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DE3322713A1 - Verfahren und vorrichtung zur laufenden messung des rollwinkels eines beweglichen maschinenteiles - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur laufenden messung des rollwinkels eines beweglichen maschinenteiles

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Publication number
DE3322713A1
DE3322713A1 DE19833322713 DE3322713A DE3322713A1 DE 3322713 A1 DE3322713 A1 DE 3322713A1 DE 19833322713 DE19833322713 DE 19833322713 DE 3322713 A DE3322713 A DE 3322713A DE 3322713 A1 DE3322713 A1 DE 3322713A1
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DE
Germany
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light
machine part
light detector
analyzer
polarizer
Prior art date
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DE19833322713
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English (en)
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DE3322713C2 (de
Inventor
Hans-H. Dr.-Ing. 7054 Korb Schüßler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Daimler Benz AG
Original Assignee
Daimler Benz AG
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Publication date
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B11/00Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques
    • G01B11/26Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques for measuring angles or tapers; for testing the alignment of axes
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B11/00Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques
    • G01B11/30Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques for measuring roughness or irregularity of surfaces
    • G01B11/306Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques for measuring roughness or irregularity of surfaces for measuring evenness

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur laufenden Messung
  • des Rollwinkels eines beweglichen Maschinenteiles Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur laufenden Messung des Rollwinkels eines beweglichen Maschinenteiles nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 bzw. nach dem von Anspruch 8, wie es beispielsweise aus der Buchveröffentlichung von M. Weck "Werkzeugmaschinen", Band IV, Meßtechnische Untersuchung und Beurteilung Seite,39 als bekannt hervorgeht.
  • Bei der bekannten Rollwinkelmessung werden parallel in definiertem Abstand zueinander zwei Laser-Strahlen von der Lichtquelle zu dem beweglichen Maschinenteil ausgesendet und dort von lageempfindlichen Lichtdetektoren empfangen. Durch die beiden Laser-Strahlen wird gewissermaßen eine Referenzebene aufgespannt. Durch die beiden lageempfindlichen Lichtdetektoren wird eine Bewegung des Maschinenteiles quer zur Verfahrlinie gegenüber der Referenzebene festgestellt, wodurch nicht nur Rollbewegungen, also Drehbewegungen zu einer parallel zur Verfahrlinie liegenden Drehachse,sondern auch Parallel- verlagerungen des Maschinenteiles in Horizontal- und Vertikalrichtung ermittelbar sind. Nachteilig an dieser Art der Rollwinkelmessung ist, daß es nicht ohne weiteres möglich ist, zwei Licht-Strahlen mit der erforderlichen Genauigkeit parallel zueinander auszusenden.
  • Bereits sehr kleine Abweichungen von der Parallelität der beiden Licht-Strahlen können eine Verschraubung der Referenz-"Ebene" bedeuten und somit eine gar nicht vorhandene Rollbewegung des beweglichen Maschinenteiles vortäuschen. Im übrigen darf der gegenseitige Abstand der beiden Licht-Strahlen nicht zu klein sein, um ein ausreichend großes Auflösungsvermögen der beiden lageempfindlichen Lichtdetektoren zu bekommen. Bei einem ausreichend großen Abstand der beiden Lichtstrahlen sind diese jedoch bereits so weit auseinandergerückt, daß nicht in jedem Fall gleiche Temperaturverhältnisse für beide Licht-Strahlen vorausgesetzt werden können.
  • Demgemäß erleiden in unterschiedlichen Temperaturschichtungen der Luft die beiden Licht-Strahlen unterschiedliche Brechungen, so daß sie allein aufgrund dessen nicht mehr genügend genau parallel zueinander verlaufen.
  • Aufgrund der Thermik der Luft ist der Strahlverlauf in seiner Lage zeitlich nicht konstant, sondern schwankt in einem das Meßergebnis beeinflussenden Ausmaß.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Rollwinkelmessung anzugeben, die mit nur einem einzigen Lichtstrahl auskommt, so daß sich Parallelitätsprobleme gar nicht stellen und bei dem auch eine Temperaturschichtung der Luft und dementsprechend eine ungeradlinie Strahlausbreitung für das Meßergebnis ebenfalls unbeachtlich ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 (Verfahren) bzw. durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 8 (Vorrichtung) gelöst. Die Referenzebene für die Rollwinkelmessung ist hierbei die Polarisationsrichtung des ausgesendeten Lichtes, die sich weder durch Temperatureinflüsse noch durch das Magnetfeld der Erde verändert; zumindest sind entsprechende Einflüsse der Temperatur und des Erdmagnetismus vorliegend völlig vernachlässigbar. Die polarimetrische Winkelmeßmethode ist an sich bekannt und beispielsweise in der Buchveröffentlichung von Dr.J.Flügge "Grundlagen der Polarimetrie" Berlin 1970 ausführlich dargestellt. Es handelt sich dabei um eine Untersuchungsmethode für lichtdurchlässige Stoffe, die von dem polarisierten Licht durchstrahlt werden und eine drehende Wirkung auf die Polarisationsebene ausüben. In der Übertragung dieses an sich bekannten Winkelmeßverfahrens auf die Rollwinkelmessung wird die Erfindung gesehen.
  • Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung können den Unteransprüchen entnommen werden. Im übrigen ist die Erfindung anhand verschiedener in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele nachfolgend noch erläutert; dabei zeigen: Figur 1 den schematischen Aufbau einer Rollwinkel-Meßvorrichtung in einem ersten Ausführungsbeispiel, Figur 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Anordnung zur Rollwinkelmessung, Figur 3 in drei verschiedenen zusammengehörigen diagrammartigen Darstellungen die Modulation der Polarisationsrichtung um eine Mittellage nach einer Sinusfunktion zur Erhöhung der Auflösegenauigkeit, Figur 4 und 5 ähnliche Darstellungen wie Figur 3, jedoch mit einer Modulation der Polarisationsrichtung nach einer Dreieckfunktion (Figur 4) bzw. nach einer Rechteckfunktion (Figur 5), Figur 6 das Blockschaubild für eine Auswertung des Ausgangssignals des Lichtdetektors in einfacher Bauart und Figur 7 zusätzliche Teile in Blockschaubild-Darstellung zur Auswertung des Lichtdetektors in strahllageempfindlicher Vier-Quadranten-Ausführung.
  • Auf einem Bett 1 ist entlang einer Geradführung ein bewegliches Maschinenteil 2 entlangbeweglich; durch die Rollwinkelmessung soll festgestellt werden, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmaß bei der Verschiebung des Maschinenteils entlang der Verfahrlinie Rollbewegungen, d.h.
  • Drehbewegungen um eine parallel zur Verfahrlinie liegende Drehachse auftreten. Selbstverständiich sind diese Winkel sehr klein,und es kommt darauf an, diese kleinen Winkel besonders genau zu erfassen.
  • Zu diesem Zweck ist eine Riarimeteranordnung auf dem Maschinenbett 1 bzw. dem Maschinenteil 2 vorgesehen, die zu Beginn der Verfahrstrecke eine ortsfest angeordnete Lichtquelle 3 mit einem Polarisator 4 enthält. Das den Polarisator 4 durchtretende Licht ist sehr exakt linear polarisiert mit einer eindeutig feststehenden Polarisationsebene. Der Lichtstrahl ist zumindest angenähert parallel zu der Verfahrlinie des beweglichen Maschinenteiles; an die Parallelität des Lichtstrahls in dieser Hinsicht werden keine großen Anforderungen gestellt. Es muß lediglich sichergestellt sein, daß der Lichtstrahl entlang der gesamten Verfahrstrecke stets auf die entsprechenden optischen Elemente auf dem beweglichen Maschinenteil trifft Im Maschinenteil selber ist der sogenannte Analysator 6 angeordnet, der ebenfalls ein Polarisator ist, dessen Polarisationsrichtung jedoch gegenüber der des Polarisators 4 um 90" geschwenkt ist. Im Strahlengang hinter dem Analysator 6 ist ein Lichtdetektor 7 angeordnet, der mit großer Empfindlichkeit die durch den Analysator hindurchtretende Lichtmenge feststellen kann. Bei exakter Querlage des Analysators 6 gegenüber dem Polarisator tritt überhaupt kein Licht durch den Analysator hindurch, lediglich bei Abweichungen von dieser Querlage, die auf geringfügige Rollbewegungen des Maschinenteils zurückgeführt werden können, tritt ein kleiner Lichtanteil durch den Analysator 6 hindurch, der um so größer ist, je größer der Rollwinkel ist. Der Lichtdetektor 7 kann - wie in Figur 1 in vollen Linien dargestellt ist -am Ende der Verfahrstrecke ortsfest angeordnet sein, was den Vorteil hat, daß keine beweglichen Leitungen zu diesem Lichtdetektor verlegt werden müssen. Die andere strichliert angedeutete Aufstellungsmöglichkeit besteht darin, daß der Lichtdetektor mit auf dem beweglichen Maschinenteil angeordnet ist; er kann dann mit dem Analysator 6 zu einer Baueinheit vereinigt werden. Zwar muß dann eine bewegliche Leitung zu dem Lichtdetektor verlegt werden, jedoch bietet die Vereinigung mit dem Analysator 6 die Möglichkeit, Streulicht noch besser abzuschirmen als bei isolierter Aufstellung.
  • Um mit der in Figur 1 dargestellten Polarimeteranordnung zur Messung des Rollwinkels diesen stets exakt erfassen zu können, müßte der Analysator stets unter Berücksichtigung des auftretenden Rollwinkels in die exakte Querlage gegenüber dem Polarisator 4 geschwenkt werden und laufend diese Schwenklage des Analysators als Rollwinkelsignal festgehalten werden. Die Schwenkung könnte mechanisiert werden und immer auf maximale Lichtschwächung eingestellt werden. Es wäre jedoch dann in jedem Fall eine bewegliche Leitung zu dem auf dem beweglichen Maschinenteil mitfahrenden Analysator 6 zu legen. Außerdem wäre eine mechanische Verschwenkung des Analysators 6 relativ langsam und die ganze Rollwinkelmessung wäre sehr zeitaufwendig. Um den Analysator 6 als rein passives Element ohne Meß- oder Steuerleitungen ausgestalten zu können, und um eine Einsteuerung des Strahlenganges auf maximale Lichtschwächung ohne Bewegung mechanischer Teile vornehmen zu können, ist im Strahlengang hinter dem Polarisator 4 ortsfest ein Faraday-Modulator angeordnet, der gemeinsam-mit der Lichtquelle 3 und dem Polarisator 4 zu einer Baueinheit vereinigt sein kann. Im Faraday-Modulator wird auf elektromagnetische Weise ein parallel zur Strahlrichtung ausgerichtetes Magnetfeld erzeugt, welches entsprechend dem Faraday-Effekt eine lichtdrehende Wirkung auf das polarisierte Licht ausübt. Diese lichtdrehende Wirkung hängt nicht nur von der Länge des Magnetfeldes, sondern auch von dessen Stärke ab. Letztere kann durch die Höhe des Erregerstromes für das elektromagnetisch erzeugte Magnetfeld beeinflußt werden.
  • Dank des Faraday-Modulators kann also auf elektromagnetische Weise die Polarisationsrichtung genau quer zur Durchlaßrichtung des Analysators verschwenkt werden und dadurch die Polarisationsrichtung auf größtmögliche Lichtschwächung am Lichtdetektor 7 eingesteuert werden. Der Erregerstrom am Faraday-Modulator, der bei maximaler Lichtschwächung festgestellt wird, ist ein Maß für den Rollwinkel des Maschinenteils 2.
  • Da der Kennlinienverlauf zwischen durchgelassener Lichtintensität einerseits und Schwenklage des Analysators andererseits kein sehr deutlich ausgeprägtes Extremum hat - es handelt sich im Grunde genommen um eine Sinuslinie -kann das exakte Minimum nur relativ ungenau bestimmt werden. Um hier eine Genauigkeitssteigerung zu ermöglichen, ist vorgesehen, daß die Polarisationsrichtung mit definierter Frequenz und definierter Amplitude um die jeweilige Mittellage oszilliert wird und daß das am Lichtdetektor 7 anstehende schwingende Ausgangssignal hinsichtlich seiner zeitlich aufeinander folgender Scheitelwerte ausgewertet wird. Auch dieses Oszillieren der Poiarisationsrichtung kann mittels des Faraday-Modulators 5 durchgeführt werden, indem das Magnetfeld in seiner Intensität entsprechend schwankt. Figur 3 zeigt in seinem Teil a den Verlauf der Kennlinie 10 des Analysators 6, wobei dort insbesondere das mittlere Extremum im Bereich des 90"-Punkts interessiert. Im Teil b von Figur 3 ist in vollen Linien eine Pendelung der Polarisationsrichtung symmetrisch um den 900-Punkt entsprechend einer Sinusfunktion dargestellt. Im Teil c dieser Figur ist das daraus resultierende Ausgangssignal am Lichtdetektor 7 in seinem zeitlichen Verlauf dargestellt. Für jede Halbwelle der Schwingung der Polarisationsrichtung im Figurenteil b wird eine volle Schwingung am Ausgangssignal des Lichtdetektors erzeugt. Bei exakter Querlage der mittleren schwingenden Polarisationsrichtung gegenüber der Durchlaßrichtung des Analysators wird daher am Ausgang des Lichtdetektors ein Signal mit der doppelten Frequenz wie die Grundfrequenz der Schwingung der Polarisationsrichtung anstehen. Bei leicht versetzter Anordnung der Mittellage der schwingenden Polarisationsrichtung gegenüber dem 90"-Punkt - in Figur 3 b strichliert dargestellt -nimmt der Oberwellenanteil mit der doppelten Frequenz sehr rasch ab. Das heißt der Oberwellenanteil mit gegenüber der Grundfequenz doppelter Frequenz hat im Bereich des 90"-Punktes ein sehr schmales ausgeprägtes Maximum, was zur genauen Erkennung der exakten Querlage der Polarisationsrichtung des einfallenden Lichtes und der Durchlaufrichtung des Analysators 6 ausgenützt wird. Die Modulation der Polarisationsrichtung braucht nicht nach einer Sinusfunktion zu erfolgen; es kann - wie Figur 4 zeigt - dafür auch eine Dreiecksfunktion verwendet werden. Auch dort wird erkennbar. daß bei einer genau symmetrisch zum 90°-Punkt liegenden Modulation in dem in Teil c von Figur 4 zeitlich dargestellten zeitlichen Verlauf des Ausgangssignals iD des Lichtdetektors 7 eine dreieckähnliche Funktion mit der doppelten Frequenz - Oktavsignal - er- zeugt wird, wogegen bei unsymmetrischer Modulation dieser Oktavanteil sehr drastisch abnimmt. In Figur 5 schließlich ist noch gezeigt, daß die Polarisationsrichtung auch nach einer Rechteckfunktion moduliert werden kann. Bei symmetrischer Modulation um den 90"-Punkt ist das Ausgangssignal iD am Lichtdetektor gleichbleibend hoch, wogegen bei unsymmetrischer Modulation deutlich wechselnde Signale am Lichtdetektor feststellbar sind.
  • Es hat sich gezeigt, daß nicht nur das Oktavsignal einen genauigkeitssteigernden Signalverlauf hat, sondern daß auch noch höhere Oberwellenanteile im Ausgangssignal des Lichtdetektors 7 mit zur Genauigkeitssteigerung herangezogen werden können. In dem Blockschaubild nach Figur 6 ist der Ausgang des Lichtdetektors 7 auf mehrere parallelliegende Filter/Gleichrichter 11 geschaltet, wobei sich die einzelnen Filter hinsichtlich der Höhe der durchgelassenen Frequenz unterscheiden. Im allgemeinen Fall handelt es sich um Schmalbandfilter, die nur relativ schmale spektrale Anteile des Ausgangssignales durchlassen und dessen Scheitel- oder Mittelwert feststellen.Sofern die Polarisationsrichtung nach einem Sinusgesetz moduliert wird, treten nur ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz als Oberwellen auf, so daß die Filter auf die der Grundfrequenz entsprechende Bandbreite hinsichtlich ihres Durchlasses ausgelegt werden können. Den parallel liegenden Filtern 11 ist Rechenwerk 12 nachgeschaltet, in welchem die einzelnen herausgefilterten Signale in bestimmter Weise rechnerisch verarbeitet werden können. Beispielsweise hat es sich gezeigt, daß der Verhältniswert aus dem Scheitelwert des Grundfrequenz-Anteiles des Ausgangssignales am Lichtdetektor 7 zu dem Scheitelwert des Schwingungsanteiles der ersten Oberwelle dieses Ausgangssignales mit guter Nährung etwa dem Vierfachen der Abweichung der Mittellage der modulierten Polarisationsrichtung von der exakten Querlage entspricht, sofern nach einer Sinusfunktion moduliert wird. Durch eine solche Verhältnisbildung läßt sich sehr genau ein etwaiger Restwinkel bestimmen. In gleicher Weise ist es auch sinnvoll, den Verhältniswert aus dem Scheitelwert des Schwingungsanteiles der zweiten Oberwelle des Ausgangssignales am Lichtdetektor 7 zum einen und die Quadaratwurzel der dritten Potenz des Scheitelwertes des Schwingungsanteiles der ersten Oberwelle zum anderen zu bilden; dieser Verhältniswert entspricht mit guter Näherung dem 0,942-fachen der oben erwähnten Winkelabweichung, wobei der Faktor 0,942 sich aus der Quadratwurzel aus acht Neuntel errechnet. Wenn beide Möglichkeiten herangezogen werden, kann eine Mittelwertbildung durchgeführt werden, die das Meßergebnis absichert, wobei es auf mehrere verschiedene Einzelmessungen sich stützt.
  • Anstelle einer Anordnung des Lichtdetektors 7 im Strahlengang hinter dem Analysator 6 kann dieser auch ortsfest im Bereich des Beginns der Verfahrstrecke des beweglichen Maschinenteils angeordnet werden, und somit gemeinsam mit der Lichtquelle, dem Polarisator und dem Faraday-Modulator zu einer Baueinheit vereinigt werden.
  • Zu diesem Zweck muß im Strahlengang zwischen dem Polarisator 4 und dem Analysator 6 ortsfest ein teildurchlässiger geneigter Spiegel 9 angeordnet werden, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch zwei aneinander gesetzte Prismen gebildet ist. Hinter dem Analysator 6 ist ein den Lichtstrahl parallel zurückwerfender Reflektor angeordnet, der als Tripelreflektor ausgebildet ist. Er muß so ausgestaltet sein, daß er durch die Umlenkung die Polarisationsrichtung nicht verändert. Dieser Tripelreflektor kann vorteilhafterweise mit auf dem beweglichen Maschinenteil 2 angeordnet und mit dem Analysator 6 baulich vereinigt sein. Eine andere Möglichkeit, die strichliert in Figur 2 angedeutet ist, ist die Aufstellung im Bereich des Endes der Verfahrstrecke. Der Lichtdetektor 7 ist auf der Höhe des teildurchlässigen geneigten Spiegels 9 angeordnet und quer zum Hauptstrahl ausgerichtet. Bei einer Anordnung eines Faraday-Modulators 5 im Strahlengang ist es wichtig,daß der teildurchlässige Spiegel im Strahlengang hinter diesem Modulator liegt.
  • Zwar wird durch den teildurchlässigen Spiegel das Nutzsignal geschwächt, jedoch kann dies ohne weiteres durch eine entsprechende Steigerung der Intensität der Lichtquelle 3 ausgeglichen werden. Vorteilhaft an der Ausgestaltung nach Figur 2 ist, daß sämtliche mit Kabeln zu versehende Teile in einer Baueinheit vereinigt werden können und demgemäß auf dem beweglichen Maschinenteil 2 nur passive Elemente angeordnet sind. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß durch den zweimaligen Durchtritt des Strahles durch den Analysator 6 ein etwaiger Fehllichtanteil noch stärker reduziert ist als bei nur einem einmaligen Durchtritt.
  • In Ausgestaltung der Erfindung - sei es in der in Figur 1 skizzierten oder sei es in der in Figur 2 skizzierten Ausführungsform - kann der Lichtdetektor 7 auch strahllageempfindlich ausgebildet sein, so daß er nicht nur die Intensität des durch den Analysator 6 hindurchgelangenden Lichtes feststellt, sondern außerdem auch noch die Strahl lage nach Höhen- und Breitenlage messen kann. Ein solcher lageempfindlicher Lichtdetektor 7' ist in Figur 7 in Form eines Vierquadranten-Lichtdetektors dargestellt. Aufgrund der Einteilung der lichtempfindlichen Fläche in vier unabhängige uadrantenmäßig angeordnete Bereiche kann in den Grenzen des Durchmessers des Lichtstrahles festgestellt werden, wie weit der Lichtstrahl gegenüber der Mitte des Lichtdetektors inilHorizontalrichtung oder in Vertikalrichtung außermittig auftrifft. Voraussetzung hierfür ist jedoch, daß der Analysator 6 nur eien beschränkten Polarisationsgrad, beispielsweise 50,aufweist und daß demgemäß auch bei exakter Querlage der Polarisationsrichtung des einfallenden Lichtes in Durchlaßrichtung des Analysators immer noch ein spürbarer Lichtanteil auf den Lichtdetektor fällt, so daß die Lage des Lichtstrahles bestimmt werden kann.
  • Jeder der einzelnen Quadranten I bis IV des Lichtdetektors 7' ist mit einem gesonderten Ausgang versehen. In einem ersten Addierwerk 13 werden zur Bildung der Gesamtintensität iD des auftreffenden Lichtstrahles die Werte an den Ausgängen aller vier Quadranten aufsummiert.
  • In einem davon unabhängigen Signalverarbeitungskanal werden in zwei anderen Addierwerken 14' die Signale der beiden oberen Quadranten I und II und die Signale der beiden unteren Quadranten III und IV jeweils gesondert addiert und diese beiden solcher Art gebildeten Signale in einem weiteren Subtraktionswerk 14 voneinander abgezogen. Durch Vergleich dieser Intensitätsdifferenz (16) mit der Gesamtintensität des Lichtstrahles kann die Abweichung des Lichtstrahles in Vertikallage aus der Mittellage, also das Maß 4 z ermittelt werden. In ähnlicher Weise wird mit den beiden linken und mit den beiden rechten Quadranten bzw. deren Ausgangssignalen in den Addierwerken 15' bzw. dem Subtraktionswerk 15 verfahren und damit das Maß für die Horizontalabweichung n y gewonnen.
  • Durch die Ausgestaltung des Lichtdetektors in dieser Weise und durch die damit erzielbaren Lagesignale kann die Rollwinkelmessung dahingehend verbessert werden,daß auch Aussagen über die momentane Lage des Rollzentrums gewonnen werden können. Allerdings kann exakt die momentane Lage des Rollzentrums nur dann bestimmt werden, wenn neben der Rollwinkelmessung auch noch der Anteil der Parallelverschiebung des beweglichen Maschinenteiles in Horizontalrichtung und in Vertikalrichtung isoliert wird.
  • Eine andere Möglichkei.t,l:das momentane Rollzentrum der Lage nach genau zu bestimmen, besteht darin, daß in definiertem Abstand parallel nebeneinander zwei Rollwinkelmeßvorrichtungen für dasselbe Maschinenteil 2 vorgesehen werden, wobei der Lichtdetektor 7' strahllageempfindlich ausgebildet ist. Der Vorteil in dieser Doppelanordnung besteht darin, daß außerdem auch noch klare Aussagen über den Anteil einer Parallelverschiebung des beweglichen Maschinenteils in Horizontal- und in Vertikalrichtung gewonnen werden können, gesonderte Messungen also in dieser Hinsicht nicht mehr nötig sind.
  • Abschließend sei der Vollständigkeit halber noch darauf hingewiesen, daß die Rollwinkelmessung nicht nur für geradlinig auf einer Bettführung oder dergleichen bewegliche Maschinenteile geeignet ist, sondern daß damit auch der Rollwinkel solcher Maschinenteile gemessen werden kann, die nicht auf einer Bettführung parallel zu sich selber verfahren werden, sondern die frei im Raum geradlinig bewegt werden, dabei aber systembedingt irgendwelche Schwenkbewegungen vollführen. Gedacht ist hierbei in erster Linie an Rollwinkelmessungen an Roboterköpfen, insbesondere von Meßrobotern, die mit einem Tastfinger an einem Referenzlineal entlang bewegt werden und dabei zwar mit der Tasterspitze eine Gerade entlangfahren, jedoch im größeren Ausmaße Schwenkbewegungen und auch Hubbewegungen quer zur Bewegungsrichtung ausführen. Mit einer solchen Rollwinkelmessung kann ein Meßroboter auf Meßgenauigkeit überprüft werden.
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Claims (14)

  1. Patentansprüche Verfahren zur laufenden Messung des Rollwinkels eines entlang einer Verfahrlinie bewegten Maschinenteils, bei dem polarisiertes Licht parallel zur Verfahrlinie auf das Maschinenteil ausgesendet wird und durch am Maschinenteil fest angebrachte die Rollbewegung mitmachende und vom ausgesendeten Licht beaufschlagte optische Elemente eine dem Winkel der Rollbewegung entsprechende Information gewonnen wird, gekennzeichnet durch die Anwendung des polarimetrischen Winkelmeßverfahrens mit ortsfest zu Beginn der Verfahrlinie angeordnetem Polarisator (4), mit am Maschinenteil (2) befestigtem Analysator (6) als optischem Element und mit dahinter angeordnetem Lichtdetektor (7).
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polarisationsrichtung des Lichtes hinter dem Polarisator (4) stets so geschwenkt wird, daß die auf den Lichtdetektor (7) fallende Intensität minimal wird und daß die Schwenklage des in der Polarisationsrichtung geschwenkten Lichtes als Maß für den Rollwinkel verwendet wird,
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Polarisationsrichtung mit definierter Frequenz und definierter Amplitude um die jeweilige Mittellage oszilliert wird und daß das am Lichtdetektor (7) anstehende schwingende Ausgangssignal hinsichtlich seiner zeitlich aufeinanderfolgender Scheitelwerte ausgewertet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Oszillieren nach einer Sinus- (Figur 3), nach einer Dreieck- (Figur 4), Sägezahn- oder Rechteckfunktion (Figur 5) erfolgt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem elektrischen Ausgangssignal des Lichtdetektors (7) die Oberwellenanteile herausgefiltert und laufend Verhältniswerte der Scheitelwerte verschiedener Oberwellenanteile gebildet und deren zeitlicher Verlauf beobachtet werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Oszillation der Polarisationsrichtung nach einer Sinusfunktion der Scheitelwert des Grundfrequenzanteiles des Ausgangssignales am Lichtdetektor (7) ins Verhältnis gesetzt wird zur Quadratwurzel des Scheitelwertes des Schwingungsanteiles der ersten Oberwelle.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5, d a du r c h g e k e n n z e i c h n e t daß bei einer Oszillation der Polarisationsrichtung nach einer Sinusfunktion der Scheitelwert des Schwingungsanteiles der zweiten Oberwelle des Ausgangssignals am Lichtdetektor (7) ins Verhältnis gesetzt wird zur Quadratwurzel der dritten Potenz des Scheitelwertes des Schwingungsanteiles der ersten Oberwelle.
  8. 8. Vorrichtung zur laufenden Messung des Rollwinkels eines entlang einer Verfahrlinie bewegten Maschinenteiles, mit einer polarisiertes Licht parallel zu der Verfahrlinie auf das Maschinenteil aussendenden Lichtquelle undmit einem am Maschinenteil fest angebrachten, die Rollbewegung mitmachende und vom ausgesandten Licht beaufschlagten optischen Element, welches - zumindest mittelbar -eine dem Winkel der Rollbewegung entsprechende Information liefert, gekennzeichnet durch eine Polarimeter-Anordnung für die Rollwinkelmessung; mit einem zu Beginn der Verfahrlinie ortsfest angeordneten Polarisator (4), mit einem am Maschinenteil (2) befestigten Analysator (6) als optischem Element und mit im Strahlengang dahinter angeordnetem Lichtdetektor (7).
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtdetektor (7) ortsfest an dem der Lichtquelle (3) gegenüberliegenden Ende der Verfahrlinie angeordnet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtdetektor (7) mit auf dem beweglichen Maschinenteil (2) angeordnet ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Strahlengang zwischen Polarisator (4) und Analysator (6) ortsfest ein teildurchlässiger geneigter Spiegel (9) angeordnet ist, daß - von der Lichtquelle (3) aus gesehen - hinter dem Analysator (6) ein den Lichtstrahl parallel zurückwerfender Reflektor (8) angeordnet ist und daß der Lichtdetektor (7) ortsfest im Bereich des teildurchlässigen Spiegels (9) seitlich des Strahlenganges zwischen Polarisator (4) und Analysator (6) angeordnet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß im Strahlengang zwischen Polarisator (4) und Analysator (6) ein Faraday-Modulator (5) angeordnet ist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtdetektor (7) strahllage-empfindlich ausgebildet ist und außer der Lichtintensität des Gesamtstrahles auch dessen Strahl lage nach Höhen- und Breitenlage mißt und daß der Analysator (6) nur einen beschränkten Polarisationsgrad aufweist.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Rollwinkelmeßvorrichtungen im definiertem Abstand parallel nebeneinander für dasselbe Maschinenteil (2) vorgesehen sind.
DE19833322713 1983-06-24 1983-06-24 Verfahren und Vorrichtung zur laufenden Messung des Rollwinkels eines beweglichen Maschinenteiles Expired DE3322713C2 (de)

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