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Hydrostatisch lastkompensierte Lagerung, vorzugsweise
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mehrerer übereinander angeordneter Tischführungen Die Erfindung betrifft
eine hydrostatisch lastkompensierte Lagerung, vorzugsweise mehrerer übereinander
angeordneter Tischführungen, wobei dem Lagerspalt der Tischführung über Tragetaschen
von einem Druckstromerzeuger über Drosselstellen ein Druckstrom zugeführt wird und
in Abhängigkeit von der Belastung der Tischführung ein zugeordneter Regler den Druck
im Zulauf zu den Drosselstellen regelt, sowie weitere regelungstechnische Mittel
zur Eliminierung von Einflüssen der Viskositätsänderungen des Druckmittels auf die
Lagerspaltgröße vorgesehen sind.
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Hydrostatisch lastkompensierte Lagerungen von Tischführungen sind
allgemein bekannt. So ist beispielsweise aus der DE-OS 1 525 121 eine arbeitsmäßige
Verfahrensweise eines hydrostatischen Lagers bekannt, dessen Lagerspalt von einer
Förderpumpe über Drosselstellen ein strömendes Betriebsmittel zugeführt wird, wobei
der Druck des Betriebsæittcls am Zulauf zur Drosselstelle in einem mindestens annähernd
konstanten, vorgegebenen Verhältnis zu dem in Abhängigkeit von der Lagerbelastung
sich ändernden Druck im Lagerspalt gehalten wird. Dabei wird ein Teilstrom des Betriebsmittels
vor dem Zulauf zur Drosselstelle abgezweigt, wobei die Größe des Teilstromes durch
einen Regler nach Maßgabe der am Zulauf zur Drosselstelle und im Lagerspalt wirkenden
Drücke eingestellt wird. Die zur Durchführung dieser arbeitsmäßigen Verfahrensweise
in der DE-OS 1 525 121 beschrieben und dargestellte Regeleinrichtung besitzt eine
Förderpumpe. welche aus einem Vorratsbehälter Betriebsmittel über eine Zuführleitung
in welcher eine einstellbare Drossel angeordnet ist. in den Lagerspalt einspeist.
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Vor und hinter der einstellbaren Drossel sind von der Zuführleitung
eine Abzweigleitung und eine Druckmeßleitung an einen hydromechanischen Regler angeschlossen.
Dieser Regler besitzt zwei miteinander verbundene und in einem Gehäuse axial beweglich
aufgenommene Kolben mit unterschiedlichen Querschnittsflächen, auf deren einander
abgewandten Stirnflächen die Drücke der Abzweigleitung und der Druckmeßleitung
wirken.
Das Verhältnis der Querschnittsflächen entspricht dabei dem umgekehrten Verhältnis
der Drücke. Die Stirnkante des kleineren Kolbens dient dabei als Steuerkante in
Verbindung mit einer Steueröffnung, an welche eine zum Vorratsbehälter geführte
Rückströmleitung angeschlossen ist.
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Diese Regeleinrichtung ist mit mehreren schwerwiegenden Nachteilen
behaftet, die sich sowohl ökonomisch als auch technisch auswirken. So besteht ein
großer Nachteil in der Anwendung des hydromechanischen Reglers, bei dem es sich
um einen Proportionelregler mit einer großen bleibenden Regelabweichung handelt.
Die Ursache dafür ist die aus konstruktiven und maßlichen Rücksichten gegebene kleine
Kreisver-Stärkung.
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Da bei hydromechanischen Reglern die Funktionsmerkmale und -eigenschaften
bereits mit der Konstruktion endgültig festgelegt werden, haftet diesem Regler der
weitere Nachteil an, daß eine optimale Auslegung des Reglers nur mit unvertretbar
hohem Aufwand empirisch und für spezifische Bedingungen möglich ist. Dieser Nachteil
führt auf die Ursache zurück, daß die optimale Auslegung von der Gesamtspaltgrößet
der Viskosität des setriebsmitsels, dem Druckbereich u,a, Faktoren abhängt.
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Als weiterer Nachteil muß festgestellt werden, daß diese Regeleinrichtung
keine Einflußnahme auf die Konstanz der Lagerspaltgröße bei Anderung des Belastungeregimes
bietet, Ursache dafür ist, daß keine Beeinflussung der gegebenen Kreisverstärkung
des Regelkreises gegeben, sondern nur durch konstruktive Anderung (maßlich) des
Reglers möglich ist, Ein weiterer Nachteil besteht in der zeit- und kostenaufwendigen
Einstellung einer veränderten Lagerspaltgröße.
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Ursache dafür ist die erforderliche kontrollierbare Einstellung Jeder
einzelnen Drossel, wozu Spaltgrößenmessungen an den einzelnen Tragetaschen erforderlich
sind.
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Zur teilweisen Einechrankung der aufgezeigten Nachteile hat die DE-OS
1 525 121 eine Ergänzung durch die DE-OS 1 575 464 erfahren. Ziel dieser Ergänzung
ist die Konstasnthaltung der Lagerspaltgröße unter den Bedingungen sich ändernder
Einflußgrößen, wie z.Bv Deformationen des Lagers oder Viskositätsänderungen
des
Betriebsmittels. Die arbeitsmäßige Verfahrensweise beruht darauf, daß der Zwischendruck
im Lagerspalt zwischen zwei definierten, aneinander angrenzenden Meßstrecken mit
dem Zwischendruck zwischen zwei den Meßstrecken parallel geschalteten Soll-Meßstrecken
verglichen wird, und daß die Differenz der beiden Zwischendrücke laufend auf einen
konstanten Wert, vorzugsweise auf Null, abgeglichen wird. Die zur Durchführung dieses
Verfahrens offenbarte Vorrichtung sieht vor, daß die der DE-OS 1 525 121 gemäße
Drosselstelle als Axial-Steuerschieber ausgebildet ist, dessen Steuerkolben beiderseitig
mit den Zwischendrücken der Meßstrecke bzw. der Soll-Meßstrecke beaufschlagbar ist
und aufgrund einer A#nderung der Differenz der Zwischendrücke die wirksame brossellänge
des Steuerkolbens verändert wird.
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Der Nachteil der Vorrichtung nach DE-OS 1 575 464 besteht darin, daß
mit unvertretbar hohem Aufwand lediglich einzelne von äußeren Einflüssen ausgelöste
Wirkungen auf die Regeleinrichtung nach der DE-OS 1 525 121 gemindert werden, jedoch
die regelungseigenen Nachteile nicht beseitigt werden.
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Die Ursache dafür, daß die thermisch bedingten Veränderungen nur gemindert,
nicht aber eliminiert bzw. ausgeregelt werden könnten, liegt in der Ausgestaltung
der Drosselstelle mit einer Funktionsweise eines hydromechanischen Reglers. Damit
sind die bezüglich des Reglers der DE-OS 1 525 121 aufgezeigten Nachteile und deren
Ursachen im vollen Umfang auf die Drosselstelle der DE-OS 1 575 464 übertragbar.
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Die Erfindung verfolgt den Zweck, eine unter Bedingungen mit statischen
und dynamischen Laständerungen und unterschiedlichen Viskositäts- und Druckwerten
optimale Lagerspaltgrößen-Regelung auch für mehrere übereinander angeordnete Tischführungen
mit geringem ökonomischen Aufwand zu realisieren.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydrostatisch lastompensierte
Lagerung, vorzugsweise mehrerer überein~ ander angeordneter Tischführungen, wobei
dem Lagerspalt der Tischführung über Tragetaschen von einem Druckstromerzeuger über
Drosselstellen ein Druckstrom zugeführt wird und in Abhängiglceit von der Belastung
der Tischführung ein zugeordneter
Regler den Druck im Zulauf zu
den Drosselstellen regelt, sowie weitere regelungstechnische Mittel zur Eliminierung
von Einflüssen der Viskositätsänderungen des Druckmittels auf die Lagerspaltgröße
vorgesehen sind, zu schaffen, wobei durch eine optimierbare Regelstruktur die Genauigkeit
der Lagerspaltkonstanz bei Laständerungen beeinflußbar und die Lagerspaltgröße ohne
mechanische Bauteiländerung veränderbar ist, sowie eine direkte Einbeziehung viskositätsabhängiger
Korrekturen in den Lagerspalt-Regelkreis und eine teilweise regelungstechnische
Verkettung bei übereinander angeordneten Tischführungen ermöglicht ist.
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Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß von mindestens
zwei zwischen den Drosselstellen und diesen zugeord.
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neten Tragetaschen verlaufenden Druckleitungen einer Tischführung
Nebenleitungen abgezweigt und eingangsseitig an eine elektronische Einfach- oder
Mehrfach-Sollwertbildner-Baugruppe angeschlossen sind, die ausgangsseitig auf einen
Eingang eines tischführungsbezogenen Summiergliedes geschaltet ist, an dessen weiterem
Eingang und Ausgang eines p-u-Wandlers anliegt, dessen eingangsseitige Nebenleitung
von einer tischführungsbézogenen Druckleitung, in Strömungsrichtung des Druckmittels
vor der zugeordneten laminaren Festdrossel, abgezweigt ist, an mindestens eine Druckmittel-Temperaturmeßstelle
eine elektronische Ein- oder Mehrfach-Temperatur-Bewertungabaugruppe angelegt und
ausgangsseitig auf einen weiteren Eingang des tischführungsbezogenen Summiergliedes
geschaltet ist, das mit seinem Ausgang an einem ,Regelverstärker anliegt und dieser
mit seinem Ausgang auf ein Stellglied in einer Bypaßleitung der tischführungsbezogenen
Hauptdruckleitung geschaltet ist.
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Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die
elektronische Einfach-Sollwertbildner-Baugruppe eingangsseitig einer jeden Nebenleitung
zugeordnete p-u-Wandler besitzt, deren Ausgänge auf ein Summierglied geschaltet
sind, und dieses mit seinem Ausgang auf einen Sollwertbildner-Baustein geführt ist,
dessen Ausgang der dieser Baugruppe ist.
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Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung, vorzugsweise
für mehrere übereinander angeordnete Tischführungen besteht darin, daß die elektronische
Mehrfach-Sollwertbildner
-Baugruppe eingangsseitig einer jeden
Nebenleitung einer von mehreren übereinander angeordneten Tischführungen bzw.
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von einer Führungsbahn einer Tischführung zugeordnete p-u-Wandler
besitzt, deren Ausgänge auf ein Summierglied geschaltet sind und dieses mit seinem
Ausgang parallel auf jeden der den übereinander angeordneten Tischführungen bzw.
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den einzelnen Führungsbahnen einer Tischführung zugehörigen Sollwertbildner-Baustein
geführt ist, deren Ausgänge die dieser Baugruppe sind.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die elektronische
Einfach-Temperatur-Bewertungsbaugruppe eingangsseitig einen Temperaturfühler mit
T-u-Wandler aufweist, welcher mit seinem Ausgang auf einen Korrekturwert-Bildner
geschaltet ist und dieser an ein Anpassungsglied angelegt ist, dessen Ausgang der
dieser Temperaturbewertungsbaugruppe ist.
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Anwendungsfallbezogen besteht ein Vorteil der Erfindung in ihrer weiteren
Ausgestaltung darin, daß die elektronische Mehrfach-Temperatur-Bewertungsbaugruppe
aus einer Einfach-Temperatur-Bewertungsbaugruppe besteht, wobei der Ausgang des
Korrekturwert-Bildners parallel tischführungsbezogen oder führungsbahnbezogen für
eine Tischführung herausgeführt und jeweils auf ein Anpassungsglietwgeschaltet ist,
deren Ausgänge die der Mehrfach-Temperatur-Bewertungsbaugruppe sind.
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Ein Vorzug der Erfindung besteht auch darin, daß der Regelverstärker
durch einen über ein PID-Glied rückgekoppelten Operationsverstärker realisiert ist.
Eine weitere vorzugsweise Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der Korrekturwert-eildner
aus einem über ein Korrekturglied rückgekoppelten Operationsverstärker besteht.
Hierbei besteht ein weiterer Vorteil darin, daß das Korrekturglied aus einem nichtlinearen
Netzwerk besteht. Vorzugsweise ist für die weitere Ausgestaltung vorgesehen, daß
als Stellglied eine motorverstellbare Drossel verwendet wird.
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as kann in anderer eise jedoch auch von Vorteil sein, daß als Stellglied
ein Proportionalventil zur Anwendung kommt.
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Darüber hinaus besitzt die Erfindung bei Berücksichtigung dynamischer
Laständerungen den Vorteil, daß jeder Trage tasche ein Regelkreis mit tragotaschenbezogener
elektronischer
Einfach-Sollwertbildner-Baugruppe zugeordnet ist.
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Schließlich ist als Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung zu
nennen, daß als Drosselstellen tischführungsbezogen optimierte laminare Festdrosseln
vorgesehen sind Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher
erläutert werden. Die dazugehörige Zeichnung zeigt eine schematische Darstellung
der erfindungsgemäßen Lagerung zweier übereinander angeordneter Tischführungen.
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Das gewählte Ausführungsbeispiel zeigt eine Tischführungsbahn 1 eines
Maschinenbettes, einen auf der Tischführungs bahn 1 verschiebbaren Maschinentisch
2 und auf dessen Tischführung gelagert einen Rundtisch 3, wie es beispielsweise
für die Erzeugung der Wälzbewegung bei der Zahnradbearbeitung erforderlich ist.
Die Tischführungsbahn 1 und die Tischführung des Maschinentisches 2 sind jeweils
mit mehreren Tragetaschen 4; 5 bzw. 6; 7 versehen. Der aus mehreren Tischführungsbahnen
1 bestehenden Tischführung des Maschinenbettes und der Tischführung des Maschinentisches
2 ist jeweils tischführungsbezogen ein Druckstromerzeuger 8; 9 zugeordnet, welche
aus einem Vorratebehälter 10 Druckmittel über ihre Hauptdruckleitungen 11; 12 sowie
von diesen verzweigte Druckleitungen 13; 14; 15; 16 bzw. 17; 18; 19; 20 in die Tragetaschen
4; 5 bzw. 6; 7 fördern. In jeder der Druckleitungen 13; 14; 15; 16 bzw. 17; 18;
19; 20 ist eine tischführungsbezogene größengleich optimierte, laminare Festdrossel
21; 22; 23; 24 bzw.
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25; 26; 27; 28 angeordnet. Von mindestens zwei Druckleitungen 14;
16 einer Tischführung sind, jeweils zwischen der laminaren Festdrossel 22; 23 und
der zugeordneten Tragetasche 4; 5, Nebenleitungen 29; 30 abgezweigt und an eine
Mehrfach-Sollwertbildner-Baugruppe 31 angeschlossen. Diese Mehrfach-Sollwertbildner-Baugruppe
31 besitzt eingangsseitig mindestens zwei Druck-Spannung-Wandler' nachfolgend p-u-Wandler
32 33 bezeichnet, an deren Eingängen die Nebenleitungen 29; 30 anliegen. Die Ausgänge
der p-u-Wandler 32; 33 sind auf Eingänge eines Summiergliedes 34 geschaltet, das
mit seinem Ausgang parallel auf tischfuhrungsbezogene Sollwertbildner-Bausteine
35; 36 geklemmt ist, deren Ausgänge die Ausgänge der Mehrfach-Sollwertbildner-Baugruppe
31 bilden und an jeweils
einen Eingang eines tischführungsbezogenen
Summiergliedes 37; 38 angeschlossen sind. Von jeweils einer Druckleitung 14; 17
jeder Tischführung ist, in Strömungsrichtung des Druckmittels vor der zugeordneten
laminaren Festdrossel, eine Nebenleitung 39; 40 abgezweigt und auf einen p-u-Wandler
41; 42 geschaltet, dessen Ausgang an einem weiteren Eingang des tischfGhrungsbezogenen
Summiergliedes 37; 38 anliegt. An eine Druckmittel-Temperaturmeßstelle 43 ist eine
elektronische Mehrfach-Temperatur-Bewertungsbaugruppe 44 angeschlossen. Diese besteht
aus einem Temperatur-Spannung-#andler, nach f olgend T-u-ttJandle r 45 genannt,
dessen Ausgang an einen Korrekturwert-Bildner 46 angelegt ist. Der Korrekturwert-Oildner
46 ist aus einem über ein Korrekturglied 47 rückgekoppelten Operationsverstärker
48 gebildet, wobei das Korrekturglied 47 aus einem nichtlinearen Netzwerk besteht.
Der Ausgang des Korrekturwert-Bildners 46 ist parallel auf tischführungsbezogene
Anpassungeglieder 49; 50 geschaltet, deren Ausgänge die der Mehrfach-Temperatur-Bewertungsbaugruppe
44 sind und auf weitere Eingänge der zugeordneten tischführungsbezogenen Summierglieder
37; 38 geklemmt sind. Die tischführungsbezogenen Summie#glieder 37; 38 sind jeweils
mit ihrem Ausgang an einen Regelverstärker 51; 52 angeschlossen, wobei der Regelverstärker
51; 52 durch einen über ein Proportional-Integral-Differential-Glied. nachfolgend
PID-Glied 53; 54 genannt, rückgekoppelten Operationsverstärker 55; 56 realisiert
ist. Der Ausgang jedes Regelverstärkere 51; 52 ist an ein Stellglied 57 bzw. 58
angeschlossen, das jeweils in einer Bypaßleitung 59; 60 der zugeordneten tischführungsbezogenen
Hauptdruckleitung 11; 12 angeordnet ist.
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Als Stellglied 57; 58 kann hierbei sowohl eine motorverstellbare Drossel
als auch ein Proportionalventil von Fall zu Fall am besten geeignet sein.
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Die Anwendung der hydrostatisch lastkompensierten Lagerung für eine
einzelne Tischführung erfordert statt der Mehrfach-Sollwertbildner-Baugruppe 31
nur eine Einfach-Sol#wertbildner-Baugruppe, die sich dadurch unterscheidet, daß
der Ausgang des Summiergliedes 34 nur auf einen Sollwertbildner-Baustein 35 geschaltet
ist und die Einfach-Sollwertbildner-Baugruppe somit auch nur einen Ausgang besitzt.
Sinngemäß verhält es sic mit der Mehrfach-Temperatur-Bewertungsbaugruppe, von der
sich
die für eine einzelne Tischführung anwendbare Einfach-Temperatur-Bewertungebaugruppe
dadurch unterscheidet, daß der Ausgang des Korrekturwertbildners 46 nur auf ein
Anpassungsglied 49 geschaltet ist und somit die Einfach-Temperatur-Bewertungsbaugruppe
auch nur einen Ausgang besitzt.
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Die Erfordernisse einer lastkompensierten Lagerung unter den Bedingungen
dynamischer Laständerungen innerhalb einer Tischführung werden unter Anwendung eines
beschriebenen tischführungsbezogenen Regelkreises für Jede Tragetasche der Tischführung
mit tragetaschenbezogener Einfach-Sollwertbildner-Baugruppe erfüllt.
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Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung ist wie folgt:
Der von den Druckstromerzeugern 8; 9 über ihre Hauptdruckleitungen 11; 12 und Druckleitungen
13; 14; 15; 16 bzw. 17; 18; 19; 20 in die tischführungsbezogen zugeordneten Tragetaschen
4; 5 bzw. 6; 7 geförderte Druckstrom erfährt durch die laminaren Festdrosseln 21;
22; 23; 24 bzw. 25; 26; 27; 28 einen konstanten Druckabfall, wobei der in den jeweiligen
tischführungebezogenen Tragetaschen 4; 5 bzw. 6;7 vorhandene Druck als Produkt mit
der tragenden Fläche der jeweiligen Tischführung, für Maschinentisch 2 bzw. Rundtisch
3 einer äußeren Last das Gleichgewicht hält. Der unter diesen spezifischen Gleichgewichtsbedingungen
in die Tragetaschen 4; 5 bzw. 6; 7 der Jeweiligen Tischführung geförderte Druckstrom
bildet einen Lagerspalt bestimmter Größe aus. Der in dem Lagerspalt einer Tischführung,
im Ausführungsbeispiel wurde dafür die untere Tischführung gewählt, herrrschende
Druck wird an mehreren Stellen mit jeweils einem p-u-Wandler 32: 33 gemessen und
in eine analoge elektrische Größe gewandelt. Diese elektrischen Größen werden im
Summierglied 34 addiert und in dem nachgeschalteten Sollwertbildner-Baustein 35,
einer Mittelwertbildung und einer Anpassung, entsprechend dem Druckgefälle über
die Festdrosseln 22; 23, unterzogen und dieser angepaßte Mittelwert als Druck-Sollwert
ausgegeben. Für diewenige Tischführung, deren Druck im Lagerspalt keiner Messung
unterzogen wird im Ausführungsbeispiel ist das die obere Tischführung, erfolgt die
Gewinnung des Druck-Sollwertes auf die Wiese daß der Ausgang des Summiergliedes
34
parallel auf den dieser Tischführung zugeordneten Sollwertbildner-Baustein
36 gelegt ist, in welchem der der Last dieser Tischführung entsprechende angepaßte
Mittelwert gebildet und als Druck-Sollwert für die obere Tischführung ausgegeben
wird. Die Mehrfach-Sollwertbildner-Baugruppe 31 gestattet somit elektronischen Mitteln
eine leistungslose Messung und für den Aufbau der Tischführungen mit mehreren i<ombinationen
Drosselstelle - Tragetasche und gemeinsamen Druck regelkreis eine Mittelwertbildung
aus mehreren Tragetaschendrücken und damit eine repräsentative Sollwertbildung.
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Die an den tischführungsbezogenen Summiergliedern 37; o8 anliegenden
vorzeichenbewerteten Druck-Sollwerte werden mit den aus den p-u-Wandlern 41; 42
gewonnenen vorzeichenbewerteten Druck-Istwerten summiert. Darüber hinaus wird eine
viskositätsabhängige Regelgröße berücksichtigt, die von den Ausgängen der Mehrfach-Temperatur-Bewertungsbaugruppe
44 bereitgestellt wird und ebenfalls vorzeichenbewertet an den tischführungsbezogenen
Summiergliedern 37; 38 anliegt, Die an der Druckmittel-Temperaturmeßstelle 43 gemessene
Temperatur wird dazu vom T-u-Wandler 45 in eine analoge elektrische Größe gewandelt
und im Korrekturwertbildner 46 zu einer Regelgröße umgebildet, wobei das aus einem
nichtlinearen Netzwerk bestehende Korrekturglied 47 die temperaturabhängige Viskositätekurve
nachbildet. Die Anpassungeglieder 49; SO gestatten einen Abgleich dieser Regelgröße
auf die tischführungsbezogene Druckmittel-Temperatur im Lagerspalt.
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Damit ist auch Ausführungen Rechnung getragen, bei welchen die Druckmittel-Temperaturmeßstelle
43 nicht unmittelbar am oder im Lagerspalt, sondern beispielsweise im Vorratsbehälter
10 oder an einer anderen gut zugängigen Stelle vorgesehen ist, an welcher eine Temperatur-Differenz
zur Temperatur im Lagerspalt besteht. Die von den Regelverstärkern 51; 52 erfolgende
Bereitstellung der Regelgrößen basiert auf optimaler Anpassung, durch statisch und
dynamisch optimale Reglerstruktur mittels der PlD-Glieder 53; 54 und der damit ermöglichten
Kreisverstärkung, an die Jevreilige Tischführung zur Erzielung einer lastunabhängigen
Lagerspaltkonstanz. Die bis auf eine sehr kleine bleibende Regelabweichung gegen
Null gehenden Regelgrößen der Regelverstärker
51; 52 regeln die
Stellglieder 57; 58 auf einen Bypaß-Druckmittelstrom über die Bypaßleitungen 59;
60 ein, der das Druckverhältnis der Drücke vor und hinter den leminaren Festdrosseln
21; 22; 23; 24 bzw. 25; 26; 27; 28 konstant hält. Sind die laminaren Festdrosseln
21; 22; 23; 24 bzw. 25; 26; 27; 28 tischführungsbezogen bei einer bestimmten Lagerspaltgröße
dahingehend optimiert, daß ihr Drosselwiderstand gleich dem taiderstand des Lagerspalts
ist, so ergibt sich ein bestimmtes konstantes Druckverhältnis der Drücke vor und
hinter den laminaren Festdrosseln 21; 22; 23; 24 bzw. 25; 26; 27; 28. Diese beiden
Verhältnisse, der Widerstände und der Drücke, gewährleisten, daß bei Anderungen
der Werkstücklast F ein Druckmittelstrom bereitgestellt wird, der trotz veränderter
Belastung der Tischführungen die Lagerspaltgröße konstant gehalten wird.
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Die Einstellung oder Anderung der Lagerspaltgröße erfolgt auf einfache
und kontrollierbare Weise durch Einstellung eines entsprechenden Druck-Sollwertes
an dem entsprechenden Sollwertbildner-Baustein 35 bzw. 36. Dieser Vorteil wirkt
sich ganz besonders bei Anwendungsfällen unter Oerücksichtigung dynamischer Laständerungen
aus, wobei gleiche laminare Festdrosseln tragetaschenbezogen Jeweils einem eigenen
Regelkreis zugeordnet sind. Die gleichen Vorteile bezüglich der Sollwert-Einstellung
ergeben sich für die Anwendung an einer Tischführung, deren einzelne Tischführungsbahnen,
beispielsweise aufgrund unsymmetrischer Werkstücke, ungleich belastet werden. Hierzu
ist eine Einrichtung der in der Zeichnung des Ausführungsbeispieles dargestellten
Art geeignet, wobei der erforderliche Druck-Sollwert für die einzelnen Tischführungsbahnen
an den Sollwertbildner-Baustein 35; 36 einzeln einstellbar ist.
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Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen 1 - Tischführungsbahn 2
- Maschinentisch 3 - Rundtisch 4 " Tragetasche 6- -" 7 8 - Druckstromerzeuger 9
~ .
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10 - Vorratsbehälter 11 - Hauptdruckleitung 12 -13 - Druckleitung
14 -15 -16 -17 -18 -19 -20 -21 - laminare Festdrossel 22 -23 - " " 24 - tu 25 -
" " 26 " 27 ~ , 28 - tu tu 29 - Nebenleitung 30 - tu 31 - Mehrfach-Sollwertbildner-Baugruppe
32 - p-u-andler 33 -34 - Summierglied 35 - Sollwertbildner-S'austein 36 -
37
- tischführungsbezogenes Sulmmierglied 38 - * tu 39 - Nebenleitung 40 - " 41 - p-u-wandler
42 -43 - Druckmittel-Temperaturmeßstelle 44 - Mehrfach-Temperatur-Bewertungsbaugruppe
45 - T-u-Wandler 46 - Korrekturwert-Bildner 47 - Korrekturglied (nichtlineares Netzwerk)
48 - Operationsverstärker 49 - Anpassungsglied 50 tu 51 - Regelveretärker 52 - tu
53 - PID-Glied 54 - tu 55 - Operationeverstärker 56 - " 57 - Stellglied 58 - tu
59 - Bypaßleitung 60 - tu F - Werkstücklast