DE3325777C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Abstandshalter gemäß dem Oberbe
griff des Patentanspruches 1. Ein solcher Abstandshalter läßt
sich der GB-PS 13 82 471 als bereits bekannt entnehmen.
Gegenstand der DE-OS 15 89 482 ist ein Kernbrennstoffelement
mit Brennstäben, die durch mindestens einen Abstandshalter im
gewünschten Abstand voneinander gehalten werden. An mindestens
einem der Brennstäbe sind Anschlagflächen gebildet, um den
Abstandshalter axial zu halten. Der Abstandshalter kann aus
achteckigen Halteringen zusammengesetzt sein.
In der GB-PS 11 90 046 ist ein Abstandshalter für die Brenn
stäbe eines Kernbrennstoffelements beschrieben. Dieser Abstands
halter besteht aus Halteringen, die jeweils 2 starre Anschläge
für die Brennstäbe aufweisen. Diese starren Anschläge umfas
sen nach innen gebogene Teile der Elemente.
Die DE-OS 21 37 158 betrifft einen Abstandshalter für die
Brennstäbe eines Kernbrennstoffelementes. Der Abstandshalter
umfaßt Federn, die entweder eine oder zwei in der Mitte aus
wärts gewölbte Längsseiten aufweisen und an ihren Schmalseiten
miteinander, insbesondere durch Schweißen, verbunden sind. Bei
der Feder mit nur einer in der Mitte auswärts gewölbten Längs
seite liegt der Brennstab an der Längsseite ohne Wölbung in
der Mitte an Wölbungen an, die sich nahe den Schmalseiten be
finden.
Ein typisches Kernbrennstoffelement wird durch eine Reihe von
Abstand zueinander haltenden Brennstäben gebildet, gehalten
zwischen oberen und unteren Befestigungsplatten, wobei die Stä
be mehrere Meter lang sind, einen Durchmesser in der Größen
ordnung von 12,5 mm haben und einen Abstand voneinander von
einigen mm halten. Um einen geeigneten Kühlmittelstrom durch
die Brennstäbe hindurch zu erhalten, ist es wichtig, die Stäbe
auf Abstand zu haben und sie daran zu hindern, sich während
des Reaktionsbetriebs zu biegen und zu vibrieren. Für
diesen Zweck sind eine Anzahl von Brennstab-Abstandshaltern,
über die Länge des Kernbrennstoffelements verteilt, vorgesehen.
Überlegungen zur Ausgestaltung solcher Brennstab-Abstandshal
ter umfassen folgende: Beibehaltung des Abstandes von Stab zu
Stab, Beibehaltung der Form des Kernbrennstoffelements; Möglich
keit der Wärmeausdehnung des Brennstabes; Einschränkung der
Vibration des Brennstabes; Leichtigkeit der Bündelung des Kern
brennstoffelementes; Minimalhaltung der Kontaktflächen zwischen
Abstandshalter und Brennstäben; Aufrechterhaltung der Struktur
einheit des Abstandshalters unter normalen und anomalen (z. B.
seismischen) Beanspruchungen; Minimalhaltung der Formänderung
und Drosselung des Reaktor-Kühlmittelstromes;
Minimalhaltung parasitärer Neu
tronenabsorption; Minimalhaltung der Herstellungskosten ein
schließlich Anpassung an automatisierte Produktion. So schafft
das Bedürfnis zur Schaffung solcher Brennstab-Abstandshalter
verschiedene erhebliche Probleme, von denen die wichtigsten die parasitäre
Neutronenabsorption und die Kühlmittelstromdrosselung oder Druck
abfall sind.
Um die Wärme von Kernbrennstoff abzuführen, wird unter Druck
stehendes Kühlmittel durch die Kernbrennstoffelemente des Reak
torkerns gepreßt. Die Brennstab-Abstandshalter in den Elemen
ten drosseln den Kühlmittelstrom und verursachen einen
unerwünschten, wenngleich unvermeidlichen Kühlmittelstrom-Druck
abfall. Um geeignete Kühlung der Brennstäbe über ihre Länge
hinweg aufrecht zu erhalten und die erforderliche Kühlmittel
pumpleistung minimal zu halten, ist es wünschenswert, daß der
Widerstand des Abstandshalters im Kühlmittelstrom minimal ge
halten wird. Der Strömungswiderstand eines Abstandshalters ist
eine Funktion seiner projizierten oder "Schatten"-
Fläche. Daher kann der Strömungswiderstand eines Abstandshalters
dadurch minimal gehalten werden, daß die projizierte Fläche der
Abstandshalterstruktur minimal gestaltet wird. Tests haben ge
zeigt, daß Abstandshalter mit minimaler Projektionsfläche auch
die höchsten thermischen Grenzen haben.
In der Praxis bedeutet der Wunsch zur Minimalhaltung sowohl pa
rasitären Neutroneneinfangs als auch der Kühlmittelstromdros
selung einen Konflikt bei der Gestaltung von Brennstab-
Abstandshaltern.
Um die Kühlmittelstromdrosselung minimal zu halten, sollten die
Abstandshalterteile dünn und von minimalem Querschnitt sein.
Sehr dünne Teile müssen jedoch aus hochfestem Materials sein, um
die passende Abstandshalterfestigkeit zu ergeben. Auch muß hoch
festes Material mit geeigneten federnden Eigenschaften für ir
gendwelche Federteile des Abstandshalters verwendet werden. Man
stellt fest, daß solche geeigneten Materialien verhältnismäßig
stark Neutronen einfangen.
Andererseits findet man, daß Materialien mit dem erwünschten
geringen Neutroneneinfang relativ geringe Festigkeit haben,
schwer zu formen sind und für die Federteile des Abstandshal
ters erwünschten Federeigenschaften nicht aufweisen.
Eine Möglichkeit zur Lösung des vorstehend geschilderten Gestal
tungskonflikts ist ein "Verbund"-Abstandshalter, worin die Bau
teile aus einem Material mit niedrigem Neutroneneinfangsquer
schnitt und die Federteile separat aus geeignet federndem Mate
rial sind, wodurch die Menge des Materials mit hohem Neutronen
einfangsquerschnitt minimal gehalten wird.
Der Kern eines großen Kernreaktors enthält typischerweise in der
Größenordnung von 800 Kernbrennstoffelementen, deren jede sieben Ab
standshalter haben kann. So ist abzuschätzen, daß selbst geringe
Abnahmen des Abstandshalter-Strömungswiderstands und des Neutro
neneinfangs einen beträchtlichen Einfluß auf den Kern als ganzes
haben können.
Herabgesetzter Strömungswiderstand bedeutet, daß weniger Kühlmit
tel-Umlaufpumpleistung erforderlich ist. Beispielsweise kann in
einer 1000 MWe-Anlage eine Senkung des Reaktorkern-Strömungswi
derstands um 0,07 bar bis zu 350 kW elektrische Leistung
einsparen.
Herabgesetzte parasitäre Neutronenabsorptionen in den Abstands
haltern bedeutet, daß weniger Kernreaktivität für eine vorge
gebene Leistungsabgabe nötig ist. Mit anderen Worten, es kann
Kernbrennstoff geringerer Anreicherung eingesetzt werden. Bei
spielsweise kann eine 0,01%ige Verringerung der Anreicherung
die Kosten des Kernbrennstoffs in der Größenordnung von DM 1700,-
(Dollar 1000) pro Element senken.
Ein brauchbarer Abstandshalter für Brennstäbe eines Kernbrenn
stoffelementes hat daher einen geringen Kühlmittel-Strömungs
widerstand und eine geringe Neutronenabsorption; seine Struktur
weist eine kleine Projektionsfläche auf. Änderungen im Quer
schnitt der Abstandshalter-Struktur sind minimal gehalten.
Die Federteile des Abstandshalters sind sicher befestigt.
Axiale Diskontinuitäten in der Abstandshalterstruktur sind
minimal gehalten, wodurch Beschleunigungen und Verzögerungen
des Kühlmittelstroms durch den Abstandshalter klein gehalten
werden. Weiter vermeidet man das Vorspringen von Federn oder
einer anderen Abstandshalterstruktur über und unter die von
den Ober- und Unterkanten der Hauptabstandshalter-Struktur
gebildeten Ebenen.
Ein solcher Abstandshalter wird gebildet von einer Reihe mit
einander verbundener rohrförmiger Halteringe, umgeben von einem
peripheren Trägerband, wobei jeder Haltering einen Durchlaß
für einen Brennstab des Kernbrennstoffelementes bildet.
Die zusammengeschweißten Halteringe und das periphere Träger
band liefern eine Struktur von hoher Festigkeit, wodurch
die Dicke des zur Bildung des peripheren Trägerbandes und der
Halteringe verwendeten Metalls klein gehalten werden kann, um
den Kühlmittelströmungswiderstand und den parasitären Neutro
neneinfang herabzusetzen.
Der Neutroneneinfang wird durch die Ausbildung der Halteringe
und des peripheren Trägerbandes aus einem Material mit geringem
Neutroneneinfangsquerschnitt weiter herabgesetzt.
Die durch die Halteringe ragenden Brennstäbe werden
darin zwischen starren Anschlägen und Federn zentriert
und seitlich gehalten. Die starren Anschläge
können die Form bogenförmiger Teile der Wände der Halteringe an
nehmen. Vorzugsweise sind diese bogenförmigen Teile nahe den
Ober- und Unterkanten der Halteringe ausgebildet, um den Axial
abstand dazwischen maximal zu halten und die Halterung des Brenn
stabes zu verstärken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Abstandhalter der
im Oberbegriff des Patentanspruches 1 genannten Art zu schaffen,
bei dem die Federn besser und sicherer fixiert sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Die Federn können somit relativ kurz sein, was die Menge des Ma
terials mit hohem Neutroneneinfangsquerschnitt, aus dem sie her
gestellt werden müssen, minimal hält. Auch wird das Vorragen der
Federn über und unter die Ober- oder Unterkanten der Halteringe
vermieden, womit man eine Störung des Kühlmittelstroms minimal
hält.
Mit Ausnahme von Strömungskanal-Einführungslappen, die nach oben
und einwärts vom peripheren Trägerband vorragen, gibt es keine
Federn oder andere Abstandshalterteile, die über die durch die
Oberkanten der Reihe von Halteringen definierten oberen und un
teren Seitenebenen hinausragen. Dies trägt dazu bei, Turbulenz
hervorrufende Änderungen im Querschnitt der Abstandshalterstruk
tur zu vermeiden.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf
die Zeichnung näher beschrieben; im einzelnen zeigt
Fig. 1 einen Aufriß, teilweise im Schnitt, eines Kernbrenn
stoffelementes;
Fig. 2A eine Draufsicht auf einen
Abstandshalter;
Fig. 2B einen Aufriß, teilweise im Schnitt, des Abstands
halters der Fig. 2A;
Fig. 3A eine Draufsicht auf einen einzelnen Haltering,
wie er im Abstandshalter der Fig. 2A verwendet wird;
Fig. 3B eine teilweise weggeschnittene Aufrißansicht
des Halterings der Fig. 3A;
Fig. 4 eine Ansicht einer doppelseitigen
Feder, wie sie im Abstandshalter der Fig. 2A/2B verwendet wird;
Fig. 5 einen Aufriß eines Halterings des
Abstandshalters, der die durch einen C-förmigen Ausschnitt in
der Seitenwand des Halterings gebildete, die Feder tragende Zun
ge veranschaulicht;
Fig. 6 eine Querschnittsansicht eines Paares benach
barter Halteringe des Abstandshalters, die
die Aufname der Feder der Fig. 4 veranschaulicht;
Fig. 7 eine Querschnittsansicht eines Paares benach
barter Halteringe, wobei die die Feder haltenden Zungen flach
gedrückt sind.
Ein Kernbrennstoffelement 20 ist im Aufriß in Fig. 1 veran
schaulicht. Das Kernbrennstoffelement 20 umfaßt eine Vielzahl
von Brennstäben 21, die zwischen einer oberen Verankerungs
platte 22 und einer unteren Verankerungsplatte 23 gehalten sind.
Die Brennstäbe 21 verlaufen durch eine Vielzahl von Brennstab-
Abstandshaltern 24, die die langgestreckten Stäbe im Abstand
voneinander halten und sie vor seitlicher Vibration bewahren.
Jeder der Brennstäbe 21 besteht aus einem langgestreckten
Rohr, das spaltbaren Brennstoff oder andere Materialien
wie brütbares Material, brennbares Gift, inertes Material oder
dergleichen, durch obere und untere Endstopfen 26
und 27 hermetisch eingeschlossen enthält. Die unteren Endstopfen 27 wei
sen Fortsätze zum Eingriff und zur Halterung in Halterungsaus
nehmungen 29 auf, die in der unteren Verankerungsplatte 23 aus
gebildet sind. Die oberen Endstopfen 26 weisen Fortsätze 28 auf,
die in Halterungsausnehmungen 31 in der oberen Verankerungsplat
te 22 passen.
Mehrere der Halterungsausnehmungen 29
in der unteren Verankerungs
platte 23 weisen Gewinde auf, um Brennstäbe mit unteren
Endstopfen-Fortsätzen 27′ mit Schraubgewinde aufzunehmen. Die
Fortsätze 28′ der oberen Endstopfen 26′ der gleichen Brennstoff
stäbe sind langgestreckt, um durch die Ausnehmungen in der obe
ren Verankerungsplatte 22 hindurch zu ragen und weisen Schraub
gewinde auf, um Haltemuttern 32 aufzunehmen.
Das Kernbrennstoffelement 20 umfaßt ferner einen dünnwandigen,
rohrfömigen Strömungskanal 33 von praktisch quadratischem Quer
schnitt, der so gestaltet ist, daß er einen Paßsitz über der
oberen und der unteren Verankerungsplatte 22 und 23 und den Ab
standshaltern 24 aufweist.
Am oberen Ende des Strömungskanals 33
befindet sich ein Lappen 34, über den der Kanal an einem Träger
36 der oberen Verankerungsplatte 22 mit Hilfe eines Bolzens 37
befestigt ist.
Die untere Verankerungsplatte 23 ist mit einem Nasenteil 38 aus
gestattet. Das Ende dieses Nasenteils
weist Öffnungen 39 auf, um das unter Druck stehende Kühlmittel
aufzunehmen, so daß es zwischen den Brennstäben nach oben strömt.
Wie in Fig. 1 gezeigt, können mehrere der Brenn
stäbe 21 in den Brennstab-Innenpositionen durch ein Modera
torrohr 41 ersetzt sein. Das Moderatorrohr 41 kann im Aufbau ähn
lich einem Brennstab sein.
Beispielsweise kann es Öffnungen aufweisen,
wie bei 42 und 43 gezeigt, und/oder die oberen und unteren End
stopfen können mit Durchgängen 44 und 46 ausgestattet sein, um
Wasser-Moderator durchfließen zu lassen.
Der Abstandshalter 24, auf den die Erfindung gerichtet ist, ist
allgemein in der Draufsicht in Fig. 2A und im teilweise wegge
schnittenen Aufriß in Fig. 2B wiedergegeben.
Der Abstandshalter 24 besteht aus einer Vielzahl von Halteringen 51,
die einander berührend angeordnet (z. B. in Zeilen und Spalten)
und miteinander verbunden sind z. B. durch Zusammenschweißen der
oberen und unteren Kanten aneinanderliegender Teile benachbarter
Halteringe (wie bei 52, 53 in Fig. 2B).
Jeder der Halteringe 51 bietet einen Durchgang 54 für einen
Brennstab 21, ein Moderatorrohr 41 oder dergleichen.
Wie in den Fig. 2A, 2B veranschaulicht, kann jeder der Halte
ringe 51 aus einem kurzen Abschnitt eines vorzugsweise nahtlo
sen Rohres von kreisförmigem Querschnitt gemacht sein.
An den Rand-Halteringen der gebildeten Halteringanordnung
ist ein peripheres oder Umfangsband 56 befestigt. Bequemerweise
kann das periphere Halteband 56 aus 4 ähnlichen L-förmigen Teilen
bestehen, die jeweils an einer Ecke der Halteringanordnung ange
ordnet sind und in der Mitte eines äußeren Halterings aufeinan
der treffen, wie bei 57 (Fig. 2A).
Das Umfangsband 56 des Abstandshalters 24 weist ein Paar ein
wärts gekrümmter, nach außen und oben weisender Vorsprünge 58
nahe jeder Ecke auf, die als Einführungen dienen, wenn der ent
fernbare rohrförmige Strömungskanal 33 (Fig. 1) über dem Kernbrenn
stoffelement 20 installiert wird.
Mit Ausnahme der Einführungsvorsprünge 58 ragen keine Fe
dern oder andere Abstandshalterstruktur über oder unter die Ebe
nen der oberen und unteren Kanten der Halteringe 51 und des Um
fangsbandes 56 vor, wodurch Störungen des Kühlmittelstroms
minimal gehalten wer
den.
Das Umfangsband 56 weist auch ein Paar nach außen ragender Lappen
59 nahe jeder Ecke auf, um einen vorbestimmten Abstand zwischen
dem Band 56 und dem umgebenden Kühlmittelströmungskanal 33 zu
schaffen.
Jeder Brennstab 21 oder jeder andere langgestreckte Teil, der
bzw. das durch einen der von den Halteringen 51 gebildeten Durch
gänge 54 ragt, wird darin zwischen einer elastischen Feder 61
und allgemein gegenüber im Abstand zueinander angeordneten Paa
ren relativ starrer Anschläge 62 (Fig. 2A) zen
tiert und seitlich gehalten.
Die Anschläge 62 sind deutlicher in den Fig. 3A, 3B wiedergege
ben, die eine Draufsicht eines der Halteringe 51
sind. Bevorzugt werden die Anschläge 62 integral mit dem Halte
ring 51 ausgebildet, d. h., sie sind als seitlich im Abstand von
einander angeordnete Paare bogenförmiger Teile der Halteringwän
de nahe den Ober- und Unterkanten des Halterings ausgebildet.
Bevorzug ist auch, daß die oberen
und unteren Kanten 63 des Scheitels der Anschläge 62 leicht aus
wärts vom Durchgang 54 gekrümmt sind (d. h., die Anschläge sind in
vertikaler Richtung leicht konvex), um das Einführen und Heraus
ziehen der Brennstäbe 21 in die bzw. aus den Durchgängen 54
zu erleichtern.
Vorteilhafterweise ist jede Feder 61 eine Seite einer doppelsei
tigen Endlosschlaufen 64, wie in Fig. 4 veranschau
licht. Bequemerweise ist das Ausgangsmaterial, aus dem eine sol
che Feder hergestellt werden kann, ein Abschnitt eines nahtlosen
Rohres. Die Federn 64 werden im Abstandshalter von Zungen 69 gehal
ten, die in benachbarten Halteringen 51 ausgebildet sind, wie
nachfolgend beschrieben.
Die Feder 64 ist mit bogenförmig abgerundeten Schmalseiten 66
ausgebildet. Die Längsseiten der Feder haben nahe den Schmal
seiten an ihrem engsten Punkt einen Abstand von etwa der doppel
ten Dicke der Zungen, auf denen die Feder 64 im Abstandshalter
montiert ist. Die Längsseiten 67 sind nach außen gewölbt, so daß
sie in die Durchgänge 54 ragen, und weisen zentrale Wölbungs
scheitel 68 als Anlage mit dem Teil (z. B. Brennstab), das durch
die Durchgänge ragt, auf. Die bogenförmig abgerundeten Schmal
seiten 66 reichen weniger weit nach außen als die Längsseiten 67,
um extreme Bewegungen eines Brennstabs oder eines anderen Ele
ments in Richtung der Feder 64 zu begrenzen.
Fig. 5 ist ein Aufriß eines Halterings 51 und veranschaulicht, wie
die Zungen 69 zum Montieren der Federn 64 im Abstandshalter 24 in
den Wänden der Halteringe 51 durch einen C-förmigen Ausschnitt 70 aus
gebildet sind.
Fig. 6 ist eine Querschnittsansicht (entlang Linie 6-6 der Fig. 5)
eines Paares benachbarter Halterippe 51 und veranschaulicht,
wie eine der Federn 64 mit den Zungen 69 der benachbarten Halte
ringe 51 in Eingriff steht und gehalten wird. Zur Montage der
Feder 64 auf den Zungen 69 werden die Halteringe 51 so gedreht,
daß ihre Zungen 69 sich gegenüber stehen und in entgegengesetz
te Richtungen weisen. Eine Seite der Feder 64 wird durch den ver
tikalen Teil des C-förmigen Ausschnitts eines ersten der Halte
ringe 51 eingesetzt, und die Feder 64 wird dann seitwärts über
die Zunge 69 dieses Halterings bewegt. Unter Festhalten der
Feder und des ersten Halterings in dieser Position wird die an
dere Seite der Feder durch den vertikalen Teil des C-förmigen
Ausschnitts des zweiten der Halteringe 51 eingesetzt, und die
ser zweite Haltering wird dann gedreht, um seine Zunge 69
durch die Feder 64 einzuführen. So legen die entgegen
gesetzt gerichteten Zungen 69 der benachbarten Halteringe die
Feder 64 fest und sichern sie in geeigneter Position.
Ein herausragender Vorteil dieser Federmontageanordnung besteht
darin, daß alle Halteringe 51 (mit Ausnahme einiger Ausführungs
formen des Halterings)
gleich sind.
Bei der Ausführungsform der Fig. 6 bleiben die Federmontagezun
gen 69 von bogenförmiger Gestalt (d. h., sie behalten den Radius
des Halterings 51). Bei einer in Fig. 7 dargestellten alternati
ven Ausführungsform sind die Zungen 69′ flachgedrückt.
Diese Ausführungsform ist von Nutzen, wo es wünschenswert ist,
den Abstand zwischen gegenüberliegenden Seiten der Schmalseiten 66
der Feder 64 minimal zu halten.
Bei einer beispielhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Abstandshalters, wie in den Fig. 2A, 2B veranschaulicht, hat der
Abstandshalter eine Größe von etwa 13,3 cm × 13,3 cm. Die Halte
ringe 51 und das Umfangsband 57 sind etwa 3 cm hoch und bestehen
aus einem Material mit niedrigem Neutroneneinfangsquerschnitt,
wie einer Zirkoniumlegierung, z. B. Zircaloy-4. Die Halteringe
51 haben etwa 16,2 mm Außendurchmesser bei einer Wanddicke von
etwa 0,5 mm.
Die Feder 64 besteht aus einem Material geeigneter Festigkeit,
Korrosionsbeständigkeit und federnder Eigenschaften, wie einer
Nickellegierung, z. B. Inconel. Die Feder 64 ist etwa 2 cm hoch,
etwa 2,5 mm breit und aus einem Material von etwa 0,3 mm Dicke.
Claims (2)
1. Abstandshalter für Brennstäbe eines Kernbrennstoffelements
mit einer Anzahl in einer Ebene in Berührung miteinander
angeordneter, an den Berührungsflächen miteinander ver
bundener rohrförmiger Halteringe mit je einem Durchlaß
zur Aufnahme eines Brennstabes, ferner mit zumindest zwei
entlang des Halteringumfangs voneinander beabstandeten, in
den Durchlaß hineinragenden starren Anschlägen für den
Brennstab und mit einer je zwei benachbarten Halteringen
gemeinsamen Feder zur Abfederung der Brennstäbe in den Durch
lässen der Halteringe, die als Endlosschleife länglicher
Form ausgebildet ist mit bogenförmig abgerundeten Schmal
seiten und mit auswärts gewölbten Längsseiten, deren zen
trale Wölbungsscheitel jeweils als Anlage für einen Brenn
stab vorgesehen sind, wobei die Feder in sich überlappen
den Schlitzen im Berührungsbereich der zwei benachbarten
Halteringe in der Weise angeordnet ist, daß sie auf zu
mindest eine von einem Haltering in dessen Schlitz vor
springende Zunge aufgesteckt ist, dergestalt,
daß eine ihrer Längsseiten sich in den Durchlaß des einen
und die andere der Längsseiten sich in den Durchlaß des
anderen der zwei benachbarten Halteringe vorwölbt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fe
der (64) auf zwei sich überlappende, durch C-förmige Aus
schnitte gebildete Zungen (69) aufgesteckt ist, wobei eine der
Zungen (69) aus dem einen und die andere Zunge (69) in ent
gegengesetzter Richtung aus dem anderen Haltering (51) vor
springt, und daß der Abstand der Längsseiten der Feder (64)
in der Nähe der Schmalseiten der Gesamtdicke der zwei sich
überlappenden Zungen (69) entspricht.
2. Abstandshalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Halteringe (51) einen kreisförmigen Querschnitt aufwei
sen und daß die aus ihnen vorspringenden Zungen (69′)
flachgedrückt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US06/410,124 US4508679A (en) | 1982-08-20 | 1982-08-20 | Nuclear fuel assembly spacer |
Publications (2)
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