DE3325951A1 - Selbstfahrender maehdrescher - Google Patents
Selbstfahrender maehdrescherInfo
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- A01D41/00—Combines, i.e. harvesters or mowers combined with threshing devices
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Description
Selbstfahrender Mähdrescher
Die Erfindimg betrifft einen selbstfahrenden Mähdrescher mit einem Rotations-Trennprinzip
und zumindest einem Rotor, dem das Erntegut mittig zugeführt wird und danach das aufgenommene
Gut wendelförmig um den Trennrotor in Richtung auf seine beiden seitlichen Enden
befördert wird, wobei der Rotor und der ihn umgebende feststehende Mantel beidseitig über
die Seitenwände der Reinigungseinrichtung herausragen und die beiden herausragenden Enden
ebenso wie die diese umgebenden Gehäuse Strohaustrittsöffnungen aufweisen, an die sich das
ausgedroschene Stroh aufeinander zu lenkende Einrichtungen anschließen.
Derartige Mähdrescher sind beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift 27 42 067
bekannt. Der Vorteil derartiger Mähdrescher ist darin zu sehen, daß die beiden seitlich
aus dem Axialdreschwerk austretenden Strohströme zu einem einzigen Schwad zusammengeführt
werden, welches unterhalb des Mähdreschers zwischen seinen Rädern abgelegt wird, so daß
zum einen keine Zerstörung des Schwads durch die Räder und zum anderen eine gute Aufnahme
des Schwads durch beispielsweise eine nachfolgende Aufsammelpresse erfolgen kann. Ein
schwerwiegender Nachteil ist aber darin zu sehen, daß zunächst einmal das Kurzstroh-Spreu-Gemisch
in konzentrierter Ansammlung auf den Ackerboden abgeworfen wird und erst dann das
Strohschwad auf dieses Kurzstroh-Spreu-Gemisch abgelegt wird. Die dem Mähdrescher folgende
Strohpresse nimmt folglich nur das Strohschwad auf und läßt die Kurzstroh-Spreu-Matte auf dem
Acker liegen. Diese Matte ist aber aufgrund der heutigen modernen Mähdreschertypen mit hohem
Durchsatz und besonders hohem Kurzstrohanteil so stark , daß sie durch die anschließende Bodenbearbeitung
nicht genügend auseinandergezerrt werden kann und hierdurch das Auflaufen der jungen Saat erheblich beeinträchtigt. Der
vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Mähdrescher der eingangs näher
bezeichneten Art so auszubilden, daß auch das Kurzstroh-Spreu-Gemisch zusammen mit dem Strohschwad
von einer dem Mähdrescher folgenden Sammelpresse aufgenommen werden kann. Dies wird erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß die das ausgedroschene Stroh aufeinander zu lenkenden Einrichtungen
tiefer liegen als eine unterhalb des Axialdreschwerkes angeordnete Siebkasteneinheit
und in Fahrtrichtung des Mähdreschers gesehen vor dem Abwurfende des Siebkastens angeordnet sind.
Auf diese Weise wird nämlich erreicht, daß zunächst der Strohschwad abgelegt werden kann und
dann auf diesen Strohschwad das Kurzstroh-Spreu-Gemisch
abgeworfen wird. Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß die Sammelpresse mit der Aufnahme
des Strohschwades gleichzeitig auch das Kurzstroh-Spreu-Gemisch mit verarbeitet. Auf einfache konstruktive
Art und Weise schließen sich dabei an die Strohaustrittsöffnungen zum Ackerboden weisende
Schächte auf, die im bodenseitigen Bereich aufeinander zugerichtete Auswurföffnungen aufweisen.
Dabei sind die Auswurföffnungen der Schächte in Fahrtrichtung gesehen vor dem Abwurfende der Sieb-
kasteneinheit und tiefer als diese angeordnet. Im bodenseitigen Bereich der Schächte sind um
in Fahrtrichtung des Mähdreschers verlaufende Achsen antreibbar gelagerte Fördertrommeln vorgesehen,
die das Gut aufeinander zu schleudern und dieses somit zu einem einzigen mittigen Schwad
zusammenführen. Alternativ zu diesen Förder trommeln können sich an die Auswurföffnungen der Schächte
nach innen weisende Führungsrohre anschließen, in denen Transportschnecken antreibbar auf einer
beiden Schnecken gemeinsamen Welle gelagert sind. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß das
ausgedroschene Stroh im ruhigen Strom aufeinander zu bewegt wird, so daß die Staubentwicklung
geringer ist. Um zu verhindern, daß sich das Stroh in den Schächten staut, ist es möglich, in jedem
Schacht zumindest ein das Stroh zwangsweise zu den Auslaßöffnungen transportierendes Förderelement
anzuordnen.
Im folgenden soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles und mehrerer dieses sctematisch
darstellender Figuren näher erläutert werden. Dabei zeigt:
Figur Λ einen Mähdrescher in der Seitenansicht,
Figur 2 den in Figur 1 dargestellten Mähdrescher in der Draufsicht,
Figur 3 den hinteren Teil des in den Figuren 1 und 2 dargestellten Mähdreschers teilweise
im Schnitt,
Figur 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Figur 2.
Figur 5 eine gegenüber Figur 3 abgeänderte Ausführungsform.
Mit 1 ist ein selbstfahrender Mähdrescher bezeichnet, der eine nur andeutungsweise gezeigte Schneidwerksmulde
2 und einen sich daran anschließenden Schrägförderer 3 aufweist. Das vom Schrägförderer
herantransportierte Erntegut wird von diesem an ein Zubringerband 4 übergeben, welches es mittig einer
an sich bekannten quer im Mähdrescher 1 gelagerten Axialdresch- und Trenneinheit 5 zuführt. Letztere
ragt seitlich aus den beiden Seitenwänden 6 und 7 hervor und ist von Gehäusen 8 und 9 umgeben. Sowohl
die Gehäuse 8 und 9 wie auch die Axialdresch- und Trenneinheit 5 weisen seitliche Strohaustrittöffnungen
10 und 11 auf, an die sich zum Ackerboden 12 weisenden
Schächte 13 anschließen. Diese Schächte 13 haben bodenseitige aufeinander zu gerichtete Auswurföffnungen
14 und 15. Wie die Figuren 3 und 4 zeigen, schließen sich an diese Auswurföffnungen 14 und 15
nach innen weisende Führungsrohre 16 und 17 an, in denen Transportschnecken 18 und 19 auf einer beiden
Schnecken 18 und 19 gemeinsamen antreibbaren Welle 20 gelagert sind. Auf den zwischen den beiden Transportschnecken
freien Teil der Welle 20 sind noch zwei gegeneinander wirkende Verteilerschneckenbleche 21
und 22 vorgesehen. Wenn nun also das ausgedroschene Stroh in die Schächte 13 fällt, wird es von den in
den Schächten bedarfsweise vorgesehenen Fördertrommeln 23 und 24 erfaßt und den Schnecken 18 und 19 zwangsweise
zugeführt. Letztere transportieren die beiden Strohströme aufeinander zu, so daß sie zwischen den
hinteren Lenkrädern 25 des Mähdreschers 1 als Schwad abgelegt werden. Die Schneckenbleche 21 und 22 unterstützen
dabei die Schnecken 18 und 19 in ihrer Förder-
...Il
wirkung. Oben auf diesen Strohschwad fällt dann das von der Siebkasteneinheit 26 abgeworfene
Kurzstroh-Spreu-Gemisch, weil einerseits das abwurfseitige Ende 27 der Siebkasteneinheit 26
höher gelegen ist als die Auswurföffnung 14, 15
bzw. 14', 15' der Schächte 13 bzw. 13' und andererseits
die Auswurföffnung der Schächte in Fahrtrichtung des Mähdreschers 1 gesehen vor dem Abwurfende
27 der Siebkasteneinheit 26 vorgesehen sind.
In der Figur 4 ist eine abgewandelte Ausführungsform gegenüber der in der Figur 3 dargestellt,
und zwar sind hier im Bereich der Auswurföffnungen 14' und 15' in den Schächten 13' Fordertrommeln
28 auf längs zur Fahrtrichtung des Mähdreschers antreibbar gelagerte Wellen 29 aufgesetzt.
- Leerseite
Claims (6)
- Harsewinkel, den 18. Juli 1983 - Pat. 3475 St/Ry -Firma CLAAS OHG, 4834 Harsewinkel Patentansprüchen.V/Selbstfahrender Mähdrescher mit einem Rotations-Trennpinzip und zumindest einem Rotor, dem das Erntegut mittig zugeführt wird und danach das aufgenommene Gut wendelförmig um den Trennrotor in Richtung auf seine beiden seitlichen Enden befördert wird, wobei der Rotor und der ihn umgebende feststehende Mantel beidseitig über die Seitenwände der Reinigungseinrichtung herausragen und die beiden herausragenden Enden ebenso wie die, diese umgebenden Gehäuse Strohaustrittsöffnungen aufweisen, an die sich das ausgedroschene Stroh aufeinander zu lenkende Einrichtungen anschließen,dadurch gekennzeichnet, daß die das ausgedroschene Stroh aufeinander zu lenkenden Einrichtungen tiefer liegen als eine unterhalb des Axialdreschwerkes (5) angeordnete Siebkasteneinheit (26) und in Fahrtrichtung des Mähdreschers (1) gesehen vor dem Abwurfende (27) des Siebkastens (26) angeordnet ist.
- 2.) Selbstfahrender Mähdrescher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Strohaustrittsöffnungen (10, 11) zum Ackerboden (12) weisende Schächte (13, 13') anschließen, die im bodenseitigen Bereich aufeinander zu gerichtete Auswurföffnungen (14, 15) bzw. (14', 15') aufweisen.
- 3.) Selbstfahrender Mähdrescher nach den Ansprüchen 1 und 2,dadurch gekennzeichnet, daß die Auswurföffnungen (14, 15) bzw. (I4f, 15') der Schächte (13 "bzw. 13') in Fahrtrichtung gesehen vor dem Abwurfende (27) der Siebkasteneinheit (26) und tiefer als diese angeordnet sind.
- 4.) Selbstfahrender Mähdrescher nach den Ansprüchen 1-3,dadurch gekennzeichnet, daß im bodenseitigen Bereich der Schächte (13') um in Fahrtrichtung des Mähdreschers (1) verlaufende Achsen (29) antreibbar gelagerte, das Stroh aufeinander zu lenkende Fö'rdertrommeln (28) vorgesehen sind.
- 5.) Selbstfahrender Mähdrescher nach den Ansprüchen 1-3,dadurch gekennzeichnet, daß sich an die AuswurfÖffnungen (14, 15) der Schächte (13) nach innen weisende Führungsrohre (16)(17) anschließen, in denen Transportschnecken (18, 19) antreibbar auf einer beiden Transportschnecken gemeinsamen Welle (20) gelagert sind.
- 6.) Selbstfahrender Mähdrescher nach den Ansprüchen 1-5,dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Schacht (13, 13') zumindest eine das Stroh zwangsweise zu den Auslaßöffnungen (14, 15) bzw. (14', 15') der Schächte (13 bzw. 13') transportierendes Förderelement (23, 24) angeordnet ist.
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