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Kassettendeck-Lau£werksteuerung.mit
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automatischer Bandendeabschaitung Bei Kasstttenrekordern wird gewünscht,
daß beim Erreichen des Bandendes der Laufwerkinotor automatisch abgeschaltet wird.
Wenn beim Abspielen eines Bandes das Bandende erreich-t wird, blockiert der Wickelinotor
zu/-nächst ohne abgeschaltet zu sein. Es wird angestrebt, vor dem Abschalten des
Wickelmotors eine Entlastung des Bandes herbeizuführen. Daher soll in einem extrem
kleinen Zeitraum vor dem endgültigen Abschalten des Motors, dieser eine Drehung
in Gegenrichtung vornehmen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung
anzugeben, mit der bei einer Kassettendeck-Laufwerksteuerung beim Erreichen des
Bandendes der Motor unmittelbar vor seiner Abschaltung kurzfristig in Gegenrichtung
gesteuert wird, dabei soll die Zeit, während der der Motor in Gegenrichtung direkt
kurz sein gegenüber der Zeit, die vom Erreichen des Bandendes bis zur endgültigen
Motorabschaltung vergeht.
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Diese Auf gabe wird bei einer Kassettendeck-Laufwerksteuerung mit"-;automatischer
Bandendeabschaltung dadurch gelöst, daß vom Kollektor des Laufwerkmotors Impulse
abgeleitet werden, die die ständige Entladung eines Kondensators verursachen, während
der Kondensator beim Ausbleiben dieser Impulse beim Erreichen des Bandendes
sich
bis zu einer ersten, durch einen Komparator vorgegebenen Referenzspannung auflädt,
bei deren Erreichen ein Impuls zur Erzeugung einer Motordrehung in Gegenrichtung
ausgelöst wird, daß der Kondensator danachbis zum Erreichen einer zweiten, durch
einen zweiten Komparator vorgegebenen Referenzspannung aufgeladen wird, bei deren
Erreichen ein Impuls zur Abschaltung des Motors ausgelöst wird.
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Die erfindungsgemäße Schaltung zeichnet sich durch ihren einfachen
Aufbau aus und ist in einem ESalbleiterkörper integrierbar. Die Schaltung enthält
2 Komparatoren, an denen der jeweilige Spannungszu stand am Ladekondensator mit
einer vorgegebenen Referenzspannung verglichen wird. Die Komparatoren bestehen vorzugsweise
aus Differenzverstärkerstufen aus bipolaren, emittergekoppelten Transistorpaaren,
wobei im Kollektor des durch die Kondensatorspannung angesteuerten Transistors jeweils
vorzugsweise ein Stromspiegelverstärker angeordnet ist, der für die Erzeugung der
erforderlichen Ausgangsimpulse sorgt.
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Dabei ist der Stromspiegelverstärker im ersten Komparator so aufgebaut,
daß er sowohl den Impuls für die Motorsteuerung in Gegenrichtung liefert als auch
einen zusätzlichen Ladestrom für den Kondensator abgibt, sodaß die zweite Referenzspannung
am Kondensator, bei der der Motor endgültig abgeschaltet wird, sehr rasch erreicht.
wird.
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Die Erfindung und ihre nähere Ausgestaltung wird anhand eines Ausführungsbeispieles
noch näher erläutert. Die Schaltung gemäß der Figur enthält einen Kondensator cl
der über eine Stromquelle I1 aufgeladen wird. Parallel zum Kondensator C1 liegt
die Kollektoremit:terstrecke eines
Transistors T1, dem die vom Kollektor
des Laufwerkmotors M abgeleiteten Steuerimpulse zugeführt werden.
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Zwischen Motor M und der Basiselektrode des Transistors T1 ist eine
monostabile Kippstufe "MK" geschaltet, die bei laufendem Motor von den am Kollektor
abgegriffenen TmpuZsen vor Ablauf jeder Kippphase so gesetzt wird, daß der Transistor
T1 bei laufendem Motor durcllgesteuert wird und somit der Kondensator cl über den
Transistor T1 laufend entladen wird.
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Die Schaltung enthält ferner 2 Komparatorstufen K1 und K2. Beide Komparatoren
bestehen aus einer Differenzverstärkerstufe aus emittergekoppelten bipolaren Transistoren
Ta, T3 bzw. T6 und T7 An die zusammengeschalteten Emitterelektroden der Differenzverstärkerstufen
ist jeweils- eine Stromquelle 12. bzw. 13 angeschlossen. An einer Spannungsteilerschaltung
aus den in Reihe geschalteten Widerständen R3, R2 und R1 werden die Referenzspannung
Uref1 bzw. Uref2 abgegriffen. Die Referenzspannung Uref1 fällt am Widerstand R1
ab und bildet die Steuerspannung für den Transistor T3 des Komparators K1. An der
Reihenschaltung aus den Widerständen R1 und R2 fällt di# Referenzspannung Uref2
ab, die die Steuerspannung des Transistors T7 im Komparator K2 ist. Die Basiselektrode
des jeweils anderen Transistors in jeder Differenzverstärkerstufe, nämlich die Basiselektroden
der Transistoren T2 ünd T6 sind an den Kondensator ci angeschlossen; so daß die
Steuerspannung dieser Transistoren durch die jeweilige Kondensatorspannung bestimmt
wird. Die Kollektoren T3 und T7 sind mit einem Pol der Versorgungsspannungsquelle
verbunden. In den Kollektoren der Transistoren T2 und T6 liegt jeweils ein Stromspiegelverstärker
aus Multikollektor-Transistoren. Der Transistor T4.im Kollektorstrompfad des Transistors
T2 weist 3 Kollektoren auf von denen einer mit der Basiselektrode verbunden--ist.
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Der zweite Kollektor ist an den Kondensator C1 angeschlossen und der
dritte Kollektqr bildet den Ausgangsanschluß für den Steuerimpuls, durch den der
Motor in Gegenrichtung gesteuert wird. Im Kollektorstrompfad des Transistors T6
liegt ein Multikollektortran-~#istor T5 it 2 Kollektoren, von denen einer mit der
Basiselektrode verbunden ist und der andere den Ausgangsanschluß für die Ausgabe
des Stoppsignals für den Motor M bildet. Die Emitterelektroderl der Transistoren
T4 und T5 sind mit einem Pol der Versorgungsspannungsquelle verbunden. Hierbei handelt
es sich um den positiven Pol, wenn die Transistoren T4 und T5. pnp-Transistoren
und die Transistoren T2 und T3, T6 und T7 npn-Transistoren sind.
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Die beschriebene Schaltung funktioniert wie folgt: Solange der Motor
läuft, werden der monostabilen Kippstufe MK vor Ablauf der Zeitko#stanten für den
Ki.ppvorgang stets verstärkte Kollektorimpulse des Wickelmotors zugeführt, sodaß
diese Kippstufe stets neu gestartet wird. Der Strom 11 der Stromquelle kann somit
über den Transistor T1 abfließen und der Kondensator c1 bleibt entladen.
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Sobald-das Band,ende -erreicht ist, wird nach Ablauf der Kipphase
der monostabilen Kippstufe MK der Transistor T1 gesperrt und der Kondensator C1
wird durch die Stromquelle I1 aufgeladen. Wenn die Spannung am Kondensator C1 den
Wert Urefl crrei.cht, schaltet der Transistor T2 des Komparators K1 durch, und über
den Stromspiegelverstärker T4 kann Strom fließen. Da alle Kollektoren des Stromspiegelverstärkers
gleiche Strö me bei gleicher Kollektorfläche aufweisen miissen, wird über einen
Kollektor der Gegenimpuls ausgegeben, der
die Motordrehung in Gegbnrich.tung
veranlaßt Über den mit dem Kondensator C1 verbundenen Kollektor fließt zusätzlich
zum Ladestrom Ii ein weiterer Ladestrom, der nuntnehr den Kondensator C1 beschleunigt
weiter auflädt. Sobald die Spannung am Kondensator C1 sodann den Wert U erreicht,
schaltet auch der Transistor T6 durch und über den Stromspiegelverstärker T5 kann
olglic Strom fließen. über den einen Kollektor des Stromspiegelverstirkers T5 wird
das Ausgangssigal in eine Logik eingegeben, die die Motorabschaltung veranlaßt.
Zusätzlich kann die Logik noch ein weiteres Signal ausgeben, durch das ein Transistor
T8, dessen Kollek-toremitterstrecke parallel zum Kondensator C1 geschaltet ist,
durchgesteuert wird, sodaß der Kondensator T1 wieder vollständig entladen wird.
Somit bleibt der Motor bei entspanntem Band bis zum Anlauf eines neuen Abspielvorganges
abgeschaltet.
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Durch die Dimensionierung des Kondensators C1 und der Stromquelle
I1 kann die Zeit bis zur Auslösung des Gegenimpulses zur Änderung der Drehrichtung
des Motors nach Erreichen des Bandendes eingestellt werden.
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Die Zeitdauer beträgt beispielsweise 1,5 sec. Die Zeitdauer, während
der der Motor in die Gegenrichtung läuft, ist wesentlich geringer und wird durch
die Dimensionierung der Stromquelle 12 und die Spannung Uref2 am Komparator K2 bestimmt.
Als geeignet hat sich eine Zeit von ca. 10 ms, während der der Motor in Gegenrichtung
läuft, erwiesen. Die Erfindung hat den wesentlichen Vorteil, daß beide Zeitdauern
nur mit Hilfe eines Kondensators Cl erzeugt werden können.
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