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DE332478C - Verfahren zur Darstellung von Fettsaeuren und Aldehyden - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Fettsaeuren und Aldehyden

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Publication number
DE332478C
DE332478C DE1916332478D DE332478DD DE332478C DE 332478 C DE332478 C DE 332478C DE 1916332478 D DE1916332478 D DE 1916332478D DE 332478D D DE332478D D DE 332478DD DE 332478 C DE332478 C DE 332478C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ozonides
acids
aldehydes
fatty acids
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1916332478D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CARL HARRIES DR
ERNST ALBRECHT DR
RUDOLF KOETSCHAU DR
Original Assignee
CARL HARRIES DR
ERNST ALBRECHT DR
RUDOLF KOETSCHAU DR
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Filing date
Publication date
Application filed by CARL HARRIES DR, ERNST ALBRECHT DR, RUDOLF KOETSCHAU DR filed Critical CARL HARRIES DR
Application granted granted Critical
Publication of DE332478C publication Critical patent/DE332478C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C27/00Processes involving the simultaneous production of more than one class of oxygen-containing compounds
    • C07C27/10Processes involving the simultaneous production of more than one class of oxygen-containing compounds by oxidation of hydrocarbons
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/34Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with ozone; by hydrolysis of ozonides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Fettsäuren und Aldehyden. Nach dem Verfahren des Patents 32466 kann man die Ozonide der aliphatischen, eine höhere Todzahl besitzenden Kohlenwasserstofföle ohne Verharzung zu fetten Aldehyden und Säuren aufspalten, und zwar insbesondere die Ozonide von carbürhaltigem Erdöl sowie von den Teerprodukten aus Braunkohle,- Schiefer, Torf und bituminösem Asphalt. Nach diesem Verfahren erfolgt die Spaltung mittels Wasserdampf, Lauge oder Säure, und zwar kann man diese chemischen Agentien auf die zuweilen explosiven Ozonide auch in deren Entstehungszustand einwirken lassen.
  • Es wurde nun weiterhin die Beobachtung gemacht, daß man die Spaltung der genannten Ozonide auch auf andere Weise bewerkstelligen I kann, nämlich durch Reduktionsmittel aller Art, wie z.B. schweflige Säure und schwefligsaure Salze oder auch Zink, oder ähnliche Metalle und f Säuren, wobei ebenfalls ein glatter Zerfall des Ozonidmoleküls erfolgt. Der Verlauf dieser Spaltung war nicht vorauszusehen, da sieh die Ozonide der Carbüre, insbesondere von Braunkohlenteerölen, hier ganz anders verhalten, als die bisher bekannten Ozonide.
  • Die Anwendung von Reduktionsmitteln bei der Spaltung von Ozoniden hat sich zwar gegenüber früheren Mißerfolgen in einem Falle verwirklichen lassen (vgl. z. B. Berichte 4.8 (zgz5), Seite 35). Es handelte sich aber dabei um eine ganz bestimmte Gruppe von Ozoniden aus der armatischen Reihe, welche eine von den Ozoniden der Braunkohlenteeröle völlig verschiedene Struktur haben und deren Reduktion nur in ätherischer Lösung ausgeführt wurde. Es ist überraschend, daß sich die Carbürozonide, in deren Molekül der Benzolkern fehlt, auch ohne Anwendung von Äther mit Reduktionsmitteln aller Art in guter Ausbeute aufspalten lassen.
  • Diese sehr glatt, schnell und gefahrlos verlaufende Reduktionsspaltung ist von technischer Bedeutung, und zwar besonders in der Anwendung auf mit Wasser schwer zersetzbare, explosive Ozonide, wie man sie aus sehr ungesättigten Kohlenwasserstoffen erhält. Nach dem vorliegenden Verfahren können selbst die so beständigen Krakölozonide aufgespalten werden, die sich beim Erhitzen mit Wasser häufig explosionsartig zersetzen. Beispiel Z. Man leitet in Braunkohlenteergasöl Ozon bis zur Sättigung ein und behandelt die abgeschiedenen Ozonide in der Kälte unmittelbar mit gasförmiger oder flüssiger schwefliger Säure. Es ist hierbei zweckmäßig, das Gasöl vor dem Ozonisieren, oder aber die Ozonide mit einem indifferenten Lösungsmittel zu vermischen, welches gleichzeitig schweflige Säure auflöst.
  • Man. erhält die analogen Spaltungsprodukte wie bei der Anwendung des Verfahrens nach Patent 324663, währeizd gleichzeitig SO, entsteht. Beispiel 2. ''. Cl. u , -An Stelle - des Gasöles #'vird ein sehr unge-
    sättigt;;ra@t@. o"@er,en daraus bereitetes
    Ozönid verwendet. . Man schüttelt das Ozonid
    mit oder ohne indifferentes Lösungsmittel mit ' Alkälisulfitsalzen, welche sich im Verlauf der zsönst. änalog verlaufenden Reduktionsspaltung zu Sulfaten umsetzen.
  • Es wurde weiter gefunden, daß das Verfahren des- Patents 324663 insofern einer Erweiterung fähig ist, als man nicht nur die Ozonide von Carbüren, sondern auch von auf anderem Wege daraus gewonnenen Säuren oder Seifen aufspalten kann. Das Patent 314745 betrifft ein Verfahren, nach welchem man aus Carbüren oder davon abgeleiteten Estern mittels der Alkalischmelze, in Analogie mit der bekannten Varrentrappschen Reaktion, die Salze höherer Carbonsäuren, neben gereinigten und teilweise leichteren bzw. depolymerisierten Ölen gewinnt. Diese Seifen und Säuren sind jedoch ziemlich dunkelgefärbt und vermutlich von ungesättigter Natur, da manche Carbüre, beispielsweise im Braunkohlenteeröl, wahrscheinlich Kohlenwasserstoffe mit mehreren Doppelbindungen darstellen, welche - nicht alle bei der Mkalischmelze gesprengt werden.
  • Diese .Erklärung ergab sich durch den überraschenden Befund, daß man diese dunklen Säuren oder ihre Salze in Ozonide überführen und diese der Spaltung nach dem Verfahren des Patents 324663 und dem oben beschriebenen Reduktionsverfahren unterwerfen kann. Man erhält dann aus den hochmolekularen, dunklen Säuren technisch wertvolle, hellgelbe bis farblose Produkte mit niedrigem Molekulargewicht, welche hauptsächlich aus Carbonsäuren und Dicarbonsäuren bestehen. Es wurde ferner gefunden, daß man auch hier die Spaltung der Ozonide in deren Entstehungszustand bewirken kann, indem man beispielsweise unmittelbar die dunklen, alkalischen Seifenlösungen mit Ozon behandelt.
  • Merkwürdigerweise genügt bereits sehr wenig Ozon. nämlich meist nur 2 Prozent. um die dunklen Säuren oder Seifen zu entfärben.
  • Die aus den Seifen entstehenden Ozonide sind sehr zersetzlich und in wäßriger Lösung nicht haltbar, so daß die Spaltung sehr rasch erfolgt. plan kann jedoch auch die Ozonide der Seifen in einem wasserfreien Lösungsmittel bereiten, z. B. in absolutem Alkohol und dann erst zersetzen; ebenso kann man die entsprechenden Carbonsäuren aus den Seifen mit Mineralsäuren abscheiden.und in die Ozonide überführen. Beispiel 3.
  • In eine 50 prozentige Chloroformlösung der atLs Braunkohlenteergasöl mittels Kalihydrat gewonnenen dunklen Säuren leitet man Ozon bis zur Entfärbung ein. Darauf wird das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert und das zurückgebliebene Ozonid mit chemischen Agentien, wie Wasserdampf, Lauge, Säure, Schwefeldioxyd, aufgespalten. Man erhält neben wenig A1deliyden hellgelbe Säuren, welche teilweise in Wasser löslich-sind. -- Beispiel...
  • In eine zehnprozentige, dunkle alkalische Seifenlösung, die aus Carbüren mittels Alkalischmelze erhalten wurde, leitet man Ozon bis zur Entfärbung ein. Die wäßrige Lösung wird eingedampft. Es hinterbleibt eine helle Seife mit blumenartigem Geruch, welche gut schäumt.
  • Dieselbe helle Seife gewinnt man, indem man die zehnprozentige, dunkle Seifenlösung aussalzt und eindampft und dann in alkoholischer Lösung mit Ozon behandelt. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels wird das 0zonid mit Wasserdampf zersetzt. Beispiel 5.
  • Aus Säureharz der Erdölraffination gewonnene dunkle alkalische Lösüngen können mit demselben Erfolg verwendet werden. Man erhält mit Ozon helle Seifenlösungen, aus denen mit erdünnter Schwefelsäure helle, feste Säuren ausgefällt werden.

Claims (2)

  1. PATENT- AN s-PRÜcHr ä. Abänderung des durch Patent 324tiG3 geschützten Verfahrens zur Darstellung von Fettsäuren und Aldehyden durch Spaltung von Ozoniden der aliphatischen, eine höhere Jodzahl besitzenden Kohlenwasserstofföle zu fetten Säuren und Aldehyden, insbesondere der 0zonide des carbürhaltigen, aliphatischen Erdöls sowie der Teerprodukte'von Braunkohle, Schiefer, Torf und bituminösem Asphalt,dadurch gekennzeichnet, daß man die Ozonide durch Reduktionsmittel, wie Schwefeldioxyd, Sulfite, Zink oder ähnliche Metalle und Säuren, aufspaltet.
  2. 2. Verfahren zur Spaltung von Ozoniden der aus Carbüren mittels Alkali erhältlichen Säuren oder deren Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man die 0zonide, gegebenenfalls in ihrem Entstehungszustand, mit chemischen Agentien wie Wasserdampf, Lauge, Schwefelsäure oder daß man sie mit Reduktionsmitteln, wie Schwefeldioxyd, Sulfite oder Zink und Säuren, behandelt.
DE1916332478D 1916-06-11 1916-06-11 Verfahren zur Darstellung von Fettsaeuren und Aldehyden Expired DE332478C (de)

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