DE3322453C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Montageverfahren und ein zugehöriges Werkzeug für Wärmetauscher insbesondere
für Kraftfahrzeuge, die aus mindestens einem
Rohr bestehen, das in einer Platte unter
Zwischenschaltung einer Dichtung befestigbar ist, wobei
die Platte und die Dichtung je mindestens eine
Durchbrechung zur Aufnahme des Rohrs aufweisen, die
Durchbrechung der Dichtung mit einer Aufnahme versehen
ist, und das Rohr mit einem seiner Enden in die
Aufnahme der Dichtung eingesetzt ist, die ihrerseits
in der Durchbrechung der Platte angeordnet ist und diese
gegen das Rohr abdichtet.
Bei einem bekannten Verfahren wird zuerst das Rohr in
die Durchbrechung der Dichtung eingeführt und
anschließend so verformt, daß es auf der Höhe des
Lagerflansches der Dichtung eine zylindrische
Aufweitung aufweist, die der dichten Zusammenfügung des
Rohres und der Platte dient. Diese Arbeitsweise ist mit
dem Risiko des Bruchs der so hergestellten Verbindung
belastet, und zwar insbesondere dann, wenn die Rohre
bereits einem vorhergehenden Aufweitungsvorgang
unterworfen waren.
Bekannt ist auch ein Verfahren, bei dem das Rohr mit
Gewalt in die Richtung eingestoßen wird. Auch dieses
Vorgehen führt zu verschiedenen Nachteilen. Insbesondere
ist der Herstellungsvorgang kompliziert, da er es
notwendig macht, einerseits besondere Formen zum
Erleichtern des Eintretens des Rohres in die Dichtung
vorzusehen und andererseits verschiedene Hilfsteile an
Ort und Stelle zu bringen und anschließend wieder zu
entfernen, wodurch eine Mechanisierung dieses Verfahrens
erschwert ist. Überdies ist auch bei diesem Verfahren
jedenfalls das Risiko gegeben, daß sich im Moment des
Einsetzens des Rohres die Dichtung von der Platte löst.
Ein ähnliches Verfahren wird in der DE 30 28 096 A1
beschrieben. Bei diesem Verfahren wird ein in eine
Dichtung eingepreßtes Rohr mit ovalem Querschnitt in
ein Rohr mit kreisrundem Querschnitt umgeformt.
Bei diesem Verfahren besteht die Gefahr einer
Zerstörung der Dichtung während des Einpressens des
Rohres.
Aufgabe der Erfindung ist es dagegen, ein Verfahren für
die Montage mindestens eines Rohres auf eine mit einer
Dichtung versehene Platte vorzuschlagen, bei dem die
oben herausgestellten Nachteile nicht bestehen, das sich
zudem einfach und leicht durchführen läßt, so daß es sich
auch für eine Automatisierung eignet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
vor dem Einführen des Rohres die Aufnahme der
Dichtung mittels eines Aufweitwerkzeugs radial
vorgespannt und dadurch die radiale Stärke seiner am Rand
durch Durchbrechung der Platte anliegenden Wand vermindert
wird, wobei der Innendurchmesser der Aufnahme der
Dichtung vor dem Vorspannen kleiner ist als der
Außendurchmesser des Rohres und unter Vorspannung
genügend aufgeweitet wird, um ein kraftarmes Einführen
des Rohres in die Aufnahme der Dichtung zu
ermöglichen, und daß das Rohr unter Aufrechterhaltung der
Vorspannung in die Aufnahme eingeschoben wird.
Dank dieser Verfahrensweise vermeidet man die
Schwierigkeiten, die das gewaltsame Einsetzen des Rohres
mit sich bringt. Darüber hinaus vermeidet man die
Risiken der Ablösung der Dichtung von der Platte im
Moment des Einführens des Rohres, da dieses Einführen
in Anbetracht der Vorspannung der Aufnahme der
Dichtung nahezu kraftfrei vor sich geht, da der
Durchmesser der Aufnahme im Moment des Einführens
des Rohres genügend vergrößert wird, um das Einführen des
Rohres zu erleichtern.
Darüber hinaus bewirkt die Vorspannung der
Aufnahme der Dichtung die Ausbildung mindestens
eines Wulstes auf diesem Element, der die feste
Verbindung der Dichtung mit der Platte unterstützt und
jedes unerwünschte Verschieben der Dichtung gegenüber
der Platte während der Einführung des Rohres und trotz
der Reibung zwischen Rohr und Dichtung bei der
Einführung vermeiden hilft. Man erzielt so vorteilhaft
einerseits eine ausgezeichnete Abdichtung zwischen
Dichtung und Rohr, andererseits zwischen der Platte und
der Dichtung und damit insgesamt zwischen Rohr und
Platte.
Das Verfahren nach der Erfindung ist insbesondere dort
geeignet, wo die Platte mit einem um die Durchbrechung
umlaufenden Wulst und die Dichtung mit Lagerflanschen
versehen ist. In diesem Fall bewirkt die Vorspannung der
Dichtung eine noch festere Verbindung von Lagerflansch
und Wulst, die zusammen mit der oben erwähnten
Wulstbildung des Lagerflansches die Sicherheit gegen
jede unerwünschte Verlagerung der Dichtung gegenüber der
Platte im Verlaufe des Einführens des Rohres erhöht.
Die Verminderung der radialen Wandstärke, die durch die
Vorspannung erzielt wird, sollte zwischen 30 bis 70% und
vorzugsweise zumindest nahezu bei 50% liegen. In diesem
Fall hat die Vorspannung die Wirkung, die Wandstärke der
Dichtung auf die Hälfte zu vermindern, so daß sich eine
besonders gute Verklemmung auf dem Rohr und in der
Durchbrechung der Platte und somit eine fehlerlose
Dichtigkeit ergibt.
Die Dichtung kann auf beiden Seiten der Platte
abgestützt sein. Vorzugsweise ist sie jedoch auf der
Seite abgestützt, die der Seite gegenüberliegt, von der
her das Rohr eingeführt wird. In diesem Fall wird
vorteilhafterweise auf die Dichtung eine Kraft
aufgebracht, die die Dichtung gegen die Platte verklemmt
hält, während man die Vorspannung im Bereich der
Durchbrechung der Dichtung wirken läßt. Die Vorspannung
im Bereich der Durchbrechung der Dichtung kann durch
jedes geeignete Mittel hervorgerufen werden.
Das Aufweitwerkzeug sollte von der Seite in den Lagerflansch
eingreifen, der der Seite gegenüberliegt, von welcher her
das Rohr eingeführt wird. Dabei läßt sich das Rohr leicht
an den Wirkkopf ankoppeln, wenn der Zentrierabschnitt
einen kleineren Außendurchmesser aufweist als der
Wirkkopf, wobei der Durchmesser des Zentrierabschnittes
nahezu gleich dem Innendurchmesser der Aufnahme der
Dichtung ohne Vorspannung ist.
Ein für die Durchführung des vorangehend beschriebenen
Verfahrens besonders geeignetes Werkzeug weist
einen axial verschiebbaren Stempel, der einen Wirkkopf
aufweist, dessen Außendurchmesser dem gewünschten
Innendurchmesser des vorgespannten Lagerflanschens der
Dichtung gleich ist, und einen am Wirkkopf
ausgebildeten Zentrierabschnitt auf, an den das Rohr zum
Einschieben in die Dichtung ankoppelbar ist.
Eine derartige Ausgestaltung des Werkzeugs ermöglicht es,
daß nach dem Einführen des Rohres in den vorgespannten
Lagerflansch mit Hilfe des Werkzeugs nach Anspruch 6
durch axiale Bewegung des Stempels entgegen der
Einzugrichtung des Rohres eine Ausweitung des Rohres
erfolgt.
Diese Aufweitung des Rohres gewährleistet eine sichere
Verbindung zwischen Rohr und Platte.
Der Zentrierabschnitt des Stempels hat mehrere
Funktionen. So bewirkt er zum einen das präzise
Einführen des Wirkkopfes des Stempels in den
Lagerflansch der Dichtung zum Vorspannen des
Lagerflansches. Zum anderen kann mit seiner Hilfe der
Wirkkopf präzise an das Rohr angekoppelt werden, so daß
die Dichtung mit dem vorgespannten Lagerflansch auf das
Rohr aufgeschoben werden kann.
Zudem sollte das Werkzeug mit einem Gesenk, das die
Platte mit der Dichtung unter Abstützung aufnimmt, einem
axial verschiebbaren Niederhalter, der die Dichtung
gegen die Platte verklemmt hält, und mit einem Stempel
für das Vorspannen des Lagerflansches der Dichtung
versehen sein, der in dem Niederhalter axial beweglich
montiert ist. Dabei ist es günstig, wenn das Gesenk
seitlich verfahrbar ist.
Die den Durchbrechungen der Platte
zugeordneten
Dichtungen können zu einer oder mehreren
Dichtungsplatten zusammengefaßt werden, von denen jede
eine Mehrzahl der Durchbrechungen der Platte oder sogar
die Gesamtheit der Durchbrechungen in der Platte erfaßt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein
Ausführungsbeispiel zeigenden Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht eines
Kraftfahrzeugwärmetauschers,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II
des Wärmetauschers nach Fig. 1,
Fig. 3 eine vergrößerte Schnittansicht eines Rohrendes, einer
Platte und einer Dichtung, wie sie in einem
Wärmetauscher nach Fig. 1 eingesetzt werden,
vor der Montage,
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Ansicht, bei der
die Dichtung in die Durchbrechung der Platte
eingesetzt ist, vor dem Einführen des Rohres,
Fig. 5 eine der Fig. 4 entsprechende Ansicht nach
Vorspannen des Lagerflansches der Dichtung und
vor dem Einführen des Rohres,
Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Ansicht nach dem
Einführen des Rohres,
Fig. 7 eine der Fig. 6 entsprechende Ansicht, wobei das Rohrende
nach dem Montagevorgang zusätzlich aufgeweitet wurde,
Fig. 8 ein Werkzeug für die Durchführung des
Verfahrens nach der Erfindung in der
Grundstellung,
Fig. 9 eine der Fig. 8 entsprechende Ansicht mit
abgesenktem Werkzeug vor dem Vorspannen der
Dichtungen,
Fig. 10 eine der Fig. 9 entsprechende Ansicht mit einem
für die Vorspannung des Lagerflansches der
Dichtung vorgeschobenen Stempel in einer
Zwischenstellung,
Fig. 11 eine der Fig. 10 entsprechende Ansicht mit
einem seitlich verfahrenen Gesenk, wobei der
Stempel an das Rohr angekoppelt ist,
Fig. 12 eine der Fig. 11 entsprechende Ansicht, wobei
das Rohr in die Dichtung eingeschoben ist,
Fig. 13 eine der Fig. 12 entsprechende Ansicht, bei
der der Stempel zum Ausweiten des Rohrendes
vorgeschoben ist.
Die Montage des in den Figuren gezeigten Wärmetauschers
mit Hilfe des erfindungsgemäßen Werkzeuges soll im
folgenden erläutert werden:
Fig. 1 und 2 zeigen einen Wärmetauscher 10 mit einer
Vielzahl von Fluidkanälen in Form eines Bündels
zueinander parallel angeordneter Rohre 11. Die Rohre
11 sind mit übereinandergeschichteten Kühllamellen 12
versehen, die zueinander beabstandet und auf die Rohre 11
aufgeklemmt sind.
An jedem Ende des Bündels von Rohren 11 sind diese Rohre
11 in einem Wasserkasten 13 befestigt, in den
Endöffnungen 14 der Rohre 11 münden. Jeder Wasserkasten
13 weist einen Anschluß 15 für die
Kühlmittelzirkulation in den Rohren 11 auf. Zudem weist
jeder Wasserkasten 13 eine Bodenplatte 16 aus starrem
Material auf, die mit einer plattenförmigen Dichtung
17 aus elastischem Material belegt ist.
Die Platte 16 ist mit einer Vielzahl von Durchbrechungen
18 versehen, deren Zahl gleich der der Rohre 11 ist,
im in Fig. 2 dargestellten Beispiel also vierzehn
beträgt. Jede Durchbrechung 18 der Platte 16
(vgl. Fig. 7) ist mit einem kragenartig aus der Ebene
der Platte herausgebogenen Wulst 19 versehen, der zum
Inneren des Wärmetauschers 10 hinweist. Jeder
Durchbrechung 18 ist eine Durchbrechung 20 der
plattenförmigen Dichtung 17 zugeordnet. Jede
Durchbrechung 20 der plattenförmigen Dichtung 17 ist mit einer bzw.
einem kragenartigen, aus der Plattenebene aufstehenden Aufnahme oder
Lagerflansch 21 versehen, der zum Inneren des
Wärmetauschers 10 weist.
In dem in den Fig. 1 bis 13 gezeigten Ausführungsbeispiel
bedeckt die plattenförmige Dichtung 17 die Bodenplatte 16
auf der Seite, die zur Außenseite des Wärmetauschers 10
hinweist. Die plattenförmige Dichtung 17 kleidet dabei
die Platte 16 eng aus. Jeder kragenförmige Lagerflansch
21 der Dichtung 17 greift bündig in den entsprechenden
kragenförmigen Wulst 19 der Platte 16 ein.
In Fig. 7 ist eine fertig montierte Verbindung des
Rohres 11 und der Platte 16 gezeigt. Dabei ist das
Rohrende des Rohres 11 in den vorgespannten Lagerflansch
21 der Dichtung 17 eingeführt, die wiederum in die
Durchbrechung 18 der Platte 16 eingesetzt ist. Dabei
ist das Rohrende 11 zu einer Ausweitung 22 aufgeweitet.
Diese Aufweitung des Rohres 11 bewirkt eine feste
Verbindung des Rohres 11 mit der Platte 16. Gleichzeitig
stellt sie die Dichtigkeit zwischen dem Rohr 11 und der
Dichtung 17 wie auch die Dichtigkeit zwischen der
Dichtung 17 und der Platte 16 sicher. Die mit der
Ausweitung 22 einhergehende Zunahme des Durchmessers
der Endöffnung 14 der Rohre 11 ist in Fig. 7 durch die
mit F3 bezeichneten Pfeile angedeutet.
Vor der Montage des Wärmetauschers 10 sind die Bodenplatte
16, die plattenförmige Dichtung 17 und das Rohr 11
zunächst vollständig voneinander getrennt (Fig. 3). Der
Außendurchmesser D1 des Lagerflansches 21 der Dichtung
17 ist zumindest nahezu gleich dem Innendurchmesser D2
des Lagerflansches 19 der Platte 16, um ein einfaches
Einsetzen des Lagerflansches 21 in den Lagerflansch 19
zu ermöglichen. Der Innendurchmesser D3 des
Lagerflansches 21 ist zumindest nahezu gleich dem
Innendurchmesser D4 des Rohres 11 und damit wesentlich
kleiner als der Außendurchmesser D5 des Rohres 11.
Im ersten Schritt wird die plattenförmige elastische
Dichtung 17 in Anlage zu der Platte 16 gebracht, wobei
die Lagerflansche 21 in die Wülste 19 einrasten. Dieses
Einrasten ist einfach, da die Durchmesser D1 und D2
entsprechend den oben erläuterten Angaben gewählt
wurden.
Vor dem Einführen des Rohres 11 in den Lagerflansch 21
wird der Lagerflansch 21 vorgespannt (Fig. 5). Dabei
wird ihm eine Verminderung der radialen Wandstärke
derjenigen Wand aufgezwungen, die sich am Lagerflansch
19 der Platte 16 abstützt. Dadurch wird der
Innendurchmesser D3 des Lagerflansches 21 auf einen Wert
D3′ vergrößert, der dem Außendurchmesser D5 des Rohres
11 zumindest nahezu gleichkommt und groß genug ist, um
ein leichtes Einführen des Rohres 11 in den Lagerflansch
21 der Dichtung 17 zu ermöglichen. Die Vorspannung des
Lagerflansches 21 hat (Fig. 5) zudem zur Folge, daß sich
mindestens ein Wulst 21A am unteren Ende 3 des
Lagerflansches 21 bildet. Dieser Wulst 21A trägt zur
festen Verbindung der Dichtung 17 mit der Platte 16 bei.
Bei der Vorspannung der Dichtung 17 wird eine radiale
Verminderung der Wandstärke des Lagerflansches 21 der
Dichtung 17 unter der Vorspannung 30 bis 70%,
vorzugsweise zumindest nahezu 50% angestrebt.
Nach Vorspannung des Lagerflansches 21 der Dichtung 17
wird (Fig. 6) der Lagerflansch 21 auf das Rohr 11 unter
Aufrechterhaltung der Vorspannung aufgeschoben.
Vorzugsweise wird auf die plattenförmige elastische
Dichtung 17 eine Klemmkraft gegenüber der Platte 16
ausgeübt, während der Lagerflansch 21 der Dichtung 17
vorgespannt ist (Fig. 5) und/oder während der
vorgespannte Lagerflansch 21 auf das Rohr 11
aufgeschoben wird (Fig. 6). Diese Klemmkraft wird
vorzugsweise sowohl während der Vorspannung (Fig. 5),
wie während des Aufschiebens (Fig. 6) aufrechterhalten.
Die Vorspannung des Lagerflansches 21 der
plattenförmigen elastischen Dichtung 17 ist durch den
Pfeil F in Fig. 5 angedeutet und ebenso die Klemmkraft
auf die Dichtung 17 durch die Pfeile F1 in den Fig. 5
und 6.
Zur Durchführung der vorangehend beschriebenen Montage
benutzt man vorzugsweise ein Werkzeug, wie es in den
Fig. 8 bis 13, die nun erläutert werden sollen, gezeigt
ist.
Das Werkzeug weist ein Gesenk 30 auf, das die Platte
16 mit der sie auskleidenden Dichtung 17 unter
Abstützung aufnimmt. Weiter weist das Werkzeug einen
Niederhalter 31 auf, der axial verschiebbar ist und die
Dichtung 17 gegen die Platte 16 verklemmt halten kann.
Das Werk weist weiter einen Stempel 32 auf, der im
Niederhalter 31 axial verschiebbar montiert ist und zum
Vorspannen des Lagerflansches 21 der Dichtung 17 dient.
Das Gesenk 30 ist seitlich verfahrbar. Der Niederhalter
31 kann eine axiale Schubkraft auf die Dichtung 17 und
die Platte 16 ausüben, um so den vorgespannten
Lagerflansch 21 der Dichtung 17 auf das Rohr 11 zu
schieben (Fig. 12). Darüber hinaus kann der Stempel 32
axial relativ zum Druckstempel 31 verschoben werden
(Fig. 12 und 13), um die Ausweitung 22 des Rohres 11
zu bilden.
Der Stempel 32 hat einen Wirkkopf 33, dessen
Außendurchmesser D6 dem gewünschten Innendurchmesser
D3′ des einmal vorgespannten Lagerflansches 21 der
Dichtung 17 gleich ist. Der Wirkkopf 33 des Stempels
32 hat vorne einen Zentrierabschnitt 34, dessen
Durchmesser D7 kleiner als der Durchmesser D6 des
Wirkkopfes 33 ist. Der Durchmesser D7 des
Zentrierabschnittes 34 ist zumindest nahezu gleich dem
Innendurchmesser D3 des Lagerflansches 21 ohne
Vorspannung, der selbst wieder zumindest nahezu gleich
dem Innendurchmesser D4 des Rohres 11 vor seiner
Ausweitung ist.
Für die Montage mit Hilfe des Werkzeugs, das vorangehend
beschrieben wurde, belegt man die Platte 16 mit der
plattenförmigen Dichtung 17, wobei die Lagerflansche
21 in die Lagerflansche 19 einrasten. Dann legt man die
mit der Dichtung 17 belegte Platte 16 in das Gesenk 30,
wie in Fig. 8 gezeigt. Hierbei sind der Niederhalter
31 und der Stempel 32 der Platte 16 zurückgezogen.
Das Werkzeug ist auf der Seite der Platte 16 angeordnet,
die den ebenfalls zurückgezogenen Rohren 11 abgewandt
ist.
Nun wird der Niederhalter 31 zur Abstützung auf der
Dichtung 17 abgesenkt, so daß die Dichtung 17 auf der
Platte 16 festgeklemmt wird. Die Platte 16 ist dabei
im Gesenk 30 abgestützt.
Dann wird der Stempel 32 axial in den Lagerflansch 21
eingeschoben. Zuerst dringt dabei der Zentrierabschnitt
34 und dann der Wirkkopf 33 ein, so daß der Lagerflansch
21 vorgespannt wird (Fig. 10). Während dieses
Arbeitsganges hält der Niederhalter 31 die Dichtung 17
ständig auf der Platte 16 verklemmt.
Gleichzeitig mit dem Eingreifen des Zentrierabschnittes
34 des Stempels 32 in das Rohr 11 (Fig. 11) wird das
Gesenk 30 seitlich wegfahren. Anschließend (Fig. 12)
schiebt man den vom Wirkkopf 33 des Stempels 32
vorgespannten Lagerflansch 21 auf das Rohr 11. Dazu wird
der Niederhalter 31 axial in Richtung des Rohres 11
verschoben. Daraufhin wird (Fig. 13) der Stempel 32
axial verschoben und mit seinem Wirkkopf 33 in das Rohr
11 eingeführt, um die Ausbildung einer Ausweitung 22
zu erzielen. Die Montage ist damit beendet, Niederhalter
31 und Stempel 32 werden zurückgezogen.
In der beschriebenen und gezeigten Ausführungsform sind
die Rohre 11 mit rundem Querschnitt gezeigt.
Selbstverständlich können auch Rohre 11 ovalen Querschnitts
oder mit jeder anderen Querschnittsform auf die gleiche
Weise montiert werden.
Claims (10)
1. Montageverfahren für Wärmetauscher, insbesondere für
Kraftfahrzeuge, die aus mindestens einem
Rohr (11) bestehen, das in einer Platte (16) unter
Zwischenschaltung einer Dichtung (17) befestigbar ist,
wobei die Platte (16) und die Dichtung (17) je mindestens
eine Durchbrechung (18) zur Aufnahme des Rohrs (11)
aufweisen, die Durchbrechung (20) der Dichtung (17) mit
einer Aufnahme (21) versehen ist, und das Rohr (11)
mit einem seiner Enden in die Aufnahme (21) der
Dichtung (17) eingesetzt ist, die ihrerseits in der
Durchbrechung (18) der Platte (16) angeordnet ist und
diese gegen das Rohr (11) abdichtet, dadurch
gekennzeichnet, daß vor dem Einführen des
Rohres (11) die Aufnahme (21) der Dichtung (17)
mittels eines Aufweitwerkzeugs radial vorgespannt und
dadurch die radiale Stärke seiner am Rand der
Durchbrechung (18) der Platte (16) anliegenden Wand
vermindert wird, wobei der Innendurchmesser (D3) der
Aufnahme (21) der Dichtung (17) vor dem Vorspannen
kleiner ist als der Außendurchmesser (D5) des Rohres (11)
und unter Vorspannung genügend aufgeweitet wird, um ein
kraftarmes Einführen des Rohres (11) in die Aufnahme
(21) der Dichtung (17) zu ermöglichen, und daß das Rohr
(11) unter Aufrechterhaltung der Vorspannung in die
Aufnahme (21) eingeschoben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verminderung der
radialen Wandstärke der Aufnahme (21) der Dichtung (17)
unter der Vorspannung bis 70% und vorzugsweise zumindest
nahezu 50% beträgt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, bei
dem die Dichtung (17) auf derjenigen Seite der Platte (16)
angeordnet ist, die der Seite gegenüberliegt, von der
her die Rohre (11) eingeführt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dichtung (17)
während der Vorspannung der Aufnahme (21) der Dichtung (17)
und/oder während des Aufschiebens der vorgespannten
Aufnahme (21) auf das Rohr (11) mittels Klemmkraft gegen
die Platte (16) gedrückt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Aufweitwerkzeug in die Aufnahme (21) der Dichtung
(17) von derjenigen Seite her eingreift, die der Seite
entgegengesetzt ist, von der her das Rohr (11)
eingeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die kragenförmige Aufnahme (21) der Dichtung (17)
in einen kragenförmigen Wulst (19), der die Durchbrechung
der Platte (16) umgibt, eingerastet werden kann.
6. Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens nach
den Ansprüchen 1 bis 4, mit einem axial verschiebbaren
Stempel (32), der einen Wirkkopf (33) aufweist, dessen
Außendurchmesser dem gewünschten Innendurchmesser der
vorgespannten Aufnahme (21) der Dichtung (17)
gleich ist, und mit einem am Wirkkopf (33) ausgebildeten
Zentrierabschnitt (34), an den das Rohr (11) zum
Einschieben in die Dichtung (17) ankoppelbar ist.
7. Werkzeug nach Anspruch 5, bei dem der
Zentrierabschnitt (34) einen kleineren Außendurchmesser
aufweist als der Wirkkopf (33), wobei der Durchmesser des
Zentrierabschnittes (34) nahezu gleich dem
Innendurchmesser der Aufnahme (21) der Dichtung
(17) ohne Vorspannung ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß nach
dem Einführen des Rohres (11) in die vorgespannte
Dichtung (17) mit Hilfe des Werkzeugs nach Anspruch 6
durch axiale Bewegung des Stempels (32) entgegen der
Einzugrichtung des Rohres (11) eine Ausweitung des
Rohres (11) erfolgt.
9. Werkzeug nach einem der
Ansprüche 6 oder 7, mit einem Gesenk (30), das die Platte (16) mit
der Dichtung (17) unter Abstützung aufnimmt, einem axial
verschiebbaren Niederhalter (31), der die Dichtung (17) gegen
die Platte (16) verklemmt hält, und mit einem Stempel (32) für
das Vorspannen der Aufnahme (21) der Dichtung (17), der im
Niederhalter (31) axial beweglich montiert ist.
10. Werkzeug nach Anspruch 9, bei dem das Gesenk
(30) seitlich verfahrbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
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