DE3324706A1 - Luftreifen - Google Patents
LuftreifenInfo
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- B60C11/03—Tread patterns
- B60C11/0311—Patterns comprising tread lugs arranged parallel or oblique to the axis of rotation
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Description
Die Erfindung betrifft einen Luftreifen mit einem Laufflächenprofil
mit einer Mehrzahl voneinander durch Profilrillen getrennter Profilrippen , die jeweils einen sich von einer
Laufflächen-Seitenkante zum Laufflächeninneren erstreckenden,
zur Äquatorlinie des Reifens geneigt verlaufenden Schrägabschnitt und einen daran anschließenden, sich
senkrecht zur Äq iatorlinie über diese hinaus erstreckenden
und jenseits dieser endenden Querabschnitt aufweisen, wobei die Querabschnitte jeweils von den gegenüberliegenden
Laufflächen-Seitenkanten ausgehender Profilrippen einander überlappend in Reifenumfangsrichtung abwechselnd
aufeinander folgen.
Bekannte Luftreifen für kleinere Baufahrzeuge nutzen zum Fahren auf schlammigem Untergrund Auftriebskräfte, so daß
sie auf dem Untergrund schwimmen. Die Zugkraft wird unter Nutzung des Scherwiderstandes des von den Reifen zusammengepreßten
und in den Rillen des Laufflächenprofils verfestigten
Schlamms gewonnen. Zur Erzielung großer Zugkraft werden besonders breite und tiefe Rillen im Laufflächenprofil
vorgesehen, deren Kanten einen großen Krümmungsradius aufweisen. Weiterhin werden, wie Fig. 1 zeigt, die Profilrillen
31 und die dazwischen liegenden Profilrippen 21, ausgehend vom Bereich der Äquatorlinie TE des Reifens unter einem groB-sen
Rückwärtswinkel zur Seitenkante SL der Lauffläche geführt
um die Abscheidung von in den Rillen verklumptem Schlamm zu erleichtern. Solche Reifen sind auf eine Drehrichtung beschränkt.
Reifen mit diesem bekannten Laufflächenprofil weisen jedoch relativ kleine Zugkraft und Abnutzungsfestigkeit
auf und unterliegen äußerlichen Beschädigungen wie Abrissen, Schnitten usw. Die Haltbarkeit solcher bekannter Reifen ist
unbefriedigend.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Luftreifen mit einem Laufflächenprofil zu schaffen, das eine verbesserte
Zugkraft bei vergrößerter Verschleißfestigkeit gewährleistet.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist der Luftreifen der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Art erfindungsgemäß mit
den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen ausgestattet. Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Luftreifens
ist im Unteranspruch 2 beschrieben.
Untersuchungen ergaben, daß die meisten schlammigen Untergründe
aus einer tiefer liegenden harten Unterschicht und einer darauf liegenden Schlammschicht mit hohem Wassergehalt
bestehen, wobei die Schlammschicht etwa so tief wie die Profilrillentiefe der Reifenlanfflache ist, oder aus einer
Schlammschicht mit darin abgesetztem Kies bestehen und daß die harte Unterschicht oder der Kies die genannten Beschä-
digungen an den bekannten Reifen hervorrufen. Weitere Forschungen
auf diesem Gebiet ergaben, daß die Zugkraft erhöht werden kann, wenn die Reifen durch die obere Schlammschicht
hindurch mit dem abnutzungsfesteren harten Untergrund unter der Schlammschicht in Kontakt treten.
Im folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform des Luftreifens
an Hand der beigefügten Zeichnungen weiter erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1t eine schematische Ansicht eines bekannten Laufflächenprofils;
Fig. 2: eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen
Fig. 2: eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen
Laufflächenprofils;
Fig. 3* einen Querschnitt einer Profilrille bei der Viertelungslinie
der Laufflächenbreite, entlang der
Linie A-B in Fig. 2;
Fig. kt eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen
dem Überlappungsverhältnis der Profilrippen und der Zugkraft;
Fig. 5X eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen
dem Krümmungsradius der Profilrippenkanten und der Zugkraft;
Fig. 6: eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen dem Vorsprungslängen-Koeffizienten der
Profilrippenkanten und der Zugkraft und
Fig. 7» eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen
dem Verhältnis der Prοfilri11en-Querschnittsflachen
und der Zugkraft.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform des Laufflächenprofils
mit einer Lauffläche T und einer Äquatorlinie TE des Reifens, während Tw die halbe Laufflächenbreite, SL die Seitenkante
der Lauffläche, QL die Viertelungslinie der Laufflächenbreite und P den Profilrippenabstand bezeichnen.
■έ-
An den gegenüberliegenden Seiten des Laufflächenumfanges
sind jeweils die gleiche Anzahl von Profilrippen im gewünschten Abstand P ausgebildet. LP bezeichnet die gesamte
Vorsprungslänge der Profilrippe 3 t ©P die Vorsprungslänge
der Verlängerung 3(e) der Profilrippe, deren Endkante mit 1 bezeichnet ist . Ein Schrägabschnitt 3(i)
der Profilrippe 3 erstreckt sich, gegen die Äquatorlinie des Reifens geneigt, von der Seitenkante SL der Lauffläche
T ungefähr bis zur Viertelungslinie QL der Laufflächenbreite, von wo aus ein Querabschnitt 3(t) zur Aquatorlinie
TE des Reifens verläuft und jenseits dieser endet. Der sich über die Äquatorlinie TE des Reifens in die gegenüberliegende
Reifenhälfte erstreckende Teil der Profilrippe 3 bildet deren Verlängerung 3(e). Auf der Lauffläehe
T sind eine Mehrzahl von Profilrippen 3 niit alternierender
Anordnung der nach rechts bzw. nach links weisenden Querabschnitte 3(t) ausgebildet.
Fig. 3 zeigt die Form der Profilrille h. Der Neigungswinkel
y der Rillenwand auf der "BM-Seite ist kleiner als
der Neigungswinkel ß der gegenüberliegenden Rillenwand.
Vorzugsweise liegt ß im Bereich von 15° bis ^5°, J^ im Bereich
von 13,8° bis 30° und das Verhältnis Q/J^±m Bereich
von 1,09 bis 1,5· Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform beträgt ß 20°, J^ 15° und das Verhältnis ß//v
1,33. Der Kantenbereich 5 der Profilrille ist gekrümmt. In Fig. 2 bezeichnet das Bezugszeichen Ss die Profilrillen-Querschnittafläche
längs der Linie C-D an der Seitenkante SL der Lauffläche und das Bezugszeichen Sq die
Profilrillen-Querschnittsfläche längs der Linie A-B bei
30 der Viertelun^siinie QL der Laufflächenbreite.
Bei üblichen Roifendrücken wurden Reifentests durchgeführt,
um den Einfluß des Krümmungsradius der Profilrillenkanten, des Uberlappungsverhältnisses der Profilrippen,
des Vorsprungslängen-Koeffizienten der Kanten und des Verhältnisses
Ss/Sq der Profilrillen-Querschnittsflächen auf
die Zugkraft zu ermitteln.
Hierbei ist der Krümmungsradius derjenige der Kanten 5
in Fig. 3· Das Überlappungsverhältnis der Profilrippen ist das Verhältnis eP/Tw, d.h. das Verhältnis der Vorsprungslänge
eP der sich über die Äquatorlinie TE in die gegenüberliegende Reifenhälfte erstreckenden Verlängerung
3(e) der Profilrippe zur halben Laufflächenbreite Tw, die dem Abstand der Äquatorlinie TE von der Seitenkante
SL der Lauffläche entspricht.
Der Vorsprungslängen-Koeffizient der gekrümmten Kante
ist gegeben durch 2 LP χ N/YD χ S7O'. In dieser Gleichung
bezeichnen LP die gesamte Vorsprungslänge der Profilrippe 3» N die Gesamtzahl der auf beiden Seiten vorgesehenen
Profilrippen, D den Außendurchmesser des Reifens und S7O die Querschnittsbreite des auf eine Felge von 70% der
Standardbreite aufgezogenen Reifens.
Das Verhältnis der Profilrillen-Querschnittsflächen Ss/Sq ist das Verhältnis der Profilrillen-Querschnittsfläche
Ss an der Seitenkante SL der Lauffläche (längs der Linie C-D) zur Profilrillen-Querschnittsfläche Sq bei der Viertelungslinie
der Laufflächenbreite (längs der Linie A-B).
Die Testreifen hatten die in Tabelle 1 wiedergegebenen Bemessungen, wobei das Flachheitsverhältnis H/W das
Verhältnis der Reifenhöhe H zur Reifenbreite V ist.
-S-
Parameter
Außendurchmesser D Querschnittsbreite S7O
Flachheitsverhältnis H/W Laufflächenbreite
Scheitelradius
Rillentiefe:
Scheitelradius
Rillentiefe:
im Äquatorbereich TE
bei der Viertelungslinie
QL der Laufflächenbreite
QL der Laufflächenbreite
bei Querschnitt längs der
Linie C-D Anzahl der Profilrippenabstände P
| 676 | mm |
| 211 | nun |
| 70% | |
| 191 | ram |
| 270 | mm |
| 11, | 8 mm |
11,9 mm
19,4 mm 20 pcs.
Zur Ermittlung der Zugkraft wurden diese Testreifen auf einem Testuntergrund mit einer harten Grundschicht und
15 einer darüber aufgebrachten nassen Schlammschicht erprobt.
Tabelle 2 gibt die Versucheergebnisse wieder.
Versuchsreifen
Parameter 12 3 4 5 6 7 8
Parameter 12 3 4 5 6 7 8
Überlappungsverhältnis
der Profilrippen
(eP/TV) 0,365 0,365 0,365 0,365 0,036 0,036 0,036 0,036
Kriiriniuii^Frar.i r 9 der
Profilrillenkante
(mm) 0,2 0,2 5 5 0,2 0,2 5 5
Vorsprungslängen-Koeffizient der Profil- »
rillenkanten Y
(2 LPxNA'DxS70) 28,4 24,2 28,4 24,2 28,4 24,2 28,4 24,2
rillenkanten Y
(2 LPxNA'DxS70) 28,4 24,2 28,4 24,2 28,4 24,2 28,4 24,2
Verhältnis der Profilrill en-Querschnittsflachen
(Ss/Sq) 1,6 1,05 1,05 1,6 1,05 1,6 1,6 1,05
(Ss/Sq) 1,6 1,05 1,05 1,6 1,05 1,6 1,6 1,05
Zugkraft
(kg) 673 618 615 595 560 548 493 390
Zur Ermittlung des Einflusses jedes in Tabelle 2 aufgeführten
Reifenparameters auf die Zugkraft der Versuchereifen wurden die Reifenfaktoren entsprechend den Versuchsbedingungen
analysiert. Die Fig. k bis 7 zeigen graphisch den Einfluß dieser Versuchsreifen-Parameter
auf die Zugkraft.
Fig. k zeigt die Beziehung zwischen dem Überlappungsverhältnis
der Profilrippen und der Zugkraft (in kg). Das Überlappungsverhältnis ist eine Kennziffer für die Bemessung
wirkungsvoller Profilrippen und hat einen starken Einfluß auf die Zugkraft, die mit dem Wert des Überlappungsverhältnisses
rasch zunimmt. Das Beitragsverhält nisy>
des Überlappungsverhältnisses betrug 0,584, also
etwa
Fig. 5 zeigt graphisch die Beziehung zwischen dem Krümmungsradius
der Profilrillenkante und der Zugkraft. Diese Beziehung betrifft die Wirksamkeit, mit der durch
Eingriff der gekrümmten Kanten mit der unregelmäßigen Berührungsfläche des Untergrunds ein Rutschen verhindert
wird. Die Figur zeigt, daß die Zugkraft umso stärker ist, je kleiner der Krümmungsradius der Kanten ist. Das Beitragsverhältnis
J> der gekrümmten Kanten beträgt 0,198.
Fig. 6 zeigt graphisch die Beziehung zwischen dem Vorsprungslängenkoeffizienten
der Profilkanten und der Zugkraft. Der Vorsprungslängen-Koeffizient der.Profilrippenkanten
ist eine Kennziffer zum Vergleich des Verhältnisses der Gesamtlänge jeder Vorsprungslänge der Profilrippenkanten
zur Gesamtfläche der Lauffläche, wobei
die Querschnittsbreite, der Außendurchmesser, die Neigung der Rillen usw. konstant gehalten werden. Das Beitragsverhältnis
ο ist gering.
Fig. 7 zeigt graphisch die Beziehung zwischen dem Verhältnis der Profilrillen-Querschnittsflächen und der
Zugkraft. Dies betrifft die Abscheidung von in den Rillen verklumptem Schlamm und die Verhinderung solchen Schlammverklumpens
in den Rillen.
Ein Vergleich der Fig. k und 5 mit den Fig. 6 und 7 zeigt,
daß die Profilrippenbereiche nahe der Äquatorlinie des Reifens sowie die Profilrillenkanten besonders wirksam sind,
Bei den bekannten Reifen des "schwimmenden" Typs wurde die
Zugkraft durch Ausnutzung des Scherwiderstandes gewonnen, der durch Pressen und Verdichten des nassen Schlammunter-
1Q grundes durch die Rillenwandungen erzeugt wird. Daher wurde
die Länge der Profilrillenkanten erhöht und die Querschnittsfläche
der Rille zur Seitenkante der Lauffläche hin vergrößert. Erfindungsgemaß wird jedoch auf der Grundlage
der angeführten abweichenden Untersuchungsergebnisse
15 eine demgegenüber noch erhöhte Zugkraft erzielt.
Auf der Basis dieser Versuchsergebnisse und der Analysen der Reifenfaktoren wurden verbesserte Luftreifen mit ausgewählten
Parametern geschaffen. Ein erfindungsgemäßer Reifen hat eine nominelle Felgengröße von unter 7^2 mm
und weist ein Laufflächenprofil mit einer Mehrzahl von voneinander durch Profilrillen getrennten Profilrippen
auf. Das Flachheitsverhältnis H/W, d.h. das Verhältnis der Reifenhöhe zur Reifenbreite ¥ beträgt weniger als 80$.
Jede Profilrippe umfaßt einen Schrägabschnitt 3(i)> der sich gegen die Äquatorlinie TE des Reifens geneigt von
der Seitenkante SL der Lauffläche etwa bis zur Viertelungslinie QL der Laufflächenbreite erstreckt und dem sich
ein Querabschnitt 3(t) anschließt, der sich über die
Äquatorlinie TF hinaus in die gegenüberliegende Reifenhälfte
erstreckt und dort endet. Zwischen zwei Profilrippen 3 liegt jeweils eine Profilrille k. Jeweils ein
Querabschnitt ?{t) einer linken Profilrippe 3 folgt,
diesen überlappend, auf jeden Querabschnitt 3(t) einer rechten Profilrippe 3. Die Profilrillenkante 5 ist mit
einem Krümmungsradius von weniger als 1 mm gekrümmt. Das Überlappungsverhältnis eP/Tw, d.h. das Verhältnis der
Vorsprungslänge eP der in der gegenüberliegenden Reifenhälfte jenseits der Äquatorlinie TE endenden Verlängerung
3(e) der Profilrippe 3 zu der dem Abstand der Äquatorlinie
TE zur Seitenkante SL der Lauffläche entsprechenden halben Laufflächenbreite Tw liegt zwischen 0,30 und 0,38.
Das Verhältnis der Länge Lt des Querabschnittes 3(t) zur Laufflächenbreite 2Tw liegxlTzwischen 0,25 und 0,^5, der
Vorsprungslängen-Koeffizient der Profilrillenkante zwischen 25 und 32 und das Verhältnis der Profilrillen-QuerschnittsELächen
Ss/Sq zwischen 1,25 und 1,65.
Für Baufahrzeuge zur Beladung mit Erde und Steinen wird
meist ein Reifen mit breiter Kontaktfläche und kleinem Außendurchmesser eingesetzt, um die Leistungsfähigkeit und
Stabilität des Fahrzeugs zu verbessern. Ein erfindungsgemäßer Reifen weist ebenfalls ein kleines Flachheitsverhältnis
auf. Nahe der Äquatorlinie des Reifens erstrecken sich die Rillen etwa im rechten Winkel zur Vorwärtsbewegungsrichtung
des Reifens und gewährleisten eine große Zugkraft. Weiterhin sind die Rillen nahe dem Viertelungspunkt
der Laufflächenbreite rückwärts geneigt, so daß in den Rillen nahe der Äquatorlinie verklumpter Schlamm leicht
abgeschiod91 werden kann. Die Profilrillenkanten treten mit
der unregelmäßigen Berührungsfläche des harten Untergrundes in Wirkeingriff.
In Anbetracht dor Ergebnisse der obengenannten Analyse beträgt
der Krümiiii.ri, sradius der Profilrillenkanten
nicht mehr als 1 mm. Ein Krümmungsradius von mehr als 1 mm ist woniger wirksam. Das Verhältnis eP/Tw liegt
zwischen 0,30 und 0,38, das Verhältnis Lt/2x Tw lieH^^Üft*]; ::.oTick auf die Querrippen, im Bereich
zwischen 0,25 '»nri 0,^5. Wenn das Verhältnis eP/Tw kleiner
O Cr « O «do !* -->
β C
OO «β · ΰ j OC «9
als 0,30 (d.h. 30%) ist und das Verhältnis Lt/2 χ Tw kleiner als 0,25 (d.h. 25%) ist, ist die Zugkraft klein
und der Berührungsdruck der Profilrippen hoch, wodurch im Äquatorlinienbereich wellige Abnutzung auftritt und
die Verschleißfestigkeit nachläßt. Auf der anderen Seite erfordern ein Verhältnis eP/2 χ Tw von mehr als 0,38
(38%) und ein Verhältnis Lt/2x Tw von mehr als 0,^5 (45%
eine große Länge der sich jenseits der Äquatorlinie erstreckenden Verlängerung (3(e)) der Profilrippe. In diesem
Fall muß zur Erzielung hinreichender Profilrillenbreiten zwischen den Profilrippen die Breite der Profilrippen
verkleinert oder die Anzahl von Abständen P zwischen ihnen vermindert werden* Die daraus entstehende
Verkleinerung der Berührungsfläche der Profilrippen führt zu einer Verminderung der Verschleißfestigkeit.
Der Vorsprungslängen-Koeffizient der Profilrillenkanten
liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 25 und 32. Beträgt er weniger als 25t dann wird die Verschleißfestigkeit
vermindert, liegt er oberhalb von 32, dann neigen die Profilrillen zur Verstopfung mit Schlamm, so daß
die Profilrippen im Äquatorbereich des Reifens nicht wirksam werden. Das Verhältnis Ss/Sq der Profilrillen-Querschnittsflächan
liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 1,25 und 1,65. Beträgt es weniger als 1,25 so ist
die Abscheidung von in den Profilrillen verklumptem Schlamm unzureichend. Um das Verhältnis Ss/Sq größer
als 1,65 zu gestalten, müßten die Profilrillen nahe der Laufflächen-Seitenkante tiefer oder breiter sein,
was die Steifigkeit der Profilrippen im Seitenkantenbereich
vermindert und zu Brüchen oder übergroßer Abnutzung der Profilrippen führt.
■Versuchs- sowie mit Vergleichs?» ^
MLt erfindungsgemaüenyreifen würaen^Tersuche durchgeführt.
Die Reifengröße betrug 33 χ 12.5-15. Zwei Lauf-
'M-
flächenprofile entsprechend den in Fig. 1 und 2 dargestellten
Typen wurden getestet. Tabelle 3 zeigt die Versuchsergebnisse .
Parameter
Versuchsreifen
ABC
ABC
Vergleichsreifen D E
5 Laufflächenprofil
entsprechend Fig.2 Fig.2 Fig.2 Fig.2 Fig.1
Überlappungsverhältnis
der Profilrippen 10 (eP/Tw)
Krümmungsradius der Profilrillenkante
(mm)
(mm)
15 Vorsprungslängen-Koeffizient der Profilrillenkanter.
_____ (2 LPxN//DxS7OJ
0,3ß 0,33 0,30 0,28 0,04 0,2 0,2 0,2
30 26
24
Verhältnis der
Profilrillen-Querschnitt sf lachen
(Ss/Sq) 1,60 1,30 1,30 1,1
Profilrillen-Querschnitt sf lachen
(Ss/Sq) 1,60 1,30 1,30 1,1
Zugkraft
25 (kg)
25 (kg)
68o 615 600 435
2k
1,70 370
Die Versuchsreifen wurden auf Felgen 7JA χ 15DC an den
Antriebswellen des Testfahrzeugs aufgezogen. Der Luftdruck betrug 2,4 kg. Ein Schaufelfahrzeug wurde über
eine zwischen<*oschaltete Kraftmeßdose hinterseitig am
Versuchsfahrziug angebracht und mit einer Last von
860 beladen. Das Versuchsfahrzeug wurde anschließend
mit zum Erdschaufeln bereitgehaltener Schaufel über schlammigen Untergrund gefahren. Dabei wurde die Zugkraft
gerade vor dem Durchdrehen der Räder bei der vergrößerten Last gemessen.
Die Versuchsstrecke wies eine tiefer liegende harte Untergrundschicht
und eine darüber liegende nasse und schlammige Lehmschicht mit einer Dicke von 50 mm auf. Der Vassergehalt
der Lehmschicht betrug 150$ bei einer Teilchenkennziffer
von 0,2*3.
Wie Tabelle 3 zeigt, erwiesen sich die erfindungsgemäßen Reifen hinsichtlich der Zugkraft den Vergleichsreifen als
überlegen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHEluftreifen mit einem Laufflächenprofil mit einer Mehrzahl voneinander durch Profilrillen (4) getrennter Profilrippen (3), die jeweils einen sich von einer Laufflächen-Seitenkante (SL) zum Laufflächeninneren erstrekkenden, zur Äquatorlinie (TE) des Reifens geneigt verlaufenden Schrägabschnitt (3(i)) und einen daran anschließenden, sich senkrecht zur Äquatorlinie (TE) über diese hinaus erstreckenden und jenseits dieser endenden Querabschnitt (3(t)) aufweisen, wobei die IQ Querabschnitte (3(O) jeweils von den gegenüberliegenden Laufflächen-Seitenkanten (SL) ausgehender Profilrippen (3) einander überlappend in Reifenumfangsrichtung abwechselnd aufeinander folgen, dadurch gekenn-zeichnet, daßa) die Felgengröße des Luftreifens 7^2 mm (30 inches) nicht überschreitet,b) das Flachheitsverhältnis H/W, d.h. das Verhältnis von Reifenhöhe H zu Reifenbreite W, kleiner als 80$ ist,c) die Schrägabschnitte (3(i)) sich von den Laufflächen-Seitenkanten (SL) im wesentlichen bis zur Viertelungslinie (QL) der Laufflächenbreite erstrecken,d) das Überlappungsverhältnis eP/Tw, d.h. das Verhältnis der Vorsprungslänge (eP) der Verlängerung (3(e)) des Querabschnitts (3(t)) über die Äquatorlinie (TE) des Reifens hinaus zur halben Laufflächenbreite (Tw), im Bereich zwischen 0,3 und 0,38 liegt, unde) der Krümmungeradius der Profilrillenkanten 1 mm nicht überschreitet.
- 2. Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daßa) das Verhältnis Lt/2xTw, d.h. das Verhältnis der Gesamtlänge (Lt) des Querabschnitts (3(t)) zur Gesamtbreite der Lauffläche (2xTw), im Bereich zwischen20 0,25 und 0,^5 liegt,b) der Vorsprungslängen-Koeffizient der Profilri enkanten im Bereich zwischen 25 und 35 liegt, undc) das Verhältnis Ss/Sq, dJi. das Verhältnis der Profilrillen-Querschnitt sflache (Ss) an der Laufflächen-Seitenkante (SL) zur Profilrillen-Querschnittsfläche (Sq) bei der Viertelungslinie (QL) der Laufflächenbreite, im Bereich zwischen 1,25 und 1,65 liegt.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Country Status (3)
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| JP (1) | JPS5911902A (de) |
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