bremskreis eines Fahrzeugs verbunden. Der Stufenkolben 6
wird in einem Abschnitt größeren Durchmessers 12 und der
zweite Kolben 9 in einem Abschnitt kleineren Durchmessers
13 geführt.
Der Stufenkolben 6 ragt mit seinem vorderen Ende, das von
einem zylindrischen Schaft 14 gebildet wird und das den
eigentlichen Kolbendurchmesser des Stufenkolbens 6 in der
Druckphase darstellt, aus dem Gehäuse 2 des Tandem-Hauptzylinders
1 hervor. Am vorderen Ende des zylindrischen
Schaftes 14 ist mittels eines Sicherungsrings 15 ein
Blechteller 16 befestigt, an dem sich eine Druckfeder 17
abstützt. Die Druckfeder 17 liegt mit ihrem anderen Ende
am Gehäuse 2 an und hat die Aufgabe, den Stufenkolben 6
und den zweiten Kolben 9 nach erfolgter Bremsung in ihre
in der Zeichnung dargestellte Ausgangsstellung zu bewegen.
Der zylindrische Schaft 14 weist eine Ausnehmung 18
auf, in die ein in der Zeichnung nicht dargestellter, von
einem Bremspedal betätigbarer Betätigungsstößel hineinragt
und an deren kalottenförmigen Ende 19 anliegt. Der
Betätigungsstößel kann beispielsweise Teil eines Arbeitskolbens
eines Bremskraftverstärkers oder Teil eines
Bremspedals sein. Am Gehäuse 2 ist ein Flansch 20 ausgebildet,
der zur Befestigung beispielsweise an einem
Bremskraftverstärkergehäuse oder an einer Spritzwand eines
Kraftfahrzeugs dient.
Die Hülse 5 ist gegenüber dem Gehäuse 2 durch die Dichtung
21 und gegenüber dem zylindrischen Schaft 14 durch
die Dichtung 22 und die sich anschließende Dichtmanschette
23 gedichtet. Die Dichtung 22 übernimmt im wesentlichen
die schmutzabweisende und die Dichtung 23 die strömungsmittelabweisende
Funktion. Die Dichtungen 21, 22 und
23 sind in der Hülse 5 ortsfest befestigt. Der Stufenkolben
6 erfüllt demnach die Funktion eines Plungerkolbens.
Der zylindrische Schaft 14 bildet den Abschnitt kleineren
Durchmesser 24, und das druckraumseitige Ende bildet den
Abschnitt größeren Durchmessers 25 des Stufenkolbens 6.
Auf dem Abschnitt größeren Durchmessers 25 ist ein in
Richtung des ersten Druckraums 10 öffnendes Rückschlagventil
in Form einer Dichtmanschette 26 befestigt.
An den größeren Durchmesser 12 der Bohrung 3 schließt
sich in der Zeichnung nach rechts eine sich erweiternde
ringförmige Stufe 27 an, in die ein erster Kanal 28 mündet.
Der erste Kanal 28 verläuft in den Raum 29, der zur
Aufnahme eines in der Zeichnung nicht dargestellten Auslaßstutzens
eines Nachfüllbehälters dient. An die Stufe
27 schließt sich zum vorderen Ende 4 hin ein Bohrungsabschnitt
30 an, der mit dem Abschnitt kleineren Durchmessers
24 die Kammer 31 bildet. Die Kammer 31 wird auf der
einen Seite von der Stufe 27 und der am Stufenkolben 6
ausgebildeten Rückwand 32 und auf der anderen Seite von
der Stirnfläche 33 der Hülse 5 und der Dichtmanschette 23
begrenzt.
Der Abschnitt kleineren Durchmessers 24 des Stufenkolbens
6 ist von einer im Querschnitt im wesentlichen U-förmigen,
zum ersten Druckraum 10 gerichteten Ringscheibe 34
umgeben, deren radial innerer Schenkel 35 in der dargestellten
Ruhestellung des Tandem-Hauptzylinders 1 an der
Rückwand 32 anliegt und so die radial innerhalb und
außerhalb am äußeren Schenkel 36 befestigte Dichtung 37
in einem geringen Abstand von der Stufe 27 hält. Der
erste Kanal 28, der in eine zur Dichtung 37 offene Axialnut
38 mündet, ist somit in dieser Stellung mit der Kammer
31 verbunden. Der äußere Schenkel 36 ragt hierbei geringfügig
in die Axialnut 38 hinein, so daß die Ringscheibe
34 stets quer zur Längsachse 39 des Tandem-Hauptzylinders
1 geführt ist.
An der Stirnfläche 33 der Hülse 5 liegt eine mit Axialöffnungen
40 versehene Scheibe 41 an. Die Axialöffnungen
40 dienen zur Entlüftung des zwischen der Dichtmanschette
23 und der Scheibe 41 ausgebildeten Raums. Zwischen der
Scheibe 41 und der Ringscheibe 34 ist eine erste Ventilfeder
42 vorgespannt, die bei Betätigung des Stufenkolbens
6 ein Verschließen des ersten Ventils 43 bewirkt,
das von den bereits beschriebenen Teilen 34, 37, 38 und 42
gebildet wird.
Von der Kammer 31 führt vor der Rückwand 32 radial von
außen in den zylindrischen Schaft 14 des Stufenkolbens 6
ein Kanal 44, der in eine konzentrisch zur Längsachse 39
des Stufenkolbens 6 verlaufende Sacklochbohrung 45 mündet.
Die Sacklochbohrung 45 verläuft von dem kalottenförmigen
Ende 19 in stufenförmigen Erweiterungen bis zum
druckraumseitigen Ende des Stufenkolbens 6. An das druckraumseitige
Ende des Stufenkolbens 6 schließt sich eine
in den Druckraum 10 hineinragende, hutförmige Hülse 46
an, die mit ihrer Krempe 47 am druckraumseitigen Ende des
Stufenkolbens 6 druckdicht verstemmt ist. Der von der
Sacklochbohrung 45 und der Hülse 46 gebildete Raum dient
zur Aufnahme des als Doppelventil ausgebildeten zweiten
Ventils 49.
Dieses Ventil 49 weist einen Schließkörper
50 auf, der aus einem Kolben 51 mit einem sich zum vorderen
Ende 4 anschließenden Zapfen 52 und einer am vorderen Ende
des Kolbens 51 in einer Ausnehmung 55 befestigten Kugel
56 besteht. Der Zapfen 52 ist mittels eines Dichtrings
53 gegenüber der Sacklochbohrung 45 gedichtet, so
daß die mit dem Raum der Ausnehmung 18 verbundene Niederdruckkammer
54 von der vom Kolben 51 und der Sacklochbohrung
45 gebildeten Ventilkammer 57, die
über den Kanal 44 mit der Kammer 31 verbunden ist, druckdicht
getrennt ist.
An der äußeren Umfangsfläche des Schließkörpers 50 verlaufen
Durchgangskanäle 58, die den Dichtsitz 59 mit der
Ventilkammer 57 verbinden. In der dargestellten
Ruhestellung des Tandem-Hauptzylinders 1 schlägt
infolge der Ventilfeder 62 das stirnseitige Ende des
Schließkörpers 50 an dem als Scheibe ausgebildeten Anschlag
60 an. Der Anschlag 60 wird durch die Krampe 47
und die Verstemmung 61 in dieser Lage am Stufenkolben 6
ortsfest gehalten. Die Ventilfeder 62 ist in der
Ventilkammer 57 ausgebildet und stützt sich auf
der einen Seite am Schließkörper 50 und auf der anderen
Seite über eine Scheibe 63 am Stufenkolben 6 ab. Die
Scheibe 63 dient vornehmlich zur axialen Begrenzung des
Dichtrings 53.
Kurz vor dem Dichtsitz 59 der Kugel 56 ist die Ringfläche
64 am Ventilkolben 65 ausgebildet, die mit dem Dichtsitz
59 zusammenwirkt. Der Ventilkolben 65 wird über seine radial
äußere Mantelfläche von der Innenfläche 66
der Hülse 46 geführt und über eine Dichtmanschette 67 gedichtet.
Der Ventilkolben 65 ist in Richtung des vorderen
Endes 4 durch eine Druckfeder 68 vorgespannt. Die Druckfeder
68 ist zwischen dem Ende des Ventilkolbens 65 und
dem druckraumseitigen Ende 69 der Hülse 46 gehalten. Der
Ventilkolben 65 und das Ende 69 werden von
je einem zentralen Durchgang 70 bzw. 71 durchdrungen. Die
zentralen Durchgänge 70 und 71 verbinden den Druckraum 10
mit dem Dichtsitz 59 und bilden zusammen mit den Durchgangskanälen
58 den zweiten Kanal.
Das zweite Ventil wird also vom Schließkörper 50 und von dem
Ventilkolben 65 gebildet. Zum zweiten Ventil 49 gehört
noch die Mitnahmevorrichtung 72, die aus einem Stößel 73
besteht, der auf der einen Seite den zentralen Durchgang
70 durchdringt und mit seinem Ringbund 74 an der Stirnfläche
75 des Ventilkolbens 65 anschlägt. Am anderen Ende
des Stößels 73 ist eine Scheibe 104 befestigt, die in einer
zum Druckraum 10 hin offenen Sacklochbohrung 76 des
zweiten Kolbens 9 geführt wird. Die Scheibe 104 schlägt
in Lösestellung des Hauptzylinders 1 an einem Anschlag 77
an, der von einem in einer Ringnut der Sacklochbohrung 76
befestigten Sicherungsring 77 gebildet wird. In dem
Druckraum 10 verläuft von dem Stufenkolben 6 zum zweiten
Kolben 9 eine Druckfeder 78. Die Druckfeder 78 drückt in
dieser Stellung die beiden Kolben 6 und 9 voneinander
weg; ihre maximale Entfernung ist durch den Abstand des
Ringbundes 74 und der Scheibe 104 bestimmt. Der Stößel 73
fesselt die beiden Kolben 6 und 9. Am Umfang der Scheibe
104 ist ein axial verlaufender Kanal 79 ausgebildet, der
den Druckraum mit dem von der Sacklochbohrung 76 zwischen
der Scheibe 104 und dem geschlossenen Ende des zweiten
Kolbens 9 gebildeten Raum 80 verbindet. Hierdurch kann
der Raum 80 entlüftet werden, und es herrscht jeweils in
diesem Raum 80 der Druck des ersten Druckraums 10.
Auf der Mantelfläche des zweiten Kolbens 9 liegt je eine
Dichtmanschette 81, 82 druckdicht an, wobei die Dichtmanschette
81 den Druckraum 10 und die Dichtmanschette 82
den Druckraum 11 begrenzt. Zwischen den beiden Dichtmanschetten
81 und 82 verläuft radial von außen über eine
Ringnut 85 in den kleineren Durchmesser 13 der Bohrung 3
ein Kanal 83, der mit der Kammer 84 verbunden ist. Die
Kammer 84 dient zur Aufnahme eines in der Zeichnung nicht
dargestellten Anschlußstutzens eines Nachfüllbehälters.
Da der kleinere Durchmesser 13 geringfügig größer ist als
der Durchmesser des zweiten Kolbens 9, so besteht zu beiden
Dichtmanschetten 81, 82 eine Strömungsmittelverbindung
vom Nachfüllbehälter. Da die beiden Dichtmanschetten 81
und 82 als Rückschlagventile ausgebildet sind, so kann
bei Bedarf Strömungsmittel vom Nachfüllbehälter in die
Druckräume 10, 11 fließen.
Das dem Druckraum 11 zugewandte Ende des zweiten Kolbens
9 schließt mit einem Ringbund 86 ab, der den inneren
Schenkel einer im wesentlichen im Querschnitt Z-förmigen
Hülse 87 hintergreift. Der zylindrische Abschnitt der
Hülse 87 ist in seinem Durchmesser geringfügig größer als
der größte Durchmesser des zweiten Kolbens 9 und erstreckt
sich in Richtung des Druckraums 11. An seinem Ende
ist ein nach außen sich erweiternder Ringbund 88 ausgebildet,
der den nach innen gerichteten Abschnitt 89 eines
im Querschnitt T-förmigen und horizontal verlaufenden
Ventiltellers 90 hintergreift. Das Fußende des T-förmigen
Ventiltellers 90 ragt in eine an einer Stufe 92 des
Deckels 8 beginnende Axialringnut 91 hinein. Hierdurch
wird die Führung des Ventiltellers 90 sichergestellt. Der
Ringabschnitt 93 des Fußes des T-förmigen Ventiltellers
90 ist mit einem Dichtring 94 bzw. 95 versehen. Die
Dichtringe 94, 95 stützen sich am Querbalken 96 des Ventiltellers
90 ab und sind auf die Wandung des Ringabschnitts
93 aufgeklebt bzw. aufvulkanisiert. Eine am Gehäuse
2 und am Ventilteller 90 anliegende Druckfeder 97
sorgt für eine spielfreie und exakte Betätigung des Ventiltellers
90 und somit der Ventilanordnung 98 bei Betätigung
des zweiten Kolbens 9. Hierbei bildet die Stufe 92
mit dem vorderen Ende der Dichtringe 94 und 95 den Dichtsitz
der zweiten Ventilanordnung 98.
In den Boden der Axialringnut 91 mündet radial von außen
der mit der Kammer 84 verbundene Kanal 99. Der Kanal 99
ist am Übergang vom Deckel 8 zum Gehäuse 2 zur Atmosphäre
und zum zweiten Druckraum 11 hin durch je einen Dichtring
100, 101 gedichtet. Die horizontal und vertikal aus dem
Gehäuse 2 verlaufenden Enden der Kanäle 99 sind mittels
einer Kugel 102, 103 druckdicht gedichtet.
Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Tandem-Hauptzylinders
1 wird im folgenden näher beschrieben.
In der dargestellten Ruhestellung des Tandem-Hauptzylinders
1 sind das erste und zweite Ventil 43 und 49 sowie
die Ventilanordnung 98 geöffnet, und es besteht eine
Flüssigkeitsverbindung vom Raum 29 zum ersten Druckraum
10 und von der Kammer 84 zum zweiten Druckraum 11. Bei
Einleitung eines Bremsvorgangs wird durch Betätigung des
Stufenkolbens 6 in der Zeichnung nach links der zweite
Kolben 6 von der Druckfeder 78 verschoben. Hierbei werden
zunächst das erste Ventil 43 vom Stufenkolben 6 und
die Ventilanordnung 98 vom zweiten Kolben 9 in ihre
Schließstellung gebracht, so daß eine Strömungsmittelverbindung
von dem Raum 29 und der Kammer 84 zu dem ersten
und zweiten Druckraum 10, 11 nicht mehr besteht. Da in
dieser Betätigungsphase der Stufenkolben 6 und der zweite
Kolben 9 als eine Einheit bewegt werden, so bleibt auch
das zweite Ventil 49 sowie die Mitnahmevorrichtung 72 in
ihrer Ausgangs- bzw. Offenstellung.
Bei weiterer Betätigung baut sich zunächst ein geringer
Druck in dem zweiten Druckraum 11 auf, der bewirkt, daß
der zweite Kolben 9 nun langsamer verschoben wird als der
Stufenkolben 6. Hierdurch wird erreicht, daß die Mitnahmevorrichtung
72 sowie der Ventilkolben 65 sich relativ
zur Bewegung der beiden Kolben 6 und 9 langsamer bewegen,
so daß sich der Stufenkolben 6 mit dem Schließkörper 50
dem Ventilkolben 65 so lange nähern, bis die Kugel
56 mit ihrem Dichtsitz 59 an der Ringfläche 64 des Ventilkolbens 65 anliegt. Der
erste Druckraum 10 ist zur Kammer 31 hin verschlossen und
der Füllvorgang setzt ein.
Vom Stufenkolben 6 ist nun die große Querschnittsfläche
wirksam und für den eigentlichen Füllvorgang steht also
die Kreisringfläche zusätzlich zur Verfügung, die sich aus der Kreisfläche
des Abschnitts größeren Durchmessers 25 abzüglich der
Kreisfläche des Abschnitts kleineren Durchmessers 24 ergibt.
Bei weiterer Betätigung des Stufenkolbens 6 wird
infolge der Füllstufe eine verhältnismäßig große Menge an
Druckmittel den mit dem ersten Druckraum 10 verbundenen
Radbremsen zugeführt, so daß ein schnelles Anlegen dieser
Bremsen erfolgt und nach kürzester Zeit sich ein Druck im
ersten Druckraum 10 aufbaut. Der Volumenbedarf, der bei
der Vorwärtsbewegung des Stufenkolbens 6 in der Kammer 31
entsteht, wird durch selbsttätiges Öffnen des ersten Ventils
43 gegen die Kraft der ersten Ventilfeder 42 ausgeglichen.
Das erste Ventil 43 öffnet infolge der an dem
ersten Ventil 43 anstehenden Druckdifferenz. Die Druckdifferenz
wird auf der einen Seite durch das in der Kammer
31 entstehende Vakuum und auf der anderen Seite durch
den Atmosphärendruck gebildet.
Bei weiterem Druckaufbau wirkt, nachdem der Ventilkolben
65 am Schließkörper 50 druckdicht anliegt, der im ersten
Druckraum 10 herrschende Druck auf den in der Hülse 46
verschiebbaren Ventilkolben 65, so daß die hieraus resultierende
Kraft den Ventilkolben 65 und den Schließkörper
50 in der Zeichnung nach rechts bewegt, bis der Ventilkolben
65 am Anschlag 60 angelangt ist. Bei weiterer
Druckerhöhung wächst nun die in der Zeichnung nach rechts
gerichtete Öffnungskraft des Schließkörpers 50. Übersteigt
die Öffnungskraft die Kraft der Ventilfeder 62, so
strömt Druckmittel vom ersten Druckraum 10 über den zentralen
Durchgang 70, den Dichtsitz 59 und die Durchgangskanäle
58 zur Kammer 31 hin. Da die Fläche des Zapfens 52
kleiner ist als die Wirkfläche der Kugel 56, die radial
innerhalb des Bereiches des Dichtsitzes 59 liegt, so wird
sich infolge der Kraft der Ventilfeder 62 der Schließkörper
50 wieder in der Zeichnung nach links bewegen und das
zweite Ventil 49 schließen.
Der Füllvorgang beginnt mit dem Schließen des
Ventils 49 und endet in dem Zustand, in dem das
Ventil 49 ständig geöffnet bleibt, wobei
dann der Druck der Kammer 31 dem Druck im ersten Druckraum
10 entspricht. Nachdem also das Ventil
49 seinen Umschaltpunkt erreicht hat. So wird durch das
Ventil 48 der Druck in der Kammer 31 dem
Druck im ersten Druckraum 10 stetig angeglichen. Dieser
langsam ansteigende Druckaufbau in der Kammer 31 wird so lange
fortgesetzt, bis die sich am Zapfen 52 ergebende
Kraft gleich der Kraft der Ventilfeder 62 ist. Ist dieser
obere Schaltpunkt erreicht, so bleibt das
Ventil 49 in seiner Offenstellung und der Füllvorgang
ist beendet, da nun an der Rückwand 32 der gleiche
Druck herrscht wie an der entsprechenden druckraumseitigen
Ringfläche des Stufenkolbens 6. Die Dichtmanschette
26 wird funktionslos, und es tritt an ihre Stelle die
Dichtmanschette 23, die nun mit dem Abschnitt kleineren
Durchmessers 24 des Steuerkolbens 6 den Arbeitsdruck im
Druckraum 10 während des Bremsvorgangs bildet.
Beim Lösen der Bremsanlage wandern der Stufenkolben 6 und
der zweite Kolben 9 in ihre Ausgangsstellung zurück. Sobald
der Druck im ersten Druckraum 10 einen Wert erreicht
hat, der kleiner ist als der Druck, der für die Offenstellung
des Schließkörpers 50 benötigt wird, so bewegt
sich der Schließkörper 50 in der Zeichnung nach links und
verschließt das zweite Ventil 49. In diesem Moment
setzt wiederum die Füllstufe in umgekehrter Richtung ein,
indem sie nun bei gleicher Bewegung des Stufenkolbens 6
schneller das Druckmittel aus dem ersten Bremskreis in
den ersten Druckraum 10 fördert.
Bei weiterer Druckabsenkung wird infolge des höheren
Drucks in der Kammer 31 der Ventilkolben 65 in der Zeichnung
nach links bewegt und zum Druckausgleich das
Ventil 49 wieder geöffnet. Dieser Vorgang wiederholt
sich so oft, bis die Mitnahmevorrichtung 72 eine weitere
Verschiebung des Ventilkolbens 65 nach rechts nicht mehr
zuläßt, wobei der Ringbund 86 am Gehäuse 2 und gleichzeitig
die Hülse 104 am Anschlag 77 anliegt und dadurch das
Ventil 49 gänzlich geöffnet wird. Der zweite
Kolben 9 stützt sich also in Lösestellung des Hauptzylinders
1 infolge der Kraft der Druckfeder 68 über seinen
Ringbund 86 an den sich am Gehäuse 2 abstützenden Teilen
87 und 105 ab, so daß die Mitnahmevorrichtung 72 ebenfalls
gegen die Kraft der Druckfeder 68 den Ventilkolben
65 gehäusefest hält. Diese federnde Vorspannung der Teile
9, 72 und 65 bleibt durch den nach rechts durch die
Druckfeder 17 vorgespannten Stufenkolben 6 erhalten. In
dieser Betätigungsstellung werden gleichzeitig das erste
Ventil 43 und die Ventilanordnung 98 durch den jeweiligen
Kolben 6 bzw. 9 geöffnet, so daß die Druckräume 10 und 11
wieder mit dem Nachfüllbehälter verbunden sind. Die
Druckfeder 17 drückt den Stufenkolben 6 in seine Ausgangslage,
so daß ebenfalls durch die Mitnahmevorrichtung
72 der zweite Kolben 9 seine Ausgangsstellung erreicht.
Bei Ausfall eines Bremskreises, beispielsweise des mit
dem ersten Druckraum 10 verbundenen Bremskreises, nähert
sich der Stufenkolben 6 dem zweiten Kolben 9, bis er mit
seiner vorderen Stirnfläche 104 an dem druckraumseitigen
Ende des zweiten Kolbens 9 anschlägt. Hierbei wandert der
vordere Abschnitt des Ventils 49 in die
Sacklochbohrung 76. Bei weiterer Betätigung kann sich nun
im zweiten Druckraum 11 ein Druck aufbauen, der zumindestens
den mit dem zweiten Druckraum 11 verbundenen
Bremskreis mit Druckmittel versorgt.
Fällt der mit dem zweiten Druckraum 11 verbundene Bremskreis
aus, so bewegen sich beide Kolben 6 und 10 gleichmäßig
nach links. Erst dann, wenn der zweite Kolben 9 infolge
der Kraft der Druckfeder 78 am Boden des Deckels 8
anliegt, schließt das zweite Ventil 49 und es wird
erstmals aus dem ersten Druckraum 10 Druckmittel in den
ersten Bremskreis gefördert. Dieser Vorgang erfolgt mit
der Füllstufe. Bei Erreichen des Füllstufendrucks öffnet
das Ventil 49 langsam und baut die Füllstufe
stetig ab, bis dann nur noch die Druckstufe arbeitet.
Dieser Vorgang entspricht also der Arbeitsweise im ersten
Druckraum 10 bei intakter Bremsanlage, während der defekte
zweite Druckraum 11 drucklos bleibt.
Claims (10)
1. Hauptzylinder mit einem veränderlichen Übersetzungsverhältnis,
insbesondere für Bremsanlagen von Kraftfahrzeugen,
mit einer in einem Gehäuse ausgebildeten
Bohrung zur Aufnahme eines Stufenkolbens, der mit
seinem größeren Durchmesser in der Bohrung dichtend
gleitet und mit seiner Stirnseite, einem weiteren Kolben bzw. dem Boden des Gehäuses und der Bohrung
einen mit Radbremsen verbundenen Druckraum begrenzt
und der zwischen seinem kleineren Durchmesser und der Bohrung eine
Kammer einschließt, die an der einen Seite von einem Absatz
des Stufenkolbens und an der anderen Seite von einem Absatz des Gehäuses
begrenzt ist, wobei
die Kammer in der Ruhestellung des Stufenkolbens durch einen
bei Betätigung des Stufenkolbens mittels eines
ersten Ventils schließbaren ersten Kanal mit einem
Nachfüllbehälter und durch einen mittels eines zweiten Ventils
schließbaren zweiten Kanal mit dem Druckraum verbunden
ist und
wobei das zweite Ventil einen im Stufenkolben angeordneten
Schließkörper aufweist, der den Kanal
zwischen Druckraum und Kammer in Abhängigkeit
vom Druck im Druckraum öffnet bzw. schließt,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Dichtsitz (59) des zweiten Ventils (49) von einem gegenüber dem Schließkörper (50) und dem Stufenkolben (6) bewegbaren Ventilkolben
(65) gebildet wird, der durch eine vom
Stufenkolben (6) betätigbare Mitnahmevorrichtung
(72) das Ventil (49) in der
Ruhestellung des Stufenkolbens (6) offenhält und es in dessen Betätigungsstellung verschließt.
2. Hauptzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Schließkörper
(50) und dem Ventilkolben (65) ein am Stufenkolben
(6) befestigter Anschlag (60) ausgebildet ist, daß
der Schließkörper (50) und der Ventilkolben (65) in
Schließrichtung des zweiten Ventils (49) federnd
vorgespannt sind, daß der Dichtsitz (59) des
Ventils (49) je nach Betriebszustand in Betätigungsrichtung
vor oder hinter dem Anschlag (60) positioniert ist und daß zwischen
dem Anschlag (60) und den beiden Verschließgliedern
(Schließkörper 50, Ventilkolben 65) ein axiales Spiel vorhanden ist.
3. Hauptzylinder nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schließkörper
(50) und der Ventilkolben (65) auf der Mittelachse
(39) der Bohrung (3) liegen und daß der Schließkörper
(50) in einer im Stufenkolben (6) ausgebildeten
Sacklochbohrung (45) geführt wird, während der Ventilkolben
(65) von der sich an das offene Ende der
Sacklochbohrung (65) anschließenden Innenfläche (66) einer mit dem
druckraumseitigen Ende des Stufenkolbens (6) verbundenen
Hülse (46) gehalten wird.
4. Hauptzylinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Ventil (49)
von einer im Schließkörper (50) angeordneten Kugel (56) mit Dichtsitz (59) und einer am Ventilkolben
(65) ausgebildeten Ringfläche (64) gebildet wird.
5. Hauptzylinder nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ventilkolben
(65) an der Innenfläche (66) der Hülse (46) druckdicht anliegt
und einen zentralen Durchgang (70) aufweist
und daß radial außerhalb des Dichtsitzes (59) der Kugel (56) am
Schließkörper (50) Durchgangskanäle (58) ausgebildet
sind.
6. Hauptzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß am in
Betätigungsrichtung vorderen Ende der Hülse (46) zwischen
dieser und dem Ventilkolben (65) eine
Druckfeder (68) eingespannt ist und daß der zentrale
Durchgang (70) von einem Stößel (73) durchdrungen
wird, der in Ruhestellung des Hauptzylinders (1)
über einen gehäusefesten Anschlag (77) den Ventilkolben
(65) gegen die Kraft der Druckfeder (68) vom
Schließkörper (50) abhebt.
7. Hauptzylinder nach einem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkolben
(65) gegenüber der Innenfläche (66) der Hülse (46)
gedichtet ist und daß die Hülse (46) druckdicht
mit dem Stufenkolben (6) verbunden ist.
8. Hauptzylinder nach einem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß am Ende
des ersten Druckraums (10) am Boden eine zum ersten
Druckraum (10) hin geöffnete Sacklochbohrung ausgebildet
ist, in der das eine Ende des Stößels (73) teleskopartig
gleitet und daß an der Sacklochbohrung der
Stößel von einem gehäusefesten Anschlag in seiner
Bewegung begrenzt wird.
9. Hauptzylinder nach einem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß sich an
die Bohrung (3) eine zweite Bohrung (13) kleineren
Durchmessers anschließt, in der ein zweiter Kolben
(9) den ersten Druckraum (10) von einem zweiten
Druckraum (11) abgrenzt, daß am zweiten Kolben (9)
eine zum ersten Druckraum (10) hin geöffnete Sacklochbohrung
(76) ausgebildet ist, in der das eine
Ende (104) des Stößels (73) teleskopartig gleitet,
daß in der Sacklochbohrung (76) der Stößel (73) von
einem Anschlag (77) gehalten wird und daß sich der
zweite Kolben (9) in Ausgangsstellung des Hauptzylinders
(1) am Gehäuse (2) abstützt.
10. Hauptzylinder nach einem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den beiden Druckräumen (10, 11) am Gehäuse (2) je eine
am zweiten Kolben (9) gleitend anliegende und jeweils
in Richtung des zugehörigen Druckraums als
Rückschlagventil arbeitende Dichtmanschette (81, 82)
ausgebildet ist und daß zwischen den beiden Dichtmanschetten
(81, 82) ein mit dem Ausgleichsbehälter
(84) verbundener Kanal (83) in die Bohrung (13) mündet,
wobei die Bohrung (13) im Durchmesser geringfügig
größer ist als der Durchmesser des zweiten Kolbens (9).
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833338247 DE3338247A1 (de) | 1983-10-21 | 1983-10-21 | Hauptzylinder |
| FR8416043A FR2553725B1 (fr) | 1983-10-21 | 1984-10-19 | Maitre-cylindre de freinage a rapport de transmission variable pour vehicule automobile |
| GB08426437A GB2148431B (en) | 1983-10-21 | 1984-10-19 | Quick-fill master cylinder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833338247 DE3338247A1 (de) | 1983-10-21 | 1983-10-21 | Hauptzylinder |
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|---|---|
| DE3338247A1 DE3338247A1 (de) | 1985-05-02 |
| DE3338247C2 true DE3338247C2 (de) | 1991-03-21 |
Family
ID=6212394
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833338247 Granted DE3338247A1 (de) | 1983-10-21 | 1983-10-21 | Hauptzylinder |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| FR (1) | FR2553725B1 (de) |
| GB (1) | GB2148431B (de) |
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| DE3338247A1 (de) | 1985-05-02 |
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