DE3329057C2 - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01P—WAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
- H01P1/00—Auxiliary devices
- H01P1/20—Frequency-selective devices, e.g. filters
- H01P1/201—Filters for transverse electromagnetic waves
- H01P1/205—Comb or interdigital filters; Cascaded coaxial cavities
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Kammleitungs- oder Interdigitalfil
ter mit wenigstens vier Resonatoren gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruches.
Filter für sehr kurze elektromagnetische Wellen mit Koaxiallei
tungsresonatoren sind beispielsweise durch die DE-PS 26 53 856
bekanntgeworden. Eine andere technologische Ausbildung solcher
Koaxialleitungsfilter sind die bekannten Kammleitungsfilter und
die bekannten Interdigitalfilter. Die Bandbreite solcher Filter
wird im wesentlichen bestimmt durch den Kopplungsgrad aufeinan
derfolgender Resonatoren und je nach den gestellten Anforderun
gen ist es erforderlich, die Zahl der Resonatoren größer oder
kleiner zu wählen. Wenn es darauf ankommt, Dämpfungspole in
der Filtercharakteristik zu erzeugen, dann läßt sich dieses
Problem durch die Einführung von zusätzlichen Kopplungen lösen,
das sind also Kopplungen, bei denen in der elektrischen Wir
kungsweise nicht unmittelbar aufeinanderfolgende Resonatoren
zusätzlich miteinander gekoppelt sind. Solche Zusatzkopplungen
lassen sich beispielsweise durch zusätzliche Koppelstifte oder
auch durch zusätzliche Koppelöffnungen verifizieren, wobei u.
a. auch durch besondere konstruktive Ausgestaltung des Gesamt
filters erreicht werden kann, daß zusätzliche Kopplungen zwi
schen genau den gewünschten Resonatoren herstellbar sind. Bei
verhältnismäßig hohen Anforderungen an die Filtercharakteristik
müssen dementsprechend auch Filter mit verhältnismäßig vielen
Resonatoren realisiert werden, wobei zugleich auch die frequenz
mäßige Lage der Dämpfungspolstellen entsprechend vorgegebenen
Anforderungen eingestellt werden soll.
Weiterhin ist es aus der DE-OS 19 42 909 bekannt, daß bei Mikro
wellenfiltern in bezug auf die Durchlaßmittenfrequenz die Lage
der Dämpfungspole möglichst symmetriert werden soll. In deren
Fig. 5 ist die angestrebte Symmetrie erkennbar.
Die dort gezeigten Kurven sind rein schematisch, d. h. die für
die Praxis erforderliche Symmetrie wird bei Filtern dieser be
kannten Art noch nicht erreicht.
Die DE-OS 21 61 792 gibt weiterhin die Lehre für eine speziel
le konstruktive Ausgestaltung von Mikrowellenfiltern derart,
daß dabei die zu Viererblöcken zusammengefaßten Mikrowellen
resonatoren gegeneinander versetzt sind.
Schließlich werden in der DE-OS 26 40 210 konstruktive Ausge
staltungen angegeben, bei denen die Mikrowellenresonatoren zu
Dreierblöcken zusammengefaßt sind. Es wird nur ein Resonator
überbrückt, so daß also nur ein Dämpfungspol entsteht, der ent
weder im oberen oder im unteren Sperrbereich liegt.
Aufgabe der Erfindung ist es, den Aufbau von Kammleitungs- oder
Interdigitalfiltern nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
anzugeben, die diesen Anforderungen gerecht werden und bei de
nen u. a. Dämpfungspolpaare symmetrisch zur Durchlaßmittenfre
quenz gelegt werden können und darüber hinaus die Dämpfungs
minima weitgehend gleiche Dämpfungswerte aufweisen; insbesonde
re soll diese Forderung auch bei solchen Filtern erfüllt wer
den können, die mehr als vier Resonatoren haben und bei denen
mehrere symmetrische Dämpfungspolpaare erzielt werden sollen.
Ausgehend von den Filtern nach dem Oberbegriff des Patentan
spruchs wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung nach den kenn
zeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs gelöst.
Anhand eines Ausführungsbeispiels, das als Interdigitalfilter
ausgebildet ist, wird die Erfindung noch näher erläutert.
Es zeigt in der Zeichnung
Fig. 1 die zusätzliche Verkopplung der Resonatoren 2 und 5
eines sechskreisigen Filters;
Fig. 2 schematisch ein sechskreisiges Filter mit der Kopplung
aufeinanderfolgender Resonatoren, mit Überkopplungen
und einer erfindungsgemäßen Zusatzkopplung K, wobei in
Fig. 1 der Querschnitt entlang der Schnittlinie I-I dar
gestellt ist;
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung zweier auf
einanderfolgender Innenleiter 2 und 3 von
Fig. 2 mit der erfindungsgemäßen Zusatz
kopplung K.
In der schematischen Darstellung der Fig. 1 und 2 ist ein
Interdigitalfilter zu erkennen, dessen Innenleiter 1, 2, 3.
4, 5 und 6 in ein Gehäuse G antiparallel eingebracht
sind, wobei die Innenleiter einerseits mit dem Gehäuse
elektrisch leitend in Verbindung stehen und an ihrem
leerlaufenden Ende einen als Zylinderkondensator ausge
bildeten Abschluß aufweisen. Der Eingang des Filters
ist mit A, sein Ausgang mit E bezeichnet. Eine für
Mikrowellen geeignete Anschlußleitung führt also vom
Eingang A zum ersten Innenleiter 1, und der Energie
transport erfolgt gewissermaßen in einer unmittelbaren
Aufeinanderfolge von Resonator zu Resonator bis zum
Ausgang E.
In an sich bekannter Weise wird die Bandbreite des
Filters dem Grundkonzept nach bestimmt von der Kopplung
zwischen aufeinanderfolgenden Resonatoren. Diese Kopplung
ist im Ausführungsbeispiel mit 1-2, 2-3, 3-4, 4-5, 5-6
bezeichnet. Zur Erzeugung von Dämpfungspolen in der
Filtercharakteristik sind Zusatzkopplungen vorgesehen,
die in der elektrischen Wirkungsweise nicht unmittel
bar aufeinanderfolgende Resonatoren miteinander ver
koppeln, im Ausführungsbeispiel also die zusätzlichen
Kopplungen zwischen dem Innenleiter 1 und dem Innenleiter 6
und es ist entsprechend diese zusätzliche Kopplung mit
1-6 bezeichnet. Analog dazu ist auch zwischen den Innen
leitern 2 und 5 eine zusätzliche Kopplung vorgesehen,
die mit 2-5 ebenfalls im Ausführungsbeispiel zu erkennen
ist. Diese zusätzlichen Kopplungen können an sich be
liebig ausgebildet sein, also beispielsweise kapazitive
oder induktive Kopplungen darstellen, wie dies durch
die jeweiligen Anforderungen notwendig ist. Im einzelnen
ist noch gezeigt, wie die zusätzliche Kopplung zwischen
den Innenleitern 2 und 5 im Ausführungsbeispiel ausge
bildet ist. Hierzu ist entlang der Schnittstelle I-I von
Fig. 2 in Fig. 1 das zugehörige Schnittbild gezeichnet.
Die zugehörigen Innenleiter sind ebenfalls mit den Be
zugsziffern 2 und 5 bezeichnet und es ist zu erkennen,
daß im Ausführungsbeispiel eine Schleifenkopplung, mit
2-5 bezeichnet, vorgesehen ist. In ähnlicher Weise läßt
sich auch die Zusatzkopplung zwischen den Innenleitern 1
und 6 ausbilden.
Der Erfindung zugrunde liegende Untersuchungen haben nun
gezeigt, daß insbesondere bei der Realisierung viel
kreisiger Bandfilter, die zusätzlich hohe Dämpfungs
forderung und hohe Anforderungen an die Laufzeit zu er
füllen haben, Schwierigkeiten in der exakten Einstellung
der Lage der Dämpfungspole auftreten. Um diese Schwierig
keiten wieder beherrschbar zu machen, wird nun in den
unmittelbaren Koppelbereichen, im Ausführungsbeispiel
also im Koppelbereich 2-3, eine als konzentrierter
Kondensator ausgebildete Zusatzkapazität K vorgesehen.
In Fig. 3 ist dies vergrößert dargestellt und es sind
dort unmittelbar der Innenleiter 2, der Innenleiter 3
und die zusätzliche Kapazität K zu erkennen. Im Aus
führungsbeispiel sind fahnenartig ausgebildete Blech
streifen verwendet, die wie eine konzentrierte Kapa
zität wirken, und die sich am Ort der Zusatzkopplung
unmittelbar gegenüberstehen.
Zur besseren Übersicht ist im Ausführungsbeispiel
nur eine Zusatzkopplung K gezeigt, und man wird je nach
den Anforderungen den Aufbau des Gesamtfilters symmetrisch
wählen, wenn auch die Dämpfungspole symmetrisch zur
Durchlaßmitte des Filters liegen sollen. Bei der Be
messung der Resonatoren kann nach der Dissertation von
Pfitzemaier "Ein Beitrag zur Synthese und Realisierung
von schmalbandigen Mikrowellenbandpässen mit Überbrückungen"
vorgegangen werden, die 1977 an der Universität Kaisers
lautern vorgelegt wurde, und es sei beispielsweise auf
deren Seiten 116 bis 127 verwiesen.
Bei der beschriebenen Anordnung wird also grundsätzlich zur
Leitungskopplung, die bei Kamm- oder Interdigitalfiltern
zwischen den einzelnen Innenleitern besteht, eine konzen
trierte kapazitive Kopplung K eingeführt. Wie sich ge
zeigt hat, läßt sich beim Ausführungsbeispiel insbe
sondere die untere Dämpfungsflanke in ihrer Steilheit
beeinflussen, wodurch gleichzeitig die Dämpfungspol
paare symmetrisch gelegt werden können. Es lassen sich
somit hohe Nahselektionsforderungen erfüllen, weil
Dämpfungspole in der Filtercharakteristik vorgesehen
werden können. Wenn darüber hinaus die Anforderungen
derart sind, daß bei diskreten Frequenzen hohe Dämpfungen
vorhanden sein müssen, so reicht die Polbreite eines
einzigen Dämpfungspoles im allgemeinen nicht aus, viel
mehr muß ein Polpaar erzeugt werden. Wenn entsprechend
die Dämpfungsforderungen symmetrisch in ihrer Lage
zur Durchlaßmitte liegen, dann gewinnt in der Praxis die
Symmetrie der Polpaare erhöhte Bedeutung. Die Dämpfungs
pole werden durch überbrückende Kopplungen erzeugt.
Insbesondere ist bei Kamm- oder Interdigitalfiltern die
Lage der Dämpfungspole, bedingt durch den Frequenzgang
von Leitungskopplungen, generell unsymmetrisch. Diese
Symmetrie läßt sich beim erfindungsgemäßen Vorgehen
in einer für die Praxis ausreichenden Weise wieder
einstellen.
Claims (1)
- Kammleitungs- oder Interdigitalfilter mit wenigstens vier, in einem gemeinsamen Gehäuse (G) angeordneten Resonatoren (1 bis 6), bei dem die Resonatoren einerseits hinsichtlich der elektrischen Wirkungsweise in bestimmter Reihenfolge auf einanderfolgen und dabei zwischen jeweils zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Resonatoren eine unmittelbare induktive Kopplung (z. B. 2-3) vorgesehen ist, und bei dem anderer seits wenigstens eine überbrückende Kopplung (1-6, 2-5) zwi schen den unmittelbar aufeinanderfolgenden Resonatoren (z. B. 1, 6; 2, 5) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß in wenigstens einem Teil der unmittelbaren Kopplungen (2-3) eine zusätzliche, als Kondensator (K) zwischen den Innenleitern (2, 3) der betreffenden Resonatoren ausgebildete, kapazitive Kopplung vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833329057 DE3329057A1 (de) | 1983-08-11 | 1983-08-11 | Koaxialleitungs-, kammleitungs- oder interdigitalfilter mit wenigstens vier resonatoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833329057 DE3329057A1 (de) | 1983-08-11 | 1983-08-11 | Koaxialleitungs-, kammleitungs- oder interdigitalfilter mit wenigstens vier resonatoren |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3329057A1 DE3329057A1 (de) | 1985-02-28 |
| DE3329057C2 true DE3329057C2 (de) | 1990-01-04 |
Family
ID=6206340
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833329057 Granted DE3329057A1 (de) | 1983-08-11 | 1983-08-11 | Koaxialleitungs-, kammleitungs- oder interdigitalfilter mit wenigstens vier resonatoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3329057A1 (de) |
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Also Published As
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| DE3329057A1 (de) | 1985-02-28 |
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