DE3329149C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft Ausgangspuffer für eine digitale
elektronische Baueinheit gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Viele elektronische Bauteile müssen ein
Mehrbit-Ausgangssignal über eine Mehrleitungs-Sammelschiene
übertragen, durch die digitale Signale von anderen
Geräten auf Zeitmultiplexbasis fließen müssen. Um
einen derartigen Datenverkehr unterzubringen, war es üblich,
einen sogenannten Drei-Zustands-Ausgangspuffer mit dem
Datenübertragungsbauteil zu verwenden. Ein derartiger
Puffer stellt in seinem "dritten Zustand" zu
der Sammelschiene einen hohen Ausgangswiderstand dar,
so daß der Datenverkehr von anderen Geräten auf der Sammelschiene
(bus) nicht beeinträchtigt wird. Wenn es für
das Bauteil notwendig ist, ein digitales Signal
zu der Sammelschiene zu liefern, wird der Puffer von
seinem Drittzustand auf den Datenzustand geschaltet,
in welchem Ausgangsdaten von dem Bauteil zu der
Sammelschiene in Form von "Einsen" und "Nullen" geliefert
werden. Nach der Sendung von Daten wird der
Ausgangspuffer in seinen hochohmigen Zustand zurückgeschaltet.
Für wirkungsvollen Datenaustausch ist es wichtig, daß
Umschaltungen zwischen den einzelnen Zuständen mit
hoher Geschwindigkeit durchgeführt werden. Üblicherweise
wurde dies unter Verwendung von Transistoren erreicht,
die für schnelles Schalten optimiert wurden,
wie zum Beispiel jene, die für TTL-Logik geschaffen
wurden. Einige Bauteile werden dennoch durch
IC-Verfahren hergestellt, die Transistoren erzeugen,
die unbrauchbar für solche Schnellschaltvorgänge
sind. Zum Beispiel wurden Verfahren zum Herstellen
von sowohl linearen Transistoren als auch von
invertierten Transistoren (sogenannte
I²L-Transistoren) auf einem Chip entwickelt, wobei
in solchen angepaßten Verfahren die Transistoren von
Natur aus eine relativ lange Speicherzeit aufweisen,
was ihre Schaltfähigkeit verlangsamt.
Ein gattungsgemäßer
Mehrstufen-Dreizustands-Ausgangspuffer mit den
Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist
bekanntgeworden aus der US-PS 43 22 640. Dieser
Puffer kann als Teil eines integrierten
Schaltkreises ausgebildet sein. Darin dient ein
Transistor als Phasensplitter bzw. als
Datensignal-Phasenteileinrichtung. Beim Umschalten
in den hochohmigen Zustand wird dessen Basis auf
Null gesetzt. Wenn dieser bekannte Ausgangspuffer
auch Teil eines IC's sein kann, so wird die doch
noch relativ lange Umschaltzeit von einem Zustand in
den anderen als nachteilig empfunden. Unter anderem
wird diese auf die für eine Änderung des
Schaltzustandes notwendige Umladung zurückzuführen
sein.
Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, einen gattungsgemäßen
Dreizustands-Ausgangspuffer so weiterzubilden, daß
eine schnelle Umschaltung vom dritten, hochohmigen
Zustand zu dem Datenübertragungszustand möglich ist,
obwohl er unter Verwendung relativ langsam
schaltender Transistoren aufgebaut ist.
Gelöst wird diese Aufgabe mit dem Ausgangspuffer mit
den Merkmalen des Anspruchs 1. Weitere vorteilhafte
Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Die einzige Figur der Zeichnung stellt ein Schaltbild
dar, das eine Stufe eines Mehrstufen-Dreizustands-
Ausgangspuffers zusammen mit üblichen Steuerschaltkreisen
für alle Pufferstufen zeigt.
Bezugnehmend auf die Zeichnung ist der gezeigte
Schaltkreis ein Teil eines Dreizustands-Ausgangspuffers,
der mit einem Analog-Digital-Wandler, wie in dem
US-Patent 44 00 689 beschrieben, benutzt wird. Dieser Wandlertyp enthält
sowohl normal betriebene lineare oder auch invers betriebene
Transistoren (sogenannte I²L-Transistoren), die zussmmen
auf einem einzelnen IC-Chip durch ein angepaßtes Linear-
I²L-Verfahren gebildet werden. Die durch solch ein
Verfahren erzeugten linearen Transistoren sind für
Schaltgeschwindigkeiten optimiert und neigen dazu, eine
verhältnismäßig lange Speicherzeit aufzuweisen, was
ihre Arbeitsweise im Verhältnis, beispielsweise zu den
üblicherweise für TTL-Logik hergestellten Transistoren,
verlangsamt.
Ein Analog-Digital-Wandler hat eine vorgewählte Zahl
von Ausgangsbit (z. B. 8 Bit oder 12 Bit) und der Ausgangspuffer
für einen derartigen Wandler weist für jedes
Ausgangsbit eine Pufferstufe auf. Der in der Zeichnung
dargestellte Schaltkreis enthält eine solche Pufferstufe
10 und einen Teil einer zweiten identischen
Pufferstufe 12 für ein anderes Bit. Beide Stufen sind
in den "dritten" oder hochohmigen Ausgangszustand durch
einen zentralen Steuerschaltkreis, allgemein mit 14
bezeichnet, schaltbar, und betriebsfähig, ein Befehlssignal
für den dritten Zustand auf einer zentralen
Steuerleitung 16 erzeugen.
Die Ausgangspufferstufe 10 erhält ihre Ausgangsdaten-
Bit von einer Datenleitung 18, die mit dem Analog-Digitalwandler
(nicht gezeigt) verbunden ist. Diese Leitung
ist im Puffer mit der Basis eines Ansteuertransistors
Q1, der wie alle Transistoren des Ausgangspuffers
ein normal betriebener linearer Transistor ist,
verbunden. Die Basis von Transistor Q1 ist ebenfalls
über einen Widerstand R1 mit einer positiven Versorgungsleitung
20 verbunden. Die Datenleitung 18 könnte beispielsweise
in dem Analog-Digital-Wandler mit einem
I²L-Kollektor verbunden sein, der, wenn durchgeschaltet, den
gesamten, durch den Widerstand R1 vorgesehenen Strom
senkt, und dadurch die Basis von Transistor Q1 ins Negative
steuert.
Die Pufferstufe 10 enthält zwei Ausgangstransistoren
Q2 und Q3, die in Reihe zwischen der positiven Versorgungsleitung
20 und einer zentralen Versorgungsleitung
22 in einer sogenannten Totem-Pol-Anordnung (totem
pole) geschaltet sind. Die Basis von Transistor Q3
empfängt ein Datensignal direkt vom Emitter von Transitor
Q1, und die Basis von Transistor Q2 empfängt ein
Datensignal über einen Widerstand R2, der mit dem Kollektoranschluß
von Transistor Q1 verbunden ist. Ein
weiterer Kollektoranschluß von Transistor Q1 ist über
einen Widerstand R3 mit der positiven Versorgungsleitung
20 verbunden.
Die Datensignale zu den Transistoren Q2 und Q3 sind
komplementär. Das heißt, eins ist ein nicht-invertiertes Datensignal,
das andere ist ein invertiertes Datensignal. Deshalb
ist, wenn der Puffer 10 ein Ausgangssignal abgibt,
einer der Transistoren Q2, Q3 ein- und der andere ausgeschaltet,
abhängig davon, ob das Wandler-Daten-Bit
auf Leitung 18 "hoch" oder "tief" ist. Eine Puffer-
Ausgangsleitung 24 ist mit der zentralen Verbindung
zwischen den Transistoren Q2 und Q3 verbunden, um ein
entsprechendes Ausgangsdatenbit zu erzeugen. Mit der
in dieser Ausführung gezeigten Anordnung wird das Ausgangsdatenbit
im Verhältnis zu dem Wandlerdatenbit aus
der Datenleitung 18 invertiert.
Wenn es notwendig wird, den Puffer 10 in seinen hochohmigen
Ausgangszustand zu schalten, geht die Steuerleitung
16 in einer nachfolgend erklärten Art und Weise
auf "hoch". Dieses "Hoch"-Befehlssignal wird durch die
zwei Widerstände R4, R5 an die Basis der entsprechenden
Steuertransistoren Q4, Q5 gelegt. Der Kollektor von
Transistor Q4 ist mit dem Kollektor von Transistor Q1
und der Kollektor von Transistor Q5 ist mit dem Emitter
von Transistor Q1 verbunden. Wenn der Transistor Q4
durchgesteuert wird, nimmt er die Ansteuerung von Transistor
Q2 weg und zieht die Basis des Transistors herunter.
Gleichzeitig beginnt der Transistor Q5 die Basis
von Transistor Q3 herunterzuziehen. Dadurch werden
beide Transistoren Q2 und Q3 durch die Ausgänge der
Transistoren Q4 und Q5, die die Datensignale der Transistoren
Q2 und Q3 überschreiben, gesperrt. Es tritt
ein schneller Übergang an der Ausgangsleitung 24
von jedem Zustand (Eins oder Null) zu dem hochohmigen
Zustand ein.
Wenn der Puffer 10 im hochohmigen Zustand ist, kann die
Basis von Transistor Q1 "hoch" oder "tief" ohne Wirkung
auf die Pufferausgangsleitung 24 angesteuert werden. Wenn
die Steuerleitung 16 auf "tief" gelegt wird, werden
beide Transistoren Q4 und Q5, die Basen der Transistoren
Q2 und Q3 freigebend, gesperrt, und der Puffer kehrt zu
dem Datenausgangszustand zurück.
Falls die Basis des Transistors Q1 negativ ist, wenn die
Steuerleitung 16 auf "tief" geht, wird keine Ansteuerung
der Basis von Transistor Q3 erfolgen, und die Verbindungsstelle
von Widerstand R2 und R3 wird nicht länger tief
gehalten werden müssen. Da R3 mit der positiven Versorgungsleitung
20 verbunden ist, wird die Spannung
an der Verbindungsstelle von Widerstand R2 und R3 ansteigen
und die Basis von Transistor Q2 positiv angesteuert.
Als Folge wird die Ausgangsleitung 24 positiv
gesteuert, um ein Ausgangssignal "Eins" anzuzeigen.
Alternativ wird, falls die Basis von Transistor Q1 positiv
angesteuert wird, wenn die zentrale Steuerleitung 16
auf "tief" geht, die Basisansteuerung Transistor Q1
zwingen, zu bleiben. Der durch Transistor Q4 freigegebene
Strom von Widerstand R3 fließt über Transistor
Q1 zur Basis von Transistor Q3, der durch Transistor
Q5 freigegeben wurde. Als Folge wird der Transistor Q3
durchschalten, und die Ausgangsleitung 24 wird ein Ausgangssignal
"Null" anzeigen.
Es ist offenkundig aus der obigen Beschreibung, daß,
wenn in den hochohmigen Zustand geschaltet wird, die
Transistoren, die ausgeschaltet werden müssen, aktiv
ausgeschaltet werden. Es wird ebenso bemerkt, daß die
Ladungsspeicherzeit von Transistor Q1 (dem eine Ansteuerung
außer durch den internen Logikpegel fehlt) kein
bestimmender Umstand ist, da kein Bedarf besteht auszuschalten,
um einen zeitlich kritischen Schaltvorgang
zu vervollständigen.
Ein anderes wichtiges Merkmal des Puffers 10 ist der
Einschluß eines Sättigungs-Abtastkollektors für den
unteren Ausgangstransistor Q3. Ein derartiger Sättigungs-
Abtastkollektor ist in der Zeichnung durch den
Extraemitter 30, der aufwärts gerichtet ist, angedeutet.
Dieser Kollektor ist im Endeffekt ein invers betriebener
Transistor, der mit dem Transistor Q3 integriert und
vorgesehen ist, um ein Problem, das anderweitig in dem
"Null"-Ausgangszustand auftreten kann, wo beispielsweise
der Transistor Q3 durchgeschaltet und Transistor
Q2 vorgesehen ist, zu sperren, zu vermeiden.
Das Problem resultiert aus der Tatsache, daß in solch
einem Zustand die Kollektorspannung von Transistor Q1
(der die Basis von Transistor Q2 steuert), veranlaßt
durch die Sättigungsspannung von Transistor Q1 mehr
positiv ist, als die Basis von Transistor Q3. Wenn der
Widerstand R2 nicht vorhanden wäre, würde die Basis-
Emitter-Übergangszone von Transistor Q2 vorwärts vorgespannt,
wenn die Kollektorspannung von Transistor Q3
als Ergebnis geringer Ladung hinreichend niedrig ist.
Folglich würden unter solchen Umständen unerwünschte
Ströme von der positiven Versorgungsleitung 20 über
die beiden in Reihe geschalteten Transistoren Q2 und
Q3 zu der zentralen Leitung 22 fließen.
Um dieses Problem zu vermeiden, wird der untere Ausgangstransistor
Q3 mit einem zusätzlichen N+-Bereich 30
erzeugt, der durch die normale Emitterdiffusion gebildet
wird. Dieser Bereich wirkt für einige der in
die Basis injizierten Elektronen wie ein invers betriebener
Kollektor, wenn die Kollektorspannung des
normal betriebenen Transistors Q3 unter die Basisspannung
zu fallen beginnt. Dieser invers betriebene Kollektor
30 wird durch die Annäherung an die Spannungssättigung
des Transistors Q3 durchgeschaltet und erzeugt
einen Stromfluß über den Widerstand R2, so daß
ein entsprechender Spannungsabfall über dem Widerstand
R2 entsteht. Dieser Spannungsabfall reduziert die Basisspannung
von Transistor Q2 und verhindert, daß er hinreichend
vorwärts vorgespannt wird, um einen wesentlichen
Stromfluß durch beide Ausgangstransistoren Q2 und Q3 zu
gestatten.
Die Maßnahme des invers arbeitenden Kollektors 30 ist
einer herkömmlichen Anordnung, worin ein Darlington-
verbundener Transistor als der obere Teil des Totem-Pols
(totem pole) benutzt wird, überlegen. Die Darlington-
Schaltung hat den Nachteil, daß es schwierig ist, den
wirksamen Ausgangstransistor abzuschalten, wenn die
Basis des Darlington angesteuert wird, was durch das
hohe β und die großen störenden Basiskapazitäten der linearen
Geräte verursacht wird. Sie ist ebenso anderen
Schaltkreisen überlegen, die eine Diode in Reihe mit
einem einzelnen Ausgangsgerät benutzen.
Die Überlegenheit des bevorzugten Ausführungsbeispiels
ist besonders offensichtlich, wenn von dem dritten Zustand
zu dem Datenzustand "Eins" geschaltet wird. Wenn
Transistor Q5 den Grund (bottom) von Widerstand R3 freigibt,
braucht seine Spannung nur über eine Basis-Emitterspannung
(VBE) zu steigen, um Transistor Q2 vorwärts
vorzuspannen und die ansteigende Spannung auf den Ausgang
zu übertragen. In herkömmlichen Schaltkreisen muß
die Ansteuerung des oberen Totem-Pol-Transistors nahezu
um das Zweifache ansteigen, bevor der Ausgang reagiert.
Dieser Unterschied ist besonders wichtig, wenn lineare
Transistoren benutzt werden, deren große störende Kapazitäten
ernstlich die Umkehrrate (slew rate) von internen
Knotenpunkten (internal nodes) und folglich des Ausgangs
begrenzen.
Noch eine weitere Wirkung wird durch die Kombination des
Widerstandes R2 mit dem invers arbeitenden Kollektor 30
bewirkt. Wenn der Schaltkreis in den Datenzustand "Null"
geht, ist grundsätzlich eine Übersteuerung des Transistors
Q3 vorgesehen, um ein schnelles Schalten sicherzustellen.
Diese Übersteuerung hat Überschußbasisladungen
zur Folge, die unter normalen Umständen das Abschalten
des Transistors Q3 verlangsamen würden, wenn
der Schaltkreis in den dritten Zustand zurückgeschaltet
wird. Dennoch, wenn Transistor Q3 anfängt, in die Sättigung
zu gelangen und den invers arbeitenden Kollektor 30
durchzuschalten, wird seine Basisansteuerung durch die
Größe dieses Kollektorstromes reduziert. Bei geeigneter
Auswahl des Wertes von Widerstand R2 kann sichergestellt
werden, daß der Transistor Q2 mit Sicherheit gesperrt
bleibt, ohne dem invers arbeitenden Kollektor 30 zu erlauben,
in die Sättigung zu gehen. Als Folge nimmt er
jeglichen Basissteuerstrom vom Widerstand R3, der darüber hinausgeht,
um den Transistor Q3 gerade
in der Sättigung zu halten. Als Konsequenz wird die
Überschußbasisladung und die Schaltzeit von dem Datenzustand
"Null" zum dritten Zustand reduziert.
Die Steuerleitung 16, die den Zustand einer Vielzahl
von Pufferstufen (wovon Stufe 10 eine ist) steuert,
wird durch den Kollektor von Transistor Q6 aktiviert,
der ein Teil des zentralen Steuerschaltkreises 14 bildet.
Dieser Schaltkreis empfängt ein Eingangssignal,
mit bezeichnet, das das Umschalten in den dritten Zustand einleitet.
Wenn der Steuerschaltkreis-Ausgangstransistor Q6 gesperrt
wird, wird der Widerstand R6, der mit der positiven
Versorgungsleitung 20 verbunden ist, den Kollektor
von Transistor Q6 und die Steuerleitung ins Positive
ziehen. Das zwingt das Steuertransistorpaar Q4, Q5 in jeder
Pufferstufe durchzuschalten,
so daß alle Pufferstufen in den hochohmigen
dritten Zustand geschaltet werden.
Wenn der Transistor Q6 durchgeschaltet ist, wird er den
Strom von Widerstand R6 senken und die zentrale Steuerleitung
16 steuert "tief". Das zieht die Basen der Transistoren
Q4 und Q5 und die entsprechenden Transistorpaare
in den anderen Pufferstufen herunter. Diese Aus-
Steuerung entfernt schnell die gespeicherten Basisladungen,
die die Steuertransistoren zum Sperren zwingt
und den Puffer freigibt, um Daten zum Ausgang zu übertragen.
Es ist wünschenswert, den Transistor Q6 schnell durchzuschalten
und zu sperren. Wenn der Transistor Q6 durchgeschaltet
ist, ist es wünschenswert, die Basis hart
anzusteuern, um ihn zu zwingen, schnell zu schalten.
Der Steuerstrom wird über die positive Versorgungsleitung
20 durch die Widerstände R7 und R8 herangeführt.
Sobald der Kollektor des Transistors Q6 durchschaltet,
ist es wünschenswert, die Basisansteuerung auf einen
Wert zu reduzieren, der gerade noch ausreichend ist,
den Ausgang "tief" zu halten. Dies wird die gespeicherte
Basisladung minimieren und dem Transistor Q6 erlauben,
mit einer schnellen Übergangszeit vom Datenzustand zum
dritten Zustand ausgeschaltet zu werden.
Die Schwarzsteuerdiode (clamp diode) des Transistors
Q7 steuert die Ansteuerung von Transistor Q6. Wenn der
Kollektor von Transistor Q6 in die Sättigung geht, ist
Transistor Q7 vorwärts vorgespannt und nimmt den Ansteuerungsstrom
von Widerstand R7 weg. Der Spannungsabfall
über dem Widerstand R8 wird mit einem Bruchteil
der Spannung VBE des Transistors Q6 durch die Anwesenheit
von Widerstand R9 stabilisiert. Als Ergebnis kann
die Sättigungs-Kollektorspannung von Transistor Q6 so
gesteuert werden, daß sie tief genug ist, die Steuertransistoren
zu sperren, ohne aber eine wesentliche
Speicherzeitverlängerung auf sich zu ziehen, wenn anschließend
Transistor Q6 ausgeschaltet wird.
Die Ansteuerung für Transistor Q6 wird von Transistor
Q8 gesteuert. Wenn Transistor Q8 aus ist, kommt Transistor
Q6 in die oben beschriebene gesteuerte Sättigung.
Wenn der Transistor Q8 durchschaltet, nimmt er die Ansteuerung
von Transistor Q6, der dann sperrt. Die Ansteuerung,
die Transistor Q8 durchschaltet, ist in ähnlicher
Weise, wie die Art, in der Transistor Q7 Transistor
Q6 steuert, begrenzt. Das Verhältnis von Widerstand
R10 zu R11 ist derart ausgewählt, daß ein Teil der
Spannung VBE von Transistor Q8 über den Widerstand R10 erzeugt
wird, wenn der Transistor Q8 durchgeschaltet ist. Das
zwingt die Basis-Emitter-Strecke von Transistor Q9 vorwärts
vorgespannt zu sein, sobald die Kollektorspannung
von Transistor Q8 fällt. Dies zieht anschließend den Strom
von Widerstand R12, der die Quelle des Basis-Steuerstromes
ist, von der positiven Versorgungsleitung 20 zu Transistor
Q8.
Der Spannungsabfall über den Widerstand R10 ist derart
ausgewählt, daß, wenn der Kollektor von Transistor Q8
auf eine Spannung fällt, die sicherstellt, daß der Transistor
Q6 sperrt, der Transistor Q9 durchschaltet, die
Basisansteuerung begrenzt und Transistor Q8 daran hindert,
vollständig zu sättigen. Dies hat den Effekt, die Speicherzeit
von Transistor Q8 zu minimieren und ebenso die
Breite der an Transistor Q6 angelegten Basisspannungsschwankungen
zu reduzieren. Durch die Reduzierung dieser
Schwankungen wird die erforderliche Zeit für Transistor
Q6, um durchzuschalten, nachdem Transistor Q8
sperrt, reduziert.
Zusätzlich hilft Transistor Q9 den Eingangsspannungs-
Schwellwertpegel für den Drei-Zustands-Steuereingang
zu stabilisieren. Das Verhältnis von R13 zu R12 ist
derart ausgewählt, daß, wenn Transistor Q8 durchgeschaltet,
aber nicht übersteuert ist, die Spannung am
Anfang von Widerstand R13 eine VBE höher als die gewünschte
Schwellwertspannung ist. Wenn Transistor Q9
vorwärts gespannt ist und den Ansteuerungsüberstrom
von Widerstand R12 wegnimmt, wird automatisch diese
Spannung auf diesen Wert reduziert.
Wenn die Basis von Transistor Q10 über dem Schwellwert
liegt, sperrt dieser, und der Strom von Widerstand R12
steuert die Basis von Transistor Q8 über die Widerstände.
Der Widerstandswert ist derart ausgewählt, daß
die Spannung an der Spitze des Widerstandes R13 durch
den Transistor Q9 auf einer Spannung stabilisiert wird,
die gleich dem gewünschten Schwellwert plus ein VBE ist.
Sobald die an die Basis von Transistor Q10 am -Eingang
angelegte Spannung in Richtung Schwellwert reduziert
wird, wird Transistor Q10 vorwärts vorgespannt
und beginnt, Strom vom Widerstand R12 wegzunehmen. Wenn
unter den Schwellwert gesteuert wird, wird Transistor
Q10 mehr als gerade den Überstrom wegnehmen, und
die Basissteuerung von Transistor Q8 wird reduziert.
Schließlich, wenn den tieferen (Null) Logikpegel
kreuzt, wird die Ansteuerung von Transistor Q8 so reduziert
werden, daß der Widerstand R11 ihn sperrt. Dann
wird Transistor Q6 durchschalten, und der Puffer wird
von dem dritten Zustand zu dem Datenzustand, wie vorher
beschrieben, schalten. Die Transistoren, die in
oder in der Nähe der Sättigung arbeiten, sind ebenso
mit einem Basisdiffusionsisolationsüberzug versehen,
der der normalen Basisdiffusionsaußenlinie (outline)
dicht folgt. Dort ist ein nahe dazwischenliegender
epitaxialer Bereich, so daß die NPN-Basis und der
Überzug den Emitter bzw. den Kollektor eines seitlichen
PNP's, dessen Basis der NPN-Kollektor ist, bilden. Dies
bringt die injizierten Löcher durch den NPN-Basisüberstrom
in dem Sättigungsbetrieb in den N-epitaxialen
Bereich weg. Dieser Überzug hilft, das Sperren
der Transistoren Q4 und Q5 zu beschleunigen, die normalerweise
keine andere Anti-Sättigungsvorsorge haben,
und bewirkt einige Verbesserungen in der Sperrzeit der
Transistoren Q3, Q6 und Q8.
Die Wirkungsweise der Transistoren Q4 und Q5 könnte,
wenn gewünscht, weiter beschleunigt werden, indem sie
mit Sättigungsklemmen in der Form von zusätzlichen invertierten
Kollektoren versehen werden. Solch ein
Kollektor, wie Kollektor 30 in Transistor Q3, könnte direkt
mit der Basis des entsprechenden Transistors verbunden
sein und benutzt werden, um die Übersteuerung
zu reduzieren.
Es wird in der Zeichnung darauf hingewiesen, daß die
Kollektoren der beiden Transistoren Q1 und Q6 zwei getrennte
Anschlüsse aufweisen, um die Wirkungsweise zu
verbessern. Diese getrennten Anschlüsse erlauben den
Reihenwiderstand gemeinsam mit dem Anschluß des eigentlichen
Kollektors durch die vergrabene Schicht und
den epitaxialen Schichtwiderstand in Reihe mit den
Hochziehwiderständen R3 bzw. R6 zu isolieren. Auf diesem
Weg kann eine Spannung näher an die effektive in
Frage kommende Kollektorspannung des Transistors bewirkt
werden, um die entsprechenden Ladungen zu steuern.
Claims (11)
1. Mehrstufen-Dreizustands-Ausgangspuffer für eine
elektronische Baueinheit, die ein digitales
Mehrbit-Ausgangssignal erzeugt, das
serienparallel auf eine
Mehrleitungs-Sammelschiene gekoppelt werden muß,
über die ebenso digitale Signale von anderen
Geräten fließen müssen, zum Ankoppeln dieser
Baueinheit an die Sammelschiene, mit in jeder
Stufe zwei Ausgangstransistoren (Q2, Q3), deren
Kollektor-Emitter-Strecken in Reihe zwischen
hohen (20) und tiefen (22) Versorgungspotentialen
geschaltet sind, einer
Ausgangsleitung (24), die mit der
Verbindungsstelle zwischen diesen Transistoren
(Q2, Q3) verbunden ist, einer
Datensignal-Phasenteileinrichtung (Q1) mit einem
Eingang (18), der ein korrespondierendes
Datenbit von der Baueinheit erhält, und mit
einem ersten und zweiten Ausgang, die
nicht-invertierte und invertierte Datensignale
entsprechend dem Logikpegel des Datenbits
führen, mit Einrichtungen zur Ankopplung der
nicht-invertierten und invertierten Datensignale
an die Basen der Ausgangstransistoren (Q2, Q3),
um ein entsprechendes Ausgangsbit auf der
Ausgangsleistung (24) zu erzeugen, und mit einer
gemeinsamen Steuerleitung (16) für alle
Pufferstufen, die auf einen vorbestimmten
Steuerzustand schaltbar ist, um ein Steuersignal
zur Erzeugung eines hochohmigen Pufferausgangs
zu liefern,
gekennzeichnet durch
erste und zweite Steuertransistoren (Q4, Q5) mit
mit der Steuerleitung (16) verbundenen Eingängen
und mit den ersten und zweiten Ausgängen der
Phasenteileinrichtung (Q1) entsprechend
verbundenen ersten und zweiten Ausgängen, um ein
Überschreiben der Datensignale durch Steuern der
Basen beider Ausgangstransistoren (Q2, Q3) zu
ermöglichen, wobei die Steuertransistoren (Q4,
Q5) normalerweise deaktiviert und wirksam von
den Ausgangstransistoren (Q2, Q3) isoliert sind,
wenn das Steuersignal ausgeschaltet ist, um den
Ausgangstransistoren (Q2, Q3) zu erlauben, in
komplementärer Weise auf die nicht-invertierten
und invertierten Datensignale entsprechend dem
Logikpegel des Datenbits der Baueinheit zu
reagieren, und wobei die Steuertransistoren (Q4,
Q5) in Erwiderung des Befehlssignals fähig sind,
die Basen beider Ausgangstransistoren (Q2, Q3)
gleichzeitig zu deaktivieren, um jedes
aktivierte Datensignal zu überschreiben und um
einen schnellen Übergang in den hochohmigen
Pufferzustand zu bewirken.
2. Ausgangspuffer nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß
- - die Datensignal-Phasenteileinrichtung aus einem Datentransistor (Q1) besteht, dessen Basis mit einer Datenleitung (18) verbunden ist,
- - der Kollektor des Datentransistors (Q1) mit der Basis eines der Ausgangstransistors (Q2) verbunden ist, und
- - der Emitter des Datentransistors (Q1) mit der Basis des anderen Ausgangstransistors (Q3) verbunden ist.
3. Ausgangspuffer nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß einer der
Ausgangstransistoren (Q3) ein
Sättigungsabtastelement (30) zur Entwicklung
eines Stromflusses, wenn dieser
Ausgangstransistor sich der Sättigung nähert,
und einen Schaltkreis, der auf den Stromfluß zur
Reduzierung der Ansteuerung dieses einen
Ausgangstransistors anspricht, um eine
schnellere Arbeitsweise, wenn er nachfolgend
gesperrt wird, zu bewirken, aufweist.
4. Ausgangspuffer nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Element (30) mit der
Phasenteileinrichtung (Q1) verbunden ist, um
einen Teil des Stromes, der normalerweise zur
Ansteuerung des anderen Ausgangstransistors (Q2)
dient, wegzunehmen.
5. Ausgangspuffer nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß einer der
Ausgangstransistoren (Q3) mit einem
Sättigungsabtastelement (30) zur Entwicklung
eines Stromflusses, wenn dieser
Ausgangstransistor (Q3) sich der Sättigung
nähert, ausgebildet ist, und daß ein Schaltkreis
vorgesehen ist, der auf diesen Stromfluß zur
Reduzierung der Ansteuerung des anderen
Ausgangstransistors (Q2) anspricht, um
sicherzustellen, daß er in seinem gesperrten
Zustand ist, während der andere
Ausgangstransistor (Q3) leitet.
6. Ausgangspuffer nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schaltkreis einen
Widerstand (R2) zwischen einem Ausgang der
Phasenteileinrichtung (Q1) und der Basis des
anderen Ausgangstransistors (Q2) aufweist, so
daß der Stromfluß durch diesen Widerstand (R2)
fließt und die Spannung an dieser Basis
reduziert, um zu gewährleisten, daß dieser
andere Ausgangstransistor (Q2) gesperrt bleibt.
7. Ausgangspuffer nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuertransistoren (Q4,
Q5) Einrichtungen zur Erhöhung der
Sperrgeschwindigkeit aufweisen.
8. Ausgangspuffer nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die
geschwindigkeitserhöhenden Einrichtungen einen
Basisdiffusionsisolationsüberzug aufweisen.
9. Ausgangspuffer nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die geschwindigkeitserhöhenden
Einrichtungen Sättigungsklemmen für
jeden der Steuertransistoren (Q4, Q5) in Form
eines invers arbeitenden Kollektors aufweisen,
der direkt mit der Basis des betreffenden
Transistors verbunden ist.
10. Ausgangspuffer nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß er einen gemeinsamen
Steuerschaltkreis (14) aufweist, der mit der
Steuerleitung (16) verbunden ist, um Signale zur
Steuerung der Steuertransistoren (Q4, Q5) zu
erzeugen, wobei der Steuerschaltkreis (14)
Einrichtungen zur Entwicklung von aktiven
Steuersignalen für beide "An"- und
"Aus"-Zustände der Steuertransistoren enthält,
um die Speicherzeit dieser Transistoren (Q4, Q5)
zu reduzieren und dadurch die
Schaltgeschwindigkeit zu steigern.
11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerschaltkreis (14) einen
Ansteuersignaltransistor (Q6), dessen Kollektor
mit der Steuerleitung (16) verbunden ist, einen
Widerstand (R6) zwischen dem Kollektor und der
Spannungsversorgungsleitung (20) und eine
Einrichtung zum Anlegen eines Steuersignals an
die Basis des Ansteuersignaltransistors (Q6)
aufweist, so daß der Strom durch diesen
Widerstand (R6) die Steuertransistoren (Q4, Q5)
durchschaltet, wenn der Ansteuersignaltransistor
(Q6) aufgrund des Steuersignals sperrt, und der
Ansteuersignaltransistor (Q6) dazu dient, im
durchgeschalteten Zustand den Strom durch diesen
Widerstand (R6) zu senken.
Applications Claiming Priority (1)
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