-
-
Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten
-
Magnetkopfes und derartiger Magnetkopf BESCHREIBUNG Die Erfindung
betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten Magnetkopfes und
insbesondere ein Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten Magnetkopfes
mit einem Hauptkern aus einem Legierungs-Magnetmaterial und Hilfskernen aus Ferrit
zur Verwendung in Videokopfanordnungen, die für hochkoerzitive Medien geeignet sind,
sowie einen derartigen Magnetkopf.
-
Um ein magnetisches Aufzeichnungsmedium hoher Koerzivität wie ein
Metallband oder vakuumbedampftes Band ausreichend zu magnetisieren, wird ein Kopfkern
mit ausreichend hoher Sättigungsflußdichte benötigt. Um diese Anforderung zu erfüllen,
sind Legierungs-Magnetmaterialien, wie Sendust oder amorphes Material entwickelt
worden. Die Legierungs-Magnetmaterialien sind jedoch nicht frei von dem-Problem,
daß sie einen niedrigen Eigenwiderstand haben, daß ihre magnetische Permeabilität
durch Verluste infolge von Eddyströmen im Videofrequenzbereich reduziert ist und
die Wiedergabewirksamkeit eines Magnetkopfes verringert wird.
-
Zur Lösung des oben beschriebenen Problemes eines Magnetkopfes aus
einem Legierungs-Magnetmaterial wurde ein zusammengesetzter Magnetkopf aus einem
Hauptkern aus Legierungs-Magnetmaterial und Hilfskernen aus Ferriten mit höherem
Eigenwiderstand als die Legierungs-Magnetmaterialien vorgeschlagen.
-
Ein zusammengesetzter Magnetkopf dieser Art und ein Verfahren zur
Herstellung desselben sind z.B. in der japanischen Gebrauchsmuster-Anmeldung Nr.
83051/1971 offenbart.
-
In Fig. 1 ist ein konventioneller zusammengesetzter Magnetkopf der
oben beschriebenen Art perspektivisch dargestellt.
-
Fig. 2 ist eine Explosionszeichnung des zusammengesetzten Magnetkopfes
nach Fig. 1. Der zusammengesetzte Magnetkopf 10 weist einen Hauptkern 11 und zwei
Hilfskerne 12 und 13 auf; der Hauptkern 11 liegt zwischen den Hilfskernen 12 und
13. Der Hauptkern 11 wird aus einem Legierungs-Magnetmaterial, wie Sendust, hergestellt,
während die Hilfskerne 12 und 13 aus Ferrit hergestellt sind. Der Hauptkern 11 mit
einer darin gebildeten Windungsöffnung 21 wird gebildet durch Verbinden einer Hauptkernhälfte
lla mit einer Hauptkernhälfte llb durch an den Stellen 22a und 22b aufgebrachtes
Silberlot. Auf jener Seite 14 des Hauptkernes 11, an der ein Magnetband anliegt,
wird ein Kopfspalt 23 durch Zerstäuben von Si02 gebildet. Andererseits wird der
Hilfskern 12 mit einer darin gebildeten Windungsöffnung 21 durch Verbindung der
Kernhälften 12a und 12b mit Glas an den Stellen 24a und 24b gebildet. Der andere
Hilfskern 13 wird auf ähnliche Weise gebildet. Auf jenen Seiten der Hilfskerne 12
und 13, gegen die das Magnetband anliegt, werden Pseudo-Spalte 26 einer Pseudo-Spaltlänge
X jeweils gebildet.
-
Der in Fig. 1 gezeigte konventionelle zusammengesetzte Magnetkopf
10 wird so hergestellt, daß ein Hauptkern und Hilfskerne aus nichtgezeigtem Blockdepositionsmaterial,
das sich in Richtung der Spurbreite des Magnetbandes erstreckt, dünn geschnitten
und danach geschliffen werden, übereinandergelegt werden und miteinander mit einem
organischen Klebstoff verbunden werden und an einem speziellen, nichtgezeigten Kopfhalter
befestigt werden; eine Fläche 14, an der das Magnetband anliegt, wird z.B. mit einem
Polierband poliert.
-
Um eine Aufzeichnung mit hoher Spurdichte zu erreichen, wurde die
Forderung nach einer Abnahme der Dicke 27 des Hauptkernes 11 immer größer. Bei dem
oben beschriebenen Herstellungsverfahren ist es jedoch unmöglich, den Hauptkern
11 in eine Dicke unter 20 - 30 Mikrometer (#m) zu polieren. Deshalb wird die Entwicklung
eines neuen Verfahrens zur Herstellung eines zusammengesetzten Magnetkopfes gefordert,
bei dem die Dicke des Hauptkernes 11 auf ein Minimum reduziert werden kann.
-
Eine Abhandlung "Newly Developed Sendust Video Head for High Coercive
Tape" in "IEEE TRANSACTIONS ON MAGNETICS, Band Mag-16, Nr. 5, September 1980", legt
ein Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten Magnetkopfes offen, bei dem
ein Hauptmagnetkern einer Dicke zwischen 15 bis 40 Mikrometer (gm) dadurch gebildet
wird, daß ein Kopfkernstab aus Sendust in Scheiben geschnitten wird und derselbe
mit einer Poliereinrichtung poliert wird; der Hauptkern wird danach zwischen Blockelemente
aus nichtmagnetischem Material geschichtet. Das vorgeschlagene Verfahren gibt jedoch
nicht die Möglichkeit, einen Kern einer Dicke unter 15 «m zu schaffen.
-
Hauptaufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein Verfahren zur Herstellung
eines zusammengesetzten Magnetkopfes zu schaffen, das die oben diskutierten Nachteile
des Standes der Technik überwindet, die Dicke eines Hauptkernes minimiert und eine
Aufnahme mit hoher Spurdichte ermöglicht.
-
Diese Aufgabe wird im weitesten Sinne der Erfindung durch ein Verfahren
zur Herstellung eines zusammengesetzten Magnetkopfes mit folgenden Schritten gelöst:
Herstellung eines Hauptkernes aus einem magnetischen Material mit hoher Sättigungsflußdichte
und niedrigem Eigenwiderstand, mit einer Fensteröffnung für Windungen und einem
Spalt auf seiner Oberfläche, an der das Magnetband anliegt, Befestigung eines Hilfskernes
an dem Hauptkern zum Aufbau des Magnetkopfes in Verbindung mit dem Hauptkern, Reduzierung
der Dicke des Hauptkernes.
-
Als Material für den Hauptkern können verschiedene Legierungs-Magnetmaterialien
wie z.B. Sendust und amorphe Materialien gewählt werden.
-
Der Schritt "Befestigung des Hilfskernes an dem Hauptkern" kann erreicht
werden durch Verbindung beider Kerne mit einem konventionellen Klebestoff wie z.B.
einem organischen Klebestoff. Die Reduzierung der Dicke des Hauptkernes läßt sich
erreichen mit einem von verschiedenen Poliermitteln einschließlich einem Polierband
und Diamantstaub oder ähnlichem oder anderen Poliereinrichtungen.
-
Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird ein weiterer
Hilfskern so auf dem Hauptkern befestigt, daß der Hauptkern zwischen den beiden
Hilfskernen liegt, nachdem
die Reduzierung der Dicke des Hauptkernes
erreicht ist.
-
Diese und weitere Aufgaben, Merkmale und Zweckmäßigkeiten der Erfindung
ergeben sich aus der folgenden ausführlichen Beschreibung anhand der Figuren. Von
den Figuren zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines konventionellen
zusammengesetzten Magnetkopfes; Fig. 2 eine Explosionsdarstellung des konventionellen
zusammengesetzten Magnetkopfes; Fig. 3 eine perspektivische Darstellung eines zusammengesetzten
Magnetkopfes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung; Fig, 4 und 5 perspektivische
Darstellungen zur Erläuterung eines Verfahrens zur Herstellung des zusammengesetzten
Magnetkopfes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, wobei Fig. 4 den Kopf zeigt,
nach dem ein Hilfskern auf einem Hauptkern befestigt ist und Fig. 5 den Schritt
zeigt, bei dem ein weiterer Hilfskern auf dem Hauptkern befestigt wird, nachdem
die Reduzierung der Dicke des Hauptkernes erreicht wurde.
-
Fig. 3 zeigt eine perspektivische Darstellung eines zusammengesetzten
Magnetkopfes nach einem Herstellungsverfahren gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Bei dem zusammengesetzten Magnetkopf nach Fig. 3 wird ein Hauptkern 31 zwischen
zwei Hilfskerne 32 und 33 geschichtet, wobei der Hauptkern 31 sehr dünn in der Größenordnung
von einigen Mikrometern (#m) ist. Diese gezeigte Ausführungsform der Erfindung ermöglicht
die Reduzierung der Dicke des Hauptkernes 31 auf ein Minimum und stellt die Aufnahme
mit hoher Spurdichte sicher. Es wird
darauf hingewiesen, daß die
Bezugszahl 34 in Fig. 3 die Oberfläche des Magnetkopfes bezeichnet, an die das Magnetband
anliegt und Q bezeichnet die Länge eines Pseudo-Spaltes.
-
Anhand der Fig. 4 und 5 wird ein Weg zur Herstellung des zusammengesetzten
Magnetkopfes 30, wie er in Fig. 3 gezeigt ist, gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
gezeigt.
-
Zuerst wird der Hauptkern 31 vorbereitet, der aus einem magnetischen
Material hoher Sättigungsflußdichte und niedrigen Eigenwiderstandes besteht, z.B.
aus amorphem Material oder Sendust, und der eine Fensteröffnung 41 für Windungen
und einen Spalt 43 auf der Oberflächenseite 34 besitzt, an der das Magnetband anliegt.
Der Hauptkern 31 wird erhalten durch Verbindung von zwei Hauptkernhälften 31a und
31b durch ein Silberlot. Danach wird eine Oberfläche des Hauptkernes 31 mit einem
Polierband, Diamantstaub oder ähnlichem poliert. Nachdem Hilfskernhälften 32a und
32b mit Silberlot 44a, 44b verbunden sind, wird ein auf eine vorher festgelegte
Abmessung polierter Hilfskern 32 vorbereitet und auf der polierten Oberfläche des
Hauptkernes 31 mit einem organischen Klebstoff befestigt. Der auf dem Hauptkern
31 befestigte Hilfskern 32 wird dann auf einem nichtgezeigten Poliertisch mit Klebstoff
befestigt. Von dem auf dem Poliertisch befestigten Hauptkern 31 und dem Hilfskern
32 wird der Hauptkern 31 so poliert, daß er eine Dicke von ungefähr 3 Mikrometer
(#m) aufweist. Unter diesen Bedingungen wird es möglich, den Hauptkern 31 auf eine
sehr dünne Dicke zu polieren, da der Hauptkern 31 auf dem Hilfskern 32 befestigt
und von diesem gehalten wird.
-
Nach dem Polieren des Hauptkernes 31 wird der Hauptkern 31 zusammen
mit dem Hilfskern 32 von dem Poliertisch entfernt.
-
Wie aus Fig. 5 hervorgeht, wird der Hauptkern 31 mit einem weiteren
Hilfskern 33 mit organischem Klebstoff verbunden.
-
Nachdem er auf einem geeigneten, nichtgezeigten Kopfhalter befestigt
ist, wird eine Oberfläche 34, an der das Magnetband anliegt, z.B. mit einem Polierband
poliert. Schließlich werden Windungen um den zusammengesetzten Magnetkopf 30 angebracht.
-
Obwohl in der oben beschriebenen Ausführungsform die Reduzierung der
Dicke des Hauptkernes 31 durch Polieren desselben mit einem Polierband erreicht
wurde, liegt es auf der Hand, daß dies auch durch irgendeine andere wohlbekannte
Poliereinrichtung erreicht werden kann. Außerdem kann der Hauptkern 31 auf den jeweiligen
Hilfskernen 32 und 33 durch irgendein anderes als das organische Klebemittel oder
durch ein anderes wohlbekanntes Befestigungsverfahren befestigt werden.
-
Obwohl in der oben beschriebenen Ausführungsform die Hilfskerne 32
und 33 auf beiden Seiten des Hauptkernes 31 befestigt sind, wird darauf hingewiesen,
daß die Erfindung auch auf einen Kopf mit einem Hilfskern auf nur einer Seite des
Hauptkernes 31 anwendbar ist.
-
In der oben beschriebenen Ausführungsform wurde der Fall beschrieben,
in dem der Spalt 43 keinen Azimuth hat; es ist jedoch selbstverständlich, daß die
Erfindung auch auf einen Kopf 43 mit Azimuth, wie einen Videokopf, anwendbar ist.
-
Leerseite