DE3325984A1 - Elektromotoreinheit - Google Patents
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Description
Elektromotoreinheit
Die Erfindung betrifft eine Elektromotoreinheit, insbesondere zum Drehen eines Polygonspiegels.
Ein optischer Deflektor (Ablenkeinheit) des Polygonspiegeltyps ist im allgemeinen mit einer Elektromotoreinheit
zum Drehen des Polygonspiegels mit hoher Drehzahl, d.h. mit einem Mehrfachen von 1000/min, versehen. Bei einer
solchen Motoreinheit muß zur Erzielung hoher Drehzahlen die Reibung zwischen einer Motorwelle und Lagern auf
ein Mindestmaß verringert werden. Um diesem Erfordernis zu genügen, schlägt die JP-AS 6854/78 eine Motoreinheit
des Kippsegment(lager)typs vor. Dabei ist die Motorwelle
durch Führungslager des Dynamikdrucktyps radial gelagert und in Axialrichtung durch eine Abstoßungskraft, die zwischen
einzeln am einen Ende der Motorwelle und an einem Motorgehäuse montierten Dauermagneten erzeugt wird, schwebend
axial geführt. Da ihre Motorwelle sowohl radial als auch axial geführt ist, eignet sich diese Motoreinheit
für Betrieb mit hoher Drehzahl, doch ist sie immer noch mit bestimmten Nachteilen behaftet. Die durch die Abstoßungskraft
zwischen paarweise angeordneten Dauermagneten schwebend^jelagerte Motorwelle kann dabei unter
dem Einfluß von externer Schwingung o.dgl. schwingen und sich etwas exzentrisch ausrichten. Zudem werden durch die
Anordnung der Dauermagnete längs der Motorwellenachse auch die Abmessungen der Motoreinheit vergößert.
. Bei Verwendung der mit diesen Mängeln behafteten Elektromotoreinheit
beim optischen Deflektor des Polygonspiegeltyps treten die folgenden zusätzlichen Probleme auf: Da
die Auftreffstellung eines auf den Polygonspiegel fallenden
Laserstrahls bei Schwingung der Motorwelle längs ihrer Achse variiert, muß der Polygonspiegel eine ausreichende
Breite besitzen. Hierdurch erhöhen sich Kosten und Gewicht des Polygonspiegels, so daß sich die Drehmoment)
belastung der Motoreinheit unter Beeinträchtigung ihres AnlaufVerhaltens vergrößert. Bei einem Deflektor,
bei dem die Lichtreflexionsflächen des Polygonspiegels
unter einem Winkel zur Achse der Motorwelle liegen, variiert die Abtastfrequenz eines durch den Polygonspiegel
abgelenkten Lasers mit einer Änderung der Auftreffoder Einfallstellung des Laserstrahls infolge von Schwingung
der Motorwelle.
Die USA-Patentanmeldung Serial No. 411 959 (26.8.1982)
beschreibt eine Elektromotoreinheit, mit welcher die Probleme bei der bisherigen Motoreinheit gelöst werden sollen,
Dabei ist die Motorwelle durch zwei Radiallager des Dynamikdrucktyps und durch die Anziehungskraft zwischen
paarigen Ringmagneten gelagert. Mit dem bei dieser Motoreinheit verwendeten magnetischen Traglager ist die Motorwelle
durch die Anziehungskraft schwebend geführt bzw. gelagert. Eine Schwingung der Motorwelle ist daher auch
dann unwahrscheinlich, wenn eine äußere Kraft auf sie einwirkt. Da außerdem die Welle und die Ringmagnete
koaxial (zueinander) angeordnet sind, wird eine Vergrößerung der Abmessungen der Motoreinheit vermieden.
Die Motoreinheit gemäß dieser USA-Patentanmeldung erfor-
JJZ0
dert jedoch eine hohe Zusammenbau- bzw. Montagepräzision?
Bearbeitung, Zusammenbau und Justierung gestalten sich daher zeitraubend. Die Herstellung einer solchen Motoreinheit
ist offensichtlich mit niedriger Fertigungsleistung verbunden, was eine Senkung der Fertigungskosten
schwierig macht. Insbesondere ist dabei das eine der paar weisen Radiallager des Dynamikdrucktyps am Motorgehäuse
angebracht, während das andere Radiallager an einem abnehmbar am Motorgehäuse befestigten Gehäusedeckel montiert
ist, um Zusammenbau und Zerlegen der Motoreinheit zu erleichtern. Beim Zusammenbau der Motoreinheit
müssen daher Motorwelle und paarweise Radiallager mit einer Toleranz von z.B. 5μΐη koaxial miteinander ausgefluchtet
werden. Hieraus folgt, daß Gehäusedeckel, Gehäuse, Lager und Welle mit entsprechend hohem Genauigkeitsgrad
gefertigt werden müssen. Außerdem muß ausreichend Zeit für die Ausfluchtung (Justierung) eingeräumt
werden, was niedrige Fertigungsleistung und hohe Fertigungskosten bedingt.
Die genannte USA-Patentanmeldung beschreibt auch Dynamikdruck-Radiallager
mit pfeilverzahnungsartigen Nuten oder Rillen. Solche Nuten werden im allgemeinen in der
Wellenoberfläche durch Photoätzung, Walzen oder Einstechen mit einer Tiefe von 3 - 6 μΐη ausgebildet. Die
Ausbildung bzw. Anordnung dieser Nuten selbst ist jedoch ziemlich kompliziert, was eine lange Bearbeitungszeit für die Motorwelle und demzufolge auch hohe Fer-
tigungskosten dafür bedingt. Bei den Dynamikdruck-Radiallagern mit Pfeilverzahnungsnuten wird zudem unter
Ausnutzung des Viskositätswiderstands der zwischen der sich drehenden Welle und dem Lager gebildeten Luftschicht
durch die Nuten Luft eingeführt bzw. eingesaugt, mit dem Ergebnis, daß die Drehrichtung des Lagers durch die
Anordnung, d.h. Schrägstellung der Nuten, bestimmt wird.
Demzufolge muß die Drehrichtung der Motorwelle im voraus festgelegt werden. Wenn die Drehrichtung von z.B. einer
Drehung im Uhrzeigersinn auf eine solche entgegen dem Uhrzeigersinn geändert werden soll, muß eine andere Motoreinheit
verwendet werden.
Aufgabe der Erfindung ist damit die Schaffung einer Elektromotoreinheit,
die einen Drehantrieb eines Polygonspiegels mit hoher Drehzahl erlaubt, die einfach hergestellt
bzw. bearbeitet, zusammengebaut und justiert werden kann und die eine wahlweise Änderung der Drehrichtung der
Motorwelle zuläßt.
Diese Aufgabe wird durch die in den beigefügten Patentansprüchen gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Gegenstand der Erfindung ist somit eine Elektromotoreinheit
mit einem Motorgehäuse, einer sich durch letzteres erstreckenden, eine glatte Außenfläche aufweisenden festen
Achse, einer drehbaren hohlzylindrischen Spindel, welche die zylindrische Achse koaxial und trennbar (herausziehbar)
aufnimmt und die eine der Außenfläche dieser Achse mit einem Zwischenraum gegenüberstehende glatte Innenfläche
aufweist, einem zur schwebenden Lagerung der hohlzylindrischen Spindel in deren Axialrichtung dienenden
Traglager, einem an der Spindel angebrachten Motor-Läufer und einem am Gehäuse angebrachten, zum Drehen des
Läufers dienenden Motor-Ständer.
Gegenstand der Erfindung ist auch eine Elektranotoreinheit mit einem Motorgehäuse, einer sich durch letzteres erstreckenden
festen Achse, einer drehbaren hohlzylindrisehen Spindel, welche die Achse koaxial und trennbar
/Tf-
aufnimmt und deren Innenfläche der Außenfläche der Achse mit einem Zwischenraum gegenübersteht, einem Dynamikdruck-Radiallager
in Form einer glatten Fläche an der Innenfläche der Spindel oder der Außenfläche der Achse
sowie sich parallel zur Längsachse der Achse erstreckender Nuten in der Außenfläche der Achse oder der Innenfläche
der Spindel, einem Traglager zur schwebenden Lagerung der hohlzylindrischen Spindel in ihrer Axialrichtung,
einem an der Spindel angebrachten Motor-Läufer und einem am Gehäuse angebrachten, zum Drehen des Läufers
dienenden Motor-Ständer.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schnittansicht einer Elektromotoreinheit gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der festen Achs^
bei der Elektromotoreinheit gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine Fig. 1 ähnelnde Darstellung einer anderen Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung der festen Achse bei der Elektromotoreinheit gemäß Fig. 3,
Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V in Fig. 3 und
Fig. 6 eine teilweise weggebrochene perspektivische Darstellung der drehbaren hohlzylindrischen Spindel
bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten optischen Polygonspiegel-
deflektor weist die Elektronotoreinheit ein napfförmiges
Motor-Gehäuse 2 auf, das an seinem offenen oberen Ende einen um den Außenumfang umlaufenden Flansch 4 aufweist.
Am Gehäuse 2 ist ein Motor- oder Gehäuse-Deckel 8 mit einem umlaufenden Flansch 6 so angebracht, daß die Flansche
4 und 6 in Berührung miteinander stehen. Der Deckel 8 ist dabei mit mindestens einer Schraube am Gehäuse 2
befestigt. Das Gehäuse 2 und der Deckel 8 bilden somit einen luftdichten Behälter, in den saubere Luft eingekapselt
ist. Der Deckel 8 ist mit einem nicht dargestellten Fenster, über das ein Laserstrahl einfallen kann,
und einem weiteren, nicht dargestellten Fenster versehen, aus welchem der abgelenkte Laserstrahl austritt.
Im Boden des Motor-Gehäuses 2 ist eine Ausnehmung 12 ausgebildet, in die eine zu ihr koaxiale durchgehende Bohrung
10 einmündet. Das Ende einer festen Achse 15 (Fig. 2)
ist in die Bohrung 10 eingesetzt und mittels einer Befestigungs-Schraube
16 fest mit dem Gehäuse 2 verbunden. Die Achse 15 erstreckt sich dabei koaxial zum Gehäuse 2
durch dieses hindurch. Der Deckel 8 ist mit einer ähnlichen durchgehenden Bohrung 18 versehen, in welche das andere
Ende der Achse 15 eingesetzt und mittels einer Schraube 22 am Deckel 8 befestigt ist.
Gemäß Fig. 1 ist die feststehende Achse 15 in eine hohlzylindrische Spindel 24 eingesetzt, wobei zwischen der
Außenfläche der festen Achse 15 und der Innenfläche der Spindel 24 ein Zwischenraum von 3 - 6 μπι festgelegt ist.
Sowohl die Innenfläche der hohlzylindrischen Spindel 24 als auch die Außenfläche der festen Achse 15 sind jeweils
glatt ausgebildet. Zusätzlich sind diese Flächen durch Explosionsauftrag eines Keramikmaterials mit einer
harten Schicht beschichtet; wahlweise können die Spindel
O Ο L. yJ U U *+
24 und die Achse 15 selbst unter Ausführung von Schleifund Läpparbeiten aus einer extrem harten Legierung hergestellt
sein, um ein gegenseitiges Festfressen der betreffenden Flächen zu verhindern. Die hohlzylindrische
Spindel 24 ist somit auf der festen Achse 15 drehbar und abnehmbar auf letztere aufgesetzt.
Im Mittelbereich der Spindel 24 ist um deren Umfang herum ein Motor-Läufer 25 montiert. Andererseits ist
ein mit einer den Läufer 25 umschließenden Antriebswicklung 26 versehener Motor-Ständer 28 an dem der Außenfläche
des Läufers 25 zugewandten Teil der Außenfläche des Motor-Gehäuses 2 befestigt. Eine mit einer Bohrung
versehene Schaltungsplatte 30, die zur Zufuhr eines Antriebs- bzw. Speisestroms zur Antriebswicklung 26 dient,
ist im Inneren des Gehäuses 2 montiert. Die Spindel 24 ist mit einem über dem Läufer 25 angeordneten Flanschteil
32 versehen, auf dem ein Polygonspiegel 34 so montiert ist, daß seine Reflexionsflächen 36 parallel zur
Längsrichtung der Achse 15 liegen. Ersichtlicherweise ist die hohlzylindrische Spindel 24 in eine axiale durchgehende
Bohrung des Polygonspiegels 34 eingesetzt, dessen Unterseite wiederum auf der Oberseite des Flanschteils
32 aufliegt. Die Spindel 24 durchsetzt weiterhin eine Bohrung in einer Andruckscheibe 38, die ihrerseits auf
der Oberseite des Polygonspiegels 34 aufliegt. Auf einen Gewindeteil 40 der Spindel 24 ist eine Mutter 42 aufgeschraubt.
Durch Anziehen der Mutter 42 wird der Polygonspiegel 34 zwischen dem Flanschteil 32 und der Andruckscheibe
38 verspannt und damit an der Spindel 24 befestigt. Wenn der Polygonspiegel 34 so festgelegt ist,
ist seine eine Reflexionsfläche dem nicht dargestellten
Laserstrahl-Einfallsfenster und dem nicht dargestellten -Austrittsfenster zugewandt.
Die hohlzylindrische Spindel 24 ist im unteren Bereich an der Außenfläche mit Läufer-Ringmagneten 44, die mittels
eines Anschlag- oder Begrenzungsrings 46 an der Spindel 24 befestigt sind, zur Bildung eines magnetischen
Traglagers versehen. Die Läufer-Ringmagnete 44 sind koaxial zur festen Achse 15 in der Ausnehmung 12
angeordnet. Andererseits sind an der die Ausnehmung 12 bildenden Innenfläche des Motor-Gehäuses 2 Ständer-Ringmagnete
48 befestigt. Die Läufer- und Ständer-Ringmagnete 44 bzw. 48 sind mit einem gegenseitigen Zwischenraum
koaxial angeordnet und so magnetisiert, daß die gegenüberstehenden Bereiche entgegengesetzte Magnetpole
aufweisen. Damit die Spindel 24 ohne Abnahme der an ihr angebrachten Läufer-Ringmagnete 44 auf die feste Achse
15 aufgesetzt und von ihr abgenommen werden kann, besitzt die Bohrung 31 der Schaltungsplatte 30 einen den
Außendurchmesser der Ringmagnete 44 übersteigenden Innendurchmesser.
Beim beschriebenen optischen Polygonspiegeldeflektor wird die hohlzylindrische Spindel 24 auch dann, wenn sie
sich nicht dreht, durch das aus den Läufer- und Ständer-Ringmagneten 44 bzw. 48 bestehende magnetische (axiale)
Traglager in Schwebe (suspended) gehalten. Wenn die Antriebswicklung 26 zum Drehen des Läufers 25 mit einem
entsprechenden Strom beschickt wird, kann die Spindel somit auch mit einem niedrigen Drehmoment leicht anlaufen.
Außerdem kann die Spindel 24 mit hoher Drehzahl in jeder Richtung laufen, weil ihre Innenfläche^ ebenso wie
die Außenfläche der festen Achse 15, glatt ist und beide Flächen gemeinsam ein Radiallager bilden. Wenn sich der
Polygonspiegel 34 zusammen mit der Spindel 24 mit konstanter Drehzahl dreht, wird der einfallende Laserstrahl
so abgelenkt, daß er über eine nicht dargestellte ίθ-Lin-
O Δϋ OOH
se auf eine mittels des Laserstrahls abgetastete lichtempfindliche
Fläche geworfen wird.
Beim beschriebenen optischen Deflektor ist die hohle
Spindel 24 abnehmbar auf einer einzigen Achse 15 so montiert, daß durch die einander zugewandten Flächen von
Spindel 24 und Achse 15 ein Radiallager gebildet wird;
dies steht im Gegensatz zum Stand der Technik, bei dem getrennte Teile mit zwei Lagerteilen versehen sind. Die
hohle Spindel 24 und die Achse 15 können somit ohne weiteres koaxial zusammengesetzt werden, so daß Ausfluchtungsfehler
beim Zusammensetzen und Zerlegen der Anordnung vermieden werden. Insbesondere kann dabei beim
Zusammensetzen des optischen Deflektors das dynamische Gleichgewicht eingestellt werden, während Motor-Läufer
25 und Ringmagnet(e) 44, Polygonspiegel 34 usw. an der hohlzylindrischen Spindel 24 montiert sind. Ebenso kann
die Spindel 24 auf die feste Achse 15 aufgesetzt werden, ohne daß der Läufer 25 usw. von der Spindel 24 abgenommen
zu werden braucht. Hieraus folgt, daß bei der Montage des optischen Deflektors kein Fehler im dynamischen Gleichgewicht
(Auswuchtzustand) eingeführt wird, so daß sich FeinJustierungen erübrigen.
Die Fig. 3 bis 6 veranschaulichen Elektromotoreinheiten gemäß anderen Ausführungsformen der Erfindung, wobei den
vorher beschriebenen Teilen entsprechende Teile mit denselben Bezugsziffern wie vorher bezeichnet sind.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 bis 5 sind in der Außenfläche der festen Achse 15 mehrere parallele Nuten
oder Rillen 50 ausgebildet, die in Axialrichtung der Achse 15 verlaufen und einen (kreis)bogenförmigen Querschnitt
besitzen. Zwischen jeder Nut 50 und der glatten
Innenfläche der hohlzylindrischen Spindel 24 ist ein Zwischenraum von 3 - 6 μπι vorhanden, so daß durch die
einander gegenüberstehenden Flächen von Achse 15 und Spindel 24 ein Dynamikdruck-Radiallager gebildet ist.
Wenn sich die vom Traglager getragene Spindel 24 im Uhrzeigersinn (Pfeil 52 in Fig. 5) zu drehen beginnt,
entsteht im Zwischenraum zwischen der Spindel 24 und der festen Achse 15 ein Luftstrom aufgrund der in der
Außenfläche der Achse 15 ausgebildeten Nuten. Infolgedessen
steigt der Luftdruck in diesem Zwischenraum unter radialer Lagerung oder Führung der Spindel 24 an. Da
die Nuten 50 parallel zur Achslinie der Achse 15 verlaufen, kann die radiale Lagerung der Spindel 24 unabhängig
davon, ob sich die Spindel im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn dreht, gewährleistet werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 sind mehrere parallel zueinander verlaufende Nuten oder Rillen in der Innenfläche
der hohlzylindrischen Spindel 24 ausgebildet, während die Außenfläche der Achse 15 glatt ist. Diese
Nuten verlaufen dabei parallel zur Achse der Spindel 24, wobei zwischen deren Innenfläche und der Außenfläche der
Achse 15 ein kleiner Zwischenraum festgelegt ist. Wenn sich die Spindel 24 dreht, bildet sich zwischen ihr und
der Achse 15 eine Luftschicht, von welcher die Spindel 24 getragen wird. Bei der beschriebenen Ausführungsform
verlaufen die Nuten 50 praktisch über die Gesamtlänge der Achse 15 oder der Spindel 24. Die Nuten können jedoch
auch nur in den beiden Endabschnitten der Achse oder der Spindel 24 ausgebildet sein, während zwischen
diesen Endabschnitten eine glatte Fläche vorgesehen ist.
Bei den Ausführungsformen nach Fig. 3 bis 6 kann die feste Achse 15 aus oberflächengehärtetem Stangenmaterial
aus rostfreiem Stahl hergestellt sein. Bei der Ausführungsform
nach Fig. 3 bis 5 können die Nuten 50 in der Oberfläche der Achse 15 durch Photoätzung, Walzen o.dgl.
ausgebildet sein. Wahlweise können die Nuten durch Extrudieren, Ziehen o.dgl. eines Stangenmaterialstücks geformt
werden. In diesem Fall kann eine mit Nuten oder Rillen versehene Achse einfach durch Zurechtschneiden
des Stangenmaterials nach der Ausbildung der Nuten hergestellt werden, wodurch hohe Fertigungsleistung und
geringe Herstellungskosten für die Achse 15 erzielt werden. Die (Querschnitts-)Form der Nuten 50 kann durch
entsprechende Wahl der Form des Bearbeitungswerkzeugs beliebig gewählt werden. Beispielsweise können die Nuten
50 neben dem (kreis)bogenförmigen Querschnitt gemäß Fig. auch einen rechteckigen oder trapezförmigen Querschnitt
besitzen.
Die Spindel 24 kann in der Weise hergestellt werden, daß auf der Innenfläche eines Hohlzylinders aus Aluminium
eine poröse, harte Aluminiumoxidschicht ausgebildet und diese dann mittels einer Tafram-Behandlung (eingetr.
Warenzeichen der Firma General Magnaplate Corp., USA) mit Tetrafluorethylen bzw. einem Fluorkohlenstoffharz
imprägniert wird.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 sind die beiden Enden der festen Achse 15 mittels Schrauben am Motor-Gehäuse
2 und am Deckel 8 befestigt. Wahlweise kann jedoch der obere oder untere Montageabschnitt 20 bzw.
14 der Achse 15 in den Deckel 8 bzw. das Gehäuse 2 eingeschrumpft
sein.
Bei den dargestellten Ausführungsformen dient weiterhin
die erfindungsgemäße Elektromotoreinheit für den Drehan-
trieb des Polygonspiegels, doch kann sie auch für den Antrieb anderer drehbarer Bauteile benutzt werden.
Die Erfindung ist zahlreichen weiteren Abwandlungen zugänglich.
Bei den beschriebenen Ausführungsformen ist die hohlzylindrische Spindel 24 auf eine einzige Achse 15 auf-
gesetzt, so daß die gegenüberstehenden Flächen von Spin del 24 und Achse 15 ein Radiallager bilden? dies steht
im Gegensatz zum Stand der Technik, wo getrennte Teile mit zwei Lagerteilen oder -abschnitten versehen sind.
Die Spindel 24 und die Achse 15 können daher einfach 5 koaxial zueinander angeordnet werden, so daß Ausfluchtungsfehler
beim Zusammensetzen und Zerlegen der Anordnung vermieden werden. Hierdurch werden offensichtlich
Fertigungsleistung und Wartung der Elektromotoreinheit
wesentlich verbessert bzw. vereinfacht und damit auch Herstellungs- und Betriebskosten der Anordnung gesenkt.
Die erfindungsmemäße Elektromotoreinheit vermag einen Polygonspiegel stabil mit hoher Drehzahl anzutreiben.
Besonders zu beachten ist, daß die Drehrichtung der Spindel beliebig gewählt werden kann, weil bei der erfindungsgemäßen
Anordnung keine Pfeilverzahnungs-Nuten bzw. -Rillen vorgesehen sind.
4.
Leerseite
Claims (8)
1. Elektromotoreinheit mit einem Motor-Gehäuse, einer
drehbaren Spindel, einem an letzterer angebrachten Motor-Läufer und einem am Gehäuse angebrachten, zum
Drehen des Läufers dienenden Motor-Ständer, dadurch gekennzeichnet, daß ein Traglager (44, 48) zur schwebenden
Lagerung der Spindel (24) und eine sich durch das Motor-Gehäuse (2) erstreckende, eine glatte Außenfläche
aufweisende feste Achse (15) vorgesehen sind, daß die drehbare Spindel (24) hohlzylindrisch ausgebildet
ist und eine glatte Innenfläche aufweist und daß die feste Achse (15) herausziehbar in die hohlzylindrische Spindel (24) eingesetzt ist.
2. Elektromotoreinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Traglager (44, 48) mindestens einen
an der Außenfläche der hohlzylindrischen Spindel (24) befestigten, auf seiner Außenfläche einen Magnetpol
aufweisenden Läufer-Ringmagneten (44) und (mindestens) einen am Motor-Gehäuse (2) angebrachten, einen entgegengesetzten
Magnetpol aufweisenden Ständer-Ringmagneten (48), dessen Innenfläche der Außenfläche des
Laufer-Ringmagneten (44) zugewandt ist, umfaßt.
3. Elektromotoreinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein das Motor-Gehäuse (2) luftdicht verschließender Motor-Deckel (8) vorgesehen ist.
4. Elektromotoreinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der hohlzylindrischen Spindel (24)
ein mit ihr mitdrehbarer Polygonspiegel (34) befestigt ist.
5. Elektromotoreinheit, insbesondere nach einem der
vorangehenden Ansprüche, mit einem Motor-Gehäuse, einer drehbaren Spindel, einem an letzterer angebrachten
Motor-Läufer und einem am Gehäuse angebrachten, zum Drehen des Läufers dienenden Motor-Ständer,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (24) hohlzylindrisch ausgebildet ist, daß ein Traglager (44,
48) zur schwebenden Lagerung der Spindel (24) vorgesehen ist, daß sich durch das Motor-Gehäuse (2) eine
feste Achse (15) erstreckt, die herausziehbar in die hohlzylindrische Spindel (24) eingesetzt ist, und daß
ein Dynamikdruck-Radiallager aus einer glatten Fläche an der Innenfläche der Spindel (24) oder der Außenfläche
der Achse (15) und parallel zur Achsrichtung der Achse (15) und zueinander verlaufenden Nuten oder
Rillen (50) in der Außenfläche der Achse (15) bzw. der Innenfläche der Spindel (24) vorgesehen ist.
6. Elektromotoreinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Traglager (44, 48) mindestens einen
an der Außenfläche der hohlzylindrischen Spindel (24) befestigten, auf seiner Außenfläche einen Magnetpol
aufweisenden Läufer-Ringmagneten (44) und (mindestens) einen am Motor-Gehäuse (2) angebrachten, einen entgegengesetzten
Magnetpol aufweisenden Ständer-Ring-
magneten (48), dessen Innenfläche der Außenfläche des
Läufer-Ringmagneten (44) zugewandt ist, umfaßt.
7. Elektromotoreinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein das Motor-Gehäuse (2) luftdicht verschließender
Motor-Deckel (8) vorgesehen ist.
8. Elektromotoreinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der hohlzylindrischen Spindel (24)
ein mit ihr mitdrehbarer Polygonspiegel (34) befestigt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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ID=14927216
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Owner name: KABUSHIKI KAISHA TOSHIBA, KAWASAKI, KANAGAWA, JP |
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