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DE3337380A1 - Hochspannungs-hochleistungssicherung - Google Patents

Hochspannungs-hochleistungssicherung

Info

Publication number
DE3337380A1
DE3337380A1 DE19833337380 DE3337380A DE3337380A1 DE 3337380 A1 DE3337380 A1 DE 3337380A1 DE 19833337380 DE19833337380 DE 19833337380 DE 3337380 A DE3337380 A DE 3337380A DE 3337380 A1 DE3337380 A1 DE 3337380A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fuse
fusible conductor
wire
auxiliary
diodes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19833337380
Other languages
English (en)
Inventor
Michael 5810 Witten Drothen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wickmann Werke GmbH
Original Assignee
Wickmann Werke GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wickmann Werke GmbH filed Critical Wickmann Werke GmbH
Priority to DE19833337380 priority Critical patent/DE3337380A1/de
Priority to NO844098A priority patent/NO162136C/no
Publication of DE3337380A1 publication Critical patent/DE3337380A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/30Means for indicating condition of fuse structurally associated with the fuse
    • H01H85/303Movable indicating elements
    • H01H85/306Movable indicating elements acting on an auxiliary switch or contact

Landscapes

  • Steroid Compounds (AREA)
  • Fuses (AREA)

Description

  • Bezeichnung: Hochspannungs-Hochleistungs-
  • sicherung Die Erfindung betrifft eine Hochsnannungs-Hochleistungssicherung mit einem oder mehreren Schmelzleitern und einer Schlagstiftvorrichtung zur Betätigung eines Lastschalters, die von einem als Schmelzleiter ausgebildeten Haltedraht bis zur Auslösung unter Spannung gehalten wird, wobei der Haltedraht als Zuleitung einen Hilfsschmelzleiter aufweist.
  • Bisher werden derartige Sicherungen hauptsächlich als Teilbereichssicherungen eingesetzt, was gleichbedeutend damit ist, daß eine Abschaltung nur bei Uberströmen oberhalb des kritischen 1min verlangt wird, während kleinere Überströme durch andere Systeme abgeschaltet werden. Es hat nicht an Versuchen gefehlt, diesen Teilbereichs- sicherungen Vollbereichseigenschaften zu verleihen,so daß auch überströmte zwischen dem INenn und dem Imin im Zusammenspiel mit Lastschaltern beherrscht werden.
  • Eine Hochspannungs-Hochleistungssicherung mit Vollbereichseigenschaften ist z.B. in der DE-OS 19 20 825 beschrieben.
  • Bei diesem Sicherungstyp wird die Erwärmung der Sicherung infolge von Uberströmen unterhalb des 1min' der noch zur Abschaltung der Sicherung führt,ausgenutzt, um zu einer Schaltfunktion zu kommen. Infolge dieser Erwärmung wird nämlich eine Weichlotverbindung gelöst, die den Schlagstift einer Schlagstiftvorrichtung freisetzt.
  • Zum einen ist ein derartiges Abschaltsystem für niedrige Uberströme sehr träge, mit dek Folge, daß keine definierte Abschaltung erfolgt, sondern nur eine zeitlich kaum voraussehbare Abschaltung, so daß z.B. keine I-t-Kurve aufgestellt werden kann. Zum anderen hängt die Auslösung stark von der Umgebungstemperatur ab. Gekapselte Sicherungen unterliegen einer viel höheren Erwärmung als freiliegend angeordnete Sicherungen, so daß von daher eine äußere Beeinflussung der Ansprechzeit bei vorgegebener Uberlastung vorhanden ist. Auch die Einbaulage beeinflußt die Abschaltung, da gewöhnlich die Sicherungen an ihrem oberen Ende wärmer sind als an ihrem unteren Ende. Darüberhinaus stehen nur wenige Lote in bestimmten Temperaturbereichen zur Verfügung, so daß eine Abstimmung der Sicherung auf bestimmte Lastfälle besonders schwierig ist.
  • Hinzu kommt, daß diese Weichlote zum Fließen neigen, so daß ständig die Gefahr einer vorzeitigen Fehlauslösung des Schlagstiftes besteht, obwohl von der eigentlichen Belastung her kein Grund zur Abschaltung vorhanden ist.
  • Diese Nachteile versucht die Sicherung gemäß der DE-OS 14 63 655 zu vermeiden. Statt einer thermisch ausgelösten Schlagstiftvorrichtung wird in dieser letztgenannten Schrift ein Haltedraht für den Schlagstift durch Abschmelzen infolge eines Uberstromes gelehrt, wobei die I-t-Kurve des Ilaltedrahtes jeweils unterhalb der I-t-Kurve des aus einem oder mehreren Schmelz leitern bestehenden Hauptsystemes liegt. Doch auch diese Art einer Vollbereichssicherung hat sich in der Praxis nicht bewährt.
  • Denn hierbei muß in Abhängigkeit vom Nennstrom der Sicherung die Dimensionierung des Haltedrahtes erfolgen, d.h.
  • bei Sicherung mit einem kleinen Nennstrom und demzufolge kleinem 1 muß der Haltedraht sehr dünn werden. Die min mechanische Festigkeit des Haltedrahtes nimmt also mit kleiner werdenden Sicherungsnennströmen ab. Das hat zur Folge, daß nur entsprechend schwache Auslösefedern für die Schlagstiftvorrichtung ausgewählt werden können, die z.B.
  • den Anforderungen nach IEC 282-1 nicht genügen. Keiesfalls werden die für die Auslösung von Lastschaltern erforderlichen Federkräfte von 50 - 120 N von derartigen Federn erreicht, so daß zumindest bei Sicherungen mit einem niedrigeren Nennstrom keine ausreichende Sicherung für die Auslösung bei geringen Überströmen vorhanden ist.
  • Es ist demnach Aufgabe der Erfindung, eine Hochspannungs-Hochleistungssicherung mit Vollbereichseigenschaften vorzuschlagen, bei der unabhängig vom Nennstrom der Sicherung eine starke Feder innerhalb der Schlagstiftvorrichtung und damit eine sichere Auslösung bei überströmen unterhalb des I vorhanden ist.
  • min Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß der Hilfsschmelzleiter gegenüber den Schmelz leitern bzw.
  • umgekehrt so ausgewählt sind, daß bei einem Uberstrom unterhalb von 1min der Sicherung der infolge des Spannungsabfalls über dem Haltedraht fließende Strom letzteren schmelzen läßt, und daß der Haltedraht bezüglich seiner Festigkeit nach den Erfordernissen einer kräftigen Schlagstiftvorrichtung gestaltet ist.
  • Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß bei einer Belastung der Sicherung im Überstrombereich unterhalb des 1min ein Spannungsabfall an dem Hauptschmelzleiter bzw.
  • an den Hauptschmelzleitern eintritt, der sich durch einen verstärkten Stromfluß über den Hilfsschmelzleiter bemerkbar macht. Bei entsprechender Dimensionierung des Hilfsschmelzleiters gegenüber den Hauptschmelzleitern bzw. der Hauptschmelzleiter gegenüber dem Hilfsschmelzleiter kann über dem Haltedraht ein Spannungsabfall erzielt werden, der einen definierten "Steuerstrom" hervorruft, mit der Folge, daß der Haltedraht sicher durchschmilzt.
  • Nach der erfindungsgemäßen Lehre ändert sich also mit variablem Nennstrom der Sicherung nicht mehr die Dimensionierung des Haltedrahtes, sondern letzterer wird im wesentlichen mit konstanter Festigkeit ausgebildet, die sich ausschließlich nach den Erfordernissen der Haltekraft für die Auslösefelder richtet. Erst wenn diese Größe festliegt, werden die elektrischen Größen gewählt, mit anderen Worten, erst dann wird der Werkstoff, die Stärke und die Länge jeweils des Hilfsschmelzleiters ausgewählt.
  • In dieser Weise ist stets eine kräftige Schlagstiftvorrichtung vorhanden, die unabhängig von der Nennbelastung der Sicherung ist und die bei geringeren überströmen unterhalb des Imin eine sichere Auslösung des beigeordneten Lastschalters bewirkt.
  • Als Werkstoff für den Auslösedraht hat sich z.B. ein Chrom-Nickel-Stahl mit der Werkstoffbezeichnung X12CrNi 17/7 K+A und für den Hilfsschmelzleiter reines Kupfer als sehr brauchbar erwiesen. Dabei beträgt die Stärke des Haltedrahtes ca. 0,25 mm, während der Querschnitt des Hilfsschmelzleiters sich nach dem Nennstrom der Sicherung richtet, wobei z.B.
  • ein Durchmesser von 0,18 mm bei reinem Kupfer und 0,20 -0,25 mm bei einem Hilfsschmelzleiter zur Anwendung kommt, der aus einer Kupfer-Nickel-Legierung besteht. In üblicher Weise verläuft der Hilfsschmelzleiter ebenfalls innerhalb eines Löschmittels, wozu z.B. Sand verwendet wird, denn auch der aus dem Hilfsschmelzeliter und dem Haltedraht gebildete Leiter muß für sich gesehen selbstlöschende Eigenschaften aufweisen.
  • In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Leitung über den Haltedraht und den Hilfsschmelzleiter mit Hilfe von zwei antiparallel geschalteten Z-Dioden unterbrochen ist, die bei dem vorgegebenen Spannungsabfall durchschalten.
  • Mit dieser wichtigen Weiterbildung wird zunächst folgender Vorteil gegenüber herkömmlichen Vollbereichssicherungen erzielt. Die Hauptschmelzleiter sind im normalen Betrieb die einzig leitende Verbindung zwischen den beiden Kappen der Sicherung bzw. zwischen den beiden Zuleitungen zu den Hauptschmelzleitern, so daß ohne Beeinflussung durch die Charakteristik des Hilfsschmelzleiters eine sehr genaue I-t-Kurve festgelegt werden kann. Dadurch ergibt sich e-ine Qualitätsverbeserung im Ansprechen, die bisher nur durch einen erhöhten Fertigungsaufwand erzielbar ist. Selbstverständlich wird bei einem Überstrom oberhalb des Imin auch das die Z-Dioden enthaltende Hilfssystem ansprechen, es beeinflußt jedoch die Ausschaltung durch das Hauptsystem gar nicht, da es innerhalb der Löschzeit des Hauptschmelzleitersystems anspricht, so daß die vorgegebenen Werte entlang der I-t-Kurve auch tatsächlich erreicht werden.
  • Die Z-Dioden, deren doppelte Ausbildung in antiparalleler Schaltung wegen des beinahe ausschließlich abgesicherten Wechselstromes erforderlich sind, können zwischen dem Hilfsschmelzleiter und dem Haltedraht oder zwischen dem Filfsschmelzleiter und der entsprechenden Sicherungskappe bzw. -zuleitung angeordnet sein. Statt Z-Dioden können auch sonstige Dioden, Diacs, Thyristoren, Triacs und Varistoren bzw. VDR-Widerstände benutzt werden, und zwar in alleiniger Verwendung oder in Kombination miteinander in Abstimmung auf die Sicherung. Die bevorzugte Anordnung der Z-Dioden oder der anderen genannten Bauteile liegt jedoch zwischen der einen Sicherungskappe und dem Hilfsschmelzleiter, da sich hier die kälteste Stelle der Sicherung befindet, die für die Schaltgenauigkeit der Z-Dioden vorteilhaft ist.
  • Die Auslösung der mit Dioden o.ä. ausgestatteten Sicherung gemäß der Weiterbildung der Erfindung erfolgt so exakt, daß je nach Betreiberwunsch die Auslösung in dem gesamten Bereich nahe 1Nenn bis nahe unterhalb Imin vor Abschaltung min des Hauptschmelzleitersystems erfolgen kann. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn zum Beispiel kurzlebige Störungen im Uberstrombereich nicht zur Auslösung des Schlagstiftes führen sollen oder im anderen Fall die nachgeschaltete Anlage keinesfalls höher als mit dem Nennstrom der Sicherung belastet -werden soll.
  • Da die Sicherungen in den selteneren Fällen mit dem tatsächlichen Nennstrom der Sicherung betrieben werden, ist es sogar möglich, die Dioden so auszulegen, daß eine Auslösung bereits unterhalb des Sicherungsnennstromes bei einem beliebigen, vom Betreiber gewünschten Stromwert erfolgt.
  • Sollte der Betreiber möglichst kalte, verlustarme Sicherungen für seinen Betrieb wünschen, besteht hier die Möglichkeit, Sicherungen mit dickeren Schmelzleitern - und somit größerem Imin - zu verwenden, da die Auslösung des Schlagstiftes bei jedem vom Betreiber gewünschten Stromwert erfolgen kann.
  • Im Auslösefall fließt unabhängig von der gewählten Konzeption ein relativ starker Strom durch den Hilfsschmelzleiter und vor allen Dingen durch den Haltedraht, so daß dieser sicher geschmolzen wird. Der Hilfsschmelzleiter kann dann sehr niederohmig ausgebildet werden, mit der Folge, daß er einen nur sehr geringen Durchmesser aufeist und demnach auch stets löschfähig ist.
  • Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung, die in der Zeichnung dargestellt sind, näher erläutert. In der Zeichnung bedeuten: Fig. 1 eine Querschnittsansicht durch das eine Ende einer Hochspannungs-Hochleistungssicherung mit Vollbereichseigenschaften unter Einschluß einer Schlagstiftvorrichtung gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine Ansicht gemäß Fig. 1 eines weiteren Ausführungsbeispiels dieses Sicherungstyps und Fig. 3 eine schematische Querschnittsansicht durch zinke HH-Sicherung gem. der Erfindung unter Verwendung von Z-Dioden.
  • In der Fig 1 ist das eine Ende einer Hochspannungs-Hochleistungssicherung mit Vollbereichseigenschaften dargestellt, soweit das zur Erläuterung der Erfindung notwendig ist. Am Ende eines üblicherweise als Sicherungskörper dienenden Keramikrohres 1 ist eine Metallkappe 2 aufgesetzt, die wiederum eine Schlagstiftvorrichtung 3 trägt. Sie besteht im wesentliche aus einem Einsatz 5, der einen von einem Federteller gehaltenen Schlagstift 6 und eine Schraubefeder7 aufnimmt. Die Schraubenfeder 7 befindet sich in einem gespannten Zustand, der durch einen Haltedraht 9 aufrechterhalten wird. Der Haltedraht 9 ist an einem Sockel 8 aus Isolierstoff befestigt, durch den mindestens eine Elektrode hindurchführt. An dieser Elektrode ist ein Hilfsschmelzleiter 10 angeschlossen, während die Mitte des Haltedrahtes 9 in einen Haken am unteren Ende des Shlagstiftes 6 eingehängt ist. Letzterer hat über die Schraubenfeder 7 Kontakt mit dem Einsatz 5, so daß für die elektrischen Werte lediglich die halbe Länge des Haltedrahtes 9 von Bedeutung ist.
  • Im äußeren Erscheinungsbild ist die erfindungsgemäße Sicherung den bisherigen Vollbereichssicherungen sehr ähnlich, da dieselben Bauteile verwendet werden, jedoch in unterschiedlicher Dimensionierung und mit unterschiedlichen elektrischen Werten. Die Fig. ist also gedanklich zu ergänzen durch einen oder mehrere Hauptschmelzleiter, die auf einen Wickelkern aufgewickelt sind- Das Innere der Sicherung ist mit Sand oder einem sonstigen Löschmittel gefüllt, was im Bereich des Hilfsschmelzleiters angedeutet ist In der Fig. 2 ist eine Variante der Sicherung gemäß Fig. 1 dargestellt. Statt einer gespannten Feder wird bei dieser Sicherung der Schlagstift 6' von einer Gas-Treibpatrone im Auslösefall vorangetrieben, wobei in etwa dieselben Treibkräfte für den Schlagstift 6' aufgebracht werden. Die Gas-Treibpatrone 4 bedarf ebenfalls eines minimalen Stromes, um den Treibvorgang auszulösen, so daß für die Auslösung dieser Sicherung im Uberstrombereich unterhalb des I .
  • mln der Sicherung ein bestimmter Steuerstrom infolge des Spannungsabfalls über der Patrone erreicht sein muß. In beiden Fällen wird der hervorschnellende Schlagstift 6 bzw. 6' dazu benutzt, einen Lastschalter zu betätigen, der in der Regel auch die restlichen beiden Phasen abschaltet, wenn die Sicherung in ein Drehstromnetz eingegliedert ist. In der Fig. 2 sind entsprechende Teile mit denselben, indizierten Bezugsziffern versehen, es ist also ebenfalls ein Einsatz 5' und ein Hilfsschmelzleiter 10' vorhanden.
  • In der Fig. 3 ist eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Sicherung schematisch im Querschnitt dargestellt.
  • Auf die Enden eines Keramikrohres 1 sind Metallkappen 12 aufgesetzt, von denen die eine eine Schlagstiftvorrichtung 13 trägt. Diese Schlagstiftvorrichtung 13 ist ähnlich der gemäß Fig. 1 aufgebaut, so daß Offenbarungslücken aufgrund der schematischen Darstellung durch die Fig. 1 geschlossen werden können.
  • Der Schlagstift wird über einen Federteller im Auslösefall von einer Feder 14 vorangetrieben, die in der Darstellung mit Hilfe eines Haltedrahtes 15 im gespannten Zustand gehalten ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist zwischen dem Haltedraht 16 und dem Schlagstiftende keine elektrische Verbindung vorhanden. Das eine Ende des Haltedrahtes 16 ist an einer elektrisch isolierten Durchführung 15 befestigt, während das andere Ende des Haltedrahtes 16 mit dem Einsatz elektrisch verbunden ist.
  • Innerhalb des Keramikrohres 1 ist eine Wickelkörper 18 angeordnet, auf deneinHauptschmelzleiter 19 aufgewickelt ist, dessen Enden jeweils an den Kappen 12 elektrisch leitend angebracht sind. Durch das Innere des Wickelkörpers 18 läuft ein Hilfsschmelzleiter 20 hindurch, dessen eines Ende über Z-Dioden 21 mit der unteren Kappe 12 und dessen anderes Ende mit dem Haltedraht 16 elektrisch verbunden ist. Das Keramikrohr 1 ist im übrigen mit einem Löschmittel gefüllt, beispielsweise mit Sand.
  • Der Haltedraht 16 weist z.B. eine Stärke von 0,26 mm auf und besteht aus einem Chrom-Nickel-Stahl mit der Bezeichnung X12CrNi17/7K+A, während der Hilfsschmelzleiter aus Kupfer oder Silber besteht und einen Durchmesser von 0,18 mm oder weniger aufweist. Die Z-Dioden 21 sind z.B. bis 0,5 W belastbar.
  • Im Falle eines überstromes deutlich oberhalb des Nennstromes jedoch noch unterhalb des 1min der Sicherung kommt es über den Hauptschmelzleiter 19 zu einem Spannungsabfall, der sich als Potential zwischen der unteren Kappe 12 und dem Ende des Hilfsschmelzleiters 20 bemerkbar macht. Bei einem vorgegebenen überstrom, der vorausberechnet oder durch Experimente bestimmt ist,schalten die Z-Dioden bei sitiver sowie negativer Amplitudeilage durch, so daß durch den Hilfsschmelzleiter 20 und den Haltedraht 16 ein Strom fließt.
  • Dieser ist aufgrund der Dimensionierung des Hilfsschmelzleiters so bemessen, daß der Haltedraht 16 in weniger als einer Zehntel-Sekunde durchschmilzt, wodurch der Schlagstift 6 freigegeben oder durch die Feder 14 vorangetrieben wird.
  • Aufgrund der gewählten Durchschaltspannung für die Z-Dioden ist also das Durchschmelzen des Haltedrahtes 16 jeweils sichergestellt, wenn überhaupt über diesen Strompfad ein Strom fließt. Zweifel bezüglich der Löschsicherheit dieses Strompfades sind wegen des sehr dünnen Hilfsschmelzleiters unangebracht, allenfalls ist die Löschfähigkeit wieder für extreme Uberströme interessant, die bereits zu einer Unterbrechung des Hauptschmelzleiters 19 führen. Hierbei werden die Dioden jedoch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit elektrisch durchschlagen und eine Gefährdung der Löschung ist so gut wie ausgeschlossen.
  • Selbstverständlich kann auch bei dem Sicherungstyp gemäß Fig. 3 statt des Federantriebes eine Gas-Treibpatrone gem.
  • Fig. 2 vorgesehen sein, die zu denselben Ausschaltbedingungen führt wie das vorangehend beschriebene Ausführungsbeispiel.
  • - Leerseite -

Claims (8)

  1. Patentansprüche ( Hochspannungs-Hochleistungssicherung mit einem oder mehreren Schmelz leitern und einer Schlagstiftvorrichtung zur Betätigung eines Lastschalters die von einem als Schmelz leiter ausgebildeten Haltedraht bis zur Auslösung unter Spannung gehalten wird, wobei der Haltedraht als Zuleitung einen Hilfsschmelzleiter aufweist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß der Hilfsschmelzleiter (10, 20) gegenüber den Schmelzleitern (19) bzw. umgekehrt so ausgewählt sind, daß bei einem Überstrom unterhalb von 1min der Sicherung der infolge des Spannungsabfalls über dem Haltedraht (9, 16) fließende Strom letzteren schmelzen läßt, und daß der Haltedraht (9, 16) bezüglich seiner Festigkeit nach den Erfordernissen einer kräftigen Schlagstiftvorrichtung (3, 13) gestaltet ist.
  2. 2. HH-Sicherung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß der Haltedraht (9, 16) aus einem Chrom-Nickel-Stahl besteht.
  3. 3. HH-Sicherung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß der Hilfsschmelzleiter (10, 20) aus einer Kupfer-Nickel-Legierung besteht.
  4. 4. HH-Sicherung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gek e n n z e i c h ne t, daß die Leitung über den Haltedraht (16) und den Hilfsschmelzleiter (20) mit Hilfe von zwei antiparallel geschalteten Z-Dioden (21), sonstige Dioden, Diacs, Thyristoren, Triacs, Varistoren oder Kombinationen aus diesen Bauteilen unterbrochen ist, die bei dem vorgegebenen Spannungsabfall durchschalten.
  5. 5. HH-Sicherung nach Anspruch 4, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß der Hilfsschmelzleiter (20) aus Cu oder Ag besteht.
  6. 6. HH-Sicherung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß die Z-Dioden (21), die sonstigen Dioden, Diacs, Thyristoren, Triacs, Varistoren oder Kombinationen aus diesen Bauteilen zwischen dem freien Ende des Hilfsschmelzleiters (20) und der zugeordneten Sicherungskappe (12) bzw. -zuleiter angeordnet sind.
  7. 7. HH-Sicherung nach einem der Ansprüche 1 - 6. dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß der Auslösedraht (9,16) einer Federkraft von 50 - 120 N widersteht.
  8. 8. HH-Sicherung nach einem der Ansprüche 4 - 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Schlagstiftvorrichtung statt einer Feder und eines Haltedrahtes eine elektrisch zündbare Gas-Treibpatrone (4) aufweist, und daß statt des Durchschmelzens des Haltedrahtes infolge des Spannungsabfalls die Auslösung der Patrone (4) erfolgt.
DE19833337380 1983-10-14 1983-10-14 Hochspannungs-hochleistungssicherung Withdrawn DE3337380A1 (de)

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NO (1) NO162136C (de)

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NO844098L (no) 1985-04-15
NO162136B (no) 1989-07-31
NO162136C (no) 1989-11-08

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