DE3331268A1 - Rohrheizkoerper - Google Patents
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Description
•.3—
Rohrheizkörper
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf einen Rohrheizkörper für Heizungszwecke, insbesondere auf einen Rohrheizkörper, der
als mit natürlicher Konvektion arbeitendes Heizgerät (Konvektor) ausgebildet ist. .
Mit natürlicher Konvektion arbeitende Heizkörper sind bereits bekannt; sie haben etwa die in Fig. 1 gezeichnete Form und enthalten
eine langgestreckte, stabförmige elektrische Wärmequelle 6, beispielsweise einen gekapselten Heizer mit einer Heizwendel
und einer isolierenden Ummantelung, und sind im übrigen mit in Abstand voneinander stehenden Rippen 7 versehen, die
an der Außenseite der Ummantelung befestigt sind. Um den Wirkungsgrad des Wärmeübergangs zu verbessern, sollte unbedingt
ein unmittelbarer Kontakt zwischen der Außenseite der Wärmequelle 6 und den Rippen 7 bestehen, jedoch muß die Wärmequelle
6 durch eine öffnung in jeder Rippe 7 leicht hindurchführbar sein; der Durchmesser der öffnung muß dazu geringfügig
größer sein als der Außendurchmesser der Wärmequelle, so daß nur ein unvollkommener Kontakt zwischen der Wärmequelle - 6 und
den Rippen 7 entsteht oder sogar ein spaltartiger Zwischenraum verbleibt. Wenn man den Zwischenraum nach dem Einführen der
Wärmequelle 6 ausfüllen will, könnte man daran denken, den Durchmesser der Wärmequelle 6 zu vergrößern, um engen Kontakt
zu erhalten, es ist aber nicht möglich, für diesen Anwendungsfall eine Wärmequelle zu entwickeln, die eine derartige Selbstverformung
zuläßt.
Die obengenannten Heizelemente sind daher ohne einen Zwischenraum zwischen Wärmequelle und Rippen nicht herzustellen,
und deshalb besteht nur ein schlechter Wärmeübergang zwischen
der Wärmequelle und der Umgebungsluft. Außerdem stellt sich
bei fast allen üblichen Wärmequellen ein erheblicher Temperaturgradient in Längsrichtung der Wärmequelle ein, so daß
es leicht passieren kann, daß die Rippen in Abhängigkeit von ihrer Lage in Längsrichtung der Wärmequelle unterschiedlich
stark erwärmt werden, und daher nimmt die Gesamtleistung des Heizkörpers ab, während doch ein Arbeiten mit bestem Wirkungsgrad
anzustreben ist. Ein weiterer durch den Aufbau des angegebenen Heizelements begründeter Nachteil ist, daß die Rippen
zeitweise in solchem Maße überhitzt sein können, daß ein Heizen mit mäßig hoher Heizkörpertemperatur nicht möglich ist.
Heizelemente der angegebenen Art werden im allgemeinen in ein Gehäuse 1 eingesetzt; Fig. 4 zeigt einen erfindungsgemäßen
Heizkörper in einem derartigen Gehäuse 1. Heute wird, je nach dem Raum, in dem die Heizelemente verwendet werden, vielfach
eine Verbesserung der Warmeübertragungseigenschaften gefordert. Um die abgegebene Wärmemenge zu erhöhen, kann in erster
Linie die Zahl der Rippen vergrößert werden, aber eine bloße Erhöhung der Rippenzahl an einer Wärmequelle unveränderlicher.
Länge hat sich als weniger wirksam erwiesen, weil zu dicht nebeneinander stehende Rippen offensichtlich die durch die
Rippen aufwärts gerichtete Luftströmung behindert, sodaß letztlich ein geringerer Wärmeübergang von den Rippen art die Luft
erfolgt. Man muß daher die Wärmequelle verlängern, damit die Zahl der darauf anbringbaren Rippen erhöht, aber gleichzeitig
der- gegenseitige Abstand auf einem optimalen Wert gehalten werden
kann, oder man muß ein weiteres Heizelement mit gleicher Wärmequelle hinzufügen und damit die Zahl der Heizelemente erhöhen.
Die erstgenannte Maßnahme hat aber den Nachteil, daß das durch ein neues Heizelement mit größerer Wärmeübertragung
ersetzte alte Heizelement weggeworden werden muß, und. bei dem zweiten Verfahren macht das Ansetzen eines weiteren Heizers
eine größere Zahl von verhältnismäßig teuren Wärmequellen erforderlich, so daß die Heizanlage mit höherer Wärmeübertragung
höhere Kosten verursacht.
Mit der Erfindung werden die erwähnten Nachteile beseitigt; danach ist ein einheitlicher Aufbau mit einem seiner Wirkung
nach an sich bekannten sogenannten Wärmeübertragungsrohr vorgesehen, um eine bessere Wärmeübertragung von einer Wärmequelle
auf die umgebende Luft zu erzielen. Der erfindungsgemäße Rohrheizkörper besteht aus einem Hauptrohr und einem Nebenrohr,
die durch eine Verbindungsrohranordnung miteinander verbunden sind, so daß ein abgeschlossener Raum definiert ist, in welchem
ein -Wärmeübertragungs- oder Arbeitsfluid einen Kreislauf von
Verdampfung und Kondensation durchläuft. Haupt- und Nebenrohr sind parallel zueinander angeordnet und liegen praktisch waagerecht,
wobei die Verbindungsrohranordnung von dem Hauptrohr nach oben zu dem Nebenrohr verläuft. Durch das Hauptrohr zieht
eine langgestreckte Wärmequelle, die in Wärmekontakt mit dem Arbeitsfluid steht, das in flüssiger Form eingefüllt ist; die
Wärmequelle dient zum Verdampfen des Arbeitsfluids. Das verdampfte
Fluid breitet sich in alle Teile des abgeschlossenen Raums aus und kondensiert dann an der Innenseite der verschiedenen
Rohre, wobei die gebundene Verdampfungswärme an die Umgebungsluft abgegeben wird. Das kondensierte Fluid fließt dann
wegen seines Eigengewichts durch die Verbindungsrohranordnung zum Hauptrohr zurück, so daß>sich in dem abgeschlossenen Raum
ein ständiger Kreislauf ausbildet. Haupt- und Nebenrohr sind jeweils mit einer Gruppe von vertikal stehenden Abstrahlungsrippen
versehen, die mit Abstand voneinander über die Rohrlänge verteilt sind, damit die wärmeabgebende Oberfläche vergrößert
und eine wirkungsvolle Wärmeabführung herbeigeführt wird. Bei einem derartigen Aufbau, bei dem also die Wärmequelle Abstand
von den Rippen hat, kann jedes Rohr nach dem Ansetzen der Rippen, aber vor der Einführung der Wärmequelle und des Arbeitsfluids,
in beliebiger Weise weiterbearbeitet werden, z.B. kann jedes Rohr einer Behandlung zur Vergrößerung des Rohrdurchmessers
unterworfen werden, so daß das Rohr genau an den Durch-
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messer der in die Rippen geschnittenen Öffnung angepaßt ist;
beispielsweise kann man eine Kugel mit etwas größerem Durchmesser durch jedes einzelne Rohr treiben, wodurch eine Rohrkonstruktion
entsteht, bei der kein Spaltraum zwischen dem Rohr und den Rippen mehr verbleibt. Damit wird ein maximaler
Wärmeübergang durch Wärmeleitung von dem Rohr in die Rippen erzielt, die die Wärme an die Umgebungsluft weiterleiten.
Der Erfindung liegt in erster Linie die Aufgabe zugrunde, einen neuartigen Rohrheizkörper zu entwickeln, der die Wärme mit
gutem Wirkungsgrad von der Wärmequelle in die Umgebungsluft
übertragen kann, ohne daß ein Verlust auf dem Wege von der Wärmequelle zu den Rippen entsteht, und der zur Anwendung in
Heizungskonvektoren besonders geeignet ist.
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Die in der Zeiteinheit übertragene Wärmemenge, d.h. der Warmeübertragungskoeffiziient, hängt allgemein von der Temperaturdifferenz zwischen den Grenzen eines Heizsystems ab, so daß es eine optimal erhöhte Temperatur an der Wärmequelle in Bezug auf die eine deutlich niedrigere, gleichbleibende Temperatur aufweisende einströmende. Luft gibt, wenn in der Zeiteinheit eine möglichst blohe Wärmeabgabe erzielt werden soll. Infolgedessen müssen alle Rippen praktisch die gleiche erhöhte Temperatur haben, wenn ein maximaler Wirkungsgrad der Wärmeübertragung erzielt werden soll. Mit anderen Worten: Jede vom Anbringungsort der Rippen abhängige Änderung der Temperatur setzt mit Sicherheit den Wirkungsgrad der Wärmeübertragung des Gesamtrohrs herab. Dazu gibt die Erfindung die Lehre, das Arbeitsfluid zum Erwärmen aller über die Gesamtlänge des Rohres verteilt angeordneten Rippen auf die gleiche Temperatur auszunützen.
Die in der Zeiteinheit übertragene Wärmemenge, d.h. der Warmeübertragungskoeffiziient, hängt allgemein von der Temperaturdifferenz zwischen den Grenzen eines Heizsystems ab, so daß es eine optimal erhöhte Temperatur an der Wärmequelle in Bezug auf die eine deutlich niedrigere, gleichbleibende Temperatur aufweisende einströmende. Luft gibt, wenn in der Zeiteinheit eine möglichst blohe Wärmeabgabe erzielt werden soll. Infolgedessen müssen alle Rippen praktisch die gleiche erhöhte Temperatur haben, wenn ein maximaler Wirkungsgrad der Wärmeübertragung erzielt werden soll. Mit anderen Worten: Jede vom Anbringungsort der Rippen abhängige Änderung der Temperatur setzt mit Sicherheit den Wirkungsgrad der Wärmeübertragung des Gesamtrohrs herab. Dazu gibt die Erfindung die Lehre, das Arbeitsfluid zum Erwärmen aller über die Gesamtlänge des Rohres verteilt angeordneten Rippen auf die gleiche Temperatur auszunützen.
Mit der Erfindung soll demnach weiterhin ein Rohrheizkörper angegeben werden, der in der Lage ist, den dem größten Teil
der Wärmequelle zugeordneten Temperaturgradienten zu mitteln, um auf diese Weise die von der Wärmequelle herrührende Wärme
wirkungsvoll abzugeben.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform haben die Rippen auf
dem obenliegenden Nebenrohr einen größeren gegenseitigen Abstand in Längsrichtung, d.h. zwischen ihnen ist ein größerer
Zwischenraum als zwischen den Rippen auf dem untenliegenden Hauptrohr, wodurch die gesamte von allen Rohren an die Luft
abgegebene Wärmemenge/ durch die die Luft sich erwärmen soll, erhöht wird. Es hat sich gezeigt, daß der obengenannte Wärmeübergangskoeffizient
mit der Verkleinerung des Temperaturunterschieds zwischen den Rippen und der umgebenden Luft abnimmt,
weshalb es sehr zweckmäßig ist, wenn bei Heizeinrichtungen mit einer Gruppe von Rippen, insbesondere bei einem Heizer
vom Konvektortyp, die Luft schnell an den Rippen entlangstreicht, damit diese ständig der heranströmenden Luft mit
niedrigerer Temperatur ausgesetzt sind und die Luft nicht stillsteht
und längere Zeit in Kontakt mit den Rippen bleibt, die nur zögernd weitere Wärme an von ihnen bereits erwärmte und auf
erhöhter Temperatur befindliche Luft abgeben. Das ist zu beachten, wenn mindestens zwei berippte Rohre in einem Heizkonvektor
vertikal übereinander angeordnet sind, weil das obere berippte Rohr unter bestimmten Umständen zu einer Behinderung
der aufwärts gerichteten Strömung der an den Rippen des unteren Rohres vorbeistreichenden Luft führen kann, so daß die von dem
unteren Rohr abgegebene Wärme so sehr vermindert werden kann, daß die von dem oberen Rohr abgegebene Wärmemenge die Verringerung
an dem unteren Rohr nicht auszugleichen vermag. Die obenerwähnte bevorzugte Ausführungsform stellt eine Lösung
für das beschriebene Problem dar; dazu werden die Rippen an dem oberen Rohr in größerem gegenseitigen Abstand angeordnet
als an dem unteren Rohr, so daß die von dem unteren Rohr abgegebene
Wärmemenge nicht wesentlich verringert wird, während sich gleichzeitig die Wärmemenge von dem oberen Rohr addiert,
was zu einer Erhöhung der von der gesamten Rohranordnung abgegebenen Wärmemenge führt.
-"8—
Mit der Erfindung soll also außerdem ein Rohrheizkörper angegeben werden, der mitdem ihm möglichen maximalen Wirkungsgrad
argeitet und aus dem Gesamtgerät eine maximal große Wärmemenge abgibt, wobei die Rohre mit den zugeordneten
Rippen übereinander angeordnet sind.
In Verbindung mit den genannten vorteilhaften Merkmalen stellt es sich als besonders vorteilhaft heraus, daß das Zuschalten
eines Nebenrohres ohne eigene Wärmequelle zu einer erhöhten Wärmeübertragungsleistung der Gesamtanordnung führt, ohne
daß eine verhältnismäßig teuere zusätzliche Wärmequelle verwendet,
wird; es läßt sich also eine zusätzliche Wärmeübertragungsleistung mit geringem Kostenaufwand erzielen, was im
Gegensatz zu den obengenannten bekannten Heizgeräten steht, bei denen eine weitere Wärmequelle mit gleichartigen Rippen
zusätzlich verwendet werden sollte, wenn die Wärmeübertragungsleistung erhöht werden sollte.
Die Erfindung löst demnach auch die Aufgabe, einen preiswerten Rohrheizkörper mit erhöhter Wärmeübertragungsleistung zu entwickeln.
Im Rahmen der Erfindung können vorteilhafterweise zwei Arten Thermostate eingesetzt werden, um eine ungewöhnliche oder
übermäßige Wärmeentwicklung an dem Gerät zu vermeiden, indem die Wärmequelle abgeschaltet wird, wenn das Gerät eine derart
überhöhte Temperatur erreicht; bei einem dieser Thermostaten erfolgt die Rückstellung automatisch, wenn die Temperatur gegenüber
der Arbeitstemperatur wieder abgesunken ist, der andere Thermostat gehört zum Typ der Thermostaten, die nur durch einen
handbetätigten Schalter zurückgestellt werden können. Der erstgenannte Thermostat wird zum Abtasten der durch einen Unfall
bedingten Temperaturerhöhung benutzt, die auf äußere Einflüsse zurückzuführen ist und nicht von dem Gerät selbst herrührt,
während der letztgenannte Thermostat die Temperaturerhöhung
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abtasten soll,- die ihre Ursache im Gerät selbst hat, wodurch
ein ausreichender, von den Ursachen abhängiger Schutz erreicht ist, um eine sichere Arbeitsweise des Geräts zu erzielen.
Diese und noch weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung lassen sich deutlicher anhand der ausführlichen Beschreibung
im Zusammenhang mit den Zeichnungen erläutern:
Fig. 1 ist eine perspektivische, teilweise schematisch gehaltene Darstellung eines typischen Heizelements nach
dem Stand der Technik;
Fig. 2 ist eine perspektivische, teilweise schemati'sch gehaltene
Darstellung eines erfindungsgemäßen Rohrheizkörpers;
Fig. 3 ist ein Längsschnitt durch den in Fig. 2 gezeichneten Rohrheizkörper;
Fig. 4 zeigt in perspektivischer Ansicht unterFortlassung
eines Teils des Gehäuses einen Rohrheizkörper nach Fig. 2 in eingebautem Zustand;
Fig. 5 ist ein Aufriß einer abgeänderten Form eines Rohrheizkörpers;
Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung von der Seite;
Fig. 7 ist eine teilweise schematisch gehaltene perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
bei der drei Nebenrohre mit einem Hauptrohr zusammengesetzt sind;
Pig. 8 ist ein Diagramm zur Verdeutlichung der Abhängigkeit des Wärmeübertragungskoeffzienten je Rippe des
unteren (Haupt-)Rohres und des oberen (Neben-)Rohres
von dem Betrag des Abstands zwischen längs der Rohre angeordneten negeneinanderstehenden Rippen;
Fig. 9 ist ein Diagramm des Verlaufs der Wärmeabgabe von der Gesamtheit der Rippen eines Rohres begrenzter
Länge in Abhängigkeit von dem Abstand zwischen benachbarten, glei.chabs tändig über die Rohr länge verteilten
Rippen;
Fig. 10 ist ein Aufriß einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung, wobei ein Teil des Heizkörpers weggebrochen ist;
Fig. 11 zeigt eine nochmals veränderte Ausführungsform der '
Erfindung;
Fig. 12 stellt den Rohrheizkörper nach Fig. 11 im Aufriß dar;
Fig. 13 zeigt in größerem Maßstab die Enden des Heizkörpers nach Fig. 11;
Fig. 14 zeigt schematisch die elektrische Schaltung mit einem ummantelten Heizstab als Wärmequelle für die Vorrichtung
sowie die zwischengeschalteten Thermostate/ die eine überhitzung der Vorrichtung verhindern sollen.
In den Fig. 2 bis 4 wird eine bevorzugte Ausführungsform eines durch natürliche Konvektion heizenden .Rohrheizkörpers dargestellt.
Der Heizkörper besteht aus einem Hauptrohr 8/ das bei dem Einbau im wesentlichen waagerecht liegt/ einem oberhalb
des Hauptrohres angeordneten Nebenrohr 9, zwei vertikal aufsteigenden Verbindungsrohren 10, die Hauptrohr und Nebenrohr
-■--ii -■
an den beiden Längsenden miteinander verbinden, so daß in dem Rohrheizkörper zusammen mit dem Hauptrohr 8 und dem
Nebenrohr 9 ein abgeschlossener Raum gebildet wird, einer durch das Hauptrohr 8 sich erstreckenden, längsausgedehnten
Wärmequelle 14 und einem Wärmeübertragungs- oder Arbeitsfluid
15, das bei Betriebstemperatur des Geräts in flüssigem Zustand in das Hauptrohr 8 eingefüllt ist. Hauptrohr und Nebenrohr
haben einheitlichen Durchmesser und tragen jeweils eine Gruppe von Abstrahlungsrippen 16, die in gleichmäßigem Abstand
über die Rohrlänge verteilt angeordnet sind. Die beiden Längsenden jedes Rohres, sind geschlossen, so daß durch die
•Teile 8, 9 und 10 der erwähnte abgeschlossene Raum gebildet wird, aus dem die Luft vorzugsweise entfernt ist und der mit
einer kapillaren Auskleidung auf der Innenseite versehen ist. Koaxial durch das Hauptrohr 8 verläuft ein Schutzrohr 11,
dessen Endstücke dichtend verbunden sind mit den zugeordneten Abschlußwänden 12 und 13 des Hauptrohres 8. Bei der Wärmequelle
14 handelt es sich um ein sogenanntes ummanteltes Heizelement, bestehend aus einer Heizwicklung und einer die Wicklung umgebenden
Keramikisolierung; die Heizwicklung reicht durch die gesamte Länge des Schutzrohres 11, und die Anschlußenden ragen
aus dem Rohr heraus und werden an eine (nicht gezeichnete) Stromquelle angeschlossen. Das Arbeitsfluid 15 ist ein Fluid,
das eine große Wärmemenge mitführt, indem es dem Wechsel von Verdampfung und Kondensation unterworfen wird; es ist so gewählt,
daß es bei normaler Betriebstemperatur flüssig ist und einen niedrigen Siedepunkt hat, der unter der Temperatur liegt, die
die Wärmequelle erreichen soll. Für die Wohnraumbeheizung können Ammoniak, Wasser oder Freon als Arbeitsfluid 15 verwendet werden.
Von dem Arbeitsfluid 15 wird in das Hauptrohr 8 soviel eingefüllt, daß das Schutzrohr 11 vollständig bedeckt ist, so
daß die von der Wärmequelle 14 ausgehende Wärme ohne Verlust in das Arbeitsfluid 15 übergehen kann.
Nachdem die Wärmequelle 14 eingeschaltet ist, erwärmt sie das
Schutzrohr 11, das das an ihm unmittelbar anliegende Arbeitsfluid
15 verdampft. Der dadurch entstandene Dampf dehnt sich aus und verteilt sich in das gesamte Innere des abgeschlossenen
Raums als der eine Bestandteil/ der durch die Verbindungsleitungen 10 in das obere Nebenrohr 9 fließt; dann kondensiert
der Dampf an allen anderen Flächen, einschließlich Verbindungsrohre 10, Hauptrohr 8 und Nebenrohr 9 und gibt dadurch die in
ihm gebundene Verdampfungswärme an die umgebende Luft ab, hauptsächlich über die mit Abstand voneinander angeordneten Rippen
am Hauptrohr 8 und Nebenrohr 9. Das in dem obenliegenden Nebenrohr 9 verflüssigte Arbeitsfluid 15 fließt durch die Verbindungsleitungen
10 zurück in das untere Hauptrohr 8 und wird wiederum erhitzt und zum Verdampfen gebracht, während das in
dem Hauptrohr 8 verbleibende Arbeitsfluid seine Wärme sowohl durch Wärmeleitung in flüssiger Form als auch dadurch abgibt,
daß es verdampft wird. Indem das Arbeitsfluid 15 seinen Wechsel zwischen Verdampfung und Kondensation wiederholt, kann die Wärme
von der Wärmequelle schnell auf den gesamten Heizkörper übertragen werden, so daß Hauptrohr 8 und Nebenrohr 9 gleichmäßig
erwärmt werden. Die Verbindungsrohre 10 verlaufen vorzugsweise vertikal, um das Abwärtsfließen des verflüssigten Arbeitsfluids
in das Hauptrohr 8 zu erleichtern, aber die Verbindungsrohre können auch geneigt stehen, sofern vorausgesetzt werden kann,
daß das verflüssigte Arbeitsfluid unter seinem Eigengewicht aus dem Nebenrohr 9 in das Hauptrohr zu fließen vermag. Bei
der obenbeschriebenen Ausführungsform hat der abgeschlossene
Raum die Gestalt einer geschlossenen Schleife, so daß das verdampfte Fluid in der Schleife in einer bestimmten Richtung
zirkulieren wird, wenn es in diesem Kreislauf kondensiert, wodurch die Gefahr geringer wird, daß das verdampfte Fluid .
bei seinem Kreislauf mit verflüssigtem oder kondensiertem Fluid zusammenstößt; der Kreislauf des Arbeitsfluids 15 erfaßt
also das vollständige Gerät. Bei dieser Anordnung mit durch die beiden an entgegengesetzten Enden angeordneten Verbindungsrohre
10 geschlossener Schleife ergibt sich eine bes-
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sere Wirkung, wenn man das obere Ende des einen Verbindungsrohres 10 in das Nebenrohr 9 hineinragen läßt, während das
untere Ende des anderen Verbindungsrohres 10 nach unten in das Arbeitsfluid 15 hineinragt, das sich in flüssiger Form
in dem Hauptrohr 8 befindet. Außerdem kann das eine Verbindungsrohr 10 durch Umbiegen als Fortsatz 19 des Nebenrohres 9
ausgeführt sein (vgl. Fig. 5). In Fig. 6 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt; danach ist mehr
als nur eine aus Wärmequelle 14 und Schutzrohr 11 gebildete Anordnung durch das Hauptrohr 8 gezogen, um die Heizleistung
des Geräts zu erhöhen.
Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit mehr als einem Nebenrohr 9, das die gleiche Anordnung von
Rippen 16 trägt wie das Hauptrohr; damit soll eine erhöhte Heizleistung der Vorrichtung erzielt werden. Bei dieser Ausführung
befindet sich ein Nebenrohr 18 seitlich neben dem Hauptrohr 8, und die verbleibenden beiden Nebenrohre 9 sind über dem Hauptrohr
8 bzw. über dem Nebenrohr 18 angeordnet. Die seitlich nebeneinander liegenden Nebenrohre 9 in der oberen Reihe werden
durch zwei waagerecht verlaufende Verbindungsrohre 17 miteinander ebenso verbunden wie das Hauptrohr 8 und das seitlich
danebenliegende Nebenrohr 18 durch zwei waagerecht verlaufende Verbindungsrohre o7 miteinander verbunden sind, während die
vertikal übereinanderliegenden Rohre jeweils durch vertikale Fortsatzrohre 19 miteinander verbunden sind. Außerdem kann
über dem Nebenrohr 9 ein weiteres, mit diesem zusammenwirkendes Nebenrohr 9 angeordnet werden.
Bei diesem räumlichen Aufbau des Rohrheizkörpers läßt sich ein zusätzliches Nebenrohr unter Anwendung der üblichen Rohrverbindungstechnik
anschließen, um die Zahl der Nebenrohre im Verhältnis zu dem einzigen Hauptrohr 8 leicht durch mindestens
ein Verbindungsrohr zu vergrößern. Damit soll die ganze Anordnung ohne Einsatz einer zusätzlichen Wärmequelle oder
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ohne Ersatz der alten Wärmequelle durch eine neue, leistungsfähigere
Wärmequelle auf höhere Leistung gebracht werden. Da Haupt- und Nebenrohr einfache Hohlkörper sind/ können die
Außendurchmesser der Rohre mit den daran befestigten Rippen . leicht vergrößert werden, etwa indem eine Kugel größeren Durchmessers
durch die Rohre getrieben wird, so daß die Rippen 16 einen engen Kontakt mit den Rohren erhalten und kein Zwischenraum
zwischen den Rohren und den Rippen verbleibt; dadurch ergibt sich eine einwandfreie Wärmeleitung von den erwärmten
Rohren auf die Rippen. Die erwähnten Zwischenräume lassen sich bei den bekannten Heizelementen nicht vermeiden, weil die
Rippen unmittelbar auf der Wärmequelle angebracht sind, die ihrerseits keiner Behandlung zur Vergrößerung ihres Durchmessers
unterworfen werden kann.
Der erfindungsgemäße Rohrheizkörper wird in den meisten Fällen
für die Raumheizung verwendet und wird dazu, wie in Eig. 4 gezeigt,
in ein Gehäuse 1 mit einer unteren öffnung 4 gesetzt, durch die die Luft einströmt, um Wärme von der Vorrichtung
aufzunehmen. Die erwärmte Luft strömt dann nach oben durch eine obere öffnung 5 des Gehäuses 1 ab und setzt damit ihren Weg
durch das Gerät in Form von natürlicher Konvektion fott. Das
Arbeitsfluid leitet die Wärme in dem Gerät von der Wärmequelle 14 zu den Rippen 16 des Hauptrohres 8 und des Nebenrohres
in Gestalt von Dampf und/oder Flüssigkeit, so daß eine übermäßige Erwärmung vermieden und eine milde und behagliche Heizung
erreicht wird. Hierzu sei angemerkt, daß bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung als besonderes Merkmal die in das
Hauptrohr 8 eingesetzte Wärmequelle 14 vorgesehen ist, womit ein deutlicher Vorteil gegenüber dem üblichen Heizrohraufbau
erzielt wird, bei dem eine Wärmequelle an der Außenseite angebracht ist, insofern als die Wärme von der Wärmequelle 14 verlustlos
an das Arbeitsfluid abgegeben werden kann. Das erfindungsgemäße Gerät zeigt somit ein gutes Wärmeaustauschverhalten.
Wenn auch das Schutzrohr 11, das die Wärmequelle aufnimmt, im Rahmen der Erfindung keine besondere Bedeutung hat, verhilft
es doch zu vorteilhaften Eigenschaften:
I) Die Wärmequelle 14 kann im Schadensfalle leicht ausgewechselt
werden;
II) die Wärmequelle 14 braucht nicht unmittelbar an dem Hauptrohr 8 befestigt zu werden und ist nicht extrem hohen Temperaturen
ausgesetzt, die sonst angewendet werden müßten, wenn eine Hartlötung oder dergleichen zum dichten Einsetzen der
Wärmequelle in das Rohr erforderlich wäre, sobald die Wärmequelle unmittelbar mit dem Rohr fest verbunden werden müßte;
es besteht also keine Gefahr, daß die elektrische Isolierung der Wärmequelle beschädigt oder zerstört wird, denn derart
starke Erhitzung während des dichten Einsetzens ist mit Sicherheit die Ursache für eine Beschädigung der Wärmequelle selbst;
III) es können sehr unterschiedliche Wärmequellen benutzt werden, weil dieseKonstruktion ein unmittelbares Eintauchen der
Wärmequelle in das Arbeitsfluid entbehrlich macht;
IV) das Schutzrohr 11 gestattet eine ziemlich lockere Befestitung der Wärmequelle 14 an dem Schutzrohr, so daß dieses
sich im Erwärmungszyklus der Wärmequelle 14 verhältnismäßig ungehindert ausdehnen und zusammenziehen kann, so daß keine
übermäßig starke Beanspruchung im Verbindungsteil zwischen der Wärmequelle 14 und dem Rohr 11 auftritt und in diesem Zusammenhang
nur sehr kleine Verformungen zu erwarten sind. Unter Bezugnahme auf den Punkt III) kann auch Heißwasser als Wärmequelle
angewandt und durch das Schutzrohr 11 geleitet werden.
Um die Leistung der Vorrichtung zu prüfen, sind Tests angestellt worden; dabei wurde vorausgesetzt, daß die zwischen
den Rippen 16 an dem untenliegenden Hauptrohr 8 eintretende Luft (Fig. 2) eine niedrige Eintrittstemperatur T hat, daß
die Luft infolge der natürlichen Konvektion aufwärts zwischen den Rippen 16 an diesem Rohr 8 hindurch strömt und dabei auf
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eine höhere Temperatur T, erwärmt wird; die auf die erhöhte
Temperatur T1 gebrachte Luft gelangt anschließend zwischen
die Rippen 16 an dem obenliegenden Nebenrohr 9, von dem es eine weitere Erwärmung erfährt und auf eine noch weiter erhöhte
Temperatur T~ erwärmt wird. Die Tests wurden durchgeführt,
um Wärmeübertragungskennwerte für die Rippen in Abhängigkeit von dem gegenseitigen Abstand zwischen den in Längsrichtung
nebeneinander aufgereihten Rippen 16 zu erhalten; die Kennwerte sind die Wärmeübertragungskoeffizienten je Rippe
am unteren und am oberen Rohr. Zur Durchführung dieser Untersuchungen
wurden eine Anzahl Apparate übereinstimmender Bauweise benutzt, bei denen eine Gruppe von rechtwinkligen Rippen
übereinstimmender Abmessungen gleichabständig in Richtung der LängserStreckung jedes Rohres angeordnet waren, wobei der
gegenseitige Abstand der vertikal übereinanderliegenden Rohre einheitlich war, jedoch war der gegenseitige Abstand der
Rippen 16 oder der Zwischenraum zwischen benachbarten Rippen unterschiedlich groß. Fig. 8 zeigt in einem Diagramm die genannten
Wärmeübertragungskoeffizienten in einer mit ausgezogener Linie gezeichneten Kurve für das untenliegende Hauptrohr
8 und in einer gestrichelten Kurve für das obenliegende Nebenrohr 9. Aus Fig. 8 ist zu entnehmen, daß der Wärmeübertragungskoeffzient
für das Hauptrohr wie für das Nebenrohr eine übereinstimmende Tendenz zur allmählichen Zunahme mit zunehmendem
gegenseitigen Abstand der Rippen zeigt, daß der Koeffizient jenseits eines bestimmten Abstandswertes aber nicht
weiter zunimmt. Nach der gleichen Figur liegt der Koeffizient aber an dem Hauptrohr 8 über den gesamten Bereich der unterschiedlich
großen Zwischenräume über demjenigen, der für den gesamten Bereich der unterschiedlichen Zwischenräume an dem
obenliegenden Nebenrohr 9 gemessen wurde; beispielsweise'ist
der Koeffizient für die Rippe an dem Nebenrohr 9 bei einem Zwischenraum von 5 mm etwa halb so groß wie derjenige am untenliegenden
Hauptrohr 8 für den gleichen Zwischenraum, was,
333126?
wenn man berücksichtigt, daß die zwischen die Rippen an dem
oberen Rohr eintretende Luft von Haus aus eine höhere Temperatur hat als die an den Rippen des unteren Rohrs eintre-.tende
Luft, gut mit der allgemeinen Erkenntnis übereinstimmt, daß die von jeder Rippe in der Zeiteinheit abgegebene Wärmemenge
mit zunehmender Temperaturdifferenz zwischen den Rippen und der heranströmenden Frischluft wächst. Aus dem Obengesagten
erklärt sich, daß die unter natürlicher Konvektion strömende Luft mit erhöhter Strömungsgeschwindigkeit fließt,
wenn der Zwischenraum zwischen den in Längsrichtung nebeneinander angeordneten Rippen größer wird, so daß jede Rippe einer
großen Menge einströmender Luft von niedriger Temperatur ausgesetzt werden kann, um wirksam Wärme an die Luft übertreten
zu lassen, und daß es einen bestimmten Wert gibt, jenseits dessen die Luft ihre Strömungsgeschwindigkeit nicht weiter
erhöht, um noch mehr Wärme von jeder Rippe in der vorüberstreichenden Luft mitzunehmen. Vorteilhafterweise wird zur
Erhöhung der Heizleistung also eine große Menge kühler Frischluft durch den Bereich der Rippen geleitet, aber nicht die bereits
erwärmte Luft im Bereich der Rippen festgehalten, die daran gehindert sind, weitere Wärme an Luft von erhöhter Temperatur
abzugeben. Andererseits ist es natürlich zweckmäßig, die Zahl der Rippen auf jedem Rohr zur Erhöhung der Heizleistung zu vergrößern, aber zu ,viele oder zu engstehende Rippen
auf dem Rohr behindern mit Sicherheit die natürliche Konvektion der durch die Rippen nach oben strömenden Luft, so daß
der Wärmeübertr.agungskoeffizient erniedrigt wird, wie sich das an.den Abfällen der beiden Kurven in Fig. 8 erkennen läßt.
Hieraus kann der Schluß gezogen werden, daß die von der Gesamtheit der Rippen auf dem Rohr abzuziehende Wärmemenge einen
in Beziehung zu der unterschiedlichen Zahl von Rippen stehenden Maximalwert hat; Fig. 9 ist gezeichnet, um in einfacher
Weise den Zusammenhang zwischen der allgemeinen Änderung der von der Gesamtheit der Rippen des Rohrs von begrenzter Länge
abgezogenen Wärmemenge in Abhängigkeit von der Zahl der Rippen darzustellen. Daraus ist zu schließen, daß die Rippen
auf dem Rohr einen Minimalabstand haben sollten, durch den
der Wärmeübertragungskoeffizient noch nicht wesentlich herabgedrückt wird, so daß an jedem Rohr auf einer begrenzten Länge
so viele Rippen angebracht werden können, daß die Wärme noch wirksam abgeführt werden kann.
Es ist noch einmal auf die Erörterung über die Wirksamkeit der Wärmewegführung von den tandemartig vertikal übereinander
angeordneten Rohren zurückzukommen. Zunächst muß darauf hingewiesen werden, daß eine Anordnung von Rohren vertikal übereinander
Vorteile hinsichtlich der Raumersparnis für die Installation der Vorrichtung erbringt gegenüber einer möglichen
Anordnung mit Rohren gleicher Länge und mit einer gleichen Zahl von Rippen, wenn diese Rohre in Längsrichtung hintereinander
oder quer nebeneinander angeordnet sind, weil diese Anordnungen einen weit längeren oder tieferen Raum in der
Nähe der Zimmerwand, an der der Heizkörper angebracht ist, erfordern, und ein solcher Raumbedarf läßt sich unter normalen
Verhältnissen nicht erfüllen. Die nachstehenden Überlegungen betreffen daher eine Erhöhung des Wirkungsgrades der Wärmeübertragung
des unteren Rohres, verglichen mit derjenigen des oberen Rohres und umgekehrt, um damit die gesamte Wärmemenge
zu vergrößern, die von der Gesamtvorrichtung abgegeben werden kann. Wie oben begründet, sollte die Luft schnell an den
Rippen vorbeiströmen und nicht dazwischen stehen bleiben, damit die Rippen fortlaufend frische Luft, niedrigerer Temperatur
empfangen, so daß die an die Luft abgegebene Wärmemenge für den konvektorartigen Rohrheizkörper erhöht werden kann.
Jedes Rohr kann daher für sich so entworfen werden, daß so viele Rippen mit einem kleinstmöglichen Zwischenraum angeordnet
werden, daß die Menge der von jedem Rohr abgegebenen Menge groß wird. Bei diesem Versuch ergibt sich aber das
schwerwiegende Problem, daß die Rippen an danach entworfenen
oberen Rohren in Wirklichkeit den zwischen den Rippen hindurchziehenden Luftstrom, der von den Rippen an dem unteren
Rohr unter der Wirkμng natürlicher Konvektion aufsteigt,
behindern können, so daß die von dem unteren Rohr abgegebene Wärmemenge erheblich herabgesetzt wird; daraus folgt, daß
die für das obere Rohr vorgesehene Konstruktion offensichtlich nicht dazu geeignet ist, die Gesamtheizleistung zu erhöhen.
Um diese Schwierigkeit zu umgehen, sieht die Erfindung vor, mit einer Konstruktion zu arbeiten, wie sie in Fig. 10
gezeichnet ist; danach sind die Rippen an dem obenliegenden Nebenrohr 9 mit größeren Zwischenräumen angebracht als ie
Rippen an dem untenliegenden Hauptrohr 8. Zwar mag es für den vorgesehenen Zweck geboten erscheinen, bessere Abflußmöglichkeiten
für die durch die Rippen beider Rohre streichende Luft dadurch zu schaffen, daß die Zahl der Rippen auf dem
oberen wie dem unteren Rohr um unterschiedliche oder gleiche Beträge verringert wird, eine bessere Wirkung wird aber erzielt,
wenn das untere Rohr 8 eine größere Anzahl Rippen 16 erhält als das obere Rohr 9, wobei die oben gewonnene Erfahrung
genutzt wird, daß die Rippen auf dem unteren Rohr 8 der Luft mit niedrigerer Temperatur ausgesetzt sind, so daß von
ihnen mehr Wärme abgegeben wird als von den Rippen des zweiten Rohres. Aus diesem Grunde sieht die Ausführung nach Fig. 10
vor, die Rippen 16 auf dem obenliegenden Nebenrohr 9 in Längsrichtung mit größeren Abständen (B) anzuordnen als die Rippen
16 an dem untenliegenden Hauptrohr 8, bei dem der Abstand (A) kleiner ist; daraus folgt, daß an dem obenliegenden Rohr
9 eine kleinere Zahl von Rippen angebracht iSb als an dem untenliegenden
Rohr 8. Die speziellen Werte für die unterschiedlichen Abstände der Rippen auf dem oberen und dem unteren
Rohr richten sich nach der Leistung der benutzten Wärmequelle, dem Material und den Abmessungen der Rohre, der Rippen und
ähnlichem.
Die Figuren 11 bis 14 zeigen weitere Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, wobei eine Einrichtung vorgesehen
ist, durch die eine unnütze oder übermäßige Erwärmung des Heizkörpers verhindert wird. Diese Einrichtung weist mindestens
einen ersten Thermostaten 21 auf, der an einer der Abschlußkappen 20 angebracht ist, die die Enden des Hauptrohres
8 verschließen, sowie mindestens einen zweiten Thermostaten 23, der an einer der Abschlußkappen 22 angebracht ist, die in entsprechender
Weise die Enden des Nebenrohres 9 verschließen. Fig. 14 zeigt, daß diese Thermostaten und die Wärmequelle 14
in Reihe mit einer Wechselstromquelle 24 geschaltet sind. Der
erste Thermostat 21 kann nur mit einem mit dem Thermostaten verbundenen handbetätigten Schalter zurückgestellt werden; er
tastet die Wandtemperatur des Hauptrohres 8 ab und schaltet die Wärmequelle 14 ab, wenn deren Temperatur einen bestimmten
Wert erreicht, während der zweite Thermostat 23 automatisch zurückgestellt wird und die Wandtemperatur des Nebenrohres 9
abtastet, die für die Gesamtvorrichtung kennzeichnend ist; der Thermostat 23 schaltet die Wärmequelle 14 ab, wenn jene
Temperatur einen anderen vorbestimmten Wert erreicht, und schaltet die Wärmequelle automatisch wieder ein, wenn die Temperatur
auf einen unteren Wert gefallen ist; dabei schaltet der erste Thermostat 21 die Wärmequelle 14 bei einer Temperatur
ab, die höher als diejenige liegt, bei der der Thermostat 23 eine entsprechende Abschaltung vornimmt.
Die genannten Thermostäte 12 und 23 arbeiten folgendermaßen:
Wenn der das Gerät durch natürliche Konvektion durchfliessende
Luftstrom etwa durch einen zufälligen Verschluß der oberen und/oder der unteren Öffnung des Gehäuses 1 unterbrochen ist,
so daß der Heizkörper eine außergewöhnlich hohe Temperatur erreicht, und zwar unmittelbar nachdem der Heizkörper diese
höhere Temperatur erreicht hat, greift der Thermostat 21 ein und läßt die Wärmequelle 14 abschalten, damit keine weitere
Erwärmung eintritt. Wenn andererseits infolge eines Lecks das Arbeitsfiuid aus dem Hauptrohr ausgeflossen ist, oder
wenn das Hauptrohr eine Schräglage gegenüber seiner üblichen waagerechten Position erhalten hat und zwar soweit, daß die
Wärmequelle 14 oder das Schutzrohr 11 aus dem in flüssiger Form vorliegenden Arbeitsfiuid heraustritt, erfolgt eine
partielle und übermäßige Erhitzung der Wärmequelle 14, wodurch vor allem das Hauptrohr 8 eine übermäßig hohe Temperatur
annimmt; in diesem Falle spricht der zweite Thermostat 23.an und veranlaßt die Abschaltung der Wärmequelle 14. Die
Abschaltung des Thermostaten 23 wird nach Beseitigung der Störung erst wieder durch einen handbetätigten Schalter aufgehoben.
Nachdem der erste Thermostat 12 sich automatisch wie· der einschaltet, dagegen der zweite Thermostat erst wieder
nach Betätigen eines Handschalters zurückgestellt werden kann und bei einer höheren Temperatur anspricht als der erste Ther
mostat 21, kann der Rohrheizkörper seinen Betrieb automatisch wieder aufnehmen, wenn die Gerätetemperatur von einem abnorm
hohen Wert abgesunken ist, sofern das Gerät selbst keinen Fehler aufweist; dagegen nimmt das Gerät den Betrieb auch dan
nicht wieder auf, wenn die Gerätetemperatur bis auf die normale Betriebstemperatur abgesunken ist, sofern das Gerät beschädigt
oder fehlerhaft bedient worden ist; letzteres ist besonders wichtig, weil das Gerät auf diese Weise nicht mehrfach
übermäßig hoch erhitzt werden kann, wie es sonst nach Absinken der Temperatur möglich wäre, wenn auch der zweite
Thermostat automatisch zurückgestellt werden könnte; bei derartigem wiederholten Hochheizen würde der Rohrheizkörper
höchstwahrscheinlich Schaden nehmen, was des sicheren Betriebes des Gerätes wegen vermieden werden muß. Im übrigen
brauchen der erste'und der zweite Thermostat nicht unbedingt
an den jeweiligen Abschlußkappen angebracht zu werden, sie lassen sich vielmehr an beliebiger Stelle anordnen, sofern d
Thermostaten dort die Temperatur des zugehörigen Rohrs ab-
tasten können. Außerdem können'zusätzliche erste und zweite
Thermostaten eingesetzt werden. Natürlich können anstelle der obengenannten Thermostaten auch übliche Schmelzsicherungen
zum Abschalten der Wärmequelle 14 verwendet werden. ]
- Leerseite -
Claims (5)
1. Rohrheizkörper für Heizzwecke/ gekennzeichne durch ein im wesentlichen waagerecht anzuordnendes
Hauptrohr,
mindestens ein oberhalb und im wesentlichen parallel zu dem Hauptrohr verlaufendes Nebenrohr, wobei Verbindungsrohre von dem Hauptrohr aus aufwärts zu dem Nebenrohr führen
und die Rohre miteinander zu einem die beiden Rohre mitumfassenden abgeschlossenen Raum verbinden,
eine langgestreckte Wärmequelle, die axial durch das Hauptrohr verläuft,
ein verdampfbares Arbeitsfluid_, das in das Hauptrohr gefüllt ist und sich bei Betriebstemperatur des Geräts in
flüssigem Zustand befindet, so daß die Wärmequelle in das Fluid eingetaucht ist, wobei Hauptrohr und Nebenrohr Abstrahlungsrippen
über ihre Länge verteilt aufweisen, und wobei das Arbeitsfluid in dem Hauptrohr die Wärme von der
Wärmequelle aufnimmt, verdampft und alle Bereiche des abgeschlossenen Raums erfüllt und an der den abgeschlossenen
Raum umschließenden Innenseite kondensiert, so daß die gebundene Verdampfungswärme an die Umgebungsluft abgegeben
wird, während das kondensierte Fluid gleichzeitig durch die Verbindungsrohre zurück in das Hauptrohr fließt.
■-Γ..2..-
2. Rohrheizkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Hauptrohr so viel Arbeitsfluid enthält, daß die Wärmequelle von der flüssigen Phase des Fluids völlig bedeckt
ist.
3. Rohrheizkörper nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein
durch das Hauptrohr sich erstreckendes Schutzrohr, das die Wärmequelle umschließt und es verhindert, daß die Wärmequelle
das Arbeitsfluid unmittelbar berührt.
4. Rohrheizkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptrohr.einen ersten Thermostaten aufweist, der die
Wärmequelle abschaltet, wenn die Temperatur in dem Hauptrohr einen bestimmten Wert erreicht, und der nur durch einen daran
befindlichen handbetätigten Schalter zurückgestellt werden kann, und daß das Nebenrohr einen zweiten Thermostaten
aufweist, der die Wärmequelle abschaltet, wenn die Temperatur in dem Nebenrohr einen anderen vorbestimmten Wert erreicht,
und der die Wärmequelle automatisch wieder einschaltet, wenn die Temperatur auf einen niedrigeren Wert fällt,
und daß die Temperatur, bei der der erste Thermostat die Abschaltung der Wärmequelle veranlaßt, höher ist als die
entsprechende Temperatur für den zweiten Thermostaten.
5. Rohrheizkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,. daß
Rippen auf dem Hauptrohr und auf dem Nebenrohr jeweils in gleichen gegenseitigen Abständen über die Rohrlänge verteilt
angeordnet sind, und daß der Abstand zwischen den Rippen auf dem Nebenrohr größer ist als derjenige der Rippen auf dem
Hauptrohr.
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