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DE3332970A1 - Reaktor fuer die erzeugung von reaktionsgasen - Google Patents

Reaktor fuer die erzeugung von reaktionsgasen

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Publication number
DE3332970A1
DE3332970A1 DE19833332970 DE3332970A DE3332970A1 DE 3332970 A1 DE3332970 A1 DE 3332970A1 DE 19833332970 DE19833332970 DE 19833332970 DE 3332970 A DE3332970 A DE 3332970A DE 3332970 A1 DE3332970 A1 DE 3332970A1
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DE
Germany
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vessel
reactor according
reactor
catalyst
shaped
Prior art date
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Ceased
Application number
DE19833332970
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English (en)
Inventor
Karlheinz 4330 Mülheim Langlitz
Günter 4100 Duisburg Schmitz
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Vodafone GmbH
Original Assignee
Mannesmann AG
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Publication date
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Priority to FR8412749A priority patent/FR2551674B3/fr
Priority to AT0282084A priority patent/AT388742B/de
Priority to ZA847163A priority patent/ZA847163B/xx
Priority to JP59190741A priority patent/JPS6084138A/ja
Priority to GB08423106A priority patent/GB2146655B/en
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
    • C10J3/57Gasification using molten salts or metals
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2208/00Processes carried out in the presence of solid particles; Reactors therefor
    • B01J2208/00008Controlling the process
    • B01J2208/00017Controlling the temperature
    • B01J2208/00477Controlling the temperature by thermal insulation means
    • B01J2208/00495Controlling the temperature by thermal insulation means using insulating materials or refractories
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J2300/00Details of gasification processes
    • C10J2300/09Details of the feed, e.g. feeding of spent catalyst, inert gas or halogens
    • C10J2300/0983Additives
    • C10J2300/0986Catalysts

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Devices And Processes Conducted In The Presence Of Fluids And Solid Particles (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)
  • Manufacture Of Iron (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)
  • Hydrogen, Water And Hydrids (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Reaktor für die Erzeugung von Reaktionsgasen, Insbesondere von CO und H2, der aus einem Gefäß besteht, das zumindest teilweise mit einem Katalysator gefüllt ist.
5
Hierbei ist auch ein solcher Reaktor für die Erzeugung von Reaktionsgasen, wie z.B. CO und H2, insbesondere aus Kohle und Sauerstoff, betroffen, der aus einem Gefäß besteht, das zumindest teilweise mit einer Roheisenschmelze gefüllt ist, wobei Zuführungsrohre für Kohle und Sauerstoff sowie weitere Aktions- bzw. Reaktionsstoffe vorgesehen sind.
Den weltweiten Bemühungen um einen verbesserten Umweltschutz bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Energieerzeugung liegen die Verbrennung von Abfällen, wie z.B. Müll und Klärschlamm, sowie von überproduzierter Kohle zugrunde.
Es wird versucht, auch minderwertige Abfälle und mit erheblichen Ballaststoffen vorkommende Kohlearten der Gewinnung von brauchbaren Gasen zuzuführen.
Diese Bemühungen zielen teilweise ausschließlich auf die Energiegewinnung und teilweise auf Systemkopplungen mit anderen Technologien, wie z.B. einer Gasgewinnung in Verbindung mit
Metall erzeugungsverfahren, wie z.B. Stahl herste!!verfahren in
Hüttenwerken, oder wie z.B. einer Gasgewinnung und anschließenden Weiterverarbeitungsverfahren für das gewonnene Gas. Ein solches Weiterverarbeitungsverfahren für Kohlenoxidgas bildet die Grundlage für die Erzeugung von Wasserstoffgas oder flüssigen
Brennstoffen, wie z.B. Methanol.
In diesem Zusammenhang widmen sich andere Weiterverarbeitungsverfahren der Gaszusammensetzung für die Direktreduktion von Eisenerzen.
Die Wirtschaftlichkeit aller dieser Verfahren hängt u.a. von der Haltbarkeit der verwendeten Gefäße ab. Die Auskleidung der Gefäße soll einesteils den hohen Temperaturen und anderenteils den chemischen Einflüssen der in eine gebildete Schlacke überführten Ballaststoffe widerstehen. Außerdem sollen die Gefäße grundsätzlichen Verfahrensweisen der Badführung, der Schlackenführung, der Prozeßführung allgemein, der Abgasbehandlung und dgl. gerecht werden. Der in kürzeren Abständen erforderliche Wechsel der Schlacken und/oder des Katalysators ist ebenfalls zu berücksichtigen. Ferner hängt die wirtschaftliche Erzeugung von Gasen bzw. Reaktionsgasen, wie z.B. CO, H2, von Faktoren wie Druck und Temperatur im Reaktor ab.
Es ist bekannt (DE-Patentschrift 25 20 584), für ein Verfahren zum Vergasen schwefelhaltiger Kohle in einem Eisenbadreaktor ein vollkommen ausgemauertes Gefäß mit einem Entschwefelungsraum durch einen Schlackenabzugskanal zu verbinden und als insgesamt stationäres Gefäß auszubilden. Ein solches Gefäß ist nicht nur sehr schwer, sondern wird auch durch den hohen Ausmauerungsgrad, bezogen auf seinen tatsächlichen Reaktionsraum, sehr teuer und arbeitet daher wenig wirtschaftlich.
Es ist zwar auch schon bekannt (DE-Patentschrift 25 20 938), ein Konvertergefäß zur Stahlerzeugung für die Kohlevergasung im Roheisenbad zu benutzen. Nachteilig daran ist die Ausmauerung des Gefäßes einschließlich der an der Konvertermündung angeschlossenen Gasabzugsleitung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein für alle in Betracht kommenden Brennstoffe geeignetes Gefäß zu schaffen, das geringe Betriebskosten durch einen geringen Aufwand erfordert und das verfahrenstechnisch allen in Betracht zu ziehenden Prozeßabschnitten gerecht wird.
Die gestellte Aufgabe wird für beliebige Brennstoffe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gefäß aus einem den Katalysator aufnehmenden, mit resistentem Material ausgekleideten Gefäßunterteil und einem gekühlten, metallischen Gefäßoberteil besteht, wobei zwischen Gefäßoberteil und Gefäßunterteil eine ringförmige Dichtung vorgesehen ist und wobei an dem metallischen Gefäßoberteil eine Gasabzugsleitung angeschlossen ist. Die Vorteile dieser Lösung sind insgesamt geringere Kosten für die Gefäßauskleidung, eine höhere Haltbarkeit des den höheren Temperaturen ausgesetzten Gefäßoberteils, eine höhere verfahrenstechnische Beweglichkeit durch geringere zu bewegende Massen sowie die Möglichkeit der Gewinnung exotherm anfallender Wärme des betreffenden Prozesses. Ferner ist das Gefäß geeignet, unter Druck zu arbeiten, um den thermischen Wirkungsgrad des jeweiligen
Prozesses entsprechend auszunutzen.
Die gestellte Aufgabe wird für Kohle als Vergasungsbrennstoff ferner dadurch gelöst, daß das Gefäß aus einem die Roheisenschmelze aufnehmenden, mit Feuerfestmaterial ausgekleideten Gefäßunterteil und einem gekühlten, metallischen Gefäßoberteil besteht, wobei zwischen Gefäßoberteil und Gefäßunterteil eine ringförmige Dichtung vorgesehen ist und wobei an dem metallischen Gefäßoberteil eine Gasabzugsleitung angeschlossen ist. Diese Lösung verbindet ebenfalls die geschilderten Vorteile.
Zwecks Chargierung mit dem Katalysator, wie z.B. mit Roheisen, zwecks Abstechens des Katalysators oder der verbrauchten Schlacken, ist es vorteilhaft, daß das Gefäßoberteil und das Gefäßunterteil relativ zueinander auseinanderbewegbar sind und daß die ringförmige Dichtung aufhebbar ist.
Hierbei wird noch Betriebsenergie gespart, indem nur der leichtere Gefäßteil zu bewegen ist, wobei in Ausgestaltung der Erfindung entweder das Gefäßoberteil heb- und senkkbar oder das Gefäßunterteil heb- und senkbar ist.
Die Arbeltsräume fur geeignete Vorrichtungen werden außerdem dadurch erweitert, indem das Gefäßunterteil um eine horizontale Kippachse schwenkbar ist.
Die Temperaturbeständigkeit des Gefäßes wird dadurch gewährleistet, daß das gekühlte, metallische Gefäßoberteil mit von Kühlmittel durchflossenen Rohrelementen bestückt ist. Von besonderem Vorteil ist hierbei die Erweiterung der Verfahrenstechnik, von der Kühlung des Gefäßes beliebig zur Wärmerückgewinnung durch Dampferzeugung überzugehen.
Nach einer weiteren Verbesserung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß das kippbare Gefäßunterteil mit einer seitlichen Ausgießschnauze versehen ist. Diese Anordnung gestattet, eine separate Entfernung der Schlacke durchzuführen, ohne gleichzeitig den Katalysator mit abzustechen.
Um auch noch den Katalysator bzw. die Metall- oder Roheisenschmelze auszutauschen, wird ferner vorgeschlagen, daß das Gefäßunterteil mit einer Bodenabstichvorrichtung versehen ist, die ein Bodenverschlußorgan aufweist. Diese Gestaltung getattet eine schlackenfreie Entfernung des Katalysators.
Die Reaktion kann überdies durch die Gestaltung des Gefäßes selbst beeinflußt werden. Diesbezüglich ist vorgesehen, daß das Gefäßunterteil trogförmig, wannenförmig oder rinnenförmig ausgebildet ist.
Die Temperaturbeständigkeit des Gefäßes kann außerdem dadurch günstig beeinflußt werden, indem das Gefäßunterteil mit einer Kühleinrichtung für den Gefäßmantel und/oder für das resistente Material versehen 1st.
Eine für Großgefäße und mittlere Gefäßgrößen gleichermaßen wirtschaftliche Herstellung des Gefäßes auf vorhandenen Einrichtungen mit entsprechenden Blechdicken von 30 mm und mehr wird dadurch ermöglicht, daß das Gefäßunterteil rotationssymmetrisch ausgebildet ist.
Mehre Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen senkrechten Querschnitt durch das Gefäß mit Gasabzugsleitung in Betriebsstellung,
Fig. 2 das Gefäß gemäß Fig. 1 mit in Chargierstellung gekipptem
Gefäßunterteil,
15
Fig. 3 einen senkrechten Querschnitt durch ein alternativ ausgebildetes Gefäß,
Fig. 4 das Gefäß gemäß Fig. 3 in Chargierstellung für den Katalysator und
Fig. 5 das Gefäßunterteil in senkrechtem Querschnitt in einer gekippten Stellung, in der der Katalysator und/oder die Schlacke abgestochen werden.
Der Reaktor 1 weist ein Gefäßunterteil 2 auf, das mit dem Katalysator 3, z.B. Roheisen, bis zum Badspiegel 4 im Betriebszustand gefüllt ist, ferner ein Gefäßoberteil 5. Der Katalysator 3 kann sowohl aus flüssigen als auch pulverisierten Stoffen bestehen. Das Gefäßoberteil 5 wird nur durch einen gekühlten, in Leich ti) auwei se gefertigen Blechmantel 5a gebildet, währenddem das Gefäßunterteil 2 an der Innenseite des Blechmantels 2a mit einem gegen Wärme und chemische Einflüsse restistentem Material ausgekleidet ist. Als resistentes Material 6 kommt z.B. eine feuerfeste Ausmauerung zur
Anwendung. Das Gefäßunterteil 2 und das Gefäßoberteil 5 sind während des Betriebes der Gaserzeugung hermetisch gegeneinander mittels der ringförmigen Dichtung 7 abgeschlossen, wobei die Dichtung 7 aus einem Dichtring (linke Hälfte, Fig. 1) oder aus einer Wasser- bzw. Sandtassendichtung (rechte Hälfte der Fig. 1) gebildet wird. Das erzeugte Gas wird durch die dicht an das Gefäßoberteil 5 anschließende Gasabzugsleitung 8 abgeführt. Die Zuführungsrohre für Kohle und Sauerstoff sind nur in Form von Sinnbildern dargestellt und mit C bzw. 02 bezeichnet. Diese Zuführungen für C bzw. 02 sind nach dem bekannten sog. Mantelgasprinzip ausgeführt. Es ist jedoch auch möglich, den Sauerstoff mittels üblicher Blaslanzen von oben auf das Schmelzbad zu blasen und den Kohlenstoff oder andere Reagenzien von unten bzw. seitlich in das Schmelzbad bzw. den Katalysator 3 einzubringen.
Das Gehäuseunterteil 2 ist um die horizontale Kippachse 9 in einem üblichen Kippgestell gelagert. Für den Abstich des Katalysators 3 befindet sich im Bodenbereich des Gefäßunterteils 2 eine Bodenabstichvorrichtung 10 mit einem Bodenverschlußorgan 11, das in Stopfen-, Schieber- oder Klappenverschlußbauart ausgeführt sein kann.
Das Gefäßoberteil 5 trägt innen und/oder außen mit Kühlmittel, wie z.B. Wasser oder Luft beaufschlagbare Rohrelemente 12, die an ein Versorgungssystem mit Zu- und Ablaufleitungen, ähnlich wie bei sog. Konverterhutkühlungen, angeschlossen sind. Im allgemeinen wird unter die Badoberfläche pulverisierte Kohle in Verbindung mit Sauerstoff eingebracht. Bei der Verbrennung von Müll oder Klärschlamm kann auf das Schmelzbad ein Kohlenstoffträger in Verbindung mit Sauerstoff oder eine Sauerstoffverbindung aufgebracht werden, um wie gewünscht, CO-Gase bzw. H2-Gase zu erzeugen.
Währenddem nach dem Ausführungsbeispiel gemäß F1g. 1, das Gefäßunterteil 2 zu heben und zu senken 1st, um die Dichtung 7 in ihrer Wirkung aufzuheben, wonach die entsprechenden Kippbewegungen ausgeführt werden können, aufgrund deren entweder die Schlacke und/oder der Katalysator entfernt werden, 1st nach einer abgeänderten Ausführungsform (Fig. 2) die Gasabzugsleitung 8 in eine heb- und senkbar gelagerte bzw. antreibbare Gassammei haube 13 eingefügt. Das Gefäßoberteil 5 kann insgesamt mit der Gassammeihaube 13 heb- und senkbar sein, so daß das um die Kippachse 9 gekippte Gefäßunterteil 2 mit seinem Gefäßrand 14 eine großzügige Öffnung bildet. Gemäß dieser Ausführungsform bleibt daher die horizontale Kippachse 9 unveränderbar feststehend. Beim Kippen wird die jeweilige Schlacke durch die seitlich am Gefäßunterteil 2 ^angeordnete Ausgießschnauze 15 abgestochen. Für den Fall, daß auf die Ausgießschnauze 15 verzichtet wird, besteht die Möglichkeit, den Gefäßrand 14 als Abstichkante für Schlacke und/oder Katalysator zu benutzen, wobei ein gewisser Verschleiß des Gefäßrandes 14 in Kauf genommen werden muß. Ein solcher Verschleiß kann allerdings auch durch eine entsprechend verstärkte Ausmauerungs- bzw. Auskl eidungszone ausgeglichen werden. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist eine Betriebsphase dargestellt, in der aus der Gießpfanne 16 mittels der Kipprinne 17 ein neuer Katalysator, d.h. entsprechend C-haltiges Roheisen in das Gefäßunterteil 2 eingegossen wird.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Reaktors 1st in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Das Prinzip der Erfindung, Gefäßoberteil 5 und Gefäßunterteil 2 unterschiedlich zu gestalten und beide durch die ringförmige Dichtung 7 druckdicht zu machen, ist auch hier beibehalten. In Weiterbildung dieses Prinzips verbleibt jedoch das Gefäßoberteil 5 mit dem Gefaßunterteil 2 1n einer dauernd dichtenden Position, so daß der Reaktor insgesamt bei den einzelnen Verfahrensphasen gekippt wird. Der Katalysator 3 bzw. die Roheisenschmelze 3a bzw. die Schlacke 3b
gelangen durch eine gesonderte Öffnung 18 im Gefäßoberteil 5 aus dem Reaktor, wobei die Öffnung 18 mittels eines Deckels 19 ■ verschließbar ist. Hier ist, wie beschrieben, das Gefäßoberteil 5 beständig über die Dichtung 7 mit dem Gefäßunterteil 2 verbunden. Die Schlacke 3b wird, sobald sich der CO-Anteil bzw. H2-Anteil des Abgases ändert, entsprechend einem Abgasanalyse-System in den sich daraus ergebenden Abständen abgekippt, wobei der Deckel 19 geöffnet und dann wieder geschlossen wird. Der Deckel 19 ist gemäß Fig. 4 angehoben, so daß die Kipprinne 17 zum Einbringen von Roheisenschmelze 3a mittels der Kipprinne 17 benutzt werden kann. Dieses System eignet sich besonders für das druck- bzw. temperaturabhängige Vergasen der entsprechenden Brennstoffe, wie Müll, Klärschlamm oder Kohlenstaub.
Die Bodenabstichvorrichtung 10 ist nach einem weiteren Ausführungsbeispiel (Fig. 5) entbehrlich, indem Schlacke über den Gefäßrand 14 und der flüssige Katalysator 3 bzw. die Roheisenschmelze 3a durch die Ausgießschnauze 15 abgestochen werden. Die Herstellung des Gefäßunterteils 2 kann insbesondere bei Verzicht auf die Bodenabstichvorrichtung 10 trogförmig, wannenförmig oder rinnenförmig erfolgen.
Währenddem das Gefäßoberteil 5 gemäß Fig. 1 mittels von Kühlmittel durchflossenen Rohrelementen 12 gekühlt ist, weist gegebenenfalls das Gefäßunterteil 2 ebenfalls eine Kühleinrichtung 20 für den Gefäßmantel 2a und/oder für das resistente Material 6, d.h. für die Auskleidung auf. Hierbei können die kühlmittel führenden Rohre 21 auf dem Gefäßmantel 2a oder innerhalb des Gefäßmantels 2a, d.h. in Berührung mit der Ausmauerung bzw. Auskleidung angeordnet sein.
Der erfindungsgemäSe Reaktor eignet sich in einer der alternativen Ausführungsformen für alle C- bzw. H2-haltigen zu verbrennenden Stoffe, wie Müll, Klärschlamm, pulverisierte Kohle und dgl., wobei eine gewünschte Reaktionsgas-Zusammensetzung durch Zuführen von weiteren Kohlenstoff- bzw. Wasserstoffverbindungen in Form von Mantel gasen oder unmittelbar durch Blasrohre erhalten werden kann.

Claims (11)

  1. Mannesmann Aktiengesellschaft 29. Aug. 1983
    Mannesmannufer 2 22 960 - Fl/Schi
    Dussel dorf ."■■'...
    Reaktor für die Erzeugung von Reaktionsgasen
    Patentansprüche
    Reaktor für die Erzeugung von Reaktionsgasen, insbesondere von CO und H2, der aus einem Gefäß besteht, das zumindest teilweise mit einem Katalysator gefüllt ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Gefäß (1) aus einem den Katalysator (3) aufnehmenden, mit resistentem Material (6) ausgekleideten Gefäßunterteil (2) und einem gekühlten, metallischen Gefäßoberteil (5) besteht, wobei zwischen Gefäßoberteil (5) und Gefäßunterteil (2) eine ringförmige Dichtung (7) vorgesehen ist und wobei an dem metallischen Gefäßoberteil (5) eine Gasabzugsleitung (8) angeschlossen ist.
  2. 2. Reaktor für die Erzeugung von Reaktionsgasen, wie z.B. CO und H2, insbesondere aus Kohle und Sauerstoff, der aus einem Gefäß besteht, das zumindest teilweise mit einer Roheisenschmelze gefüllt ist, wobei Zuführungsrohre für Kohle und Sauerstoff sowie weitere Aktions- bzw. Reaktionsstoffe vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
    daß das Gefäß (1) aus einem die Roheisenschmelze (3a) aufnehmenden mit Feuerfestmaterial (6) ausgekleideten Gefäßunterteil (2) und einem gekühlten, metallischen Gefäßoberteil (5) besteht, wobei zwischen Gefäßoberteil (5) und Gefäßunterteil (2) eine ringförmige Dichtung (7) vorgesehen ist und wobei an dem metallischen Gefäßoberteil (5) eine Gasabzugsleitung (8) angeschlossen 1st.
  3. 3. Reaktor nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
    daß das Gefäßoberteil (2) und das Gefäßunterteil (5) relativ zueinander auseinanderbewegbar sind und daß die ringförmige Dichtung (7) aufhebbar ist.
  4. 4. Reaktor nach den Ansprüchen 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß entweder das Gefäßoberteil (5) heb- und senkbar oder das Gefäßunterteil (2) heb- und senkbar ist.
  5. 5. Reaktor nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
    daß das Gefäßunterteil (2) um eine horizontale Kippachse (9) schwenkbar ist.
  6. 6. Reaktor nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
    daß das gekühlte, metallische Gefäßoberteil (5) mit von Kühlmittel durchflossenen Rohrelementen (12) bestückt ist.
  7. 7. Reaktor nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
    daß das kippbare Gefäßunterteil (2) mit einer seitlichen Ausgießschnauze (15) versehen 1st. 5
  8. 8. Reaktor nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
    daß das Gefäßunterteil (2) mit einer Bodenabstichvorrichtung (10) versehen ist, die ein Bodenverschlußorgan (11) aufweist. 10
  9. 9. Reaktor nach den Ansprüchen 1 bis 5, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet,
    daß das Gefäßunterteil (2) trogförmig, wannenförmig oder rinnenförmig ausgebildet ist. 15
  10. 10. Reaktor nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäßunterteil (2) mit einer Kühleinrichtung (20) für den Gefäßmantel (2a) und/oder für das resistente Material (6) versehen ist.
  11. 11. Reaktor nach den Anspüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
    daß das Gefäßunterteil (2) rotationssymmetrisch ausgebildet ist. 25
DE19833332970 1983-09-13 1983-09-13 Reaktor fuer die erzeugung von reaktionsgasen Ceased DE3332970A1 (de)

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